DE10011414C2 - Explosionsgeschützte Meldevorrichtung - Google Patents

Explosionsgeschützte Meldevorrichtung

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    • HELECTRICITY
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Description

Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer explosionsgeschützten Meldevorrichtung nach der Gattung des unabhängigen Patentanspruchs.
In der Produktinformation vom März 1995 der Fa. Bosch, Produktbereich Sicherheitstechnik wird für Gefahrenmeldesysteme der Notruf-Druckknopfmelder ND 100 beschrieben. Durch Drücken eines Knopfes wird dabei über einen Tastschalter ein Alarmsignal ausgelöst. Zur Auslösekennung kann eine Papierplombe eingeklebt werden. Es ist dabei eine Gehäuseklappe mit Berührungsschutz als Zusatz möglich.
Der ND 100 besteht aus den Einheiten Gehäuse und Elektronikmodul. Das Gehäuse weist eine Gehäuseklappe, einen Druckknopf mit Feder, ein Oberteil und ein Unterteil auf. Das Unterteil nimmt Anschlußleitungen auf. Die Gehäuseklappe kann einen vorhängenden Deckel als Berührungsschutz aufweisen. Der Deckel verhindert die versehentliche Betätigung des Notruf-Druckknopfmelders.
Aus der Patentschrift DE 34 36 300 C2 ist ein Gerätegehäuse mit einer explosionssicheren Kammer bekannt, die eine zusätzliche Ausdehnungskammer aufweist, die von der explosionssicheren Kammer pneumatisch isoliert ist und eine unelastische Blase enthält, die in der Ausdehnungskammer angeordnet ist und in pneumatischer Verbindung mit der explosionssicheren Kammer steht.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße explosionsgeschützte Meldevorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzbar ist. Dies liegt daran, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung eine druckfeste Kapselung aufweist, so dass sich eine Explosion innerhalb des Gehäuses nicht nach außerhalb des Gehäuses ausbreiten kann, womit eine Explosion in dem explosionsgeschützten Raum durch das Elektronikmodul der Meldevorrichtung vermieden wird. Weiterhin ist es von Vorteil, dass herkömmliche Melder mit dem neuen Gehäuse einsetzbar sind, was zu einer erheblichen Aufwandsersparnis führt.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen und Weiterbildungen sind vorteilhafte Verbesserungen der in dem unabhängigen Patentanspruch angegebenen explosionsgeschützten Meldevorrichtung möglich.
Besonders vorteilhaft ist, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung mittels Gummidichtungen und/oder Kleber und/oder Nuten und/oder Hinterschneidungen und/oder Schwellen gekapselt ist, so dass in explosionsgefährdeten Räumen keine Explosion sich aus der Meldevorrichtung fortsetzen kann und damit keine Explosion in dem explosionsgefährdeten Raum durch die Elektronik oder Elektrik des Melders ausgelöst werden kann. Damit liegt eine druckfeste Kapselung vor.
Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung einen durchsichtigen Deckel hat, so dass die Betätigung der Meldevorrichtung einfach möglich ist, ohne den Deckel zu öffnen oder die Auslösevorrichtung zu erfühlen, und dass der Deckel der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung mäanderförmig ausgeführt ist, so dass der Deckel flexibel die Betätigung eines Bedienelements als Auslösevorrichtung, um einen Alarm auszulösen, ermöglicht.
Weiterhin ist es von Vorteil, dass der Deckel der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung aus Silikon ausgeführt ist, so dass damit ein flexibles Material vorliegt, dass die händische Betätigung der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung durch einen Benutzer ermöglicht.
Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung rotationssymmetrisch ausgeführt ist, so dass ein einfacher Einbau insbesondere in standardmäßige Aufputz- oder Unterputzdosen ermöglicht wird.
Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung die Zündschutzart "d" erfüllt, so dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung in Munitionsdepots und anderen militärischen Bereichen eingesetzt werden kann. Damit erfüllt die erfindungsgemäße Meldevorrichtung den hohen Standard der für explosionsgefährdete Munitionsdepots notwendig ist und eröffnet somit der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung ein weiteres Anwendungsgebiet.
Es ist weiterhin von Vorteil, dass von der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung entweder mittels Leitungen oder einer Sende-/Empfangsstation eine Meldung versandt wird. Damit ist es möglich, je nach örtlichen Gegebenheiten entweder eine drahtgebundene Übertragung oder eine Funkübertragung von der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung vorzunehmen. Dies erhöht die Flexibilität des Einbaus der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung. Die Meldevorrichtung kann damit mit verschiedenen Empfangsstationen verbunden sein, die beispielsweise eine Sirene, eine Alarmleuchte oder ein Alarmrelais aufweisen.
Schließlich ist es von Vorteil, dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung entweder einen Druckknopf oder einen Schalter als manuelle Bedienelemente und damit als Auslösevorrichtung zur Betätigung der Meldevorrichtung aufweist. Damit ist mittels einer einfachen Bewegung eines Benutzers die Betätigung der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung möglich.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße explosionsgeschützte Meldevorrichtung und Fig. 2 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße explosionsgeschützte Meldevorrichtung.
Beschreibung
Meldevorrichtungen, insbesondere Notruf-Druckknopfmelder sind für unauffällige manuelle Alarmauslösungen in Banken, Juweliergeschäften, Gewerbebetrieben, Privathäusern und staatlichen Einrichtungen vorgesehen.
In Munitionsdepots, in denen auch solche Meldevorrichtungen anzubringen sind, sind aufgrund der dort gelagerten Munition unter Umständen leicht entzündliche Gase vorhanden, die durch eine elektrische bzw. elektronische Vorrichtung entzündet werden könnten, was zu einer Explosion führen würde. Aber auch im chemischen Betrieben und Labors stellt sich diese Problematik.
Erfindungsgemäß wird daher eine Meldevorrichtung verwendet, die explosionsgeschützt und daher druckfest gekapselt ist und die deshalb ein versiegeltes Gehäuse aufweist, so dass sich eine Explosion innerhalb des Gehäuses nicht nach außerhalb des Gehäuses ausbreiten kann. Dabei ist der Deckel der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung so ausgeführt, dass er einerseits mittels Gummidichtungen versiegelt ist und andererseits flexibel und durchsichtig ist, so dass eine Betätigung des in der Meldevorrichtung vorliegenden Bedienelements einfach ermöglicht wird. Anstatt Gummidichtungen sind Nuten, Hinterschneidungen und andere Schwellen geeignet, eine druckfeste Kapselung zu erreichen. Durch eine rotationssymmetrische Ausführung der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung ist ein einfacher Einbau in standardmäßige Aufputz- bzw. Unterputzdosen möglich. Dadurch dass die erfindungsgemäße Meldevorrichtung die Zündschutzart d erfüllt, ist die erfindungsgemäße Meldevorrichtung für Munitionsdepots einsetzbar. Mittels einer Leitung oder einer Sende-/Empfangsstation versendet die Meldevorrichtung bei Betätigung eine Meldung.
In Fig. 1 ist eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße explosionsgeschützte Meldevorrichtung dargestellt. Ein Unterteil 1 des Gehäuses der Meldevorrichtung wird mit einem Oberteil 2 des Gehäuses mittels Schrauben 7 verschraubt. Zwischen dem Unterteil 1 und dem Oberteil 2 befindet sich eine Gummidichtung, um das Gehäuse der Meldevorrichtung zu versiegeln und damit druckfest zu kapseln. Solche Dichtungen sind beispielsweise aus der Vakuumtechnik bekannt. Alternativ kann ein Kleber oder eine Vergußmasse als Dichtung verwendet werden. Oder es werden Hinterschneidungen, Nuten und/oder andere Schwellen verwendet, um eine druckfeste Kapselung zu ermöglichen.
Durch einen Deckel 3, der auf das Oberteil 2 aufgebracht ist, hier mittels Klebung, wird einerseits eine Betätigung des Melders 4 ermöglicht und andererseits eine Sicht auf den Melder 4 gewährleistet. Der Deckel 3 ist daher aus transparentem Silikon ausgeführt, das in der Mitte eine mäanderförmige Prägung aufweist, die den Deckel 3 flexibel hält. Durch diese Flexibilität ist ein Druckknopf oder Schalter des Melders 4 einfach betätigbar. Der Unterteil 1 und der Oberteil 2 und der Deckel 3 sind rotationssymmetrisch ausgeführt, so dass ein einfacher Einbau in eine Aufputz- bzw. Unterputzdose ermöglicht wird.
Der Deckel 3 kann anstatt mittels eines Klebers auch mittels einer Verschraubung oder Nietung befestigt werden, wobei dann eine Gummidichtung zwischen dem Silikondeckel und dem Oberteil 2 anzubringen ist, um weiterhin eine Versiegelung der Meldevorrichtung zu gewährleisten.
In Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Meldevorrichtung im Schnitt dargestellt. Die Teile der Meldevorrichtung sind, wie hier dargestellt, rotationssymmetrisch ausgeführt.
Die erfindungsgemäße Meldevorrichtung ist hier mittels Schrauben 8 an einer Wand 5 befestigt. Die Befestigung wird an dem Unterteil 1 des Gehäuses der Meldevorrichtung vorgenommen. Es ist dabei dann eine Dichtung für die Schrauben und die Meldevorrichtung selbst vorzusehen, so dass die druckfeste Kapselung erhalten bleibt.
Das Unterteil 1 weist eine Bohrung 9 in ihrem Mittelpunkt auf, die die Zuführung von Leitungen zu dem Melder 4 ermöglicht. Diese Leitungen sind einerseits für eine Stromversorgung und andererseits für eine Signalverbindung vorgesehen. Insbesondere hier sind Dichtungen bzw. geeignete Durchführungen vorzusehen, die einen Austritt eines Funkens oder einer Explosion verhindern.
Die Signalverbindung wird vorgenommen, um eine Meldung von dem Melder 4 zu einer Meldestelle oder zu einer Sirene oder einer Alarmleuchte oder einem Alarmrelais weiterzuleiten. Alternativ kann auf die Bohrung 9 verzichtet werden, wobei dann die erfindungsgemäße Meldevorrichtung autark von Leitungen aufgebaut werden kann. Dann ist für die Meldevorrichtung eine Batterie zur Stromversorgung vorzusehen und eine Sende-/Empfangsstation, die eine Meldung von dem Melder 4 zu einer Meldestelle versendet. Sowohl die Batterie als auch die Sende-/Empfangsstation sind dann innerhalb des Gehäuses angebracht.
Der Melder 4 wird in das Unterteil 1 eingeklebt. Alternativ ist auch eine Verschraubung mit dem Unterteil 1 oder ein Preßsitz oder eine Klemmung möglich. Der Melder 4 weist hier zentrisch einen Druckknopf auf. Dieser Druckknopf 10 dient zur Betätigung der erfindungsgemäßen Meldevorrichtung. Auf das Unterteil 1 wird mittels der Schrauben 7 das Oberteil 2 aufgeschraubt. Das Oberteil 2 ist in der Fig. 2 durch die einfache Schraffierung dargestellt. Auf dem Oberteil 2 ist der Deckel 3 aus Silikon angebracht. Der Deckel 3 ist durch die doppelte Schraffierung dargestellt. Zwischen Unterteil 1 und Oberteil 2 werden Gummidichtungen angebracht, um bei der Verschraubung das Gehäuse zu versiegeln und damit druckfest zu kapseln. Schrauben zur Befestigung an der Wand können dann so vorgesehen sein, dass sie von außen zugänglich sind, aber keinen Kontakt zum Gehäuseinneren aufweisen.
Anstatt eines Druckknopfes 10 kann auch ein Schalter als Bedienelement der Meldevorrichtung verwendet werden. Anstatt Gummidichtungen kann auch ein Kleber oder eine Vergußmasse eingesetzt werden, wobei eine Gummidichtungen, das einfache Öffnen der Meldevorrichtung gestattet. Weiterhin sind Nuten, Hinterschneidungen und andere Schwellen geeignet, die durckfeste Kapselung des Gehäuse des Melders zu ermöglichen.
Durch den oben aufgeführten Aufbau ist die Zündschutzart "d" erreicht, wobei eine Explosion im Inneren des Gehäuses sich nicht in den Raum außerhalb des Gehäuses ausbreiten kann.

Claims (10)

1. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldevorrichtung einen Melder (4) und ein druckfest gekapseltes Gehäuse mit einem Unterteil (1) und einem Oberteil (2) aufweist, wobei das Oberteil (2) eine Öffnung aufweist, die mit einem flexiblen durchsichtigen Deckel (3) verschlossen ist.
2. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (1) das Oberteil (2) und der flexible durchsichtige Deckel mittels Gummidichtungen verschraubt und/oder mittels Kleber verbunden und/oder Nuten und/oder Hinterschneidungen und/oder Schwellen aufweist und damit druckfest gekapselt sind.
3. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible durchsichtige Deckel (3) eine mäanderförmige Prägung aufweist.
4. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible durchsichtige Deckel (3) aus Silikon besteht.
5. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (1), das Oberteil (2) und der flexible durchsichtige Deckel (3) rotationssymmetrisch ausgeführt sind.
6. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse in der Zündschutzart "d" ausgeführt ist.
7. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die explosionsgeschützte Meldevorrichtung mit einer signalführenden Leitung verbunden ist.
8. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die explosionsgeschützte Meldevorrichtung eine Sende- /Empfangsstation für Funksignale aufweist.
9. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die explosionsgeschützte Meldevorrichtung innerhalb des versiegelten Gehäuses einen Druckknopf (10) aufweist.
10. Explosionsgeschützte Meldevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die explosionsgeschützte Meldevorrichtung innerhalb des versiegelten Gehäuses einen Schalter aufweist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3436300C2 (de) * 1983-10-03 1993-05-19 Robert M. Garden Grove Calif. Us Dabich

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Gefahrenmeldesysteme-Notruf Druckknopfmelder ND 100, Bosch, S. 3,7,8,10 u. 11, März 1995 *

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