DE10037643A1 - Prägemaschine für Prägefolien - Google Patents
Prägemaschine für PrägefolienInfo
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Abstract
Diese Erfindung befasst sich mit einer Prägemaschine für Prägefolien (4), mit einem horizontal unter einen Druckzylinder (12) verfahrbaren Prägestempel (10), wobei die Prägefolie (4) mit einer Vorschubeinrichtung, die zwischen Stempel (10) und Vorratsrolle (5) für die Folie (4) angeordnet ist, von der Vorratsrolle (5) abgezogen und dem Stempel (10) zugeführt wird. Nach dem Prägevorgang wird die unter oder durch einen entsprechenden Durchbruch im Stempel (10) zurückgeführte Folie von einer Aufwickeleinrichtung wieder aufgenommen, wobei Vorratsrolle (5) und Aufwickeleinrichtung an der dem Druckzylinder (12) abgewandten Seite des beheizbaren Stempels (10) angeordnet sind. Die Vorschubeinrichtung ermöglicht die spannungsfreie Positionierung der Prägefolie (4) auf dem Stempel (10).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Prägemaschine mit einem
Druckzylinder und einem horizontal unter den Druckzylinder
verfahrbaren Stempel, wobei zwischen Stempel und Druckzylinder eine
Prägefolie sowie das zu bedruckende Material angeordnet ist. Die
Prägefolie wird von einer Vorratsrolle abschnittsweise abgezogen und ist
über den Stempel geführt. Nach dem Prägevorgang wird die benutzte
Folie von einer Aufwickeleinrichtung aufgenommen, wobei Vorratsrolle
und Aufwickeleinrichtung an der dem Druckzylinder abgewandten Seite
des Stempels angeordnet sind.
Prägemaschinen, auch für Heißprägefolien, sind seit langem bekannt
und gebräuchlich. Ihr grundsätzlicher Aufbau umfasst einen ortsfest in
der Prägemaschine um eine horizontale Achse drehbar gelagerten
Druckzylinder sowie einen horizontal zwischen einer Anfangs- und einer
Endposition hin- und her verschiebbaren Prägestempel.
Zum Bedrucken oder Prägen eines hierfür geeigneten Materials, wie
Papier, Karton oder einer weiteren Kunststofffolie, ist die üblicherweise
wenige µ-Meter dicke Prägefolie derart auf dem Stempel angeordnet,
dass sie dessen Oberfläche im wesentlichen vollständig überdeckt. Beim
Einzug des Stempels unter den Druckzylinder wird das Muster der
Prägefolie vom Stempel auf das zu bedruckende Material, das ebenfalls
den Stempel überdeckend angeordnet ist, übertragen. Die Beschickung
mit unbedruckten oder bedruckten Bögen in standardisierten Größen wie
64 × 90 cm, 57 × 82 cm oder 57 × 77 cm ist an sich bekannt.
Der Stempel selbst ist beispielsweise auf Rollen oder Walzen, die in
Schienen o. dgl. geführt sind horizontal, relativ zum Druckzylinder
verfahrbar gelagert. Der Stempel wird z. B. mit einer entsprechend
gesteuerten Hydraulik verfahren.
Die Prägefolie wird von einer Vorratsrolle abschnittsweise, d. h. der
Länge des zu bedruckenden Bogens entsprechend, abgewickelt und auf
dem Stempel positioniert. Nach dem Prägevorgang wird die benutzte
Folie von einer Aufwickeleinrichtung, vorzugsweise in Form einer leeren
Rolle, wieder aufgenommen.
Zur Reduzierung der Standzeiten von Prägemaschinen ist bekannt, die
Vorrats- und Aufwickelrolle an der dem Druckzylinder abgewandten Seite
des verfahrbaren Stempels anzuordnen. Damit können Rollen größeren
Durchmessers mit entsprechend längeren Folienbahnen verwendet
werden. Dabei verläuft die Prägefolie von der Vorratsrolle über den
Stempel und ist an der dem Druckzylinder zugewandten Seite des
Stempels über eine Umlenkeinrichtung, vorzugsweise in Form einer um
eine weitere horizontale Achse drehbaren Walze, umgelenkt und verläuft
unterhalb oder in einem im Stempel vorhandenen Durchbruch wieder auf
die dem Druckzylinder abgewandte Seite des Stempels zurück, wobei
die Aufwickeleinrichtung in Verschieberichtung des Stempels gesehen
hinter der Vorratsrolle angeordnet ist.
Der Vorzug der Folienbahn erfolgt über eine Vorzugswalze und eine
Anpresswalze, zwischen denen die Folienbahn verläuft und eingeklemmt
ist. Die Vorzugswalze ist im Bereich der Aufwickeleinrichtung, im
wesentlichen unterhalb davon, angeordnet. Wenn sich der Stempel in
einer ersten Position befindet, in der er unter dem Druckzylinder
hervorgezogen ist, wird ein Folienabschnitt entsprechend der Länge des
zu prägenden Abschnitts mit der Vorzugswalze von der Vorratsrolle
abgezogen und mit Hilfe einer an sich bekannten Steuer- und
Regelelektronik über dem Stempel ausgerichtet. Dabei können an der
Folie auch Markierungen angebracht sein, die z. B. von optischen
Sensoren erfasst und die Messwerte zur Positionierung verwendet
werden. Zum Drucken oder Prägen wird der Stempel in seine zweite
Position unterhalb des Druckzylinders verfahren, wobei durch den
Anpressdruck des Druckzylinders auf die Fläche des Stempels das
Muster oder Profil der Folie auf einen Papier- oder Kartonbogen
übertragen wird. Zusätzlich kann der Stempel mit einer Heizeinrichtung
versehen sein, um den Stempel und damit die Prägefolie auf bis zu
200°C zu erhitzen, um einen Klebstoff an oder auf der Prägefolie zu
aktivieren und damit das Prägeergebnis zu verbessern.
Nachteilig bei dieser Anordnung von Vorratsrolle, Aufwickeleinrichtung
sowie des im Bereich der Aufwickeleinrichtung angeordneten Vorzugs
der Prägefolie ist, dass die Folienbahn mit der Vorzugseinrichtung von
der Vorratsrolle abgewickelt, über den Stempel geführt und unterhalb
des Stempels wieder zurück zu einer Aufwickeleinrichtung verläuft. Da
die Vorzugseinrichtung, z. B. zwei elektromotorisch antreibbare, mit ihrer
Mantelfläche unmittelbar aneinanderliegende Walzen, unterhalb der
Aufwickelrolle angeordnet sind, ist die freie Länge der Folienbahn
zwischen Vorratsrolle und Vorzugseinrichtung sehr groß. Die von der
Vorzugseinrichtung auf die Folienbahn ausgeübte Zugspannung führt
zumindest zu elastischer Längenausdehnung des Folienmaterials.
Insbesondere bei der Aufheizung der auf dem Stempel aufliegenden
Folie tritt eine zusätzliche, thermisch bedingte Längenausdehnung auf.
Aufgrund der zusätzlich in der Folie herrschenden Zugspannung kann
die absolute Längenänderung der Folienbahn nicht exakt vorherbestimmt
werden. Auch die Kompensation dieser Längenausdehnung,
beispielsweise mit einem geringeren Vorzug bzw. dem Abwickeln eines
entsprechend verkürzten Folienabschnitts von der Vorratsrolle, kann
diesen Effekt nicht mit hinreichender Genauigkeit ausgleichen. Aufgrund
der Zugspannung ist auch die Positionierung der Folie selbst vor dem
Prägevorgang auf dem Stempel nur mit mangelnder Präzision möglich.
Da die Folie über den Stempel gezogen wird, sind aufgrund der
elastischen Dehnung des Folienmaterials Abweichungen von
Sollpositionen, die z. B. anhand von Markierungen an Folie und Stempel
ermittelt werden, nicht zu vermeiden. Beendet die Vorzugswalze den
Einzug, findet aufgrund der Elastizität des Folienmaterials immer eine
geringfügige Verschiebung des auf dem Stempel aufliegenden
Folienabschnitts statt, der auch über eine vorausberechnete
Kompensation niemals vollständig auszugleichen ist. Außerdem tritt der
sogenannte Effekt des "Nachfahrens" auf, d. h. die Vorratsrolle dreht
sich, wenn auch nur geringfügig, z. B. augrund ihrer Massenträgheit, bei
Beendigung des Vorzugs weiter, wobei ein zusätzlicher Folienabschnitt
abgewickelt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Prägemaschine für
Prägefolien derart zu gestalten, dass die Ausrichtung der Prägefolie auf
dem verschiebbaren Stempel mit erhöhter Genauigkeit erfolgt. Zudem
soll angestrebt werden, dass das Folienmaterial in der Prägemaschine,
insbesondere im Bereich des Stempels und des Prägens, keiner
Zugspannung unterliegt, somit nicht gedehnt wird sowie das Nachfahren
der Folienbahn von der Vorratsrolle weitestgehend unterdrückt ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Prägemaschine zum
Drucken und/oder Prägen einer Prägefolie gemäß dem Patentanspruch
1, insbesondere durch die kennzeichnenden Merkmale, gelöst.
Der Kerngedanke der Erfindung besteht darin, dass eine Vorschub
einrichtung vorhanden ist, die zwischen Vorratsrolle und Stempel
angeordnet ist. Mit dieser Vorschubeinrichtung wird die Folienbahn von
der Vorratsrolle abgewickelt und dem Stempel zugeführt. Dabei besteht
der grundlegende Unterschied zu herkömmlichen Prägemaschinen darin,
dass die Folienbahn nicht über den Stempel gezogen, sondern von der
Vorschubeinrichtung über den Stempel geschoben wird. Das bedeutet,
dass die Folie durch die Vorschubeinrichtung, die wie später in der
Beschreibung noch dargestellt ausgeführt sein kann, von der
Vorratsrolle abgewickelt und auf den Stempel geschoben dort an
entsprechenden Markierungen positioniert wird. Die Abführung der
verbrauchten Abschnitte der Folienbahn an der dem Druckzylinder
zugewandten Seite des Stempels sowie das Aufwickeln mit einer
Aufwickeleinrichtung in Form einer leeren Rolle erfolgt in an sich
bekannter Weise, vorzugsweise mit Umlenkung der Folie und
Hindurchführung unter dem Stempel.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass aufgrund des Vorschubs
der Folienbahn auf den Stempel keine Zugspannung im Folienmaterial
auftritt. Daher kann es keine Dehnung in der Folie in Längsrichtung
geben. Auch das Nachfahren der Folienbahn von der Vorratsrolle ist mit
der Anordnung der Vorschubeinrichtung weitestgehend unterbunden, da
das Folienmaterial gemäß einer in der Beschreibung weiter hinten
beispielhaft dargestellten Ausgestaltung zwischen Vorschubwalzen der
Vorschubeinrichtung gehalten ist und genau in gewünschtem Maße von
der Vorratsrolle abgewickelt und, über den Stempel geschoben wird.
