DD154009A1 - Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate - Google Patents

Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate Download PDF

Info

Publication number
DD154009A1
DD154009A1 DD22491680A DD22491680A DD154009A1 DD 154009 A1 DD154009 A1 DD 154009A1 DD 22491680 A DD22491680 A DD 22491680A DD 22491680 A DD22491680 A DD 22491680A DD 154009 A1 DD154009 A1 DD 154009A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
granules
dust
clay
zeolite
free
Prior art date
Application number
DD22491680A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfram Bettke
Heidemarie Herberg
Ruediger Seidel
Herbert Knoll
Original Assignee
Wolfram Bettke
Heidemarie Herberg
Ruediger Seidel
Herbert Knoll
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wolfram Bettke, Heidemarie Herberg, Ruediger Seidel, Herbert Knoll filed Critical Wolfram Bettke
Priority to DD22491680A priority Critical patent/DD154009A1/de
Publication of DD154009A1 publication Critical patent/DD154009A1/de

Links

Landscapes

  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft die Herstellung hochabriebfester, staubfreier, mit kaolinitischem Ton gebundener NaA-Zeolith-Granulate. Sie werden erhalten durch Vermischen des Zeolith-Pulvers mit Ton, Granulierung, Gluehung, Nachkristallisation und erneute Gluehung, wobei erfindungsgemaess die Nachkristallisation in der bei der Herstellung des NaA-Zeoliths anfallenden Kristallisations-Mutterlauge vorgenommen wird.

Description

VEB CHEMIEKOMBINAT BITTERFELD Bitterfeld, 31. 10.
2101
Verfahren zur Herstellung hochabriebfester, staubfreier zeolithischer Granulate
Anwendungsge^biet. der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit Ton gebundenen Molekularsiebgranulaten mit verbesserten Festigkeits- und Adsorptionseigenschaften.
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Anwendungsgebiete für zeolithische Molekularsiebe sind vorrangig selektive Trenn- und Adsorptionsprozesse. Der Einsatz der zeolithischen Molekularsiebe in technischen Anlagen erfolgt im allgemeinen in Form von Granalien, die durch Verformung von Molekularsieb mit einem Bindemittel, hauptsächlich Ton, hergestellt werden (DE-AS 1 040 005, DE-AS 1 055 515). Die Molekularsieb-Ton-Granulate erhalten ihre Festigkeit durch den Glühprozeß.
- 2 - 2101
Die unter diesen Bedingungen erzielten mechanischen Eigenschaften der Molekularsieb-Ton-Granulate reichen beim Einsatz im Bewegtbett oder in Wirbelschichtpr'ozessen nicht aus. Die unzureichende Festigkeit der Granalien führt zu einem erhöhten Anfall von Abrieb und Staub, der sich negativ auf den technologischen Ablauf auswirkt.
Weiterhin bewirkt die Zugabe von etwa 20 % Ton eine Verringerung der Adsorptionsfähigkeit der Molekularsieb-Ton-Granulate ο
Es sind bereits mehrere Verfahren zur Steigerung der mechanischen Festigkeit und der Adsorptionskapazität der Molekularsieb-Ton-Granulate bekannt.
Gemäß der DE-OS 2 446 974 werden Zeolith X - Pulver und Metakaolin-Pulver zu geformten Körpern verarbeitet; anschließend erfolgt die hydrothermale Umwandlung des Hauptanteils des Metakaolins in asn geformten Körpern in Zeolith X. Dazu wird der Mischung eine NaOH-Lösung zugesetzt, um das zur Umwandlung von Metakaolin in Zeolith X notwendige S&20 zu liefern. Das überschüssige HapO wird durch Y/aschen beseitigt. Durch den Zusatz der ITaOH-Lösung und durch eine zusätzliche Waschstufe nach der ITachkristallisation verteuert sich das Verfahren. Gemäß der DE-AS 1 203 238 wird Na-Zeolith A mit 15 % Bindemittel zu Formkörpern verarbeitet. Das Granulat wird mit einer Lösung aus Aluminiumoxid und ITaOH 24 Stunden in der Kälte und 5 Stunden bei 80 0C behandelt. -Dabei entstehen harte Granalien mit sehr guten Adsorptionskapazitäten.
Durch die Bereitstellung einer Lösung aus Aluminiumoxid und HaOH sowie durch die Uachkristallisation in der Kälte und bei 80 0G ist ein höherer Kostenaufwand zu verzeichnen.
- 3 - 2101
Gemäß der DE-AS 1 567 557 wird pulverförmiger Zeolith A mit 10 bis 25 % pulverförmigem Kaolin vermischt, unter Zusatz von UaOH zu Körnern verformt und 24 Stunden bei 90 0C kristallisiert. Der zugesetzte Kaolin wandelt sich in Zeolith A mn.
Gemäß der DE-PS 1 567 568 werden abriebfeste Zeolithe durch Vermischen von geformten Körpern aus kalziniertem Ton mit einer alkalischen Lösung und hydrothermaler Umwandlung hergestellt.
Die Bereitstellung der HaOH-Lösung zur Verformung und Kristallisation verursacht zusätzliche Kosten.
Ziel der Erfindung;
Ziel der Erfindung ist die Herstellung hochabriebfester, staubfreier zeolithischer Granulate mit hoher, mechanischer Festigkeit und verbesserten adsorptionskinetischen Eigenschaften bei geringen Kosten.
Darlegung des ?/esens der Erfindung
Es wurde gefunden, daß Festigkeit und statische Adsorptionskapazität der mit Ton geformten Molekularsiebe durch eine Nachkristallisation in der Kristallisations-Mutterlauge (Abfallprodukt der Molekularsiebsynthese) wesentlich verbessert werden können. Die Nachkristallisation des bei 550 0C geglühten Molekularsieb-Ton-Granulats erfolgt in einem geschlossenen System unter hydrothermalen Bedingungen bei einer Temperatur von 70 bis 80 0C über 1 bis 8 Stunden, vorzugsweise 5 bis 8 Stunden. Der optimale Bindemittelgehalt an kaolinitischen Tonen beträgt 30 bis 40 Masse-%.
Durch- dieses Verfahren wird eine effektive Verwendung des bisherigen Abfallproduktes, der Kristallisations-Mutterlauge, ermöglicht. Des weiteren wird durch die
- 4 - . 2101
Zugabe von 30 bis 40 Masse-% des kaolinitischen Tones, statt bisher 20 %, eine Einsparung an hochwertigen Molekularsieb ermöglicht. Der relativ hohe Anteil an kaolinitischem Ton ist in dem bereits vorgeglühten Molekularsiebgranulat zumindest teilweise in Metakaolin umgewandelt worden.
Durch die hydrothermale Behandlung in der Kristallisations-Mutterlauge wird ein Teil des aktivierten Bindemittels (Metakaolin) in Zeolithkristallisat umgewandelt, was zu einer engen Verflechtung der Molekularsiebprimäragglomerate führt.
Im Ergebnis entsteht ein hochabriebfestes, staubfreies Granulat mit erhöhter Kapazität. Für den technischen Gebrauch sind die nachkristallisierten Zeolithgranulate bei 500 bis 550 0C zu aktivieren.
Nachfolgende Beispiele sollen das Wesen der Erfindung erläutern, ohne diese jedoch einzuschränken.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
HaA-Zeolith und kaolinitischer Ton werden in Mengenverhältnissen von 80 : 20, 70 : 30 und 60 : 40 gemischt und zu 3 μ Stranggranulat verformt. Jeweils 4 g der bei 550 C geglühten Stranggranulate werden mit jeweils 30 ml Kristallisations-Mutterlauge in ein Gefäß eingebracht und im verschlossenen Zustand 1 bis 8 Stunden bei 75 °C nachkristallisiert. Anschließend wird die Kristallisations-Mutterlauge abgetrennt und das getrocknete Stranggranulat bei 500 bis 550 0C geglüht. Die erzielten Druckfestigkeitswerte, Wasserdampfad- -sorptionskapazität, der Staubanteil und das gaschromatographisch ermittelte Retentionsvolumen für Ammoniak sind nachfolgend in Abhängigkeit von dem Bindemittelgehalt und der Nachkristallisationszeit zusammengefaßt (Tab. 1).
2101
Tab. 1
Binde- mittel- gehalt Nach- kristalli- sations- zeit (h) 2 Druck festig keit 2 Wasser dampf - adsorp- tionska- pazität Staub anteil Reten- tions- volumen (ml
20 - 406,14 18,00 0,17 418,4
20 1 624,30 16,00 0,00 248,1
3 716,34 18,75 0,00 342,0
5 737,09 18,55 0,00 331,2
8 714,40 18,85 0,00 386,0
30 - 557,80 17,10 0,01 385,0
30 1 785,50 17,00 0,00 239,7
3 822,47 17,30 0,00' 320,6
5 862,37 19,30 0,00 380,5
8 1006,81 19,30 0,00 376,3
40 - 783,90 14,60 345,2
40 1 755,71 15,30 - 254,8
3 652,76 15,10 - 283,2
5 901,85 16,80 - 320,4
8 864,23 17,80 356,2
Beispiel
ITaA-Zeolith und ein kaolinitischer Ton v/erden im Gewichtsverhältnis von 70 : 30 gemischt und zu Kugelgranulat verarbeitet und bei 550 0C geglüht. 35 g des so erhaltenen Kugelgranulats werden mit 60 ml Kristallisations-Mutterlauge versetzt. Die weitere Verarbeitung und Nachkristallisation erfolgt wie unter Beispiel 1 aufgeführt.
2101
Die nachfolgende Zusammenstellung zeigt den Abrieb, die Wasserdampfadsorptionskapazität, den Staubanteil und das Retentionsvolumen für Ammoniak in Abhängigkeit von der Nachkristallisationszeit (Tab. 2)
Tab. 2
Frak Nach- 15 Ab 2,5 Wasser Staub Reten
tion kristalli- 15 1 rieb 1,0 dampf - anteil tions
(mm) sations- 3 1,0 adsorp- volumen
zeit 5 (*) 1,0 tionska- \ /OJ (ml
1,6-3, (h) 8 1,0 pazität (%) NH3/g)
1,6-3, 16,80 0,55 242,2
13,10 0,20 130,6
18,10 0,13 196,2
18,30 0,19 211,3
18,90 0,19 229,5
Die Beispiele 1 und 2 zeigen deutlich, daß durch eine Nachkristallisation in der Kristallisations-Mutterlauge bei 75 0C schon nach 1 Stunde eine wesentliche Druckfest igkeitserhöhung erreicht wird. Uachkristallisationszeiten von 5 und 8·Stunden bewirken eine weitere Festigkeit ssteigerung und eine wesentliche Erhöhung der Wasserdampf adsorptionskapazität .
-· 7 —

Claims (3)

- 7 - 2101 Erfindungsanspruch
1. Verfahren zur Herstellung hochabriebfester, staubfreier zeolithischer Granulate durch Vermischen von HaA~Zeolith-Pulver mit kaolinitischem Ton im Mengenverhältnis 70 bis 60 : 30 bis 40, Granulierung, Glühung bei 500 bis 550 0C, Nachkristallisation und erneute Glühung bei 500 bis 550 0C, gekennzeichnet dadurch, daß die Nachkristallisation in der bei der
. Herstellung des HaA-Zeölithes anfallenden Kristallisations-Mutterlauge vorgenommen wird.
2. Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die ITachkristallisation bei einer Temperatur zwischen 70 und 80 0C erfolgt.
3· Verfahren gemäß den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die ITachkristallisation in einem Zeitraum von 1 bis 8 Stunden, vorzugsweise 5 bis 8 Stunden, erfolgt.
DD22491680A 1980-11-03 1980-11-03 Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate DD154009A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD22491680A DD154009A1 (de) 1980-11-03 1980-11-03 Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD22491680A DD154009A1 (de) 1980-11-03 1980-11-03 Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD154009A1 true DD154009A1 (de) 1982-02-17

Family

ID=5527016

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD22491680A DD154009A1 (de) 1980-11-03 1980-11-03 Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD154009A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011104006A1 (de) 2010-12-10 2012-06-14 Süd-Chemie AG Granulierte Zeolithe mit hoher Adsorptionskapazität zur Adsorption von organischen Molekülen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011104006A1 (de) 2010-12-10 2012-06-14 Süd-Chemie AG Granulierte Zeolithe mit hoher Adsorptionskapazität zur Adsorption von organischen Molekülen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2507426C2 (de) Verfahren zur Herstellung des Zeolithen Ferrierit
DE69106844T2 (de) Industrielle Zeolith X mit niedrigem Siliciumdioxidgehalt enthaltenden Adsorptionsmittel für die nicht-kryogene Gastrennung der Luft und deren Herstellungsverfahren.
DE69812417T2 (de) Barium-ausgetauschte ets-4 und ihre verwendung zur trennung einer mischung enthaltend stickstoff und methan
DE102008046155B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Adsorptionsmittelgranulates
DE1417670C3 (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Saeuren
EP0842697A1 (de) Bindemittelfreie Molekularsiebzeolithgranulate die Zeolithe vom Typ Lithium-Zeolith A und Lithium-Zeolith X enthalten
DE2016838B2 (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten, abriebfesten, bindemittelfreien Molekularsiebzeolithen
DE2446974A1 (de) Verfahren zur herstellung von zeolith x-molekularsiebkoerpern
EP1333919B1 (de) Verwendung aktivierter schichtsilikate zur mykotoxinadsorption
EP2527296B1 (de) Bindemittelfreies zeolithisches Granulat mit Faujasitstruktur und Verfahren zur Herstellung eines derartigen bindemittelfreien zeolithischen Granulats nebst Verwendung
DE2622536B2 (de) Verfahren zur selektiven Adsorption von Stickstoffoxiden aus einem Gasstrom
DE68912556T2 (de) Zeolit-granulate mit zeolit-bindemittel.
DE3219475A1 (de) Agglomerierter gegenstand aus modifiziertem zeolith
EP0072396B1 (de) Zeolithgranulat, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung
EP0124736B1 (de) Silikatgebundene Zeolithgranulate, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung
DD154009A1 (de) Verfahren zur herstellung hochabriebfester,staubfreier zeolthischer granulate
DE1567543A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Zeolithkoerpern
DE1176105B (de) Verfahren zum Herstellen mit einem Bindemittel abgebundener Molekularsiebformkoerper
DE2002626A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Zeolithen mit Faujasit-Struktur
DE3617840C2 (de) Hydrothermal beständiger 3 Å-Zeolith A und dessen Verwendung
DE1567557B2 (de) Verfahren zur Herstellung von gekörntem Zeolith A
DE3640856A1 (de) Zeolithische granulate mit hoher zyklischer alterungsbestaendigkeit
DE2500264A1 (de) Katalysator fuer die oxidation von schwefeldioxid
DE2716933C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Nickelträgerkatalysators und seine Verwendung
DE2117479A1 (en) Molecular sieve adsorbent with alumina sol binder

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee