DE10032949A1 - Schraubgerät - Google Patents
SchraubgerätInfo
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Abstract
Das Schraubgerät weist ein Gehäuse (1), eine im Gehäuse (1) drehbar gelagerte, axial begrenzt versetzbare Hohlspindel (3) und eine gegenüber der Hohlspindel (3) drehfest sowie axial begrenzt versetzbare Eindrehspindel (5) auf, die von einer Schlagmasse (15) in Eindrehrichtung versetzbar ist. Zwischen einem Antriebsmotor (2) und der Hohlspindel (3) ist eine Kupplung (6) angeordnet. Aufgrund der axialen Versetzbarkeit der Hohlspindel (3) ist es möglich, während eines Verschraubungsvorganges, bei dem sich die Eindrehspindel (5) dreht, einen Schlag auf die Eindrehspindel (5) abzugeben, ohne dass eine drehfeste Verbindung zwischen der Hohlspindel (3) und dem Antriebsmotor (2) unterbrochen wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Schraubgerät gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Der Raumunterteilung in Bauwerken dienen heutzutage Trennwände, die sich aus einem
tragenden Blechrahmen und aus Gipskartonplatten zusammensetzen, die mit Hilfe von
selbstschneidenden Schnellbauschrauben auf beiden Seiten des Blechrahmens befestigt
werden. Diese eine scharfe Spitze aufweisenden Schnellbauschrauben haben den Vorteil,
dass mit diesen direkt ein Loch in dem Blechrahmen erzeugt werden kann, in das ein
Gewindeabschnitt der Schnellbauschrauben eingedreht wird. Inbesondere bei der Her
stellung dieser Löcher mit herkömmlichen Schraubgeräten, ist vom Anwender eine hohe
Anpresskraft auf das Schraubgerät auszuüben.
Eine Reduktion dieser Anpresskraft wird beispielsweise mit pneumatisch betriebenen
Schraubgeräten erreicht, wie es beispielsweise aus der DE-14 78 914 bekannt ist. Dieses
pneumatisch betriebene Schraubgerät verfügt über eine Eindrehspindel, die gegen die
Kraft einer Feder entgegen einer Eindrehrichtung gegenüber einem Gehäuse des
Schraubgerätes versetzbar ist. Eine zwischen der Eindrehspindel und einer Hohlspindel
angeordnete Kupplung sorgt für eine drehfeste Verbindung zwischen der Eindrehspindel
und der, von einem Antriebsmotor antreibbaren, Hohlspindel, wenn das Schraubgerät mit
einem entsprechenden Anpressdruck gegen den Untergrund gedrückt wird, so dass eine
Versetzung der Eindrehspindel in Richtung Hohlspindel erfolgt.
Bei der Befestigung einer Gipskartonplatte an einem Blechrahmen wird zunächst die Ein
drehspindel über die Hohlspindel von dem Antriebsmotor angetrieben, so dass sich die
Schnellbauschraube durch die Gipskartonplatte bohrt, bis die Spitze der Schnellbau
schraube auf der Oberfläche des Blechrahmens zur Anlage gelangt. Anschliessend übt
eine in Eindrehrichtung beschleunigbare Schlagmasse einen Schlag auf die Eindreh
spindel und die mit der Eindrehspindel zusammenwirkende Schnellbauschraube aus.
Dabei wird die Eindrehspindel in Eindrehrichtung beschleunigt und die Spitze der Schnell
bauschraube erzeugt in dem Blechrahmen ein Loch, in das die Schnellbauschraube ein
Stück weit eingetrieben wird. Da die drehschlüssige Verbindung zwischen der Eindreh
spindel und der Hohlspindel bei der axialen Versetzung der Eindrehspindel unterbrochen
wird, erfolgt eine reine axiale Versetzung der Schnellbauschraube ohne eine Verdrehung
derselben. Das Gewinde der Schnellbauschraube weitet dabei das Loch in dem
Blechrahmen so weit auf, dass ein restlicher Teil des Gewindes der Schnellbauschraube
bei einem nachfolgenden Eindrehvorgang kein Aufnahmegewinde in der Wandung des
Loches mehr schaffen kann, indem die Schnellbauschraube ausreichenden Halt findet.
