CH704743B1 - Schutzvorrichtung gegen das Aufbohren von Fenstern und Fenstertüren. - Google Patents
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Abstract
Schutzvorrichtung gegen das Aufbohren von Fenstern und Fenstertüren mit einem Schutzelement (1), welches die Herstellung eines Bohrlochs oder einer anderen Öffnung in einem Bereich eines Flügelrahmens (2) des Fensters oder der Fenstertür von einer ersten Angriffsseite (10) her verhindert. Das Schutzelement (1) ist innerhalb des Flügelrahmens (2) oder auf einer Oberfläche einer zweiten, der ersten Seite gegenüberliegenden Schutzseite (11) des Flügelrahmens (2) angeordnet und derart dimensioniert, dass es im Wesentlichen denjenigen Teil des Flügelrahmens (2) abdeckt, welcher in einem Betätigungsbereich eines Griffs (6) einer Verschliessvorrichtung auf der Schutzseite (11) des Flügelrahmens (2) liegt.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung gegen das Aufbohren von Fenstern und Fenstertüren mit einem Schutzelement, welches die Herstellung eines Bohrlochs oder einer anderen Öffnung in einem Bereich eines Flügelrahmens des Fensters oder der Fenstertür von einer ersten Angriffsseite her verhindert, ein Fenster oder eine Fenstertür mit einer derartigen Schutzvorrichtung sowie ein Verfahren zum Sichern eines Fensters oder einer Fenstertür mit einer solchen Schutzvorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Bei Einbrüchen wird oft bei einem Flügelrahmen eines Fensters oder einer Fenstertür in einem Betätigungsbereich eines Griffs einer Verschliessvorrichtung ein Loch gebohrt, durch welches ein Betätigungswerkzeug eingeführt werden kann. Mit diesem Betätigungswerkzeug wird anschliessend von aussen der Griff der Verschliessvorrichtung in eine Öffnungsposition gedrückt. Dies ist mitunter auch bei Griffen möglich, die mit einem Schlüssel abgeschlossen werden oder welche mittels eines Druckknopfes gesichert sind, da diese gemäss EN-Norm 1627 nur einem Drehmoment von 100 Nm standhalten müssen.
[0003] DE 20 2008 010 460 1)1 (Mayer & Co.) beschreibt eine Schutzvorrichtung gegen das Anbohren von Betätigungselementen von Beschlägen für Fenster, Türen oder dergleichen. An der Aussenseite des Betätigungselements wird eine in eine Einbauausnehmung eines Flügelholms einsteckbare Abdeckplatte eingeführt. Die Abdeckplatte weist zumindest einen zum Abdecken eines zu schützenden Bereichs des Betätigungselements ausgebildeten Schutzeinsatz auf sowie eine davon getrennt ausgebildete Trägerplatte. Durch diese getrennte Ausgestaltung lassen sich spezifische Bereiche gegen ein Anbohren schützen, während durch die im Vergleich zu den Schutzeinsätzen relativ dünn ausgebildeten Trägerplatte ein Einbau in beengten Ausnehmungen möglich ist. Die Abdeckplatte wird vorzugsweise im Getriebegehäuse des Betätigungselements angeordnet.
[0004] Diese Schutzplatte weist den Nachteil auf, dass nur einzelne Bereiche durch den mindestens einen Schutzeinsatz vor dem Anbohren geschützt sind. Zudem schützt diese Platte nur vor einem Aufbohren im Bereich des Getriebegehäuses, bietet jedoch keinen Schutz vor Anbohren in Bereichen, die ausserhalb der Einbauausnehmung des Flügelholms liegen.
[0005] EP 0 244 564 (Sigenia-Frank KG) beschreibt eine Schutzvorrichtung gegen das Anbohren der Betätigungselemente von Treibstangenbeschlägen für Fenster, Türen oder dergleichen. Die Schutzvorrichtung umfasst eine an der Aussenseite eines Betätigungselements in eine Einbauausnehmung des Flügelholms einsteckbare, flache Platte aus gehärtetem Stahl, Sinterstahl, Hartkeramik oder dergleichen. Die Platte wird schon vor dem Einsetzen des Treibstangenbeschlags in die Einbauausnehmung eingesetzt und erstreckt sich im Wesentlichen im Bereich der Einbauausnehmung.
[0006] Nachteilig an dieser Schutzvorrichtung ist, dass diese einen Flügelrahmen nur im Bereich der Einbauausnehmung vor dem Aufbohren schützt und dass kein nachträglicher Einbau einer derartigen Schutzvorrichtung in bestehende Flügelrahmen möglich ist.
