DD226910A1 - Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle - Google Patents

Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle Download PDF

Info

Publication number
DD226910A1
DD226910A1 DD26628184A DD26628184A DD226910A1 DD 226910 A1 DD226910 A1 DD 226910A1 DD 26628184 A DD26628184 A DD 26628184A DD 26628184 A DD26628184 A DD 26628184A DD 226910 A1 DD226910 A1 DD 226910A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
low
current flow
cathodic
anodic
current
Prior art date
Application number
DD26628184A
Other languages
English (en)
Inventor
Bodo Wehnert
Volker Berthold
Klaus Oertel
Anett Issleib
Original Assignee
Energiewerke Nord Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Energiewerke Nord Gmbh filed Critical Energiewerke Nord Gmbh
Priority to DD26628184A priority Critical patent/DD226910A1/de
Publication of DD226910A1 publication Critical patent/DD226910A1/de

Links

Landscapes

  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrolytischen Beizen von niedrig- und unlegierten Staehlen mit alternierender Umpolung zum Zwecke der Reinigung von oxidschichtbehafteten Bauteilen industrieller Wasserkreislaeufe. Insbesondere ist sie zur Dekontamination von Anlagenteilen in Kernkraftwerken geeignet. Ziel und Aufgabe sind, ein Verfahren zum elektrolytischen Beizen zu entwickeln, das mit niedrigen Chemikalienkonzentrationen und Stromdichten eine Reinigung von oxidbehafteten niedrig- und unlegierten Staehlen im alternierenden Stromfluss bei Raumtemperatur ermoeglicht. Dieses wird dadurch geloest, dass als Elektrolyt organische Saeuren oder Kombinationen von organischen Saeuren in verduennter waessriger Loesung verwendet werden, wobei das Verhaeltnis von kathodischer zu anodischer Polungsdauer des zu behandelnden Werkstuecks 1 bis 2 und die Frequenz des Polwechsels 0,01 bis 0,3 Hz betraegt. Desweiteren ist die Stromdichte beim kathodischen Stromfluss gleich der Stromdichte beim anodischen Stromfluss und betraegt zwischen 5 und 50 mA/cm2.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zum elektrolytischen Beizen niedrig- und unlegierter Stähle
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrolytischen Beizen von niedrig- und unlegierten Stählen mit alternierender Umpolung zum Zwecke der Reinigung von oxidschichtbehafteten Bauteilen industrieller Wasserkreisläufe, Insbesondere ist sie zur Dekontamination von Anlagenteilen in Kernkraftwerken geeignet·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren zum elektrooptischen Beizen von Werkstoffen mit einer alternierenden Umpolung der Stromrichtung bekannt· Diese Verfahren sind mit den Nachteilen behaftet, daß sie. durch eine hohe Elektrolytkonzentration und/oder hohe Stromdichten und/oder eine erhöhte Prozeßdauer charakterisiert sind· So wird in der AT-PS 252 685 ein Verfahren beschrieben, das durch den Einsatz von 100 g/l natriumsulfat bei Stromdichten von 100 bis 200 mA/cm und bei Temperaturen von 50 bis 100° G in der ersten Behandlungsphase sowie die Verwendung von 100 g/l Schwefelsäure bei Stromdichten von 100 bis 1000 mA/cm bei Raumtemperatur in der zweiten Behandlungsphase gekennzeichnet ist.
Desweiteren ist in der DE-OS 2046781 ein alkalisches Bad zum elektrolytischen Entrosten und Entzundern von eisenhaltigen Werkstücken beschrieben. Diese Lösung hat den Nachteil, daß hohe Ghemikalienkonzentrationen, von z. B, 150 g/l Hatriumhydroxid mit 30 g/l ITatriumgluconat und 0,2 g/l Schwefel, benötigt werden.
Die zur Durchführung der bekannten Verfahren zu realisierenden Parameter schränken die Anwendung ökonomisch ein bzw. machen deren Anwendung unmöglich, wenn z. B. zur Behandlung von nichtdemontierbaren Großbauteilen diese Parameter technisch nicht verwirklicht werden können und/ oder das Risiko der Schädigung von angrenzenden Bauteilen besteht.
Ziel der Erfindung.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zu entwickeln, das mit niedrigen Chemikalienkonzentrationen und Stromdichten eine Reinigung von oxidschichtbehafteten niedrig- und unlegierten Stählen im alternierenden Stromfluß bei Raumtemperatur ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum elektrolytischen Reinigen von oxidschichtbehafteten Bauteilen industrieller Wasserkreisläufe, insbesondere zur Dekontamination von Anlagenteilen in Kernkraftwerken zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Elektrolyt organische Säuren oder Kombinationen von organischen Säuren in verdünnter wässriger Lösung verwendet werden. Dabei beträgt das Verhältnis von kathodischer zu anodischer Polungsdauer des zu behandelnden Werkstücks 1 bis und die Frequenz des Polwechsels 0,01 bis 0,3 Hz. Die Stromdichte beim kathodischen Stromfluß ist gleich der Stromdichte beim anodischen Stromfluß und liegt im Bereich zwischen 5 und
50 mA/cm . Weiterhin ist das Verfahren dadurch charakterisiert, daß Werkstoffkombinationen von niedrig- sowie unlegierten Stählen einerseits und austenitischen Stählen andererseits gleichzeitig gebeizt werden können. Durch die mehrfach wiederholten Wechsel der Stromrichtung wird ein günstiges Oxidations-/Reduktionsverhältnis bei niedrigen Stromdichten und Raumtemperatur unter geringer korrosiver Belastung des Grundwerkstoffes erreicht und somit eine schnelle Oxidschichtentfernung von niedrig- und unlegierten Stahlflächen ermöglicht.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand dreier Beispiele näher erläutert werden.
Als Versuchsmaterialien wurden Stahlproben verwendet. Die Beschichtung mit Magnetit erfolgte im Hochtemperaturwasser (240 - 270° G) eines Autoklaven. Die im Ausführungsbeispiel 3 benutzten Proben waren 5000 h im Primärkühlmittel eines W/ER bei 240 G exponiert und kontaminiert.
In allen drei Beispielen wurden die Stahlproben nach der bei Raumtemperatur erfolgten elektrolytischen Behandlung mit Wasser abgespült und getrocknet.
Beispiel 1: Stahlproben mit 0,15 % G
- Elektrolyt: 3 g/l Maleinsäureanhydrid +
5 g/l Ameisensäure
- Parameter: 20 mA/cm ; 10 Minuten
Verhältnis kathodischer zu
anodischer Polung
1 : 1 (15 sec/15 see)
- Ergebnis; Oxidschicht entfernt (3 /um);
Probe metallisch blank
Beispiel 2: Stahlproben mit 0,15 % C; 2,5 % Cr; 0,7 % Mo; 0,3 % V
- Elektrolyt: 25 g/1 Essigsäure
- Parameter: 15 mA/cm ; 10 Minuten;
Verhältnis kathodischer zu anodischer Polung 2 : 1 (30 sec/15 see)
- Ergebnis: Oxidschicht entfernt (2 /um);
Probe metallisch blank
Beispiel 3: Stahlproben mit 0,15 % C; 2,5 % Or; 0,7 % Mo; 0,3 % Y (radioaktiv kontaminiert)
- Elektrolyt: 5 g/l Maleinsäureanhydrid. +
10 g/l Essigsäure
- Parameter: 25 mA/cm · 10 Minuten;
Verhältnis kathodischer zu anodischer Polung 1:1 (10 sec/10 see)
- Ergebnis: Oxidschicht entfernt (3 /um);
Probe metallisch blank; Dekontaminationsfaktor W =

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zum elektrolytischen Beizen von niedrig- und unlegierten Stahlen mit alternierender Umpolung der Stromrichtung, gekennzeichnet dadurch, daß als Elektrolyt organische Säuren oder Kombinationen von organischen Säuren in verdünnter wässriger Lösung verwendet werden, wobei das Verhältnis von kathodischer zu anodischer Polungsdauer des zu behandelnden Werkstücks 1 bis 2 und die Frequenz des Polwechsels 0,01 bis 0,3 Hz beträgt sowie die Stromdichte beim kathodischen Stromfluß gleich derjenigen beim anodischen Stromfluß ist und zwischen 5 und 50 mA/cm gehalten wird.
DD26628184A 1984-08-15 1984-08-15 Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle DD226910A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26628184A DD226910A1 (de) 1984-08-15 1984-08-15 Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26628184A DD226910A1 (de) 1984-08-15 1984-08-15 Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD226910A1 true DD226910A1 (de) 1985-09-04

Family

ID=5559640

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD26628184A DD226910A1 (de) 1984-08-15 1984-08-15 Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD226910A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2613351C3 (de) Verfahren zur chemischen Dekontamination von metallischen Bauteilen von Kernreaktoranlagen
DE2555809A1 (de) Loesung zum reinigen von oberflaechen aus kupfer und seinen legierungen
DE60102387T2 (de) Methode zum kontinuierlichen elektrolytischen beizen von metallen mittels wechselstrom gespeisten zellen
CH673545A5 (de)
EP2352860B1 (de) Verfahren zur oberflächenbehandlung von nichtrostendem stahl
DE3706711A1 (de) Verfahren zum reinigen von oberflaechen eines aluminiumgegenstandes
DE4237021C1 (de) Mittel zum Beizen der Oberfläche von Chromnickelstählen und Chromstählen sowie Verwendung des Mittels
DE2206180A1 (de) Permanganathaltiges Endspulmittel fur Metallüberzüge
DE2710459C2 (de) Verfahren zum elektrolytischen Entzundern eines metallischen Körpers und seine Anwendung auf legierten Stahl
DE2923068A1 (de) Verfahren zur metalloberflaechenbehandlung
DD226910A1 (de) Verfahren zum elektrolytischen beizen niedrig- und hochlegierter staehle
AT391486B (de) Verfahren zum elektrolytischen beizen von edelstahlband
DE3222532C2 (de)
DE19624436A1 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von aus Edelstahl bestehendem Behandlungsgut
DE1496906B2 (de) Waessriges bad zum elektrolytischen entzundern von eisen und stahl
DE102005037563B3 (de) Elektropolierverfahren
EP0814180A1 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von aus Edelstahl bestehendem Behandlungsgut
EP1100982B1 (de) Beizmittel für edelstähle
AT240674B (de) Verfahren zum elektrolytischen Beizen von niedriglegierten und Kohlenstoffstählen
DE3906791A1 (de) Verfahren zur aufbereitung von metallhaltigen, salpetersauren, flusssaeure enthaltenden abfallbeizen
JPS60234998A (ja) 金属材表面の除染清浄化方法
DE3801018A1 (de) Verfahren zum entfernen von zunder und oxyden von metallen, metallegierungen, insbesondere legierten staehlen, hochlegierten staehlen und kohlestaehlen mittels eines eisen(iii)-ionen enthaltenden beizbades
DE10156624A1 (de) Verfahren und Beizlösung zum Abreinigen von Belägen eines Stahl-Werkstückes
DE1621611A1 (de) Verfahren und Loesung zum Beizen von Kupferlegierungen
DE1269443B (de) Verfahren zum elektrolytischen Entfetten, Dekapieren und gegebenenfalls Polieren von Metallen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee