DE10020559A1 - Laser-Bearbeitung von Materialien - Google Patents
Laser-Bearbeitung von MaterialienInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines Materials mit ultrakurzen Laserpulsen. Diese Vorrichtung umfaßt: DOLLAR A (a) eine Einrichtung (1) zum Erzeugen einer Abfolge erster Laserpulse, wobei DOLLAR A - die ersten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und DOLLAR A - die Repetitionsrate für die ersten Laserpulse im Bereich zwischen 100 kHz und 1 GHz liegt, DOLLAR A (b) eine Umnwandlungseinrichtung (2) zum Umwandeln eines ersten Satzes der Abfolge erster Laserpulse in eine Abfolge zweiter Laserpulse zur Applikation auf das und zur Bearbeitung des Materials, wobei DOLLAR A - die zweiten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und DOLLAR A - die Repetitionsrate für die zweiten Laserpulse im Bereich zwischen 1 Hz und 1 MHz liegt, DOLLAR A sowie DOLLAR A (c) eine Untersuchungseinrichtung (3, 5, 6, 7, 15), die dazu eingerichtet ist, erste Laserpulse, die nicht zum ersten Satz gehören, auf das Material zu applizieren, bestimmte Resultate dieser Applikation zu detektieren und diese detektierten Resultate als Information bereitzustellen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Laser-Bearbeitung von Materialien wie z. B. metallischen Werkstoffen
(Metalle, Legierungen), Keramiken, Gläsern, Kunststoffen, Cellulose-Werk
stoffen (Papier, Pappe etc.), biologischen Geweben, Flüssigkeiten.
Die Anwendung von ultrakurzen Laserpulsen, d. h. Pulsen mit einer
Pulsdauer im Bereich zwischen ungefähr 10-15 s und 5 × 10-10 s zum Zwecke
hochpräziser Laser-Mikrostrukturierungen ist bekannt.
So beschreiben C. Momma et al in "Präzise Mikro-Bearbeitung mit
Femtosekunden-Laserpulsen/Precise Micromachining with Femtosecond Laser
Pulses", Laser- und Optoelektronik 29(3)/1997, Untersuchungen zur Laser-
Ablation von metallischen Werkstoffen mit Pulsdauern von 150 fs bis in den
Nanosekunden-Bereich.
S. Nolte setzt sich in seiner Dissertation zur "Mikromaterialbearbei
tung mit ultrakurzen Laserpulsen", Cuvillier Verlag Göttingen, 1999 mit
Aspekten der Materialbearbeitung unter Einsatz von Femtosekunden-Laserpul
sen auseinander.
H. Lubatschowski et al beschreiben in einem Artikel zur "Application
of ultrashort laser pulses for intrastromal refractive surgery", Graefe's
Arch. Clin. Exp. Ophthalmol 238: 33-39, 2000 den Einsatz von Lasersystemen,
die ultrakurze Laserpulse mit einer Dauer von 100-200 Femtosekunden
erzeugen, im Bereich der intrastromalen refraktiven Chirurgie.
Kurtz et al. "Optimal Laser Parameters for Intrastromal Corneal
Surgery", SPIE, Vol. 3255, 56-66, Januar 1998, verwenden ebenfalls ul
trakurze Laserpulse zur Gewebebearbeitung.
Loesel et al. "Non-thermal ablation of neutral tissue with femtose
cond laser pulses", Appl. Phys. B, 66, 121-8, 1998, befassen sich mit
vergleichbaren Aufgabenstellungen.
In der WO 99/67048 beschreiben Michael D. Perry und Brent C. Stuart
Verfahren zum "Ultrashort Pulse Laser Machining of Metals and Alloys". Sie
erläutern dabei den Einsatz von Laserpulsen mit einer Repetitionsrate, die
größer ist als 1 Hz und sogar über 2 kHz liegen kann, wobei die Laser
strahlen eine Wellenlänge im Bereich zwischen 0,18 und 10 µm besitzen und
die Pulsdauer zwischen 10 fs und 100 ps liegt; für die Intensität (= Lei
stungsdichte) werden Werte oberhalb 1012 W/cm2 angegeben.
Üblicherweise werden Femtosekunden-Pulse mit zur Materialbearbeitung
ausreichender Energie (im µJ- bis mJ-Bereich) im Wege der sogenannten
"chirped-pulse"-Verstärkung erzeugt. Vergleiche hierzu D. Strickland, G.