[0007] DE 10 2007 021 861 (Peter Stephan Babian) offenbart einbruchhemmende Beschläge, welche das Aufhebeln von Fenstern oder Türen von aussen verhindern. Die Beschläge umfassen ein langgestrecktes Blech aus ca. 1 bis 1.5 mm dickem Stahl auf. Das Blech weist ein Profil auf, welches der Kontur von Aussenseiten benachbarter Schenkel eines Blendrahmens und eines Flügelrahmens angepasst ist. Das Blech wird durch mindestens zwei den Blendrahmen durchsetzende Schrauben, welche sich von der Innenseite des Blendrahmens festziehen lassen, gegen die Aussenseite des Blendrahmens gedrückt, um einen Spalt zwischen den benachbarten Schenkeln des Blend- und Flügelrahmens mindestens teilweise zu überdecken. Durch das Blech wird verhindert, dass der Spalt für Einbruchwerkzeuge zugänglich wird.
[0008] Ein derartiges Profilblech schützt zwar zuverlässig vor Einbrüchen mittels Aufhebeln eines Fensters oder einer Tür, wird jedoch aufgrund der geringen Dicke des Profilblechs kein nennenswertes Hindernis für Einbrüche mittels einer Bohrlochmethode darstellen. Ausserdem ist das Profilblech von aussen sichtbar, wodurch ein Einbrecher gezielt die richtigen Bohrsätze für einen Einbruch auswählen kann.
[0009] DE 3 313 466 (Schwab Svedex-Türenwerk GmbH) beschreibt ein Türschloss für einbruchhemmende Türen, bei dem auf der Falzseite des Schlossgehäuses eine gehärtete Stahlplatte aufgebracht ist, die ein Anbohren des Schlossgehäuses unmöglich macht.
[0010] Die vorbekannten Schutzvorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass diese nicht vor Einbruchversuchen schützen, bei denen durch ein in einem Betätigungsbereich eines Griffs einer Verschliessvorrichtung angebrachtes Bohrloch ein zur Betätigung des Griffs geeignetes Werkzeug eingeführt wird.
Darstellung der Erfindung
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende Schutzvorrichtung zu schaffen, welche ein Fenster oder eine Fenstertür vor Einbrüchen durch ein im Betätigungsbereich eines Griffs einer Verschliessvorrichtung angebrachtes Bohrloch verhindert.
[0012] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der Erfindung ist ein Schutzelement, welches die Herstellung eines Bohrlochs oder einer anderen Öffnung in einem Bereich eines Flügelrahmens eines Fensters oder einer Fenstertür von einer ersten Angriffsseite her verhindert, innerhalb des Flügelrahmens oder auf einer Oberfläche einer zweiten, der ersten Seite gegenüberliegenden Schutzseite des Flügelrahmens angeordnet. Das Schutzelement ist derart dimensioniert, dass es im Wesentlichen denjenigen Teil des Flügelrahmens abdeckt, welcher in einem Betätigungsbereich eines Griffs einer Verschliessvorrichtung auf der Schutzseite des Flügelrahmens liegt.
[0013] Durch die Schutzvorrichtung wird verhindert, dass ein Einbrecher im Flügelrahmen eines Fensters oder einer Fenstertür ein Bohrloch anbringen kann, um durch Einführen eines entsprechenden Werkzeugs durch Betätigung des Griffs der Verschliessvorrichtung das Fenster oder die Fenstertür zu öffnen.
[0014] Da das Schutzelement innerhalb oder auf der Schutzseite des Flügelrahmens eingebracht ist, ist diese für den Einbrecher von der Angriffsseite her vor dem Einbruchversuch nicht sichtbar, wodurch verhindert wird, dass sich der Einbrecher vorgängig mit entsprechenden Bohrsätzen ausrüstet oder sich einen anderen Weg ins Gebäude beziehungsweise in den Raum sucht.
[0015] Eine «Angriffsseite» im Sinne der Anmeldung ist diejenige Seite des Fensters oder der Fenstertür, auf welcher ein Einbrecher zum Bohren ansetzen würde. In der Regel befindet sich diese Seite ausserhalb eines Gebäudes. Je nachdem kann es sich jedoch auch um eine Aussenseite eines speziell zu sichernden Raumes, wie beispielsweise eines Kassenraumes innerhalb eines Gebäudes handeln. Entsprechend ist eine «Schutzseite» im Sinne der Anmeldung diejenige Seite des Fensters oder der Fenstertür, die sich im Innern des Gebäudes oder des zu sichernden Raumes befindet.
[0016] Die Schutzvorrichtung ist so dimensioniert, dass der gesamte Betätigungsbereich des Griffs einer Verschliessvorrichtung, der im Bereich des Flügelrahmens liegt, abgedeckt ist. Der Betätigungsbereich ist derjenige Bereich des Flügelrahmens, in der sich der Griff in einer Position befindet, bei der das Fenster oder die Fenstertür geschlossen ist. Der Griff kann dabei vertikal nach oben oder unten, als auch horizontal gerichtet sein.
