DE10040978A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Blechpaketen - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von BlechpaketenInfo
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Abstract
Eine Maschine zur Herstellung von Blechpaketen, insbesondere für drehende elektrische Maschinen, weist sowohl eine Bearbeitungseinheit zur Herstellung der Bleche als auch eine Schweißeinheit zum Verschweißen der aufgestapelten Bleche miteinander auf. Vorzugsweise werden zur Herstellung der Bleche und zum Verschweißen derselben vorhandene Maschinenkomponenten, wie bspw. ein Laser, gemeinsam genutzt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine und ein Verfahren
zur Herstellung von Blechpaketen, insbesondere zur Herstel
lung von Stator- und Rotorblechpaketen für elektrische Ma
schinen.
Insbesondere die Blechpakete elektrischer bewegter
Maschinen, wie bspw. Elektromotoren, Generatoren und ähnli
ches, sind durch gestapelte Bleche gebildet, die miteinander
verbunden sind. Die einzelnen Bleche sind bspw. scheiben-
oder ringförmig und sind von einem Rohmaterial, bspw. einem
Blechband, abzutrennen. In einem weiteren Fertigungsschritt
sind die Bleche dann in vorgegebener Lage zueinander mitein
ander zu verbinden. Es ist Aufgabe der Erfindung, die Her
stellung der Blechpakete mit geringem Aufwand zu ermöglichen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Herstellung der Blech
pakete möglichst zu vereinfachen.
Dies wird gemäß Anspruch 1 mit einer Maschine zur Her
stellung von Blechpaketen erreicht, die sowohl die einzelnen
Bleche herstellt als auch verbindet, indem sie die Bleche
zunächst aus Blech ausschneidet und die ausgeschnittenen
Bleche zueinander ausgerichtet stapelt und sie miteinander
verschweißt, um bspw. ein Statorblechpaket oder ein Rotor
blechpaket auszubilden. Dazu weist die Maschine wenigstens
eine Bearbeitungseinheit zum Ausschneiden der Kontur ein
zelner Bleche, eine Stapeleinrichtung, eine Ausrichtein
richtung, eine Aufnahmeeinrichtung für die Bleche und eine
Schweißeinrichtung auf.
Die Bearbeitungseinheit ist dazu vorgesehen, die gesamte
Kontur der einzelnen Bleche herzustellen. Sie kann dazu ein
oder mehrere Scherwerkzeuge, wie bspw. Stanzen, Nutstanzen,
Lochstanzen oder dgl. sowie Strahlwerkzeuge zum Durchtrennen
des Blechs aufweisen. Derartige Strahlwerkzeuge können bspw.
Laser oder auch Wasserstrahl-Schneidwerkzeuge sein. Darüber
hinaus ist es von Vorteil, in der Bearbeitungseinheit, die
zum Ausschneiden der Kontur einzelner Bleche dient, unter
schiedliche Schneidtechniken miteinander zu kombinieren.
Bspw. können die Nuten eines genuteten Stator- oder Rotor
blechs mit einer Nutstanze ausgestanzt werden, während sons
tige Konturen, bspw. mit einem Laserstrahl oder einem ander
weitigen Schneidwerkzeug hergestellt werden. Bedarfsweise ist
es möglich, die gesamte Kontur oder eine mehrere Nuten umfas
sende Kontur mit einer Stanze in einem Hub herzustellen. Im
einfachsten Fall wird eine Nutenstanze vorgesehen, die genau
eine Nut ausstanzt, wobei das betreffende Blech dann, bspw.
mittels eines Vorschubfingers, der Nutenteilung entsprechend
schrittweise positioniert wird.
Besonders vorteilhaft ist die Integration einer Schweiß
station in die erfindungsgemäße Maschine, wenn diese zum
Schneiden oder Vorschneiden der Bleche ohnehin bereits mit
einer Lasereinrichtung versehen ist. Der Laser kann dabei als
Energiequelle sowohl zum Schneiden, als auch zum Schweißen
genutzt werden. Durch eine geeignete Strahlführung kann der
Laserstrahl sowohl vor der Stanzeinrichtung zum Schneiden,
als auch nach dieser zum Schweißen wirksam werden. Dabei ist
es sowohl möglich, für das Schneiden wie auch für das Schwei
ßen ein- und denselben Laserkopf zu verwenden, der dann
entsprechend an der Schneidstation oder der Schweißstation
positioniert und dem jeweiligen Bearbeitungsweg entsprechend
geführt wird, als auch unterschiedliche Köpfe (Schneidkopf
und Schweißkopf) vorzusehen, die von ein- und demselben Laser
gespeist werden. Dabei ist es bspw. möglich, die Laserköpfe
über eine Strahlweiche an den Laser anzuschließen. Die Posi
tionierung der beiden Laserköpfe kann dann mittels getrennter
Positioniereinrichtungen unabhängig voneinander durchgeführt
werden. Alternativ ist es möglich, beide Laserköpfe mittels
einer gemeinsamen Positioniereinrichtung zu bewegen und
positionieren. Dies insbesondere, weil die Laserköpfe vor
zugsweise alternierend, d. h. nicht gleichzeitig, betrieben
werden. Der Laser kann mittels eines Shutters oder anderwei
tiger Einrichtungen im Impulsbetrieb oder auch im Dauer
betrieb arbeiten. Es ist auch möglich, den Laser bei den
unterschiedlichen Bearbeitungsvorgängen (Schneiden, Schwei
ßen) mit unterschiedlichen Strahlqualitäten arbeiten zu
lassen, indem z. B. Modenblenden vorgesehen werden. Die
Strahlqualität kann dabei an den jeweiligen Bearbeitungs
vorgang angepasst werden.
Zweckmäßig ist die mögliche Zweifachnutzung der Laser
einrichtung zum Schneiden oder Vorschneiden der Bleche und
zum Verschweißen fertiger Bleche miteinander auch hinsicht
lich der Ausnutzung und Aufteilung des Betriebs des Lasers.
