CH679494A5 - - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Falschdrahtzwirnmaschine gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1, um ein sequentielles Verzwirnen sowie ein Thermofixieren und ein Aufdrehen auszuführen. Speziell bezieht sich die Erfindung auf den Aufbau einer Falschdrahtzwirneinrichtung innerhalb einer Falschdrahtzwimmaschine.
Beim Stand der Technik werden Falschdrahtzwirneinrichtungen für Falschdrahtzwirnmaschinen hinsichtlich ihrer Klemm- und ihrer Friktionswirkung klassifiziert. Die nach dem Klemmprinzip arbeitenden Einrichtungen verzwirnen ein Garn unabhängig von der Garnspannung, währenddessen Falschdrahtzwirneinrichtungen, die unter Einsatz von Friktionskräften funktionieren, die Gamspannung miteinbeziehen. Eine typische Falschdrahtzwirneinrichtung nach dem Klemmprinzip verwendet Zwirnriemen. Diese Falschdrahtzwirneinrichtung klemmt das Garn fest zwischen zwei spezielle Zwirnriemen und verleiht dem Garn einen Drall mittels dieser Riemen, ohne dass das Garn sich relativ zu den Riemen bewegen kann. Demgegenüber verwendet eine typische Faischdrahtzwirneinrichtung, die nach dem Friktionsprinzip arbeitet, mehrere Friktionsscheiben, die abwechselnd parallel so zueinander angeordnet sind, dass sie sich teilweise überlappen, wobei ihre Längsmittelachsen durch die Spitzen eines Dreiecks verlaufen. Eine solche Faischdrahtzwirneinrichtung erteilt dem Garn einen Friktionsdrall durch Drehen der Friktionsscheiben, indem das Garn einen von den Friktionsscheiben definierten Zickzackweg durchläuft. Die die Zwirnriemen verwendende Faischdrahtzwirneinrichtung ist in der Lage, die Drallnummer, die dem Garn erteilt wird, in einem weiten Bereich zu variieren und ein wirkungsvolles Zwirnen unter einer wählbaren Aufdrehspannung zu erzeugen. Somit ist die nach dem Klemmprinzip arbeitende Faischdrahtzwirneinrichtung eine beliebte und verbreitete Einrichtung zur optimalen Herstellung von texturierten Hochqualitätsgarnen.
Die herkömmliche, nach dem Klemmprinzip arbeitende, Faischdrahtzwirneinrichtung besitzt Vorteile dahingehend, dass die Drallnummer in einem weiten Bereich verändert werden kann und das Garn unter einer wählbaren Aufdrehspannung verzwirnt werden kann. Da jedoch eine derartige Faischdrahtzwirneinrichtung das Garn unabhängig von der Garnspannung verzwirnt, wird es auf einen Abnahmewicket gedreht aufgenommen, selbst wenn die Garnspannung ungleichmässig schwankt, so dass dadurch ungleichförmige Wickel erhalten werden. Solche Wickel unterscheiden sich voneinander bezüglich der Möglichkeiten zum Abspulen des Garns in ihrem Durchmesser und bezüglich der Verschlungenheit der Fasern des texturierten Garns, und sie tendieren zu einem relativ hohen Ausschuss.
Die Zwirneigenschaften der nach dem Friktionsprinzip arbeitenden herkömmlichen Faischdrahtzwirneinrichtung sind abhängig von der Garnspannung, und daher ist die Faischdrahtzwirneinrichtung nicht in der Lage, das betreffende Garn mit einer grossen Drallnummer zu verzwirnen. Ferner ist diese Einrichtung nicht imstande, dicke Garne zu erzeugen, die bei 16,6?* (150 Denier) oder darüber liegen.
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Ein Ziel der Erfindung ist es, eine Falschdrahtzwirnmaschine zu schaffen, die in der Lage ist, die dem Garn zu verleihenden Drallnummern in einem weiten Bereich zu variieren, die ferner für ein Arbeiten mit einer wahlweisen Aufdrehspannung in Frage kommt und für die Behandlung des Garns bei einer gleichförmigen Garnspannung.