[0017] Die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung kann sowohl bei einflügeligen als auch bei zweiflügeligen Fenstern oder Fenstertüren eingesetzt werden. Zudem ist deren Einsatz unabhängig vom Material des Flügelrahmens des Fensters oder der Fenstertür. Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann bei Holz- und bei Kunststofffenstern eingesetzt werden als auch bei Fenstern aus irgendeinem anderen geeigneten Material.
[0018] Das Schutzelement ist in einer ersten Ausführungsform als ausgehärtetes fliessfähiges Material in mindestens eine von einer Falzseite des Flügelrahmens zugängliche Ausnehmung des Flügelrahmens eingebracht. Die Ausnehmung ist unabhängig von einer Einbauausnehmung für die Verschliessvorrichtung des Fensters beziehungsweise der Fenstertüre.
[0019] Das Schutzelement kann demnach relativ einfach und schnell in eine Ausnehmung des Flügelrahmens eingeleitet werden, ohne dass zusätzliche Befestigungselemente angebracht oder weitere Arbeitsschritte auszuführen sind. Nach dem Aushärten bietet dieses Material eine genügende Widerstandsfähigkeit gegen zerspanende Bearbeitung, um ein An- oder Durchbohren der ausgefüllten Ausnehmung zu verunmöglichen. Dadurch können auch bereits eingebaute Flügelrahmen durch das Einbringen des Materials in vorhandene Ausnehmungen auf einfache Weise mit einer Schutzvorrichtung nachgerüstet werden.
[0020] In einer zweiten Ausführungsform ist das Schutzelement als Schutzplatte ausgebildet. Die Schutzplatte ist vorzugsweise in eine von einer Falzseite des Flügelrahmens zugängliche Ausnehmung im Rahmen eingeführt, die unabhängig von einer Einbauausnehmung für die Verschliessvorrichtung des Fensters beziehungsweise der Fenstertür ist.
[0021] Die Ausnehmung ist vorzugsweise derart dimensioniert, dass die Schutzplatte bündig darin eingebracht werden kann. So kann die Schutzplatte im Flügelrahmen gehalten werden, ohne dass zusätzliche Befestigungsmittel nötig sind. Da die Ausnehmung unabhängig von einer Einbauausnehmung der Verschliessvorrichtung ist, kann die Schutzplatte unabhängig vom Einbau der Verschliessvorrichtung in den Flügelrahmen eingesetzt werden. Dadurch ist es möglich, bei bereits eingebauten Flügelrahmen nachträglich eine Schutzplatte einzubringen. Die Form der Schutzplatte kann zudem unabhängig von der verwendeten Verschliessvorrichtung gewählt werden.
[0022] Als «Schutzplatte» im Sinne der Anmeldung wird ein flächiges Element verstanden, welches imstande ist, einem An- und Durchbohren zu widerstehen, das Durchbohren wesentlich zu verlangsamen oder den zur Bohrung eingesetzten Bohreinsatz abzustumpfen. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Schutzplatte aus einem harten oder gegenüber einer spanabhebenden Bearbeitung widerstandsfähigen Material besteht.
[0023] Die Schutzplatte kann jede Form und Dimension aufweisen, die es ermöglicht, diese in die Ausnehmung einzuführen. Vorzugsweise ist die Schutzplatte rechteckig ausgebildet. Je nach Ausgestaltung der Ausnehmung kann die Schutzplatte jedoch auch als Oval, Quadrat, Trapez oder in jeder geeigneten polygonalen Form vorliegen.
[0024] Die Schutzplatte ist vorzugsweise zwischen der Angriffsseite und einem Beschlag des Flügelrahmens eingeführt. Dies hat den Vorteil, dass die Schutzplatte zusätzlich den Verschliessmechanismus vor Anbohren schützt, da dieser zwischen Beschlag und Schutzseite angeordnet ist.
[0025] Alternativ kann die Schutzplatte auch zwischen der Schutzseite und einem Beschlag des Flügelrahmens eingeführt sein.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist das Schutzelement als Schutzplatte ausgebildet, welche auf der Oberfläche der Schutzseite des Flügelrahmens im Bereich der Verschliessvorrichtung angebracht ist.
[0027] Diese Ausführungsform ist besonders bei Flügelrahmen vorteilhaft, bei denen keine entsprechende Ausnehmung vorhanden oder herstellbar ist. Auch lassen sich bereits eingebaute Flügelrahmen sehr schnell und einfach mit einer Schutzvorrichtung nachrüsten, da diese auf der Schutzseite aufgebracht werden kann, ohne dass vorgängig eine Ausnehmung zugänglich gemacht werden muss. Um die Schutzplatte optisch mit der Oberfläche des Flügelrahmens in Übereinstimmung zu bringen, kann eine entsprechende Abdeckung für die Schutzplatte vorgesehen werden. Sowohl die Schutzplatte als auch die Abdeckung können jede beliebige Form, Dimension und Oberfläche aufweisen, solange diese dazu geeignet sind, dass die Schutzplatte den Betätigungsbereich des Griffs abdeckt und ein Durchbohren derselben verhindert bzw. verzögert wird.
[0028] Die Schutzplatte verfügt vorzugsweise über mindestens eine Öffnung, durch die ein Vierkantdorn der Verschliessvorrichtung durchgeführt ist. Dies ermöglicht das Anordnen der Schutzplatte zwischen Beschlag und Schutzseite sowie auf der Oberfläche der Schutzseite, ohne dass dabei die Funktion der Verschliessvorrichtung gestört wird.
[0029] Vorzugsweise besteht die Schutzplatte aus Stahl oder aus einer Stahllegierung. Um der Schutzplatte die nötige Resistenz gegen Zerspanen zu verleihen, wird bevorzugt Keramik, gehärteter Stahl oder eine gehärtete Stahllegierung verwendet. Besonders bevorzugt besteht die Schutzplatte aus einer Legierung aus Stahl und Mangan, sog. Manganstahl. Alternativ kann die Schutzplatte jedoch auch aus einem anderen geeigneten Material bestehen, das nur schwer mit einem spanabhebenden Verfahren zu bearbeiten ist, wie beispielsweise aus einem Kunststoff oder einem glasfaserverstärkten Kunststoff.
[0030] Die vorliegende Erfindung bezieht sich ferner auf ein Fenster oder eine Fenstertüre mit mindestens einer Schutzvorrichtung gemäss vorangehender Beschreibung. Ein Fenster oder eine Fenstertüre mit einer derartigen Schutzvorrichtung ist besonders vor Einbrüchen mittels eines Bohrlochs und durchgeführtem Betätigungswerkzeug für den Griff geschützt.
[0031] Insbesondere lassen sich auch bereits montierte Fenster und Fenstertüren mit einer derartigen Schutzvorrichtung auf einfache Weise nachrüsten. In einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann ein Fenster oder eine Fenstertüre auch über zwei oder mehr der erfindungsgemässen Schutzvorrichtungen verfügen, um einen besonders guten Schutz vor Einbrüchen zu gewährleisten. Dabei kann beispielsweise eine erste Schutzplatte zwischen Angriffsseite und Beschlag sowie eine zweite Schutzplatte zwischen Beschlag und Schutzseite in den Flügelrahmen eines Fensters oder einer Fenstertüre eingebracht sein.
[0032] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Sicherung von Fenstern und Fenstertüren gegen das Aufbohren von einer ersten Angriffsseite her. Das Verfahren umfasst die Schritte:
<tb>a)<sep>Vorlegen eines Flügelrahmens eines Fensters oder einer Fenstertür; und
<tb>b)<sep>Einbringen mindestens einer erfindungsgemässen Schutzvorrichtung gemäss vorangehender Beschreibung in mindestens eine von einer Falzseite des Flügelrahmens zugängliche Ausnehmung. Die Ausnehmung ist dabei unabhängig von einer Einbauausnehmung für eine Verschliessvorrichtung des Fensters beziehungsweise der Fenstertür und erstreckt sich im Wesentlichen in demjenigen Teil des Flügelrahmens, welcher sich in einem Betätigungsbereich eines Griffs einer Verschliessvorrichtung auf einer zweiten, der ersten Seite gegenüberliegenden Schutzseite des Fensters beziehungsweise der Fenstertür befindet.
[0033] Durch das erfindungsgemässe Verfahren lassen sich sowohl neu herzustellende wie auch bereits hergestellte und montierte Fenster oder Fenstertüren schnell und einfach mit einer Schutzvorrichtung versehen, um die Einbruchssicherheit zu erhöhen.
[0034] Vorzugsweise wird vor dem Einbringen der Schutzvorrichtung im Flügelrahmen von einer Falzseite her die mindestens eine Ausnehmung hergestellt oder eine bestehende Ausnehmung im Flügelrahmen zugänglich gemacht. Dieser Schritt ist insbesondere dann nötig, wenn ein bereits hergestelltes oder montiertes Fenster oder eine Fenstertür nachträglich mit einer Schutzvorrichtung versehen werden soll. Das Herstellen oder das Zugänglichmachen erfolgt vorzugsweise durch Fräsen oder Bohren.
[0035] Bei diesem Verfahrensschritt kann die Ausnehmung in einem Flügelrahmen erzeugt werden, der vorher keine entsprechende Ausnehmung aufwies. Alternativ kann in diesem Verfahrensschritt eine bereits im Flügelrahmen vorhandene Ausnehmung von einer Falzseite her durch Einbringen von mindestens einer Öffnung zugänglich gemacht werden, wie beispielsweise durch Löcher oder Schlitze. Ferner kann in diesem Verfahrensschritt eine bereits im Flügelrahmen vorhanden Ausnehmung erweitert oder zwei benachbarte Ausnehmungen können miteinander verbunden werden.
[0036] Bevorzugt wird die Ausnehmung nach dem Einbringen der Schutzvorrichtung falzseitig wieder verschlossen. Das Verschliessen kann durch Einsetzen von entsprechenden Abdeckungen in oder auf der mindestens einen erzeugten Öffnung erfolgen. Erfolgt anschliessend eine optische Anpassung der mindestens einen verschlossenen Öffnung mit dem Flügelrahmen, beispielsweise durch Lackieren, lässt sich nach dem Einbau auch bei geöffnetem Fenster oder geöffneter Fenstertüre nicht erkennen, dass diese durch eine entsprechende Schutzvorrichtung vor Einbrüchen geschützt ist. Alternativ kann die mindestens eine Öffnung durch ein flüssiges Harz oder einen flüssigen Kunststoff gefüllt werden, welcher nach dem Aushärten die mindestens eine Öffnung dauerhaft verschliesst.
[0037] Alternativ kann die Schutzvorrichtung auch derart in das Fenster oder der Fenstertür eingesetzt werden, dass diese bündig mit einer Oberfläche der Falzseite ist. Dadurch kann der Einbau einer Schutzvorrichtung besonders schnell erfolgen, da nicht auf das Aushärten einer Füllmasse gewartet werden muss.
[0038] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0039] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
<tb>Fig. 1<sep>Ein Schnittbild eines Flügelrahmens eines einflügeligen Holzfensters mit einer erfindungsgemässen Schutzplatte zwischen der Angriffsseite und dem Beschlag;
<tb>Fig. 2<sep>ein Schnittbild eines Flügelrahmens eines zweiflügeligen Holzfensters mit einer Schutzplatte zwischen der Schutzseite und dem Beschlag;
<tb>Fig. 3<sep>ein Schnittbild eines Flügelrahmens eines einflügeligen Holzfensters mit auf der Oberfläche des Flügelrahmens aufgebrachter Schutzplatte;
<tb>Fig. 4<sep>ein Schnittbild eines einflügeligen Kunststofffensters mit einer Schutzplatte zwischen der Schutzseite und dem Beschlag;
<tb>Fig. 5<sep>ein Schnittbild eines zweiflügeligen Kunststofffensters mit einer Schutzplatte zwischen Angriffsseite und Beschlag;
<tb>Fig. 6<sep>ein Schnittbild eines einflügeligen Kunststofffensters mit einer auf der Oberfläche des Flügelrahmens aufgebrachten Schutzplatte;
<tb>Fig. 7a–7c<sep>perspektivische Ansichten verschiedener Ausführungsbeispiele von auf die Oberfläche eines Flügelrahmens aufbringbaren Schutzplatten;
<tb>Fig. 8<sep>eine perspektivische Ansicht eines Flügelrahmens eines Fensters mit auf der Oberfläche des Flügelrahmens aufgebrachter Schutzplatte; und
<tb>Fig. 9<sep>ein Schnittbild eines zweiflügeligen Kunststofffensters mit als ausgehärtetes flüssiges Material ausgestaltetem Schutzelement.
[0040] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0041] Die Fig. 1 zeigt ein Schnittbild eines einflügeligen Holzfensters mit einer erfindungsgemässen Schutzvorrichtung mit einer Schutzplatte 1. Die Schutzplatte 1 ist über einen Beschlagsfalz 14 oder über einen Glasfalz 16 in einen Flügelrahmen 2 eingeführt. Die zum Einführen der Schutzplatte 1 nötige Aussparung kann durch eine geeignete spanende Bearbeitung, wie z.B. durch Fräsen, in den Flügelrahmen 2 eingebracht werden. Die Schutzplatte 1 ist derart dimensioniert, dass sie den Bewegungsbereich eines Griffs 6 einer Verschliessvorrichtung des Fensters abdeckt. Dadurch wird verhindert, dass ein Einbrecher von einer ersten Angriffsseite 10 her im Betätigungsbereich des Griffs 6 ein Loch in den Fensterrahmen 2 einbringen kann, um über ein geeignetes Werkzeug den auf einer zweiten Schutzseite 11 befindlichen Griff 6 in die geöffnete Position zu drücken. Der Griff 6 steht in Eingriff mit einer Verschliessvorrichtung (nicht gezeigt). Durch Drehen des Griffs 6 werden über die Verschliessvorrichtung in einem den Fensterflügel 2 umlaufenden Beschlag 8 befindliche Verschlusselemente (nicht gezeigt), wie z.B. Pilzkopfzapfen, bewegt. Der Beschlag 8 ist auf einer Beschlagsnut 7 des Flügelrahmens 2 angebracht. Die Verschlusselemente des Beschlags 8 greifen in entsprechende Eingriffsmittel (nicht gezeigt) eines Schliessblechs 12 ein, welcher auf einem Blendrahmen 3 des Fensters angebracht ist. Im Flügelrahmen 2 ist eine Fensterverglasung 5 eingesetzt, welche durch eine Glashalteleiste 15 im Glasfalz 16 gehalten wird. Im gezeigten Beispiel ist die Fensterverglasung 5 als Doppelglasfenster dargestellt. Zwischen dem Flügelrahmen 2 und dem Blendrahmen 3 ist eine Dichtung 9 eingebracht, welche als Wärmeisolation dient. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Schutzplatte 1 zwischen der Angriffsseite 10 und dem Beschlag 8 im Flügelrahmen 2 eingebracht. Damit schützt die Schutzplatte 1 zusätzlich die Verschliessvorrichtung vor einem Anbohren von der Angriffsseite 10 her.
[0042] Die Fig. 2 zeigt ein Schnittbild eines zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung, bei der eine Schutzplatte 1 in einem zweiflügeligen Holzfenster eingesetzt ist. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1ist die Schutzplatte 1 zwischen dem Beschlag 8 und der Schutzseite 11 im Flügelrahmen 2 eingebracht. Die bei diesem Ausführungsbeispiel eingesetzte Schutzplatte 1 weist eine Öffnung auf, durch welche ein Vierkant des Griffs 6 durchgeführt ist, da sonst der Griff 6 nicht mit der Verschliessvorrichtung, welche im Bereich des Beschlags 8 im Flügelrahmen 2 angeordnet ist, in Eingriff gebracht werden kann. Die Schutzplatte 1 ist wiederum derart dimensioniert, dass diese den Betätigungsbereich des Griffs 6 abdeckt und ist über den Glasfalz 16 ́ des Flügelrahmens 2 eingeführt. Das zweiflügelige Fenster verfügt nebst dem Flügelrahmen 2 über einen Stulpflügel 4. Die Verschlusselemente (nicht gezeigt) des Beschlags 8 greifen in Eingriffsmittel (nicht gezeigt) des Schliessblechs 12 des Stulpflügels 4 ein. Sowohl im Flügelrahmen 2 als auch im Stulpflügel 4 ist jeweils eine Fensterverglasung 5 ́,5 ́ ́ eingesetzt, welche je über eine entsprechende Glashalteleiste 15 ́, 15 ́ ́ im Glasfalz 16 ́, 16 ́ ́ gehalten wird. Auf der Oberfläche der Angriffsseite 10 des Stulpflügels 4 ist eine Stulpleiste 13 angeordnet, welche als Anschlag für den Flügelrahmen 2 dient.
[0043] In der Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schutzvorrichtung abgebildet, bei der eine Schutzplatte 1 auf der Oberfläche des Flügelrahmens 2 auf der Schutzseite 11 eines einflügeligen Holzfensters aufgebracht ist. Die Schutzplatte 1 ist derart dimensioniert, dass diese den Betätigungsbereich des Griffs 6 abdeckt. Um einen Eingriff eines Vierkants des Griffs 6 in eine Verschliessvorrichtung (nicht gezeigt) zu ermöglichen, verfügt die Schutzplatte 1 über eine entsprechende Öffnung. Auf der Oberfläche des Blendrahmens 3 ist auf der Angriffsseite 10 zusätzlich ein Wetterschutz 17 angebracht, welcher bei geschlossenem Fenster den Bereich zwischen dem Flügelrahmen 2 und dem Blendrahmen 3 vor Nässe und Wind schützt. Dieser Wetterschutz 17 kann aus jedem geeigneten Material bestehen, wie beispielsweise aus einem Metall oder aus Fiberglas. Wie bei den vorangehenden Beispielen verfügt der Flügelrahmen 2 über einen auf einer Beschlagsnut 7 angebrachten Beschlag 8 mit Verschlusselementen, welche in entsprechende Eingriffsmittel im Schliessblech 12 des Blendrahmens 3 eingreifen.
[0044] Fig. 4 zeigt ein Schnittbild eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Schutzvorrichtung, bei der eine Schutzplatte 1 in einem Flügelrahmen 2 eines einflügeligen Kunststofffensters eingebracht ist. Die Schutzplatte 1 ist über den Glasfalz 16 in den Flügelrahmen 2 zwischen dem Beschlag 8 und dem Griff 6 eingebracht sowie derart dimensioniert, dass diese den Betätigungsbereich des Griffs 6 abdeckt. Analog zum Ausführungsbeispiel der Fig. 2weist die eingebrachte Schutzplatte 1 eine Öffnung auf, durch welche ein Vierkantdorn des Griffs durchgeführt ist. Wie auf der Figur ersichtlich, weisen Kunststofffenster eine Vielzahl an Hohlräumen 25 auf, welche sich sowohl im Blendrahmen 3 wie auch im Flügelrahmen 2 befinden. Dies erleichtert das Einbringen der Schutzplatte 1 in den Flügelrahmen 2, da keine grossflächige Ausnehmung im Flügelrahmen 2 hergestellt werden muss, sondern lediglich wenigstens ein Zugang zu mindestens einem Hohlraum 25. Je nach Anordnung der Hohlräume 25 im Flügelrahmen 2 müssen Zugänge zu mehreren Hohlräumen 25 geschaffen werden, um die Schutzplatte 1 in den Flügelrahmen 2 einzubringen. Im Blendrahmen 3 ist auf der einer Mauer zugewandten Seite zusätzlich ein Isolationsmaterial 18 eingebracht.