Bspw. kann es zweckmäßig sein, jedes dem Stapel neu zugeführ
te Blech jeweils mit einigen Schweißpunkten mit dem vorher
gehenden Blech des Stapels zu verbinden. Zur Erzeugung des
Schweißpunkts ist jeweils nur eine sehr kurze Zeit erforder
lich, so dass die übrige Betriebszeit für das Schneiden zur
Verfügung steht. Es ist aber ebenso möglich, die Bleche des
Stapels erst dann miteinander zu verschweißen, wenn der
Stapel seine gewünschte Höhe (Blechzahl) hat. Zum Beispiel
können die Bleche beim Stapeln geheftet (z. B. versetzte
Schweißpunkte wie in Fig. 7) und später vollständig ver
schweißt werden. Unter Umständen kann die Vorheftung ohne
Axialdruck erfolgen, wobei die Endverschweißung jedoch unter
axialer Spannung des Blechstapels erfolgt.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten von Ausführungsformen
der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, der nachfolgen
den Beschreibung oder Unteransprüchen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 die erfindungsgemäße Maschine, in schematischer
Darstellung,
Fig. 2 die Maschine nach Fig. 1, in vereinfachter und
perspektivischer Übersichtdarstellung,
Fig. 3 eine Funktionseinheit der Maschine nach Fig. 2,
in Prinzipdarstellung,
Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform der Funktions
einheit zum Schneiden und Schweißen für die Maschine nach
Fig. 2,
Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Maschine nach Fig. 1, in einer Draufsicht,
Fig. 6 und
Fig. 7 von der Maschine nach Fig. 2 oder 5 erzeugte
Statorblechpakete mit punktweise verschweißten Blechen, in
ausschnittsweiser perspektivischer Darstellung,
Fig. 8 ein Statorblechpaket, erzeugt von der Maschine
nach Fig. 2 oder Fig. 5, mit durch Schweißnähte verschweiß
ten Statorblechen, in ausschnittsweiser perspektivischer
Darstellung,
Fig. 9 ein Statorblechpaket mit einzeln verschweißten
Statorblechen, in ausschnittsweiser Draufsicht,
Fig. 10 ein Statorblechpaket und zwei auf das Stator
blechpaket einwirkenden Laserköpfen einzeln verschweißten
Statorblechen, in ausschnittsweiser Draufsicht, und
Fig. 11 ein Statorblechpaket mit Schweißstellen, in
ausschnittsweiser Schnittdarstellung.
In Fig. 1 ist eine kombinierte Zuschnitt- und Schweiß
maschine 1 veranschaulicht, die der Herstellung von Rotor-
und Statorblechpaketen 2 dient, die als geblechter Eisenkern
für Elektromotoren vorgesehen sind. Die Maschine 1 erhält
dazu kaltgewalztes Elektromotoren- oder Siliziumblech 3,
bspw. als Band und gibt über ein als Ausbringeinrichtung
dienende Fördereinrichtung fertige Rotor- oder Statorblech
pakete ab.
Der prinzipielle Aufbau der Maschine 1 ist in Fig. 2
oder alternativ Fig. 5 veranschaulicht. Zu der Maschine 1
gehört zunächst eine Einrichtung 5 zum Zuführen des Blechs 3.
Zu der Einrichtung 5 gehören bspw. zwei an einem Grundgestell
4 drehbar gelagerte Walzen 6, 7, die außerdem mit einer nicht
weiter veranschaulichten Antriebseinrichtung verbunden sind,
um den gewünschten periodischen Vorschub des Blechs 3 zu
bewirken. Im Fall der Ausführungsform nach Fig. 5 ist eine
Abrollvorrichtung mit Blechzuführung quer zu der Bewegungs
richtung der weiteren Verarbeitung veranschaulicht.
Weiter trägt das Grundgestell 4 eine Bearbeitungseinheit
11, die dazu dient, einzelne Bleche 12 auszuschneiden, aus
denen dann das Blechpaket 2 gestapelt wird. Zu der Bearbei
tungseinheit 11 gehören im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2
eine Trenneinheit 14, die Einzelabschnitte von dem zugeführ
ten Blechband abtrennt, eine Vorschneideeinheit 15, eine
Nutenstanze 16 und eine Transporteinrichtung 17. Bedarfsweise
können weitere Funktionseinheiten, bspw. zur Abführung von
Abfallstücken, vorgesehen sein. Bei der Ausführungsform nach
Fig. 5 ist keine Trenneinheit, dafür aber eine Schrottschere
15a vorgesehen, um Blechbandabschnitte, aus denen Rohlinge
für das Stator- oder Rotorblech herausgetrennt worden sind,
zu zerschneiden und einem Abfallbehälter 15b zuzuführen. Die
Nutenstanze ist von dem Grundgestell vorzugsweise schwin
gungsmäßig isoliert. Dazu dient entweder eine bauliche Trennung,
d. h. eine gesonderte, von dem Grundgestell 4 getrennte
Lagerung der Nutenstanze 16 oder eine schwingungsdämpfende
Einrichtung zwischen dem Grundgestell und der Nutenstanze.
Die Trenneinheit 14 ist optional und kann bedarfsweise
entfallen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel gehören zu der
Trenneinheit 14 zunächst ein Auflagetisch 18 und ein vertikal
beweglich gelagertes Messer 19, das mit dem Auflagetisch 18
eine Schereinrichtung bildet. Dem Messer 19 ist eine An
triebseinrichtung 21 zugeordnet, die eine gesteuerte Verti
kalbewegung des Messers 19 hervorruft, um jeweils ein Blech
stück von dem Blechstreifen abzutrennen, aus dem dann in
weiteren Schnittvorgängen ein Blech 12 für einen Stator
ausgeschnitten wird. Dazu dient zunächst die Vorschneideein
heit 15, die zumindest dazu eingerichtet ist, die im Wesent
lichen kreisförmige Außenkontur des späteren Blechs 12
(Rotor- oder Statorblech) auszuschneiden. Dazu dient bspw.
ein Strahlbearbeitungswerkzeug, alternativ können jedoch auch
mechanische Schneideinrichtungen Anwendung finden. Im vorlie
genden Ausführungsbeispiel gehört zu der Vorschneideein
richtung 15 ein Laserkopf 22a als Schneidkopf. Außerdem ist
ein Laserkopf 22b als Schweißkopf vorgesehen, die in Fig. 2
durch einen Ausschnitt 23 der Maschinenverkleidung schema
tisch sichtbar veranschaulicht sind. Der Schweißkopf 22b
weist ein Strahlaustrittsfenster 24b auf, das einen Licht
strahl auf das Statorblechpaket 2 richtet. In der Nähe des
Strahlauftreffflecks (Fokus) mündet eine Schutzgasleitung 25
zur Formierung. In einigen Fällen kann die Schutzgasleitung
entfallen, z. B. wenn keine Formierung erforderlich ist oder
ein Schutz der Schweißstelle anderweitig erfolgt. Bei der
Ausführungsform nach Fig. 5 ist der zum Schneiden dienende
Laserkopf 22a oberhalb des Blechs an einer horizontal (H1)
verfahrbaren Brücke in einer zweiten Horizontalrichtung (H2)
verfahrbar gelagert. Der Laserkopf 22a weist wenigstens ein
Strahlaustrittsfenster 24a auf, aus dem heraus ein gebündel
ter Lichtstrahl auf das als Werkstück dienende abgeschnittene
Blechteil gerichtet ist. An dem Schneidkopf 22a kann eine
Gaszuführungseinrichtung für Schneidgas angeordnet sein. Die
gesamte optische Einheit (Laser und Laserköpfe, Lichtleiter,
Weichen, Positioniereinrichtungen) können auf dem Grund
gestell 4 z. B. über aktive oder passive Schwingungsdämpfer
gelagert oder zur Schwingungsentkopplung separat aufgestellt
sein.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 2 und 5 sind beide
Laserköpfe 22a, 22b mit einem an den Strahlengang einer
Lichtleiteinrichtung angeschlossen. Der Lichtstrahl geht als
aufgeweitetes paralleles Bündel von einem Laser 26, bspw.
einem CO2-Laser aus. Der Laser 26 kann mit einer oder mehreren
nicht weiter veranschaulichten Modenblenden oder anderen
Mitteln zur Leistungsbeeinflussung oder zur Beeinflussung der
Strahlqualität versehen sein. Damit kann der Laser 26 sowohl
zum Schweißen als auch zum Schneiden verwendet werden. Der
Lichtstrahl kann durch entsprechende Spiegel 27 oder ein
Lichtleitmittel wie bspw. ein Lichtleitkabel 28 (Fig. 3) zu
den Laserköpfen 22a, 22b geleitet werden. Die Lagerung er
folgt z. B. durch eine von oben wirkende Halterung oder auf
einem Tisch mit Strahldurchtrittsfenster - der Laserstrahl
und der Gasstrom kommen von unten. Deutlich günstiger ist die
Anordnung des Laserkopfs 22a über Kopf, d. h. oberhalb des
Blechs (Fig. 5).
Abweichend von den beschriebenen Ausführungsformen, kann
der Laser 26 auch lediglich einen gemeinsamen Laserkopf 22
betreiben (nicht dargestellt). Der Laserkopf 22 dient dann
bspw. sowohl dem Ausschneiden einer Grob-Kontur, als auch dem
Schweißen. Mittels geeigneter Positioniereinrichtungen ist er
bspw. zu dem Blech 3 und zu dem Blechpaket 2 (Stator- oder
Rotorbleche) bewegbar.
Über ein Lichtleitmittel, bspw. ein Lichtleitkabel 65
oder eine anderweitige Strahlführung (Spiegel, Prismen,
Strahlkanal), sind die Laserköpfe 22a, 22b an eine Umschalt
einrichtung 66 angeschlossen sein, die wie eine Weiche Licht
des Lasers 26 entweder an den Laserkopf 22a oder über einen
Lichtleiter 67 an den Laserkopf 22b abgibt.
Beide Schweißköpfe 22a, 22b sind vorzugsweise jeweils
von einer Positioniereinrichtung 29a, 29b getragen, die
jeweils eine Positionierung in einer Richtung H1, V (oder bei
entsprechender Auslegung in mehreren Richtungen) gestatten.
Die Ausführungsformen nach Fig. 2 und 5 haben den
Vorteil, dass Positionierzeiten, die bspw. zum Positionieren
des Laserkopfs 22b in Schweißrichtung V vorzunehmen sind,
minimiert werden und sich nicht mit Positionierzeiten des
Schneidkopfs 22a überschneiden. Die Positionierung des
Schweißkopfs 22b kann bspw. vorgenommen werden, während der
Schneidkopf 22a aktiv ist. Auch dies trägt zur Integration
der von dem Laserkopf 22b gebildeten Schweißeinrichtung in
die Maschine 1 bei, so dass die Herstellung der entsprechen
den Schweißverbindung ohne zusätzliche Aufwand an Arbeitzeit
möglich wird. Außerdem eröffnet diese Bauform die Möglich
keit, auf effektive Weise die Schweißraupen nach Fig. 8
zusätzlich oder anstelle zu den Schweißpunkten nach Fig. 6
auszubilden.
Zu der Vorschneideeinheit 15 gehören bei der Ausfüh
rungsform nach Fig. 2 außerdem Mittel zur Lagerung des
Blechs oberhalb des Laserkopfs 22a. Die entsprechenden Lager
mittel können stationäre oder bewegbare Auflagen 32 mit nicht
weiter veranschaulichten Spannmitteln, z. B. Elektromagneten
sein. Die Lagermittel sind bspw. in X- und Y-Richtung in
nerhalb der Werkstückebene linear positionierbar. Bedarfs
weise können sie auch auf einer Kreisbahn bewegbar sein.
Damit kann eine Relativbewegung zwischen dem Werkstück und
dem Laserkopf 22a durch Bewegung des Werkstücks herbeigeführt
werden. Es können auf diese Weise bspw. die in Fig. 2 eingezeichneten
Kreisbahnen 33, 34 eines Laserbrennflecks 35 auf
dem Werkstück erreicht werden. Bei der hinsichtlich der
Abfallbeseitigung wesentlich günstigeren Ausführungsform nach
Fig. 5 wird die Relativbewegung durch Bewegung des Laser
kopfs 22a herbeigeführt, und zwar durch Überlagerung von
Bewegungen des Laserkopfs in den Richtungen H1 und H2.
Zum Weitertransport der Teile kann die Positionier- oder
Transporteinrichtung 17 vorgesehen sein. Diese kann in ihrer
einfachsten Ausführung, bspw. lediglich zur Überführung der
Blechteile aus der Vorschneideeinheit 15 in die Nutenstanze
16 dienen. Sie weist dazu einen Führungsträger 37 auf, an dem
ein Greiferwagen 38, z. B. linear verschiebbar, gelagert ist.
Der Greiferwagen 38 kann Magnetgreifer 39 ähnliche Mittel zum
Halten des Werkstücks aufweisen. In der einfachsten Aus
führungsform sind die Magnetgreifer 39 an dem Greiferwagen 38
ortsfest gehalten. Die Transporteinrichtung 17 dient dann nur
dem Teiletransport zwischen der Vorschneideeinheit 15 und der
Nutenstanze 16. Bedarfsweise kann die Transporteinrichtung 17
jedoch auch zusätzlich Positionieraufgaben übernehmen. Dazu
sind die Magnetgreifer 39 an dem Greiferwagen 38, bspw. um
eine Vertikalachse, die dem aus dem Strahlaustrittsfenster 24
austretenden Lichtstrahl parallel ist, drehbar gelagert und
mittels einer Dreh-Positioniereinheit kontrolliert positio
nierbar und drehbar. Auf diese Weise können z. B. die Kreis
bahnen 33, 34 des Brennflecks 35 bei ruhendem Laserkopf 22
erzeugt werden. Die Transporteinrichtung dient dann gleich
zeitig der Relativbewegung zwischen Laserstrahl und Werk
stück.
Die Nutenstanze 16 weist einen Stempel 41 auf, der eine
vertikale (Pfeil 42) Stanzbewegung ausführt. Die Nutenstanze
16 weist eine Antriebseinrichtung für den Stempel 41 auf.
Synchron zu diesem wird das Blech mit einer Antriebsvor
richtung 43 z. B. schrittweise gedreht. Dieses wird auf einem
Auflagetisch 44 oder einer anderweitigen Stützeinrichtung
gehalten. Die Übertragung der Drehbewegung auf das Blech
erfolgt wahlweise formschlüssig (Passfeder, Passfedernut)
oder reibschlüssig über eine Spannvorrichtung auf einem
drehenden Teller.
An die Nutenstanze 16 anschließend ist eine Stapelein
richtung 45 vorgesehen, die dazu dient, von der Nutenstanze
16 in ihrer Kontur fertiggestellte Bleche 12 aufzunehmen und
geordnet, d. h. stanzbildgerecht, auf dem Blechpaket 2 ab
zulegen. Die Stapeleinrichtung 45 weist eine Transportein
richtung 46 auf, zu der bspw. eine Linearführungseinrichtung
47 und ein von dieser geführter Greiferwagen 48 gehören.
Letzterer trägt bspw. Magnetgreifer 49, die dazu eingerichtet
sind, das Blech 12 gesteuert aufzunehmen und freizugeben.
Bedarfsweise kann die Linearführungseinrichtung 47 über einen
vertikal verstellbaren Ausleger 51 an dem Maschinengestell 4
abgestützt sein. Selbstverständlich können jedoch auch alter
native mehrachsige und anderweitige Transporteinrichtungen
vorgesehen werden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 dient
die Greifereinrichtung 17 nicht nur dem Transport der Blech
rohlinge zu der Nutenstanze sondern auch dem Weitertransport
der gestanzten Teile zu einem Stapel und zum Aufstapeln der
gestanzten Bleche.
Zu der Stapeleinrichtung 45 gehört außerdem wenigstens
eine Ausrichteinrichtung, die im vorliegenden Ausführungsbei
spiel durch einen Dorn 53 gebildet ist. Dieser ragt vertikal
von einem Drehtisch 54 auf, der eine Aufnahmeeinrichtung für
die Bleche 12 bildet, und weist einen Durchmesser auf, der
mit dem Innendurchmesser der Bleche 12 im Wesentlichen über
einstimmt. An seinem oberen Ende kann er konisch verjüngt
sein. Seine Mantelfläche ist im Wesentlichen zylindrisch. Zur
Ausrichtung der aufzunehmenden Bleche 12 kann er an seiner
Mantelfläche mit einem Steg 55 versehen sein, der in eine der
ausgestanzten Nuten greift und die einzelnen Nuten der Bleche
12 somit zueinander ausrichtet. Die von dem Dorn 53 und dem
Steg 55 gebildete Ausrichteinrichtung bewirkt somit die
koaxiale Ausrichtung der Einzelbleche 12 zueinander sowie die
Fluchtung der Nuten, d. h. die Winkelausrichtung der Bleche 12
in Bezug auf eine Drehung um die Mittelachse, auf der durch
den Drehtisch 54 gebildeten Aufnahmeeinrichtung. Zum Abtrans
port fertiger Stapel kann gemäß Fig. 5 auch ein Ketten
förderer 45a vorgesehen sein. Zum Ausbringen des Blechpakets
wird der Stapeldorn, z. B. nach unten, unter den Kettenförde
rer gezogen.
Zu der Stapeleinrichtung 45 gehört außerdem eine magne
tische oder pneumatische Spanneinrichtung, die dazu dient,
die Bleche vor dem (endgültigen) Verschweißen zusammenzupres
sen. Dies kann über einen nicht weiter veranschaulichten
Spannarm erfolgen, der den Stapel zum Verschweißen axial
belastet. Die Kraft zum festen Zusammenpressen der Bleche im
Stapel kann auch durch ein Magnetfeld aufgebracht werden, das
die Bleche z. B. axial durchsetzt. Der Vorteil liegt hier
darin, dass die Bleche einzeln nacheinander miteinander
verschweißt werden können, ohne jedesmal den Spannarm auf den
Stapel aufsetzen zu müssen.
Der Aufnahmeeinrichtung benachbart, ist der Strahlkopf
22b vorgesehen, durch den ein fokussierter Lichtstrahl auf
die Mantelfläche des Blechpakets 2 richtbar ist. Die Strahl
weiche 66 leitet das Licht entweder in den Strahlengang 65,
der zu dem Schneidkopf 22a führt, oder in den Strahlengang
67, der zu dem Schweißkopf 22b führt. Die Lichteinstrahlung
erfolgt über ein Strahlrohr mit mehreren Umlenkspiegeln und
einer Strahlweiche oder über andere geeignete Lichtleit
mittel. Außerdem ist der Laserkopf 22 durch die Positionier
einrichtungen 29b, zumindest in einer Richtung V parallel zu
der Mittelachse des Dorns 53 bzw. des Blechpakets 2 bewegbar.
Zusätzlich ist der Laserkopf 22a, wenigstens bei einer bevor
zugten Ausführungsform (Fig. 5), in zwei Richtungen H1, H2
parallel zu dem Blech bewegbar. Zusätzlich kann der Strahlkopf
22b z. B. zur Anpassung an unterschiedliche Stapeldurch
messer radial zu dem Stapel und dem Dorn 53 verstellbar
gelagert sein.
Die insoweit beschriebene Maschine 1 arbeitet unter der
Steuerung einer zentralen, nicht weiter veranschaulichten,
Steuereinrichtung wie folgt:
Die veranschaulichte Maschine 1 ist prinzipiell dazu eingerichtet, Statorbleche und Statorblechpakete 2 herzu stellen. Sie kann gleichfalls dazu eingerichtet werden, Rotorblechpakete herzustellen, wobei dann ein entsprechend schlankerer Dorn 53 erforderlich ist, der in das Achsloch der Rotorbleche passt. Bedarfsweise kann die Maschine 1 auch so eingerichtet werden, dass sie nacheinander oder gleichzeitig Rotorblechpakete und Statorblechpakete herstellt. Im erst genannten Fall werden zunächst Statorblechpakete in der erforderlichen Anzahl hergestellt, abgestapelt und mitein ander verschweißt, wonach dann Rotorbleche und aus diesen ein Rotorblechpaket hergestellt und verschweißt wird. Wenn der beim Laserschneiden erzielte Schneidspalt etwa mit dem ge wünschten Luftspalt der herzustellenden elektrischen Maschine identisch oder geringer als der gewünschte Luftspalt ist, kann der beim Herstellen eines Statorblechs anfallende innere kreisförmige Ausschnitt als Rohling für ein Rotorblech ver wendet werden. In diesem Fall erzeugt die Vorschneideeinheit 15 z. B. zunächst ein Achsloch und danach einen kreisförmiger Schnitt größeren Radius, der den Außendurchmesser des Rotor blechs darstellt. Während dieses dann der Nutenstanze zu geführt wird, kann die Vorschneideeinheit die Außenkontur des Statorblechs (kreisförmig oder mehreckig) ausschneiden. Der so entstandene Statorblechrohrling kann dann zu der Nutens tanze überführt werden. Dabei muss die Nutenstanze so be schaffen sein, dass sie abwechselnd an Rotorblechen und an Statorblechen die geforderten Nuten anbringen kann.
Die veranschaulichte Maschine 1 ist prinzipiell dazu eingerichtet, Statorbleche und Statorblechpakete 2 herzu stellen. Sie kann gleichfalls dazu eingerichtet werden, Rotorblechpakete herzustellen, wobei dann ein entsprechend schlankerer Dorn 53 erforderlich ist, der in das Achsloch der Rotorbleche passt. Bedarfsweise kann die Maschine 1 auch so eingerichtet werden, dass sie nacheinander oder gleichzeitig Rotorblechpakete und Statorblechpakete herstellt. Im erst genannten Fall werden zunächst Statorblechpakete in der erforderlichen Anzahl hergestellt, abgestapelt und mitein ander verschweißt, wonach dann Rotorbleche und aus diesen ein Rotorblechpaket hergestellt und verschweißt wird. Wenn der beim Laserschneiden erzielte Schneidspalt etwa mit dem ge wünschten Luftspalt der herzustellenden elektrischen Maschine identisch oder geringer als der gewünschte Luftspalt ist, kann der beim Herstellen eines Statorblechs anfallende innere kreisförmige Ausschnitt als Rohling für ein Rotorblech ver wendet werden. In diesem Fall erzeugt die Vorschneideeinheit 15 z. B. zunächst ein Achsloch und danach einen kreisförmiger Schnitt größeren Radius, der den Außendurchmesser des Rotor blechs darstellt. Während dieses dann der Nutenstanze zu geführt wird, kann die Vorschneideeinheit die Außenkontur des Statorblechs (kreisförmig oder mehreckig) ausschneiden. Der so entstandene Statorblechrohrling kann dann zu der Nutens tanze überführt werden. Dabei muss die Nutenstanze so be schaffen sein, dass sie abwechselnd an Rotorblechen und an Statorblechen die geforderten Nuten anbringen kann.
Allgemein erfolgt die Bearbeitung einzelner Bleche
sowohl für Rotorbleche als auch für Statorbleche wie nachfol
gend beschrieben:
Aus dem zugeführten Blech stellt die Bearbeitungseinheit 11 aufeinander folgend einzelne Bleche 12 her. Dies, indem von der Trenneinheit 14 zunächst ein Blechteil abgeschnitten wird, dessen Größe zur Herstellung eines einzelnen Blechs 12 ausreicht. Dieser Blechabschnitt befindet sich unmittelbar in der Vorschneideeinheit 15. Es wird hier bspw. von den Aufla gen 32 aufgenommen und so positioniert, dass der Laserbrenn fleck 35 des Laserkopfs 22a bspw. auf einen Punkt der inneren Kreisbahn 33 gerichtet ist. Der Laser 26 bzw. der Laserkopf 22 werden nun so geschaltet, dass der Lichtstrahl mit der geforderten Leistung auf dem Werkstück auftrifft. Es entsteht ein Laserbrennfleck 35, der auf dem Blech die Kreisbahn 33 zurücklegt. Der Laserkopf 22a wird dazu so auf einer Bahn im Kreis geführt, dass der Laserbrennfleck 35 mit der gewünsch ten Geschwindigkeit die Kreisbahn 33 abfährt und somit das Nutzteil vom Abfall getrennt wird. Z. B. wird zunächst das Achsloch herausgeschnitten, indem ein scheibenförmiger Innen teil abgetrennt wird, der herausfällt und abgeführt wird. Der Abfall kann unterhalb des Tischs ausgebracht werden.