Dreht sich die Vorratsrolle unter Umständen dennoch geringfügig zu
weit, so wird der dadurch zusätzlich abgewickelte Folienabschnitt von
der Vorschubeinrichtung nicht zum Stempel hin weitertransportiert.
Von der Vorschubeinrichtung wird lediglich auf den Abschnitt der
Folienbahn zwischen Vorratsrolle und Vorschubeinrichtung eine
Zugspannung ausgeübt. Die Länge dieses Abschnitts ist gemäß
vorliegender Erfindung wesentlich kürzer als die Länge des gezogenen
Folienbahnabschnitts zwischen der Vorratsrolle und der
Vorzugseinrichtung bisher bekannter Prägemaschinen. Daher treten
(praktisch) keine unerwünschten reversiblen oder irreversiblen
Längenausdehnungen in der Prägefolie auf. Zudem wird die Prägefolie
nunmehr mittels der Vorschubeinrichtung dem Stempel zugeführt und
ausgerichtet, anstatt wie bei bisherigen Prägemaschinen von einer in
Zugrichtung hinter dem Stempel angeordneten Vorzugseinrichtung von
der Vorratsrolle kommend über den Stempel gezogen. Somit ist die
ungenaue Ausrichtung bzw. mit großen Toleranzen behaftete
Positionierung des jeweiligen Abschnittes der Folie auf dem Stempel
aufgrund einer im Material herrschenden Zugspannung und die damit
verbundenen Längenänderung vermieden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Patentansprüche 2 bis 9.
Vorzugsweise ist die Vorschubeinrichtung eine Vorschubwelle mit einer
zugeordneten Anpresswalze, deren jeweilige Drehachsen parallel zu den
Drehachsen des Druckzylinders sowie der Vorratsrolle ausgerichtet sind.
Die Anpresswalze ist beispielsweise über einen Federmechanismus mit
einem Abschnitt ihrer Mantelfläche an die Vorschubwelle gepresst und
die Folienbahn in diesem Berührungspunkt zwischen Vorschubwelle und
Anpresswalze schlupffrei gehalten. Insbesondere ist die Vorschubwelle
elektromotorisch antreibbar, wobei der Antrieb mit einem separaten
Elektromotor erfolgt, oder die Welle über ein zusätzliches Getriebe mit
dem Antriebsmotor für Druckzylinder und/oder Vorratsrolle in
Wirkverbindung steht. Die Vorschubwelle wickelt einen Folienabschnitt
gewünschter Länge von der Vorratsrolle ab und schiebt ihn über den
Stempel in die gewünschte Position auf selbigen. Die exakte
Ausrichtung der Folie bzgl. des Stempels kann mit an sich bekannten
Markierungen an Folie und/oder Stempel sowie entsprechenden
Sensoren und einer Steuerelektronik erfolgen. Die Prägefolie ist
entweder unmittelbar zwischen Vorschubwelle und Anpresswalze
geführt, oder die Prägefolie umläuft zuerst die Anpresswalze und dann
die Vorschubwelle, so wie in der zugehörigen Zeichnung dargestellt. In
dieser Ausführung ist der Schlupf der Folie durch die Haftreibung an den
jeweiligen Mantelflächen von Walze und Rolle zusätzlich reduziert. Als
Materialien für die Mantelflächen von Walze und Rolle sind die in der
Prägemaschinentechnik üblichen Hartkunststoffe oder Gummis
vorgeschlagen, die in vergleichbaren Vorrichtungen dem Fachmann
bekannt sind.
Die zusätzliche Ausstattung der Prägemaschine mit einer
Umlenkungseinrichtung zwischen Vorschubeinrichtung und Stempel
erlaubt es, die Prägefolie dem Stempel in fluchtender Ausrichtung zur
Stempeloberfläche zuzuführen. Die Umlenkeinrichtung besteht aus zwei
übereinander angeordneten, zueinander beabstandeten Umlenkrollen,
zwischen denen die Folienbahn verläuft. Der gegenseitige, vertikale
Abstand der Mantelflächen der Umlenkrollen kann dabei derart gewählt
sein, dass die Folie lediglich an einer der Mantelflächen der Rollen
unmittelbar anliegt, die Prägefolie also zwischen den Rollen geführt und
nicht gehalten wird.
Zusätzlich kann die Umlenkeinrichtung höhenverstellbar ausgeführt sein,
um den unmittelbar vor dem Stempel befindlichen Abschnitt der
Prägefolie, in Vorschubrichtung gesehen, eine geringfügige Neigung
abwärts zu verleihen, d. h. der vertikale Abstand zwischen Prägefolie
und Stempel ist an der dem Druckzylinder abgewandten Seite größer als
an der dem Druckzylinder zugewandten. Die Höhenverstellbarkeit der
Umlenkeinrichtung, bzw. die vorgenannte Neigung des zugeführten
Abschnittes der Prägefolie kann auch dazu verwendet werden, die bei
dem Prägevorgang erwärmte Folie nach dem Prägevorgang, also bei
sogenannten Rücklauf des Stempels, vom Stempel nach oben
abzulösen.
Die Materialwahl der Rollen kann wie oben beschrieben erfolgen.
Vorteilhaft ist vorgesehen, die Aufnahme der Vorratsrolle mit einem
zusätzlichen Antrieb zu versehen, der das Abwickeln bzw. die Zuführung
der Folie zur Vorschubeinrichtung bzw. zum Stempel erleichtert.
Besonders bei einer neuen, schweren Vorratsrolle mit einer im
wesentlichen noch vollständig aufgewickelten Folienbahn ist dies von
Vorteil.
Mit dem Antrieb der Vorratsrolle wird zudem die von der
Vorschubeinrichtung auf den vor selbiger befindlichen Abschnitt der
Folienbahn noch ausgeübte Zugspannung zum Abwickeln reduziert bzw.
vermieden, so dass auch schon hier keine bzw. nur eine
vernachlässigbare, reversible Längsbeanspruchung dieses kurzen
Abschnittes der Folienbahn auftritt.
In gleicher Weise kann auch die Aufwickeleinrichtung angetrieben sein,
um die benutzte, vom Stempel hinweg geschobene Folienbahn auf eine
anfangs leere Aufwickelrolle aufzuwickeln. Dabei wird von der
angetriebenen Aufwickelvorrichtung keine signifikante Zugspannung auf
die Folienbahn mit den oben beschriebenen nachteiligen Auswirkungen
ausgeübt, sondern nur die benutzte Folienbahn nachgezogen, so dass
selbige auf ihrem Weg von dem Stempel bis zur Aufwickelrolle nicht
durchhängt und sich somit stets innerhalb des ihr zugeordneten
Bereiches bewegt.
Der jeweilige Antrieb von Vorratsrolle und Aufwickeleinrichtung über
einen Elektromotor sowie die zur Vorschubeinrichtung synchrone
Ansteuerung des Motors kann mit einer beliebig auslegbaren
Steuerelektronik sowie Sensoren zur Überwachung der Spannung in den
verschiedenen Bereichen der Folienbahn vom Fachmann ausgeführt
werden.
Zur Regulierung der Straffheit der benutzten Folienbahn ist, in
Vorschubrichtung der Folienbahn gesehen, kurz vor der Aufwickelrolle,
d. h. in dem Bereich der Prägemaschine zu dem das unter dem Stempel
hindurchgeführte, benutzte Folienmaterial zurückgeführt ist, ein
Folienspeicher in Form einer drehbar gelagerten Wippe mit zwei an der
Wippe drehbar gelagerten Walzen vorhanden. Dabei sind die
Drehachsen der Walzen jeweils an den Enden der Wippenarme
angeordnet. Die Wippe ist entgegen einer Federkraft vorgespannt. Bei
Erhöhung der Zugspannung in der Folienbahn wird die Wippe um ihre
Drehachse verdreht, um einen Längenausgleich in der Folienbahn und
damit eine Reduzierung der Zugspannung herbeizuführen. Nimmt die
Zugspannung ab, wird die Wippe durch die auf sie einwirkende
Federkraft in entgegengesetzter Richtung verdreht, um die Länge des
Folienabschnitts, der diese Walzen teilweise umschlingt, zu verlängern.
Die Federkraft kann mit einer tangential am Umfang einer mit der
Drehachse der Wippe fest verbundenen Scheibe angreifenden Zugfeder
auf die Wippe ausgeübt werden. Alternativ dazu kann eine koaxial zur
Drehachse der Wippe angeordnete Spiralfeder die erforderliche
Federkraft ausüben.
Der Folienspeicher hält auch die Straffheit in der, der
Aufwickeleinrichtung zu zuführenden Folienbahn selbsttätig konstant.
Zusätzlich kann von der Wippe ein Steuersignal in Abhängigkeit der
momentanen Verdrehung der Wippe um ihre horizontale Achse an den
Antriebsmotor der Aufwickeleinrichtung abgegeben werden. Nimmt die
Zugspannung beispielsweise ab, d. h. wird die Wippe von der Feder
verdreht, beginnt das Aufwickeln auf die Aufwickeleinrichtung. Bei
Zunahme der Zugspannung, d. h. wenn die Wippe entgegen der
Federkraft verdreht wird, wird das Aufwickeln beendet.
Um mehrere, auch unterschiedliche Folien gleichzeitig auf Papier oder
Karton prägen zu können, sind die Bereiche der Folienhalterung und
-führung der Prägemaschine gemäß einer Weiterung segmentierbar. Das
bedeutet, dass z. B. für vier verschiedene Folien die Vorratsrolle, die
Vorschubeinrichtung, die Aufwickeleinrichtung und gegebenenfalls auch
die Oberfläche des Stempels, in Vorschubrichtung der Folienbahn
gesehen, in mehrere, vorzugsweise in vier, nebeneinander angeordnete
Bereiche aufgeteilt ist. Es ist nicht erforderlich, dass Vorratsrolle und
Aufwickelrolle für jede benachbarte Folienbahn jeweils koaxial
angeordnet sind. Benachbarte Vorrats- und Aufwickelrollen können auch
horizontal und/oder vertikal zueinander versetzt sein, z. B. so, wie es in
den zur Anmeldung gehörenden Zeichnungen dargestellt ist.