Mourou, Opt. Commun. 56, 219 (1985) und die WO 99/67048. Bei dieser Ver
stärkungstechnik werden in einem modengekoppelten Oszillator zunächst Pulse
mit einer Dauer von beispielsweise rund 100 fs erzeugt. Die Pulse werden
zunächst zeitlich gedehnt. Dies erfolgt in einer "Stretcher" genannten
Baueinheit, die eine spezielle Anordnung von Dispersionsgittern umfaßt und
bewirkt, daß die unterschiedlichen Wellenlängenanteils des Pulses (die
Bandbreite eines 100 fs-Pulses beträgt ca. 10 nm bei einer Mittenwellenlän
ge von 800 nm) verschieden lange optische Wege zurücklegen. Der Puls wird
um mehr als drei Größenordnungen von 100 fs auf einige 100 ps reversibel
gestreckt. Aufgrund der so reduzierten Intensität erfolgt die nachfolgende
Verstärkung unter Vermeidung nicht-linearer Effekte, die eine Störung des
räumlichen Pulsprofils zur Folge haben würden und zur Zerstörung des
Verstärkermediums führen könnten. Der verstärkte Puls wird anschließend
durch ein "Kompressor" genanntes Bauelement, welches ebenfalls aus Disper
sionsgittern besteht, wieder auf nahezu seine ursprüngliche Dauer kom
primiert.
Ein typischer modengekoppelter Oszillator zur Erzeugung von fs-
Laserpuls wird von C. Momma et al, Laser- und Optoelektronik 29 (3)/1997, S.
85 unter Bezugnahme auf F. Salin et al, Opt. Lett. 16.1674 (1991) angege
ben.
H. Lubatschowski et al. Graefe's Arch. Clin. Exp. Ophthalmol 238: 33-
39, 2000, verwenden für ihre Untersuchungen ein "Kerr-Lens"-modengekop
pelten Titan-Saphir-Lasersystem mit nachfolgender "chirped pulse"-Ver
stärkung und verweisen insoweit auf Morou, G. (1997) "The ultra high-peak
power laser: present and future", Appl. Phys. B 65: 205-211.
Weitere Systeme zur definierten Erzeugung ultrakurzer Laserpulse (fs-
Laserpulse) sind dem Fachmann aus der einschlägigen Literatur bekannt.
Die in den vorgenannten Literaturstellen gegebenen Erläuterungen zu
Apparaturen und Verfahren zur Herstellung ultrakurzer Laserpulse und zu
deren Einsatz bei der Materialbearbeitung sind im Wege der Verweisung
Bestandteil des vorliegenden Textes. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
können Lasersysteme der in den vorgenannten Literaturstellen genannten Art
eingesetzt werden.
Allgemein, d. h. auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung, lassen
sich ultrakurze Laserpulse zum Schneiden von Material (z. B. metallischen
Werkstoffen), zum Abtragen und Strukturieren von Material (z. B. biologi
schem Gewebe) und zum Ändern von Materialeigenschaften (z. B. der Änderung
von Brechungsindizes in Glas) einsetzen.
Die besonderen Vorteile der Materialbearbeitung mit ultrakurzen
Laserpulsen (fs-Laserpulsen) zeigen sich insbesondere beim äußerst präzisen
und sowohl thermisch als auch mechanisch minimal schädigenden Schneiden
und/oder Abtragen von Materialien. Durch Fokussieren der ultrakurzen
Laserpulse wird im Fokus auf sehr begrenztem Raum durch Zünden eines
Mikroplasmas Energie deponiert und durch sog. Photodisruption eine Schnitt
wirkung bzw. Material-Ablation erreicht. Es lassen sich Abtragraten im sub-
µm-Bereich mit Schnittbreiten von weniger als 500 nm erreichen. Aufgrund
eines nicht linearen Wechselwirkungsmechanismus bei der Photodisruption ist
der Materialabtrag dabei weitgehend unabhängig von den Materialeigen
schaften. Insbesondere können unter Einsatz von fs-Laserpulsen auch
Materialien mit hoher Wärmeleitung (wie z. B. Metalle) und Materialien mit
geringer Laser-Lichtabsorption (wie z. B. Polymere oder bestimmte biologi
sche Gewebe) bearbeitet werden.
Alternativ zur Ablation auf der Oberfläche eines zu behandelnden
Materials läßt sich durch Fokussieren in für die Laserstrahlung trans
parente Materialien (wie z. B. die Hornhaut eines Auges) auch ein Schneid
effekt im Inneren des transparenten Materials (Gewebes) erreichen.
Die Anwendung der fs-Laserpuls-Technik zum Bearbeiten von Materialien
ist allerdings bislang eher unbequem. So stehen bisher keine geeigneten
Mittel zur Online-Kontrolle des Bearbeitungsergebnisses zur Verfügung. Im
Regelfall wird deshalb derzeit bei der fs-Materialbearbeitung das Be
arbeitungsresultat, z. B. eine erzielte Schnittiefe, erst nach der Be
arbeitung ermittelt, z. B. licht- oder elektronenmikroskopisch. Ist eine
Nachbearbeitung des Materials erforderlich, muß die Materialprobe neu
positioniert werden, was mit der gewünschten oder sogar erforderlichen
Präzision jedoch im Regelfall nicht mehr möglich ist. Es wird daher häufig
auf semi-empirischen Wege zunächst die Abtragstiefe pro Puls bestimmt und
die Schnittiefe in der zu bearbeitenden Probe dann prospektiv über das
Zählen der Laserpulse geschätzt. Diese Vorgehensweise wird in zunehmendem
Maße als unbefriedigend empfunden.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zur Laser-Bearbeitung eines z. B. im festen oder flüssigen
Aggregatszustand vorliegenden Materials mit ultrakurzen Laserpulsen
anzugeben, welche bzw. welches auf einfachem Wege eine Kontrolle des
Resultats einer Bearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen ermöglicht.
Vorzugsweise sollten die Vorrichtung und das Verfahren dabei so
ausgelegt sein, daß eine online-Kontrolle möglich ist.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die
gestellte Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines
Materials mit ultrakurzen Laserpulsen, umfassend
- a) eine Einrichtung zum Erzeugen einer Abfolge erster Laserpulse,
wobei
- - die ersten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
- - die Repetitionsrate für die ersten Laserpulse im Bereich zwischen 100 kHz und 1 GHz liegt,
- b) eine Umwandlungseinrichtung zum Umwandeln eines ersten Satzes
der Abfolge erster Laserpulse in eine Abfolge zweiter Laserpul
se zur Applikation auf das und zur Bearbeitung des Materials,
wobei
- - die zweiten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
- - die Repetitionsrate für die zweiten Laserpulse im Bereich zwischen 1 Hz und 1 MHz liegt, sowie
- c) eine Untersuchungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, erste Laserpulse, die nicht zum ersten Satz gehören, auf das Material zu applizieren, bestimmte Resultate dieser Applikation zu detektieren und diese detektierten Resultate als Information bereitzustellen.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die
gestellte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Bearbeitung eines
Materials mit ultrakurzen Laserpulsen, mit folgenden Schritten:
- a) Erzeugen einer Abfolge erster Laserpulse, wobei
- - die ersten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
- - die Repetitionsrate für die ersten Laserpulse im Bereich zwischen 100 kHz und 1 GHz liegt,
- b) Umwandeln eines Satzes erster Laserpulse in eine Abfolge
zweiter Laserpulse zur Bearbeitung des Materials, wobei
- - die zweiten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
- - die Puls-Repetitionsrate im Bereich zwischen 1 Hz und 1 MHz liegt,
- c) Applizieren einer Abfolge ausgewählter zweiter Laserpulse auf das Material, um dieses zu bearbeiten,
- d) Applizieren eines zweiten Satzes erster Laserpulse auf das Material, um dieses zu untersuchen.
Die Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß Lasersy
steme zur fs-Materialbearbeitung, die sich der Chirped-Pulse-Verstärkungs
technik bedienen und entsprechende Laserpuls-Umwandlungseinrichtungen
besitzen, im Zeitraum zwischen je zwei aufeinanderfolgenden verstärkten
Pulsen (vorstehend "zweite Pulse" genannt) eine Vielzahl von unverstärkten
Pulsen (vorstehend "erste Pulse" genannt) emittieren, die bislang als
überflüssiger Ballast nicht weiter beachtet wurden, sich aber hervorragend
zur Untersuchung des zu bearbeitenden Materials einsetzen lassen.
Die unverstärkten (ersten) Laserpulse besitzen in der Regel eine um
mehrere Größenordnungen höhere Repetitionsrate als die verstärkten
(zweiten) Laserpulse. Während die Repetitionsrate der unverstärkten Pulse
typischerweise im MHz-Bereich liegt, wird die Repetitionsrate der
verstärkten (zweiten) Pulse in den meisten Fällen im kHz-Bereich liegen.
Während sich die Pulsenergie der unverstärkten (ersten) Laserpulse
üblicherweise im Bereich von 1 pJ-1000 nJ befindet, liegt die Pulsenergie
verstärkter (zweiter) Laserpulse in der Regel im Bereich zwischen 1 µJ und
100 mJ. Zur Materialbearbeitung wird die Intensität der zweiten Laserpulse
in der Regel auf einen Wert eingestellt, der größer ist als 1010 W/cm2.
Erfindungsgemäß besitzen die unverstärkten ersten Laserpulse jeweils
eine Dauer unter 300 Pikosekunden, vorzugsweise zwischen 10 Femtosekunden
und 300 Pikosekunden. Pulsdauern unter 10 Femtosekunden lassen sich derzeit
nicht ohne weiteres erzielen, wären aber für die Zwecke der Erfindung
brauchbar. Längere Pulsdauern führen zu einer Verschlechterung des Bear
beitungsergebnisses und gestatten in der Regel keine gute Ortsauflösung bei
der Untersuchung. Die geringen Kohärenzlängen der bevorzugten unverstärkten
(ersten) Laserpulse erlauben hingegen Auflösungen, die der Abtragtiefe beim
Materialabtrag mittels gleichlanger verstärkter (zweiter) Pulse im
wesentlichen entspricht. Sie gestatten daher eine optimale Online-Bear
beitungskontrolle.