Aus dem zugeführten Blech stellt die Bearbeitungseinheit 11 aufeinander folgend einzelne Bleche 12 her. Dies, indem von der Trenneinheit 14 zunächst ein Blechteil abgeschnitten wird, dessen Größe zur Herstellung eines einzelnen Blechs 12 ausreicht. Dieser Blechabschnitt befindet sich unmittelbar in der Vorschneideeinheit 15. Es wird hier bspw. von den Aufla gen 32 aufgenommen und so positioniert, dass der Laserbrenn fleck 35 des Laserkopfs 22a bspw. auf einen Punkt der inneren Kreisbahn 33 gerichtet ist. Der Laser 26 bzw. der Laserkopf 22 werden nun so geschaltet, dass der Lichtstrahl mit der geforderten Leistung auf dem Werkstück auftrifft. Es entsteht ein Laserbrennfleck 35, der auf dem Blech die Kreisbahn 33 zurücklegt. Der Laserkopf 22a wird dazu so auf einer Bahn im Kreis geführt, dass der Laserbrennfleck 35 mit der gewünsch ten Geschwindigkeit die Kreisbahn 33 abfährt und somit das Nutzteil vom Abfall getrennt wird. Z. B. wird zunächst das Achsloch herausgeschnitten, indem ein scheibenförmiger Innen teil abgetrennt wird, der herausfällt und abgeführt wird. Der Abfall kann unterhalb des Tischs ausgebracht werden.
Der Laser 26 wird kurz abgeschaltet und der Laserkopf
22a, bspw. mittels einer Positioniereinrichtung 59, horizon
tal an den Anfang der Kreisbahn 34 positioniert. Es kann nun,
wie bereits für die Bahn 33 beschrieben, der Außenrand des
Blechs 12 abgeschnitten werden. Dabei wird durch eine Rela
tivbewegung zwischen Strahlkopf und Blech das Rotorblech
ausgetrennt. Dabei schneidet der Laser vor allem Konturzüge,
die auf der Nutenstanze mit den dort vorhandenen Werkzeugen
nicht hergestellt werden können.
Ist der Schneidvorgang erfolgt, wird das Blech 12 mit
tels der Transporteinrichtung 17 zur Nutenstanze 16 überführt.
Währenddessen wird auf der (Laser-) Vorschneideeinheit
15 z. B. der Statoraußendurchmesser beschnitten, d. h. ein
ringförmiger Rohling für das Statorblech hergestellt. Somit
werden abwechselnd ein Rotor- und ein Statorrohling ausge
schnitten und zu der Nutenstanze geliefert. Gleichzeitig zu
dem Ausschneiden der Rohlinge erfolgt auf der nachgeordneten
Nutenstanze der Stanzvorgang an im vorigen Schritt erzeugten
Rohlingen.
Die Nutenstanze 16 nimmt das Blech 12 auf und stanzt
unter Fortschaltung durch die Antriebsvorrichtung 43 nachein
ander alle Nuten an dem Innenumfang des Blechs 12 (Stator)
oder am Außenumfang (Rotor). Zugleich wird in der Vorschnei
deeinheit 15 ein weiteres Blech vorbereitet. Die Nutmaschine
arbeitet vorzugsweise im Einzelnutverfahren. Pro Hub des
Stempels 41 der Nutstanze 16 wird das Blech durch die An
triebsvorrichtung 43 um einen vorgegebenen Winkel gedreht.
Zur Blechbewegung kann ein Schrittschaltgetriebe dienen. Nach
dem Nuten des Rotorblechs wird dieses auf dem dafür vor
gesehenen Stapel abgelegt. Der gleiche Vorgang wird für das
Statorblech durchgeführt. Dabei ist es auch möglich, abwech
selnd ein Rotorblech und ein Statorblech herzustellen und
somit gleichzeitig einen Rotorblechstapel und einen Stator
blechstapel aufzubauen. Bedarfsweise können auch zwei Nut
stanzen - eine für das Rotorblech und eine für das Stator
blech vorgesehen werden. Die Stapeleinrichtung 45 kann dann
die entnommenen Teile aus beiden Nutstanzen aufstapeln. Ob
ein Stapel oder zwei - bei Erreichen einer definierten Stapel
höhe wird der Stapeldorn nach unten gefahren und hinterlässt
einen frei stehenden Stapel, der über den Kettenförderer 45a
ausgebracht wird. Die Maschine 1 kann aber auch nur zum
Herstellen von Rotoren oder Statoren dienen.
Zur besseren Anpassbarkeit an andere Stapeldurchmesser
kann der jeweilige Stapel auch außen über Prismen geführt
sein. Eine innen eingreifende Passfeder sorgt dann durch
ihren Eingriff in die Stanznuten für die winkelmäßige Aus
richtung (stanzbildgerechtes Aufstapeln).
Hat die Nutenstanze 16 alle Nuten an dem Blech 12 ausge
bildet, wird die Stapeleinrichtung 45 aktiviert, die das
Blech 12 auf den Dorn 53 aufsetzt. Sobald auf dem Drehtisch
54 das zweite Blech abgelegt ist, wird dieses mit dem ersten
Blech verschweißt oder geheftet. Dazu nutzt der Laserkopf 22b
bspw. kurze Zeitspannen zwischen Schneidearbeitsgängen die
währen des Positionierens der einzelnen Bleche auftreten.
Dazu wird der Laserstrahl mittels Strahlweiche in den
Schweißkopf 22b, oder wenn mehrere Schweißköpfe vorgesehen
sind, zu dem gewünschten Schweißkopf geleitet, der z. B. so
positioniert wurde, dass er auf die Trennstelle zwischen zwei
Blechen positioniert wird. Dies ist, wie in Fig. 6 ver
anschaulicht ist, bspw. eine punktförmige Schweißstelle 61,
zwischen zwei Blechen 12. Es wird dann ein kurzer Lichtimpuls
ausgesandt, der durch das Lichtaustrittsfenster 24b auf die
Schweißstelle 61 (Fig. 6) trifft und hier einen Schweißpunkt
auf die Fuge zwsichen zwei Blechen setzt. Sofort nach Beendi
gung wird der Drehtisch 54 weitergedreht, um den in gleicher
Ebene liegenden benachbarten Schweißpunkt 62 zu setzen. Der
Vorgang setzt sich über den gesamten Umfang des Blechpakets 2
fort.
