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Verfahren zur Herstellung von Grünpnanzenbrei und Konservierung desselben.
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Weiterleiten und Abführen des Materials auch in axialer oder radialer Richtung, unter Inanspruchnahme an sich bekannter hydraulischer, pneumatischer oder sonstiger mechanischer Massnahmen erfolgen.
Das vorzerkleinert Grimfutter kann der Abschervorrichttmg allenfalls mittels eines Wasserstromes zugeführt werden.. Um aber den ohnehin grossen eigenen Wassergehalt des Grünfutters (der auch mehr als 90% betragen kann) nicht unnötigerweise zu vergrössern, empfiehlt es sich in diesem Fall, das vor- zerkleinerte Grünfutter der Abschervorrichtung mit Hilfe von dünnflüssigem Plasmabrei aus einem vorhergehenden Arbeitsgang zuzuführen. Hiebei soll der als Betriebsflüssigkeit verwendete plasmareiche
Zellsaft z. B. durch etwas Formaldehyd oder schweflige Säure oder auch durch Kühlung vor dem Ver- derben geschützt werden.
Als Ergebnis des Abschervorganges wird ein flüssiger Brei gewonnen, der aus plasmahaltiger
Flüssigkeit und Zellwandresten besteht und schon in dieser Form mit gutem Erfolg auch zur Ernährung solcher Lebewesen dienen kann, deren Verdauungssäfte keine zelluloseabbauenden Enzyme oder Mikro- organismen enthalten, so dass das von der Zellulosehiüle der Zellwände umschlossene Plasma ihren
Verdauungstrakt unverändert verlässt. Gleichzeitig wird durch die Zerstörung der Zellen auch die Auf- zehrung von Nährstoffen durch den Stoffwechsel innerhalb der Zellen und die Bildung unerwünschter
Stoffwechselprodukte verhindert.
Der frische Brei kann vor der Verfütterung in Zellsaft und Zellwandreste geteilt werden. Diese Teilung kann beliebig vorgenommen werden, z. B. durch Absieben oder durch andere Separationsverfahren unter Anwendung der Schwerkraft, Fliehkraft, Geschwindigkeitsänderung usw. Es ergibt sich so neben einem vorwiegend die Zellwandreste enthaltenden Anteil ein flüssiger Anteil, der vorwiegend aus dem plasmareichen Zellsaft besteht.
Wird der gewonnene Brei bzw. der aus diesem ausgeschiedene Zellsaft oder Zellwandrest nicht unmittelbar seiner Verwendung zugeführt, so müssen diese Produkte durch Einwirkung einer der allgemein üblichen Konservierungsmethoden (Kühlung, Behandlung mit Desinfektionsmitteln, Trocknen usw. ) in haltbare Form gebracht werden, um die weitere Einwirkung der wasserlöslichen Enzyme zu hemmen, die selbstverständlich durch die mechanische Zerreissung der Zellwände nicht unwirksam gemacht werden können, und um die organische Substanz vor bakterieller Veränderung zu bewahren. Vorzugsweise wird die Überführung der Produkte in eine haltbare Trockenkonserve gewählt werden.
Wird der Brei, wie beschrieben, in einen flüssigen und festen Anteil gesondert, so stellt die Haltbarmachung des vorwiegend die Zellwandreste enthaltenden Teiles einen verhältnismässig einfachen Vorgang dar, da die Zellulose gegen Backter : ien widerstandsfähig ist und die Wasserentziehung durch Trocknen auch bei höheren Temperaturen vorgenommen werden darf.
Soll jedoch der unveränderte Brei oder der abgeschiedene Zellsaft für sich zu einer Trqekenkonserve verarbeitet werden, so muss die Entziehung des Wassers raschestens vorgenommen werden, wobei das zu trocknende Produkt auch durch Zusatz von Desinfektionsmitteln (Formaldehyd, schweflige Säure) vor bakterieller Veränderung geschützt werden kann. Das Trocknen soll bei möglichst tiefer Temperatur, allenfalls unter vermindertem Druck vorgenommen werden, um die Vitamine und Eiweissstoffe nicht zu schädigen. Um das Trocknen zu beschleunigen, wird beispielsweise in der Weise verfahren, dass man den Brei bzw. den Zellsaft mit gepulvertem Trockenprodukt aus einem vorhergehenden Arbeitsgang vermischt, die bildsam gewordene Masse zu dünnen Platten oder anderen Formlingen verformt und diese dann bei niedriger Temperatur rasch trocknet.
Zur Vergrösserung der Oberfläche kann auch statt des pulverisierten Trockenprodukts aus einem früheren Arbeitsgang in an sich bekannter Weise Mehl,
Stärke od. dgl. dem zu trocknenden Gut zugemischt werden. Die getrockneten Platten oder Formstüeke können schliesslich einer weiteren Zerkleinerung oder Umformung unterworfen werden. Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Produkte stellen hochwertige, restlos verdauliche lagerfähige Nährmittel dar, welche die wertvollen Nährstoffe und Vitamine des jungen Grünfutters nahezu in der ursprünglichen Menge und praktisch unverändert enthalten.
