AT113332B - Präparate von hohem Netz-, Emulgier-, Lösevermögen usw. - Google Patents

Präparate von hohem Netz-, Emulgier-, Lösevermögen usw.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Präparate von hohem Netz-,   Emmlgier-,   Lösevermögen usw. 



   Es ist bekannt, dass die isopropylierten aromatischen Sulfosäuren und ihre Äquivalente, z. B. die entsprechenden butylierten oder durch andere Alkylreste u. dgl. substituierten aromatischen Sulfosäuren, insbesondere die des Naphthalins, sowie deren Salze, die Eigenschaften von Seifen haben und dass ihre wässerige Lösungen, z. B.   wasserunlösliche     organisehe   Verbindungen, wie Öle, und Fette, Kohlenwasserstoffe, höhere Alkohole, Ketone usw., zu lösen, emulgieren oder suspendieren vermögen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die seifenartigen Eigenschaften von aromatischen Sulfosäuren, insbesondere Sulfosäuren von alkylierten aromatischen Kohlenwasserstoffen und ihren Derivaten, oder deren Salzen verstärkt, namentlich auch das Aufnahmevermögen ihrer   wässerigen   Lösungen für die oben erwähnten, in Wasser schwer oder nicht löslichen organischen Verbindungen gesteigert wird, wenn sie mit mehr als   5% wasserlöslichen   Salzen anderer Säuren vermischt sind. Unter wasserlöslichen Salzen sind hier solche zu verstehen, die unter den beim Gebrauch der Mischungen herrschenden Bedingungen löslich sind, wie z. B. Glaubersalz, Kochsalz, Kaliumchlorid, Natriumkarbonat, Natriumbisulfat, Kalziumsulfat, a-naphthalinsulfosaures Natrium, Ammoniumsulfat etc. 



   Es wird dadurch namentlich das Lösungsvermögen der wässerigen Lösungen der Salze von Sulfosäuren, das gegenüber dem der Lösungen freier Sulfosäuren zurücksteht, stark erhöht. Die Auswahl der zuzusetzenden Salze und die davon zu verwendende Menge richtet sich nach den jeweils vorliegenden Verhältnissen und ist durch Versuche leicht zu ermitteln. 



   Bei Zusatz von Fetten, Ölen, Kohlenwasserstoffen usw. zu den salzhaltigen wässerigen Lösungen der sulfosauren Salze erhält man z. B. dünn-oder zähflüssige Lösungen, die sich beim Eingiessen in Wasser mit Leichtigkeit damit vermischen, oftmals scheidet sich dabei ein Teil des gelösten Stoffes als feine, nicht absetzende Emulsion aus. Gesättigte Lösungen von Kohlenwasserstoffen in wässerigen Lösungen von freien Sulfosäuren, scheiden auf Zusatz von Salzen zum Teil Wasser ab und nehmen dann weitere Mengen Kohlenwasserstoff auf. Der Zusatz von Salzen mit seifenartigen Eigenschaften wird hier nicht beansprucht. 



   Beispiel   1 : 30   Teile des Natriumsalzes der aus   ss-Naphthalinsulfosäure   und Butylalkohol erhältlichen alkylierten Sulfosäure werden in 140 Teilen Wasser gelöst. Durch Zusatz von 10 Teilen kalziniertem Glaubersalz erhält man ein Gemisch, das 20 bis 25 Teile Tetralin bei kurzem Erwärmen auf dem Wasserbade klar zu lösen vermag. 



   Beispiel 2 : 256   TeileNaphthalin   werden mit 400 Teilen konzentrierter Schwefelsäure in bekannter Weise bei   160  in   die   ss-NaphthaIinsulfosäure   übergeführt. Das   Sulfierungsgemisch   lässt man auf etwa 90  abkühlen, worauf man unter kräftigem Rühren in dieses Gemisch bei zirka 90 bis   950 innerhalb   zweier Stunden eine bei gewöhnlicher Temperatur hergestellte Mischung aus 296 Teilen Äthylmethylkarbinol und 400 Teilen konzentrierter Schwefelsäure einfliessen lässt. Nach beendetem Eintropfen des Alkohols führt man durch weiteres Erhitzen bei der gleichen Temperatur während mehrerer Stunden die Reaktion zu Ende.

   Die Reaktionsmasse trennt sich nach dem Abstellen der Rührvorrichtung in zwei Schichten, von denen die obere in der Hauptsache die butylierte Sulfosäure enthält. Durch Neutralisieren dieser
Schicht mit Alkalien und Eindampfen erhält man die Salze der butylierten Naphthalinsulfosäure in fester Form. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das auf diese Weise hergestellte Natriumsalz enthält neben dem Salz der butylierten Naphthalin-   sulfosäure   etwa 15 bis   20% wasserlösliche   Salze und vermag in wässeriger Lösung   grosse   Mengen höherer Kohlenwasserstoffe (z. B. Solventnaphtha, Lösungsbenzole   usw.)   zu lösen. 



   In dem Beispiel der deutschen Patentschrift Nr. 336 558 ist die Herstellung einer wässerigen Emulsion eines Braunkohlenteeröles mittels der bei der Darstellung des Natriumsalzes der   Isopropyl-ss-naph-     thalinsulfosäure   erhaltenen Lösung dieses Salzes beschrieben.

   Nach sachgemässer Durchführung der dort für die Gewinnung dieser Lösung angegebenen Massnahmen können keine wasserlöslichen Salze anderer Säuren als der isopropylierten   ss-NaphthaIinsuIfosäure   in der Lösung vorhanden sein oder allenfalls nur in sehr geringen Mengen ;

   denn die als Ausgangsmaterial dienende ss-Naphthalinsulfosäure wird vollkommen in ihr Isopropylderivat umgesetzt, sie kann daher nicht im Endprodukt in der Form eines wasserlöslichen Salzes vorliegen, und die bei   der Überführung   der Isopropylnaphthalinsulfosäure in ihr Kalziumsalz und bei der Umsetzung dieses Kalziumsalzes in das Natriumsalz verwendeten anorganischen Kalziumund Natriumsalze führen lediglich zur Bildung praktisch unlöslicher Nebenprodukte, wie Kalziumsulfat und-karbonat, die sich sofort aus der Reaktionsflüssigkeit ausscheiden, während das Natrium an die Sulfosäure gebunden wird. Gemische wie sie gemäss der vorliegenden Erfindung beansprucht werden, sind sonach in der deutschen Patentschrift Nr. 336 558 nicht beschrieben.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Präparate von hohem Netz-, Emulgier-, Lösevermögen usw., enthaltend Sulfosäuren mit seifenartigen Eigenschaften, insbesondere Sulfosäuren von alkylierten aromatischen Kohlenwasserstoffen oder ihren Derivaten oder deren Salze, und mehr als 5% wasserlösliche Salze anderer Säuren sowie gegebenenfalls Wasser.
AT113332D 1925-11-19 1926-10-21 Präparate von hohem Netz-, Emulgier-, Lösevermögen usw. AT113332B (de)

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