DD109803B1 - Vorrichtung zur kontinuierlichen Sterilisation - Google Patents

Vorrichtung zur kontinuierlichen Sterilisation

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DIe Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Sterilisation von Flüssigkeiten
In einer ganzen Reihe von Industriezweigen ist es erforderlich, Flüssigkeiten, die auch Feststoffe enthalten können oder in denen andere Stoffe gelöst sind, durch Wärmebehandlung zu sterilisieren. Dabei ist es in der überwiegenden Zahl der Fälle notwendig, die Wärmebehandlung unter erhöhtem Druck so durchzuführen, daß das tu sterilisierende Medium während der Wärmebehandlung möglichst keine Veränderungen in seiner Zusammensetzung erfährt, aber die in dem Medium enthaltenen Mikroorganismen mit großer Sicherheit abgetötet werden.
Es ist eine ganze Reihe von Vorrichtungen bekannt, mit deren Hilfe eine kontinuierliche Hitzesterilisation durchgeführt wird, wobei die Wärmezufuhr durch unterschiedliche Wärmequellen (Dampf, elektr. Heizung) geschieht.
Die Verwirklichung der erforderlichen Verweilzeit geschieht in zu durchströmenden Rohren, Spiralen und Behaltern. Verwendet man Rohre oder Spiralen als Verweilzeitstrecke, so besteht der Nachteil, daß diese Verweilzeitstrecken sehr lang werden oder leicht Vertrustungen an den Wandungen hervorrufen, die schließlich zur Leistungsminderung führerf und damit die Funktionstüchtigkeit" beeinträchtigen. Um dies zu vermeiden' ist bekannt, daß man extra polierte Rohre vorschlägt, die gleichzeitig eine bessere Wärmeausnutzung garantieren sollen. Durch einen schwingenden Quarzheizstob soli die Flüssigkeit in Bewegung gehalten werden.
Ein Reinigen derartige) Apparaturen ist auf Grund ihrer Abmessungen, komplizierter Ausführungen und* der Haftfestigkeit der Vertrustungen oft sehr schwierig
Bei Verwendung von Behältern zur Erreichung einer bestimmten Verweilzeit tritt ein Nachteil dadurch auf, daß es einmal zu Ablagerungen, vor ollem bei Feststoff enthaltenden Medien kommen kann. Zum anderen werden derartige Apparate auf Grund des Verweilzeitvernaltens für den praktischen Betrieb überdimensioniert und de mit sehr groß.
Es ist auch bekannt, daß die erhitzte Flüssigkeit in einem Gefäß gesammelt und von/ da mittels Pumpen oder Schnecken weitertransportiert wird. Für beide Fälle gilt das oben zum Verweilbehölter dargeltegte. Dazu kommt, daß ein Ersatz von, Pumpen erfahrungsgemäß Unsicherheiten in einen sterilen Betrieb bringt
Der Erfindung 'legt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, bei relativ geringen Abmessungen einen großen Durchsatz zu erzielen, optimale Sterilisation zu gewährleisten, ohne daß Verkiustungen auftreten, im Medium enthaltene Feststoffe sedimentieren und die Zusammensetzung der zu sterilisierenden Medien verändert wird
ErfindungsgemSe wird dies dadurch erreicht, daß zur Sterilisation erne Vorrichtung verwendet wird, die einen Mehrstufenapparat darstellt, bei dem in jeder Stufe das zu sterilisierende Medium durch entsprechende Rühtelemente in Turbulenz versetzt wird, wobei durch die geometrische Gestaltimg der einzelnen Stufen gleichzeitig tin enges Verweilzeitspektrum gewährleistet wird. Die erfindungsgemäße Verrichtung besteht aus folgenden Hauptelementen:
einer Pumpe zur Förderung des zu sterilisierenden Mediums, einem nach in Baukastenprinzip aufgebauten Mehrstufensterilisalor. :n deir das zu storiMsierenac Medium durch Manteiheizung bzw. Heizimg mit Oirektdampf auf die Sterilisationstemperatur erhitzt wird. Das zu sterilisierende Medium durchströmt den Mshcstufensterilisator, dessen- einzelne Stufen durch eingebaute Blenden voreinander getrennt sind. Durch Einbau ents sprechender Rühranordnungen, die vorzugsweise radial wirkende Rührer darstellen und auch als Wischer oder Schaber ausgebildet sein können, wird das Medium in jeder der zu durchströmenden Stufen in Turbulenz versetzt. Die Vorrichtung besteht weiterhin aus einem Ulf
И bulent durchströmten Kühler, in den».das zu sterilisierende Medium gleichzeitig vorgewärmt werden kann. Der Mehrstufeniterilisator ist nach einem Baukastensystem aufgebaut, виі die einzelnen Stufenelemente beliebig aneinandergefügt werden können.
IS Die technisch ökonomischen Auswirkungen liegen darin begründet, daß trotz geringer Abmessungen der erttndungsgemößen Vorrichtung ein gioBer Durchsatz erzielt wird
Weiterhin wird durch Verwendung eines Boukasiensy-
3» stems eine einfache Fertigung und Montage, verbunden mit einer beliebigen Variabilität der Vorrichtung erreicht. Der Aufbau des Mehrstufenstcrilisators erlaubt eine schnelle Reinigung ohne großen Aufwand. Ferner ist durch die turbulenten Strömungsverhältnisse im
Mehrstufeftsterilisotor eine Sterilisation von Feststoff enthaltenen Medien möglich, ohne daß ein Sadimentie-. ren der Feststoffe erfolgt. Außerdem gewährleisten die turbulenten Strömungsverhältnisse in Verbindung mit dem Verweilzeitverhaltcn des Mehrstufensierilisotors
JO eine schonende Behandlung des Mediums. Waltere Verteile sind darin zu sehen, daß e ie Krustenbildung an der Mehrstufensterilisatorwand wet estgehend vermieden wird.
Die Erfindung soll durch die nochstehend angeführten Beispiele näher erläutert werden.
Beispiel 1: In der zugehörigen chematischen Zeichnung noch Fig. 1
wird der Aufbau der erfindungsgemößcn Vorrichtung
wie folgt charakterisiert:
Mit einer Pumpe 1 wird die zu sterilisierende Flüssigkeit in den Mehrstufensterilisator 2, dessen B'-'nebsdruck sich noch der SteriüsationsSemperati'r rieh;©·., die mittels einer Mantelheizung 3 oder Dtrektdompf auf die
Sterilisotionstemperatur erhitzt wird, gedrückt. Der Mehr-
stufensteriiisator ist durch Blenden -'· in einzelne Stuten getrennt. Mit Hilfe der eingebauten Rühranordnung *>
,wird die Flüssigkeit in Turbulenz versetzt. Dadurch wird neoen e'nem Verhindern von Verkrustungsn gleichzeitig
eine gleichmäßige Temperaturverteifung über den Querschnitt erreicht.
Die zu sterilisierende Flüssigkeit durchströmt nacheinander die einzelnen Stufen des Mehrstufensierilisators und wird anschließend to einem Kühler 6, der turbulent durchströmt wird, abgekühlt. Der Kühler kann gleichzeitig als Vorwärmer für die zu sterilisierende Flüssigkeit geschaltet werden.
Beispiel 2:
Die Durchführung geschieht nach Beispiel 1, wobei der Mehrstufensterilisator 2 aus mehreren gleichgestaite*--"; Bauelementen besteht, die beliebig zueinander montiert werden können. Die Verbindung der zu jedem Bauteil gehötenden Ruhrelempnte erfoigi dabei durrh Verw*»n-
S3 dung von bekannten Kupplungen. Die einzelnen Siufenetemente werden durch flanschverbindungen oder ähnlicho bekannte leicht lösbctie Verbindungselemente mit-

Claims (2)

  1. elrtonder gekoppelt
    Patentansprüche:
    !.Vorrichtung zur kontinuierlichen Sterilisation voh Flüssigkeiten, die auch Feststoff enthalten können, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einer Pumpe (1), dem Mehretufensterilisator (2), Blenden (4), «iner Rühranordnung (5} und einem Kühler (6) besteht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrstufensterilisator (2) nach einem Baukastensystem aufgebaut ist, wobei die einzelner» Stufenelemente beliebig aneinandergefügt werden können.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen

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