Das beschriebene Verfahren ist nicht auf die Verarbeitung von Futterpflanzen beschränkt ; vielmehr können die verschiedensten Grünpflanzen,. Gemüse, Heilkräuter usw., sowie auch Grünpflanzenabfälle jedweder Art in der angegebenen Weise verarbeitet werden. Die gewonnenen Produkte können auch als Nähr-oder Heilmittel für den Menschen Verwendung finden.
Es ist allgemein bekannt, dass die Futterstoffe durch Häckseln, Schroten, Mahlen, Quetschen oder Brechen leichter kaubar und mischbar werden. Aus diesem Grunde werden auch gekochte Futtermittel, wie z. B. Futterrüben, vor der Verfütterung zerrieben. Der Gedanke, Grünpflanzen ohne Kochen durch einen sehr wirksamen Abschervorgang in einen flüssigen Brei überzuführen, der die Plasmastoffe, aus ihrer Umhüllung befreit, in unveränderter Form und Zusammensetzung in Suspension enthält, ist hiedurch nicht nahegelegt worden.
In der deutschen Patentschrift Nr. 200489 ist ein Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus frischen Vegetabilien beschrieben, bei welchem die Vegetabilien einen mechanischen Zerkleinerungsprozess-zweckmässig in einer der bekannten Torfzerkleinerungsmasehinen-bis zum Eintritt eines breiartigen Zustandes unterworfen, hierauf in Brikettform gebracht undschliesslich getrocknet werden. Bei der Brikettierung ist die Anwendung von-Klebstoff und von-Brikettpressen entbehrlich,
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Process for the production of green plant pulp and its preservation.
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Forwarding and removal of the material also take place in the axial or radial direction, making use of hydraulic, pneumatic or other mechanical measures known per se.
The pre-shredded green fodder can at best be fed to the shearing device by means of a water flow. However, in order not to unnecessarily increase the already large water content of the green fodder (which can be more than 90%), it is recommended in this case to use the pre-shredded green fodder to the shearing device with the help of thin liquid plasma pulp from a previous operation. The plasma-rich liquid used as the operating fluid should be used here
Cell sap z. B. protected from spoilage by a little formaldehyde or sulphurous acid or by cooling.
As a result of the shearing process, a liquid slurry is obtained, which is made from plasma-containing
Liquid and cell wall residues exist and even in this form can be used with good success to nourish those living beings whose digestive juices do not contain any cellulose-degrading enzymes or microorganisms, so that the plasma enclosed by the cellulose shell of the cell walls theirs
Leaves the digestive tract unchanged. At the same time, the destruction of the cells also makes the consumption of nutrients by the metabolism within the cells and their formation undesirable
Metabolic products prevented.
The fresh porridge can be divided into cell sap and cell wall remnants before feeding. This division can be made arbitrarily, e.g. B. by sieving or by other separation processes using gravity, centrifugal force, change in speed, etc. In addition to a portion predominantly containing the cell wall remnants, there is also a liquid portion which consists primarily of the plasma-rich cell sap.
If the pulp obtained or the cell sap or cell wall residue excreted from it is not used immediately, these products must be put into a durable form by applying one of the commonly used preservation methods (cooling, treatment with disinfectants, drying, etc.) in order to avoid the further To inhibit the action of the water-soluble enzymes, which of course cannot be made ineffective by the mechanical tearing of the cell walls, and to protect the organic substance from bacterial change. It is preferred to choose to transfer the products to a long-life dry preserve.
If the pulp is separated into a liquid and a solid portion, as described, the preservation of the part, which mainly contains the cell wall remains, is a relatively simple process, since the cellulose is resistant to baking and dehydration is carried out even at higher temperatures may be.
However, if the unchanged pulp or the separated cell sap is to be processed into a canned beverage, the water must be removed as quickly as possible, whereby the product to be dried can also be protected from bacterial changes by adding disinfectants (formaldehyde, sulphurous acid). The drying should be carried out at the lowest possible temperature, possibly under reduced pressure, so as not to damage the vitamins and proteins. In order to accelerate the drying, the procedure is, for example, that the pulp or the cell sap is mixed with powdered dry product from a previous operation, the mass that has become malleable is shaped into thin plates or other moldings and these are then quickly dried at low temperature.
To enlarge the surface, instead of the powdered dry product from an earlier operation, flour,
Starch or the like are added to the material to be dried. The dried plates or shaped pieces can finally be subjected to further comminution or reshaping. The products manufactured using the process described are high-quality, completely digestible, storable nutrients that contain the valuable nutrients and vitamins of the young green fodder in almost the original quantity and practically unchanged.
The method described is not limited to the processing of forage plants; rather, the most diverse green plants. Vegetables, medicinal herbs, etc., as well as green plant waste of any kind are processed in the specified manner. The products obtained can also be used as nutrients or remedies for humans.
It is generally known that chopping, crushing, grinding, crushing or breaking of the fodder makes it easier to chew and mix. For this reason, cooked feed, such as. B. fodder beet, ground before feeding. This did not suggest the idea of converting green plants into a liquid paste by means of a very effective shearing process without cooking, which would contain the plasma substances, freed from their coating, in unchanged form and composition in suspension.
The German patent specification No. 200489 describes a method for producing a permanent feed from fresh vegetables, in which the vegetables are subjected to a mechanical grinding process - expediently in one of the known peat crushing machines - until a pulpy state occurs, then brought into briquette form and finally dried . In the case of briquetting, the use of glue and briquette presses is unnecessary,
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