DE10029715A1 - Verteilvorrichtung für eine Zerkleinerungsvorrichtung - Google Patents
Verteilvorrichtung für eine ZerkleinerungsvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verteilvorrichtung (62) für eine Zerkleinerungsvorrichtung für Erntegutreste, mit wenigstens einem Leitblech (64) zur transversalen Streuung der Erntegutreste, dessen Stellung durch einen Antrieb (78) veränderbar ist. Um auch bei feuchtem Erntegut eine gleichmäßige Verteilung auf dem Feld zu erzielen, wird vorgeschlagen, dass der Antrieb (78) das Leitblech (64) kontinuierlich hin- und herbewegt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verteilvorrichtung für eine
Zerkleinerungsvorrichtung, mit wenigstens einem Leitblech zur
transversalen Streuung der Erntegutreste, dessen Stellung
durch einen Antrieb veränderbar ist.
Im Stand der Technik werden Verteilvorrichtungen mit gekrümm
ten Leitblechen verwendet, die dazu dienen, von einem an der
Rückseite des Mähdreschers angebrachten Häcksler ausgeworfene
Erntegutreste (Stroh) durch ihre Krümmung mehr oder weniger
weit in seitliche Richtung abzulenken, um sie über die
Schnittbreite des Mähdreschers auf dem Feld zu verteilen.
Unter normalen, trockenen Bedingungen wird das gehäckselte
Stroh nach dem Verlassen der Leitbleche durch den Luftwider
stand gebremst und etwas verwirbelt. Dadurch kommt das Stroh
als gleichmäßige Schicht auf den Boden zu liegen. Bei sehr
feuchtem oder grünem und schwerem Stroh kann der
Luftwiderstand das gehäckselte Stroh nicht so stark
verwirbeln. Das Stroh verlässt die Leitbleche strahlenförmig
und wird gebündelt auf den Boden geworfen. Dabei entstehen
deutlich sichtbare Streifen hinter dem Mähdrescher, die sich
den einzelnen Strohleitblechen zuordnen lassen.
In der EP 0 685 151 A ist eine Verteilvorrichtung für Häcksler
beschrieben, die mehrere, in einem Ablenkgehäuse angeordnete,
motorisch verstellbare Leitbleche zur Führung des Häckselguts
aufweist. Die Richtung der Leitbleche wird durch den Motor
entsprechend der mit einem Sensor erfassten Windrichtung und
-geschwindigkeit selbsttätig derart eingestellt, um die
Strohhäcksel gleichmäßig über die Schnittbreite des
Mähdreschers zu verteilen.
In der DE 41 34 136 A wird vorgeschlagen, die Leitbleche einer
Verteilvorrichtung in Abhängigkeit von der Neigung des Felds,
auf dem sich der Mähdrescher befindet, zu verschwenken.
Die bekannten Verstellvorrichtungen für die Leitbleche können
das Problem der Schwadbildung bei feuchtem Erntegut aber nicht
lösen.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird darin
gesehen, eine Verteilvorrichtung bereitzustellen, die auch bei
feuchtem Erntegut eine gleichmäßige Verteilung der
Erntegutreste auf dem Erdboden ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patent
anspruchs 1 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen
Merkmale aufgeführt sind, die die Lösung in vorteilhafter Wei
se weiterentwickeln.
Der Kerngedanke besteht darin, die Stellung der Leitbleche
durch einen motorischen Antrieb fortdauernd zu verändern. Auf
diese Weise werden die Erntegutreste nacheinander in immer
verschiedene Richtungen abgelenkt, so dass bei hinreichend
hoher Geschwindigkeit der Verstellung der Leitbleche auch bei
feuchtem oder grünen Stroh eine gleichmäßige Verteilung der
Erntegutreste auf dem Feld erzielt wird. Durch die verbesserte
Verteilwirkung kann die Anzahl der Leitbleche reduziert werden,
wodurch die Verstopfungsanfälligkeit vermindert und der
Materialfluss verbessert ist. Die Erfindung kann auch an
bereits vorhandenen Verteileinrichtungen nachgerüstet werden.