Um mit der Prägemaschine Folien und Papier- oder Kartonbögen
unterschiedlicher Materialstärken verarbeiten zu können, ist der Stempel
höhenverstell- und arretierbar ausgelegt. Damit wird der vertikale
Abstand zwischen der Oberfläche des Stempels sowie der Mantelfläche
des vorzugsweise raumfest in der Prägemaschine eingebauten
Druckzylinders variiert. In einfacher Weise kann dies über einen im
Stempel in Vorschubrichtung der Folienbahn oder senkrecht dazu
horizontal verschiebbaren Keil erfolgen, der zumindest über eine
gegenüber der Horizontalen geneigte Fläche verfügt. Er greift an einem
plattenförmigen Element, das mit seiner nach oben weisenden
Oberfläche die eigentliche Stempelfläche bildet, von unten an, wobei die
Unterseite des derart höhenverstellbaren Elements mit einer mit dem
gleichen Neigungswinkel wie der Keil versehenen schrägen Fläche
ausgestattet ist. Die Arretierung des Keils, um den Stempel in einer
gewünschten Höhe festzulegen, kann vom Fachmann in beliebiger
Weise realisiert werden.
Zur Beheizung des Stempels ist vorgeschlagen, dass im inneren des
Stempels Heizdrähte angeordnet sind, die mit der an ihnen abfallenden
elektrischen Leistung erhitzbar sind. Die zusätzliche Ausstattung mit
Temperaturfühlern sowie einer Steuerung zur Regulierung der
Heizleistung ist an sich bekannt. Insbesondere ist vorgeschlagen, dass
auf der von einer Folie überdeckten Fläche des Stempels zwei Heiz-
Gruppen, mit jeweils drei mäandrierend angeordneten Heizdrähten,
spiegelbildlich zueinander liegend, vorgesehen sind, wobei die
Flächendichte der Heizdrähte in Vorschubrichtung der Folienbahn
gesehen, in den seitlichen Randbereichen geringer ist als im mittleren
Bereich. Diese Ausgestaltung ist von Vorteil, da die erhöhte Heizleistung
im inneren oder mittleren Bereich aufgrund des gut wärmeleitende
Material des Stempels, im allgemeinen Messing, Kupfer oder dergleichen
Material, auch auf die Randbereiche übertragen wird, daher ist hier nur
eine geringere Heizleistung notwendig.
Vorzugsweise ist die Steuerung zur Bedienung der Prägemaschine
seitlich an einem Verschwenk- und/oder teleskopierbaren Arm
angebracht, der es dem Bediener erlaubt, von beliebiger Position
bezüglich der Maschine auf die Steuerung zuzugreifen. Die
Verschwenkbarkeit eines Tragarms kann über ein oder mehrere
Drehgelenke mit vertikalen Drehachsen erreicht werden. Eine
Arretierungsvorrichtung des Schwenk- oder Teleskopmechanismus des
Tragarms für die Steuerung ist in beliebiger Weise ausführbar.
Das Zuführen der Prägefolie zum Stempel kann selbstverständlich bei
allen anderen Arten von Prägemaschinen angewendet werden. Das
heißt, dass auch der Druckzylinder selbst relativ zum Stempel verfahrbar
ausgelegt sein kann, oder ein Druck- oder Prägevorgang zwischen zwei
relativ zueinander bewegbaren Stempelflächen erfolgt. Entscheidend ist,
dass eine Vorschubeinrichtung vorhanden ist, die die Prägefolie oder ein
sonstiges Material dem Stempel zuführt, wobei die Folie auf den
Stempel, im wesentlichen parallel zu seiner Stempelfläche, geschoben
und auf der Fläche ausgerichtet wird. Dies unterscheidet sich
grundlegend von dem bisherigen Verfahren für das Prägen von Papier-
oder Kartonbögen unter Verwendung einer Prägefolie, bei denen die
Prägefolie mittels einer Vorzugseinrichtung von der Vorratsrolle
abgezogen, dann auf den Stempel gezogen und ausgerichtet und nach
dem Prägen vom Stempel abgeführt wird. Bei diesen bekannten
Verfahren treten beim Abziehen der Folie von der Vorratsrolle und beim
Abführen der benutzten Folie von dem Stempel Zugspannungen im
Material der Folie auf, die zu unerwünschten, teils irreversiblen
Längenänderungen der Folie und damit zu Verfälschungen im
Prägeergebnis führen.
In vorteilhafter Weise wird für das neue Prägeverfahren eine
Prägemaschine benutzt, die die Merkmale zumindest eines der
Ansprüche 1 bis 9 aufweist. Bei den erfindungsgemäßen
Prägemaschinen ist zwischen der Vorratsrolle und dem Stempel eine
Vorschubeinrichtung angeordnet, die einerseits die Prägefolie von der
Vorratsrolle in gewünschter Länge abwickelt und diesen Abschnitt dem
Stempel zuführt und auf ihn ausrichtet. Dabei wird dieser Abschnitt von
der Vorschubeinrichtung in Vorschubrichtung geschoben.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich
zudem dem nachfolgenden Beschreibungsteil entnehmen, in dem
anhand von Zeichnungen - mit schematisierten Darstellungen -
vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher dargestellt sind.
