Wegwerfbare sanitäre Vorrichtung
Die Erfindung betrifft eine wegwerfbare sanitäre Vorrichtung.
Sie bezweckt, eine sanitäre Vorrichtung für sanitäre Tücher, Binden oder anderen Abfall zu schaffen, durch die ein hoher Stand an Hygiene erreicht werden kann und die von örtlichen Behörden für die Aufnahme und Sammlung von Abfall angewandt werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist gekennzeichnet durch einen wasserdichten, zur Aufnahme von Abfall dienenden Behälter, mit einer Einlassöffnung und Mitteln zum Verschliessen des Behälters.
Vorzugsweise können die Einlassöffnung und die Mittel zum Verschliessen des Behälters eine in den oberen Endabschnitt des Behälters hineinragende Führungshülse umfassen, in welche koaxial gleitend ein an einer Seite und an seinem unteren Ende offen ausgebildeter Schieber angeordnet ist, der in seiner unteren Stellung die Behälteröffnung mit einer Kopfplatte abschliesst.
Ferner kann die Vorrichtung mit einer Einrichtung zum Einführen eines keimtötenden Produktes in den Behälter ausgerüstet sein.
Vorteilhaft kann hierfür eine Flasche (vorzugsweise aus Polyäthylenmaterial) mit nach unten zeigende Flaschenhals verwendet werden, welcher die Kopfplatte des Schiebers durchdringt, wobei nahe am Flaschenhals Vorrichtungen vorgesehen sind, durch die beim Einwurf von Abfall in die Behälteröffnung eine kleine Menge einer keimtötenden Flüssigkeit in den Behälter verteilt wird.
Diese Flasche kann auch, wenn es erwünscht ist, als Handgriff dienen, um ein Anheben des Schiebers zu erleichtern. Wenn die Wände der Flasche biegsam sind, so wird beim Ergreifen der Flasche zum Anheben des Schiebers ein Teil der Flüssigkeit aus der Flasche in den Behälter verteilt oder eine derartige Verteilung unterstützt.
Zusätzlich kann man die Vorrichtung zum Einbringen des keimtötenden Produktes so ausgestalten, dass man einen flexiblen Beutel, der das keimtötende Produkt enthält, vorsieht, und der dazu geeignet ist, dass man ihn innerhalb des Behälters an einem Band, von dem ein Teil aus dem Behälter nach aussen reicht, aufhängen kann und die Anordnung derart gestaltet, dass durch einen Zug am Bandende das keimtötende Produkt aus diesem Beutel abgelassen wird.
Der Behälter kann jede gewünschte Form haben, wie z.B. kreisförmig oder rechteckig, aber sollte wünschenswerterweise frei stehend sein. Bei einer bevorzugten Bauart hat der Behälter einen ebenen Boden und abwärts divergierende Seitenwände.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher er beispielsweise in einer bevorzugten Ausführungsform veranschaulicht ist.
Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer wegwerfbaren sanitären Vorrichtung nach der Erfindung, und zwar in geschlossener Stel lung;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 eine perspektivische Sicht des oberen Abschnittes einer wegwerfbaren Vorrichtung nach Fig. 1 und 2, jedoch in geöffneter Stellung und nachdem ein keimtötendes Mittel oder ähnliches in den Behälter eingebracht wurde;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, und
Fig. 5 eine Seitenansicht des oberen Abschnitts einer zweiten Ausführungsform einer wegwerfbaren sanitären Vorrichtung nach der Erfindung.
Nach der Ausführungsform gemäss Fig. 1-4 enthält die wegwerfbare sanitäre Vorrichtung einen Behälter 1 in der Form eines zylindrischen Pyramidenstumpfes aus Kartonpapier, dessen Aussenfläche präpariert wurde, um ihn wasserfest zu machen. Die Vorderseite und die Rückseite 2 und 3 des Behälters sind vertikal angeordnet und die Seitenwände 4 und 5 divergieren nach unten.
Eine rechteckige Buchse 6 mit einem offenen Ende ist vertikal in dem Behälter angeordnet, und zwar unterhalb einer Öffnung, und die obere Kante dieser Buchse schliesst plan mit der Oberfläche des Behälters ab.
Innerhalb der Buchse 6 ist ein rechteckiger, einseitig offener Schieber 7 gleitbar und koaxial angeordnet, der am unteren Ende 8 offen ist, jedoch am oberen Ende durch die Platte 9 verschlossen ist. Die Platte 9 weist einen etwas grösseren Querschnitt als der Querschnitt des Schiebers auf, so dass sie horizontal über letzteren an allen vier Seiten hinaus ragt und eine Schulter 10 bildet, die auf der die Behälteröffnung umgebenden Oberfläche ruht, wodurch der Behälter verschlossen werden kann.
Die offene Seitenwand 11 des Schiebers 7 bildet nach dem Anheben des Schiebers eine Eingangsöffnung in den Behälter. Der untere Teil des Schiebers ist mit einem Vorsprung 12 versehen, der als Halterung dient, um ein ungewolltes Herausziehen des Schiebers zu vermeiden.
Die Vorrichtung zum Einbringen eines keimtötenden Mittel oder ähnlichem in den Behälter 1 bildet ein flexibler aus Polyäthylen bestehender Beutel 13, welcher ein Desinfektionsmittel 14 enthält und der innerhalb des Behälters durch ein Band 15, welches an den Hals 16 des Beutels 13 befestigt ist und zwischen dem Schieber 7 und der hinteren Wand 3 des Behälters hindurchgeführt ist; ein Bandende oder eine Schleife 17 des Bandes befindet sich ausserhalb des Behälters. Der Hals 16 des Beutels 13 ist mittels zweier Heftdrähte 18 an der hinteren Wand des Schiebers 7 befestigt.
Vor der ersten Benutzung der Vorrichtung und wenn der Schieber in seiner abgesenkten Stellung ist, wird die Platte 9 nach unten gedrückt und die Schleife 17 ist fest angezogen. Hierdurch kann ein Abreissen des Halses 16 und ein Abfliessen des Desinfektionsmittels 14 aus dem Hals 16 des Beutels 13 an die Innenwände des Behälters 1 erreicht werden, wenn die Schleife 17 von Hand weggezogen wird. Der abgerissene Halsabschnitt verbleibt normalerweise zwischen dem Schieber 7 und der hinteren Wand 3 des Behälters eingeklemmt. In dieser Weise werden die inneren Wände des Behälters kurz vor dem Gebrauch imprägniert. (s. Fig. 4 und 5).
Durch die Mitte der Platte 9 ragt senkrecht eine Flasche 19 heraus, die aus Polyäthylen-Material besteht, und dafür sorgt, dass man eine keimtötende Flüssigkeit 20 in den Behälter 1 einbringen kann. Der Hals dieser Flasche ragt durch die Platte abgedichtet hindurch und wird durch eine Schraubenkappe 21 festgehalten, die ein Schnabelrohr 22 aufweist, welches an den herabragenden Hals der Flasche angeschlossen ist. Das Schnabelrohr 22 steht in Strömungsverbindung zum Inhalt der Flasche 19, der innere Querschnitt der Auslassöffnung des Schnabelrohres 22 ist jedoch so bemessen, dass die Flüssigkeit aus der Flasche normalerweise nicht auslaufen kann.
Die Flasche 19 wird dazu verwendet, den Schieber 7 anzuheben und abzusenken. Auf diese Weise wird der Schieber, wenn man Abfall abzulegen wünscht, angehoben, indem man die Flasche ergreift und nach oben bewegt und das Abfall-Material wird dann durch die offene Seitenwand 11 des Schiebers 7 eingegeben. Der Handdruck um die Flasche verursacht beim Abheben des Schiebers, dass einige Tropfen der keimtötenden Flüssigkeit aus der Flasche in den Behälter gelangen.
Fig. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform einer aufstellbaren sanitären Anlage, die der ersten Ausführungsform ähnlich ist, der Beutel 14 und das Band 15 fehlen hier jedoch und vor dem Abdichten bei der Herstellung werden die Innenwände des Behälters, die absorbierend sind, wenn sie aus Karton hergestellt sind, mit einem keimtötenden Mittel imprägniert.
In der zweiten Ausführungsform ist das Schnabelrohr 22 weggelassen und ein kurzes Rohrstück 23 aus Poly äthylen wird durch eine Kappe 24 gehalten und dieses Rohr 23 steht in Strömungsverbindung mit dem Inhalt der Flasche 19. Der innere Querschnitt des Rohres ist so bemessen, dass Flüssigkeit aus der Flasche normalerweise nicht ausfliessen kann. Das Rohr 23 ragt zur offenen Seitenwand 11 des Schiebers 7 hin und ist so angeordnet und hat eine solche Länge, dass wenn Abfall in den Behälter gegeben wird, das Rohr zur Seite gedrückt wird.
Auf diese Weise wird der Schieber 7, wenn man Abfall abzulegen wünscht, dadurch angehoben, indem man die Flasche 19 ergreift und sie nach oben bewegt, wie schon in der ersten Ausführungsform beschrieben wurde. Das Eingeben von Abfall verursacht ein Wegdrücken des Rohres 23 zu einer Seite hin und diese Bewegung, in Verbindung mit dem Handdruck um die Flasche bewirkt, dass ein paar Tropfen der Flüssigkeit aus der Flasche in den Behälter gelangen können.
Die oben beschriebenen Ausführungsformen nach der Erfindung sind für eine Lebensdauer von 30 Tagen und zum Wegwerfen gedacht. Man kann sie in normalen Abfallsammelstellen vernichten.
Wenn erwünscht, können besondere Mittel zur Sicherung des Behälterverschlusses vorgesehen werden, wenn dieser abgeworfen wird. Für diesen Zweck kann ein Klebeband vorgesehen sein, um teilweise die Platte und teilweise den oberen Rand des Behälters miteinander zu versiegeln, wodurch ein Festhalten der Platte gewährleistet wird, wenn der Behälter weggeworfen wird.
Disposable sanitary device
The invention relates to a disposable sanitary device.
Its purpose is to create a sanitary device for sanitary towels, towels or other waste, by means of which a high level of hygiene can be achieved and which can be used by local authorities for the reception and collection of waste.
The device according to the invention is characterized by a watertight container serving to receive waste, with an inlet opening and means for closing the container.
Preferably, the inlet opening and the means for closing the container can comprise a guide sleeve projecting into the upper end section of the container, in which a slide is arranged in a coaxially sliding manner, which is open on one side and at its lower end and which in its lower position opens the container opening with a Top plate closes.
Furthermore, the device can be equipped with a device for introducing a germicidal product into the container.
Advantageously, a bottle (preferably made of polyethylene material) with a bottle neck pointing downwards can be used, which penetrates the top plate of the slide, devices being provided close to the bottle neck through which a small amount of a germicidal liquid is poured into the container opening when waste is thrown into the container opening Container is distributed.
If desired, this bottle can also serve as a handle to facilitate lifting of the slide. If the walls of the bottle are flexible, gripping the bottle to lift the slide distributes some of the liquid from the bottle into the container or supports such distribution.
In addition, the device for introducing the germicidal product can be designed in such a way that a flexible pouch containing the germicidal product is provided, and which is suitable for being inside the container on a belt, part of which from the container extends to the outside, can hang up and the arrangement is designed such that the germicidal product is drained from this bag by pulling on the end of the belt.
The container can be of any desired shape, e.g. circular or rectangular, but should desirably be free standing. In a preferred construction, the container has a flat bottom and downwardly diverging side walls.
Further advantageous details of the subject matter of the invention can be seen from the drawing, in which it is illustrated, for example, in a preferred embodiment.
It shows:
Fig. 1 is a perspective view of an embodiment of a disposable sanitary device according to the invention, in the closed Stel ment;
FIG. 2 shows a section along the line II-II of FIG. 1;
Figure 3 is a perspective view of the upper portion of a disposable device of Figures 1 and 2, but in the open position and after a germicidal agent or the like has been placed in the container;
4 shows a section along the line IV-IV of FIG. 3, and
Figure 5 is a side view of the upper portion of a second embodiment of a disposable sanitary device according to the invention.
According to the embodiment according to FIGS. 1-4, the disposable sanitary device contains a container 1 in the form of a cylindrical truncated pyramid made of cardboard paper, the outer surface of which has been prepared in order to make it waterproof. The front and back 2 and 3 of the container are arranged vertically and the side walls 4 and 5 diverge downwards.
A rectangular socket 6 with an open end is arranged vertically in the container, specifically below an opening, and the upper edge of this socket is flush with the surface of the container.
A rectangular slide 7, which is open on one side, is slidable and coaxially arranged inside the socket 6 and is open at the lower end 8, but is closed at the upper end by the plate 9. The plate 9 has a slightly larger cross-section than the cross-section of the slide, so that it protrudes horizontally over the latter on all four sides and forms a shoulder 10 which rests on the surface surrounding the container opening, whereby the container can be closed.
The open side wall 11 of the slide 7 forms an entry opening into the container after the slide has been raised. The lower part of the slide is provided with a projection 12 which serves as a holder in order to prevent the slide from being pulled out unintentionally.
The device for introducing a germicidal agent or the like in the container 1 forms a flexible made of polyethylene bag 13 which contains a disinfectant 14 and which is inside the container by a band 15 which is attached to the neck 16 of the bag 13 and between the Slide 7 and the rear wall 3 of the container is passed through; a tape end or loop 17 of the tape is located outside the container. The neck 16 of the bag 13 is attached to the rear wall of the slide 7 by means of two stapling wires 18.
Before using the device for the first time and when the slide is in its lowered position, the plate 9 is pressed down and the loop 17 is firmly tightened. As a result, the neck 16 can be torn off and the disinfectant 14 can flow out of the neck 16 of the bag 13 onto the inner walls of the container 1 when the loop 17 is pulled away by hand. The torn neck portion normally remains wedged between the slide 7 and the rear wall 3 of the container. In this way, the inner walls of the container are impregnated just before use. (See Figures 4 and 5).
A bottle 19 made of polyethylene material protrudes vertically through the center of the plate 9 and ensures that a germicidal liquid 20 can be introduced into the container 1. The neck of this bottle protrudes through the plate in a sealed manner and is held in place by a screw cap 21 which has a beak tube 22 which is connected to the protruding neck of the bottle. The spout tube 22 is in flow connection with the contents of the bottle 19, but the inner cross section of the outlet opening of the spout tube 22 is dimensioned such that the liquid cannot normally run out of the bottle.
The bottle 19 is used to raise and lower the slide 7. In this way, when it is desired to deposit waste, the slide is raised by grasping the bottle and moving it upwards, and the waste material is then introduced through the open side wall 11 of the slide 7. The hand pressure around the bottle causes a few drops of the germicidal liquid from the bottle to get into the container when the slide is lifted.
Fig. 5 shows a second embodiment of an erecting sanitary facility which is similar to the first embodiment, but here the bag 14 and tape 15 are absent and prior to sealing during manufacture, the inner walls of the container, which are absorbent if made of cardboard, are used are made, impregnated with a germicidal agent.
In the second embodiment, the beak tube 22 is omitted and a short tube piece 23 made of poly ethylene is held by a cap 24 and this tube 23 is in flow connection with the contents of the bottle 19. The inner cross-section of the tube is dimensioned so that liquid from the Bottle normally cannot flow out. The tube 23 protrudes towards the open side wall 11 of the slide 7 and is arranged and has such a length that when waste is placed in the container, the tube is pushed aside.
In this way, when it is desired to deposit waste, the slide 7 is raised by grasping the bottle 19 and moving it upwards, as has already been described in the first embodiment. Entering waste causes the tube 23 to be pushed away to one side and this movement, in conjunction with the hand pressure around the bottle, causes a few drops of the liquid from the bottle to get into the container.
The embodiments according to the invention described above are intended for a life of 30 days and for disposal. They can be destroyed in normal waste collection points.
If desired, special means can be provided to secure the container closure when it is dropped. For this purpose an adhesive tape can be provided to partially seal the panel and partially the top edge of the container together, thereby ensuring that the panel is held in place when the container is thrown away.