Die Erfindung schafft eine Falschdrahtzwirnmaschine, umfassend zwei Einheiten Zufuhrwaizen zum Zuführen von Garn unter Spannung, eine Heizvorrichtung zwischen den beiden Einheiten von Zufuhrwalzen und eine Falschdrahtzwirnanordnung, die nach der Heizvorrichtung und zwischen den beiden Einheiten Zufuhrwalzen angeordnet ist, wobei die Falschdrahtzwirnanordnung eine Faischdrahtzwirneinrichtung umfasst, die nach dem Klemmprinzip arbeitet und einem Garn eine Verzwirnung unabhängig von der Garnspannung erteilt, sowie eine hinter der anderen Einrichtung liegende weitere Faischdrahtzwirneinrichtung nach dem Friktionsprinzip, die in der Lage ist, dem Garn eine Friktionsverzwirnung unter Einbeziehung der Garnspannung zu erteilen.
Die nach dem Klemmprinzip arbeitende Faischdrahtzwirneinrichtung und die nach dem Friktionsprinzip arbeitende Faischdrahtzwirneinrichtung sind vorzugsweise hintereinander in der genannten Reihenfolge bezüglich der Garnlaufrichtung angeordnet.
Die Faischdrahtzwirneinrichtung nach dem Klemmprinizip ist in der Lage, die Drallnummer in einem weiten Bereich zu ändern und die Aufdrehspannung auswählbar zu gestalten, während die mit der Friktionskraft arbeitende Faischdrahtzwirneinrichtung das Garn unter Einbeziehung der Garnspannung reibschlüssig dreht und dadurch Ungleichförmigkeiten der Garnspannung eliminiert. Dabei macht die Erfindung Gebrauch von der Erkenntnis, dass die Einleitung von Drall in das Garn die Garnspannung verkleinert. Die mit der Friktionskraft arbeitende Faischdrahtzwirneinrichtung setzt Garnspannung ein, um noch mehr Drall in diejenigen Garnbereiche einzuleiten, in denen die Garnspannung vergleichsweise hoch ist. Dementsprechend ist die Spannung in solchen Bereichen herabgesetzt, um die Garnspannung insgesamt auszugleichen. Die Anordnung der Falschdrahtzwirneinrichtungen zweier unterschiedlicher Arten in hintereinanderliegender Reihe gestattet es, den Drall in einem weiten Bereich zu verändern, eine wahlweise Aufdrehspannung auszuwählen und das Garn bei einer gleichförmigen Spannung zu regulieren.
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Die Anordnung der Faischdrahtzwirneinrichtung nach dem Friktionsprinzip hinter der Faischdrahtzwirneinrichtung nach dem Klemmprinzip verbessert ferner die Gleichförmigkeit der Garnspannung in der mit der Friktionskraft arbeitenden Faischdrahtzwirneinrichtung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Gesamtaufbaus einer Faischdrahtzwirnmaschine nach den Merkmalen der Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Faischdrahtzwirneinrichtung mit Riemen,
Fig. 3a und 3b schematische Darstellungen zur Erläuterung eines Zwirnprinzips einer Faischdrahtzwirneinrichtung, die mittels Klemmfunktionen arbeitet,
Fig. 4a und 4b schematische Darstellungen zur Erläuterung eines Zwirnprinzips einer mit Friktionskraft arbeitenden Faischdrahtzwirneinrichtung,
Fig. 5a und 5b schematische Erläuterungen eines Zwirnprinzips, bei dem Friktionsscheiben einem Garn einen Drall verleihen,
Fig. 6 und 7 unterschiedliche Arten des Zwirnens und
Fig. 8 und 9 graphische Darstellungen des Verhältnisses zwischen der Flauschigkeitsrate und der Geschwindigkeitsrate sowie des Verhältnisses zwischen dem Gesamt-Erholungsvermögen und dem Geschwindigkeitsverhältnis, das bei einem experimentiellen Zwirnen auf einer Falschdrahtmaschine erzielt wurde, bei der lediglich eine Falschdrahteinrichtung mit einem Zwirnriemen verwendet wurde, ferner ein Falschdrahtsystem, bei dem sowohl eine Falschdrahteinrichtung der Klemmart als auch eine Falschdrahteinrichtung nach dem Friktionsprinzip, wie in Fig. 6 gezeigt, verwendet wurde und ein Falschdrahtsystem, bei dem sowohl eine Faischdrahtzwirneinrichtung nach dem Klemmprinzip als auch eine Faischdrahtzwirneinrichtung nach dem Friktionsprinzip, wie in Fig. 7 gezeigt, eingesetzt wurde.
