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Die Erfindung bezieht sich auf eine Baumaschine mit einem ein Fahrgestell bildenden Unterwagen, mit einem über einen Zwischenträger auf dem Unterwagen gelagerten, einen Ausleger für ein Werkzeug aufweisenden Oberwagen, der wie der Unterwagen über einen Drehkranz mit dem Zwischenträger verbunden ist, mit einem Drehantrieb für einen der beiden zueinander exzentrisch angeordneten Drehkränze und mit einer Verriegelungseinrichtung für den anderen Drehkranz.
Um bei Baggern oder Ladern, also bei Baumaschinen mit deren Hilfe ein Werkzeug über einen Ausleger geführt wird, den Oberwagen gegenüber dem ein Fahrgestell bildenden Unterwagen nicht nur verdrehen, sondern auch quer zur Drehachse in einfacher Weise verlagern zu können, ist es bekannt (EP 1 152 092 B1), zwischen dem Unterwagen und dem Oberwagen einen Zwischenträger vorzusehen,
der mit dem Unterwagen und dem Oberwagen durch je einen Drehkranz verbunden ist. Da die beiden Drehkränze gegeneinander exzentrisch versetzt angeordnet sind und dem Drehkranz zwischen dem Unterwagen um den Zwischenträger eine Verriegelungseinrichtung zugeordnet ist, kann über diesen unteren Drehkranz der auf dem Zwischenträger gelagerte Oberwagen gegenüber dem Unterwagen im Ausmass der Exzentrizität quer zur Drehachse des Oberwagens verlagert werden, die ja durch den oberen Drehkranz zwischen dem Zwischenträger und dem Oberwagen bestimmt wird. Nachteilig bei dieser Konstruktion ist allerdings, dass die Vorteile der mit einer Verstellung des Zwischenträgers gegenüber dem Unterwagen verbundenen Schwerpunktsverlagerung des Oberwagens gegenüber der Standfläche der Baumaschine nur für einen beschränkten Drehwinkel des Oberwagens ausgenützt werden kann.
Wird nämlich der Oberwagen über den Drehantrieb für den oberen Drehkranz in einen Winkelbereich gedreht, in dem der Ausleger in Richtung der Verlagerung des Zwischenträgers vom Unterwagen )*
weggerichtet ist, ergeben sich gegenüber vergleichbaren Baumaschinen ohne Seitenverlagerung des Oberwagens erheblich ungünstigere Bedingungen hinsichtlich der Standfestigkeit.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Baumaschine der eingangs geschilderten Art mit einfachen Mitteln so auszugestalten, dass die Seitenverlagerung des Oberwagens für alle Drehstellungen des Oberwagens genützt werden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Drehantrieb dem Drehkranz zwischen dem Unterwagen und dem Zwischenträger zugeordnet ist.
Durch die einfache Massnahme, den Drehantrieb nicht dem oberen Drehkranz,
sondern dem unteren Drehkranz zwischen Unterwagen und Zwischenträger zuzuordnen, wird erreicht, dass sich der Zwischenträger mit dem Oberwagen in der Verriegelungsstellung des oberen Zahnkranzes mitdreht, so dass die durch die Drehstellung des oberen Drehkranzes eingestellte Schwerpunktlage bei einer Drehung des Oberwagens mitgedreht wird, was nur vergleichsweise geringe Änderungen hinsichtlich der Standfestigkeit beim Drehen des Oberwagens mit sich bringt.
Der Drehantrieb für den Oberwagen kann in bewährter Weise über ein motorbetriebenes Ritzel erfolgen, das mit einem Innenzahnkranz des Drehkranzes zwischen Unterwagen und Zwischenträger kämmt. Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich allerdings, wenn der Motor für das Ritzel auf der Oberseite des Zwischenträgers angeordnet und der untere Drehkranz drehfest mit dem Unterwagen verbunden wird.
Mit dieser Massnahme können die vorhandenen Raumangebote zwischen Unter- und Oberwagen vorteilhaft genützt werden.
Zum Festlegen der jeweils über eine Drehverstellung des Oberwagens gegenüber dem Zwischenträger einstellbaren Schwerpunktslage des Oberwagens kann durch eine mechanische Verriegelung des Oberwagens gegenüber dem Zwischenträger erfolgen, was über den oberen Drehkranz in konstruktiv einfacher Weise über v_-
Riegelbolzen, Bremsen od. dgl. gelöst werden kann.
Wird jedoch eine Verriegelungseinrichtung für den Drehkranz zwischen dem Zwischenträger und dem Oberwagen aus einem sperrbaren Drehantrieb eingesetzt, so kann über diesen Drehantrieb nicht nur die Schwerpunktsverlagerung des Oberwagens vorgenommen, sondern im Bedarfsfall auch zusätzlich der Oberwagen um die Achse des oberen Drehkranzes gedreht werden, wenn zugleich der untere Drehkranz über den ihm zugeordneten Drehantrieb oder einer gesonderten Verriegelungseinrichtung drehfest mit dem Unterwagen verbunden wird, was eine einfache Anpassung an unterschiedlichste Betriebsverhältnisse erlaubt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Baumaschine in einer vereinfachten Seitenansicht und Fig. 2 den über je einen Drehkranz mit dem Unterwagen und dem Oberwagen verbundenen Zwischenträger in einem vereinfachten Axialschnitt in einem grösseren Massstab.
Die gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Bagger ausgeführte Baumaschine weist einen Unterwagen 1 , der ein Fahrgestell mit Gleisketten 2 bildet, und einen Oberwagen 3 auf, der einen Ausleger 4 für ein Werkzeug 5 trägt und einen Führerstand 6 aufnimmt. Auf der dem Ausleger 4 gegenüberliegenden Seite des Oberwagens 3 ist dieser mit einem Gegengewicht 7 versehen.
Der Oberwagen 3 ist auf dem Unterwagen 1 über einen Zwischenträger 8 gelagert, wie dies in der Fig. 2 näher dargestellt ist.
Wie der Fig. 2 entnommen werden kann, ist der Zwischenträger 8 auf seiner dem Unterwagen 1 zugekehrten Unterseite mit einem Lagerring 9 für einen Drehkranz 10 versehen, der drehfest mit dem Unterwagen 1 verbunden ist und einen Innenzahnkranz 11 aufweist. Auf dem Zwischenträger 8 ist ein Drehantrieb 12 für den Drehkranz 10 gelagert. Dieser Drehantrieb 12 umfasst einen Motor 13 für ein Ritzel 14, das mit dem Innenzahnkranz 11 des Drehkranzes 10 kämmt.
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Der Zwischenträger 8 trägt auf seiner Oberseite einen mit ihm drehfest verbundenen Drehkranz 15, der in einem Lagerring 16 einer Grundplatte 17 des Oberwagens 3 frei drehbar gehalten wird.
Der Drehkranz 15 ist ebenfalls mit einem Innenzahnkranz 18 versehen, in den ein Ritzel 19 eines sperrbaren Drehantriebes 20 eingreift. Dieser Drehantrieb 20 umfasst einen Motor 21 , der wie der Motor 13 des Drehantriebes 12 vorzugsweise als Hydraulikmotor ausgebildet ist.
Da die beiden Drehkränze 10 und 15 zueinander exzentrisch angeordnet sind, wird durch eine Drehverstellung des Oberwagens 3 gegenüber dem Zwischenträger 8 über den Drehantrieb 20 der Oberwagen 3 bezüglich seiner durch den unteren Drehkranz 10 bestimmten Drehachse seitlich verlagert, was eine Schwerpunktsverlagerung gegenüber der Drehachse mit sich bringt. Damit kann die Baumaschine hinsichtlich ihrer Standfestigkeit an unterschiedliche Arbeitsbedingungen angepasst werden.
Nach der Einstellung der Schwerpunktslage des Oberwagens 3 gegenüber seiner Drehachse wird der Oberwagen 3 gegenüber dem Zahnkranz 15 verriegelt, so dass über den Drehantrieb 12 der Oberwagen um die Achse des Drehkranzes 10 gedreht werden kann. Da der Zwischenträger 8 mit dem oberen Drehkranz 15 um die Drehachse des unteren Drehkranzes 10 mitgedreht wird, bleibt die eingestellte Schwerpunktslage des Oberwagens gegenüber der Drehachse erhalten.
Die Verriegelung zwischen dem Drehkranz 15 und dem Oberwagen 3 kann in unterschiedlicher Weise über eine entsprechende Verriegelungseinrichtung 22 erfolgen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Verriegelungseinrichtung 22 durch den Drehantrieb 20 selbst gebildet, der zu diesem Zweck gesperrt werden kann.
Es ist aber auch durchaus möglich eine mechanische Verriegelung über einen Riegelbolzen oder eine Bremse zusätzlich zum Drehantrieb 20 oder anstelle dieses Drehantriebes 20 vorzusehen. Fehlt ein eigener Antrieb für den Drehkranz 15, so kann die Drehverstellung des Oberwagens gegenüber dem Drehkranz 15 bei entriegelter Riegeleinrichtung 22 beispielsweise über den Ausleger 4 vorgenommen werden, der zu diesem Zweck beispielsweise am Boden als Widerlager abgestützt wird.
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