In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
umfaßt die Umwandlungseinrichtung einen selektiven Pulsverstärker wie z. B.
einen regenerativen Verstärker, beispielsweise als Chirped-Pulse-Ver
stärker, in dem nur ein kleiner Bruchteil der ersten Pulse (hoch)verstärkt
wird. Die verstärkten und die unverstärkten Oszillatorpulse gelangen dann
in der Regel auf gleiche Weise zum Ausgang des Verstärkersystems und werden
auf das zu bearbeitende und zu untersuchende Material gerichtet.
Die verstärkten (zweiten) Laserpulse, die mit einer deutlich geringe
ren Repetitionsrate als die unverstärkten (ersten) Laserpulse aus dem Ver
stärkersystem austreten, tragen zur Materialbearbeitung (z. B. zur Material
ablation) bei.
Die Strahlung der unverstärkten (ersten) Laserpulse im zu bearbeiten
den Material wird hingegen teilweise absorbiert und teilweise reflektiert,
wobei ein Anteil in Strahl-Gegenrichtung zurückreflektiert wird. Zur
Materialbearbeitung tragen die unverstärkten Laserpulse nicht oder nicht
wesentlich bei.
Vorzugsweise umfaßt die erfindungsgemäße Untersuchungseinrichtung ei
ne Detektor, der so angeordnet und eingerichtet ist, daß die von ihm
bereitgestellte Information über das Resultat der Applikation dar ersten
Laserpulse eine Antwort auf die vom Material reflektierte, vorteilhafter
weise die in Einstrahl-Gegenrichtung reflektierte Strahlung ist. Die vom
Detektor bereitgestellte Information ändert sich hierbei mit dem Signal des
reflektierten und detektierten Lichts, also insbesondere in Abhängigkeit
von den optischen Eigenschaften des zu bearbeitenden oder bereits be
arbeiteten Materials.
Die Auswertung der bereitgestellten Information kann auf dem Fachmann
bekannte Weise vorgenommen werden.
Während sich die unverstärkten, teilweise in Strahlrichtung zurück
reflektierten Laserpulsanteile also für die Zwecke der Untersuchung nutzen
lassen, werden die (ebenfalls teilweise reflektierten) verstärkten (zwei
ten) Laserpulse regelmäßig durch einen Pulsselektor ausgeblendet, z. B.
akusto-optisch, elektronisch oder auf sonstige Weise, insbesondere, um die
übersteuerung des (Photo-)Detektors zu vermeiden.
Die Untersuchung des Materials kann dabei Online (d. h. zeitlich
eingebettet in den Vorgang der Materialbearbeitung) oder Offline (vor
und/oder nach der Materialbearbeitung) erfolgen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Vorrichtung ist neben den Bauelementen (a)-(c) als weiteres
relevantes Bauelement
- a) eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung vorgesehen, die sowohl mit der
Untersuchungseinrichtung als auch mit der Umwandlungseinrichtung
zusammenwirkt, wobei
der Steuer- und/oder Regeleinrichtung Informationen aus der Unter suchungseinrichtung übermittelt werden und
die Steuer- und/oder Regeleinrichtung in Abhängigkeit von diesen Informationen die Umwandlung erster Laserpulse in zweite Laserpulse und/oder die Applikation der zweiten Laserpulse auf das Material steuert bzw. regelt.
Im Rahmen der Steuerung der Umwandlung erster in zweite Laserpulse
kann insbesondere der Verstärkungsfaktor, d. h. die Energie der zweiten
Laserpulse gesteuert werden.
Es kann alternativ oder zusätzlich eine Schalteinrichtung vorgesehen
werden, um dis Umwandlung (Verstärkung) erster in zweite Laserpulse vor,
nach oder während der Materialbearbeitung manuell oder automatisch (z. B.
nach Erreichen eines bestimmten Bearbeitungsergebnisses oder im Falle eines
Abweichens von bestimmten Betriebsparametern) zu stoppen bzw. zu ver
hindern.
Das Material oder der Fortschritt der Materialbearbeitung läßt sich
beispielsweise durch Time-of-flight-Messungen untersuchen bzw. bestimmen.
Die bevorzugte Form der Untersuchung des Materials ist aber eine
interferometrische Untersuchung wie sie z. B. aus der optischen Kohärenzto
mographie (OCT) bekannt ist. Interferometrische Untersuchungen und ent
sprechende Untersuchungseinrichtungen sind insbesondere für die Online-
Materialuntersuchung geeignet. Besonders bevorzugt ist (a) die Verknüpfung
der OCT-Technik mit bildgebenden Verfahren zur Visualisierung des zu bear
beitenden oder bereits bearbeiteten Materialgebiets und (b) die Verwendung
der OCT-Ergebnisse zur Steuerung der Materialbearbeitung.
Eine bevorzugte erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt in integrierter
Bauweise eine OCT-Einrichtung und ein Lasersystem zur Materialbearbeitung
mit ultrakurzen Laserpulsen. Wie unten noch anhand der Figuren näher
erläutert, bedeutet der Begriff "integrierte Bauweise" hierbei, daß
wesentliche Bauelemente der bevorzugten erfindungsgemäßen Vorrichtung,
unter ihnen die Einrichtung zum Erzeugen der Abfolge erster Laserpulse (das
fs-Oszillatorsystem), sowohl für die Durchführung der OCT als auch für die
Materialbearbeitung verwendet werden. Im Vergleich mit einer separaten
Bauweise ist die bevorzugte Vorrichtung daher sehr kompakt, und es werden
aufgrund der geringen Anzahl von Bauelementen beträchtliche Kosten ein
gespart.
Die bevorzugten Wellenlängen (Frequenzen) für im Rahmen der vor
liegenden Erfindung eingesetzte Laserstrahlung liegen im sichtbaren (VIS)
oder nah-infraroten (NIR) Bereich, weil die einsetzbaren Optiken und die
Vorrichtungen zur Pulserzeugung hierfür vergleichsweise preiswert sind.
Nachfolgend wird eine bevorzugte erfindungsgemäße Vorrichtung in
integrierter Bauweise erläutert, wobei bauartliche Variationen im Einzel
fall nicht ausgeschlossen sind:
Eine bevorzugte erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt ein fs-Oszil
latorsystem zum Erzeugen der Abfolge erster Laserpulse. Die in diesem
Oszillatorsystem erzeugte Strahlung (erster Laserpulse) wird einem
regenerativen Verstärker zugeführt, in dem auf vorbestimmte Weise ein
Bruchteil der ersten Laserpulse hochverstärkt wird. Am Ausgang des
Verstärkers treten dann
- a) unverstärkte (erste) Pulse mit hoher Repetitionsfrequenz (z. B. im Bereich mehrerer MHz) und - die Abfolge erster Pulse unterbrechend -
- b) verstärkte (zweite) Pulse mit vorbestimmter niedrigerer Pulsfrequenz (z. B. im Bereich einiger kHz)
aus.
Die aus dem Verstärker austretenden ersten und zweiten Laserpulse
werden vorteilhafterweise, um eine interferometrische Analyse (OCT) zu er
möglichen, mittels eines Strahlteilers/Kopplers in zwei Strahlen getrennt.
Die Laserpulse des einen (Teil-)Strahls (nachfolgend auch: Referenz
pulse) werden - wie in OCT-Einrichtungen üblich - in einen Referenzarm
eingestrahlt, in dem sie auf einen Referenzspiegel treffen.
Die entsprechenden Laserpulse des zweiten (Teil-)Strahls (nachfolgend
auch: Targetpulse) werden auf das zu untersuchende Material (das Target)
gerichtet.
Vom Referenzspiegel innerhalb des Referenzarms bzw. von der Ober
fläche des zu untersuchenden Materials werden Teile der Referenz- bzw.
Targetpulse zurückreflektiert und im Strahteiler/Koppler überlagert.
Nach Austritt aus dem Strahlteiler/Koppler werden die überlagerten
unverstärkten Pulse (unverstärkte Referenz- und Targetpulse) einem Photode
tektor zugeführt, in dem sich die Interferenz der überlagerten unver
stärkten Pulse als periodische Variation des Detektorsignals detektieren
läßt, z. B. wenn der Referenzspiegel mit im wesentlichen konstanter Ge
schwindigkeit bewegt wird.
Die überlagerten verstärkten Laserpulse werden nach Austritt aus dem
Strahlteiler/Koppler hingegen mittels eines Pulsselektors (Chopper, AOM,
EOM o. dgl.) eliminiert, um eine Übersteuerung des Detektors auszuschließen.
Das Detektorsignal des Photodetektors kann durch einen Demodulator
demoduliert werden, das demodulierte Signal kann mittels eines A/D-Wandlers
in ein digitales Signal umgewandelt und dieses digitale Signal wiederum
einem Computer (einer Auswerteeinheit) zum Zwecke der OCT-Analyse zugeführt
werden. Bildgebende Verfahren lassen sich auf an sich übliche Weise in den
Auswertvorgang integrieren.
Die aus dem Bereich der fs-Mikromaterialbearbeitung bekannten Scan-
bzw. Positioniertechnologie kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch
zum Scannen des Materials bei der Durchführung der OCT-Materialuntersuchung
(der interferometrischen Analyse) eingesetzt werden.
Dem Fachmann ist bekannt, daß das Interferenz-Signal verschwindet,
sobald die optische Weglängen-Differenz zwischen der vom Material reflek
tierten und der vom Referenzspiegel reflektierten Strahlung größer wird als
die Kohärenzlänge der Strahlungsquelle für die ersten Laserpulse.
Bei Einsatz der OCT-Technik dringen die unverstärkten (ersten)
Laserpulse partiell in das zu bearbeitende oder bereits bearbeitete
Material ein und werden von tieferliegenden, sich in ihrer Reflektivität
unterscheidenden Materialschichten reflektiert. Durch Abrastern (Scannen)
des Materials ist daher eine (räumliche) Materialuntersuchung in drei
Dimensionen möglich. Die dreidimensionalen Materialinformationen können zur
Steuerung der fs-Mikromaterialbearbeitung eingesetzt werden. So kann beim
Schneiden von Material beispielsweise bereits kurz vor der tatsächlichen
Material-Durchtrennung des Materials die verbliebene (noch abzutragende)
Materialdicke bestimmt werden. Die Energie der zweiten (verstärkten)
Laserpulse kann aufgrund dieser Kenntnisse angepaßt und sonstige Fol
geschritte können eingeleitet werden.
Der vorstehend angegebene bevorzugte Aufbau der in die erfin
dungsgemäße Vorrichtung integrierbaren OCT-Einrichtung entspricht weit
gehend dem üblichen Aufbau von OCT-Einrichtungen. Die Ausgestaltung im
Einzelfall wird der Fachmann an die jeweiligen Erfordernisse anpassen.
Von besonderer Bedeutung ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung,
daß die Einrichtung zum Erzeugen der Abfolge erster Laserpulse (z. B. das
fs-Oszillatorsystem) sowohl als Bestandteil der integrierten OCT-Einrich
tung als auch als Bestandteil der integrierten Laser-Materialbear
beitungseinrichtung aufgefaßt werden kann.
Wie sich aus den vorstehenden Erläuterungen zu einer bevorzugten
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bereits ergibt, werden im
Rahmen der vorliegenden Erfindung üblicherweise Teile der Einrichtung zur
interferometrischen (OCT-)Untersuchung des Materials in den Strahlengang
der Optik integriert, welche die zweiten Laserpulse auf das zu bearbeitende
Material appliziert. Auf diese Weise ist eine online-Kontrolle und
gegebenenfalls -Steuerung des Bearbeitungsfortschritts möglich.
Der Einsatz der optischen Kohärenztomographle (OCT) wurde bereits in
weiten Bereichen der Medizin getestet, z. B. im Rahmen der Bulbuslängenmes
sung durch Drexler W., Findl O., Schmetterer L., Hitzenberger C. K., Fercher
A. F. "Eye elongation during accommodation in humans: differences between
emmetropes and myopes" Invest Ophthalmol Vis Sci. 1998 Oct.; 39(11): 2140-7
oder im Zusammenhang mit der Untersuchung von Ablagerungen in Herzkranzge
fäßen durch Brezinski M. E., Fujimoto J. G. "Optical Coherence Tomography:
High-Resolution Imaging in Nontransparent Tissue" IEEE, Journal of sel.
top. in Quantum Electronics, Vol. 5, No. 4, July/August 1999, 1185-92, sowie
Fujimoto J. G., Boppart S. A., Tearney G. J., Bouma B. E., Pitris C., Brezinski
M. E. "High resolution in vivo intra-arterial imaging with optical coherence
tomography" Heart 1999 Aug.; 82(2): 128-33.
Die US-Patentschrift 6,004,314 offenbart "optical coherence tomogra
phy assisted surgical apparatus". Beschrieben wird auch ein System, das
neben einer OCT-Einrichtung einen Behandlungslaser umfaßt, der zur Photo
ablation eingesetzt werden kann. OCT-Einrichtung und Behandlungslaser
wirken mit einem Regel-Computer so zusammen, daß Ergebnisse der OCT-Analyse
zur Steuerung des Betriebs des Behandlungslasers eingesetzt werden. Der
Behandlungslaser arbeitet jedoch nicht mit ultrakurzen Laserpulsen und die
Behandlungs-Laserstrahlung wird auch nicht von der gleichen Laserquelle
erzeugt, wie die zur Durchführung der OCT eingesetzte Laserstrahlung.
Wenngleich die in der US 6,004,314 offenbarte Vorrichtung also aus
mehreren Gründen nicht mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung vergleichbar
ist, so lassen sich doch die in der US 6,004,314 offenbarten Verfahren und
Einrichtungen zur Durchführung der optischen Kohärenztomographie auch im
Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzen. Die entsprechenden Ausführun
gen der US 6,004,314 sind im Wege der Verweisung Bestandteil des vor
liegenden Textes.