Fig. 1 zeigt den Gesamtaufbau einer Faischdrahtzwirnmaschine nach der Erfindung. Ein Garn 2 wird von einer Garnzufuhrbobine 1 abgespult und zwischen einer ersten Zufuhreinheit 3 und einer zweiten Zufuhreinheit 4 bei einer geeigneten Spannung verstreckt. Eine erste Heizvorrichtung 5, eine Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 und eine Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 mit einer Friktionsscheibe sind in der genannten Reihenfolge hintereinanderliegend zwischen der ersten Zufuhreinheit 3 und der zweiten Zufuhreinheit 4 vorgesehen. Die erste Zufuhreinheit 3 und die zweite Zufuhreinheit 4, die erste Heizvorrichtung 5, die Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 und die Friktions-Falschdraht-zwirneinrichtung 7 nach dem Friktionsscheibenprinzip stellen die Grundkomponenten der Faischdrahtzwirnmaschine dar. Das Garn 2 wird kontinuierlich von diesen Grundkomponenten behandelt, und zwar verzwirnt, thermofixiert und aufgedreht. Die Faischdrahtzwirnmaschine ist ferner mit einer dritten Zufuhreinheit 8 sowie einer zweiten Heizvorrichtung 9, die beide zwischen der zweiten Zufuhreinheit 4 und der dritten Zufuhreinheit 8 vorgesehen sind, bestückt. Die zweite Heizvorrichtung 9 löst die Garnspannung. Nach dem Hindurchtreten des Garns durch die dritte Zufuhreinheit 8 wird es auf einen Aufnahmewickel 10 gespult.
Jede Zufuhreinheit 3, 4 und 8 kann eine Zufuhrwalze 3a und einen endlosen Riemen 3b umfassen, die das Garn zwischen sich einklemmen, wobei die Einklemmwalzen gummibeschichtet ausgeführt sein können oder in Form einer Metallwalze, um die das Garn mehrere Windungen herumgewickelt wird, so dass es nicht relativ zur Metallwalze rutschen kann.
Die erste Heizvorrichtung 5 kann mit Heizplatten oder einer Heizröhre arbeiten.
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht der Klemm-Falschdrahtzwimeinrichtung 6, die mit Zwirnklemmriemen arbeitet. Wie in Fig. 2 gezeigt, wird das Garn fest durch zwei Zwirnriemen 11 eingeklemmt, ohne dass es relativ zu diesen Riemen 1 schlupfen kann. Die Zwirnriemen stehen miteinander in Kontakt und laufen kreuzförmig zueinander. Die Fig. 3a und 3b sind schematische Darstellungen zur Erläuterung eines Zwirnprinzips einer Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 mit den Zwirnriemenfunktionen. Fig. 3a ist eine Aufsicht und Fig. 3b stellt eine Seitenansicht dar. Weil die Zwirnriemen 11 das Garn zwischen sich halten, um ihm einen Drall zu verleihen, ist die auf das Garn ausgeübte Drallkraft abhängig vom Kontaktdruck P der Zwirnriemen 11 und wird nicht durch die Garnspannung beeinflusst. Die Drallkraft Fn lässt sich ausdrücken durch:
Fn = Px jx (1 )
wobei P den Kontaktdruck und p. den Reibkoeffizienten zwischen dem Zwirnriemen 11 und dem Garn 2 darstellt. Somit sind eine Garnspannung Ti vor der Falschdrallzone und eine Garnspannung Tz nach der Falschdrahtzone abhängig von dem Verhältnis zwischen den jeweiligen Zufuhrgeschwindigkeiten der ersten Zufuhreinheit 3 und der zweiten Zufuhreinheit 4. Die Faischdrahtzwirneinrichtung 6 mit Zwirnriemen kann ersetzt werden durch eine Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung mit zwei Scheiben, die dicht nebeneinander angeordnet sind, um das Garn zwischen sich einzuklemmen und dabei in unterschiedlichen Richtungen umzulaufen.