Vorzugsweise schwenkt der Antrieb das Leitblech um eine
vertikale Achse hin und her, so dass die Richtung, in die die
Erntegutreste abgelenkt werden, sich kontinuierlich ändert.
Möglich wäre es auch, die Leitbleche an ihrem vorderen Ende
fest einzuspannen, und sie mit dem Antrieb in variierende
Richtungen hin- und herzubiegen. Man erspart sich dadurch eine
Schwenklagerung, vergrößert aber die zum Schwenken
aufzubringende Energie. Auch eine Verschiebung der Leitbleche
in seitlicher Richtung ist denkbar.
Es bietet sich an, mehrere Leitbleche seitlich nebeneinander
anzuordnen und mit dem Antrieb zu verbinden. Die Leitbleche
können alle gleichphasig angetrieben werden, oder in zwei (oder
mehrere) Gruppen unterteilt sein, die gegenphasig (oder mit
unterschiedlichen Phasen) bewegt werden.
Zur Erzeugung der Hin- und Herbewegung der Leitbleche ist,
falls ein eine Drehbewegung produzierender Antrieb Verwendung
findet, eine Umsetzung der Drehbewegung des Antriebs in die
Schwenk- bzw. Linearbewegung der Leitbleche erforderlich.
Denkbar ist aber auch, einen Linearmotor, z. B. einen
doppeltwirkenden bzw. gegen die Kraft einer Feder wirkenden
Hydraulikzylinder, zu verwenden.
Die Umsetzung einer Dreh- in eine Linearbewegung kann durch ein
vom Antrieb in Drehung versetztes Element erfolgen, an dem eine
Pleuelstange angreift. Alternativ wäre es auch möglich, durch
den Antrieb einen Exzenter anzutreiben, der ein anderes, mit
den Leitblechen verbundenes Element verschiebt.
Das rotierende Element kann ein Loch aufweisen, in dem sich ein
Stift befindet, der mit der Pleuelstange in Verbindung steht.
Der Stift ist vorzugsweise in einem Langloch des Elements
angeordnet, so dass durch Variieren der Position des Stifts im
Langloch eine stufenlose Einstellung der Amplitude der
Schwenkbewegung erfolgen kann. Denkbar wäre, anstelle des
Langlochs mehrere, unterschiedlich weit von der Drehachse
beabstandete Löcher im Element vorzusehen, in die der Stift
wahlweise gesteckt werden kann. Dadurch ist eine Drehung des
Stifts in den Löchern und eine drehfeste Verbindung zwischen
Stift und Pleuelstange möglich. Bei einem Langloch ist der
Stift hingegen in der Regel relativ zum Element drehfest
angebracht, und die Pleuelstange dreht sich gegenüber dem
Stift.
Jedes Leitblech kann separat mit dem Antrieb verbunden werden.
Bevorzugt ist aber, mehrere Elemente antriebsmäßig durch eine
Strebe miteinander zu verbinden, und die Strebe durch den
Antrieb in eine Hin- und Herbewegung zu versetzen. Die
Leitbleche sind vorzugsweise in unterschiedlichen Stellungen an
der Strebe befestigbar, so dass ihr Arbeitswinkel wählbar ist.
Zur lös- und verstellbaren Befestigung der Leitbleche an der
Strebe können Verbindungselemente dienen, die an der Oberseite
des Gehäuses der Verteilvorrichtung aufliegen, um die
Schwenklagerung der Leitbleche zu entlasten.
Es wird vorgeschlagen, die Leitbleche insbesondere in ihren
Endbereichen mit einem Diffusor auszustatten, der eine
Verbesserung der Verteilwirkung erzielt. Derartige Diffusoren
können durch Stahldrahtgrannen, Bleche oder Ausbuchtungen der
Leitbleche realisiert werden.
Außerdem kann der von den Leitblechen überstrichene
Winkelbereich in Abhängigkeit von der Windrichtung und/oder
Bödenneigung variiert werden. Dazu kann ein zusätzlicher
Antrieb vorgesehen sein, der mittels eines Sensors oder manuell
gesteuert wird, und die Stellung eines Antriebs der Leitbleche
verändert. Denkbar wäre auch, nur einen - eine Hin- und
Herbewegung erzeugenden - Motor zum Schwenken der Leitbleche
vorzusehen, dessen Bewegungsbereich entsprechend der
Windrichtung und/oder der Bodenneigung gesteuert wird.
Die Erfindung findet insbesondere an Strohverteilern von
Erntemaschinen, wie Mähdreschern, Verwendung.
In den Zeichnungen sind zwei nachfolgend näher beschriebene
Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Erntemaschine mit einer Zerkleinerungs
einrichtung und einer Verteilvorrichtung für
Erntegutreste;
Fig. 2 eine rückseitige Ansicht der Verteilvor
richtung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform
der Verteilvorrichtung; und
Fig. 4 eine seitliche, vergrößerte Ansicht des in
Fig. 3 eingekreisten Bereichs B.
Eine in Fig. 1 gezeigte Erntemaschine 10 in der Form eines
Mähdreschers ist auf vorderen angetriebenen und rückwärtigen
lenkbaren Rädern 12 bzw. 14 getragen und weist eine Fahrerka
bine 16 auf, von der aus sie von einem Fahrer bedient werden
kann. An die Fahrerkabine 16 schließt sich rückwärtig ein
Korntank 18 an, der in ihn abgegebenes Gut über ein Entleer
rohr 20 nach außen abgeben kann. Der Korntank 18 lagert auf
einem Rahmen 22, in dem zugeführtes Gut auf dem Weg über eine
Dreschtrommel 24, einen Dreschkorb 26 und eine Wendetrommel 28
in seine großen und kleinen Bestandteile zerlegt wird. Auf
daran anschließenden Schüttlern 30, sowie auf einem Vorberei
tungsboden 32 und Sieben 34 wird eine weitere Trennung des
geernteten Guts durchgeführt, wobei schließlich der ausgedro
schene Gutanteil in den Korntank 18 gefördert wird, die großen
Erntegutteile über die Schüttler 30 in eine Ausfallhaube 44
des Mähdreschers 10 gefördert werden und leichte Bestandteile
mittels eines Gebläses 36 von den Sieben 34 auf den Erdboden
geblasen werden. Auf dem Erdboden liegendes oder stehendes
Erntegut wird über einen Schrägförderer 38 und eine
Steinfangmulde 40 der Dreschtrommel 24 zugeführt, nachdem es
von einer nicht gezeigten Erntegutbergungsvorrichtung vom
Erdboden aufgenommen worden ist. Anstelle der Schüttler 30
können auch eine oder mehrere rotierende Abscheidetrommeln
vorgesehen sein.
Am hinteren Ende der Ausfallhaube 44 ist eine
Zerkleinerungsvorrichtung 42 vorgesehen, in die die von den
Schüttlern 30 geförderten Reste des Ernteguts gelangen, wie
z. B. Stroh. Die im folgenden als Fördergut bezeichnete
Erntegutreste werden von einer schnell im Gegenuhrzeigersinn
rotierenden Trommel 48 mit daran angebrachten Messern 50
erfasst. Auf der Trommel 48 sind gleichmäßig über den Umfang
verteilt mehrere Messer 50 beweglich angeordnet. Das Fördergut
wird von der Trommel 48 und den Messern 50 mitgenommen und an
einer feststehenden Leiste mit Gegenmessern 52 vorbeigezogen.
Das Gehäuse der Zerkleinerungsvorrichtung 42 ist an der
Unterseite der Ausfallhaube 44 befestigt und umschließt die
Trommel 48. Der erste Bereich 54 des Gehäuses ist ortsfest an
der Erntemaschine 10 angebracht. Das Fördergut wird
anschließend durch die Trommel 50 an einem zweiten Bereich 68
des Gehäuses vorbeigeführt, der an einer ersten, zur
Zeichenebene orthogonalen Achse 56 schwenkbar am Gehäuse
angelenkt ist.
