DD206534A5 - Verfahren zur herstellung eines festen geformten gegenstandes - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines festen geformten gegenstandes

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Abstract

FESTE GEFORMTE GEGENSTAENDE, INDBESONDERE PHARMAZEUTISCHE DOSIERUNGSFORMEN, WERDEN DURCH EINFRIEREN EINER ZUSAMMENSETZUNG, DIE EINE VORBESTIMMTE MENGE EINER CHEMIKALIE (Z. B. ARZNEIMITTEL) UND EINE LOESUNG EINES TRAEGERMATERIALS ENTHAELT, IN EINER FORM UND ANSCHLIESSENDEM SUBLIMIEREN VON LOESUNGSMITTEL AUS DER GEFRORENEN ZUSAMMENSETZUNG ERHALTEN. DIE SEITENWAND ODER DIE SEITENWAENDE DER FORM BILDEN EINEN WINKEL VON MINDESTENS 5 GRAD AN DER OBERFLAECHE DER ZUSAMMENSETZUNG MIT DER VERTIKALEN. DIES ERMOEGLICHT DIE HERSTELLUNG GEFORMETER GEGENSTAENDE MIT KONSTANTER DICKE BEI MINIMALEN SUBLIMATIONSZEITEN.

Description

«4 J
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von festen geformten Gegenständen, insbesondere von pharmazeutischen Applikationsformen. Diese Gegenstände dienen als Träger für eine vorbestimmte Mengeneinheit einer Chemikalie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Nach einem bekannten Verfahren werden Gegenstände, die als Träger für Chemikalien dienen, durch ein Verfahren hergestellt, welches die Sublimation eines Lösungsmittels aus einer Zusammensetzung im festen Zustand einschließt. Die bekannten geformten Gegenstände besitzen eine minimale Dicke im Mittelteil und eine maximale Dicke an ihren Kanten. Diese unterschiedlichen Stärken sind bei der Handhabung und zur Erzielung einer minimalen Trockenzeit nachteilig.
Ziel der Erfindung
Es war daher das Ziel und die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von festen geformten Gegenständen, insbesondere pharmazeutischen Applikationsformen, zu schaffen, welche die genannten Nachteile überwinden und ein Material einheitlicher Stärke zur Verfügung stellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Gegenstandes, der eine vorbestimmte Mengeneinheit einer Chemikalie trägt.
Es ist bekannt, geformte Gegenstände, die Chemikalien tragen, durch .
ein Verfahren herzustellen, welches die Sublimation eines Lösungsmittels aus einer Zusammensetzung im festen Zustand, welche die Chemikalie und eine Lösung eines Trägermaterials in einem Lösungsmittel enthält, einschließt. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise in der französischen Patentveröffentlichung Nr. 7729663 (Veröffentlichung 2366835) und in der GB-PS 1 548 022 beschrieben. Das Verfahren umfaßt allgemein das Einfrieren der Zusammensetzung in einer Form und nachfolgendes Gefriertrocknen der gefrorenen Zusammensetzung. Die Form kann beispielsweise eine Vertiefung in einer Metallplatte sein, vorzugsweise handelt es sich jedoch um eine Vertiefung in einem Bogen von Folienmaterial. Das Folienmaterial enthält vorzugsweise mehr als eine Vertiefung. Das Folienmaterial kann demjenigen Material ähnlich sein, welches bei den herkömmlichen blasenartigen Verpackungen für orale Kontrazeptiv-Tabletten und ähnliche Arzneimittel-Arten verwendet werden. Beispielsweise kann das Folienmaterial aus einem thermoplastischen Material hergestellt sein, wobei die Vertiefungen durch Thermoformen gebildet werden. Das bevorzugte Folienmaterial ist eine Polyvinylchlorid-Folie. Laminate, wie Polyvinylchlorid/Polyvinylidinchlorid, Polyvinylchlorid/Polytetrafluorethylen oder Polyvinylchlorid/Polyvinylidenchlorid/Polyethylen können ebenfalls verwendet werden.
Untersuchungen des Verfahrens nach den vorstehend erwähnten Beschreibungen zeigten, daß einer der geschwindigkeitsbestimmenden Schritte bei der Herstellung des geformten Gegenstandes, insbesondere in einem handelsmäßigen Maßstab, die für die Sublimation des Lösungsmittels in der Gefriertrocknungs-Anlage benötigte Zeit ist. Es wurde gefunden, daß die Trockenzeit wesentlich verringert werden kann, wenn die Tiefe der Zusammensetzung in der Form (vor dem Einfrieren) auf einem Minimum gehalten wird. Allgemein neigen die Trocknungszeiten dazu, dem Quadrat der Dicke proportional zu sein. Es wurde gefunden, daß bei einer mittleren Tiefe der Zusam-
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mensetzung in der Form von etwa 4,0 mm oder weniger (vorzugsweise etwa 3,5 mm oder weniger) annehmbare Trocknungszeiten erzielt werden können. Wenn jedoch die geformten Gegenstände dieser mittleren Dicke in herkömmlichen Formen mit im wesentlichen vertikalen Seitenwänden hergestellt wurden, ergab sich eine beträchtliche Variation der Dicke in jeder Probe, sofern die Formen nicht vollständig gefüllt waren. Die geformten Gegenstände hatten im allgemeinen eine minimale Dicke in der Nähe ihres Zentrums und eine maximale Dicke in der Nähe ihrer Kanten. Diese Änderung wurde offensichtlich durch den Meniskus-Effekt der Zusammensetzung an den Seitenwänden der Form hervorgerufen. Die Variation in der Stärke wies Nachteile auf, wie beispielsweise bei der Handhabung des geformten Gegenstandes und bei der Erzielung übereinstimmender und minimaler Trockenzeiten bei ihrer Herstellung. Es ist eine Aufgabe der Erfindung, diese Nachteile zu überwinden.
Dementsprechend schafft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Gegenstandes, der eine vorbestimmte Mengeneinheit einer Chemikalie trägt, wobei im Verfahren einer Form eine Zusammensetzung zugesetzt wird, welche die vorbestimmte Menge der Chemikalie und eine Lösung eines gegenüber der Chemikalie inerten Trägermaterials in einem Lösungsmittel enthält, wobei die Seitenwand oder die Seitenwände der Form von der Basis nach außen wegstreben und mit der Vertikalen einen Winkel von mindestens 5° an der Oberfläche der Zusammensetzung bilden, und die durchschnittliche Tiefe der Zusammensetzung in der Form etwa 4,0 mm oder weniger beträgt, die Zusammensetzung in der Form eingefroren wird und sodann Lösungsmittel aus der gefrorenen Zusammensetzung heraus sublimiert wird und ein Netzwerk aus Trägermaterial, welches die Chemikalie trägt, erhalten wird.
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Vorzugsweise fallen die Seitenwand oder die Seitenwände nach außen von einer im wesentlichen flachen Basis ab und bilden einen konstanten Winkel mit der Vertikalen, wobei der Winkel mindestens 5° beträgt. Jedoch müssen die Seitenwände nicht einen konstanten Winkel bilden, sofern der Winkel mindestens 5° an der Oberfläche der Zusammensetzung beträgt. Beispielsweisefkann der Winkel unterhalb der Oberfläche geringer sein, als derjenige an der Oberfläche. Zusätzlich oder alternativ dazu kann der Winkel oberhalb der Oberfläche größer sein, als der Winkel an der Oberfläche.
Die Form ist vorzugsweise eine Vertiefung in einem Bogen aus Folienmaterial, wie vorstehend beschrieben wurde. Die Chemikalie kann eine beliebige Chemikalie sein (einschließlich beispielsweise landwirtschaftliche oder Gartenbau-Chemikalien oder chemische Reagentien), die in vorbestimmten Mengeneinheiten verabfolgt, dispensiert oder gebraucht werden sollen. Vorzugsweise handelt es sich bei der Chemikalie um eine pharmazeutische Substanz und der feste geformte Gegenstand, der die vorbestimmte Mengeneinheit der pharmazeutischen Substanz trägt, ist eine pharmazeutische Dosierungsform, insbesondere eine pharmazeutische Dosierungsform, die für die orale Verabfolgung geeignet ist. Durch Auswahl eines Trägermaterials, welches wasserlöslich oder in Wasser dispergierbar ist, ist die Herstellung geformter Gegenstände möglich, einschließlich pharmazeutischer Dosierungsformen, die rasch durch Wasser zersetzt werden.können. Die Zersetzung verläuft beispielsweise innerhalb von 10 Sekunden (oder vorzugsweise innerhalb von 5 Sekunden), wenn der Test beispielsweise nach dem Testverfahren, welches in den zuvor erwähnten Beschreibungen dargelegt ist, erfolgt. Beispiele für geeignete Trägermaterialien sind in den zuvor erwähnten Beschreibungen angegeben. Beispielsweise kann der Träger aus Polypeptiden gebildet sein, wie aus Gelatine, insbesondere aus Gelatine, die teilweise hydrolysiert ist, z.B. durch Er-
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hitzen in Wasser. Beispielsweise kann die Gelatine teilweise hydrolysiert werden, indem eine Lösung der Gelatine in Wasser, beispielsweise in einem Autoklaven bei etwa 12O0C für bis zu 2 Stunden, z.B. von etwa 5 Minuten bis etwa 1 Stunde, vorzugsweise von etwa 30 Minuten bis etwa 1 Stunde, erhitzt wird. Die hydrolysierte Gelatine wird vorzugsweise in Konzentrationen von etwa 1 bis 6 % Gewicht/Volumen, insbesondere etwa 2 bis 4 %, z.B. etwa 3 %, eingesetzt. Andere Trägermaterialien können anstelle von partiell hydrolysierter Gelatine verwendet werden, so beispielsweise Polysaccharide, wie hydrolysiertes Dextran, Dextrin und Alginate (z.B. Natriumalginat) oder Gemische der zuvor erwähnten Träger untereinander oder mit anderen Trägermaterialien, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidin oder Gummi arabicum (acacia).
Neben der Chemikalie und dem Trägermaterial kann die Zusammensetzung andere zusätzliche Bestandteile enthalten. Beispielsweise kann die Zusammensetzung bei der Herstellung pharmazeutischer Dosierungsformen pharmazeutisch verträgliche Zusatzstoffe umfassen, wie beispielsweise farbgebende Mittel, Geschmacksstoffe, Konservierungsmittel und ähnliche Mittel. Zusätzlich kann die Zusammensetzung Zusatzstoffe enthalten, welche die Herstellung von geformten Gegenständen unterstützen. Beispielsweise kann die Zusammensetzung ein oberflächenaktives Mittel, z.B. Tween 80 (Polyoxyethylen (20) sorbitanmonooleat) umfassen, um das Dispergieren der Chemikalie zu unterstützen. Die Zusammensetzung kann auch Zusatzstoffe, wie beispielsweise Füllstoffe (z.b. Manitol, Sorbitol) umfassen, welche die physikalischen Eigenschaften des geformten Gegenstandes verbessern.
Das Lösungsmittel für die Zusammensetzung ist vorzugsweise Wasser, kann jedoch ein Verschnittmittel (Co-Solvent), wie einen Alkohol, enthalten, wenn gewünscht wird, die Löslichkeit der Chemikalie zu verbessern.
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Die Zusatzstoffe für die Zusammensetzung können in die Form einzeln oder in einem Gemisch eingefüllt werden, vorzugsweise als ein Gemisch, welches die gesamte Zusammensetzung enthält.
Das Volumen der Zusammensetzung in der Form beträgt vorzugsweise etwa 3 ml oder weniger (z.B. etwa 0,25 bis 1 ml), insbesondere wenn der geformte Gegenstand eine pharmazeutische Dosierungsform für die orale Verabfolgung ist. Die Tiefe der Zusammensetzung in der Form, die Querschnittsfläche der Form und der Winkel der Seitenwand oder der Seitenwände beeinflußen alle das Volumen der Zusammensetzung. Die Form kann beispielsweise von regelmäßiger Gestalt sein, wie ein Kreis oder ein Polygon (z.B. ein Rechteck, insbesondere ein Quadrat) im horizontalen Querschnitt, wobei der Bereich des Abschnittes an der Basis der Form geringer ist als der Bereich, der näher zum offenen oberen Ende liegt, in Bezug auf die. abfallenden Seiten. Vorzugsweise ist die Form im Querschnitt rund und der geformte Gegenstand gleicht einer flachen Scheibe mit abfallenden Seitenwänden.
Um die Trockenzeiten in dem Gefriertrockner auf einem Minimum zu halten, ist es bevorzugt, dass die Tiefe der Zusammensetzung in der Form weniger als 3,5 mm beträgt, beispielsweise 1,5 bis 2,5 mm (höchst bevorzugt 2 mm). Wenn die Tiefe weniger als etwa 1,5 mm beträgt, so tendieren die geformten Gegenstände zu Schwierigkeiten in der Handhabung.
Die Erfindung stellt ferner einen geformten Gegenstand, der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde, zur Verfügung. Die Erfindung schafft insbesondere einen festen geformten Gegenstand, der hergestellt wurde durch Einfrieren einer Zusammensetzung, die eine vorbestimmte Menge einer Chemikalie und eine Lösung eines gegenüber der Chemi-
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kalie inerten Trägermaterials in einem Lösungsmittel enthält, und Sublimieren von Lösungsmittel aus der gefrorenen Zusammensetzung und Gewinnung eines Netzwerkes aus Trägermaterial, welches die Chemikalie trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der geformte Gegenstand eine durchschnittliche Dicke von etwa 4,0 mm oder weniger aufweist und eine Seitenwand oder Seitenwände besitzt, die von einer Bodenfläche nach außen auseinanderlaufen, wobei die Seitenwände einen Winkel von mindestens 5° an der oberen Fläche bilden.
Um den Einfluß des Winkels der Seitenwand oder der Seitenwände auf die Variationen in der Dicke des geformten Gegenstandes zu untersuchen, wurde eine Anzahl von Blasen schalen aus 200 μ starkem UPVC thermogeformt, welche Vertiefungen darin mit unterschiedlichen Profilen aufwiesen. Die Vertiefungen waren in ihrem Querschnitt kreisförmig und die Profile waren im allgemeinen von umgekehrter Kegelstumpf-Gestalt mit Seitenwänden, welche verschiedene Winkel mit der Vertikalen aufwiesen. Die Abmessungen der verschiedenen Profile zusammen mit denjenigen einer herkömmlich gebildeten Blasenpackung mit flacher Basis (Kontrolle) sind nachfolgend angegeben:
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TABELLE
Durchmesser Tiefe der Oberer Fassungs- Winkel der
Profil am Boden Vertiefung Durchmesser vermögen Seitenwand
(mm) (mm) (mm) (ml) zur Vertikalen
1 12,0 3 13,0 0,36 9,5°
2 11,5 3 13,0 0,35 14,0°
3 11,0 3 13,0 0,34 18,5°
4 10,0 3,5 14,6 0,41 33,0°
5 9,0 3,5 14,8 0,39 39,5°
6 14,2 3,5 15,0 0,59 6,5"
Kontrol 14,5 6,0 15,0 1,0
le
Es wurde eine wäßrige Zusammensetzung mit den folgenden Bestandteilen hergestellt:
3 %-ige hydrolysierte Gelatine 3 %-iger Mannitol B.P.
(Die 3 %-ige hydrolysierte Gelatine wurde durch Suspendieren von 30 g pulverisierter Gelatine in 800 ml Wasser, Behandlung im Autoklaven bei 1210C für eine Zeit von 60 Minuten und Einstellung des Endvolumens auf 1 Liter, hergestellt)
Verschiedene Mengen der Zusammensetzung wurden mit und ohne Zusatz eines oberflächenaktiven Mittels (1 % Tween 80) in die Vertiefungen (d.h. Formen) nach Tabelle I eingegeben. Die Zusammensetzungen wurden dann eingefroren und das Lösungsmittel in einem Gefriertrockner sublimiert, wodurch feste geformte Gegenstände erhalten wurden, deren Proben in Tests nach dem Verfahren in den zuvor erwähnten Beschreibun-
gen in Wasser rasch aufgelöst wurden. Die Abmessungen der geformten Gegenstände wurden unter Verwendung eines Mikrometer-Systems ermittelt und die Variation in der Dicke der einzelnen Proben wurde berechnet. Die Variation der mittleren Maximaldicke für die verschiedenen Proben ist in der nachfolgenden Tabelle II angegeben und in Figur 1 der angefügten Zeichnungen graphisch dargestellt.
TABELLE II
Durchschnittliche
Profil Winkel der Seiten- Änderung der Maxi
wand zur Vertikalen maldicke (nun)
1 9,5° 0,8
2 14,0° 0,57
3 18,5° 0,4
4 33,0° 0,48
5 39,5° 0,42
6 6,5° 1,07 Kontrolle 2° 1,88
Die Ergebnisse zeigen, daß eine beachtliche Variation in der Stärke der Proben bestand, wenn die Seitenwände der Vertiefung sich der Vertikalen näherten, so wie es beispielsweise in der Kontrolle der Fall ist« Die maximale Dicke bestand an der Kante und die minimale Dicke lag iitn Zentrum dieser Proben, wobei diese Variation offensichtlich auf den Meniskus-Effekt zurückzuführen war, obwohl sie nicht wesentlich durch die Gegenwart eines oberflächenaktiven Mittels beeinflußt wurde. Die Gegenstände, die in Vertiefungen hergestellt wurden, in denen die Seitenwände mit der Vertikalen Winkel
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von deutlich mehr als 5° einnahmen, zeigten viel flachere obere Flächen. In vielen dieser letzteren Fälle war die geringe Variation in der Stärke, die auftrat, das Ergebnis einer erhöhten Dicke im Zentrum (ein "Blip"), welche offensichtlich während des Einfriervorganges erzeugt worden war. Die Variationen in der Stärke, die auf den Meniskus-Effekt zurückzuführen sind, können dadurch vermieden werden, daß die Vertiefungen gänzlich bis zu ihren oberen Flächen gefüllt werden. Bei Verwendung derartiger voller Vertiefungen können weitere Schwierigkeiten entstehen, die darin beruhen, daß ein Verschütten während des Füllvorgangs auftreten kann oder wenn die Formen nachfolgend gehandhabt werden, während die Inhalte noch flüssig sind. Zusätzlich können weitere Schwierigkeiten auftreten, wenn eine Deckschicht über den gefriergetrockneten Gegenständen in den Formen angeordnet ist.,Die Gegenstände können an der Deckschicht festkleben, wenn ihre oberen Flächen im wesentlichen mit den oberen Flächen der Formen auf einer Ebene liegen.
Erfindungsgemäß wird eine Form verwendet, in welcher die Seitenwand oder die Seitenwände mit der Vertikalen einen Winkel von mindestens 5° einnehmen. Der Winkel mit der Vertikalen kann beispielsweise von 5° bis etwa 40° betragen und der Vorteil einer minimalen Variation der Dicke wird beibehalten, Besonders bevorzugte Winkel für diesen Vorteil sind, wie in den zuvor geschilderten Profilen gezeigt wurde, im Bereich von etwa 9° bis 40°. Wenn die Seitenwände jedoch einen zu großen Winkel mit der Vertikalen bilden, so verschwenden die Formen unnötigerweise Raum in dem Gefriertrockner und die hergestellten Produkte weisen scharfe Kanten auf, welche ihre Handhabung erschweren. Dementsprechend ist es bevorzugt, daß der mit der Vertikalen ausgebildete Winkel innerhalb des Bereiches von 9° bis 20° liegt, beispielsweise
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10° bis 15°. Ein besonders bevorzugter Winkel liegt bei etwa 12°.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung:
Beispiel 1
Pharmazeutische Dosierungsformen, die 15 mg Oxazepam enthalten
Formulierung:
Oxazepam 15 mg
Tween 80 BPC 0,25 mg
Mannitol BP 15 mg
3 %-ige hydrolysierte
Gelatine auf 0,5 ml
Die 3 %-ige hydrolysierte Gelatine wird durch Suspendieren von 30 g pulverisierter Gelatine in 800 ml kaltem destillierten Wasser in einem 1 Liter fassenden Kolben und Behandlung im Autoklaven bei 1210C für eine Zeit von 60 Minuten hergestellt. Nach dem Abkühlen wird das Endvolumen auf 1 Liter eingeregelt.
Oxazepam (30 g) wird in 3 %-iger hydrolysierter Gelatine-Lösung, die aufgelöstes Mannitol (30 g) und Tween 80 (0,5 g) enthält, unter ^Minuten langem Einsatz einer Ultraschall-Vorrichtung suspendiert und die Suspension wird mit 3 %-iger Gelatine-Lösung auf 1 Liter aufgefüllt. 0,5 ml umfassende Portionen der Suspension werden unter Verwendung einer automatischen Füllmaschine in Taschen in Polyvinylchlorid-Blasenböden hinein dosiert. Jede der Taschen in dem Blasenboden besitzt die Gestalt eines umgekehrten Kegelstumpfes von 3,5 mm Tiefe, einem Bodendurchmesser von 14,5 mm und
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einem oberen Durchmesser von 16 mm (d.h. die Seitenwände bilden mit der Vertikalen einen Winkel von etwa 12°). Die Inhalte der Taschen werden sodann eingefroren, indem die Formen durch einen Gefriertunnel, in den flüssiger Stickstoff eingespeist wird, hindurchgeführt werden.
Die HLasenböden, welche die gefrorenen Zusammensetzungen enthalten, werden sodann in einen Gefriertrockner überführt. Der Druck wird auf 0,5 mm Hg eingestellt. Die Temperatur der Regale in dem Gefriertrockner wird für 1 Stunde auf 600C einreguliert und sodann auf 400C herabgesetzt. Nach 2 Stunden werden die Böden aus dem Gefriertrockner herausgenommen. Eine abziehbare Aluminiumfolie wird sodann an die Blasenverpackung um die Vertiefungen herum, welche die pharmazeutischen Dosierungsformen enthalten, geschmolzen. Die pharmazeutischen Dosierungsformen sind von im wesentlichen einheitlicher Dicke und zersetzen sich rasch, beispielsweise in 2 Sekunden oder weniger, wenn sie oral eingenommen werden.
Beispiele 2 bis 11 :
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wird zur Herstellung pharmazeutischer Dosierungsformen, welche die folgenden aktiven Bestandteile enthalten, durchgeführt:
Beispiel
2 Oxazepam 30 mg und 50 mg
3 Lorazepam 1, 2, 2,5 und 4 mg
4 Temazepam 10 und 20 mg
5 Lormetazepam 1 mg
6 Frusemid 40 mg
7 Bendrofluazid 5 mg
8 Cyclopenthiazid 0,5 mg
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Beispiel
9 Isosobid-dinitrat 2,5, 5 und 10 mg
10 Indomethacin 25 und 50 mg
11 Prochlorperazinmaleat 50 mg
Beispiel 12
Formulierung: Indolessigsäure 1 mg
Mannitol BP 15 mg
3 %-ige hydrolysierte
Gelatine auf " 0,5 ml
Das Vorgehen gemäß Beispiel 1 wird durchgeführt, wobei 2 g Indolessigsäure für 30 g Oxazepam substituiert werden und Tween 80 fortgelassen wird. Jedes der erhaltenen gefriergetrockneten Produkte kann 1 Liter Wasser zugesetzt werden, wodurch eine Zusammensetzung erhalten wird, die als Pflanzenwachstums-Förderungsmittel geeignet ist.
Beispiel 13
Das Verfahren nach Beispiel 12 wird wiederholt, wobei die Indolessigsäure durch Indolbuttersäure ersetzt wird. Jedes der gefriergetrockneten Produkte, welches 1 mg Indolbuttersäure enthält, kann 1 Liter Wasser zugesetzt werden, wodurch eine Zusammensetzung erhalten wird, welche als ein Wurzelwachstums-Fördermittel für Pflanzenabschnitte geeignet ist.
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Claims (10)

  1. - 2A537Ü 3
    ERFINDUNGSANSPRUCH
    1. Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Gegenstandes, der eine vorbestimmte Mengeneinheit einer Chemikalie trägt, dadurch gekennzeichnet , daß einer Form eine Zusammensetzung zugesetzt wird, welche die vorbestimmte Menge der Chemikalie und eine Lösung eines gegenüber der Chemikalie inerten Trägermaterials in einem Lösungsmittel enthält, wobei die Seitenwand oder die Seitenwände der Form von der Basis nach außen wegstreben und mit der Vertikalen einen Winkel von mindestens 5° an der Oberfläche der Zusammensetzung bilden, und die durchschnittliche Tiefe der Zusammensetzung in der Form etwa 4,0 mm oder weniger beträgt, die Zusammensetzung in der Form eingefroren wird und sodann Lösungsmittel aus der gefrorenen Zusammensetzung heraus sublimiert wird und ein Netzwerk aus Trägermaterial, welches die Chemikalie trägt, erhalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1 , dadurch gekennzeichnet , daß das Volumen der Zusammensetzung in der Form etwa 3 ml oder weniger beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Volumen der Zusammensetzung in der Form etwa 0,25 bis 1 ml beträgt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Tiefe der Zusammensetzung in der Form weniger als 3,5 mm beträgt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Tiefe der Zusammensetzung in der Form 1,5 bis 2,5 mm beträgt.
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  6. 6. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel mit der Vertikalen von 9° bis 20° beträgt.
  7. 7. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel mit der Vertikalen von 10° bis 15° beträgt.
  8. 8. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Form eine Vertiefung in einem Bogen aus Folienmaterial ist.
  9. 9. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial hydrolysierte Gelatine ist.
  10. 10. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Chemikalie eine pharmazeutische Substanz ist und der feste geformte Gegenstand eine pharmazeutische Dosierungsform ist.
    Hierzu Ί Seite Zeichnung

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