Die für den Betrieb dieses pneumatisch betriebenen Schraubgerätes notwendige Druck
luft wird mit einem externen Kompressor erzeugt und beispielsweise in einem ebenfalls
extern angeordneten Drucklufttank zur Verfügung gestellt. Die externe Anordnung des
Kompressors bzw. des Drucklufttanks macht die Verwendung eines Druckluftschlauches
notwendig, der das Handling des Schraubgerätes erheblich negativ beeinflusst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gut handhabbares Schraubgerät zu
schaffen, mit dem man eine gute Verschraubungsqualität der Schnellbauschrauben in
dem Blechrahmen bei erheblich reduzierter Anpresskraft für den Anwender erreicht. Es
soll die Eindrehspindel von der Schlagmasse in Eindrehrichtung versetzbar sein, ohne
dass die drehschlüssige Verbindung zwischen der Eindrehspindel und der Hohlspindel
unterbrochen wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Schraubgerät, welches die im kenn
zeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist.
Die von einem Antriebsmotor ausgehende Drehbewegung wird bei dem erfindungs
gemässen Schraubgerät über eine gegenüber dem Gehäuse axial begrenzt versetzbare
und drehbar gelagerte Hohlspindel auf eine Eindrehspindel übertragen, die axial
beweglich aber drehfest in der Hohlspindel geführt ist. Mit dieser axial versetzbaren Hohl
spindel ist es möglich während eines Verschraubungsvorganges, bei dem sich die Ein
drehspindel dreht, einen Schlag auf die Schlagfläche der Eindrehspindel abzugeben,
ohne dass die drehfeste Verbindung zwischen der Hohlspindel und der Antriebswelle des
Antriebsmotors unterbrochen wird.
Die Schnellbauschraube erzeugt dabei ein Loch in dem Blechrahmen und das Gewinde
des Schnellbauschraube schneidet sich ein entsprechendes Aufnahmegewinde in der
Wandung des Loches in dem Blechrahmen, in dem die Schnellbauschraube sicher
festlegbar ist.
Eine besonders sichere und drehfeste Verbindung zwischen der Hohlspindel und der Ein
drehspindel erfolgt vorzugsweise mit wenigstens einem kugelförmigen Verriegelungs
element, das in einer radialen Aufnahmebohrung der Hohlspindel angeordnet ist und in
eine Längsnut der Eindrehspindel ragt.
Eine automatische Versetzung der Hohlspindel von einer Arbeitsstellung in ihre eindreh
richtungsseitige Ausgangsstellung und eine Auflösung der drehfesten Verbindung
zwischen der Hohlspindel und der Antriebswelle des Antriebsmotors wird vorzugsweise
mit wenigstens einer Feder der Kupplung, beim Abheben des Schraubgerätes von der
Gipskartonplatte, erreicht.
Eine besonders kompakte Bauweise, die sich insbesondere auf die Baulänge des
Schraubgerätes positiv auswirkt, wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass vorteilhafter
weise die Hohlspindel die Kupplung sowie ein drehschlüssig mit der Antriebswelle des
Antriebsmotors zusammenwirkendes Zahnrad durchsetzt.
Aus herstell- und montagetechnischen Gründen ist zweckmässigerweise die Hohlspindel
mit einem ersten, eindrehrichtungsseitigen Kupplungsteil der Kupplung fest verbunden,
das erste Kupplungsteil, gegen die Kraft einer Feder der Kupplung, entgegen der Eindreh
richtung zu einem gegenüber der Hohlspindel axial versetzbaren sowie frei drehbaren
zweiten Kupplungsteil der Kupplung versetzbar und das zweite Kupplungsteil, gegen die
Kraft einer zweiten Feder der Kupplung, entgegen der Eindrehrichtung zum Zahnrad des
Getriebes versetzbar. Da sämtliche Teile der Kupplung und ein zum Getriebe zählendes
Zahnrad im unmittelbaren Umgebungsbereich der Hohlspindel angeordnet sind, kann die
Kupplung und das Zahnrad des Getriebes zusammen mit der Hohlspindel sowie der Ein
drehspindel als Baueinheit vorgefertigt und bei der Montage des Schraubgerätes in einem
Arbeitsgang in das Gehäuse eingesetzt werden.
Vorzugsweise ist die mit der Eindrehspindel zusammenwirkende Schlagmasse von einem
Elektromagneten in Eindrehrichtung beschleunigbar. Mit Hilfe des Elektromagneten
lassen sich gleichmässig starke Schläge erzeugen, die sich insbesondere auf die Ver
schraubungsqualität der Schnellbauschrauben positiv auswirken.