[0045] In der Fig. 5 ist ein Schnittbild eines zweiflügeligen Kunststofffensters mit einer Schutzplatte 1 abgebildet. Die Schutzplatte 1 ist zwischen der Angriffsseite 10 und dem Beschlag 8 von der Seite des Beschlagsfalzes 14 oder des Glasfalzes 16 in den Flügelrahmen 2 eingebracht.
[0046] Die Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, bei dem die Schutzplatte 1 auf Schutzseite 11 eines einflügeligen Kunststofffensters auf der Oberfläche des Flügelrahmens 2 im Bereich des Griffs 6 angebracht ist.
[0047] Die Fig. 7a bis 7c zeigen verschiedene Ausführungsformen einer auf die Oberfläche einer Schutzseite 11 eines Flügelrahmens 2 aufbringbaren Schutzplatte 1. Die Schutzplatte 1.1 der Fig. 7averfügt über eine Öffnung 19 für einen Vierkantdorn sowie zwei Öffnungen 20 für Montageschrauben eines Griffs 6. Diese Schutzplatte 1.1 kann auf die Oberfläche des Flügelrahmens 2 aufgeklebt oder alternativ durch den auf den Flügelrahmen 2 montierten Griff 6 auf die Oberfläche gedrückt werden. Die Schutzplatte 1.2 der Fig. 7bverfügt zusätzlich über Schraubenlöcher 26 für Befestigungsschrauben 22. Eine alternative Befestigungsmöglichkeit ist bei der Schutzplatte 1.3 der Fig. 7c gezeigt. Bei dieser Schutzplatte 1.3 sind Nocken 21 angebracht, welche in entsprechende Öffnungen eines Flügelrahmens 2 eingesetzt und darin befestigt werden können, z.B. über Presssitz. Sowohl bei der Ausführungsform der Fig. 7bals auch der Fig. 7ckann die Anzahl und die Anordnung der Schraubenlöcher 26 und der Nocken 21 beliebig gewählt werden. Es ist lediglich darauf zu achten, dass eine gute Verankerung der Schutzplatte 1.2, 1.3 auf dem Flügelrahmen 2 gewährleistet ist.
[0048] In der Fig. 8 ist ein Fensterflügel im geöffneten Zustand mit einer auf der Oberfläche des Flügelrahmens 2 aufgebrachten erfindungsgemässen Schutzplatte 1 dargestellt. Die Schutzplatte 1 ist im Betätigungsbereich des Griffs 6 auf der Oberfläche 28 des Flügelrahmens 2 auf der Schutzseite 11 aufgebracht. Um die Schutzplatte 1 optisch zu kaschieren, ist eine Abdeckung 27 auf der Schutzplatte 1 aufgebracht. Der Griff 6 ist über eine Rosette 23, die auf der Abdeckung 27 angeordnet ist, mit dem Flügelrahmen 2 verbunden. Im Flügelrahmen 2 ist ferner eine Fensterverglasung 5 eingesetzt. Umlaufend weist der Flügelrahmen 2 zudem einen Beschlag 8 auf.
[0049] Die Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der ein ausgehärtetes flüssiges Material 24 in einer Mehrzahl von Hohlräumen 25 eines zweiflügeligen Kunststofffensters eingebracht ist. Das Material 24 kann in flüssiger Form über Öffnungen im Beschlagsfalz 14 in die Hohlräume 25 eingebracht werden. Um das Material 24 nicht in einen gesamten Hohlraum 25 einfüllen zu müssen, können flüssigkeitsdichte Abschottungen (nicht gezeigt) in einen Hohlraum 25 eingebracht werden, um diesen in mehrere Teilhohlräume zu unterteilen. Die Lage der Teilhohlräume kann derart gewählt werden, dass mindestens ein Teilhohlraum im Bereich des Griffs 6 liegt, um mit dem Material 24 ausgefüllt zu werden. Bei einem zweiflügeligen Fenster können wie beim gezeigten Beispiel auch ein oder mehrere Hohlräume 25 des Stulpflügels 4 mit dem ausgehärteten Material 24 ausgefüllt sein, um einen zusätzlichen Schutz vor dem An- oder Durchbohren zu bieten. Bei einem einflügeligen Fenster können analog auch Hohlräume im Blendrahmen mit dem Material 24 ausgefüllt werden.
