DE10021464A1 - Fahrzeug mit einem zu öffnenden Fahrzeugdach - Google Patents
Fahrzeug mit einem zu öffnenden FahrzeugdachInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere eine Limousine oder ein Coupe, mit einem Fahrzeugdach mit karosseriefesten Dachlängsholmen (5), mit einer Dachöffnung im Fahrzeugdach, mit einer beweglichen Dachteileinrichtung, insbesondere einem Lamellendach, zum wahlweisen Verschließen oder zumindest teilweisen Freigeben der Dachöffnung sowie mit einer sich an das Fahrzeugdach anschließenden Heckscheibe (13), wobei die bewegliche Dachteileinrichtung bzw. das Lamellendach Lamellen (7) aufweist, die an seitlichen Führungen verschiebbar geführt und beim Öffnen des Lamellendaches in einen hinteren Ablageraum (16) ablegbar sind, der im wesentlichen unterhalb einer Fahrzeug-Gürtellinie (17) angeordnet ist, und die Heckscheibe (13) mittels einer Führungseinrichtung an der Karosserie bewegbar angeordnet ist und aus ihrer Schließstellung, in der sie eine von der Karosserie begrenzte Heckscheibenöffnung verschließt, in eine Offenstellung absenkbar ist, in der sie aus der Heckscheibenöffnung entfernt und zumindest teilweise unter einer Kofferraumklappe (2) angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere eine Limousine oder ein Coupe,
mit einem Fahrzeugdach mit karosseriefesten Dachlängsholmen, mit einer
Dachöffnung im Fahrzeugdach, mit einer beweglichen Dachteileinrichtung zum
wahlweisen Verschließen oder zumindest teilweisen Freigeben der Dachöffnung
sowie mit einer sich an das Fahrzeugdach anschließenden Heckscheibe.
Beim Fahren in einem offenen Personenkraftwagen wie z. B. einem Cabriolet be
steht bei einem Unfall mit Überschlag des Fahrzeugs ein hohes Verletzungsrisiko
für die Fahrzeuginsassen. Zum Insassenschutz bei geöffnetem Dach werden da
her bei Cabrios feste oder ausfahrbare Überrollbügel eingebaut. Limousinen und
Coupes bieten eine hohe Sicherheit bei einem Überschlag, jedoch ist auch bei
Einbau eines öffnungsfähigen Daches, z. B. eines Schiebedaches, nur eine be
grenzte Dachöffnung möglich, die ein Fahrgefühl wie beim Fahren eines offenen
Cabriolets üblicherweise nicht vermitteln kann.
In der EP 0 591 644 B1 ist ein Fahrzeug mit einem Fahrzeugdach beschrieben,
das eine Dachöffnung aufweist, die mittels Lamellen eines Lamellendaches
wahlweise verschließbar oder zumindest teilweise zu öffnen ist. Zum Öffnen der
Dachöffnung werden die an beidseitigen dachfesten Führungen verschiebbar
gelagerten Lamellen nach hinten unter einen sich an die Dachöffnung nach hinten
anschließenden festen Dachteil bewegt. In der Ablagestellung können die
Lamellen zu einem Paket von relativ geringer Höhe gestapelt sein oder sie sind in
gegenseitigem Höhenabstand jalousieartig vor einer Heckscheibe angeordnet.
Aus der FR 2 718 485 ist ein Schiebehimmel für ein geschlossenes durchsichti
ges Fahrzeugdach bekannt geworden. Der Schiebehimmel enthält einzelne La
mellen, die an beidseitigen Dachlängsführungen verschiebbar gelagert sind. Beim
Öffnen des Schiebehimmels werden die einzelnen Lamellen nach hinten unter
das durchsichtige Fahrzeugdach in eine Ablagestellung verschoben, in der sie als
Paket übereinander angeordnet sind.
