DE10002284A1 - Entkopplungselement für die Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Entkopplungselement für die Abgasanlage eines KraftfahrzeugsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Entkopplungselement (1), welches zur schwingungstechnischen Entkopplung zwischen dem Motor und der Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges angebracht wird. Im Leitrohr (3), das die Innenwand des Entkopplungselementes bildet, ist ein Katalysatorkörper (2) angeordnet. Dieser dient insbesondere als Vorkatalysator zur Überbrückung der Anspringzeit des im Abgasweg nachgeordnet angebrachten Hauptkatalysators.
Description
Die Erfindung betrifft ein Entkopplungselement zur Herstellung einer flexiblen
Verbindung zwischen dem Motor und der Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges.
Ein Entkopplungselement der eingangs genannten Art ist zum Beispiel aus der
DE 196 42 010 A1 bekannt. Bei derartigen Entkopplungselementen handelt es sich um
verhältnismäßig kurze Kupplungsstücke mit einem Durchlass für Abgase, welche auf
einer Seite des Durchlasses mit dem Motor beziehungsweise dem Abgaskrümmer eines
Kraftfahrzeuges und auf der anderen Seite des Durchlasses mit der Abgasanlage
verbunden werden. Der Zweck derartiger Elemente besteht darin, die Abgasanlage mit
dem Motor federnd, gelenkig und gedämpft zu verbinden und beide Elemente somit
schwingungstechnisch so weit wie möglich zu entkoppeln. Entkopplungselemente
bestehen daher in der Regel aus zwei Rohrstücken, von den eines mit dem Motor und
das andere mit der Abgasanlage zu verbinden ist und welche untereinander durch
verschiedene Zwischenelemente wie Dämpfungseinlagen, Schraubenfedern und/oder
einen Metallbalg flexibel und dämpfend verbunden sind.
Weiterhin ist es bekannt, zur Minderung der Schadstoffe im Abgas von Kraftfahrzeugen
einen Katalysator in den Abgasweg einzusetzen, welcher eine katalytische Umwandlung
der Schadstoffe bewirkt. Insbesondere können durch einen Katalysator NOx-
Verbindungen zu Stickstoff reduziert, CO zu CO2 oxidiert und HC-Verbindungen zu CO2
und H2O oxidiert werden (sogenannter Dreiwege-Katalysator). Derartige Katalysatoren
arbeiten dabei nur in einem Temperaturbereich von ca. 400°C bis 800°C, wobei sie ihre
optimale Wirkungsweise in einem noch engeren Temperaturfenster erreichen.
Beim Anlassen eines Fahrzeuges dauert es daher eine gewisse Zeit, bis der Katalysator
seine Arbeitstemperatur angenommen hat und er "anspringt", d. h. seine Funktion der
Schadstoffminderung wahrnimmt. Während dieser Zeit werden die Schadstoffe
unvermindert emittiert. Um diesen Nachteil möglichst klein zu halten wird unter anderem
versucht, den Katalysator nahe am Motor anzubringen, damit er möglichst schnell seine
Betriebstemperatur annehmen kann. Dieser motornahen Anbringung sind jedoch
aufgrund der konstruktiven Gegebenheiten Grenzen gesetzt, so dass ein gewisses
Zeitlimit für die Startphase nicht unterschritten werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein einfaches und kostengünstiges Mittel
zur Verfügung zu stellen, mit welchem die Startphase (Anspringzeit) für die Wirkung des
Katalysators eines Kraftfahrzeuges verkürzt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Entkopplungselement nach Anspruch 1 gelöst.
Das Entkopplungselement von der eingangs genannten Art dient dabei zum einen der
Herstellung einer flexiblen Verbindung zwischen dem Motor des Kraftfahrzeuges und der
Abgasanlage. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass es einen Katalysatorkörper enthält.
Das erfindungsgemäße Entkopplungselement kann somit zusätzlich eine Funktion bei
der katalytischen Schadstoffminderung im Abgas des Kraftfahrzeuges übernehmen. Da
Entkopplungselemente im allgemeinen unmittelbar am Motor angebracht werden,
befindet sich auch der darin enthaltene Katalysator in größtmöglicher Nähe zum Motor,
so dass er innerhalb kürzester Zeit seine Betriebstemperatur annehmen kann. Die
Startphase für das Funktionieren des Katalysators wird dadurch auf eine Minimum
verkürzt. Gleichzeitig ist von Vorteil, dass dieser Katalysator ohne zusätzlichen Aufwand
zusammen mit dem ohnehin anzubringenden Entkopplungselement eingesetzt wird.
Gegenüber dem üblichen Einbau von (Vor-) Katalysatoren durch Schweißen entfallen
somit zusätzliche Arbeitsschritte sowie insbesondere auch die Herstellung von zwei
Schweißnähten, welche tendenziell Schwachstellen der Abgasanlage darstellen.
Weiterhin ist von Vorteil, dass der im Entkopplungselement untergebrachte Katalysator
keinen zusätzlichen Platzbedarf im Weg der Abgasanlage benötigt. Er eignet sich daher
hervorragend für die Nachrüstung in existierenden Fahrzeugtypen. Darüber hinaus wirkt
das im Entkopplungselement dargestellte Luftpolster als zusätzliche Isolierung des
Katalysatorkörpers, wodurch die Anspringzeit ("light-off"-Temperatur) zusätzlich
verringert wird.
Der Katalysatorkörper im Entkopplungselement kann nach Anspruch 2 insbesondere als
Vorkatalysator dimensioniert sein. Das bedeutet, dass ein weiterer Katalysator als
Hauptkatalysator im Abgasweg stromabwärts angeordnet ist, welcher im normalen
Betrieb den wesentlichen Anteil der Schadstoffminderung übernimmt. Der Vorkatalysator
im Entkopplungselement wird dagegen nur in der Startphase des Motors benötigt, wenn
der Hauptkatalysator noch auf geringer Temperatur ist und somit seine Konvertierung
noch nicht angesprungen ist. Durch die Begrenzung der Funktion auf die eines
Vorkatalysators kann der Katalysatorkörper auch entsprechend kleiner ausgebildet
werden, so dass er sich ohne Probleme in einem verhältnismäßig kleinen Entkopplungs
element unterbringen lässt. Ein derartiger Vorkatalysator kann insbesondere bei
existierenden Fahrzeugtypen eingebaut werden, da er keinen zusätzlichen Platz in der
Abgasanlage benötigt.
Der Katalysatorkörper kann nach Anspruch 3 einen Metallträger oder einen
Keramikträger (Monolith) aufweisen. Derartige Träger sind dann in bekannter Weise mit
den katalytisch aktiven Teilchen (Platin, Rhodium, Palladium oder Iridium etc.)
beschichtet.
Das Entkopplungselement enthält ferner gemäß Anspruch 4 vorzugsweise ein Leitrohr,
in welchem der Katalysatorkörper angeordnet ist und welches zumindest einen
Teilabschnitt der Innenwand des Entkopplungselementes bildet. Wie eingangs erläutert
wurde, bestehen Entkopplungselemente in der Regel aus zwei konzentrisch
angeordneten Rohren unterschiedlichen Durchmessers, welche untereinander durch
geeignete Mittel flexibel verbunden sind. Das innen gelegene Rohr mit dem kleineren
Durchmesser bildet dabei das Leitrohr, welches sich für die Anordnung des
Katalysatorkörpers besonders eignet.
Das genannte Leitrohr kann dabei gemäß Anspruch 5 vorzugsweise von einem
Metallbalg umgeben sein, welcher in radialer und vor allem axialer Richtung für eine
flexible Verbindung der beiden Anschlussenden des Entkopplungselementes sorgt.
Im folgenden wird die Erfindung mit Hilfe der Figuren beispielhaft erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Entkopplungselement in der Frontansicht;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Entkopplungselement nach Fig. 1 entlang der
Linie II-II.
Bei dem Entkopplungselement 1 handelt es sich um ein verhältnismäßig kurzes
Kupplungsstück, welches auf der einen Seite zum Beispiel über einen Flansch (nicht
dargestellt) mit dem Motorgehäuse beziehungsweise dem Abgaskrümmer des Motors
verbunden werden kann und welches auf der gegenüberliegenden Seite mit der
Abgasanlage (nicht dargestellt) verbunden wird. Die beiden Rohrstutzen, welche die
Verbindung zum Motor beziehungsweise zur Abgasanlage herstellen, sind bei dem
Entkopplungselement separate Teile, welche schwingungstechnisch entkoppelt sind.
Der am Motor anzubringende Rohrstutzen ist dabei im wesentlichen zylindrisch und geht
im Innenbereich des Entkopplungselementes in ein Leitrohr 3 mit etwas geringerem
Durchmesser über. Um das Leitrohr 3 herum ist ein Metallbalg 6 angeordnet, welcher
am anderen Ende des Entkopplungselementes 1 in den Rohrstutzen 8 übergeht, der die
Verbindung zur Abgasanlage herstellt. Zwischen Leitrohr 3 und Metallbalg 6 ist ein
Luftpolster 9 als zusätzliche Isolierung des Katalysatorkörpers ausgebildet. Weiterhin ist
das Entkopplungselement von einem Gehäuse 4 eingekapselt, welches eine umlaufende
Mehrdrahtfeder 7 aufweist. Das Gehäuse 4 enthält ferner auf der Innenwand eine
Dämpfungseinlage 5, auf der der Metallbalg 6 anliegt. Ein Entkopplungselement der bis
hierhin beschriebenen Bauweise dient dazu, den Motor schwingungstechnisch von der
Abgasanlage zu entkoppeln, so dass sich Vibrationen und Erschütterungen nicht von
einem System auf das andere übertragen. Ein typisches Entkopplungselement dieser
Art ist zum Beispiel das Produkt Burex 7 der Firma Burgmann, Wolfrathshausen.
Erfindungsgemäß wird das Entkopplungselement 1 in seiner Funktionalität dadurch
erweitert, dass im Leitrohr 3 ein zylindrischer Katalysatorkörper 2 angeordnet wird.
Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Metallwickelkatalysator (zum Beispiel
Typ Emitec; VW-Wickelkat Typ Mini oder Midikat) oder aber um einen Katalysator auf
der Basis eines Keramik-Monolithen handeln, wobei bei letzterem zusätzlich eine
Blähmatte vorzusehen ist. Der Katalysatorkörper 2 lässt sich somit auf einfache Weise
in ein herkömmliches Entkopplungselement integrieren. Im Betrieb des Fahrzeuges
nimmt er eine Funktion als Vorkatalysator wahr, das heißt, er dient der Überbrückung
der Zeit bis zum Anspringen der Konvertierung durch den Hauptkatalysator. Dabei
kommt ihm zugute, dass er sich in unmittelbarer Nähe zum Motor befindet und daher
innerhalb kürzester Zeit seine Betriebstemperatur annimmt. Durch die Integration in
einem ohnehin vorhandenen Entkopplungselement kann ein solcher Vorkatalysator auch
bei Fahrzeugen nachgerüstet werden, bei denen ansonsten kein Platz für die
Unterbringung eines Vorkatalysators vorhanden wäre. Dabei ist der Einbau zusätzlich
noch äußerst einfach und erfordert keinerlei Schweißarbeiten an der Abgasanlage.
1
Entkopplungselement
2
Katalysatorkörper
3
Leitrohr
4
Gehäuse
5
Dämpfungseinlage
6
Metallbalg
7
Mehrdrahtfeder
8
Rohrstutzen
9
Luftpolster
Claims (5)
1. Entkopplungselement zur Herstellung einer flexiblen Verbindung zwischen dem
Motor und der Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet,
dass es einen Katalysatorkörper (2) enthält.
2. Entkopplungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Katalysatorkörper (2) als Vorkatalysator dimensioniert ist.
3. Entkopplungselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Katalysatorkörper (2) einen Metallträger oder einen
Keramikträger aufweist.
4. Entkopplungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Katalysatorkörper (2) in einem Leitrohr (3) angeordnet
ist, welches zumindest einen Teilabschnitt der Innenwand des Entkopplungs
elementes (1) bildet.
5. Entkopplungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das
Leitrohr (3) zumindest teilweise von einem Metallbalg (6) umgeben ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10002284A DE10002284A1 (de) | 2000-01-20 | 2000-01-20 | Entkopplungselement für die Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10002284A DE10002284A1 (de) | 2000-01-20 | 2000-01-20 | Entkopplungselement für die Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10002284A1 true DE10002284A1 (de) | 2001-07-26 |
Family
ID=7628125
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10002284A Withdrawn DE10002284A1 (de) | 2000-01-20 | 2000-01-20 | Entkopplungselement für die Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10002284A1 (de) |
Cited By (2)
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2000
- 2000-01-20 DE DE10002284A patent/DE10002284A1/de not_active Withdrawn
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