DE10008130A1 - Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verdichten eines Faserverbandes - Google Patents
Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verdichten eines FaserverbandesInfo
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Abstract
Dem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks einer Ringspinnmaschine folgt eine Verdichtungszone zum Verdichten eines verstreckten Faserverbandes. Die Verdichtungszone enthält eine stationäre Gleitfläche mit einem Saugschlitz, über welchen der Faserverband mittels eines luftdurchlässigen Transportbandes transportiert wird. Die Verdichtungszone ist auslaufseitig von einer am Transportband anliegenden Klemmwalze begrenzt. Die Klemmwalze treibt das Transportband an und ist ihrerseits von der Ausgangsdruckwalze des Streckwerks angetrieben. Hierfür ist die Ausgangsdruckwalze mit der Klemmwalze durch einen Antriebsriemen, vorzugsweise einen Zahnriemen, verbunden. Die Klemmwalze und die Ausgangsdruckwalze sind an auseinander preizbaren, den Antriebsriemen spannenden Haltearmen angeordnet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verstrecken und
anschließenden Verdichten eines Faserverbandes, mit einer einem Ausgangswalzenpaar eines
Streckwerks folgenden Verdichtungszone, mit einem den Faserverband durch die
Verdichtungszone transportierenden luftdurchlässigen Transportband, mit einem der
Verdichtungszone zugeordneten, das Transportband auf einer Gleitfläche führenden Saugkanal,
mit einem in der Gleitfläche angeordneten Saugschlitz, mit einer am Ende der Verdichtungszone
das Transportband antreibenden und den Faserverband und das Transportband an die
Gleitfläche andrückenden Klemmwalze, mit einem die Klemmwalze und eine
Ausgangsdruckwalze des Ausgangswalzenpaares tragenden Belastungsträger des Streckwerks
sowie mit einem die Ausgangsdruckwalze mit der Klemmwalze verbindenden Antriebsriemen.
Für das pneumatische Verdichten eines ein Streckwerk verlassenden Faserverbandes ist es
wesentlich, dass der Faserverband in noch ungedrehtem Zustand mit im Wesentlichen parallel
zueinander liegenden Fasern in der Verdichtungszone auf einem luftdurchlässigen
Transportelement aufliegend transportiert wird und dass in der Verdichtungszone eine durch das
Transportelement hindurchgehende Luftströmung erzeugt wird, die auf Grund ihrer Breite
und/oder Richtung das Maß der Verdichtung bestimmt und die Fasern quer zur Transportrichtung
positioniert und damit den Faserverband bündelt oder verdichtet. Bei einem derart verdichteten
Faserverband tritt dann bei der Drallerteilung kein Spinndreieck auf, so dass der entstehende
Faden gleichmäßiger, reißfester und weniger haarig wird.
Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art (DE 198 46 268 A1) ist das Transportelement
ein luftdurchlässiges Transportband, welches durch die Klemmwalze angetrieben ist. Als
Antriebsriemen für die Klemmwalze ist ein nicht näher beschriebenes Übertragungsriemchen
vorgesehen. Insbesondere ist offen gelassen, auf welche Weise die erforderliche Spannung des
Antriebsriemens gewährleistet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art eine
geeignete, einen Antriebsriemen für die Klemmwalze aufweisende Vorrichtung zu schaffen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Klemmwalze und die Ausgangsdruckwalze an
auseinander spreizbaren, den Antriebsriemen spannenden Haltearmen angeordnet sind.
Vorzugsweise sind für die Klemmwalze und die Ausgangsdruckwalze zwei Haltearme
vorgesehen, die miteinander über ein Gelenk verbunden sind, gegen welches eine
Belastungsfeder drückt. Dadurch können sich die Ausgangsdruckwalze und die Klemmwalze
unter Belastung auseinander bewegen und dabei den Antriebsriemen spannen.
Wenn der Antriebsriemen ein Zahnriemen ist, dann besteht nicht nur eine eindeutige Zuordnung
der Umfangsgeschwindigkeiten der Klemmwalze und der Ausgangsdruckwalze zueinander,
sondern im Falle eines Blockierens der Klemmwalze durch entstehende Fadenwickel hat der
Zahnriemen die Möglichkeit, Zähne an den Treibrädern zu überspringen, so dass beispielsweise
ein elastischer Bezug der Klemmwalze nicht abgeschliffen wird.
Man kann den Antriebsriemen zusätzlich mit einer Sollbruchstelle versehen, so dass im Falle
eines Blockierens der Klemmwalze der Antriebsriemen reißt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf die zugehörige Verdichtungszone.
Von einer Spinnmaschine, insbesondere einer Ringspinnmaschine, ist in Fig. 1 und 2 lediglich
der Bereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Diese Vorrichtung dient dem
Verstrecken und anschließenden Verdichten eines Faserverbandes 1. Vom Streckwerk 2 ist
lediglich der Bereich eines Ausgangswalzenpaares 3 sowie eines davor angeordneten
Riemchenwalzenpaares 4 mit einem Unterriemchen 5 und einem Oberriemchen 6 dargestellt.
Das Ausgangswalzenpaar 3 enthält in bekannter Weise einen angetriebenen Unterzylinder 7
sowie eine elastisch dagegen angedrückte Ausgangsdruckwalze 8. Das Ausgangswalzenpaar 3
definiert eine Ausgangsklemmlinie 9, an welcher die Verzugszone des Streckwerks 2 beendet ist.
Das Streckwerk 2 dient in bekannter Weise dem Verstrecken eines in Transportrichtung A
laufenden Faserbandes oder Vorgarnes 10. Das Verstrecken erfolgt dabei bis zur gewünschten
Feinheit.
Der Verzugszone des Streckwerks 2 folgt anschließend eine Verdichtungszone 11. Zu dieser
gehört ein luftdurchlässiges, vorzugsweise als dünnes engmaschiges Gewebeband
ausgebildetes Transportband 12, welches den zu verdichtenden Faserverband 1 durch die
Verdichtungszone 11 transportiert. Zur Verdichtungszone 11 gehört ferner eine Gleitfläche 13,
die das Transportband 12 über die Verdichtungszone 11 führt. Die Gleitfläche 13 ist die
Außenkontur eines Teils eines Saugkanals 14, der sich vorzugsweise über mehrere Spinnstellen
erstreckt. Der Saugkanal 14 steht unter Unterdruck und ist über einen Unterdruckanschluss 15 an
eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.
In der Gleitfläche 13 befindet sich ein Saugschlitz 16, über den der Faserverband 1 mittels des
Transportbandes 12 transportiert wird. Der Saugschlitz 16 ist leicht schräg zur Transportrichtung
A angeordnet und besitzt dadurch eine Raffkante 17, längs welcher der Faserverband 1 während
des Verdichtens entlangläuft.
Im Abstand vom Saugschlitz 16 ist das Transportband 12 mit einem Spannelement 18,
beispielsweise einer runden Stange oder einer Rolle, gespannt. In der Nähe des
Spannelementes 18 berührt das Transportband 12 den an dieser Stelle gegenläufig bewegten
Unterzylinder 7, wodurch das Transportband 12 von Faserflug gereinigt wird.
Am Ende der Verdichtungszone 11 drückt eine Klemmwalze 19 den Faserverband 1 und das
Transportband 12 gegen die Gleitfläche 13 und treibt dabei das Transportband 12 an. Die
Klemmwalze 19 definiert dadurch eine Lieferklemmlinie 20, welche die Verdichtungszone 11
auslaufseitig begrenzt und zugleich einen Drallstopp für die anschließend auf den Faden 21
aufzubringende Spinndrehung bildet. Hierzu läuft der Faden 21 in Lieferrichtung B zu einem
Drallorgan, beispielsweise einer Ringspindel. Wegen der Lieferklemmlinie 20 kann die
Spinndrehung nicht in die Verdichtungszone 11 zurücklaufen.
Sowohl die Klemmwalze 19 als auch die Ausgangsdruckwalze 8 sind am einem Belastungsträger
22 angeordnet, der in bekannter Weise auch die übrigen nicht dargestellten Druckwalzen des
Streckwerks 2 trägt. Die Ausgangsdruckwalze 8 ist dabei durch eine Druckfeder 23 mit relativ
hoher Kraft belastet, damit die erforderlichen Verzugskräfte des Streckwerks 2 an der
Ausgangsklemmlinie 9 aufgebracht werden.
Dem Haltern der Klemmwalze 19 und der Ausgangsdruckwalze 8 dient eine Halterung 24, welche
zwei zangenartig zueinander angeordnete Halterarme 25 und 26 enthält. Die Haltearme 25, 26
sind dabei durch ein Gelenk 27 verbunden, gegen das eine am Belastungsträger 22 angeordnete
Belastungsfeder 28 drückt. Dadurch wird der erforderliche, relativ leichte Andruck der
Klemmwalze 19 an den Saugkanal 14 erzielt.
Die Klemmwalze 19 wird mit einer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben, die um einen kleinen
Betrag höher ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Ausgangsdruckwalze 8. Der
Geschwindigkeitsunterschied ist gerade so groß, dass in der Verdichtungszone 11 auf den
Faserverband 1 ein kleiner Anspannverzug bewirkt wird, der ein Kräuseln der Fasern verhindert.
Die Klemmwalze 19 wird dabei von der Ausgangsdruckwalze 8 aus angetrieben, und zwar über
einen Antriebsriemen 29, der vorteilhaft als Zahnriemen ausgebildet ist. Wenn die
Belastungsfeder 28 gegen das Gelenk 27 drückt, werden die Halterarme 25 und 26 auseinander
gespreizt, wodurch der Antriebsriemen 29 gespannt wird.
Bei Vorhandensein einer Verdichtungszone 11 - man spricht hier auch vom so genannten
Verdichtensspinnen - kann es passieren, dass sich mitunter an der Klemmwalze 19 Faserwickel
bilden. Diese führen dann zu einem Blockieren der Klemmwalze 19 und unter Umständen zu
einem Abschleifen des elastischen Bezuges der Klemmwalze 19. Wenn nun der Antriebsriemen
29 entsprechend ausgebildet ist, führt ein solches Blockieren der Klemmwalze 19 nicht zu dem
genannten Nachteil. Im Falle eines Zahnriemens sind die Zähne beispielsweise in der Lage, auf
ihren angetriebenen oder treibenden Rädern überzuspringen. Außerdem besteht die Möglichkeit,
den Antriebsriemen 29 mit einer Sollbruchstelle zu versehen, so dass bei einer Wickelbildung an
der Klemmwalze 19 der Antriebsriemen 29 reißt.
Claims (5)
1. Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verstrecken und anschließenden Verdichten eines
Faserverbandes, mit einer einem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks folgenden
Verdichtungszone, mit einem den Faserverband durch die Verdichtungszone transportierenden
luftdurchlässigen Transportband, mit einem der Verdichtungszone zugeordneten, das
Transportband auf einer Gleitfläche führenden Saugkanal, mit einem in der Gleitfläche
angeordneten Saugschlitz, mit einer am Ende der Verdichtungszone das Transportband
antreibenden und den Faserverband und das Transportband an die Gleitfläche andrückenden
Klemmwalze, mit einem die Klemmwalze und eine Ausgangsdruckwalze des
Ausgangswalzenpaares tragenden Belastungsträger des Streckwerks sowie mit einem die
Ausgangsdruckwalze mit der Klemmwalze verbindenden Antriebsriemen, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klemmwalze (19) und die Ausgangsdruckwalze (8) an auseinander
spreizbaren, den Antriebsriemen (29) spannenden Haltearmen (25, 26) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsriemen (29) ein
Zahnriemen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltearme (25, 26)
miteinander über ein Gelenk (27) verbunden sind, gegen welches eine Belastungsfeder (28)
drückt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der
Ausgangsdruckwalze (8) eine gesonderte, einen Klemmdruck am Ausgangswalzenpaar (3)
erzeugende Druckfeder (23) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Antriebsriemen (29) mit einer Sollbruchstelle versehen ist.
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