Es zeigen dabei:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Prägemaschine in Seitenansicht mit
teilweise entfernter Seitenwand,
Fig. 2 die Draufsicht auf die Anordnung von mehreren Vorratsrollen
und Aufwickeleinrichtungen,
Fig. 2a eine Ansicht wie in Fig. 1 mit Ausführung der Prägemaschine
nach Fig. 2 und
Fig. 3 die Anordnung von Heizdrähten im Stempel.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung
handelt es sich um eine Prägemaschine mit einem ortsfest im
Grundkörper der Prägemaschine "P" drehbar gelagerten Druckzylinder
12. Ein Stempel 10 ist horizontal "R1" unter den Druckzylinder 12
verfahrbar, wobei der eigentliche Druck- oder Prägevorgang an dem
Abschnitt der Mantelfläche des Druckzylinders 12 erfolgt, der unmittelbar
auf dem Stempel 10 aufliegt. Zur Vereinfachung der Zeichnung ist eine
Zu- und Abführeinrichtung für die üblicherweise in Standardgrößen zu
bedruckenden Papier- oder Kartonbögen 25 nicht abgebildet.
Die Prägefolie 4 wird mit der Vorschubeinrichtung "V" von der
Vorratsrolle 5 abschnittsweise abgewickelt und über die
Umlenkeinrichtung 9 dem Stempel 10 zugeführt. Die
Vorschubeinrichtung "V" besteht aus einer drehbar gelagerten
Vorschubwelle 7 und einer drehbar gelagerten Anpresswalze 8, deren
Mantelflächen beispielsweise mit einer an der Drehachse der
Anpresswalze 8 angreifenden Feder zumindest abschnittsweise
aneinandergepresst sind. Der Verlauf der Folie/-bahn 4 ist hier derart
ausgelegt, dass sie zuerst die Anpresswalze 8 umläuft, zwischen
Anpresswalze 8 und Vorschubwelle 7 hindurchgeführt ist und
anschließend die Vorschubwelle 7 umläuft. Durch die Haftreibung
zwischen dem Material der jeweiligen Mantelflächen sowie der
Folienbahn 4 und der Anpresswirkung tritt kein Schlupf zwischen der
Vorschubeinrichtung "V" und der Folienbahn 4 auf.
Zusätzlich kann die Vorratsrolle 5 mit einem elektromotorischen Antrieb
ausgestattet werden, um das Abwickeln insbesondere einer gefüllten
Vorratsrolle 5 zu erleichtern. Die Folienbahn 4 ist über die beheizbare
Fläche des Stempels 10 geführt, wobei sie mit einer Umlenkeinrichtung
in Form zweier höhenverstellbaren, vertikal beabstandeten, drehbaren
Walzen 9 bezüglich der Oberfläche des Stempels 10 vertikal
ausgerichtet werden kann. Mit der höhenverstellbaren Umlenkeinrichtung
9 kann auch der benutzte (geprägte) Abschnitt der Folienbahn 4 von der
erhitzten Stempelfläche nach oben abgelöst werden, um dann mit der
Vorschubeinrichtung "V" einen neuen Bahnabschnitt zuzuführen. An der
dem Druckzylinder 12 zugewandten Seite des Stempels 10 ist eine
Folienumlenkung um 180°, vorzugsweise in Form einer weiteren
drehbaren Walze 16, angebracht, um die benutzte Folienbahn 4a
unterhalb oder in einem hierfür vorgesehenen Durchbruch im Stempel 10
wieder zurückzuführen und auf einer Aufwickelvorrichtung aufzunehmen.
Die Aufwickelvorrichtung ist ebenfalls an der dem Druckzylinder 12
abgewandten Seite des Stempels 10 angeordnet. Die
Aufwickeleinrichtung besteht aus einer Rolle 2, deren grundsätzlicher
Aufbau und Dimensionierung der Vorratsrolle 5 entspricht, sowie einem
sog. Folienspeicher 22, bestehend aus einer um eine Drehachse
schwenkbar gelagerten Wippe mit zwei ihrerseits drehbaren Walzen, mit
denen die Folienbahn 4a geführt ist, wobei die Folienbahn 4a diese
Walzen teilweise umschlingt.
Auf die Wippe wird mit Hilfe einer Feder eine je nach Stellung der Wippe
unterschiedliche Federkraft ausgeübt. Lässt beispielsweise die
Zugspannung in diesem Bereich der Folienbahn 4a nach, d. h. wird von
der Vorschubeinrichtung ein neuer Abschnitt Folie 4 zugeführt, so
verdreht sich die Wippe, um die Länge des geschobenen, benutzten
Abschnitts der Folienbahn zu speichern, bis ein motorischer Antrieb 3
der Aufwickelrolle 2 anspricht und die betreffende Länge der
gebrauchten Folienbahn 4a aufwickelt.
Stoppt die Vorschubbewegung der Folienbahn 4, nimmt im Bereich des
Folienspeichers 22 in der benutzten Folienbahn 4a die Spannung zu und
die Wippe wird entgegen der Federkraft derart verdreht, dass die Länge
des die Walzen umlaufenden Bahnabschnitts der Folie 4 verkürzt wird,
bis der motorische Antrieb 3 der Aufwickelrolle 2 stoppt. Das Starten und
Stoppen des Aufwickelvorgangs kann mit Schaltern, die von der
Drehbewegung der Wippe angesteuert werden, beeinflusst werden.
Unterhalb der Wippe kann eine weitere Umlenkung 21 für die benutzte
Folienbahn 4a vorhanden sein, um selbige 4a dem Folienspeicher 22
lagerichtig zuzuführen.
Der Antrieb von Vorratsrolle 5, Aufwickelrolle 2 und/oder
Vorschubeinrichtung erfolgt jeweils mit einem Elektromotor 3, 6 oder
über einen gemeinsamen Antrieb, der über ein geeignet ausgelegtes
Getriebe sowie Kupplungen an die jeweiligen horizontalen Drehachsen
angreift.
Der Stempel 10 bzw. seine nach oben weisende Oberfläche ist mit einer
Höhenverstellung ausgestattet, hier in Form eines in Vorschubrichtung
14 der Folienbahn verschiebbaren Keils 15, der eine zur
Vorschubrichtung 14 geneigte Fläche aufweist und an einer mit einer
entsprechenden Neigung versehenen ebenen Platte 11 im Stempel 10
anliegt, wobei die nach oben weisende Oberfläche der Platte 11 die
eigentliche Stempelfläche bildet. Der Stempel 10 ist mit einem
Rollenwagen 18 horizontal "R1" verschiebbar, wobei die Grundplatte 20
des Stempels 10 vorzugsweise mit einem Durchbruch zur Rückführung
der benutzten Folienbahn 4a versehen ist.
Die Prägemaschine "P" ist mit einem Gehäuse 1 für Vorratsrolle 5 und
Aufwickelrolle 2 sowie einem Gehäuse 13 für den Druckzylinder 12
ausgestattet. Die Prägemaschine "P" selbst ist auf einem Unterbau 19,
der auch in Form einer Metallrahmenkonstruktion ausgeführt sein kann,
aufgebaut.
In der Darstellung nach Fig. 2 sind jeweils mehrere Vorratsrollen 5,
Aufwickelrollen 2 etc. dargestellt, um die segmentierte Anordnung
mehrerer Folienbahnen 4 nebeneinander zu verdeutlichen.
Es ist die Anordnung segmentierter Vorratsrollen 5, 5', 5", 5''' und
Aufwickeleinrichtungen 2, 2', 2", 2''' schematisch dargestellt. Die
Prägemaschine weist, in Vorschubrichtung 14 gesehen, vier
nebeneinander angeordnete Folienbahnen 4, 4', 4", 4''' auf, wobei
benachbarte Vorratsrollen 5, 5', 5", 5''' in Vorschubrichtung 14 horizontal
beabstandet sind. Mit einer derartigen Anordnung können
unterschiedliche Folien 4 geprägt werden. Dementsprechend kann auch
die Stempelfläche in unterschiedliche Segment-Bereiche, insbesondere
mit voneinander unabhängigen Heizeinrichtungen 17, aufgeteilt sein. In
entsprechender Weise sind auch die Aufwickeleinrichtungen mit Rollen
2, 2', 2", 2''' und hier nicht dargestellten Folienspeichern 22 angeordnet.
Die Fig. 2a zeigt eine Seitenansicht wie in Fig. 1, jedoch ist in Fig. 2a
die Lage der weiteren - mehreren - Vorrats- und Aufwickelrollen etc.
gezeigt.
In der Zeichnung der Fig. 3 ist die Anordnung der Heizleiter 23 in einer
der beiden vorgesehenen Heiz-Gruppen auf einem Abschnitt der
Stempelfläche dargestellt, die zweite, nicht dargestellte Heiz-Gruppe ist
spiegelbildlich neben der Linie "L" vorgesehen. Die drei Heizleiter 23,
23a, 23b verlaufen über die gesamte Fläche, wobei die beiden äußeren
Heizleiter 23a, 23b zumindest abschnittsweise parallel zur
Längserstreckung der Stempelfläche verlaufen und der mittlere
Heizleiter 23 mäandrierend zwischen ihnen. Zusätzlich sind
Temperaturfühler 24 zur Bestimmung und/oder Steuerung der
Temperatur im Stempel 10 vorhanden. Das Material des Stempels 10
selbst ist vorzugsweise Kupfer, das sich durch seine hohe
Wärmeleitfähigkeit auszeichnet. Die Flächendichte der Heizleiter 23 ist
in Vorschubrichtung 14 in den Randbereichen geringer, da die in der
Mitte erzeugte Wärme auch in die seitlichen Randbereiche geleitet wird.
Die Anordnung auf der Stempelfläche sowie die Ansteuerung der
Heizleiter 23 mit einer geeigneten Elektronik ist dem Fachmann an sich
bekannt.