Am auslassseitigen Ende der Zerkleinerungsvorrichtung 42 ist
eine Verteilvorrichtung 62 in Form eines so genannten
Strohverteilers angeordnet. Die Verteilvorrichtung 62 weist
ein um eine horizontale, senkrecht zur Zeichenebene
verlaufende Achse 58, die im folgenden als zweite Achse
bezeichnet wird, schwenkbares Bodenblech 60 auf, so dass die
Neigung der gesamten Verteilvorrichtung 62 relativ zum
Erdboden einstellbar ist. Unterhalb des Bodenblechs 60 ist
eine Anzahl von Leitblechen 64 angeordnet. Die Leitbleche 64
sind längliche, sich senkrecht zum Bodenblech 60 nach unten
erstreckende Bleche, die eine bezüglich der Fahrtrichtung der
Erntemaschine 10 nach rechts oder nach links gerichtete
Krümmung aufweisen. Die Verteilvorrichtung 62 kann - was in
den Figuren nicht dargestellt ist - ein oben, unten und an den
Seiten geschlossenes Gehäuse aufweisen, um die von der Trommel
48 erzeugte Windenergie nicht zu rasch abzubauen.
An einem seitlichen Ende (oder beiden Enden) des zweiten
Bereichs 68 sind unterseitig Hebel 74 angebracht. Außerdem
sind (in Vorwärts-Fahrtrichtung der Erntemaschine 10) hinter
den Hebeln 74 mehrere Aussparungen an der Unterseite des
zweiten Bereichs 68 vorgesehen. Jeweils eine dieser
Aussparungen nimmt eine Querstange auf, die über eine Stange
66. mit dem Bodenblech der Verteilvorrichtung 62 verbunden ist.
Mit der Auswahl der jeweils mit der Querstange in Eingriff
gebrachten Aussparung wird die Neigung der Verteilvorrichtung
62 festgelegt. Gleichzeitig wird dabei die Neigung des zweiten
Bereichs 68 des Gehäuses und damit die horizontale
Auswurfrichtung des gehäckselten Förderguts an die Neigung der
Verteilvorrichtung 62 angepasst.
Um eine gleichmäßige Verteilung der Erntegutreste auf dem
Erdboden zu erreichen, werden die Leitbleche 64 durch einen
Antrieb 78 (Fig. 2) fortdauernd in seitlicher Richtung hin-
und hergeschwenkt. Die Leitbleche 64 sind an ihrem in
Vorwärtsfahrtrichtung vorderen Ende um vertikale Achsen 80
drehbar am Bodenblech 60 angebracht. Die Achsen 80 können
wahlweise in Fahrtrichtung nach vorn und hinten versetzt
werden, da unterschiedliche Punkte zur Befestigung der
Leitbleche 64 am Bodenblech 60 vorgesehen sind. Etwa auf
halber Länge ist an der Oberseite jedes Leitblechs 64 ein
klammerförmiges Verbindungselement 94 vorgesehen, welches das
Leitblech 64 mit einer Strebe 92 verbindet. Die
Verbindungselemente 94 liegen außerdem gleitend auf der
Oberseite des Bodenblechs 60 auf, um die Schwenklagerung der
Leitbleche 64 an den Achsen 80 zu entlasten. Jeweils eine
Strebe 92 ist auf beiden Seiten einer vertikalen, das Gehäuse
der Verteilvorrichtung 62 in zwei (linke und rechte) Hälften
unterteilenden Mittelwand 98 angeordnet und verbindet die den
jeweiligen Hälften der Verteilvorrichtung 62 zugeordneten
Leitbleche 64 miteinander.
Die äußeren zwei Leitbleche 64 sind mit Verbindungselementen 94
verbunden, an der auch jeweils eine Pleuelstange 90 befestigt
ist. Die Pleuelstangen 90 sind an ihrem anderen Ende drehbar an
einem Stift 88 - beispielsweise durch einen den Stift 88
umschließenden, kugelgelagerten Ring - gelagert, der sich in
einem Langloch 86 in einem drehbaren, scheibenförmigen Element
84 befindet. Denkbar wäre auch, die Pleuelstangen 90 drehfest
am Stift 88 zu befestigen, und den Stift 88 drehbar am Element
84 zu lagern, was jedoch eine Verschiebung des Stifts 88 über
die Länge des Langlochs 86 erschwert. Das drehbare Element 84
wird durch ein (in der Zeichnung nicht erkennbares)
Winkelgetriebe in Drehung versetzt, welches durch einen Antrieb
78 über eine Welle 82 angetrieben wird.
Der Antrieb 78 ist ein Elektro- oder Hydraulikmotor mit
verstellbarer Geschwindigkeit. Er versetzt über die Welle 82
und das Winkelgetriebe das Element 84 in Drehung, so dass der
Stift 88 ebenfalls um die Drehachse des Elements 84 rotiert.
Die mit dem Stift 88 gekoppelten Pleuelstangen 90 werden somit
fortdauernd hin- und her gezogen, so dass sich die
Verbindungselemente 94 der äußeren Leitbleche 64 und auch die
Streben 92 kontinuierlich von links nach rechts und umgekehrt
bewegen. Im Ergebnis werden die Leitbleche 64 kontinuierlich um
die Achsen 80 hin- und hergeschwenkt.
Die Leitbleche 64 besitzen eine Krümmung, die in der Fig. 2
wiedergegeben ist. Das gehäckselte Fördergut wird entsprechend
der Krümmung in einer Kurvenbahn geführt. Das Fördergut
verlässt die Leitbleche in tangentialer Richtung und wird so
gegenüber der Fahrtrichtung der Erntemaschine 10 seitlich
abgelenkt auf das Feld geworfen. Am Ende der Leitbleche 64
angebrachte Diffusoren 96 in Form von Stahldrahtgrannen
verbessern die Verteilwirkung. Durch die kontinuierliche
Schwenkbewegung der Leitbleche 64 wird das Fördergut
sukzessive in jeweils eine andere Richtung abgelenkt, so dass
bei hinreichend hoher Schwenkfrequenz auch bei feuchtem oder
grünem und schwerem Stroh eine gleichmäßige Verteilung des
Förderguts auf dem Erdboden erreicht wird. Eine unerwünschte
Schwadbildung ist vermieden.
Das Langloch 86 ermöglicht, den Stift 88 in unterschiedlichen
Abständen von der Drehachse des Elements 84 zu befestigen, was
eine Einstellung der Amplitude der Schwenkbewegung der
Leitbleche 64 ermöglicht. Die Schwenkfrequenz wird durch die
Drehgeschwindigkeit des Antriebs 78 vorgegeben und ist
vorzugsweise ebenfalls variabel. Die Leitbleche 64 können, wie
in Fig. 2 dargestellt, synchron arbeiten. Anzumerken ist, dass
es auch denkbar ist, die Streben 92 links und rechts der
Mittelwand 98 gegenphasig, also in jeweils gegenüberliegende
Richtungen anzutreiben, was durch zwei Stifte 88, die einander
diametral auf dem Element 84 gegenüberliegen erfolgen kann, die
jeweils eine Pleuelstange 90 und eine Strebe 92 antreiben. Der
Vorteil liegt darin, dass auch bei höheren Schwenkfrequenzen
keine störenden Schwingungen der Verteilvorrichtung 62 zu
befürchten sind.
In Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungs
gemäßen Verteilvorrichtung dargestellt. Dabei sind die
Elemente, die in der Fig. 2 gezeigten Elementen entsprechen,
mit übereinstimmenden Bezugszeichen gekennzeichnet. In dieser
Ausführungsform können die Verbindungselemente 94 von den
Streben 92 gelöst werden, so dass das jeweilige Leitblech 64 in
einer wählbaren Stellung mit der Pleuelstange 90 gekoppelt
werden kann. Dazu können die Streben 92 an den klammerförmigen
Verbindungselementen 94, welche oberhalb des Bodenblechs 60
angeordnet und an den Achsen 80 drehbar gelagert sind,
wahlweise an verschiedenen Stellen 93 befestigt (eingesteckt)
werden. Dadurch ergeben sich für die einzelnen Leitbleche 64
unterschiedliche mögliche Schwenkwinkel und -amplituden, und
somit unterschiedliche Verteilbreiten. Die klammerförmigen
Verbindungselemente 94 ruhen auf Gleitschienen 102, die an der
hinteren Kante der Oberseite des Bodenblechs 60 angebracht
sind. Die Kraftübertragung von den Verbindungselementen 94 auf
die Leitbleche 64 kann an den Achsen 80 und/oder hinter den
Gleitschienen 102 erfolgen.
Um eine dem Seitenwind bzw. der Bodenneigung angepasste
Steuerung der Leitbleche 64 und dadurch eine entsprechende
Verteilung des Förderguts zu ermöglichen, ist in der
Ausführungsform gemäß Fig. 3 und 4 das rotierende
scheibenförmige Element 84 einschließlich des Antriebs 78 und
der Welle 82 auf einer Konsole 97 befestigt, welche an einer
Drehachse 101 schwenkbar am Bodenblech 60 gelagert ist. Die
Konsole 97 ist als zweiarmiger Hebel ausgeführt. Am ersten
Hebel ist das Element 84 montiert, am zweiten Hebel eine Öse
mit einem Verbindungsteil 100 für einen Verstellmotor 99. Der
Verstellmotor 99 wird durch elektrische Energie (bzw.
hydraulisch oder pneumatisch) angetrieben und entweder manuell
oder mittels eines Windrichtungs- und/oder Bodenneigungssensors
entsprechend der Windrichtung bzw. der Bodenneigung gesteuert.
Er kann als Spindelmotor ausgeführt sein und bewirkt eine
seitliche Verschiebung des Verbindungsteils 100. Durch die
Verschiebung des Verbindungsteils 100 wird die Position des
rotierenden scheibenförmigen Elements 84 auf dem ersten Hebel
der Konsole 97 in Fahrtrichtung nach links oder rechts
geändert, wodurch trotz oszillierender Leitbleche 64 das
Auswerfen des Häckselguts den Seitenwind- bzw.
Bodenneigungsverhältnissen angepasst wird.
Claims (11)
1. Verteilvorrichtung (62) für eine Zerkleinerungsvorrich
tung, mit wenigstens einem Leitblech (64) zur transver
salen Streuung der Erntegutreste, dessen Stellung durch
einen Antrieb (78) veränderbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Antrieb (78) das Leitblech (64)
kontinuierlich bewegt.
2. Verteilvorrichtung (62) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Antrieb (78) das Leitblech (64)
um eine vertikale Achse (80) hin- und herschwenkt.
3. Verteilvorrichtung (62) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass mehrere Leitbleche (64) seitlich
nebeneinander angeordnet und mit dem Antrieb (78)
verbunden sind.
4. Verteilvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Leitblech (64) durch ein
vom Antrieb (78) in Drehung versetztes Element (84) in
Bewegung versetzt wird.
5. Verteilvorrichtung (62) nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Leitblech (64) über eine
Pleuelstange (90) mit einem Stift (88) verbunden ist, der
in ein Loch des Elements (84) eingreift.
6. Verteilvorrichtung (62) nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass das Loch des Elements (84) ein
Langloch (86) ist, und das der Stift (88) im Langloch (88)
in unterschiedlichen Stellungen arretierbar ist.
7. Verteilvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Leitbleche (64)
direkt oder indirekt durch eine Strebe (92) mit dem
Antrieb (78) verbunden sind, und dass die Leitbleche (64)
verstellbar an der Strebe (92) fixierbar sind.
8. Verteilvorrichtung (62) nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Leitblech (64) durch ein
Verbindungselement (94) mit der Strebe (92) verbunden ist,
das auf der Oberseite eines Gehäuses der
Verteilvorrichtung (62) gleitend aufliegt.
9. Verteilvorrichtung (62) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitblech (64)
mit einem Diffusor (96) versehen ist.
10. Verteilvorrichtung (62) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung der
Leitbleche (64) abhängig von der Windrichtung und/oder der
Bodenneigung variabel ist.
11. Mähdrescher (10) mit einer Verteilvorrichtung (62) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
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