Schlammräumvorrichtung in einem im Querschnitt rechteckigen Sedimentationsbassin
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schlammräumvorrichtung in einem im Querschnitt rechteckigen Sedimentationsbassin, die mittels Zugmittel geradlinig am Bassinboden entlang hin und her bewegt werden kann und die schwenkbare Räumschilder aufweist, die während des Arbeitshubes mindestens annähernd senkrecht zum Bassinboden gerichtet und während des zurückgehenden Hubes in eine mindestens annähernd waagrechte Lage, parallel zum Bassinboden geschwenkt sind.
Eine derartige Vorrichtung ist an sich bekannt.
Die Erfindung bezweckt die Bereitstellung einer verbesserten Vorrichtung, die einfach und billig herzustellen ist und eine sichere Wirkung verbürgt.
Die Schlammräumvorrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Räumschilder in die eine oder die andere Lage durch an der Räumvorrichtung vorgesehene Organe geschwenkt werden, die durch bei der Umkehr der Bewegungsrichtung der Räumvorrichtung auftretende Kräfte betätigt werden.
Einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 in Draufsicht ein mit einer Räumvorrichtung versehenes Sedimentationsbassin;
Fig. 2 einen Längsschnitt des Bassins;
Fig. 3 und 4 eine erste Ausführungsform der Schwenkvorrichtung für die Räumschilder, perspektivisch in zwei verschiedenen Stellungen;
Fig. 5 und 6 eine andere Ausführungsform in zwei verschiedenen Stellungen;
Fig. 7 und 8 eine Variante der Ausführungsform gemäss Fig. 5 und 6;
Fig. 9 eine vierte Ausführungsform;
Fig. 10 eine fünfte Ausführungsform, und
Fig. 11 bis 14 eine sechste Ausführungsform in zwei verschiedenen Stellungen.
Fig. 1 und 2 zeigen ein im Querschnitt rechteckiges Sedimentationsbassin, an dessen Boden entlang eine Schlammräumvorrichtung mit Räumschildern 1, 2, 3 und 4 mittels eines Zugmittels, z. B. eines Seiles 10, hin und her bewegt wird, das wechselweise auf Trommeln 14 und 15 auf- und abgewunden wird.
Während des Arbeitshubes sind die Räumschilder ungefähr senkrecht zum Bassinboden gerichtet, während des Rückhubes werden sie ungefähr in einer horizontalen Lage, also parallel zum Bassinboden gehalten, so dass sie sich über dem abgesetzten Schlamm bewegen.
Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform der Vorrichtung für das Hin- und Herschwenken der Räumschilder, wobei einfachhe:tshalber nur ein einziges Räumschild dargestellt ist. Das Räumschild 12 ist um Achsstümpfe 6 drehbar zwischen Längsbalken 9 des Gestelles gelagert, wobei die Achsstümpfe fest mit ihnen verbundene Sektoren 5 tragen. Bei jeder Bewegungsumkehr der Vorr, chtung wälzen sich die Flächen 13 der Sektoren 5 infolge der auftretenden Reibungskräfte auf der Laufbahn 11 ab. Hierdurch wird das Räumschild 12 entweder in die in Fig. 3 oder in die in Fig. 4 dargestellte Stellung geschwenkt.
Jeder Sektor trägt zwei Rollen 7, 8, von denen jede einerseits als Anschlag am Längsbalken 9 dient (Rolle 7 in Fig. 3, Rolle 8 in Fig. 4) und anderseits als Laufrolle arbeitet.
Die einfache Bauart der beschriebenen Vorrichtung erlaubt es auch, schnell und ohne Schwierigkeiten die Vorrichtung aus dem Bassin zwecks Kon trolle oder Reparatur hochzuheben, ohne dass das Bassin entleert zu werden braucht. Dies hat sich im Betrieb als sehr wichtig erwiesen, da hierdurch Verlust an Zeit und an Sedimentationsstoffen vermieden wird.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine andere Ausführungsform der Vorrichtung. Die Vorrichtung wird durch Räder 16 getragen, wobei die Drehachse 26 der Räumschilder 12 nicht mit der Achse der Räder zusammenfällt. Das Räumschild 12 ist mit einem Führungsteil verbunden, der seinen Drehzapfen 26 umgreift und in dem verschiebbar ein unter der Einwirkung einer Feder 21 stehender Arm 18 gelagert ist.
Der Arm 18 ist an seinem freien Ende mit einem an der Felgeninnenseite des Rades 16 schleifenden Gleitschuh 17 versehen. Der Drehpunkt des Rades 16 und die Drehachse 26 liegen in einer Ebene, die einen Winkel von 450 mit der horizontalen Ebene einschliesst. In der in Fig. 5 wiedergegebenen Stellung sind das Räumschild 12 und der Arm 18 mit dem Gleitschuh 17 in einer Mittellage, bei welcher der Abstand vom Drehpunkt 26 bis zur Radfelge am kürzesten ist. Dadurch ist die Feder 21 stärker als in allen anderen Stellungen zusammengedrückt.
Durch die Reibung des Gleitschuhes 17 auf der Radfelge wird der Arm 18, abhängig von der Drehrichtung des Rades, nach links oder nach rechts mitgenommen, so dass das Räumschild in die hochgehobene oder in die in Fig. 6 wiedergegebene Arbeitslage geschwenkt wird. Die Anschläge 19 und 20 begrenzen die Bewegung.
Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Variante der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform. Das Räumschild 12 ist mit einem Führungsteil, der um den Zapfen der Drehachse 26 herumgreift, verbunden. Dieser Führungsteil ist mit einem Arm 18 verbunden. In der Führung ist auch eine Druckfeder 21 angeordnet, welche den Arm 18 immer in die Richtung des Zapfens zu drücken versucht. Der Arm 18 ist an einem freien Ende mit einem an der Felgenaussenseite des Rades 16 schleifenden Gleitschuh 17 versehen. Die Drehachse des Rades 16 und die Drehachse 26 liegen in einer Ebene, die senkrecht zur horizontalen Ebene steht. In der in Fig. 7 dargestellten Lage ist das Räumschild 12 hochgeschwenkt und der Arm 18 liegt am Anschlag 20 an.
Wird das Rad 16 nach rechts bewegt, wird der Gleitschuh 17 infolge Reibung mitgenommen und durch den Arm 18 das Räumschild 12 gedreht, bis der Arm 18 gegen den Anschlag 19 anliegt. Das Räumschild 12 befindet sich dann in der Arbeitslage.
Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform. Das Räumschild 12 wird hier von Sektoren 5 getragen, die um dieselbe Achse wie das Rad 16 drehen können. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, haben die Sektoren 5 einen etwas grösseren Halbmesser als das Rad 16 und sind mit Gleitschuhen 22, 23 ausgerüstet. Wird die Räumvorrichtung aus der in Fig. 9 wiedergegebenen Lage in Richtung des Pfeiles 9 nach rechts bewegt, dann rollt sich der Sektor 5 auf der Laufbahn ab, wobei die Vorrichtung etwas angehoben wird und das Räumschild 12 in seine Arbeitslage geschwenkt wird, bis der Gleitschuh 22 mit seinem Rande auf der Laufbahn ruht. Bei umgekehrter Bewegungsrichtung schwenkt das Räumschild in die in Fig. 9 wiedergegebene Lage.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 10 greifen die Zugmittel 10 nicht am Gestell 9, sondern an den Sektoren 5 an, und zwar mittels eines Stiftes 27, der in einen Schlitz 28 der Sektoren greift. Anschläge 19 und 20 begrenzen wiederum die Bewegung des Räumschildes 12.
Vorzugsweise wird das Gestell 9 der in Fig. 10 wiedergegebenen Ausführungsform an seinem vorderen und hinteren Ende mit einem Wulst 25 versehen, mit dem die Vorrichtung in ihren Endlagen in eine federnde Klemmvorrichtung 24 der Bassinendwände greift. Durch diese Massnahme wird das Schwenken der Räumschilder sichergestellt, da erst der Wulst 25 aus der Klemmvorrichtung 24 gezogen werden muss, bevor die Vorrichtung sich in Bewegung setzt.
Dies erfordert eine Erhöhung der Zugkraft, die, wie gesagt, an den Sektoren angreift und die Räumschilder mit Sicherheit in die gewünschte Lage bringt.
Die Fig. 11 bis 14 zeigen wiederum eine andere Ausführungsform, wobei die Fig. 11 und 13 Längsschnitte und die Fig. 12 und 14 Querschnitte darstellen. Die Figuren 11 und 12 zeigen das Räumschild 12 in seiner Arbeitsstellung und die Fig. 13 und 14 in seiner hochgehobenen Stellung. Das Gestell 9 ruht mittels Räder 34 auf einer Rollbahn 35.
Die Räumschilder 12 werden von zweiarmigen Hebeln 32, welche um eine Achse 33 schwenken können, getragen. In dem einen Ende des Hebels 32 ist ein Schlitz 31 angeordnet, durch welchen ein an dem Zugorgan 29 befestigter Stift 30 hidurchragt. Der Hebel 32 ist somit mit dem Zugorgan 29 gekuppelt.
Dieses Zugorgan kann als Gelenkkette ausgebildet sein. Die Zugmittel, durch welche die Vorrichtung hin und her bewegt werden kann, greifen an dem Zugorgan 29 an. Zwecks Begrenzung der Schwenkbewegung nach beiden Richtungen ist ein Anschlag 36 auf dem Hebel 32 angeordnet.
Sludge removal device in a sedimentation basin with a rectangular cross-section
The invention relates to a sludge removal device in a sedimentation basin with a rectangular cross-section, which can be moved back and forth in a straight line along the basin floor by means of traction means and which has swiveling clearing blades which are directed at least approximately perpendicular to the basin floor during the working stroke and in a backward stroke at least approximately horizontal position, pivoted parallel to the pool floor.
Such a device is known per se.
The invention aims to provide an improved device which is simple and inexpensive to manufacture and which guarantees a safe effect.
The sludge clearing device according to the invention is characterized in that the clearing blades are pivoted into one or the other position by means provided on the clearing device, which are actuated by forces occurring when the direction of movement of the clearing device is reversed.
Some exemplary embodiments of the subject matter of the invention are shown in the accompanying drawing. Show it:
1 shows a plan view of a sedimentation basin provided with a clearing device;
Fig. 2 is a longitudinal section of the basin;
3 and 4 a first embodiment of the pivoting device for the clearing blades, in perspective in two different positions;
FIGS. 5 and 6 show another embodiment in two different positions;
7 and 8 show a variant of the embodiment according to FIGS. 5 and 6;
9 shows a fourth embodiment;
Fig. 10 shows a fifth embodiment, and
11 to 14 show a sixth embodiment in two different positions.
1 and 2 show a sedimentation basin with a rectangular cross-section, along the bottom of which a sludge clearing device with clearing blades 1, 2, 3 and 4 by means of a traction device, e.g. B. a rope 10, is moved back and forth, which is alternately wound up and down on drums 14 and 15.
During the working stroke, the clearing blades are directed approximately perpendicular to the basin floor, during the return stroke they are held approximately in a horizontal position, i.e. parallel to the basin floor, so that they move over the settled sludge.
3 and 4 show an embodiment of the device for pivoting the clearing blades back and forth, with only a single clearing blade being shown for the sake of simplicity. The clearing blade 12 is mounted so that it can rotate about stub axles 6 between longitudinal beams 9 of the frame, the stub axles bearing sectors 5 connected to them. With each reversal of movement of the device, the surfaces 13 of the sectors 5 roll on the track 11 as a result of the frictional forces that occur. As a result, the clearing blade 12 is pivoted either into the position shown in FIG. 3 or into the position shown in FIG.
Each sector carries two rollers 7, 8, each of which serves as a stop on the longitudinal beam 9 (roller 7 in Fig. 3, roller 8 in Fig. 4) and on the other hand works as a roller.
The simple design of the device described also makes it possible to quickly and easily lift the device out of the basin for the purpose of control or repair, without the basin having to be emptied. This has proven to be very important in operation, since it avoids loss of time and sedimentation substances.
Figs. 5 and 6 show another embodiment of the device. The device is carried by wheels 16, the axis of rotation 26 of the blades 12 not coinciding with the axis of the wheels. The clearing blade 12 is connected to a guide part which engages around its pivot pin 26 and in which an arm 18 which is under the action of a spring 21 is slidably mounted.
The arm 18 is provided at its free end with a sliding shoe 17 which rubbes against the inside of the rim of the wheel 16. The pivot point of the wheel 16 and the axis of rotation 26 lie in a plane which includes an angle of 450 with the horizontal plane. In the position shown in FIG. 5, the clearing blade 12 and the arm 18 with the sliding shoe 17 are in a central position in which the distance from the pivot point 26 to the wheel rim is shortest. As a result, the spring 21 is compressed more than in all other positions.
Due to the friction of the sliding shoe 17 on the wheel rim, the arm 18 is carried along to the left or to the right, depending on the direction of rotation of the wheel, so that the clearing blade is pivoted into the raised working position or into the working position shown in FIG. 6. The stops 19 and 20 limit the movement.
FIGS. 7 and 8 show a variant of the embodiment shown in FIGS. 5 and 6. The clearing blade 12 is connected to a guide part which engages around the pin of the axis of rotation 26. This guide part is connected to an arm 18. In the guide there is also a compression spring 21 which always tries to push the arm 18 in the direction of the pin. The arm 18 is provided at a free end with a sliding shoe 17 which rubbes against the outer rim of the wheel 16. The axis of rotation of the wheel 16 and the axis of rotation 26 lie in a plane which is perpendicular to the horizontal plane. In the position shown in FIG. 7, the clearing blade 12 is pivoted up and the arm 18 rests against the stop 20.
If the wheel 16 is moved to the right, the sliding block 17 is carried along as a result of friction and the clearing blade 12 is rotated by the arm 18 until the arm 18 rests against the stop 19. The clearing blade 12 is then in the working position.
Fig. 9 shows a further embodiment. The clearing blade 12 is carried here by sectors 5 which can rotate about the same axis as the wheel 16. As can be seen from the drawing, the sectors 5 have a slightly larger radius than the wheel 16 and are equipped with sliding shoes 22, 23. If the clearing device is moved from the position shown in FIG. 9 to the right in the direction of arrow 9, then the sector 5 rolls on the track, the device is raised slightly and the clearing blade 12 is pivoted into its working position until the slide shoe 22 rests with its edge on the running track. When the direction of movement is reversed, the clearing blade swivels into the position shown in FIG.
In the embodiment according to FIG. 10, the traction means 10 do not engage the frame 9, but rather the sectors 5, specifically by means of a pin 27 which engages in a slot 28 in the sectors. Stops 19 and 20 in turn limit the movement of the clearing blade 12.
Preferably, the frame 9 of the embodiment shown in Fig. 10 is provided at its front and rear ends with a bead 25 with which the device engages in its end positions in a resilient clamping device 24 of the basin end walls. This measure ensures that the clearing blades can be pivoted, since the bead 25 must first be pulled out of the clamping device 24 before the device starts moving.
This requires an increase in the pulling force, which, as I said, acts on the sectors and brings the clearing blades safely into the desired position.
11 to 14 again show another embodiment, with FIGS. 11 and 13 showing longitudinal sections and FIGS. 12 and 14 showing cross sections. FIGS. 11 and 12 show the clearing blade 12 in its working position and FIGS. 13 and 14 in its raised position. The frame 9 rests on a runway 35 by means of wheels 34.
The clearing blades 12 are carried by two-armed levers 32 which can pivot about an axis 33. In one end of the lever 32 there is a slot 31 through which a pin 30 attached to the pulling element 29 protrudes. The lever 32 is thus coupled to the pulling element 29.
This pulling element can be designed as a link chain. The pulling means by which the device can be moved back and forth act on the pulling element 29. A stop 36 is arranged on the lever 32 in order to limit the pivoting movement in both directions.