1
Gehäuse für Vorrats- und Aufwickelrolle
2
,
2
',
2
",
2
''' Aufwickelrolle
3
Motor für Aufwickelrolle
4
,
4
',
4
",
4
''' Heißprägefolie
4a, 4a'. . ., 4a''' benutzter Abschnitt der Folienbahn
4a, 4a'. . ., 4a''' benutzter Abschnitt der Folienbahn
5
,
5
',
5
",
5
''' Vorratsrolle
6
Motor für Vorschubeinrichtung
7
Vorschubwelle
8
Anpresswalze
9
Umlenkungseinrichtung
10
Stempel
11
höhenverstellbare Platte
12
Druckzylinder
13
Gehäuse für Druckzylinder
14
Vorschubrichtung der Prägefolie
15
Keil
16
Folienumlenkwalze am Stempel
17
Heizplatte
18
Rollenwagen
19
Fundament d. Prägemaschine
20
Grundplatte des Stempels
mit Durchbruch in Vorschub
richtung
21
Umlenkung am Folienspeicher
22
Folienspeicher
23
,
23
a,
23
b Heizleiter
24
Temperaturfühler
25
Papier- oder Kartonbögen
P Prägemaschine
L Spiegellinie
R1 horizontale Bewegung von Position
P Prägemaschine
L Spiegellinie
R1 horizontale Bewegung von Position
10
V Vorschubeinrichtung
Claims (11)
1. Prägemaschine zum Drucken und/oder Prägen einer Prägefolie (4)
auf ein geeignetes Material, mit einem ortsfest in der Prägemaschine
drehbar gelagerten Druckzylinder (12), einem in der Prägemaschine
zwischen einer Anfangs- und Endposition horizontal unter den
Druckzylinder (12) verfahrbaren Druckstempel (10) mit einer
Heizeinrichtung (17), wobei die Prägefolie (4) von einer Vorratsrolle (5)
an der dem Druckzylinder (12) abgewandten Seite des Stempels (10)
abwickelbar und unterhalb der Oberfläche des Stempels (10) zurück zu
einer Aufwickeleinrichtung an der dem Druckzylinder (12) abgewandten
Seite des Stempels (10) geführt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Vorratsrolle (6) und Stempel (10) in Vorschubrichtung (14) der
Prägefolie (4) gesehen eine Vorschubeinrichtung (V) für die Prägefolie
(4) angeordnet ist.
2. Prägemaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorschubeinrichtung (V) eine Vorschubwelle (7) mit einer
zugeordneten Anpresswalze (8) ist, insbesondere die
Vorschubeinrichtung (V) elektromotorisch angetrieben ist.
3. Prägemaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Vorschubeinrichtung (V) und Stempel (10) eine
Umlenkungseinrichtung (9) zur vertikalen Ausrichtung der Prägefolie (4)
bezüglich des Stempels (10) vorhanden ist, insbesondere die
Umlenkungseinrichtung (9) zwei vertikal beabstandete Rollen oder
Walzen umfasst.
4. Prägemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorratsrolle (5) und/oder die Aufwickeleinrichtung elektromotorisch
angetrieben sind.
5. Prägemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufwickeleinrichtung eine federnd gelagerte Wippe (22) mit zwei
Umlenkwalzen zur Regulierung der Straffheit der benutzten, zurück
geführten Folienbahn (4a) und/oder zum Längenausgleich der
Folienbahn (4, 4a) umfasst.
6. Prägemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorratsrolle (5) und/oder die Aufwickeleinrichtung und/oder die
Vorschubeinrichtung (V) in voneinander unabhängige, in
Vorschubrichtung (14) der Folienbahn (4) gesehen, benachbarte
Einrichtungen - Segmente - aufgeteilt sind, insbesondere 4-fach geteilt.
7. Prägemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stempel (10) mit einem horizontal verschiebbaren Keil (15)
ausgestattet ist, zur wahlweisen Höhenverstellbarkeit der nach oben
weisenden Stempelfläche des Stempels (10).
8. Prägemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizeinrichtung (17) aus einem oder mehreren über die Fläche des
Stempels (10) verlaufenden Heizdrähten (23) besteht, insbesondere die
Heizdrähte (23) mäandrierend verlaufen und/oder der in
Vorschubrichtung (14) der Folienbahn (4) gesehen mittlere Bereich der
Stempelfläche stärker aufheizbar ist.
9. Prägemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Elektronik zur Steuerung der Prägemaschine an einem teleskopier-
und/oder relativ zur Prägemaschine verschwenkbaren Tragarm befestigt
ist.
10. Verfahren zum Zuführen und Ausrichten einer Prägefolie (4) auf
einem Stempel (10) in einer Prägemaschine zum Drucken und/oder
Prägen einer Prägefolie (4), wobei die Prägefolie (4) nach dem
Prägevorgang vom Stempel (10) abgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Prägefolie (4) mit einer Vorschubeinrichtung auf den Stempel (10)
geschoben und ausgerichtet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Prägemaschine gemäß einem der Ansprüche 1-9 zur
Durchführung des Verfahrens verwendet wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000137643 DE10037643A1 (de) | 2000-07-31 | 2000-07-31 | Prägemaschine für Prägefolien |
| EP01118463A EP1177895A3 (de) | 2000-07-31 | 2001-07-31 | Prägemaschine für Prägefolien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000137643 DE10037643A1 (de) | 2000-07-31 | 2000-07-31 | Prägemaschine für Prägefolien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10037643A1 true DE10037643A1 (de) | 2002-02-21 |
Family
ID=7651071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000137643 Withdrawn DE10037643A1 (de) | 2000-07-31 | 2000-07-31 | Prägemaschine für Prägefolien |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| EP (1) | EP1177895A3 (de) |
| DE (1) | DE10037643A1 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |