DE10006176A1 - Vorrichtung zum Befestigen von Ausgleichsgewichten zum Umwuchtausgleich - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen von Ausgleichsgewichten zum UmwuchtausgleichInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Befestigen von eine Klebeschicht (17) aufweisenden Ausgleichsgewichten (13) zum Unwuchtausgleich an einer Befestigungsfläche (18) eines Fahrzeugrades (19) weist eine Halteeinrichtung mit zwei Halteteilen zum Festhalten eines Ausgleichsgewichts und einem an eine Rückenfläche (16) des Ausgleichsgewichts (13) andrückbaren Andrückelement (4) und eine Führungseinrichtung auf, mit welcher die Halteeinrichtung an die Unwuchtausgleichsstelle der Befestigungsfläche (18) führbar und dort andrückbar ist. Das Andrückelement (4) hat eine in Abhängigkeit von der Andrückkraft verformbare Andrückfläche (8), an der das Ausgleichsgewicht (13) mit seiner Rückenfläche (16) anliegt. Die Andrückfläche (8) hat in der unbelasteten Grundstellung des Andrückelements (4) eine solche Form, daß die Andrückkraft im mittleren Bereich des Ausgleichsgewichts (13) übertragen wird. Mit wachsender Andrückkraft ist die Andrückfläche (8) derart verformbar, daß die Andrückkraft auch auf die Enden des Ausgleichsgewichts (13) übertragen wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen von
eine Klebeschicht aufweisenden Ausgleichsgewichten zum
Unwuchtausgleich an einer Befestigungsfläche eines drehba
ren Bauteils, insbesondere eines Fahrzeugrades, mit einer
Halteeinrichtung, die zwei Halteteile zum Festhalten eines
Ausgleichsgewichts und zwischen den Halteteilen ein an eine
der Klebeschicht entgegengesetzte Rückenfläche des Aus
gleichsgewichts andrückbares Andrückelement aufweist, und
mit einer Führungseinrichtung, mit welcher die Halteein
richtung an die Unwuchtausgleichsstelle der Befestigungs
fläche führbar und dort an das drehbare Bauteil andrückbar
ist.
Bei einer aus EP 0 681 169 B1 bekannten Vorrichtung der
angegebenen Art wird das Ausgleichsgewicht mit Hilfe der
Führungseinrichtung mit einer Kante, die an der Seite
liegt, an welcher sich die Klebeschicht befindet, an die
Befestigungsfläche angesetzt. Über ein als Bolzen ausgebil
detes Druckübertragungsmittel wird anschließend auf das
Ausgleichsgewicht ein gegen die Befestigungsfläche gerich
teter Druck ausgeübt, wodurch das Ausgleichsgewicht um die
Kante schwenkt und mit der Klebefläche an die Befestigungs
fläche angedrückt wird. Der Druck auf das Ausgleichsgewicht
kann durch eine automatische Betätigungseinrichtung, z. B.
einen Hubmagneten, hergestellt werden. Diese bekannte Ein
richtung eignet sich nur für Ausgleichsgewichte von relativ
kompakter Formgestalt, da der Anpreßdruck nur an einem
Punkt auf das Ausgleichsgewicht übertragen wird.
Aus DE 44 40 812 C2 ist eine Vorrichtung zum Ankleben von
Wuchtgewichten an Wellen bekannt, die aus einer Anpreßein
richtung besteht, die im wesentlichen einen Grundkörper
aufweist, der eine elastische, höhenverstellbare Aufnahme
für das Wuchtgewicht sowie darunter angeordnete, vom Wel
lenmittelpunkt zum Wellenumfang schwenkbar gelagerte Füh
rungsleisten und zwischen den Führungsleisten und unterhalb
der elastischen Aufnahme eine ebenfalls höhenverstellbar
gelagerte Formschale zum Anpressen der Wuchtgewichte trägt.
Diese Vorrichtung eignet sich nur für konvex gekrümmte
Befestigungsflächen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine automati
sche Befestigung selbstklebender Ausgleichsgewichte von
unterschiedlicher und auch größerer Länge insbesondere auch
an konkav gekrümmtem Befestigungsflächen ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Andrückelement eine in Abhängigkeit von der Andrückkraft
verformbare Andrückfläche hat, an der das Ausgleichsgewicht
mit seiner Rückenfläche anliegt, daß die Andrückfläche in
der unbelasteten Grundstellung des Andrückelements eine
solche Form hat, daß die Andrückkraft im mittleren Bereich
des Ausgleichsgewichts übertragen wird und daß mit wachsen
der Andrückkraft die Andrückfläche derart verformbar ist,
daß die Andrückkraft auch auf die Enden des Ausgleichsge
wichts übertragen wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht das Andrücken
eines selbstklebenden Ausgleichsgewichts an die Befestigungsfläche
eines auszuwuchtenden Bauteils in der Weise,
daß das Ausgleichsgewicht zunächst in der Mitte und von
dort in Umfangsrichtung des Bauteils fortschreitend bis zu
den beiden Enden hin angedrückt wird. Hierdurch wird der
Einschluß von Luftblasen zwischen der Klebeschicht und dem
Bauteil vermieden und eine sichere Haftung des Ausgleichs
gewichts gewährleistet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
hat weiterhin den Vorteil, daß sie sich innerhalb bestimm
ter Grenzen selbsttätig an unterschiedliche Krümmungsradien
von Befestigungsflächen für Ausgleichsgewichte anpassen
kann, da sich die Krümmung der Andrückfläche des Andrücke
lements mit wachsender Andrückkraft der Krümmung des an die
Befestigungsfläche angedrückten Ausgleichsgewichts anpaßt.
Die Andrückfläche kann in Längsrichtung der Halteteile eine
vergleichsweise große Länge haben, so daß auch Ausgleichs
gewichte größerer Länge auf ihrer gesamten Länge zuverläs
sig angedrückt werden können.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung kann das Andrückelement aus einer Blattfeder
bestehen, die an ihren beiden Enden gegensinnig umgebogene,
an einem Teil der Halteeinrichtung befestigte Abschnitte
aufweist und mit ihrem mittleren Bereich die Andrückfläche
bildet. Diese Ausgestaltung ist einfach und kostengünstig
herstellbar. Sie hat weiterhin den Vorteil, daß sich die
Andrückkraft mit ihrem Anstieg von der Mitte ausgehend über
die gesamte Länge des Ausgleichsgewichts verteilt und damit
auch bei größerer Länge eine gleichmäßige Andrückung des
Ausgleichsgewichts gewährleistet.
Nach einem anderen Vorschlag der Erfindung kann das
Andrückelement aus zwei voneinander getrennten Blattfeder
armen bestehen, die sich von einer Mittelebene der Vorrich
tung aus symmetrisch in entgegengesetzte Richtungen
erstrecken und mit ihren voneinander entfernten Enden an
einem Teil der Halteeinrichtung biegesteif befestigt sind.
Vorzugsweise ist hierbei ein Ende eines Blattfederarms mit
einer Zunge versehen, die in eine Ausnehmung im Ende des
anderen Blattfederarms eingreift. Hierdurch wird die Trenn
fuge zwischen den Blattfederarmen überbrückt. Die Blattfe
derarme haben im Vergleich zur einteiligen Blattfeder eine
geringere Federsteifigkeit, und ermöglichen dadurch schon
bei kleineren Kräften eine Verlagerung des Wirkungsorts der
Andrückkraft in den Bereich der Enden eines Ausgleichsge
wichts. Die freien, die Andrückfläche bildenden Endbereiche
der biegbaren Blattfederarme können erfindungsgemäß auch
verdickt ausgeführt sein. Hierdurch wird ihre Formsteifig
keit erhöht, so daß sie auch unter der Belastung durch die
Andrückkraft eine vorgegebene Krümmung beibehalten und
dementsprechend eine Art Abwälzbewegung auf der Rückenflä
che des Ausgleichsgewichts ausführen. Zur Begrenzung der
elastischen Verformbarkeit der Blattfeder und der Blattfe
derarme können an der Halteeinrichtung einstellbare
Anschläge angebracht sein.
Um die von der Führungseinrichtung ausgeübte Andrückkraft
zu begrenzen, kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfin
dung die Vorrichtung mit einem Meßaufnehmer versehen sein,
der die elastische Verformung des Andrückelements erfaßt.
Wird ein vorgegebener Sollwert erreicht, so kann die
Andrückbewegung der Führungseinrichtung beendet, und nach
Lösen der Halteteile die Vorrichtung in eine Ausgangslage
für die Befestigung eines neuen Ausgleichsgewichts zurück
gefahren werden. Als Meßaufnehmer kann beispielsweise an
einem Trägerteil der Halteeinrichtung ein Näherungsschalter
vorgesehen sein, der bei einer bestimmten Annäherung des
Andrückelements schaltet.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen,
daß die beiderseits des Andrückelements angeordneten Halte
teile zum Festhalten des Ausgleichsgewichts an dem verform
baren Teil des Andrückelements geführt sind, so daß sie der
Lageänderung des verformbaren Teils folgen. Die Halteteile
können daher bis zur Beendigung des Andrückvorgangs das
Ausgleichsgewicht festhalten, ohne dadurch die Verformung
des Andrückelements zu behindern. Vorzugsweise sind die
Halteteile in Linearführungen einer Klemmvorrichtung gela
gert, die an dem Andrückelement befestigt ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt
sind. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vor
richtung mit einem aus zwei voneinander getrenn
ten Blattfederarmen gebildeten Andrückelement,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht einer anderen Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei von
einander getrennten Blattfederarmen,
Fig. 4 eine Ansicht der Andrückfläche im Bereich der
Enden der Blattfederarme der Vorrichtung gemäß
Fig. 3 und
Fig. 5 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vor
richtung mit einem von einer einzigen Blattfeder
gebildeten Andrückelement.
In den Fig. 1 und 2 ist das abgewinkelte Ende 1 des Arms
einer Führungseinrichtung, beispielsweise eines Manipula
tors oder Roboters gezeigt, der das in seiner Größe von
einer Auswuchtmaschine ermittelte und dementsprechend abge
längte Auswuchtgewicht an die Auswuchtstelle, beispiels
weise eines Fahrzeugrads transportiert und dort mit einer
definierten Kraft andrückt. An dem Ende 1 ist eine Platte 2
angebracht, an deren Stirnseite mittels Schrauben 3 ein
Andrückelement 4 befestigt ist. Das Andrückelement 4 weist
einen mittigen Tragkörper 5 auf, an den auf entgegengesetz
ten Seiten U-förmig gebogene und symmetrisch zueinander
angeordnete Blattfederarme 6a, 6b angeformt sind. Die
freien Endbereiche 7a, 7b der Blattfederarme 6a, 6b haben
einen dickeren Querschnitt und bilden mit ihrer dem Trag
körper 5 abgekehrten Außenseite eine gleichmäßig konvex
gekrümmte Andrückfläche 6. Mit den einander zugekehrten
Stirnflächen können sich die Endbereiche 7a, 7b aneinander
abstützen, es kann aber auch ein kleiner Zwischenraum vor
gesehen sein. An dem Endbereich 7b des in Fig. 1 Blattfe
derarms 6b ist auf der dem Tragkörper 5 zugekehrten Seite
eine Stütze 9 durch eine Schraube befestigt, die eine pneu
matisch oder elektrisch betätigbare Klemmvorrichtung 10
trägt. Die Klemmvorrichtung 10 weist zwei in einer Gerad
führung gegensinnig hin und her bewegbare Klemmbacken 11
auf. Jeder Klemmbacken 11 trägt über zwei Verlängerungs
stangen ein plattenförmiges Halteteil 12, wobei eines auf
der einen Seite und das andere auf der anderen Seite des
Endbereichs 7b angeordnet und parallel zu diesem ausgerich
tet ist. Die Halteteile 12 ragen mit ihrem der Andrückflä
che 8 benachbarten Rand in konstanter Höhe über diese hin
aus und erstrecken sich in Längsrichtung über die volle
Länge des Endbereichs 7b. Wie die Zeichnung zeigt, kann
zwischen den überstehenden Rändern der Halteteile 12 ein
Ausgleichsgewicht 13 festgeklemmt werden, dessen Breite
größer ist als die Breite der Endbereiche 7a, 7b der Blatt
federarme 6a, 6b. Zur Begrenzung der Durchbiegung der
Blattfederarme 6a, 6b sind in den Tragkörper 5 zwei ein
stellbare Anschlagschrauben 14 eingeschraubt, an die sich
die Endbereiche 7a, 7b anlegen. Weiterhin ist an dem Trag
körper 5 ein Näherungsschalter 15 befestigt, der dem Endbe
reich 7a des Blattfederarms 6a gegenüberliegt und bei vor
gegebener Annäherung des Endbereichs 7a schaltet.
Zur positionsgenauen Befestigung wird das Ausgleichsgewicht
13 von den Halteteilen 12 so gegriffen, daß es genau mittig
auf der Andrückfläche 8 des Andrückelements 4 angeordnet
ist, also mit gleichlangen Abschnitten auf jedem Endbereich
7a, 7b aufliegt. Die Krümmung der Andrückfläche 8 ist so
gewählt, daß sie der vorgegebenen Krümmung der Rückenfläche
16 des Ausgleichsgewichts 13 entspricht. Das Ausgleichsge
wicht 13 liegt daher gleichmäßig mit seiner Rückenfläche 16
auf der Abstützfläche 8 auf. Die Krümmung des Ausgleichsge
wichts 13, welches zur Anbringung an einer konkaven Befe
stigungsfläche 18 eines Fahrzeugrads 19 bestimmt ist, ist
so vorgegeben, daß die mit einer Klebeschicht 17 versehene
Fläche des Ausgleichsgewichts 13 einen kleineren Krümmungs
radius hat, als die Befestigungsfläche des Fahrzeugrads.
Zum Anbringen des Ausgleichsgewichts 13 wird die beschrie
bene Vorrichtung so positioniert, daß das Ausgleichsgewicht
13 beim Andrücken an die Befestigungsfläche 18 zunächst nur
mit dem mittleren Bereich der Klebeschicht 17 angedrückt
wird. Mit zunehmender Andrückkraft werden dann die Endbe
reiche 7a, 7b der Blattfederarme 6a, 6b in Richtung auf den
Tragkörper 5 gebogen. Hierdurch verlagert sich die Kraft
einleitungsstelle von der Mitte des Ausgleichsgewichts 13
in Richtung auf seine Enden, wodurch das Ausgleichsgewicht
in voller Länge an die Befestigungsfläche angedrückt und
durch die Klebeschicht 17 an dieser befestigt wird. Hat die
elastische Verformung der Blattfederarme 6a, 6b das vorge
gebene Maß erreicht, so erzeugt der Näherungsschalter 15
ein Schaltsignal, durch welches der Andrückvorgang beendet
und die Klemmvorrichtung 10 zur Freigabe des Ausgleichsge
wichts 13 in Offenstellung gesteuert wird.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel hat das
Andrückelement 4 eine andere Formgestalt. Der an der Platte
2 angeschraubte Tragkörper 5 ist als biegesteifer Balken
ausgebildet und hat annähernd die gleiche Länge wie die von
den Blattfederarmen 6a, 6b gebildete Andrückfläche 8. Die
beiden Blattfederarme 6a, 6b sind mit engem Biegeradius an
die Enden des Tragkörpers 5 angeschlossen und derart zuein
ander gebogen, daß ihre freien Enden mit geringem Abstand
einander gegenüberliegen. Der Querschnitt der Blattfeder
arme 6a, 6b ist konstant. Lediglich die einander gegenüber
liegenden, freien Enden sind zur Bildung eines mit den
Anschlagschrauben 14 zusammenwirkenden Anschlags 20 ver
stärkt. Beide Blattfederarme 6a, 6b sind gekrümmt und so
zueinander angeordnet, daß die von ihnen gebildete Andrück
fläche 8 eine konstante konvexe Krümmung hat, wobei ihr
Krümmungsradius um etwas mehr als die radiale Dicke des
Ausgleichsgewichts 13 kleiner ist als der kleinste in Frage
kommende Krümmungsradius der Befestigungsfläche 18. Da bei
dieser Gestaltung sich die freien Enden der Blattfederarme
6a, 6b annähern, wenn diese unter der Wirkung der Andrück
kraft in Richtung des Tragkörpers 5 gebogen werden, ist
zwischen den freien Enden ein Zwischenraum 21 vorgesehen.
Wie aus Fig. 4 zu ersehen wird der Zwischenraum 21 von
einer Zunge 22 überbrückt, die an dem freien Ende des
Blattfederarms 6b angeordnet ist und in eine Aussparung 23
im freien Ende des Blattfederarms 6a eingreift. Hierdurch
finden auch Ausgleichsgewichte geringerer Länge eine
sichere Abstützung an beiden Blattfederarmen 6a, 6b. Die
Zunge 22 kann als separates Teil gefertigt und anschließend
an dem Blattfederarm 6a angebracht sein.
In Abweichung von den vorstehend beschriebenen Ausführungs
beispielen weist das Andrückelement 4 der in Fig. 5
gezeigten Vorrichtung eine einzige Blattfeder 24 auf. Die
Blattfeder 24 hat einen gebogenen Mittelabschnitt 25, der
die konvex gekrümmte Andrückfläche 8 bildet. Die beiden
Enden der Blattfeder 24 sind in entgegengesetzter Richtung
zueinander gebogen und mittels Schrauben 26 an dem Tragkör
per 5 des Andrückelements 4 befestigt. Das Federband, aus
dem die Blattfeder 24 besteht, ist von gleichbleibender
Breite und Dicke. Zur Begrenzung der Durchbiegung des Mittelabschnitts
25 ist wie bei den vorangegangenen Ausfüh
rungsbeispielen eine einstellbare Anschlagschraube 14 vor
gesehen und ein Näherungsschalter 15 sorgt auch hier für
eine Beendigung des Andrückvorgangs wenn der Mittelab
schnitt 25 eine vorgegebene Durchbiegung erreicht hat. Die
Klemmvorrichtung 10 mit den Halteteilen 12 entspricht der
in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführung und ist wie
diese über eine Stütze 9 mit dem Mittelabschnitt 25 verbun
den. Eine Durchbiegung des Mittelabschnitts 25 wird somit
auch auf die Klemmvorrichtung 10 und die Halteteile 12
übertragen, so daß diese der Bewegung des Mittelabschnitts
25 folgen und nicht an der Befestigungsfläche 18 anstoßen.
Wird mit der Vorrichtung gemäß Fig. 5 ein Ausgleichsge
wicht angedrückt, so verformt sich der Mittelabschnitt 25
der Blattfeder 24 in der Weise, daß sich seine Krümmung
verringert. Die anfänglich nur in der Mitte des Ausgleichs
gewichts wirksame Andrückkraft verteilt sich daher mit
zunehmender Durchbiegung des Mittelabschnitts 25 auf eine
immer größere Länge des Ausgleichsgewichts, bis das Aus
gleichsgewicht schließlich in voller Länge an die Befesti
gungsfläche angedrückt wird.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Befestigen von eine Klebeschicht auf
weisenden Ausgleichsgewichten zum Unwuchtausgleich an
einer Befestigungsfläche eines drehbaren Bauteils, ins
besondere eines Fahrzeugrades, mit einer Halteeinrich
tung, die zwei Halteteile zum Festhalten eines Aus
gleichsgewichts und zwischen den Halteteilen ein an
eine der Klebeschicht entgegengesetzte Rückenfläche des
Ausgleichsgewichts andrückbares Andrückelement auf
weist, und mit einer Führungseinrichtung, mit welcher
die Halteeinrichtung an die Unwuchtausgleichsstelle der
Befestigungsfläche führbar und dort an das drehbare
Bauteil andrückbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Andrückelement (4) eine in Abhängigkeit von der
Andrückkraft verformbare Andrückfläche (8) hat, an der
das Ausgleichsgewicht (13) mit seiner Rückenfläche (16)
anliegt, daß die Andrückfläche (8) in der unbelasteten
Grundstellung des Andrückelements (4) eine solche Form
hat, daß die Andrückkraft im mittleren Bereich des Aus
gleichsgewichts (13) übertragen wird und daß mit wach
sender Andrückkraft die Andrückfläche (8) derart ver
formbar ist, daß die Andrückkraft auch auf die Enden
des Ausgleichsgewichts (13) übertragen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Andrückelement (4) eine Blattfeder (24) auf
weist, die an ihren beiden Enden gegensinnig umgebo
gene, an einem Teil (5) der Halteeinrichtung befestigte
Abschnitte aufweist und mit ihrem mittleren Bereich
(25) die Andrückfläche (8) bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Andrückelement (4) zwei voneinander getrennte
Blattfederarme (6a, 6b) aufweist, die sich von einer
Mittelebene der Vorrichtung aus symmetrisch in entge
gengesetzte Richtungen erstrecken und mit ihren vonein
ander entfernten Enden an einem Teil (5) der Halteein
richtung biegesteif befestigt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die freien, die Andrückfläche (8) bildenden Endbe
reiche der biegbaren Blattfederarme (6a, 6b) biegesteif
ausgeführt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das freie Ende eines Blattfederarms
(6a) eine Aussparung (23) aufweist, in die eine das
freie Ende des anderen Blattfederarms (6b) verlängernde
Zunge (22) eingreift.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Halteeinrichtung
einstellbare Anschläge (14) angebracht sind, die die
Durchbiegung der Blattfeder (24) oder der Blattfeder
arme (6a, 6b) begrenzen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an einem Trägerteil (5) der
Halteeinrichtung ein Meßaufnehmer, beispielsweise ein
Näherungsschalter (15), vorgesehen ist, der die elasti
sche Verformung des Andrückelements erfaßt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiderseits des
Andrückelements (4) angeordneten Halteteile (12) zum
Festhalten des Ausgleichsgewichts (13) an dem verform
baren Teil des Andrückelements (4) geführt sind, so daß
sie der Lageänderung des verformbaren Teils folgen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile (12) in
Linearführungen einer Klemmvorrichtung (10) gelagert
sind, die an dem Andrückelement (4) befestigt ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius der
Andrückfläche (8) um ein die Dicke des Ausgleichsge
wichts (13) übersteigendes Maß kleiner ist, als der
kleinste Krümmungsradius der Befestigungsfläche (18),
für die die Vorrichtung bestimmt ist.
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