DE10042732A1 - Verfahren zur Ummantelung von langgestrecktem Gut, wie insbesondere Kabelsätzen mit einem Klebeband - Google Patents
Verfahren zur Ummantelung von langgestrecktem Gut, wie insbesondere Kabelsätzen mit einem KlebebandInfo
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Abstract
Verfahren zum Ummanteln von langgestrecktem Gut, wie insbesondere Kabelsätzen, mit einem Klebeband, das in einer spiralförmigen Bewegung um das langgestreckte Gut geführt wird, wobei zumindest auf einer Seite des Trägermaterials des Klebebands die Klebemasse in Längsrichtung in Form eines Streifens aufgebracht ist, der eine geringere Breite aufweist als das Trägermaterial des Klebebands.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ummantelung von langgestrecktem
Gut, wie insbesondere Kabelsätzen, mit einem Klebeband.
Die Verwendung von Klebebändern mit einem Vlies als Träger zur Bandagierung von
Kabelbäumen ist bekannt. So beschreibt die DE-G 94 01 037 ein Klebeband mit einem
bandförmigen, textilen Träger, der aus einem Nähvlies besteht, das seinerseits aus einer
aus einer Vielzahl parallel zueinander laufender, eingenähter Nähte gebildet wird. Das
beschriebene Klebeband zeigt bei seiner Verwendung zur Kabelbaumbandagierung
aufgrund seiner speziellen Ausführung Geräuschdämmungseigenschaften.
Neben dem in der genannten Schrift erwähnten Nähvlies gibt es weitere Träger, die in
Klebebändern zur Kabelbaumbandagierung eingesetzt werden.
Die DE 44 42 092 beschreibt solch ein Klebeband auf Nähvliesbasis, das auf der
Trägerrückseite beschichtet ist. Der DE 44 42 093 liegt die Verwendung eines Vlieses als
Träger für ein Klebeband zugrunde, das durch die Bildung von Maschen aus den Fasern
des Vlieses verstärktes Querfaservlies entsteht, also ein dem Fachmann unter dem
Namen Malivlies bekanntes Vlies. Die DE 44 42 507 offenbart ein Klebeband zur
Kabelbandagierung, jedoch basiert es auf sogenannten Kunit- beziehungsweise
Multiknitvliesen.
Aus der DE 195 23 494 C1 ist die Verwendung eines Klebebandes mit einem Träger aus
Vliesmaterial zum Bandagieren von Kabelbäumen bekannt, das einseitig mit einem
Kleber beschichtet ist. Bei dem erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden Vlies handelt
es sich um ein Spinnvlies aus Polypropylen, das mit Hilfe eines Kalanders thermisch
verfestigt und geprägt ist, wobei die Prägewalze eine Prägefläche von 10% bis 30%,
bevorzugt 19%, aufweist.
Mit der DE 298 04 431 U1 wird ebenfalls die Verwendung eines Klebebandes mit einem
Träger aus Vliesmaterial zum Bandagieren von Kabelbäumen offenbart, wobei das
vorgeschlagene Spinnvlies aus Polyester besteht.
Aus der DE 298 19 014 U1 sind Klebebänder auf Basis eines mit Luft- und/oder
Wasserstrahlen verfestigten Vliesen bekannt.
Aus der DE 199 23 399 ist ein Klebeband mit einem bandförmigen Träger aus
Vliesmaterial bekannt, das zumindest einseitig mit einem Kleber beschichtet ist, wobei
das Vlies ein Stapelfaservlies darstellt, das durch mechanische Bearbeitung verfestigt
oder naßgelegt wird. Zwischen 2% und 50% der Fasern des Vlieses sind Schmelzfasern,
und zwar solche aus Homo-, Copolymer- oder Bikomponentenfasern mit einem
niedrigeren Erweichungs- oder Schmelzpunkt.
Beispielhaft erwähnt ist, daß die Schmelzfasern des Vlieses aus Polypropylen,
Polyethylen, Polyamid, Polyester oder Copolymeren bestehen.
Ein weiteres Klebeband mit einem bandförmigen Träger aus Vliesmaterial ist in der DE 199 37 446
offenbart. Das Klebeband ist zumindest einseitig mit einem Kleber
beschichtet, wobei das Vlies ein Stapelfaservlies darstellt, das durch mechanische
Bearbeitung verfestigt oder naßgelegt wird. Hier erfolgt die weitere Verfestigung des
Stapelfaservlieses durch Zugabe von Bindemitteln, wie zum Beispiel Pulver, Folien,
Gitternetze, Bindefasern. Die Bindemittel können in Wasser oder organischen Lösemittel
gelöst sein und/oder als Dispersion vorliegen.
Vorzugsweise kommen die Bindemittel als Bindedispersion wie Elastomere oder wie
Duroplaste in Form von Phenol- oder Melaminharzdispersionen, als Dispersion
natürlicher oder synthetischer Kautschuke oder als Dispersion von Thermoplasten wie
Acrylate, Vinylacetate, Polyurethane, Styrol-Butadien-Systeme, PVC sowie deren
Copolymere zum Einsatz.
In WO 99/24518 A1 wird ein Klebeband beschrieben, wobei das Trägermaterial ein Vlies
ist, das erst durch die spezifische Auswahl von Fasern oder Filamenten mit einer Feinheit
von größer 15 denier sowie durch eine zusätzlich aufextrudierte Folienschicht eine
Eignung für die Verwendung von Klebebändern findet.
Mit der DE 197 32 958 A1 ist ein Klebeband zum Ummanteln von langgestrecktem Gut,
wie Kabelsätzen oder Kunststoffprofilen, offenbart mit einem durch zwei seitliche Kanten
begrenzten bandförmigen Träger, der mindestens auf einer Seite mit einer
selbstklebenden Klebeschicht versehen ist, die aus einem Haftklebstoff besteht. Der
Haftklebstoff weist eine derartige chemische Zusammensetzung auf, daß sich bei
Vorhandensein eines leichten Anpreßdruckes auf zwei aufeinander liegende
Klebeschichten unter Auflösung der Grenzflächen und vollständiger Koaleszenz der
Klebeschichten eine homogene Haftklebstoff-Masse bildet.
Des weiteren umfaßt die hier dargestellte Erfindung ein Verfahren zum Ummanteln des
langgestreckten Gutes. Danach wird das langgestreckte Gut in Längsrichtung im Bereich
eines Abschnittes des Klebebandes auf einer mit einer selbstklebenden Klebeschicht
versehenen Seite eines bandförmigen Trägers des Klebebandes positioniert und danach
das Klebeband derart verklebt, daß mindestens zwei Klebebereiche des bandförmigen
Trägers auf der mit der Klebeschicht versehenen Seite derart gegeneinander geklebt
werden, daß unter Auflösung von Grenzflächen der Klebeschicht eine homogene Masse
entsteht.
Es ergibt sich somit ein aus dem ummantelten Gut herausragendes Fähnchen, das
gerade bei den eng bemessenen Platzverhältnissen im Automobilbau äußert
unerwünscht ist und das Gefährdungspotential beinhaltet, daß beim Durchziehen des
Kabelsatzes durch begrenzte Öffnungen oder Durchführungen zum Beispiel in der
Karosserie die Ummantelung hängen bleibt und abreißt, zumindest aber die Umhüllung
beschädigt. Dies gilt es zu vermeiden.
In EP 1 000 992 A1 wird ein gelochtes Baumwolle-Vlies mit einer 10 bis 45 µm dicken
Polyethylenbeschichtung sowie einer zusätzlichen Releasebeschichtung beschrieben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu
stellen, das die besonders einfache, preiswerte und schnelle Ummantelung von
langgestrecktem Gut ermöglicht, so daß die Nachteile des Standes der Technik nicht
oder zumindest nicht in dem Umfang auftreten.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren, wie es im Hauptanspruch niedergelegt
ist. Gegenstand der Unteransprüche sind dabei vorteilhafte Weiterbildungen des
Verfahrens sowie ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ummantelter Kabelbaum.
Demgemäß betrifft die Erfindung Verfahren zum Ummanteln von langgestrecktem Gut,
wie insbesondere Kabelsätzen, mit einem Klebeband, das in einer spiralförmigen
Bewegung um das langgestreckte Gut geführt wird. Zumindest auf einer Seite des
Trägermaterials des Klebebands ist die Klebemasse in Längsrichtung in Form eines
Streifens aufgebracht, der eine geringere Breite aufweist als das Trägermaterial des
Klebebands. In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird das
Klebeband so um das Gut geführt, daß bezogen auf die Mittelachse des Gutes die
Klebemasse innenwärts liegt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird das Klebeband so
um das Gut geführt, daß bezogen auf die Mittelachse des Gutes die Klebemasse
außenwärts liegt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Klebeband von beiden
Trägerseiten mit Klebemasse beschichtet, wobei die Beschichtung jeweils nur auf einem
Teil des Trägers erfolgt. Die Beschichtungen der beiden unterschiedlichen Seiten sind
versetzt angebracht, das heißt, auf der einen Trägerseite befindet sich die Beschichtung
an der rechten Kante, auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Klebemasse an
der linken Kante. Beim Umwickeln eines Kabelbaumes liegt dann die eine Klebefläche
bezogen auf die Mittelachse des Guts außen, während die andere Klebefläche innen
liegt. Bei der Umwicklung der nächsten Lage kleben dann ganz oder teilweise die äußere
Klebefläche des untenliegenden Klebebandes und die innere Klebefläche des
obenliegenden Klebebandes aufeinander.
Der beschichtete Streifen hat in einer vorteilhaften Ausführungsform eine Breite von 10
bis 80% der Breite des Trägermaterials, und zwar gewählt in Abhängigkeit von der
Anwendung. Besonders vorzugsweise erfolgt der Einsatz von Streifen mit einer
Beschichtung von 20 bis 50% der Breite des Trägermaterials.
Je nach Verwendungsfall können auch mehrere parallele Streifen des Klebers auf dem
Trägermaterial beschichtet sein.
Durch die drei erfindungsgemäßen Arten, das Gut mittels eines Klebebands zu
ummanteln, kann man erreichen, daß der Streifen der Klebemasse weitgehend
vollständig auf dem Klebeband selbst verklebt. Bei der Variante mit Klebemasse
innenwärts verkleben Gut und Klebemasse zu Beginn der Wicklung, durch diese
Fixierung wird ein Verrutschen der Wicklung beim Wickeln verhindert. Bei der Variante
mit Klebemasse außenwärts erfolgt weder mit dem Gut eine Verklebung noch liegt außen
ein Stück der Klebemasse frei, an der sich Schmutz ansammeln könnte.
Erfolgt die Abdeckung der Klebemasse nicht zu 100%, ist es bei innenliegender
Klebemasse möglich, einen Teil der Klebemasse auf dem Kabel zu verkleben, so daß der
Kabelsatz gegen Verrutschen gesichert und dennoch flexibel gestaltet ist.
Bei außenliegender Klebemasse ist auf diese Weise möglich, einen Teil der Klebmasse
von der nächsten Klebebandlage unbedeckt nach außen schauen zu lassen, um später
eine Fixierung, zum Beispiel an Karosserieblechen, zu erreichen.
Als Trägermaterial für das Klebeband können alle bekannten textilen Träger wie Gewebe,
Gewirke oder Vliese verwendet werden, wobei unter "Vlies" zumindest textile
Flächengebilde gemäß EN 29092 (1988) sowie Nähwirkvliese und ähnliche Systeme zu
verstehen sind.
Ebenfalls können Abstandsgewebe und -gewirke mit Kaschierung verwendet werden.
Derartige Abstandsgewebe werden in der EP 0 071 212 B1 offenbart. Abstandsgewebe
sind mattenförmige Schichtkörper mit einer Deckschicht aus einem Faser- oder
Filamentvlies, einer Unterlagsschicht und zwischen diesen Schichten vorhandene
einzelne oder Büschel von Haltefasern, die über die Fläche des Schichtkörpers verteilt
durch die Partikelschicht hindurchgenadelt sind und die Deckschicht und die
Unterlagsschicht untereinander verbinden. Als zusätzliches, aber nicht erforderliches
Merkmal sind gemäß EP 0 071 212 B1 in den Haltefasern Partikel aus inerten
Gesteinspartikeln, wie zum Beispiel Sand, Kies oder dergleichen, vorhanden.
Die durch die Partikelschicht hindurchgenadelten Haltefasern halten die Deckschicht und
die Unterlagsschicht in einem Abstand voneinander und sie sind mit der Deckschicht und
der Unterlagsschicht verbunden.
Abstandsgewebe oder -gewirke sind u. a. in zwei Artikeln beschrieben, und zwar
einem Artikel aus der Fachzeitschrift "kettenwirk-praxis 3/93", 1993, Seiten 59 bis 63 "Raschelgewirkte Abstandsgewirke" und
einem Artikel aus der Fachzeitschrift "kettenwirk-praxis 1/94", 1994, Seiten 73 bis 76 "Raschelgewirkte Abstandsgewirke"
auf deren Inhalt hiermit Bezug genommen wird und deren Inhalt Teil dieser Offenbarung und Erfindung wird.
einem Artikel aus der Fachzeitschrift "kettenwirk-praxis 3/93", 1993, Seiten 59 bis 63 "Raschelgewirkte Abstandsgewirke" und
einem Artikel aus der Fachzeitschrift "kettenwirk-praxis 1/94", 1994, Seiten 73 bis 76 "Raschelgewirkte Abstandsgewirke"
auf deren Inhalt hiermit Bezug genommen wird und deren Inhalt Teil dieser Offenbarung und Erfindung wird.
Als Vliesstoffe kommen besonders verfestigte Stapelfaservliese, jedoch auch Filament-,
Meltblown- sowie Spinnvliese in Frage, die meist zusätzlich zu verfestigen sind. Als
mögliche Verfestigungsmethoden sind für Vliese die mechanische, die thermische sowie
die chemische Verfestigung bekannt. Werden bei mechanischen Verfestigungen die
Fasern meist durch Verwirbelung der Einzelfasern, durch Vermaschung von
Faserbündeln oder durch Einnähen von zusätzlichen Fäden rein mechanisch
zusammengehalten, so lassen sich durch thermische als auch durch chemische
Verfahren adhäsive (mit Bindemittel) oder kohäsive (bindemittelfrei) Faser-Faser-
Bindungen erzielen. Diese lassen sich bei geeigneter Rezeptierung und Prozeßführung
ausschließlich oder zumindest überwiegend auf Faserknotenpunkte beschränken, so daß
unter Erhalt der lockeren, offenen Struktur im Vlies trotzdem ein stabiles,
dreidimensionales Netzwerk gebildet wird.
Besonders vorteilhaft haben sich Vliese erwiesen, die insbesondere durch ein Übernähen
mit separaten Fäden oder durch ein Vermaschen verfestigt sind.
Derartige verfestigte Vliese werden beispielsweise auf Nähwirkmaschinen des Typs
"Malivlies" der Firma Karl Meyer, ehemals Malimo, hergestellt und sind unter anderem bei
den Firmen Naue Fasertechnik und Techtex GmbH beziehbar. Ein Malivlies ist dadurch
gekennzeichnet, daß ein Querfaservlies durch die Bildung von Maschen aus Fasern des
Vlieses verfestigt wird.
Als Träger kann weiterhin ein Vlies vom Typ Kunitvlies oder Multiknitvlies verwendet
werden. Ein Kunitvlies ist dadurch gekennzeichnet, daß es aus der Verarbeitung eines
längsorientierten Faservlieses zu einem Flächengebilde hervorgeht, das auf einer Seite
Maschen und auf der anderen Maschenstege oder Polfaser-Falten aufweist, aber weder
Fäden noch vorgefertigte Flächengebilde besitzt. Auch ein derartiges Vlies wird
beispielsweise auf Nähwirkmaschinen des Typs "Kunitvlies" der Firma Karl Mayer schon
seit längerer Zeit hergestellt. Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal dieses Vlieses
besteht darin, daß es als Längsfaservlies in Längsrichtung hohe Zugkräfte aufnehmen
kann. Ein Multiknitvlies ist gegenüber dem Kunitvlies dadurch gekennzeichnet, daß das
Vlies durch das beidseitige Durchstechen mit Nadeln sowohl auf der Ober- als auch auf
der Unterseite eine Verfestigung erfährt.
Schließlich sind auch Nähvliese als Vorprodukt geeignet, ein erfindungsgemäßes
Klebeband zu bilden. Ein Nähvlies wird aus einem Vliesmaterial mit einer Vielzahl parallel
zueinander verlaufender Nähte gebildet. Diese Nähte entstehen durch das Einnähen
oder Nähwirken von durchgehenden textilen Fäden. Für diesen Typ Vlies sind
Nähwirkmaschinen des Typs "Maliwatt" der Firma Karl Mayer, ehemals Malimo, bekannt.
Weiterhin besonders vorteilhaft ist ein Stapelfaservlies, das im ersten Schritt durch
mechanische Bearbeitung vorverfestigt wird oder das ein Naßvlies ist, das
hydrodynamisch gelegt wurde, wobei zwischen 2% und 50% der Fasern des Vlieses
Schmelzfasern sind, insbesondere zwischen 5% und 40% der Fasern des Vlieses.
Ein derartiges Vlies ist dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern naß gelegt werden oder
zum Beispiel ein Stapelfaservlies durch die Bildung von Maschen aus Fasern des Vlieses
oder durch Nadelung, Vernähung beziehungsweise Luft- und/oder
Wasserstrahlbearbeitung vorverfestigt wird.
In einem zweiten Schritt erfolgt die Thermofixierung, wobei die Festigkeit des Vlieses
durch das Auf- oder Anschmelzen der Schmelzfasern nochmals erhöht wird.
Die Verfestigung des Vliesträgers läßt sich auch ohne Bindemittel beispielsweise durch
Heißprägen mit strukturierten Walzen erreichen, wobei über Druck, Temperatur,
Verweilzeit und die Prägegeometrie Eigenschaften wie Festigkeit, Dicke, Dichte,
Flexibilität u. ä. gesteuert werden können.
Für die erfindungsgemäße Nutzung von Vliesen ist besonders die adhäsive Verfestigung
von mechanisch vorverfestigten oder naßgelegten Vliesen von Interesse, wobei diese
über Zugabe von Bindemittel in fester, flüssiger, geschäumter oder pastöser Form
erfolgen kann. Prinzipielle Darreichungsformen sind vielfältig möglich, zum Beispiel feste
Bindemittel als Pulver zum Einrieseln, als Folie oder als Gitternetz oder in Form von
Bindefasern. Flüssige Bindemittel sind gelöst in Wasser oder organischen Lösemittel
oder als Dispersion applizierbar. Überwiegend werden zur adhäsiven Verfestigung
Bindedispersionen gewählt: Duroplasten in Form von Phenol- oder
Melaminharzdispersionen, Elastomere als Dispersionen natürlicher oder synthetischer
Kautschuke oder meist Dispersionen von Thermoplasten wie Acrylate, Vinylacetate,
Polyurethane, Styrol-Butadien-Systeme, PVC u. ä. sowie deren Copolymere. Im
Normalfall handelt es dabei um anionische oder nicht-ionogen stabilisierte Dispersionen,
in besonderen Fällen können aber auch kationische Dispersionen von Vorteil sein.
Die Art des Bindemittelauftrages kann gemäß dem Stand der Technik erfolgen und ist
beispielsweise in Standardwerken der Beschichtung oder der Vliestechnik wie
"Vliesstoffe" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1982) oder "Textiltechnik-
Vliesstofferzeugung" (Arbeitgeberkreis Gesamttextil, Eschborn, 1996) nachzulesen.
Für mechanisch vorverfestigte Vliese, die bereits eine ausreichende Verbundfestigkeit
aufweisen, bietet sich der einseitige Sprühauftrag eines Bindemittels an, um
Oberflächeneigenschaften gezielt zu verändern.
Neben dem sparsamen Umgang mit dem Bindemittel wird bei derartiger Arbeitsweise
auch der Energiebedarf zur Trocknung deutlich reduziert. Da keine Abquetschwalzen
benötigt werden und die Dispersionen vorwiegend in dem oberen Bereich des
Vliesstoffes verbleibt, kann eine unerwünschte Verhärtung und Versteifung des Vlieses
weitgehend verhindert werden.
Für eine ausreichende adhäsive Verfestigung des Vliesträgers ist im allgemeinen
Bindemittel in der Größenordnung von 1% bis 50%, insbesondere 3% bis 20%,
bezogen auf das Gewicht des Faservlieses, zuzugeben.
