DE10025354A1 - Abdeckvorrichtung für eine Werkzeugmaschine - Google Patents

Abdeckvorrichtung für eine Werkzeugmaschine

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Abdeckvorrichtung, insbesondere für eine Werkzeugmaschine, mit einem faltbaren oder teleskopartig verschiebbaren Abdeckelement, das relativ zueinander verschiebbare Endteile enthält. Ein gesteuertes Öffnen und Schließen des Abdeckelements wird erfindungsgemäß dadurch ermöglicht, daß mindestens ein Endteil (20) des Abdeckelements (14) über eine Linearführung (2, 23) geführt und durch einen Stellantrieb (26) verschiebbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Abdeckvorrichtung, insbesondere für eine Werkzeugmaschine, mit einem faltbaren oder te­ leskopartig verschiebbaren Abdeckelement, das relativ zu­ einander verschiebbare Endteile enthält.
Derartige Abdeckvorrichtungen werden z. B. bei Werkzeugma­ schinen zum Schutz der Führungsbahnen vor Beschädigungen oder Verschmutzung durch die bei der Bearbeitung anfallen­ den Späne und Kühlschmiermittel verwendet. Die in der Regel als Faltenbalg oder Teleskopabdeckung ausgeführten Ab­ deckungen sind mit ihrem einen Ende üblicherweise an einem feststehenden Maschinenteil und mit ihrem anderen Ende an einem verschiebbaren Schlitten, Werkstücktisch oder dgl. befestigt. Auch als Abdeckungen zwischen den ortsfesten Wandteilen einer Schutzkabine und den verfahrbaren Maschi­ nenteilen zum Schutz der Umgebung sind derartige Teleskop- oder Faltenbalgabdeckungen einsetzbar. Da jedoch diese Ab­ deckungen an ihren Enden üblicherweise fest mit der Schutz­ kabine und den bewegten Maschinenteilen verbunden sind, ist der durch die Abdeckung abgeschirmte Bereich nicht ohne weiteres zugänglich. Ein Zugang zum Abdeckbereich ist nur nach aufwendiger Demontage der Abdeckung möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abdeckvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die ein gesteuertes Öffnen und Schließen des Abdeckelements ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Abdeckvorrich­ tung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens ein Endteil des Abdeckelements über eine Linearführung geführt und durch einen Stellantrieb verschiebbar ist.
Durch die geführte Anordnung und entsprechende Ansteuerung des Stellantriebs kann das Abdeckelement bei Bedarf automa­ tisch geöffnet werden, so daß die Möglichkeit für einen einfachen Zugang zu dem durch das Abdeckelement abgetrenn­ ten Bereich besteht. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung als obere Abdeckwand einer Schutzkabine für eine Werkzeugmaschine bzw. ein Bearbeitungszentrum kann so z. B. die Schutzkabine an der Oberseite geöffnet werden, um auch von oben einen Zugang zum Werkstücktisch oder Ar­ beitsbereich des Bearbeitungszentrums zu schaffen. Vor al­ lem bei großen und schweren Werkstücken kann dann die Be- und Entladung des Werkstücktisches auf einfache Weise von oben mit Hilfe eines Krans o. ä. erfolgen. Dies ist beson­ ders vorteilhaft für Bearbeitungszentren in Gantry- Bauweise, die keinen freien seitlichen Zugang zum Werk­ stücktisch oder Arbeitsbereich aufweisen.
Zweckmäßige Ausführungsformen und vorteilhafte Ausgestal­ tungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
So enthält die Linearführung in einer konstruktiv einfachen und kostengünstigen Ausführung nur einen auf einer Füh­ rungsschiene verschiebbaren Führungsschuh, der mit dem durch einen Stellantrieb verschiebbaren Endteil des Ab­ deckelements verbunden ist. Durch diesen nur einseitigen Verstellmechanismus mit nur einem Führungsschuh und einem Linearantrieb ist kein großer Teile- und Montageaufwand er­ forderlich. Bei Bedarf kann jedoch auch an beiden Seiten des Abdeckelements ein Verstellmechanismus vorgesehen sein.
In einer besonders zweckmäßigen Ausführung können die Füh­ rungsschienen zur Führung der beweglichen Maschinenteile, wie z. B. Schlitten, Querträger oder dgl., für den Führungs­ schuh zur Führung des verschiebbaren Endes der Abdeckung verwendet werden. Es werden dann keine gesonderten Füh­ rungsschienen benötigt. Falls erforderlich, können jedoch auch gesonderte Führungsschienen verwendet werden.
Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist das durch den Stellantrieb verschiebbare Endteil des Abdeckele­ ments an einem schienenförmigen Führungselement befestigt, das mit seinen Enden auf seitlichen Stützflächen aufliegt und über die Linearführung verschiebbar geführt ist. Ein Ende des Führungselements kann z. B. über einen Verbindungs­ steg mit dem Führungsschuh verbunden sein, der seinerseits mit dem beweglichen Teil des z. B. als pneumatischer, elek­ trischer oder hydraulischer Linearantrieb ausgeführten Stellantriebs verbunden ist.
In einer leichten Ausführung ist das Abdeckelement zweck­ mäßigerweise als Faltenbalg ausgebildet. Das Abdeckelement kann in einer stabilen Ausführung aber auch eine Teleskopabdeckung mit mehreren gegeneinander verschiebbaren und einander überlappenden Abdeckplatten oder dgl. sein.
Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbei­ spiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht eines Vertikal- Bearbeitungszentrums in Gantry-Bauweise mit einer erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung und
Fig. 2 eine Einzelansicht der Abdeckvorrichtung von Fig. 1.
Das in Fig. 1 in einer Draufsicht schematisch dargestellte Vertikal-Bearbeitungszentrum in Gantry-Bauweise enthält ei­ nen Querträger 1, der über parallele Führungsschienen 2 und 3 auf zwei gegenüberliegenden Seitenwandungen 4 bzw. 5 ei­ nes formsteifen Maschinenständers 6 durch einen - nicht dargestellten - Antrieb in einer ersten Horizontalachse (Y-Achse) motorisch verfahrbar angeordnet ist. An der Vor­ derseite des Querträgers 1 ist ein Querschlitten 7 in einer zur ersten Horizontalachse senkrechten zweiten Horizon­ talachse (X-Achse) motorisch verfahrbar geführt. Der Quer­ schlitten 7 trägt eine in einer Vertikalachse (Z-Achse) mo­ torisch verfahrbare Bearbeitungseinheit 8, die eine drehge­ lagerte und motorisch angetriebene Arbeitsspindel 9 zur Aufnahme der Werkzeuge enthält. Die Bearbeitungseinheit 8 ist über seitliche Führungsleisten 10 vertikal verschiebbar am Querschlitten 7 geführt.
Unterhalb der Bearbeitungseinheit 8 ist zwischen den Sei­ tenwandungen 4 und 5 ein durch seitliche Abdeckungen 11 und eine vordere Abdeckung 13 nach oben abgedeckter Werkstück­ tisch 12 zur Aufspannung der zu bearbeitenden Werkstücke angeordnet. Der Werkzeugtisch 12 kann ein starrer Werkzeug­ tisch oder ein um die Vertikalachse motorisch drehbarer Wechseltisch mit einem Arbeitsbereich und einem Rüstbereich sein.
Wie besonders aus Fig. 2 hervorgeht, besteht die vordere Abdeckung 13 aus einem als Faltenbalg 14 ausgebildeten Ab­ deckelement, dessen hinteres leistenförmiges Endteil 15 bei der in Fig. 1 gezeigten Anwendung fest mit dem Querträger 1 verbunden ist. Der Faltenbalg 14 enthält z. B. aus Kunst­ stoff oder Textilmaterial bestehende Faltenabschnitte 16 mit dazwischenliegenden Stützrahmen 17, deren seitlich vor­ stehende Enden gemäß Fig. 1 auf entsprechenden seitlichen Stützflächen 18 und 19 aufliegen. Das vordere leistenförmi­ ge Endteil 20 des Faltenbalgs 14 ist an einem schienenför­ migen Führungselement 21 befestigt, das quer zwischen den beiden Seitenwandungen 4 und 5 des Maschinenbetts 6 ver­ läuft und ebenfalls auf den Stützflächen 19 und 20 auf­ liegt. Das in Fig. 2 linke Ende des Führungselements 21 ist über einen Verbindungssteg 22 mit einem Führungsschuh 23 verbunden, der auf der Führungsschiene 2 linear verschieb­ bar ist. Der Führungsschuh 23 ist über ein Querstück 24 mit einem verschiebbaren Teil 25 eines Stellantriebs 26 verbun­ den, der bei der gezeigten Ausführung als pneumatischer Li­ nearantrieb ausgeführt ist. Der Stellantrieb 26 kann aber auch ein elektrischer oder hydraulischer Antrieb sein.
Bei der in Fig. 1 gezeigten vorderen Stellung des Führungs­ elements 21 bleibt der zwischen den Seitenwandungen 4 und 5 im vorderen Teil liegende Arbeitsbereich des Bearbeitungs­ zentrums durch die vordere Abdeckung 13 auch dann nach oben abgeschlossen, wenn der Querträger 1 entlang der Führungs­ schienen 2 und 3 nach hinten verfährt. Das mit dem Querträ­ ger 1 verbundene hintere Endteil 15 des Faltenbalgs 14 macht die Bewegungen des Querträgers 1 mit, so daß der Arbeitsbereich nach oben abgetrennt bleibt. Durch entspre­ chende Ansteuerung des Stellantriebs 26 kann über das Füh­ rungselement 21 jedoch das vordere Endteil 20 des Falten­ balgs 14 nach hinten verschoben werden, so daß der Arbeits­ bereich bzw. der Werkstücktisch bei entsprechender Stellung des Querträgers 1 von oben zugänglich wird. Dadurch kann der Werkstücktisch mit schweren Werkstücken durch einen Kran o. ä. von oben beladen werden. Nach der Beladung kann dann der Arbeitsbereich durch entsprechende Verschiebung des vorderen Endteils 20 des Faltenbalgs 14 wieder nach oben geschlossen werden.
Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene und der Zeichnung dargestellte Anwendungsbeispiel beschränkt. So ist die erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung überall dort einsetzbar, wo ein einfach und gesteuert zu öffnender und wieder verschließbarer Zugang zu einem Abdeckbereich erfor­ derlich ist.

Claims (8)

1. Abdeckvorrichtung, insbesondere für eine Werkzeugma­ schine, mit einem faltbaren oder teleskopartig ver­ schiebbaren Abdeckelement (14), das relativ zueinander verschiebbare Endteile (15, 20) enthält. dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Endteil (20) des Abdeckelements (14) über eine Linearführung (2, 23) geführt und durch einen Stellantrieb (26) verschiebbar ist.
2. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Linearführung (2, 23) mindestens einen auf einer Führungsschiene (2) verschiebbaren Führungsschuh (23) enthält, der mit dem durch den Stellantrieb (26) verschiebbaren Endteil (20) des Abdeckelements (14) verbunden ist.
3. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das durch den Stellantrieb (26) ver­ schiebbare Endteil (20) des Abdeckelements (14) an ei­ nem über die Linearführung (2, 23) verschiebbar geführ­ ten Führungselement (21) angeordnet ist.
4. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich­ net, daß ein Ende des Führungselements (21) über einen Verbindungssteg (22) mit dem Führungsschuh (23) verbun­ den ist.
5. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß der Führungsschuh (23) mit einem bewegbaren Teil (25) des Stellantriebs (26) ver­ bunden ist.
6. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (26) ein pneumatischer, elektrischer oder hydraulischer Stellan­ trieb ist.
7. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (14) ein Faltenbalg ist.
8. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (14) eine Teleskopabdeckung mit mehreren gegeneinander verschieb­ baren und einander überlappenden Abdeckplatten ist.
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