DE10024766A1 - Aus zumindest zwei in Fahrzeuglängsrichtung aufeinanderfolgenden Teilen zusammengesetzte Mittelkonsole - Google Patents

Aus zumindest zwei in Fahrzeuglängsrichtung aufeinanderfolgenden Teilen zusammengesetzte Mittelkonsole

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DE10024766A1
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Abstract

Eine Kraftfahrzeug-Mittelkonsole ist aus Montagegründen aus zwei in Fahrzeuglängsrichtung aufeinanderfolgenden Teilen (2, 3) zusammengesetzt. Um eine sichtbare Stoßstelle mit einem toleranzabhängigen Spalt zwischen beiden Teilen (2, 3) zu vermeiden, übergreift eines der Teile (3) das andere (2) mit Schiebesitz.

Description

Die Erfindung betrifft eine Mittelkonsole gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige zusammengesetzte Mittelkonsolen, wie sie beispielsweise aus der US-PS 4,691,960 bekannt sind, bieten gegenüber einteiligen Mittelkonsolen (worunter stets die Anzahl der in Fahrzeuglängsrichtung aufeinanderfolgenden Teile verstanden ist) Vorteile hinsichtlich der Montagefreundlichkeit. Bei der Montage ist zu berücksichtigen, daß üblicherweise Handhaben, wie ein Handbremshebel und/oder ein Gangwahlhebel, durch Ausnehmungen in der Mittelkonsole hindurchgeführt werden müssen.
Läßt man die beiden aufeinanderfolgenden Teile der Mittelkonsole mit ihren einander zugekehrten Stirnkanten aneinanderstoßen, so ist schon aus Toleranzgründen die Bildung eines Spalts zwischen beiden nicht zu vermeiden, der nicht nur aus technischen Gründen (Eindringen von Staubpartikeln) unerwünscht ist, sondern der auch den optischen Eindruck der Mittelkonsole nachteilig beeinflußt.
Verständlicherweise könnte man daran denken, hier zusätzliche Abdeckungen vorzusehen, jedoch bedeutete dies einen zusätzlichen Aufwand hinsichtlich Teilezahl und Montage.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Mittelkonsole zu schaffen, bei der eine störende Spaltbildung zwischen den in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Teilen ohne zusätzlichen Aufwand verhindert ist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs, eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung beschreibt der Unteranspruch.
Die Erfindung löst die definierte Aufgabe also in bestechend einfacher Weise dadurch, daß sie ein stumpfes Aneinanderstoßen der einander zugekehrten Kanten der aufeinanderfolgenden Teile der Mittelkonsole vorsieht, vielmehr bewußt ein gegenseitiges Übergreifen der einander zugekehrten Kanten der Teile der Mittelkonsole vermeidet. Bei toleranzbedingten Längenänderungen zumindest eines der Teile der Mittelkonsole, beispielsweise infolge starker Temperaturunterschiede, können die beiden Teile im Bereich ihrer benachbarten Enden infolge des bewußt vorgesehenen Schiebesitzes (Fehlen von in Längsrichtung wirksamen Befestigungen) aufeinander gleiten, was aber optisch in keiner Weise in Erscheinung tritt. Dies gestattet auch das Vorsehen relativ großer Fertigungstoleranzen, und zwar sowohl für die Abmessungen der Teile der Mittelkonsole selbst als auch für ihre Befestigungsanordnungen beispielsweise an einem Bodentunnel des betreffenden Fahrzeugs.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert, deren Fig. 1 perspektivisch schräg von vorn links den Rohbau einer Mittelkonsole wiedergibt, während Fig. 2 einen senkrechten und Fig. 3 einen horizontalen Schnitt zeigt.
Betrachtet man zunächst Fig. 1, so ist bei 1 ein Basisteil der Mittelkonsole angedeutet, das einen nicht dargestellten Tunnel überdeckt und an das sich in Richtung nach links ein Armaturenbrett anschließt. Dieses Basisteil 1 trägt die beiden in Längsrichtung des Fahrzeugs aufeinanderfolgenden Teile 2 und 3 der Mittelkonsole, von denen das vordere Teil eine Ausnehmung zum Aufnehmen eines Einsatzes aufweist, während das hintere Teil 3 mehrere Ausnehmungen aufweist, die teils zum Durchtritt eines Handbremshebels, teils zur Aufnahme von Getränkebechem dienen können.
Im Rahmen der Erfindung interessiert nun die konstruktive Gestaltung des Übergangs zwischen den beiden Teilen 2 und 3. Wie Fig. 1 erkennen läßt, würde ein Spalt zwischen den einander gegenüberstehenden Kanten dieser beiden Teile den optischen Eindruck stark beeinträchtigen, da der Spalt gut sichtbar liegt; man müßte, sofern nicht die erfindungsgemäßen Maßnahmen getroffen sind, eine zusätzliche Abdeckung vorsehen und befestigen.
Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, vermeidet die Erfindung eine derartige sichtbare Spaltbildung dadurch, daß das eine Teil 3 auf der Sichtseite das andere Teil 2 mit Schiebesitz übergreift. Dadurch können die Teile an dieser Übergangsstelle im Sinne der Pfeile in Fig. 2 relativ zueinander in Fahrzeuglängsrichtung Bewegungen ausführen, deren Existenz und Größe von Fertigungstoleranzen sowie von Veränderungen von Umweltgrößen, wie Temperatur und Feuchtigkeit, abhängt, die Einfluß auf die Länge bzw. die relative Lage der beiden Teile 2 und 3 zu nehmen vermögen.
Übrigens ist in Fig. 2 bei 4 ein Handbremshebel angedeutet, der die Ausnehmung 5 in dem Teil 3 der Mittelkonsole durchsetzt. Zur Montage des Teils 3 ist es also erforderlich, zunächst Teil 2 zu montieren, darauf Teil 3 so zu schwenken und zu bewegen, daß die Ausnehmung 5 gleichsam über den Handbremshebel 4 geschoben wird, und dann Teil 3 an dem Mitteltunnel des Fahrzeugs in an sich bekannter und daher nicht dargestellter Weise zu befestigen. Dabei entsteht automatisch der Übergriff des Teils 3 über den ihm zugekehrten Endbereich des Teils 2.
Während in Fig. 2 die freie Kante des einen Teils 3 gleichsam flach auf dem anderen Teil 2 aufliegt, sind die entsprechenden Kanten 6 in Fig. 3 abgerundet, so daß scharte Kanten auch hier vermieden sind.
Verständlicherweise läßt sich die Erfindung auch dann mit Vorteil einsetzen, wenn die Mittelkonsole aus mehr als zwei in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Teilen zusammengesetzt ist.

Claims (2)

1. Aus zumindest zwei in Fahrzeuglängsrichtung aufeinanderfolgenden Teilen zusammengesetzte Mittelkonsole, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Teile (3) das andere (2) der Teile mit Schiebesitz in der Längsrichtung übergreift.
2. Mittelkonsole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Teil (3) zumindest eine abgeschrägte oder abgerundete freiliegende Kante (6) aufweist.
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