In der DE 196 34 507 C1 ist ein in ein Fahrzeugheck eines Personenkraftwagens
versenkbares Fahrzeugdach beschrieben. Eine bewegliche Dachanordnung, die
wahlweise zum Verschließen oder Freigeben einer Dachöffnung vorgesehen ist,
ist insbesondere als Lamellendach gestaltet, das beim Öffnen an einem
Dachrahmen paketförmig zusammenlegbar und mit dem Fahrzeugdach im Fahr
zeugheck versenkbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein eingangs genanntes Fahrzeug zu schaffen,
dessen Fahrzeugdach großflächig zu öffnen ist und dennoch eine hohe Steifigkeit
als Insassenschutz bei einem Fahrzeugüberschlag aufweist.
Die Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Fahrzeug erfindungsgemäß da
durch gelöst, daß die Dachteileinrichtung Dachteilelemente aufweist, die an seitli
chen Führungen verschiebbar geführt und beim Öffnen der Dachteileinrichtung in
einen hinteren Ablageraum ablegbar sind, der insbesondere im wesentlichen un
terhalb einer Fahrzeug-Gürtellinie angeordnet ist, und daß die Heckscheibe mit
tels einer Führungseinrichtung an der Karosserie bewegbar angeordnet ist und
aus ihrer Schließstellung, in der sie eine von der Karosserie begrenzte Heck
scheibenöffnung verschließt, in eine Offenstellung absenkbar ist, in der sie aus
der Heckscheibenöffnung entfernt und zumindest teilweise unter einer Kofferraumklappe
angeordnet ist. Auf diese Weise läßt sich eine Dachöffnung bilden,
die sich wie bei einem Cabriolet von einer Frontscheibe bis zu der Kofferraum
klappe über den gesamten Fahrgastinnenraum erstreckt, wobei jedoch gegen
über einem Cabriolet die Dachlängsholme in ihrer karosseriefesten Anordnung
verbleiben und damit einen verbesserten Insassenschutz bereitstellen, falls sich
das Fahrzeug überschlägt und auf dem Dach zu liegen kommt. Die Dachlängs
holme sind über hintere Dachsäulen wie z. B. die C-Säulen an der Karosserie
befestigt. Der hintere Ablageraum für die Dachteilelemente befindet sich bevor
zugt in einer abgesenkten Position, so daß er sich nicht oder nicht wesentlich
über eine Gürtellinie des Fahrzeugs erhebt, die vom Unterrand der Seitenschei
ben und dem Kofferraumdeckel gebildet ist. Damit wird die freie Durchsicht vom
Fahrzeuginnenraum nach hinten nicht behindert. Der Ablageraum ist somit bei
einer vier- oder fünfsitzigen Limousine hinter den Rücksitzen in etwa unterhalb
des Oberrandes der Rücksitze.
Die bewegliche Dachteileinrichtung ist insbesondere ein Lamellendach, das zum
Verschließen der Dachöffnung bevorzugt verwendbar ist und beim Öffnen in eine
kompakte Anordnung in den hinteren Ablageraum überführbar ist. Die Dachteil
elemente bzw. die Lamellen können lediglich längsverschiebbar sein oder sie
können aus ihrer Schließstellung auch in eine Lüftungsstellung verschwenkbar
sein oder sie sind als in Längsrichtung schmale Lamellenteile in der Art eines
Rollos aneinander befestigt und werden in dem Ablageraum aufgewickelt. An
stelle der Lamellen kann auch eine Dachteileinrichtung mit einer flexiblen Abdec
kung, beispielsweise ein Faltdach, verwendet werden.
In Abhängigkeit von der Größe der Heckscheibe und der Kofferraumklappe kann
die Heckscheibe teilweise oder vollständig in Öffnungsstellung unter der Koffer
raumklappe angeordnet werden. Insbesondere wenn die geschlossene Heck
scheibe und die Kofferraumklappe in Längsrichtung unter einem Winkel zueinan
der stehen, wird die Heckscheibe während des Öffnungsvorgangs um ihren Hinterrand
verschwenkt, so daß sie möglichst parallel unter der Kofferraumklappe
und damit platzsparend im Kofferraum untergebracht ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange
geben.