Fig. 4a stellt eine schematische Aufsicht auf die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 mit einer Friktionsscheibe dar, und Fig. 4b eine schematische Seitenansicht dieser Einrichtung. Wie in Fig. 4a und Fig. 4b gezeigt, sind mehrere Friktionsscheiben 12 übereinanderliegend angeordnet, und die Längs3
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mittelachsen der Friktionsscheiben liegen in einer Dreiecksanordnung, so dass die Friktionsscheiben 12 sich teilweise gegenseitig überlappen. Die Friktionsscheiben 12 werden alle in derselben Richtung gedreht Das Garn 2 wird von den Friktionsscheiben 12 gedreht, wenn es entlang eines Zick-Zack-Weges, der von den Friktionsscheiben 12 im zentralen Abschnitt der Dreiecksanordnung der Scheiben oder Spindeln vorgegeben wird, entlangläuft.
Die Fig. 5a und 5b stellen eine Aufsicht und eine Schnittseitenansicht dar, um das Zwirnprinzip der Friktionsscheiben 12 zu veranschaulichen. Das Garn 2 wird von den Friktionsscheiben 12 verzwirnt, wobei die auf das Garn 2 ausgeübte Zwirnkraft von einer Garnspannung abhängt. Die Zwirnkraft Ff lässt sich darstellen durch:
Ff = 2 x T x cos J3 x (ç/ "/ 1 -h y!** ) (2)
wobei T die Garnspannung und p. den Reibkoeffizienten zwischen dem Garn 2 und den Friktionsscheiben 12 darstellt. Somit ist die Zwirnkraft Ff proportional zur Garnspannung T, und es sinkt diese Zwirnkraft Ff mit dem Einbringen von Drall in das Garn 2, während sich der Drall erhöht, und die Garnspannung T fällt entsprechend ab. Demgegenüber nimmt die Drallkraft Ff zu, wenn der in das Garn 2 eingeführte Drall abnimmt, und die Garnspannung T nimmt entsprechend zu. Konsequenterweise wird die Garnspannung T auf einem gleichförmigen Niveau gehalten. Die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 kann durch eine Faischdrahtzwirneinrichtung, die ebenfalls nach dem Friktionsprinzip arbeitet, aber mit zwei überlappenden Friktionsscheiben versehen ist, ersetzt werden, um so ein schräg in einer Aussparung zwischen den Scheiben verlaufendes Garn zu erhalten. Auch kann eine Friktions-Falschdrahtzwirnein-richtung eingesetzt werden, die eine Rotationstrommel und eine feststehende Trommel besitzen, die so angeordnet sind, dass das Garn spiralenförmig um die Trommeln herumgewickelt ist.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 7 wird nun der Betrieb der Faischdrahtzwirnmaschine nach der Erfindung beschrieben.
Wie in Fig. 6 gezeigt, verleiht die Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 mit Zwirnriemen dem Garn 2 einen Z-Drall, während die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 dem Garn 2 einen S-Drall verleiht, um so die Ungleichmässigkeit in der Garnspannung hinter der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 zu verringern. Die Drallerteilung in der entgegengesetzten Richtung durch die letztgenannte Faischdrahtzwirneinrichtung gleicht die Garnspannung gleichmässig aus und reguliert die Flauschigkeit des Garns. Je grösser die Drallnummer in der Gegenrichtung ist, umso grösser ist die Wirkung auf die Flauschig-keitsregulierung.
Die Drallerteilung der Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 zum Zwirnen des Garns 2 in derselben Richtung wie die Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 ist eine wirkungsvolle Massnahme zur Verringerung von Ungleichförmigkeiten der Garnspannung. Diese Drallerteilung ist in Fig. 7 sichtbar. Obwohl die Anordnung der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 mit einem Zwirnriemen nach der Friktions-Falsch-drahtzwirneinrichtung 7 mit einer Friktionsscheibe auch die Unregelmässigkeiten der Garnspannung verringert, ist die Anordnung der Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 hinter der Klemm-Falsch-drahtzwirneinrichtung zum Gleichförmigmachen der Garnspannung wirksamer, da im letzten Fall berücksichtigt wird, dass das Ausmass der Spannungsunregelmässigkeit nach der Klemm-Falschdrahtzwirnein-richtung 6 grösser ist als nach der Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7. Diese Friktions-Falsch-drahtzwirneinrichtung 7 leistet eine effektivere Verringerung von Garnspannungsunregelmässigkeiten als die Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6.
Die Verbesserungen im Hinblick auf die Unterdrückung der Flauschigkeit und des Gesamterholungs-vermögens des mit den Anordnungen gemäss den Fig. 6 und 7 falsch gedrehten Garns wird nun mit Bezug auf die Fig. 8 und 9 beschrieben.
Fig. 8 ist eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Geschwindigkeitsverhältnis (das Verhältnis der Oberflächengeschwindigkeit der Zwirnriemen zur Garngeschwindigkeit) und der Flau-schigkeitsrate, die repräsentiert wird durch die Anzahl der Faserbrüche pro 16 000 m, wobei das Geschwindigkeitsverhältnis auf der horizontalen Achse und die Flauschigkeitsrate auf der vertikalen Achse aufgetragen sind, und wobei ferner eine durchgezogene Linie die Ergebnisse eines Beispiels 1 wiedergibt, bei dem das Garn allein durch eine Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung in einer Z-Richtung gedreht wurde, eine gestrichelte Linie die Ergebnisse eines Beispiels 2 wiedergibt, bei dem das Garn in einer Z-Richtung durch eine Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 und dann in einer S-Richtung durch eine Frik-tions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7 (Fig. 6) gedreht wurde und eine abwechselnd strichpunktierte Linie die Ergebnisse eines Beispiels 3 wiedergibt, bei dem das Garn in einer Z-Richtung von einer Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 und dann in einer S-Richtung von einer Friktions-Falschdrahtzwirnein-richtung 7 (Fig. 7) gedreht wurde. Die Oberflächengeschwindigkeit ist die der Zwirnriemen 11 der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6. Je kleiner die Flauschigkeitsrate ist, umso zufriedenstellender ist der Falschdrahtzwirnvorgang. Es ist aus Fig. 8 evident, dass die Flauschigkeitsrate vom Beispiel 1 über das Beispiel 2 bis zum Beispiel 3 abnimmt.
Der Wert des Geschwindigkeitsverhältnisses entsprechend dem Null-Wert der Flauschigkeitsrate nimmt der Reihe nach von Beispiel 1 über Beispiel 2 und Beispiel 3 ab, und damit auch der mögliche Be4
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reich des Geschwindigkeitsverhältnisses in der Reihenfolge von Beispiel 1 über Beispiel 2 zu Beispiel 3 zu.
Fig. 9 zeigt eine graphische Darstellung des Verhältnisses zwischen dem Gesamterholungsvermögen und dem Geschwindigkeitsverhältnis, wobei das Gesamterholungsvermögen auf der vertikalen Achse abgetragen ist, während das Geschwindigkeitsverhältnis auf der horizontalen Achse eingezeichnet ist. Eine kontinuierliche Linie gibt die Betriebsresultate von Beispiel 1 wieder, eine gestrichelte Linie die Resultate von Beispiel 2 und eine abwechselnd strichpunktierte Linie die Resultate von Beispiel 3.
Das Gesamterholungsvermögen (Kräuselprozentsatz) wurde mittels eines TYT (texturierter Garntester) gemessen. Es war erwünscht, dass das Gesamterholungsvermögen nicht durch das Geschwindigkeitsverhältnis beeinträchtigt wird; d.h., dass der Gradient einer Kurve, die das Verhältnis zwischen dem Gesamterholungsvermögen und dem Geschwindigkeitsverhältnis (Fig. 9) zeigt, klein ist. Aus Fig. 9 geht hervor, dass das Gesamterholungsvermögen vom Beispiel 1 über das Beispiel 2 zum Beispiel 3 zunimmt.
