Verfahren zum Verteilen chemischer Mittel auf Pmanzenbestanden.
Zur Verteilung keim-oder insektentöten- der Mittel, z. B. auf Flache, die mit Pflanzenwuchs bestanden sind, ist es bekannt, die chemischen Wirkstoffe in Flüssigkeit zu losen. Diese Flüssigkeiten werden entweder versprüht oder in die Schaumform gebracht und als Sc'haum durch Aufstreichen oder Aufspritzen derart auf die Pflanzen geför- dert, dass sie dort eine längere Zeit haltbare Schaumdecke bilden.
Die unmittelbare Verspritzung von Flüssigkeit erfordert erhebliche Kraftaufwen- dung, da sie einen sehr erheblichen Spritzdruck benötigt, und bedingt ferner einen ver hältnismässig groBen Flüssigkeitsbedarf, insbesondere weil die Feinheit der Bohrungen in den Zerstäubern wegen der Verstopfungsgefahr begrenzt ist.
Bei der Verwendung von Schaumdecken -d. h. zusammenhängenden Decken aus nicht zerstörten Schaumbläschen-sind, da die Schaumbläschen die Wirkstoffe nur in ihrer Oberfläche gesammelt enthalten, erhebliche Teile der Wirkstoffe au¯er Kontakt mit den Pflanzenblättern und deshalb nicht oder nur in geringem Masse wirkungsvoll.
Das vorliegende Verfahren besteht nun darin, dass die Spritzflüssigkeit zunächst in an sich bekannter Weise verschäumt wird und dann mit Hilfe von Druckluft unter Zerreissung der Schaumbläschen zu feinsten Tröpfchen auf die Pflanzen geblasen wird.
Beim Aufblasen gehen die Schaumfetzen infolge ihrer Oberflächenspannung in die Form von Feinsttröpfohen über. Bei diesem Verfahren ist das Pflanzenblatt oder dergleichen nach dem Arbeitsgang mit einem Belag von Feinsttröpfohen versehen.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens bestehen darin, dass ein erheblich geringerer Druck als beim unmittelbaren Zerstäuben der Flüssigkeit benötigt wird und die verbrauchte Flüssigkeitsmenge pro FlÏ cheneinheit herabgesetzt werden kann. Im nachstehenden werden Durchführungsbei- spiele des erfindungsgemässen Verfahrens er ortert. Versuche haben ergeben, dass der Druck, welcher bei der unmittelbaren Zer stäubung von Fliissigkeit 7 Atü betrug, auf 3,0 Atü herabgesetzt werden konnten, wÏhrend der Flüssigkeitsbedarf von 80 () Liter je Hektare auf 200 Liter je Hektare verringert werden konnte Während bisher der Tropf chendurchmesser etwa 0,1 mm betrug,
betrÏgt er bei dem genannten Verfahrensbeispiel etwa 0,025 mm. Diese Herabsetzung der je Flächeneinheit benötigten Flüssigkeits- menge ist für die praktische Durchführbarkeit der Verteilung chemischer Mittel von ausschlaggebender Wirkung, da auf diese Weise ein GerÏt f r Schaumzerstäubung von gleichem Fl ssigkeitsfassungsverm¯gen, wie ein solches f r unmittelbare Flüssigkeitszer- stäubung bei gleicher Arbeitsbreite den vierfachen Arbeitsweg zurücklegen kann.
Hierdurch wird nicht nur die im Feldbetrieb stets schwierige Heranfiihrung der notwendigen Flüssigkeitsmenge erheblich vereinfacht, sondern auch die LeistungsfÏhigkeit des GerÏtes erheblich vergrössert, weil die unproduktiven Arbeitszeiten des Einfüllens der notwendigen Flüssigkeitsmenge erheblich verringert werden. Die erwähnte Herabsetzung des Kraftaufwandes für die Zerstäubung erlaubt nicht nur die Anwendung eines leichteren Krafterzeugers. sondern auch eine erhebliche Herabsetzung der benötigten Betriebsstoffmenge f r denselben.
Die Zerreissung der Schaumbläschen zu Schaumfetzen durch Druckluft kann auf ver schiedene Weise erfolgen. Erfolgt auch die Erzeugung des Schaumes in bekannter Weise durch Druckluft, so kann man in der bei Zerstäubern für Flüssigkeiten bekannten Art und Weise auf die SchaumblÏschen einen zweckmässig etwa senkrecht zur Förderrich- tung der Bläschen bei der Erzeugung des Schaumes gerichteten zweiten Druakluftstrahl führen, welcher zur Zerreissung der Schaumbläschen dient.
Method of dispensing chemical agents on plants.
For the distribution of germicidal or insecticidal agents, e.g. B. on surfaces that existed with vegetation, it is known to dissolve the chemical active ingredients in liquid. These liquids are either sprayed or brought into the foam form and conveyed as foam by brushing or spraying onto the plants in such a way that they form a foam cover there that is durable for a longer period of time.
The direct spraying of liquid requires considerable expenditure of force, since it requires a very considerable spray pressure, and also requires a relatively large amount of liquid, in particular because the fineness of the bores in the atomizers is limited due to the risk of clogging.
When using foam blankets -d. H. Coherent blankets of undestroyed foam bubbles are, since the foam bubbles only contain the active substances collected in their surface, considerable parts of the active substances out of contact with the plant leaves and therefore not or only to a small extent effective.
The present method now consists in that the spray liquid is initially foamed in a manner known per se and then blown onto the plants into very fine droplets with the aid of compressed air, tearing the foam bubbles.
When inflated, the shreds of foam change into the form of fine droplets due to their surface tension. In this process, the plant leaf or the like is provided with a coating of very fine droplets after the operation.
The advantages of the method according to the invention are that a considerably lower pressure than when the liquid is atomized directly is required and the amount of liquid consumed per unit area can be reduced. Implementation examples of the method according to the invention are discussed below. Tests have shown that the pressure, which was 7 atmospheres when the liquid was immediately atomized, could be reduced to 3.0 atmospheres, while the liquid requirement could be reduced from 80 liters per hectare to 200 liters per hectare Droplet diameter was about 0.1 mm,
in the process example mentioned, it is about 0.025 mm. This reduction in the amount of liquid required per unit area is crucial for the practical feasibility of distributing chemical agents, since in this way a device for foam atomization with the same liquid capacity as one for direct liquid atomization with the same working width is four times as large Can travel to work.
This not only considerably simplifies the supply of the necessary amount of liquid, which is always difficult in field operation, but also considerably increases the performance of the device, because the unproductive working times of filling the necessary amount of liquid are considerably reduced. The aforementioned reduction in the expenditure of force for atomization not only allows the use of a lighter force generator. but also a considerable reduction in the amount of fuel required for the same.
The tearing of the foam bubbles into shreds of foam by compressed air can take place in different ways. If the foam is also generated in a known manner by compressed air, a second jet of compressed air, which is expediently directed approximately perpendicular to the conveying direction of the bubbles during the generation of the foam, can be directed onto the foam bubbles in the manner known from atomizers for liquids Serves to tear the foam bubbles.