DE10005555A1 - Mikromechanisches Bauelement und entsprechendes Herstellungsverfahren - Google Patents
Mikromechanisches Bauelement und entsprechendes HerstellungsverfahrenInfo
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Abstract
Die Erfindung schafft ein mikromechanisches Bauelement mit einem Substrat (1); einem auf dem Substrat (1) vorgesehenen Funktionsbereich (5); und einer kappenförmigen Abdeckung (10, 14, 18; 10', 14', 20, 25; 10'', 14'', 30) zum Abdecken des Funktionsbereichs (5). Die kappenförmige Abdeckung (10, 14, 18; 10', 14', 20, 25; 10'', 14'', 30) weist mindestens eine obere und eine untere Deckschicht (10, 14; 10', 14'; 10'', 14'') auf. Die Deckschichten (10, 14; 10', 14'; 10'', 14'') weisen eine jeweilige zueinander versetzte Lochanordnung (11, 15) auf, von denen mindestens eine durch mindestens eine Verschlußschicht (17; 20, 25; 14'', 30) verschlossen ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein mikromechanisches
Bauelement mit einem Substrat, einem auf dem Substrat vor
gesehenen Funktionsbereich und einer kappenförmigen Abde
ckung zum Abdecken des Funktionsbereichs sowie ein entspre
chendes Herstellungsverfahren, wie aus der DE 195 37 814 A1
bekannt.
Obwohl auf beliebige mikromechanische Bauelemente und
Strukturen, insbesondere Sensoren und Aktuatoren, anwend
bar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrun
deliegende Problematik in bezug auf ein in der Technologie
der Silizium-Oberflächenmikromechanik herstellbares mikro
mechanisches Bauelement, z. B. einen Beschleunigungssensor,
erläutert.
In der DE 195 37 814 A1 werden der Aufbau eines funktiona
len Schichtsystems und ein Verfahren zur hermetischen Ver
kappung von Sensoren in Oberflächenmikromechanik beschrie
ben. Hierbei wird die Herstellung der Sensorstruktur mit
bekannten technologischen Verfahren erläutert. Die besagte
hermetische Verkappung erfolgt mit einem separaten Kappen-
Wafer aus Silizium, der mit aufwendigen Strukturierungspro
zessen, wie beispielsweise KHO-Ätzen, strukturiert wird.
Der Kappen-Wafer wird mit einem Glas-Lot (Seal-Glas) auf
dem Substrat mit dem Sensor (Sensor-Wafer) aufgebracht.
Hierfür ist um jeden Sensorchip ein breiter Bond-Rahmen
notwendig, um eine ausreichende Haftung und Dichtheit der
Kappe zu gewährleisten. Dies begrenzt die Anzahl der Sen
sor-Chips pro Sensor-Wafer erheblich. Auf Grund des großen
Platzbedarfs und der aufwendigen Herstellung des Kappen-
Wafers entfallen erhebliche Kosten auf die Sensor-
Verkappung.
Das erfindungsgemäße mikromechanische Bauelement mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. das Herstellungsverfahren
nach Anspurch 8 sieht einen mindestens zweischichtigen
Schichtaufbau vor, mit dem mikromechanische Sensoren bzw.
Funktionsstrukturen hermetisch verkappt werden können. Da
bei lässt sich ein definierter Gas- und/oder Druckein
schluss gewährleisten.
Kern der Erfindung ist also eine Mehrschichtstruktur, die
über mikromechanischen Sensoren bzw. Funktionsstrukturen
abgeschieden wird und diese vor Umgebungseinflüssen
schützt. Dabei wird die Sensorkappe nicht wie üblich sepa
rat durch Ätz-Prozesse strukturiert und mit einem Seal-
Glas-Lötverfahren mit dem Sensor-Wafer bzw. Funktions-Wafer
verbunden, sondern die Verkappung wird direkt auf dem Sensor-Wafer
derart erzeugt, dass ein Mehrschichtgerüst über
den beispielsweise beweglichen Funktionsstrukturen aufge
baut wird, wobei das Mehrschichtgerüst nach einem Opfer
schicht-Ätzen durch mindestens eine Verschlussschicht her
metisch verschlossen wird.
Hierdurch ist eine wesentlich kleinere kappenförmige Abde
ckung als beim Stand der Technik möglich. Das Mehrschicht-
Kappen-Gerüst lässt sich mit einfachen Halbleiterprozessen
erzeugen. Es kann auf PbO-haltiges Seal-Glas verzichtet
werden, welches unter Feuchtigkeitseinfluss eine massive
Korrosion auf Al-Bond-Pads verursacht.
In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbil
dungen und Verbesserungen des in Anspruch 1 angegebenen
mikromechanischen Bauelements.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist eine erste
Verschlußschicht über der oberen Deckschicht angeordnet,
und die Lochanordnung der oberen Deckschicht ist durch die
erste Verschlußschicht verpfropft.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist eine
zweite Verschlußschicht zwischen der oberen und der unteren
Deckschicht angeordnet, und die Lochanordnung der oberen
Deckschicht ist durch Schmelzperlen der zweiten Verschluß
schicht verschlossen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung fungiert die
obere Deckschicht als Verschlußschicht für die Lochanord
nung der unteren Deckschicht. Dies läßt sich dadurch reali
sieren, daß das Material der oberen Deckschicht derart ge
wählt wird, daß es einen niedrigeren Schmelzpunkt als das
Material der unterer Deckschicht aufweist und die obere
Deckschicht aufgeschmolzen wird, so daß sie die Lochanord
nung der unteren Deckschicht verschließt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die
obere Deckschicht Verbindungsstege zur Verbindung mit der
unteren Deckschicht auf.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die
untere Deckschicht und/oder die obere Deckschicht Polysili
zium oder Aluminium auf.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die
Verschlußschicht Aluminium, Silizium, Siliziumnitrid, Sili
ziumdioxid, ein Glas oder einen Lack auf.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1a-g eine schematische Querschnittsansicht der
Herstellungschritte eines mikromechanischen Bau
elements gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 1h eine Draufsicht auf das mikromechanischen Bauele
ments gemäß der ersten Ausführungsform zur Il
lustration der verschiedenen Lochanordnungen;
Fig. 2a-e eine schematische Querschnittsansicht der
Herstellungschritte eines mikromechanischen Bau
elements gemäß einer zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung; und
Fig. 3a-c eine schematische Querschnittsansicht der
Herstellungschritte eines mikromechanischen Bau
elements gemäß einer dritten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche
oder funktionsgleiche Komponenten.
Fig. 1a-g zeigen eine schematische Querschnittsansicht der
Herstellungschritte eines mikromechanischen Bauelements ge
mäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
und Fig. 1h eine entsprechende Draufsicht zur Illustration
der verschiedenen Lochanordnungen.
Gemäß Fig. 1a werden, wie im Stand der Technik beschrie
ben, auf einem Silizium-Substrat 1 eine Opferschicht 2 aus
SiO2, eine strukturierte Leiterbahnebene 3 und eine weitere
Opferschicht 4 aus SiO2 aufgebracht. Auf der Opferschicht 4
wird eine funktionale Schicht mit dem Funktionsbereich 5
aufgebracht, welche durch ebenfalls bekannte Verfahren für
das Ätzen von Gräben 6 strukturiert wird. Beispielsweise
kann dazu das in der DE 42 41 045 A1 beschriebene Verfahren
eingesetzt werden. Die funktionalen Strukturelemente 7,
welche hier beispielhaft als drei Elektrodenfinger darge
stellt sind, werden für das vorgeschlagene Bauelement ent
weder durch ein bekanntes Verfahren zum Opferschicht-Ätzen
frei beweglich gemacht (siehe z. B. die DE 43 17 274 A1),
oder sie bleiben nach dem Tiefen-Ätzen noch fest auf der
Opferschicht 4 angebunden, wie dies in Abb. 1a darge
stellt ist.
Wie in Fig. 1b dargestellt, wird auf den funktionalen
Strukturelementen 7 des mikromechanischen Bauelements in
einem nächsten Schritt eine dicke Opferschicht 8 derart ab
geschieden, dass die Strukturgräben 6 teilweise im oberen
Grabenbereich 9 mit dem Opfermaterial aufgefüllt sind. Die
Opferschicht 8 deckt den Teil der Struktur ab, welcher im
Endzustand verkappt sein soll. Die Opferschicht 8 hat vor
zugsweise eine Dicke von 1 µm bis 20 µm und kann beispiels
weise aus Siliziumdioxid, Bor-Phosphor-Silikat-Glas oder
amorphen Silizium bestehen. Es kann aber auch jedes andere
Material verwendet werden, das sich isotrop mit einer ausreichenden
Selektivität gegenüber den funktionalen Struk
turelementen 7 und den späteren Deckschichten ätzen lässt.
Als nächstes wird gemäß Fig. 1c auf die Opferschicht 8 die
untere Deckschicht 10 abgeschieden und mit einer Lochanord
nung mit kleinen Löchern 11 strukturiert. Die Löcher 11
können eckig oder rund sein. Der Durchmesser der Löcher 11
liegt vorzugsweise zwischen 0,5 µm und 20 µm. Die Lochung
wird so ausgelegt, dass sie gleichmäßig über der Fläche der
funktionalen Strukturelemente 7 liegt. Die untere Deck
schicht 10 ist vorzugsweise zwischen 0,5 µm und 10 µm dick
und aus Polysilizium oder Aluminium hergestellt. Sie kann
aber auch aus jedem anderen Material bestehen, das resis
tent gegen das Opferschicht-Ätzen der Opferschicht 8 und
weiterer Opferschichten ist. Die untere Deckschicht 10 wird
über den Rand der Opferschicht 8 hinausgezogen und an die
Schicht mit den funktionalen Strukturelementen 7 angebun
den. Die untere Deckschicht 10 steht idealerweise unter in
trinsischer Zugspannung, die durch geeignete Temperaturbe
handlung eingestellt werden kann.
Wie in Fig. 1d illustriert, wird auf der ersten Deck
schicht 10 eine zweite Opferschicht 12 aufgebracht. Diese
zweite Opferschicht 12 besteht idealerweise aus dem glei
chen Material wie die erste Opferschicht 8, also aus Sili
ziumdioxid, und ist ebenfalls selektiv gegenüber der unte
ren Deckschicht 10 ätzbar. Die Dicke der zweiten Opfer
schicht 12 beträgt vorzugsweise zwischen 0,3 µm und 5 µm. Die
zweite Opferschicht 12 wird danach derart strukturiert, daß
sie auf der Durchgangslochanordnung 11 der unteren Deck
schicht 10 liegt. Auch die zweite Opferschicht 12 weist ei
ne Lochanordnung mit Löchern 13 auf, welche gegenüber den
Löchern 11 der Lochanordnung der unteren Deckschicht 10
versetzt sind.
Gemäß Fig. 1e wird auf der zweiten Opferschicht 12 die o
bere Deckschicht 14 abgeschieden. Diese obere Deckschicht
14 ist lokal über die Löcher 13 der zweiten Opferschicht 12
an der unteren Deckschicht 10 angebunden. In der oberen
Deckschicht 14 wird eine Lochanordnung mit Löchern 15 aus
gebildet, wobei die Löcher 15 gegenüber den Löchern 11 der
unteren Deckschicht 10 versetzt sind, so dass die Löcher 11
alle samt von der oberen Deckschicht 14 überdeckt werden
und unter den Löchern 15 überall die untere Deckschicht 10
liegt. Die Lochung besitzt vorzugsweise einen Durchmesser
von 0,5 µm bis 20 µm. Die obere Deckschicht 14 wird über
den Rand der zweiten Opferschicht 12 hinaus gezogen und an
der unteren Deckschicht 10 und vorzugsweise auch an der Pe
ripherie des Funktionsbereiches 5 angebunden. Mit anderen
Worten überdeckt die obere Deckschicht 14 auch die untere
Deckschicht 10 vorzugsweise vollständig. Die obere Deck
schicht 14 ist zwischen 0,5 µm und 30 µm dick und kann wie
die untere Deckschicht 10 beispielsweise aus Silizium oder
Aluminium oder sonstigen Materialen mit den erforderlichen
Ätz-Eigenschaften bestehen.
Wie in Fig. 1f bildlich dargestellt, werden danach in ei
nem selektiven Ätzschritt die erste Opferschicht 8 und die
zweite Opferschicht 12 geätzt. Hierbei kann eine nass
chemisches Verfahren, wie z. B. BOE (BOE = buffered oxide
etch = gepufferte Oxidätzung) oder ein Trockenätzverfahren,
wie beispielsweise das aus der DE 43 17 274 A1 bekannte
Flusssäure-Dampf-Ätzverfahren verwendet werden. Die Opfer
schichten 2 und 4 unterhalb der funktionalen Strukturele
mente 7 können in diesem Schritt ebenfalls geätzt werden,
falls nicht schon vor Abscheidung der ersten Opferschicht 8
geschehen. Nach diesem selektiven Ätzschritt ist über den
funktionalen Strukturelementen (hier bewegliche Kondensa
torelektroden) eine Kappe bzw. Kuppel aufgespannt, welche
mit Löchern perforiert ist. Diese Kappe besteht aus den
miteinander verbundenen Deckschichten 10, 14, wobei es kei
nen geradlinigen Weg für Gase bzw. Atome oder Moleküle
durch die Kappe gibt, da die Lochanordnungen in den Deck
schichten 10, 14 gegeneinander versetzt angeordnet sind.
In einem weiteren Schritt wird gemäß Fig. 1g eine Ver
schlussschicht 17 auf der oberen Deckschicht 14 vorgesehen,
welche über Pfropfen 18 die Löcher 15 der oberen Deck
schicht 14 dicht verschließt. Die Verschlussschicht 17 ü
berdeckt vorzugsweise die obere Deckschicht 14 vollständig.
Der Verschließvorgang erfolgt unter definierten Gas- und
Druckverhältnissen. Die Verschlussschicht 17 kann aus Alu
minium, Silizium, Siliziumnitrid, Siliziumdioxid, einem
Glas, einem Lack oder einem sonstigen geeigneten Material
bestehen und wird vorzugsweise mittels eines CVD (Chemical
Vapour Deposition)-Verfahrens, Sputterverfahren, Aufdampfverfahrens,
Flashverdampfungsverfahren, Spin-On-Verfahrens
oder Sprühverfahrens aufgebracht.
Damit ist die gezeigte Sensorstruktur hermetisch verkappt,
und unter der Verkappung in dem Funktionsbereich 5 mit den
funktionalen Strukturelementen herrschen eine vorbestimmte
Atmosphäre und ein vorbestimmter Druck.
Fig. 1h illustriert die gegenseitige Orientierung der ver
schiedenen Lochungen. In der Draufsicht von Fig. 1h wird
der Versatz der Löcher 15 in der oberen Deckschicht 14 ge
genüber den Löchern 11 in der unteren Deckschicht 10 deut
lich. Die Verbindungsstellen 13 zwischen der unteren Deck
schicht 10 und der oberen Deckschicht 14 sind gegenüber den
beiden Lochanordnungen mit den Löchern 11 bzw. 15 versetzt,
so dass Gase (z. B. Reaktionsprodukte und -edukte beim Op
ferschichtätzen) durch beide Lochanordnungen ins Freie
strömen können.
Fig. 2a-e illustrieren eine schematische Querschnittsan
sicht der Herstellungschritte eines mikromechanischen Bau
elements gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung.
Bei der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen mik
romechanischen Bauelementes wird, wie in Fig. 2a illust
riert, auf die untere Deckschicht 10' eine Schicht 20 auf
gebracht und strukturiert, welche bevorzugt aus Aluminium
oder einem anderen schmelzbaren Material mit ausreichender
Oberflächenspannung und geeigneter Haftung bzw. Benetzung
auf dem Material der unteren Deckschicht 10' besteht. Die
Schichtdicke der zweiten Verschlussschicht 20 sollte klei
ner als die Dicke der zweiten Opferschicht 12' sein. Des
Weiteren ist die zweite Verschlussschicht 20 derart struk
turiert, das sie die Löcher 11 der unteren Deckschicht 10
frei lässt und unterhalb der Löcher 15 der oberen Deck
schicht 14' angeordnet ist.
Wie in Fig. 2b dargestellt, wird analog wie bei der ersten
Ausführungsform die obere Opferschicht 12' abgeschieden und
strukturiert. Allerdings enthält die zweite Opferschicht
12' bei dieser zweiten Ausführungsform nicht notwendiger
weise Löcher zur Anbindung der oberen Deckschicht 14' an
der unteren Deckschicht 10'.
Gemäß Fig. 2c erfolgt das Opferschicht-Ätzen zum Ätzen der
Schichten 2, 4, 8 und 12' im nächsten Prozessschritt. Nach
dem Opferschicht-Ätzen ist ein Temperaturschritt zur ther
mischen Reinigung der Sensoroberflächen zweckmäßig, der je
doch nicht über die Schmelztemperatur des Materials der
zweiten Verschlussschicht 20 reichen darf. Nach der Reini
gung wird die gesamte Struktur in eine Heizvorrichtung ein
gebracht, in der definierte Gas- und Druckverhältnisse ein
gestellt werden können. Hierbei kann beispielsweise ein Va
kuum erzeugt werden, oder ein Edelgas bzw. ein anderes Gas
zur Erhöhung der Dämpfung der Schwingungen der funktionalen
Strukturelemente 7 eingeschlossen werden.
Wie in Fig. 2d gezeigt, wird nach Einregelung der Gas- und
Druckverhältnisse die Temperatur in der Heizvorrichtung
über den Schmelzpunkt des Materials der zweiten Verschluss
schicht 20 erhöht, so dass sich das Material 20 auf Grund
der Oberflächenspannung zusammenzieht und Schmelzperlen
ausbildet. Die Lage dieser Schmelzperlen auf der unteren
Deckschicht 10 wird über die Strukturlage und Dicke der
zweiten Verschlussschicht 20 derart gesteuert, dass die
Schmelzperlen exakt unter den Löchern 15 der zweiten Deck
schicht 14' entstehen. Das Material der zweiten Verschluss
schicht 20 ist derart gewählt, das es eine ausreichende Be
netzung mit dem Material der unteren Deckschicht 10' und
der oberen Deckschicht 14' eingeht, und daher werden die
Öffnungen 15 der oberen Deckschicht 14' von unten dicht
verschlossen. Dadurch lässt sich eine vorbestimmte Atmo
sphäre und ein vorbestimmter Druck unter der Verkappung
einstellen. Beim Öffnen der Heizvorrichtung muss allerdings
abgewartet werden, bis die Temperatur unter die Schmelztem
peratur des Materials der zweiten Verschlussschicht 20 ge
sunken ist.
Zur dauerhaften hermetischen Verschließung kann optionel
lerweise eine weitere Verschlussschicht 25 über der resul
tierenden Struktur wie beider ersten Ausführungsform abge
schieden werden, wie in Fig. 2e gezeigt.
Fig. 3a-c sind eine schematische Querschnittsansicht der
Herstellungschritte eines mikromechanischen Bauelements gemäß
einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfin
dung.
Bei der dritten Ausführungsform wird das Material der obe
ren Deckschicht 14" derart gewählt, dass es einen niedri
geren Schmelzpunkt als das Material der unteren Deckschicht
10" aufweist. Beispielsweise kann das Material der oberen
Deckschicht 14" Aluminium sein, welches bei 660°C auf
schmilzt, während das Material der unteren Deckschicht 10"
ein hochschmelzendes Material, z. B. CVD-Silizium, ist.
Fig. 3a zeigt den Zustand nach dem Opferschicht-Ätzen ent
sprechend dem Zustand von Fig. 2c bzw. dem Zustand von
Fig. 1f.
Wie in Fig. 3b illustriert, wird nach dem Opferschicht-
Ätzen und einer eventuell durchgeführten thermischen Reini
gung der Oberflächen das Material der oberen Deckschicht
14" unter definierten Gas- und Druckbedingungen in einer
Heizvorrichtung aufgeschmolzen. Bei einer ausreichenden Be
netzung zwischen der unteren und oberen Deckschicht 10",
14" werden dann die Öffnungen 11 in der unteren Deck
schicht 10" durch die obere Deckschicht 14" hermetisch
dicht verschlossen.
Wie bei der zweiten Ausführungsform kann auch bei dieser
dritten Ausführungsform zur hermetischen Versiegelung eine
weitere Verschlussschicht 30 auf der oberen Deckschicht
14" aufgebracht werden, welche aus Siliziumdioxid, Aluminium,
Siliziumnitrid, Silizium oder einem anderen geeigne
tem Material besteht. Dies zeigt Fig. 3c.
Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben wurde, ist sie
darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise mo
difizierbar.
Es können insbesondere beliebige mikromechanische Grundma
terialien verwendet werden, und nicht nur das exemplarisch
angeführte Siliziumsubstrat.
Auch können die Lochanordnungen und die Anzahl und das De
sign der Deckschichten und Opferschichten beliebig gewählt
werden.
Weiterhin können die Strukturelemente der verschiedenen
Ausführungsformen miteinander kombiniert werden.
Claims (11)
1. Mikromechanisches Bauelement mit:
einem Substrat (1);
einem auf dem Substrat (1) vorgesehenen Funktionsbereich (5); und
einer kappenförmigen Abdeckung (10, 14, 18; 10', 14', 20, 25; 10", 14", 30) zum Abdecken des Funktionsbereichs (5);
dadurch gekennzeichnet, daß
die kappenförmige Abdeckung (10, 14, 18; 10', 14', 20, 25; 10", 14", 30) mindestens eine obere und eine untere Deck schicht (10, 14; 10', 14'; 10", 14") aufweist; und
die Deckschichten (10, 14; 10', 14'; 10", 14") eine je weilige zueinander versetzte Lochanordnung (11, 15) aufwei sen, von denen mindestens eine durch mindestens eine Verschlußschicht (17; 20, 25; 14", 30) verschlossen ist.
einem Substrat (1);
einem auf dem Substrat (1) vorgesehenen Funktionsbereich (5); und
einer kappenförmigen Abdeckung (10, 14, 18; 10', 14', 20, 25; 10", 14", 30) zum Abdecken des Funktionsbereichs (5);
dadurch gekennzeichnet, daß
die kappenförmige Abdeckung (10, 14, 18; 10', 14', 20, 25; 10", 14", 30) mindestens eine obere und eine untere Deck schicht (10, 14; 10', 14'; 10", 14") aufweist; und
die Deckschichten (10, 14; 10', 14'; 10", 14") eine je weilige zueinander versetzte Lochanordnung (11, 15) aufwei sen, von denen mindestens eine durch mindestens eine Verschlußschicht (17; 20, 25; 14", 30) verschlossen ist.
2. Mikromechanisches Bauelement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine erste Verschlußschicht (17; 25;
30) über der oberen Deckschicht (14; 14'; 14") angeordnet
ist und die Lochanordnung (15) der oberen Deckschicht (14;
14'; 14") durch die erste Verschlußschicht (17; 25; 30)
verpfropft ist.
3. Mikromechanisches Bauelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Verschlußschicht
(20) zwischen der oberen und der unteren Deckschicht (14',
10') angeordnet ist und die Lochanordnung (15) der oberen
Deckschicht (14') durch Schmelzperlen der zweiten
Verschlußschicht (20) verschlössen ist.
4. Mikromechanisches Bauelement nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die obere
Deckschicht (14") als Verschlußschicht für die Lochanord
nung (11) der unteren Deckschicht (10") fungiert.
5. Mikromechanisches Bauelement nach einem der vorherge
henden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
obere Deckschicht (14) Verbindungsstege zur Verbindung mit
der unteren Deckschicht (10) aufweist.
6. Mikromechanisches Bauelement nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die untere
Deckschicht (10) und/oder die obere Deckschicht (14) Poly
silizium oder Aluminium aufweist.
7. Mikromechanisches Bauelement nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschlußschicht (17) Aluminium, Silizium, Siliziumnitrid,
Siliziumdioxid, ein Glas oder einen Lack aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung eines mikromechanischen Bau
elementes nach Anspruch 1 mit den Schritten:
Vorsehen einer ersten Opferschicht (8) auf dem Funktionsbe reich (5);
Vorsehen der unteren Deckschicht (10; 10', 10") mit der Lochanordnung (11) auf der ersten Opferschicht (8) derart, daß sie über den Rand der ersten Opferschicht (8) hinausge zogen ist und an der Peripherie des Funktionsbereiches (5) angebunden ist;
Vorsehen einer zweiten Opferschicht (12; 12') auf der unte ren Deckschicht (10; 10', 10");
Vorsehen der oberen Deckschicht (14; 14', 14") mit der Lochanordnung (15) auf der zweiten Opferschicht (12; 12') derart, daß sie über den Rand der zweiten Opferschicht (12; 12') hinausgezogen ist und an der unteren Deckschicht (10; 10', 10") und optionellerweise an der Peripherie des Funk tionsbereiches (5) angebunden ist;
selektives Entfernen der ersten Opferschicht (8) und der zweiten Opferschicht (12; 12'); und
Verschließen mindestens einer der Lochanordnungen (11, 15) durch mindestens eine Verschlußschicht (17; 20, 25; 14", 30).
Vorsehen einer ersten Opferschicht (8) auf dem Funktionsbe reich (5);
Vorsehen der unteren Deckschicht (10; 10', 10") mit der Lochanordnung (11) auf der ersten Opferschicht (8) derart, daß sie über den Rand der ersten Opferschicht (8) hinausge zogen ist und an der Peripherie des Funktionsbereiches (5) angebunden ist;
Vorsehen einer zweiten Opferschicht (12; 12') auf der unte ren Deckschicht (10; 10', 10");
Vorsehen der oberen Deckschicht (14; 14', 14") mit der Lochanordnung (15) auf der zweiten Opferschicht (12; 12') derart, daß sie über den Rand der zweiten Opferschicht (12; 12') hinausgezogen ist und an der unteren Deckschicht (10; 10', 10") und optionellerweise an der Peripherie des Funk tionsbereiches (5) angebunden ist;
selektives Entfernen der ersten Opferschicht (8) und der zweiten Opferschicht (12; 12'); und
Verschließen mindestens einer der Lochanordnungen (11, 15) durch mindestens eine Verschlußschicht (17; 20, 25; 14", 30).
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
eine erste Verschlußschicht (17; 25; 30) über der oberen
Deckschicht (14; 14'; 14") vorgesehen wird und die Lochan
ordnung (15) der oberen Deckschicht (14; 14'; 14") durch
die erste Verschlußschicht (17; 25; 30) verpfropft wird,
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich
net, daß eine zweite Verschlußschicht (20) auf der unteren
Deckschicht (14', 10') vorgesehen wird und die Lochanord
nung (15) der oberen Deckschicht (14') durch Schmelzperlen
der zweiten Verschlußschicht (20) verschlossen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Material der obe
ren Deckschicht (14") derart gewählt wird, daß es einen
niedrigeren Schmelzpunkt als das Material der unterer Deck
schicht (10") aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die
obere Deckschicht (14") aufgeschmolzen wird, so daß sie
die Lochanordnung (11) der unteren Deckschicht (10") ver
schließt.
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