Die Anordnung der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6 und der Friktions-Falschdrahtzwirneinrich-tung 7 in der genannten Reihenfolge fördert das Wandern der garnbildenden Fasern im Sinne einer Herabsetzung des Flauschigkeitsverhältnisses und stabilisiert das Gesamterholungsvermögen, wie in den Fig. 8 und 9 dargestellt.
Die Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung 6, welche zum Zwirnen eines Garnes keine Garnspannung verwendet, erlaubt das Ändern der Drallnummer in einem weiten Bereich und die Auswahl der Aufdrehspannung, während die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung 7, welche die Garnspannung zum Zwirnen eines Garnes verwendet, die Garnspannungs-Ungleichmässigkeit wirkungsvoll herabsetzt. Somit gestattet die hintereinanderliegende Anordnung der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung und der Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung eine Veränderung der Drallnummer in einem weiten Bereich, ein wahiweises Bestimmen der Aufdrehspannung und eine Herabsetzung der Garnspannungs-Ungleichmäs-sigkeit, wodurch zufriedenstellende Abnahmewickel gebildet werden können.
Die Anordnung der Friktions-Falschdrahtzwimeinrichtung, welche zum Gleichförmigmachen der Garnspannung dient, nach der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung ist wirkungsvoller als die Anordnung der Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung vor der Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung, und zwar zur Vermeidung der Ausbildung nicht akzeptabler Abnahmewickel.
Claims (7)
1. Faischdrahtzwirnmaschine mit zwei Einheiten Zufuhrwalzen (3, 4) zum Zuführen von Garn (2) unter Spannung, einer zwischen den beiden Zufuhrwalzen vorgesehenen Heizvorrichtung (5) zum Erwärmen des Garns und einer zwischen der Heizvorrichtung und einer Einheit Zufuhrwalzen (4) vorgesehene Falschdrahtzwirnanordnung auf der Vorschubseite des Garns, um das durch die Heizvorrichtung gelaufene Garn zu verzwirnen, dadurch gekennzeichnet, dass die Falschdrahtzwirnanordnung eine Klemm-Falschdrahtzwirneinrichtung (6) zum Verzwirnen des Garns unabhängig von der Garnspannung und eine Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung (7) zum Verzwirnen des Garns unter Einbeziehung der Garnspannung aufweist, die beide hintereinander angeordnet sind.
2. Faischdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemm-Falsch-drahtzwirneinrichtung (6) und die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung (7) in der genannten Anordnung in Garnlaufrichtung hintereinanderliegend vorgesehen sind.
3. Faischdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Garnvorschubseite hinter der zweiten Einheit Zufuhrwalzen (4) eine dritte Einheit Zufuhrwalzen (8) vorgesehen ist und dass eine zweite Heizvorrichtung (9) zum Erwärmen eines durch die zweite Einheit Zufuhrwalzen gelaufenen Garns zwischen der zweiten Einheit Zufuhrwalzen und der dritten Einheit Zufuhrwalzen vorgesehen ist.
4. Faischdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemm-Falsch-drahtzwirneinrichtung (6) zwei Zwirnriemen (11 ) umfasst, welche einander berühren und einander überkreuzend angeordnet sind, so dass ein Garn (2) von den Zwirnriemen eingeklemmt und verzwirnt wird.
5. Faischdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Friktions-Falsch-drahtzwirneinrichtung (7) mehrere Friktionsscheiben (12) umfasst, welche übereinanderliegend angeordnet sind und alle in derselben Richtung gedreht werden, und dass diese Friktionsscheiben sich teilweise überlappen und ihre Längsmittelachsen die Eckpunkte eines Dreiecks bilden, so dass das Garn (2) auf einem Zick-zack-Weg durch die Friktionsscheiben läuft.
6. Faischdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemm-Falsch-drahtzwirneinrichtung (6) und die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung (7) einem Garn (2) einen Drall in entgegengesetzter Richtung erteilen.
7. Faischdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kiemm-Falsch-drahtzwirneinrichtung (6) und die Friktions-Falschdrahtzwirneinrichtung (7) einem Garn (2) einen Drall in entgegengesetzter Richtung erteilen.
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