Um eine geneigt angeordnete Heckscheibe platzsparend unter die Kofferraum
klappe zu fahren, ist es zweckmäßig, wenn die Heckscheibe im Bereich ihres
Hinterrandes um eine Querachse schwenkbar an einer hinteren Führungsein
richtung gelagert ist.
Bevorzugt weist die hintere Führungseinrichtung zwei voneinander beabstandete,
insbesondere parallele Längsführungsschienen auf, die in Seitenbereichen des
Kofferraums angeordnet sind. Damit wird die Zugänglichkeit des Kofferraumes
von der Führungseinrichtung nicht behindert und eine sichere und feste Abstüt
zung und Führung durch eine breite Führungsbasis gebildet.
Zweckmäßigerweise sind an der Heckscheibe Lagerteile wie insbesondere seit
lich hervorstehende Zapfen angebracht, die an den Längsführungsschienen ver
schiebbar geführt sind, wobei die Lagerteile mit in den Längsführungsschienen
verschiebbar gelagerten Gleitelementen gekoppelt sein können, die von einer
Antriebseinrichtung bewegbar sind.
Zur sicheren Führung der Heckscheibe kann sie im Bereich ihres Vorderrandes
mit einer vorderen Führungseinrichtung gekoppelt sein, die zwei nichtparallele
Führungsschienen aufweisen kann, an denen die Heckscheibe über Ausgleich
selemente verschiebbar gelagert ist. Zweckmäßigerweise werden nichtparallele
Führungsschienen verwendet, die an die vom Dach nach außen geneigt verlau
fenden C-Säulen angepaßt sind.
Bevorzugt ist die Heckscheibe beim Öffnungsvorgang mittels der vorderen Füh
rungseinrichtung in einer anfänglichen Absenkbewegung aus einem Heckschei
benrahmen geführt.
Die Dachteilelemente bzw. Lamellen sind zweckmäßigerweise an Längsführun
gen geführt, die entlang der seitlichen Dachlängsholme und abwärts zu dem Ab
lageraum verlaufen und sie werden mittels einer insbesondere an einem Windlauf
angeordneten Antriebseinrichtung verschoben.
Bevorzugt ist eine Betätigungseinrichtung vorgesehen, mit der das Lamellendach
und die Heckscheibe in gekoppelter Abfolge oder unabhängig voneinander zu
öffnen und zu schließen sind.
Gemäß einer Ausführungsform ist der Ablageraum für die Dachteilelemente bzw.
die Lamellen von einer Abdeckung, insbesondere einer Hutablage oder eine In
nenraumabdeckung des Kofferraumes, bei geschlossenem Lamellendach ab
deckt und er wird durch Entfernen der Abdeckung aus ihrer Abdeckposition für
die Lamellen aufnahmebereit.
Die Abdeckung kann in eine untere Stellung verfahrbar sein, in der sie einen Bo
den des Ablageraumes bildet.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Fahrzeugs unter Bezugnahme auf
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in einer perspektivischen Heckansicht ein Fahrzeug mit einem Lamel
lendach und einer daran angrenzenden Heckscheibe in Schließstellung;
Fig. 2 in einer perspektivischen Heckansicht gemäß Fig. 1 das Fahrzeug mit
geöffnetem und abgelegtem Lamellendach;
Fig. 3 in einer perspektivischen Heckansicht gemäß Fig. 2 das Fahrzeug mit
zusätzlich geöffneter Heckscheibe;
Fig. 4 in einer perspektivischen Heckansicht in schematischer Darstellung das
Fahrzeug mit Lager- und Führungseinrichtungen für das Lamellendach
und die Heckscheibe;
Fig. 5 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung das Fahrzeug mit
dem Lamellendach und der Heckscheibe in unterschiedlichen Stellun
gen; und
Fig. 6 in einer Draufsicht die Heckscheibe mit einer Führungseinrichtung.
Ein Fahrzeug 1 (siehe Fig. 1), das im Ausführungsbeispiel ein Personenkraftwa
gen in der Art einer Limousine oder eines Coupes mit einem von einer Koffer
raumklappe 2 verschließbaren Kofferraum 3 ist, weist ein Fahrzeugdach 4 mit
seitlichen Dachlängsholmen 5 auf, zwischen denen ein Lamellendach 6 zum
wahlweisen Verschließen oder zumindest teilweisen Freigeben einer zwischen
den Dachlängsholmen 5 gebildeten Dachöffnung angeordnet ist. Das Lamellen
dach 6 ist aus mehreren Lamellen 7 gebildet, die in Querrichtung mit ihren ge
genüberliegenden Enden an jeweiligen Führungsschienen 8 (siehe Fig. 4), die an
den Dachlängsholmen 5 angebracht oder daran ausgebildet sind, verschiebbar
gelagert sind. Die Dachlängsholme 5 grenzen vorne im Bereich des Windlaufs 9,
der am Oberrand einer Windschutzscheibe 10 angeordnet ist, an die A-Säulen 11
an und setzen sich nach hinten als C-Säulen 12 fort, die fest an der Karosserie
verankert sind. Eine Heckscheibe 13 ist zwischen dem geschlossenen Lamellen
dach 6 und der Kofferraumklappe 2 angeordnet.
Die Führungsschienen 8 für die Lamellen 7 verlaufen entlang eines hinteren ge
krümmten Bahnabschnitts 14 (siehe Fig. 4 und 5) an den Innenseiten der C-
Säulen 12 und hinter den Rücksitzlehnen 15 abwärts bis zu einem Ablageraum
16 für die Lamellen 7, der sich in etwa unterhalb einer Gürtellinie 17 des Fahr
zeugs in einem Oberabschnitt des Kofferraums 3 und zwischen dem Unter- oder
Hinterrand 20 der Heckscheibe 13 und den Sitzlehnen 15 der Rücksitze befindet.
Der Ablageraum 16 ist von einer Abdeckung, die beispielsweise eine Hutablage
18 ist, abgedeckt, wenn das Lamellendach 6 geschlossen ist. Wenn das Lamel
lendach 6 geöffnet wird, wird die Hutablage 18 zumindest teilweise aus ihrer Ab
deckstellung entfernt, so daß die Lamellen 7 in den Ablageraum 16 eingebracht
und darin geordnet abgelegt werden können. Der Ablageraum 16 kann eine feste
Umhüllung aufweisen, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt ist. Die in Fig. 5 dar
gestellte Hutablage 18 ist an Führungen (nicht dargestellt) bewegbar gelagert und
kann bis in die zusätzlich dargestellte Position (mit 18' bezeichnet) abgesenkt
werden, in der sie einen Boden für den Ablageraum 16 bildet. Bei geschlossenem
Lamellendach 6 bleibt somit der Ablageraum 16 als Nutzraum im Kofferraum 3
erhalten.
Die Hutablage 18 kann auch in Querrichtung in einen Vorder- und einen Hinter
abschnitt unterteilt sein, so daß lediglich der Vorderabschnitt zum Bereitstellen
des Ablageraums 16 abgesenkt wird.
Die einzelnen Lamellen 7 sind derart miteinander verbunden, daß sie in der
Schließposition aneinander angrenzend liegen und die Dachöffnung verschließen
(siehe Fig. 1) und daß sie zum Öffnen der Dachöffnung in ihrer Gesamtheit ent
lang den Führungen 8 nach hinten bis in den Ablageraum 16 verschoben werden,
wobei sie sukzessive nebeneinander in eine paketförmige Anordnung gestapelt
werden. Die gegenseitige Koppelung von jeweils zwei benachbarten Lamellen 7
erfolgt beispielsweise in der Art, wie sie in der FR 2 718 485 für Lamellen eines
unter einem Glasdeckel angeordneten Lamellen-Schiebehimmels beschrieben ist.
Ein Antriebsmotor 35 für das Lamellendach 6 ist beispielsweise im Bereich des
Windlaufs 9 angeordnet und über drucksteife Antriebskabel mit den in den Füh
rungen 8 aufgenommenen Lagerelementen der Lamellen 7 verbunden.
Die Heckscheibe 13 weist eine hintere Führungseinrichtung auf, die zwei vonein
ander beabstandete Führungsschienen 19 innerhalb der beiden oberen Seitenbe
reiche des Kofferraums 3 aufweist, wobei die Führungsschienen 19 zweckmäßi
gerweise möglichst weit zu den Heckseitenwänden hin angeordnet sind. Die
Heckscheibe 13 weist im Bereich ihres Hinterrandes 20 zwei seitlich hervorste
hende Lagerelement 21 auf, beispielsweise zwei Zapfen, die eine gemeinsame
Schwenkachse 22 bilden und die mit jeweiligen Gleitelementen 23, die in den
Führungsschienen 19 verschiebbar gelagert sind, um diese Schwenkachse 22
verschwenkbar verbunden sind. Die beiden Gleitelemente 23 sind über druck
steife Antriebskabel 24 mit einem im Heckbereich angeordneten Elektro-
Antriebsmotor 25 verbunden und können von diesem synchron bewegt werden.
Die Heckscheibe 13 weist des weiteren eine vordere Führungseinrichtung auf, die
zwei an den Innenseiten der C-Säulen 12 angeordnete Führungsschienen 26
(siehe Fig. 4) enthält, in denen jeweils ein Gleitelement 27 (siehe Fig. 6) ver
schiebbar aufgenommen ist. Die beiden Führungsschienen 26 verlaufen bei
senkrechter Draufsicht zu einer Fahrzeugmittelebene 33 schräg oder trapezför
mig, wobei die Oberenden 28 der Führungsschienen 26 entsprechend den ge
neigt angeordneten C-Säulen 12 näher zusammen liegen wie die Unterenden 29.
In den beiden oberen Eckbereichen der Heckscheibe 13 ist jeweils ein Schwenk
hebel 30 um eine zur Heckscheibe 13 in etwa senkrecht stehende Schwenkachse
31 verschwenkbar angebracht (in Fig. 6 ist nur der rechte Schwenkhebel 30 in
einer Schließstellung der Heckscheibe 13 und in einer Offenstellung der Heck
scheibe 13 dargestellt). Der Schwenkhebel 30 ist an dem Gleitelement 27 eben
falls an einer Schwenkachse 32 schwenkbar gelagert. Bei der Verschiebebewe
gung der Heckscheibe 13 in ihre Offenstellung (in Fig. 6 mit unterbrochenen Lini
en dargestellt) wird der Schwenkhebel 30 verschwenkt, da sich die Schwenkach
se 31 mit der Heckscheibe 13 in einer zur senkrechten Fahrzeuglängsmittelebene
33 parallelen Ebene 36 bewegt. Auf diese Weise wird ein Wegausgleich zwischen
der Schwenkachse 31 und dem sich von dieser entfernenden Gleitelement 27 in
der Führungsschiene 26 geschaffen.
Zum Freigeben der von der Heckscheibe 13 in Schließstellung eingenommenen
Öffnung, die von den beiden C-Säulen 12, einer hinteren Lamelle 7 (im Schließ
zustand des Lamellendaches 6 gemäß Fig. 1) und dem Vorderrand der Koffer
raumklappe 2 begrenzt wird, werden nach dem Öffnen des Lamellendaches 6
über den Antriebsmotor 25 und die Antriebskabel 24 die beiden Gleitelemente 23
in den hinteren Führungsschienen 19 nach hinten verschoben, wobei sie die
Heckscheibe 13 nach unten und nach hinten unter die Kofferraumklappe 2 zie
hen. Dabei folgt der Vorderrand 34 der Heckscheibe 13 dem Verlauf der beiden
vorderen Führungsschienen 26, die in seitlicher Draufsicht gekrümmt sind und an
ihrem Oberende 28 auf einem Anfangswegstück die Heckscheibe 13 stärker ab
senken, so daß die Heckscheibe 13 aus ihrer dichten Anlage an einer die Öff
nung umgebenden Heckscheibendichtung zum Fahrzeuginnenraum bewegt wird.
Somit wird die Heckscheibe 13 um die untere Schwenkachse 22 verschwenkt,
während sie mit ihrem Hinterrand 20 unter die Kofferraumklappe 2 gefahren wird.
In der vollständig geöffneten Stellung des Lamellendaches 6 und der Heckschei
be 7 (siehe Fig. 3) ist somit eine einem Cabriolet ähnliche große Dachöffnung
gebildet, wobei jedoch die Dachlängsholme 5 und die C-Säulen 12 in ihrer Positi
on verbleiben und eine starre Struktur bilden, die im Falle eines Überschlags den
Insassen einen hohen Schutz gewähren.
Mittels einer Betätigungseinrichtung kann zuerst das Lamellendach 6 geöffnet
und in den Ablageraum 16 abgelegt werden und anschließend die Heckscheibe
13 geöffnet und zumindest teilweise unter die Kofferraumklappe 2 gefahren wer
den. Das Schließen des Daches erfolgt in umgekehrtem Bewegungsablauf.
Selbstverständlich kann wahlweise auch nur das Lamellendach 6 geöffnet wer
den.
1
Fahrzeug
2
Kofferraumklappe
3
Kofferraum
4
Fahrzeugdach
5
Dachlängsholm
6
Lamellendach
7
Lamelle
8
Führungsschiene
9
Windlauf
10
Windschutzscheibe
11
A-Säule
12
C-Säule
13
Windschutzscheibe
14
Bahnabschnitt
15
Rücksitzlehne
16
Ablageraum
17
Gürtellinie
18
Abdeckung, Hutablage
19
Führungsschiene
20
Hinterrand
21
Lagerelement
22
Schwenkachse
23
Gleitelement
24
Antriebskabel
25
Elektro-Antriebsmotor
26
Führungsschiene
27
Gleitelement
28
Oberende
29
Unterende
30
Schwenkhebel
31
Schwenkachse
32
Schwenkachse
33
Fahrzeuglängsmittelebene
34
Vorderrand
35
Antriebsmotor
36
Ebene
Claims (14)
1. Fahrzeug, insbesondere Limousine oder Coupe, mit einem Fahrzeugdach
(4) mit karosseriefesten Dachlängsholmen (5), mit einer Dachöffnung im
Fahrzeugdach (4), mit einer beweglichen Dachteileinrichtung (6) zum
wahlweisen Verschließen oder zumindest teilweisen Freigeben der
Dachöffnung sowie mit einer sich an das Fahrzeugdach (4) anschließen
den Heckscheibe (13),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dachteileinrichtung (6) Dachteilelemente (7) aufweist, die an seitli chen Führungen (8, 14) verschiebbar geführt und beim Öffnen der Dach teileinrichtung (6) in einen hinteren Ablageraum (16) ablegbar sind, der insbesondere im wesentlichen unterhalb einer Fahrzeug-Gürtellinie (17) angeordnet ist, und
daß die Heckscheibe (13) mittels einer Führungseinrichtung (19, 27) an der Karosserie bewegbar angeordnet ist und aus ihrer Schließstellung, in der sie eine von der Karosserie begrenzte Heckscheibenöffnung verschließt, in eine Offenstellung absenkbar ist, in der sie aus der Heckscheibenöffnung entfernt und zumindest teilweise unter einer Kofferraumklappe (2) ange ordnet ist.
daß die Dachteileinrichtung (6) Dachteilelemente (7) aufweist, die an seitli chen Führungen (8, 14) verschiebbar geführt und beim Öffnen der Dach teileinrichtung (6) in einen hinteren Ablageraum (16) ablegbar sind, der insbesondere im wesentlichen unterhalb einer Fahrzeug-Gürtellinie (17) angeordnet ist, und
daß die Heckscheibe (13) mittels einer Führungseinrichtung (19, 27) an der Karosserie bewegbar angeordnet ist und aus ihrer Schließstellung, in der sie eine von der Karosserie begrenzte Heckscheibenöffnung verschließt, in eine Offenstellung absenkbar ist, in der sie aus der Heckscheibenöffnung entfernt und zumindest teilweise unter einer Kofferraumklappe (2) ange ordnet ist.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dachteileinrichtung (6) ein Lamellendach
(6) ist und die Dachteilelemente (7) Lamellen (7) des Lamellendaches (6)
sind.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Heckscheibe (13) im Bereich ihres Hin
terrandes (20) um eine Querachse (22) schwenkbar an einer hinteren Füh
rungseinrichtung (19) gelagert ist.
4. Fahrzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (19) zwei vonein
ander beabstandete, insbesondere parallele Längsführungsschienen (19)
aufweist, die in Seitenbereichen des Kofferraums (3) angeordnet sind.
5. Fahrzeug nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Heckscheibe (13) Lagerteile (21) an
gebracht sind, die an den Längsführungsschienen (19) verschiebbar ge
führt sind.
6. Fahrzeug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerteile (21) mit in den Längsfüh
rungsschienen (19) verschiebbar gelagerten Gleitelementen (23) gekoppelt
sind, die von einer Antriebseinrichtung (24, 25) bewegbar sind.
7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Heckscheibe (13) im Bereich ihres Vor
derrandes (34) mit einer vorderen Führungseinrichtung (26, 27) gekoppelt
ist.
8. Fahrzeug nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Führungseinrichtung (26, 27)
der Heckscheibe (13) zwei nichtparallele Führungsschienen (26) aufweist,
an denen die Heckscheibe (13) über Ausgleichselemente (30) verschieb
bar gelagert ist.
9. Fahrzeug nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Heckscheibe (13) beim Öffnungsvorgang
mittels der vorderen Führungseinrichtung (27) in einer anfänglichen Ab
senkbewegung aus einem Heckscheibenrahmen geführt ist.
10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dachteilelemente bzw. die Lamellen (7)
an Längsführungen (8) geführt sind, die entlang der seitlichen Dachlängs
holme (5) und abwärts zu dem Ablageraum (16) verlaufen.
11. Fahrzeug nach einem der beiden Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dachteilelemente bzw. die Lamellen (7)
des Lamellendaches (6) mittels einer insbesondere an einem Windlauf (9)
angeordneten Antriebseinrichtung (10) verschiebbar sind.
12. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Betätigungseinrichtung vorgesehen ist,
mit der das Lamellendach (6) und die Heckscheibe (13) in gekoppelter
Abfolge oder unabhängig voneinander zu öffnen und zu schließen sind.
13. Fahrzeug nach Anspruch 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ablageraum (16) für Dachteilelemente
bzw. die Lamellen (7) von einer Abdeckung (18), insbesondere einer
Hutablage (18), bei geschlossenem Lamellendach (6) abdeckt ist und
durch Entfernen der Abdeckung aus ihrer Abdeckposition für die Lamellen
(7) aufnahmebereit ist.
14. Fahrzeug nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (18) in eine untere Stellung
verfahrbar ist, in der sie einen Boden des Ablageraumes (16) bildet.
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