Ist das Verschweißen des Rotorblechs und/oder des Sta
torblechs beendet, wird der Strahl auf den Schneidkopf in der
Schneidstation umgeschaltet. Der Schweißkopf 22a könnte
bereits in seine Schneidposition verfahren werden (Fig. 2)
und er kann nun ein weiteres Blech vorschneiden. Es muss
lediglich die Weiche 66 umgeschaltet werden, um nun wieder
den Schneidkopf 22a zu aktivieren. Die Positionierung der
Köpfe 22a, 22b kann hier immer dann erfolgen, wenn der je
weils andere Kopf arbeitet.
Die Schweißpunkte können, wie in Fig. 6 veranschau
licht, jeweils auf einer achsparallelen Reihe oder, wie in
Fig. 7 veranschaulicht, auf einer Schraubenlinie angeordnet
sein. Bedarfsweise können anstelle von Schweißpunkten auch
größere Schweißflecken oder Schweißraupen erzeugt werden, wie
in Fig. 8 veranschaulicht ist. Durch Drehung des Stapels
können Schweißpunkte oder Schweißraupen auch auf diametral
gegenüberliegenden Seiten des Stapels erreicht werden. Bei
jedem Schweißvorgang werden die Bleche mit der Andrückein
richtung zusammengepresst.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die
Bleche 12 gemäßen den Fig. 6 bis 8 an ihrem Außenumfang
miteinander verschweißt. Abweichend davon ist es auch mög
lich, die Bleche 12 an anderen Stellen miteinander zu ver
schweißen, wie bspw. Fig. 9 oder 11 veranschaulicht. Gemäß
Fig. 9 sind in den einzelnen Blechen 12 von Blech zu Blech
in Umfangsrichtung gegeneinander versetzte Öffnungen 63, 64
vorgesehen, die sich nicht decken und bei denen die Bleche
jeweils mittels eines in Axialrichtung auftreffenden Laser
strahls verschweißt werden können. Bedarfsweise können alter
nativ oder zusätzlich Schweißpunkte an der Innenumfangsfläche
des Blechpakets 2 gesetzt werden. Eine Einrichtung mit zwei
Schweißköpfen ist dazu in Fig. 10 veranschaulicht.
Eine Schweißverbindung zwischen den Blechen kann auch
gemäß Fig. 11 erreicht werden, indem die Bleche durch
geschweißt werden (verdeckte Schweißung). Wie bei allen
vorstehenden Schweißverfahren ist der elektrische Kontakt
zwischen den Blechen auf die nahezu punktförmigen Schweiß
stellen beschränkt. Die Ausbildung von Wirbelstrompfaden ist
weitgehend unterbunden. Dies insbesondere, wenn Bleche nur an
Stellen miteinander verbunden werden, die längs der sich im
Betrieb der herzustellenden elektrischen Maschine ausbilden
den magnetischen Feldlinien aber nicht quer zu diesen vonein
ander beabstandet sind (d. h. sie liegen auf magnetischen
Äquipotentiallinien). Dies ist durch die weitgehend freie
Positionierbarkeit des Schweißkopfs 22b gut erreichbar.
Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 5 wird sowohl
der Schweißvorgang als auch der Schneidvorgang mit einem
Laser 26 durchgeführt. Soll der Laser 26 jedoch nur zum
Schweißen oder nur zum Schneiden genutzt werden und ist somit
nur ein Laserkopf vorhanden, kann die Weiche 66 entfallen.
Für Positionierbewegungen des Laserkopfs oder der Laserköpfe
wie auch für den Eingriff des Transports wird der Laserstrahl
durch die Weiche 66, eine andere Einrichtung oder durch
kurzes Pausieren des Lasers 26 unterbrochen.
Bei der bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Ablegen
von Blechen 12 und das Anschweißen derselben jeweils alter
nierend, d. h. die Verschweißung der Bleche erfolgt blech
weise, noch während des Aufstapelns der einzelnen Bleche 12
zu dem Blechpaket 2. Dadurch wird die insgesamt zur Her
stellung aller Schweißnähte und Schweißverbindungen benötigte
Zeit in kurze Einzelzeitspannen aufgeteilt, für die gewisser
maßen ohnehin vorhandene Arbeitspausen des Laserkopfs 22a,
22b und des Lasers 26 genutzt werden können, wenn dieser zum
Vorschneiden oder zum Schneiden generell vorgesehen ist.
Somit wird das Schweißen mit dem Schneiden zeitlich ver
schränkt. Damit kann der Schweißvorgang in dem Schneidvorgang
zur Herstellung der Bleche 12 integriert werden, ohne dass
dazu eine gesonderte Schweißeinheit oder zusätzliche Be
triebszeit erforderlich wäre.
Bei der Maschine nach Fig. 5 ist zum Schneiden ein
linear in zwei Richtungen bewegbarer Laserkopf 22a und zum
Schweißen des Schweißkopfs 22b vorgesehen. Es ist aber auch
möglich, nur einen dann zwischen Schweißbetrieb und Schneid
betrieb umschaltbaren Laserkopf vorzusehen, der durch eine
Positioniereinrichtung zwischen Schweißposition und Schneid
position wechselnd bewegbar ist. Dieser ist dann mit einer
Zuführung für Schneidgas und ggfs. für ein anderes Gas (zum
Schutz der Schweißstelle) versehen. Diese wird mit geringem
Abstand zu dem Blech geführt.
Alternativ kann der Laserkopf 22a auch baulich von der
Gasdüse getrennt werden. Durch entsprechende Positionier
einheiten kann dann eine synchrone Positionierung von Gasdüse
und dann rein optischen Laserkopf vorgenommen werden. Er kann
somit auch bspw. um eine Achse schwenkbar angeordnet sein, um
die optische Achse seines Strahls über das Blech zu bewegen.
Wie in Fig. 4 veranschaulicht, kann anstelle der Verti
kalbewegung des Schweißkopfs 22b auch eine Vertikalbewegung
des Blechstapels 2 erfolgen. Anstelle der Lichtleitkabel
können Spiegel vorgesehen sein. Eine Bewegung des Schweiß
kopfs 22b in Vertikalrichtung (V in Fig. 4) kann dann zu
mindest bei einigen Ausführungsformen entfallen. Vorzugsweise
wird zur Positionierung des Laserbrennflecks auf dem Stapel
für Schweißzwecke der Stapel bewegt.
Die Positionierung des Schneidkopfs 22a erfolgt vorzugs
weise so, dass seine optische Achse stets senkrecht zu dem
Blech steht und die Entfernung zu diesem konstant ist. Es ist
aber auch möglich, die Positionierung des Laserbrennflecks
durch eine Schwenkbewegung es Schneidkopfs 22a oder auch des
Schweißkopfs 22b zu erzeugen. Anstelle der Schwenkachsen
können bedarfsweise auch in einer zu dem Blech 3 parallelen
Ebene angeordnete Linearachsen vorgesehen sein. Den betref
fenden Achsen sind dann gesteuerte Betätigungseinrichtungen
und Führungseinrichtungen zugeordnet, die jeweils Führungs
funktion in Richtung der betreffenden Achse haben.
Eine Maschine zur Herstellung von Blechpaketen, ins
besondere für drehende elektrische Maschinen, weist sowohl
eine Bearbeitungseinheit zur Herstellung der Bleche, als auch
eine Schweißeinheit zum Verschweißen der aufgestapelten
Bleche miteinander auf. Vorzugsweise werden zur Herstellung
der Bleche und zum Verschweißen derselben vorhandene Maschi
nenkomponenten, wie bspw. ein Laser, gemeinsam genutzt.
Claims (14)
1. Maschine zur Herstellung von Blechpaketen,
mit einer Einrichtung (5) zur Zuführung von Blech (3),
mit wenigstens einer Bearbeitungseinheit (11) zum Aus schneiden der Kontur einzelner Bleche (12),
mit einer Stapeleinrichtung (45), zu der eine Transport einrichtung (46), eine Ausrichteinrichtung (53) und eine Aufnahmeeinrichtung (54) gehören, die dazu eingerichtet ist, wenigstens einen ausgerichteten Stapel zusammengehöriger Bleche (12) aufzunehmen, und
mit einer Schweißeinrichtung (22b), die der Aufnahme einrichtung (54) zum Verschweißen der von der Aufnahme einrichtung (54) aufgenommen Bleche (12) miteinander zu geordnet ist.
mit einer Einrichtung (5) zur Zuführung von Blech (3),
mit wenigstens einer Bearbeitungseinheit (11) zum Aus schneiden der Kontur einzelner Bleche (12),
mit einer Stapeleinrichtung (45), zu der eine Transport einrichtung (46), eine Ausrichteinrichtung (53) und eine Aufnahmeeinrichtung (54) gehören, die dazu eingerichtet ist, wenigstens einen ausgerichteten Stapel zusammengehöriger Bleche (12) aufzunehmen, und
mit einer Schweißeinrichtung (22b), die der Aufnahme einrichtung (54) zum Verschweißen der von der Aufnahme einrichtung (54) aufgenommen Bleche (12) miteinander zu geordnet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bearbeitungseinheit (11) wenigstens eine Stanzein
richtung (16) aufweist.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bearbeitungseinheit (11) eine Strahlschneidein
richtung, vorzugsweise eine Laserschneideinrichtung (22, 26)
aufweist.
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schweißeinrichtung (22, 26) eine Laserschweißein
richtung ist.
5. Maschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeich
net, dass die Laserschneideinrichtung (22, 26) und die Laserschweißeinrichtung
(22, 26) eine gemeinsamen Laserstrahlquel
le (26) aufweisen und, dass in oder an der Laserstrahlquelle
(26) eine Strahlbeeinflussungseinrichtung wie z. B. eine
Modenblende vorgesehen ist.
6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Laserschneideinrichtung (22, 26) und die Laser
schweißeinrichtung (22, 26) jeweils einen gesonderten Kopf
(22a, 22b) aufweisen und dass die Köpfe (22a, 22b) an den
gemeinsamen Laser (26) angeschlossen sind.
7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeeinrichtung für den ausgerichteten Stapel
(2) ausgerichteter Bleche (12) mit einer Positionierein
richtung verbunden ist, eine Drehung oder Linearbewegung des
Stapels (2) in wenigstens einer Richtung gestattet.
8. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Klemmeinrichtung aufweist, mit der die Bleche
des Stapels beim Schweißen zusammenzudrücken sind.
9. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufnahmeeinrichtung (54) eine Ausbringeinrichtung
(2a) für die fertig geschweißten Stapel (2) zugeordnet ist.
10. Verfahren zur Herstellung von geblechten Eisenkernen
für elektrische Maschinen, wobei bei dem Verfahren in einer
Maschine nacheinander Bleche mit vorgegebener Kontur ausge
schnitten, ausgerichtet, gestapelt und miteinander ver
schweißt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweils zu dem bereits vorhandenen Stapel ausge
richteten und auf diesen aufgesetzten Bleche jeweils einzeln
mit dem vorhandenen Stapel verschweißt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweils zu dem bereits vorhandenen Stapel ausge
richteten und auf diesen aufgesetzten Bleche erst miteinander
verschweißt werden, wenn der Stapel vollständig ist.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass aus einem Blechband mittels Laserstrahl ein ringförmiger
erster Rohling und ein ring- oder scheibenförmiger zweiter
Rohling ausgeschnitten werden, wobei der Innendurchmesser des
ersten Rohlings bis auf eine Schneidspaltbreite mit dem
Außendurchmesser des zweiten Rohlings übereinstimmt, und dass
aus dem ersten Rohling Statorbleche und aus dem zweiten
Rohling Rotorbleche erzeugt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und der zweite Rohling gleichzeitig weiterver
arbeitet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10040978A DE10040978A1 (de) | 2000-08-22 | 2000-08-22 | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Blechpaketen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10040978A DE10040978A1 (de) | 2000-08-22 | 2000-08-22 | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Blechpaketen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10040978A1 true DE10040978A1 (de) | 2002-03-21 |
Family
ID=7653250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10040978A Ceased DE10040978A1 (de) | 2000-08-22 | 2000-08-22 | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Blechpaketen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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