DE10034980A1 - Biegekiel für Segelboote - Google Patents

Biegekiel für Segelboote

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DE10034980A1 DE2000134980 DE10034980A DE10034980A1 DE 10034980 A1 DE10034980 A1 DE 10034980A1 DE 2000134980 DE2000134980 DE 2000134980 DE 10034980 A DE10034980 A DE 10034980A DE 10034980 A1 DE10034980 A1 DE 10034980A1
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    • B63B2039/063Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by using foils acting on ambient water the foils comprising flexible portions

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Abstract

Bei bekannten Pendelkielen sind aufwendige, strukturelle Maßnahmen im Rumpf eines Bootes notwendig. Die Erfindung dient dem Zweck der vorwiegend luvseitigen Auslenkung des Ballastanteils eines Segelbootes ohne Rumpfstrukturen oder Innenraumgestaltung stark zu beeinflussen. DOLLAR A Beim Biegekiel für Segelboote kommt wie in Fig. 1 aufgezeigt, eine in Längsrichtung flexible Kielplatte (1) zum Einsatz, die beidseitig in Führungselementen (3) geführt, an Kielwurzel (7) und Kielsohle (8) gelagerte Zugelemente (2) trägt, die wiederum durch einseitige Anspannung über angeschlossene Stellelemente (4) eine Krümmung der Kielplatte (1) herbeiführen. Hiermit wird der in der Ballastbombe (6) konzentrierte Ballast nach Luv bewegt und somit das aufrichtende Moment des Kiels erhöht. DOLLAR A Der Biegekiel für Segelboote bezweckt eine deutliche Leistungssteigerung durch effizienteren Ballasteinsatz, was wiederum eine Erhöhung der Segelfläche oder eine Reduktion des Ballastanteils ermöglicht.

Description

Kiele mit seitlicher Ballastauslenkung sind in Farm von seitlich schwenkbaren Pendelkielen bekannt. Hierbei wird die Effizienz des Ballastanteils deutlich erhöht, da durch die seitliche Auslenkung des Kiels, das aufrich­ tende Moment bereits bei aufrecht segelndem Boot deut­ lich erhöht wird. Bei diesen Konstruktionen werden je­ doch aufwendige Abdichtungen im Bereich der Drehachse und des Rumpfbodens notwendig. Ebenso sind spezielle strukturelle Maßnahmen im Bereich des Rumpfbodens erfor­ derlich um die notwendigen Hebel- und Stellelemente auf­ zunehmen, welche zusätzlich die Nutzung des Innenraums stark einschränken und den Gesamtschwerpunkt nach oben verschieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Kiel mit seitlich auslenkbarem Ballastanteil konstruktiv zu ver­ einfachen und gleichzeitig den Wirkungsgrad zu verbes­ sern.
Diese Aufgabe wird bei einem Biegekiel mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß ein nach beiden Seiten kontrolliert biegbarer Kiel mit we­ nigstens einer, zentralen, biegsamen Kielplatte, an der beidseitig, in ihrer Länge einstellbare, biegsame Zuge­ lemente wie Seile, Bänder, Drähte, Stangen oder Rohre angeordnet sind, die im Bereich der Kielwurzel und Kielsohle direkt bzw. über Stellelemente, wie Gewinde­ spindeln, Hydraulikzylinder, Hebel oder Flaschenzüge, gelagert sind und entlang der Kielplatte durch Führung­ selemente geleitet werden. Die Kielplatte trägt zur ei­ gentlichen Profilgebung und Abdeckung der Zug- und Füh­ rungselemente, entsprechende, verkleidende, profilergän­ zende Füllstücke aus dauerelastischem Material. Der Bie­ gevorgang wird durch einseitiges Verspannen der Zugele­ mente gegenüber der Kielplatte erwirkt, wobei auf der gegenüberliegenden Seite das Zugelement durch das zuge­ hörige Stellelement entsprechend entspannt wird, bzw. bei Verwendung von druckfesten Zugelementen durch ent­ sprechende Druckbeaufschlagung den Biegevorgang unter­ stützt. Wird eine Neutralstellung des Kiels gewünscht, so kann diese durch beidseitiges, gleichmäßiges Anspan­ nen der Zugelemente stabilisiert werden. Bei entspre­ chender Krafteinleitung zwingen die Führungselemente die Zugelemente in eine definierte Bahn mit definiertem Ab­ stand zur Kielplatte und verhindern hierbei ein sehnen­ artiges Ausweichen der Zugelemente und die dauerelasti­ schen Füllstücke kompensieren die entstehenden Kompres­ sionen auf der Bogeninnenseite bzw. Expansionen auf der Bogenaußenseite. Durch Variation von Anzahl, Abstand und Länge der Führungselemente, wie auch Kontur und Verlauf der konstruktiven, strukturellen Biegefestigkeit der Kielplatte, können so auch progressive Biegekurven ge­ neriert werden. Durch gekurvten, oder schrägen Verlauf der Führungselemente bezüglich der Kielplattenkante, können zusätzlich Schränkungen in der Kielflosse als weitere Trimmhilfe erzeugt werden. Der wesentliche Bal­ lastanteil ist an der Kielsohle angeordnet, wo er durch den Biegevorgang im Bereich der Kielplatte eine seitli­ che Auslenkung erfährt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbe­ sondere darin, eine einfachere Kielkonstruktion zu schaffen, die verbesserte Segelleistungen durch effizi­ enter arbeitenden und dadurch reduzierbaren Ballastan­ teil ermöglicht. Weiterhin ist mit der Biegekielkon­ struktion eine Umrüstung konventioneller Boote, ohne aufwendige Abänderung der Rumpfinnenstruktur, möglich. Zusätzlich erschließt sich die Möglichkeit einer Kon­ struktionskombination als Biege-Liftkiel zur Tiefgangs­ reduzierung z. B. beim Einlaufen in Häfen oder andere Flachwasserzonen, wobei der Biegekiel in ungekrümmter Position vertikal in einen entsprechenden Kielschacht eingezogen werden kann.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeich­ nung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Frontalansicht einer möglichen Ausführungs­ form ohne verkleidende Füllstücke.
Fig. 2 eine Seitenansicht einer möglichen Ausführungs­ form ohne verkleidendes Füllstück.
Fig. 3 einen Querschnitt einer möglichen Ausführungs­ form im Bereich zwischen Kielwurzel und Kiel­ sohle.
Der Biegekiel für Segelboote in der Ausführung gemäß Fig. 1-3 weist im Bereich der Kielwurzel (7) Stellele­ mente auf, die Zug oder auch Druck auf die Zugelemente (2) ausüben können. Vorzugsweise kommen hier Hydrau­ likzylinder zur Anwendung. Die Zugelemente (7) die hier als Bänder, Drähte, Drahtseile oder biegeelastische Stangen oder Rohre ausgebildet sein können, durchlaufen nun entlang der Kielplatte (1) entsprechende Führungse­ lemente (3), die mit der Kielplatte (1) fest verbunden sind und einen möglichst großen Abstand zwischen der Kielplatte (1) und dem Zugelement (2) definieren, soweit dies die Gesamtprofildicke des Kiels zuläßt. Durch die Länge der einzelnen Stücke der Führungselemente (3) und deren Abstand zueinander kann konstruktiv Einfluß auf den Charakter der Biegekurve genommen werden. Ebenso durch die statische Gestaltung der Kielplatte (1). Wird nun über ein Stellelement (4) Spannung auf ein Zugele­ ment (2) ausgeübt, das im Bereich der Kielsohle (8) ver­ ankert ist, so wird sich zwangsläufig die Kielsohle un­ ter seitlicher Durchbiegung der Kielplatte (1) nähern. Da die Kielwurzel (7) aber mit dem Rumpfboden (5) fest verbunden ist, wird gleichzeitig eine seitliche Auslen­ kung des Ballasts generiert. Über die Krafteinleitung in die Stellelemente (4) wird die Intensität der Biegekur­ ve definiert. Um der Konstruktion eine möglichst strö­ mungsgünstige Form und Oberfläche zu verleihen, wird diese mit entsprechenden, dauerelastischen, Füllstücken (9) verkleidet oder mit einem schlauchartigen Mantel überzogen.

Claims (9)

1. Biegekiel für Segelboote, der durch anspannen von min­ destens einem der beidseitig angeordneten Zugelemente (2), die im Bereich der Kielsohle (8) verankert sind, im Bereich der Kielwurzel (7), über ein Stellelement (4) gegengelagert sind und durch Führungselemente (3) entlang einer flexiblen Kielplatte (1) geführt werden, eine Krümmung erfährt und somit eine Verlagerung des Hauptballasts in der Ballastbombe (6) vorzugsweise nach der Luvseite bewirkt, wobei ein oder mehrere daue­ relastische, profilergänzende Füllstücke (9) den Kiel strömungsgünstig verkleiden.
2. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugelemente (2) im Bereich der Kielwurzel (7) verankert und die Stellele­ mente (4)im Bereich der Kielsohle (8) gegengelagert sind.
3. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß durch schrägen oder gekurvten Verlauf der Zug- und Führungselemente (2, 3) entlang der Kielplatte (1) eine zusätzliche Verwindung der Kielplatte (1) erzeugt werden kann, die wiederum als weitere Trimmhilfe dient.
4. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß der dieser in einen, mit dem Rumpfboden (5) verbundenen Kielkasten, minde­ stens teilweise eingezogen werden kann.
5. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 und 4, da­ durch gekennzeichnet, daß der Kiel durch mindestens ein Stellelement (4) in den Kielkasten eingezogen und her­ ausgedrückt werden kann, wobei eine Anspannung der ausgewählten Zugelemente (2) dadurch erreicht wird, daß diese in einer vorbestimmten Position durch einen Ver­ riegelungsmechanismus am Kielkasten arretiert werden und das Stellelement Druck nach unten auf die Kiel­ platte (1) ausübt, woraus wiederum die Durchbiegung des Kiels resultiert.
6. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugelemente (2) konstruktiv so ausgelegt werden, daß sie in der Lage sind auch Druck vom Stellelement (4) auf die Veranke­ rung am anderen Kielende zu übertragen und somit die Durchbiegung des Kiels durch die Anspannung der Zugele­ ment (2) auf der anderen Kielseite unterstützen.
7. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kielplatte (1) be­ reits profilbildende Formstücke trägt und die Füllstüc­ ke (9) durch eine dauerelastische, den Kiel oder Kiel­ teile verkleidende, Mantelhaut ersetzt wird.
6. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß wesentliche Ballastan­ teile bereits im Bereich der Kielplatte (1) angebracht sind.
9. Biegekiel für Segelboote nach Anspruch 1 oder mehre­ ren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kielplatte (1) gliederartig mit beweglichen Verbindungselementen auf­ gebaut ist.
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