[0050] Die Ausführungsbeispiele zeigen eine erfindungsgemässe Schutzvorrichtung bei einem Fenster. Allerdings lassen sich die gezeigten Ausführungsbeispiele der Schutzvorrichtung auch bei Fenstertüren, wie beispielsweise Balkon- oder Gartentüren verwenden. Während einzelne Anordnungen der Schutzplatte 1 zwischen der Angriffsseite 10 und dem Beschlag 8, zwischen dem Beschlag 8 und der Schutzseite 11 sowie auf der Oberfläche 28 des Flügelrahmens 2 im Zusammenhang mit spezifischen Ausgestaltungen der Fenster gezeigt sind, können grundsätzlich sämtliche Auf- oder Einbringungsorte der Schutzplatte 1 mit allen ein- wie auch zweiflügeligen Fenster oder Fenstertüren kombiniert werden. Diese können wahlweise mit oder ohne Wetterschutz 17 vorliegen.
Claims (13)
1. Schutzvorrichtung gegen das Aufbohren von Fenstern und Fenstertüren, umfassend ein Schutzelement (1, 24), welches die Herstellung eines Bohrlochs oder einer anderen Öffnung in einem Bereich eines Flügelrahmens (2) des Fensters oder der Fenstertür von einer ersten Angriffsseite (10) her verhindert, wobei das Schutzelement (1, 24) innerhalb des Flügelrahmens (2) oder auf einer Oberfläche (28) einer zweiten, der ersten Seite gegenüberliegenden Schutzseite (11) des Flügelrahmens (2) angeordnet und derart dimensioniert ist, dass es im Wesentlichen denjenigen Teil des Flügelrahmens (2) abdeckt, welcher in einem Betätigungsbereich eines Griffs (6) einer Verschliessvorrichtung auf der Schutzseite (11) des Flügelrahmens (2) liegt.
2. Schutzvorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzelement (1, 24) als ausgehärtetes fliessfähiges Material (24) in mindestens eine von einer Falzseite (14, 16) des Flügelrahmens (2) zugängliche Ausnehmung des Flügelrahmens (2), die unabhängig von einer Einbauausnehmung für die Verschliessvorrichtung des Fensters beziehungsweise der Fenstertüre ist, eingebracht ist.
3. Schutzvorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzelement (1, 24) eine Schutzplatte (1) ist, welche in eine von einer Falzseite (14, 16) des Flügelrahmens (2) zugängliche Ausnehmung im Flügelrahmen (2) eingeführt ist, die unabhängig von einer Einbauausnehmung für die Verschliessvorrichtung des Fensters beziehungsweise der Fenstertüre ist.
4. Schutzvorrichtung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (1) zwischen der Angriffsseite (10) und einem Beschlag (8) des Flügelrahmens (2) eingeführt ist.
5. Schutzvorrichtung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (1) zwischen der Schutzseite (11) und einem Beschlag (8) des Flügelrahmens (2) eingeführt ist.
6. Schutzvorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzelement eine Schutzplatte (1) ist, welche auf der Oberfläche (28) der Schutzseite (11) des Flügelrahmens (2) im Bereich der Verschliessvorrichtung angebracht ist.
7. Schutzvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (1) über mindestens eine Öffnung (19) verfügt, durch die ein Vierkantdorn der Verschliessvorrichtung durchgeführt ist.
8. Schutzvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (1) aus Keramik, Stahl oder aus einer Stahllegierung besteht, vorzugsweise einer Legierung aus Stahl und Mangan.
9. Fenster oder Fenstertüre mit mindestens einer Schutzvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Verfahren zur Sicherung von Fenstern und Fenstertüren gegen das Aufbohren von einer ersten Angriffsseite her, umfassend die Schritte:
<tb>a)<sep>Vorlegen eines Flügelrahmens (2) eines Fensters oder einer Fenstertüre; und
<tb>b)<sep>Einbringen mindestens eines Schutzelementes (1, 24) einer Schutzvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 2 bis 5 in mindestens eine von einer Falzseite des Flügelrahmens (2) zugängliche Ausnehmung des Flügelrahmens (2), die unabhängig von einer Einbauausnehmung für eine Verschliessvorrichtung des Fensters beziehungsweise der Fenstertüre ist und die sich im Wesentlichen in demjenigen Teil des Flügelrahmens (2) erstreckt, welcher sich in einem Betätigungsbereich eines Griffs (6) einer Verschliessvorrichtung auf einer zweiten, der ersten Seite gegenüberliegenden Schutzseite (11) des Fensters beziehungsweise der Fenstertüre befindet.
11. Verfahren gemäss Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einbringen der Schutzvorrichtung im Flügelrahmen von einer Falzseite (14, 16) her die mindestens eine Ausnehmung hergestellt oder eine bestehende Ausnehmung im Flügelrahmen (2) zugänglich gemacht wird, vorzugsweise durch Fräsen oder Bohren.
12. Verfahren gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung nach dem Einbringen der Schutzvorrichtung falzseitig wieder verschlossen wird.
13. Verfahren gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzvorrichtung (1) mit einer Oberfläche der Falzseite (14, 16) bündig eingelassen wird.
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