Die Schlagmasse ist beispielsweise aus wenigstens zwei koaxial zueinander ange
ordneten Einzelschlagmassen gebildet, wobei eine eindrehrichtungsseitige, erste Einzel
schlagmasse aus einem nichtmagnetisierbaren Material und eine zweite Einzel
schlagmasse aus einem magnetisierbaren Material gebildet ist. Die magnetisierbare Ein
zelschlagmasse ist dabei nicht dauermagnetisiert, sondern wird nur magnetisiert solange
die Spule eines Magneten unter Spannung steht. Die Schlagmasse kann aber beispiels
weise auch ein, innerhalb eines Zylinders geführter Kolben sein, der mit Druckluft gegen
die Kraft einer Rückstellfeder in Arbeitsrichtung versetzbar ist. Es ist aber auch möglich
die Schlagmasse - den Kolben - entgegen der Eindrehrichtung mit Hilfe der Druckluft zu
versetzen. Dabei wird eine Feder vorgespannt, die die Beschleunigung der Schlagmasse
zum gewünschten Zeitpunkt übernimmt. Die Versetzung des Kolbens entgegen der Ein
drehrichtung erfolgt beispielsweise mit Druckluft.
Damit der Anwender nicht auf das Vorhandensein externer Druckluftquellen angewiesen
ist, ist die Druckluft beispielsweise mit einem Kompressor erzeugbar, der mit dem Ge
häuse des Schraubgerätes in Verbindung steht. Antreibbar ist dieser Kompressor bei
spielsweise mit dem elektrischen Antriebsmotor des Schraubgerätes. Das bedeutet, dass
der Kompressor, die notwendigen Ventile und gegebenenfalls ein Druckluftspeicher direkt
an dem Gehäuse des Schraubgerätes angebaut oder in dem Gehäuse eingebaut sind.
Die Schlagenergie ist beispielsweise durch Einstellung des Betriebsdruckes dosierbar.
Vorzugsweise kann die Versetzung der Schlagmasse mit Hilfe einer mit der Schnellbau
schraube bzw. der Eindrehspindel und einem stromleitenden Untergrund in Verbindung
stehenden Elektronik erfolgen, die beim Berühren der Schraube des Untergrundes ein
entsprechendes Auslösesignal an den Elektromagneten abgibt. Die Elektronik steht dabei
beispielsweise mit dem, den Untergrund bildenden Blechrahmen und mit der Schnellbau
schraube bzw. der Eindrehspindel in elektrischer Verbindung. Mit Hilfe einer Kapazitäts
vergleichsmessung, die mit der Elektronik erfolgt, lässt sich das entsprechende Auslöse
signal erzeugen.
Eine automatische Beschleunigung der Schlagmasse in Eindrehrichtung kann beispiels
weise auch dadurch erreicht werden, indem die Geschwindigkeit des Bohrfortschritts der
Schnellbauschraube durch den Gipskarton bzw. den Blechrahmen überwacht wird. Diese
Überwachung kann beispielsweise mit einem, als Messaufnehmer dienenden,
elektrischen Potentiometer erfolgen, das an einen beweglichen Tiefenanschlag gekoppelt
ist. Wenn sich der Bohrfortschritt beim Auftreffen der Schnellbauschraube auf dem
Blechrahmen verlangsamt, ändert sich ein bestimmter Strom- oder Spannungsverlauf, der
sich beim Durchbohren der Gipskartonplatte ergibt. Diese Änderung kann von einer Aus
werteelektronik detektiert werden und das Signal für das Auslösen des Schlages bilden.
Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung, welche ein teilweise im Längsschnitt darge
stelltes Ausführungsbeispiel wiedergibt, näher erläutert.
Das erfindungsgemässe Schraubgerät weist ein nicht vollständig dargestelltes Gehäuse
1, einen elektrischen Antriebsmotor 2, eine im Gehäuse 1 drehbar gelagerte Hohlspindel
3, ein Getriebe 24 sowie eine mit der Hohlspindel 3 zusammenwirkende Kupplung 6 auf.
Die Hohlspindel 3 dient der axial beweglichen aber drehfesten Aufnahme einer Eindreh
spindel 5, die im eindrehrichtungsseitigen Endbereich mit einer Werkzeugaufnahme 4
versehen ist. In der Werkzeugaufnahme 4 ist ein Schrauberbit 18, eingesetzt, der auf
einen Kopf einer einzudrehenden Schnellbauschraube 22 abgestimmte Drehmitnahme
flächen aufweist. Ein entgegen der Eindrehrichtung weisender Endbereich der Eindreh
spindel 5 besitzt eine abgerundete Schlagfläche. Der drehfesten Anordnung der Eindreh
spindel 5 in der Hohlspindel 3 dienen kugelförmige Verriegelungselemente 13, die in
radialen Aufnahmebohrungen 14 der Hohlspindel 3 gelagert sind und in entsprechende
Längsnuten 12 der Eindrehspindel 5 ragen. Die Antriebswelle 19 des Antriebsmotors 2
erstreckt sich im wesentlichen senkrecht zur Eindrehrichtung. Das Getriebe 24 besitzt
eine Kegelverzahnung.
Das dargestellte Schraubgerät dient der Befestigung von Gipskartonplatten 20 an
Blechrahmen 21 mit Hilfe von Schnellbauschrauben 22, die durch die Gipskartonplatte 20
hindurch in den Blechrahmen 21 eingedreht werden. Die Darstellung zeigt eine in die
Gipskartonplatte 20 eingedrehte Schnellbauschraube 22. Die Hohlspindel 3 und die
Kupplung 6 sind in ausgekuppelter Stellung gezeichnet. Die Übertragung einer vom
Antriebsmotor 2 ausgehenden Drehbewegung auf die Eindrehspindel 5 ist unterbrochen.
Die in dem Antriebsstrang zwischen dem Antriebsmotor 2 und der Hohlspindel 3 ange
ordnete Kupplung 6 weist ein eindrehrichtungsseitiges, erstes Kupplungsteil 7 auf, das mit
der Hohlspindel 3 fest verbunden ist. Gegen die Kraft einer ersten Feder 9, ist dieses
erste Kupplungsteil 7 entgegen der Eindrehrichtung zu einem gegenüber der Hohlspindel
3 axial versetzbaren sowie frei drehbaren zweiten Kupplungsteil 8 versetzbar. Das zweite
Kupplungsteil 8 ist gegen die Kraft einer zweiten Feder 10, entgegen der Eindrehrichtung
zu einem Zahnrad 11 des Getriebes 24 versetzbar, das ebenfalls von der Hohlspindel 3
durchsetzt ist und in drehschlüssiger Verbindung mit der Antriebswelle 19 des Antriebs
motors 2 steht.
Koaxial hinter der Hohlspindel 3 befindet sich die Spule eines Elektromagneten 17 und
eine in der Spule angeordnete, parallel zur Eindrehrichtung versetzbare Schlagmasse 15
mit einem gehärteten Einsatz 16. Bei dem, mit der abgerundeten Schlagfläche der Ein
drehspindel 5 zusammenwirkenden, gehärteten Einsatz handelt es sich beispielsweise
um einen handelsüblichen, gehärteten Zylinderstift, über den die Stossenergie der
gesamten Schlagmasse 15 auf die Eindrehspindel 5 übertragen wird.
In der gezeigten Darstellung wird die Schlagmasse 15 durch eine Rückholfeder 23 in
einer Ausgangsstellung gehalten, in der ein magnetisierbarer Teil der Schlagmasse 15
zum grössten Teil ausserhalb der Spule des Elektromagneten 17 angeordnet ist.
Die Länge der Eindrehspindel 5 ist so bemessen, dass nur dann ein Schlag auf deren
Schlagfläche erfolgen kann, wenn die Kupplung 6 durch axiales Verschieben der Hohl
spindel 3 entgegen der Eindrehrichtung eingerückt ist. Dadurch ist ohne zusätzliche Bau
teile die Funktion einer Anpressicherung gewährleistet. Ein Leerschlag der Schlagmasse
15 wird durch einen entsprechenden Anschlag 25 in einer Halterung der Spule aufge
fangen. Die Spule des Elektromagneten 17 ist beispielsweise durch eine nicht dargestellte
Elektronikschaltung ansteuerbar. Diese ist so ausgeführt, dass sie auf das Signal eines
ebenfalls nicht dargestellten Sensors zur Blechrahmenerkennung hin die Spule des
Elektromagneten 17 für einen definierten Zeitraum mit einer definierten Spannung ver
sorgt. Durch die dadurch entstehende Magnetkraft wird die magnetisierbare Schlagmasse
15 gegen die Kraft der Rückholfeder 23 in Eindrehrichtung beschleunigt.
Ist die Kupplung 6 in diesem Moment eingerückt, trifft die Schlagmasse 15 hinter der
Hohlspindel 3 auf die Eindrehspindel 5 und kann ihre kinetische Energie in Form eines
elastischen Stosses auf die Eindrehspindel 5 und damit auf den Schrauberbit 18 und die
zu versetzende Schnellbauschraube 22 übertragen. Nach erfolgtem Schlag wird die
Schlagmasse 15 von der Rückholfeder 23 wieder in ihre Ausgangsstellung bewegt.
Nachdem die Spitze der Schnellbauschraube 22 wie beschrieben durch die Wand des
Blechrahmens 21 getrieben wurde, läuft der eingeleitete Verschraubungsvorgang zu Ende
ab, bis die Kupplung 6 ausrückt.
Die Schlagauslösung kann beispielsweise automatisch infolge Ansprechen einer nicht
dargestellten Sensorelektronik, die den Kontakt der Schnellbauschraubenspitze mit der
Oberfläche des Blechrahmens detektiert, erfolgen. Dazu muss die Elektronik bei einge
rückter Kupplung mit der Eindrehspindel leitend verbunden sein. Die Eindrehspindel ist
hier beispielsweise mittels Lagerbuchsen aus Kunststoff und nichtleitenden Keramik
kugeln zur Drehmomentübertragung elektrisch isoliert eingebaut, um störende Einflüsse
auszuschalten.
Diese elektrische Kontaktierung erfolgt hier durch den Anschluss an eine leitende Lager
buchse. Das abgesetzte Ende der Eindrehspindel sorgt bei ausgerückter Kupplung für
einen elektrisch trennenden Spalt zwischen Buchse und Werkzeughalter. Erst die Axial
bewegung beim Eindrücken der Kupplung schliesst den Kontakt und vermeidet zusätz
liche Fehlauslösungen und Leerschläge.
Bei der hier beispielsweise verwendbaren Sensorelektronik handelt es sich um eine
Kapazitätsvergleichsmessung des Systems Eindrehspindel, Schrauberbit, Selbstbohr
schraube ohne und mit dem Blechrahmen.
Claims (8)
1. Schraubgerät mit einem Gehäuse (1), einem Antriebsmotor (2), einer im Gehäuse
(1) drehbar gelagerten Hohlspindel (3), einer wenigstens teilweise in die Hohl
spindel (3) ragenden, gegenüber der Hohlspindel (3) axial begrenzt versetzbaren
Eindrehspindel (5), die von einer in dem Gehäuse (1) axial begrenzt versetzbar
angeordneten Schlagmasse (15) in Eindrehrichtung versetzbar ist und einer, eine
Drehbewegung von einer Antriebswelle (19) des Antriebsmotors (2) auf die Ein
drehspindel (5) übertragbaren Kupplung (6), dadurch gekennzeichnet, dass die
Hohlspindel (3) gegenüber dem Gehäuse (1) axial begrenzt versetzbar ist sowie
drehfest mit der Eindrehspindel (5) in Verbindung steht und dass die Kupplung (6)
zwischen der Hohlspindel (3) und der Antriebswelle (19) des Antriebsmotors (2)
angeordnet ist.
2. Schraubgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drehfeste Ver
bindung zwischen der Hohlspindel (3) und der Eindrehspindel (5) mit wenigstens
einem kugelförmigen Verriegelungselement (13) erfolgt, das in einer radialen Auf
nahmebohrung (14) der Hohlspindel (3) angeordnet ist und in eine Längsnut (12)
der Eindrehspindel (5) ragt.
3. Schraubgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohl
spindel (3) entgegen der Eindrehrichtung gegen die Kraft wenigstens einer Feder
(9, 10) der Kupplung (6) in eine Arbeitsstellung versetzbar ist, in der die Hohl
spindel (3) drehfest mit der Antriebswelle (19) des Antriebsmotors (2) in Ver
bindung steht.
4. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hohlspindel (3) die Kupplung (6) durchsetzt.
5. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hohlspindel (3) ein drehschlüssig mit der Antriebswelle (19) des Antriebs
motors (2) zusammenwirkendes Zahnrad (11) des Getriebes (24) durchsetzt.
6. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hohlspindel (3) mit einem eindrehrichtungsseitigen, ersten Kupplungsteil (7)
der Kupplung (6) fest verbunden ist, dass das erste Kupplungsteil (7), gegen die
Kraft einer ersten Feder (9), entgegen der Eindrehrichtung zu einem gegenüber
der Hohlspindel (3) axial versetzbaren sowie frei drehbaren zweiten Kupplungsteil
(8) der Kupplung (6) versetzbar ist und dass das zweite Kupplungsteil (8), gegen
die Kraft einer zweiten Feder (10) der Kupplung (6), entgegen der Eindrehrichtung
zum Zahnrad (11) des Getriebes (24) versetzbar ist.
7. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die mit der Eindrehspindel (5) zusammenwirkende Schlagmasse (15) von einem
Elektromagneten (17) in Eindrehrichtung beschleunigbar ist.
8. Schraubgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzung der
Schlagmasse (15) mit Hilfe einer mit der Schnellbauschraube (22) bzw. der
Eindrehspindel (5) und einem stromleitenden Untergrund in Verbindung stehenden
Elektronik erfolgt, die beim Berühren der Schraube des Untergrundes ein ent
sprechendes Auslösesignal an den Elektromagneten (17) abgibt.
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