In der EP 0 956 809 A1 werden OCT-Vorrichtungen beschrieben, die bei
Verwendung einer Quelle für ultrakurze Laserpulse auch im Rahmen der
vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können.
In der DE 199 04 565 A1 werden Geräte und Verfahren zur Erzeugung
ultrakurzer optischer Impulse beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, daß
Impulse im Bereich von 1-10 nJ und höher sowohl direkt als auch mittels
gechirpter Impulsverstärkung erzielt werden können. Die Anwendung bestimm
ter Geräte und Verfahren im Bereich der optischen Kohärenztomographie (OCT)
wird erläutert.
Auch die EP 0 956 809 A1 und die DE 199 04 565 A1 sind im Wege der
Verweisung Bestandteil des vorliegenden Textes, soweit sie Verfahren und
Einrichtungen zur Durchführung der optischen Kohärenztomographie mit
ultrakurzen Laserpulsen betreffen.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und den beigefügten Figuren. Es
stellen dar:
Fig. 1 Prinzipdarstellung des Gesamtaufbaus einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung in integrierter Bauweise und
Fig. 2 Darstellung der Arbeitsweise eines fs-Lasersystems mit
regenerativem Verstärker.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur Bearbeitung eines
Materials mit ultrakurzen Laserpulsen umfaßt als Einrichtung zum Erzeugen
einer Abfolge erster Laserpulse einen fs-Oszillator 1. In diesem fs-
Oszillator werden erste Laserpulse erzeugt, mit einer Dauer zwischen 10
Femtosekunden und 300 Pikosekunden und einer Repetitionsrate im Bereich
zwischen 100 kHz und 1 GHz. Die Energie der ersten Laserpulse liegt dabei
in etwa im Bereich zwischen 100 pJ und 10 nJ.
Die im fs-Oszillator 1 erzeugte Strahlung erster Laserpulse wird
einem selektiven Pulsverstärker 2 zugeführt, in dem auf vorbestimmte Weise
ein Bruchteil der ersten Laserpulse hochverstärkt und so in zweite Laser
pulse umgewandelt wird.
Am Ausgang des Verstärkers 2 treten aus:
- a) unverstärkte (erste) Pulse mit hoher Repetitionsfrequenz (z. B. im Bereich mehrerer MHz) und - die Abfolge erster Pulse unterbrechend -
- b) verstärkte (zweite) Pulse mit vorbestimmter niedrigerer Pulsfrequenz (z. B. im Bereich einiger kHz).
Die aus dem Verstärker 2 austretenden ersten und zweiten Laserpulse
werden mittels eines Strahlteilers/Kopplers 3 in zwei Strahlen getrennt.
Die Laserpulse eines ersten der zwei Strahlen (Referenzpulse)
werden - wie in OCT-Einrichtungen üblich - in einen Referenzarm 5
eingestrahlt, in dem sie auf einen in Strahlrichtung in definierter Weise
hin- und her beweglichen Referenzspiegel 15 treffen.
Die Laserpulse des zweiten Strahls (nachfolgend auch: Targetpulse)
werden auf das zu untersuchende Material 4 (das Target, in Fig. 1 nur
angedeutet) gerichtet. Es wird hierbei eine fokussierende Abbildungsoptik
14 eingesetzt, die so eingerichtet ist, daß es nur bei den hochverstärkten
(zweiten) Pulsen zur nicht linearen Absorption und damit zum Materialabtrag
kommt. Die unverstärkten Pulse bewirken im wesentlichen keine Materialver
änderung.
Vom Referenzspiegel 15 innerhalb des Referenzarms 5 bzw. von der
Oberfläche des zu untersuchenden Materials 4 werden Teile der Referenz-
bzw. Targetpulse zurückreflektiert und im Strahlteiler/Koppler 3 über
lagert.
Nach Austritt aus dem Strahlteiler/Koppler 3 werden die überlagerten
unverstärkten Pulse (unverstärkte Referenz- und Targetpulse) einem Photode
tektor 6 zugeführt, in dem sich die Interferenz der überlagerten unver
stärkten Pulse als periodische Variation des Detektorsignals detektieren
läßt, wenn der Referenzspiegel 15 mit im wesentlichen konstanter Geschwin
digkeit bewegt wird.
Die überlagerten verstärkten Laserpulse werden hingegen nach Austritt
aus dem Strahlteiler/Koppler 3 mittels eines Choppers 7 eliminiert, um eine
Übersteuerung des Detektors 6 auszuschließen.
Das Detektorsignal des Photodetektors 6 wird einer Auswerteeinrich
tung 8 zugeführt, wo es auf übliche Weise interferometrisch ausgewertet und
unter Einsatz bildgebender Verfahren (weiter-)verarbeitet wird.
Die Auswerteeinrichtung 8 ist mit einer Regeleinrichtung 9 verbunden,
die in Abhängigkeit vom Ergebnis der Auswertung den Betrieb des selektiven
Verstärkers 2 regelt.
In Fig. 2 ist die Arbeitsweise eines zur Verwendung in der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung geeigneten fs-Lasersystems mit regenerativem
Verstärker dargestellt.
In einem fs-Oszillator wird eine Abfolge ultrakurzer (erster)
Laserpulse niedriger Energie erzeugt (Oszillatorpulse). Die Energie dieser
Pulse ist für die Materialbearbeitung nicht geeignet, ihre Repetitionsrate
liegt im MHz-Bereich.
In einem nachgeschalteten regenerativen Verstärker wird daher eine
Hochverstärkung der Energie vorgenommen. Da die Leistung des Verstärkers
begrenzt ist, werden dabei aus der Abfolge erster Laserpulse in definierter
Weise einzelne herausgegriffen und verstärkt. Die Repetitionsrate der
verstärkten (zweiten) Pulse liegt im kHz-Bereich.
Aus dem Verstärker treten sowohl unverstärkte (erste) als auch
verstärkte (zweite) Laserpulse aus.
Den in Fig. 2 dargestellten Bauelementen fs-Oszillator und Verstärker
entsprechen in Fig. 1 die Bauelemente fs-Oszillator 1 und Verstärker 2.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Bearbeitung eines Materials mit ultrakurzen Laserpul
sen, umfassend:
- a) eine Einrichtung (1) zum Erzeugen einer Abfolge erster Laser
pulse, wobei
die ersten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
die Repetitionsrate für die ersten Laserpulse im Bereich zwischen 100 kHz und 1 GHz liegt, - b) eine Umwandlungseinrichtung (2) zum Umwandeln eines ersten
Satzes der Abfolge erster Laserpulse in eine Abfolge zweiter
Laserpulse zur Applikation auf das und zur Bearbeitung des
Materials, wobei
die zweiten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
die Repetitionsrate für die zweiten Laserpulse im Bereich zwischen 1 Hz und 1 MHz liegt,
sowie - c) eine Untersuchungseinrichtung (3, 5, 6, 7, 15), die dazu eingerichtet ist, erste Laserpulse, die nicht zum ersten Satz gehören, auf das Material zu applizieren, bestimmte Resultate dieser Applikation zu detektieren und diese detektierten Resultate als Information bereitzustellen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Untersuchungseinrichtung
einen Detektor (6) umfaßt, der die Information als Antwort auf
vom Material rückgestreute und/oder reflektierte Strahlung
bereitstellt.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiter umfassend:
- a) eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung (9), die sowohl mit der
Untersuchungseinrichtung (3, 5, 6, 7, 15) als auch mit der
Umwandlungseinrichtung (2) zusammenwirkt, wobei
der Steuer- und/oder Regeleinrichtung (9) Informationen aus der Untersuchungseinrichtung (3, 5, 6, 7, 15) übermittelt werden und
die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (9) in Abhängigkeit von diesen Informationen die Umwandlung erster Laserpulse in zweite Laserpulse und/oder die Applikation der zweiten Laserpulse auf das Material steuert bzw. regelt.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Umwandlungseinrichtung einen selektiven Pulsver
stärker (2) umfaßt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem
selektiven Pulsverstärker (2) erste und zweite Laserpulse austreten,
die mittels eines Strahlteilers (3) so in zwei Strahlen getrennt
werden, daß einer der Strahlen zur Materialbearbeitung einsetzbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Untersuchungseinrichtung zur Durchführung inter
ferometrischer Analysen eingerichtet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-6, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Pulsselektor (7) vorgesehen ist, um zu verhindern, daß verstärkte
Laserpulse oder deren Interferenz-Produkte auf den Detektor treffen.
8. Verfahren zur Bearbeitung eines Materials mit ultrakurzen Laserpul
sen, mit folgenden Schritten:
- a) Erzeugen einer Abfolge erster Laserpulse, wobei
die ersten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
die Repetitionsrate für die ersten Laserpulse im Bereich zwischen 100 kHz und 1 GHz liegt, - b) Umwandeln eines Satzes erster Laserpulse in eine Abfolge
zweiter Laserpulse zur Bearbeitung des Materials, wobei
die zweiten Laserpulse jeweils eine Dauer unter 300 Pikosekunden besitzen und
die Puls-Repetitionsrate im Bereich zwischen 1 Hz und 1 MHz liegt, - c) Applizieren einer Abfolge ausgewählter zweiter Laserpulse auf das Material, um dieses zu bearbeiten,
- d) Applizieren eines zweiten Satzes erster Laserpulse auf das Material, um dieses zu untersuchen.
9. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7 zur
Materialbearbeitung.
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