Die Zugabe des Bindemittels kann bereits bei der Vliesherstellung, bei der mechanischen
Vorverfestigung oder aber in einem gesonderten Prozeßschritt erfolgen, wobei dieser in-
line oder off-line durchgeführt werden kann. Nach der Bindemittelzugabe muß temporär
für das Bindemittel ein Zustand erzeugt werden, in dem dieses klebend wird und adhäsiv
die Fasern verbindet - dies kann während der Trocknung zum Beispiel von Dispersionen,
aber auch durch Erwärmung erreicht werden, wobei über flächige oder partielle
Druckanwendung weitere Variationsmöglichkeiten gegeben sind. Die Aktivierung des
Bindemittels kann in bekannten Trockenkanälen, bei geeigneter Bindemittelauswahl aber
auch mittels Infrarotstrahlung, UV-Strahlung, Ultraschall, Hochfrequenzstrahlung oder
dergleichen erfolgen. Für die spätere Endanwendung ist es sinnvoll, aber nicht zwingend
notwendig, daß das Bindemittel nach Ende des Vlies-Herstellprozesses seine Klebrigkeit
verloren hat. Vorteilhaft ist, daß durch thermische Behandlung flüchtige Komponenten
wie Faserhilfsstoffe entfernt werden und somit ein Vlies mit günstigen Foggingwerten
entsteht, so daß bei Einsatz einer foggingarmen Klebemasse ein Klebeband mit
besonders günstigen Foggingwerten produziert werden kann.
Eine weitere Sonderform der adhäsiven Verfestigung besteht darin, daß die Aktivierung
des Bindemittels durch Anlösen oder Anquellen erfolgt. Prinzipiell können hierbei auch
die Fasern selbst oder zugemischte Spezialfasern die Funktion des Bindemittels
übernehmen. Da für die meisten polymeren Fasern derartige Lösemittel jedoch aus
Umweltgesichtspunkten bedenklich beziehungsweise problematisch in ihrer Handhabung
sind, wird dieses Verfahren eher selten angewandt.
Als Ausgangsmaterialien für den textilen Träger sind insbesondere Polyester-,
Polypropylen-, Viskose- oder Baumwollfasern vorgesehen. Die vorliegende Erfindung ist
aber nicht auf die genannten Materialien beschränkt, sondern es können, für den
Fachmann erkenntlich ohne erfinderisch tätig werden zu müssen, eine Vielzahl weiterer
Fasern zur Herstellung des Vlieses eingesetzt werden.
Zur Ummantelung des langgestreckten Gutes eignet sich allerdings auch ein
Trägermaterial, das aus Papier, aus einem Laminat, aus einer Folie (zum Beispiel PP,
PE, PET, PA), aus Schaumstoff oder aus einer geschäumten Folie besteht.
Eine Schwerentflammbarkeit der Klebebänder läßt sich erzielen, indem dem (Vlies-
)Träger und/oder der Klebemasse Flammschutzmittel zugesetzt werden. Diese können
bromorganische Verbindungen sein, bei Bedarf mit Synergisten wie Antimontrioxid, wobei
jedoch in Hinblick auf die Halogenfreiheit des Klebebandes roter Phosphor,
phosphororganische, mineralische oder intumeszierende Verbindungen wie
Ammoniumpolyphosphat allein oder in Verbindung mit Synergisten bevorzugt
Verwendung finden.
Das Trägermaterial wird zur Herstellung von Klebebändern insbesondere einseitig in
Längsrichtung mit einem Streifen an Klebemasse beschichtet, wobei die
Beschichtungstechnologien sowie die Klebemassen dem Stand der Technik entsprechen.
Möglich ist auch, daß ein beschichtetes Klebeband auf einen unbeschichteten Träger
auflaminiert wird.
Im Fall des beidseitig klebenden Bandes können auch zwei beschichtete Klebebänder
derartig aufeinander laminiert werden, daß die Klebemasse auf Klebemasse verklebt. In
diesem Fall zeigt die eine Klebmassenseite nach oben, die andere nach unten.
In der obigen Abbildung ist gezeigt, wie ein besonders vorteilhaftes Klebeband entsteht,
nämlich, indem die Klebemasseseiten zweier einseitig insbesondere vollflächig
beschichteter Klebebänder mit Versatz aufeinaderlaminiert werden. Der Versatz beträgt
vorzugsweise unter 50%, besonders bevorzugt zwischen 20 und 30%.
Als Klebemassen können prinzipiell verschiedene Polymersysteme gewählt werden,
wobei sich besonders Natur- oder Synthesekautschuk- sowie Acrylatsysteme als
vorteilhaft erwiesen haben; Silikonklebemassen und andere bekannte
Selbstklebemassen können ebenfalls für derartige Anwendungen zum Einsatz kommen,
wenn ihre Klebeigenschaften, Temperaturbeständigkeiten, Verträglichkeiten mit dem
Kabelisolationsmaterial etc. den Anforderungen entsprechen.
Insbesondere vorteilhaft für den erfindungsgemäßen Gedanken ist ein foggingfreies
Selbstklebeband, umfassend einen foggingfreien Träger auf den zumindest einseitig eine
foggingfreie, druckempfindliche Klebemasse aufgetragen ist.
Als Klebemasse ist eine solche auf Acrylathotmelt-Basis geeignet, die einen K-Wert von
mindestens 20 aufweist, insbesondere größer 30 (gemessen jeweils in 1 Gew.-%iger
Lösung in Toluol, 25°C), erhältlich durch Aufkonzentrieren einer Lösung einer solchen
Masse zu einem als Hotmelt verarbeitbaren System.
Das Aufkonzentrieren kann in entsprechend ausgerüsteten Kesseln oder Extrudern
stattfinden, insbesondere beim damit einhergehenden Entgasen ist ein Entgasungs-
Extruder bevorzugt.
Eine derartige Klebemasse ist in der deutschen Patentanmeldung DE 43 13 008 C2
dargelegt. Diesen auf diesem Wege hergestellten Acrylatmassen wird in einem
Zwischenschritt das Lösungsmittel vollständig entzogen.
Der K-Wert wird dabei insbesondere bestimmt in Analogie zu DIN 53 726.
Zusätzlich werden dabei weitere leichtflüchtige Bestanteile entfernt. Nach der
Beschichtung aus der Schmelze weisen diese Massen nur noch geringe Anteile an
flüchtigen Bestandteilen auf. Somit können alle im oben angeführten Patent
beanspruchten Monomere/Rezepturen übernommen werden. Ein weiterer Vorteil der im
Patent beschriebenen Massen ist darin zu sehen, daß diese einen hohen K-Wert und
damit ein hohes Molekulargewicht aufweisen. Dem Fachmann ist bekannt, daß sich
Systeme mit höheren Molekulargewichten effizienter vernetzen lassen. Damit sinkt
entsprechend der Anteil an flüchtigen Bestandteilen.
Die Lösung der Masse kann 5 bis 80 Gew.-%, insbesondere 30 bis 70 Gew.-%
Lösungsmittel enthalten.
Vorzugsweise werden handelsübliche Lösungsmittel eingesetzt, insbesondere niedrig
siedende Kohlenwasserstoffe, Ketone, Alkohole und/oder Ester.
Weiter vorzugsweise werden Einschnecken-, Zweischnecken- oder Mehrschneckenex
truder mit einer oder insbesondere zwei oder mehreren Entgasungseinheiten eingesetzt.
In der Klebemasse auf Acrylathotmelt-Basis können Benzoinderivate einpolymerisiert
sein, so beispielsweise Benzoinacrylat oder Benzoinmethacrylat, Acrylsäure- oder
Methacrylsäureester. Derartige Benzoinderivate sind in der EP 0 578 151 A beschrieben.
Die Klebemasse auf Acrylathotmelt-Basis kann UV-vernetzt werden. Andere
Vernetzungsarten sind aber auch möglich, zum Beispiel die
Elektronenstrahlenvernetzung.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden als Selbstklebemassen
Copolymerisate aus (Meth)acrylsäure und deren Estern mit 1 bis 25 C-Atomen, Malein-,
Fumar- und/oder Itaconsäure und/oder deren Estern, substituierten (Meth)acrylamiden,
Maleinsäureanhydrid und anderen Vinylverbindungen, wie Vinylestern, insbesondere
Vinylacetat, Vinylalkoholen und/oder Vinylethern eingesetzt.
Der Restlösungsmittel-Gehalt sollte unter 1 Gew.-% betragen.
Besonders aufgrund der geringen Dicken des Trägermaterials eignen sich direkte
Beschichtungsverfahren, die nahezu drucklos und gegebenenfalls berührungslos die
Klebemasse auf den Träger auflegen, oder aber indirekte Beschichtungsverfahren.
Dadurch wird nicht nur verhindert, daß Klebemasse in den insbesondere textilen Träger
hineingedrückt wird und somit für die späteren Verklebungsanforderungen nutzlos
vergeudet wäre, sondern auch erreicht, daß die offene, textile Struktur für gute
Dämpfungseigenschaften nicht oder nur minimal verändert wird.
Zu nennen wären hier beispielweise neben der Transferierung der Klebemasse von
Silikontrennpapier auch die Übertragung über andere temporäre Transfermedien wie
Gurtbänder u. ä. sowie drucklose Kleberbeschichtung mittels Extrusionsdüsen u. ä., bei
denen ein fertiger Film aus Klebemasse auf dem Träger aufgelegt wird. Eine
gegebenenfalls notwendige Verbesserung der Verankerung der Klebemasse auf dem
Träger kann nach erfolgter Kleberbeschichtung durch Temperatur- und/oder
Druckanwendung zum Beispiel in Kaschierstationen erreicht werden.
Ein mögliches indirektes Verfahren zur Herstellung eines mit einer porösen
Klebstoffschicht beschichteten flexiblen, flächigen Trägers wird in der DE 40 32 776 A1
offenbart.
Danach
- a) wird eine fließfähige Klebstoffmasse auf einen Zwischenträger aufgetragen, der fol
gende Eigenschaften aufweist:
- - er hat eine unter dem Licht- oder Elektronenmikroskop erkennbare gewellte, gefältelte zerklüftete oder gefurchte Oberfläche
- - die Klebstoffmasse ist von seiner Oberfläche leicht ablösbar,
- - er ist im wesentlichen luftundurchlässig,
- b) werden die nach der Beschichtung des Zwischenträgers zwischen der Kleb stoffmasse und dem Zwischenträger entstehenden mikroskopischen Luft- oder Lö sungsmitteleinschlüsse durch Temperaturerhöhung ausgedehnt, bis die Oberfläche der Klebstoffmasse aufplatzt, und
- c) wird die Klebstoffmasse anschließend von dem Zwischenträger auf den endgültigen Träger übertragen.
Anders als zu der in der DE 40 32 776 A1 angestrebten porösen Kleberbeschichtung ist
für den Erfindungsgegenstand eine möglichst homogene, glatte, luftfreie und
undurchlässige Kleberbeschichtung von Vorteil. Wird anstelle der oben beschriebenen
strukturierten Oberfläche jedoch eine glatte und homogene Oberfläche des
Zwischenträgers gewählt, lassen sich diese Anforderungen erfüllen.
Der Grundkörper für die Zwischenträger kann aus allen gängigen Materialien für solche
Zwecke gewählt werden. Besonders vorteilhaft sind gewebte Gurtbänder aus Glasfaser,
Polyester, Polyamid oder Nomex®, einem Fasermaterial der Firma DuPont. Aber auch
Gummitücher, Kunststoffbänder und dergleichen haben sich als günstig herausgestellt.
Es ist, wenn Gewebebänder gewählt werden, günstig, solche zu verwenden, die schon
mit einer im wesentlichen unstrukturierten Oberflächenbeschichtung aus Kunststoff
versehen sind. Diese letztere Beschichtung fördert die Haftung und Gleichmäßigkeit der
eigentlichen Oberflächenbeschichtung auf dem Grundkörper. Die
Oberflächenbeschichtung selbst stellt das gewünschte leichte Übertragen der
Klebestoffmasse von dem Zwischenträger auf den endgültigen Träger sicher. Vorteilhaft
ist diese Oberfläche des Zwischenträgers mit einer antiadhäsiven Schicht beispielsweise
aus vernetztem Silikonkautschuk oder Fluorpolymeren wie Teflon® beschichtet.
Als besonders vorteilhaft erweist sich eine derartige Beschichtung, wenn der erreichte
Zustand mit chemischen oder physikalischen Methoden quasi eingefroren und ein "kaltes
Fließen" der Klebemasse in den Träger durch Vernetzung verhindert wird. So sind
beispielsweise die UV-vernetzbaren Acrylat-Hotmelts, wie sie von der BASF unter der
Handelsbezeichnung acResin© angeboten werden, besonders für derartige
Anforderungen geeignet: nach der Beschichtung erfolgt eine dreidimensionale
Vernetzung mittels UV-Strahlung. Je nach gewähltem Klebemassetyp können jedoch
auch andere Vernetzungsarten vorteilhaft zum Einsatz kommen wie die chemische
Vernetzung, thermisch initiierte sowie die strahlenchemische Vernetzung mittels
Elektronenstrahlen oder andere bekannte Systeme.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die
Kleberbeschichtung mit 25 bis 80 g/m2, insbesondere 30 bis 50 g/m2, drucklos oder
indirekt in einem Streifen auf dem Träger aufgebracht und anschließend physikalisch
oder chemisch vernetzt.
Schließlich umfaßt die Erfindung ein mit einem Klebeband ummanteltes Langgestrecktes
Gut, wie insbesondere ein Kabelsatz, wobei das Klebeband in einer spiralförmigen
Bewegung um das langgestreckte Gut geführt ist, wobei auf einer Seite des
Trägermaterials des Klebebands die Klebemasse in Längsrichtung in Form eines
Streifens aufgebracht ist, der eine geringere Breite aufweist als das Trägermaterial des
Klebebands, wobei die Ummantelung derartig erfolgt ist, daß der Streifen der
Klebemasse weitgehend vollständig auf dem Klebeband selbst verklebt ist.
Das erfindungsgemäße Klebeband kann in festen Längen wie zum Beispiel als
Meterware oder aber als Endlosware auf Rollen zur Verfügung gestellt werden. Für die
Verwendung ist im letzteren Fall dann ein variables Ablängen durch Messer, Scheren
oder Dispenser u. ä. möglich oder aber bei geeigneter Wahl der Materialien für die
Klebebänder eine manuelle Verarbeitbarkeit ohne Hilfsmittel.
Zur Verklebung kommen insbesondere Streifen des Klebebands zum Einsatz, die eine
Breite von 15 bis 50 mm aufweisen.
Durch die erfinderische Ummantelung des bevorzugten Kabelbaums ist dieser
hervorragend geschützt und gegen Erschütterungen gedämpft.
Die erfindungsgemäße Lösung hat weiterhin die Vorteile, daß es sich um einen
sauberen, fähnchenfreien Kabelbaum handelt, welcher einen guten Oberflächenschutz
bietet, hohe Bündelungskraft und gute Geräuschdämpfung gewährleistet.
Durch den im Vergleich zur herkömmlichen Spiralwicklung geringeren Einsatz von
Klebmasse reduziert sich das Fogging um den Anteil der eingesparten Klebemasse;
ebenso vermindern sich die Probleme in der Verträglichkeit zwischen Klebemasse und
Kabelummantelung, wie sie insbesondere bei PVC-freien Kabeln und nicht speziell
geeigneten Klebemassen auftreten können, da bei der erfindungsgemäßen
Spiralwicklung keine oder nur eine minimale Kontaktfläche Klebemasse zu
Kabelisolierung auftritt.
Da die Umwicklung des Guts ohne beziehungsweise mit geringer Verklebung auf dem
Gut erfolgt, bleibt des umwickelte Gut unter der Hülle flexibel und in der Lage leicht
veränderbar.
Die Ausführungsform mit beidseitiger Klebebeschichtung hat zusätzlich den Vorteil, daß
die Verklebung durch die Haftung von Klebmasse auf Klebmasse sehr stark ist. Dadurch
kann der Klebmassenauftrag stark minimiert werden, was Vorteile im Bezug auf Kosten
und Fogging mit sich bringt.
Im folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Figuren näher erläutert werden, ohne
damit die Erfindung unnötig einschränken zu wollen.
Es zeigen
Fig. 1 einen Kabelbaum, der erfindungsgemäß ummantelt ist, wobei das Klebeband
so um das Gut geführt wird, daß bezogen auf die Mittelachse des Gutes die
Klebemasse innenwärts liegt und
Fig. 2 einen Kabelbaum, der erfindungsgemäß ummantelt ist, wobei das Klebeband
so um das Gut geführt wird, daß bezogen auf die Mittelachse des Gutes die
Klebemasse außenwärts liegt.
Fig. 3 einen Kabelbaum, der erfindungsgemäß ummantelt ist, wobei das Klebeband
eine beidseitige schmale Beschichtung eines Klebers aufweist, und zwar
derart, daß die eine Klebemasse an der einen Kante des Trägermaterial
anliegt und auf der anderen Seite des Trägermaterials die Klebemasse an der
gegenüberliegenden Kante angeordnet ist.
In der Fig. 1 ist ein Ausschnitt eines Kabelbaums 3 gezeigt, der sich aus einer
Bündelung von einzelnen Kabeln zusammensetzt und der erfindungsgemäß mit einem
Klebeband 1 ummantelt ist. Das Klebeband 1 wird so um den Kabelbaum 3 geführt, daß
bezogen auf die Mittelachse des Kabelbaums 3 die Klebemasse 12, 22, 24 innenwärts
liegt.
Der gezeigte Ausschnitt des Kabelbaums 3 zeigt zwei Wicklungen I und II des
Klebebands 1. Nach links hin würden sich würden weitere Wicklungen erstrecken, diese
sind hier nicht dargestellt.
Das Trägermaterial 11, 21, 23 ist einseitig mit einer Klebemasse 12, 22, 24 beschichtet,
wobei der Auftrag in Form eines Streifens in Längsrichtung erfolgt, der eine geringere
Breite aufweist als das Trägermaterial 11, 21, 23 des Klebebands 1.
Die Ummantelung des Kabelbaums 3 erfolgt derartig, daß der Streifen der Klebemasse
12, 22, 24 vollständig auf dem Trägermaterial 11, 21, 23 des Klebeband 1 selbst verklebt.
Eine Verklebung mit dem Kabelbaum 3 ist ausgeschlossen.
Das Klebeband 1 umfaßt (siehe Wicklung I) in der Breite den Abschnitt 24 und den
Anschnitt 22 sowie den dazwischen befindlichen offenen Träger 23. Der Abschnitt 22, der
zur Wicklung II gehört, haftet also auf dem Abschnitt 23. (Der Abschnitt 24 würde auf
dem Träger der nächsten linksliegenden Wicklung haften.) Die Abschnitte 22, 24 sind im
Gegensatz zur offen liegenden Klebemasse 12 von außen nicht sichtbar, weshalb die
dichtere Schraffur zur Darstellung gewählt ist.
In der Fig. 2 ist ebenfalls ein Ausschnitt eines Kabelbaums 3 gezeigt, der
erfindungsgemäß mit einem Klebeband 1 ummantelt ist. Das Klebeband 1 wird hier so
um den Kabelbaum 3 geführt, daß bezogen auf die Mittelachse des Kabelbaums 3 die
Klebemasse 12, 22, 24 außenwärts liegt. Der Kabelbaum 3 kommt auf diese Weise nicht
mit der Klebemasse 12, 22, 24 in Kontakt.
Auch hier würde sich die Ummantelung nach links hin fortsetzen. In Wicklung I liegt das
Klebeband 1 mit der nicht beschichteten Rückseite um den Kabelbaum 3, der klebende
Abschnitt 24 befindet sich rechts. Die Wicklung II wird nun so durchgeführt, daß der
Abschnitt 24 vollständig vom Klebeband 1, uns zwar vom Abschnitt 21, abgedeckt wird.
Bei der Wicklung III wird nun der Abschnitt 12 so aufgelegt, daß der Abschnitt 22
vollständig verdeckt ist. Auf diese Weise erstreckt sich keine Klebemasse 12, 22, 24 nach
außen, eine Verschmutzung ist ausgeschlossen.
In der Fig. 3 ist ein weiterer Ausschnitt eines Kabelbaums 3 gezeigt, der
erfindungsgemäß mit einem Klebeband 1 ummantelt ist. Das Klebeband 1 weist eine
beidseitige schmale Beschichtung 12, 41 eines Klebers auf, und zwar derart, daß die
eine Klebemasse 41 an der einen Kante des Trägermaterial anliegt und auf der anderen
Seite des Trägermaterials die Klebemasse 12 an der gegenüberliegenden Kante
angeordnet ist.
Durch das Umwickeln des Kabelbaums 3 werden die Klebemasseabschnitte 12, 42
zusammengefügt, so daß eine besonders feste Verbindung zustande kommt.
Claims (10)
1. Verfahren zum Ummanteln von langgestrecktem Gut, wie insbesondere Kabelsätzen,
mit einem Klebeband, das in einer spiralförmigen Bewegung um das langgestreckte
Gut geführt wird, wobei zumindest auf einer Seite des Trägermaterials des
Klebebands die Klebemasse in Längsrichtung in Form eines Streifens aufgebracht ist,
der eine geringere Breite aufweist als das Trägermaterial des Klebebands.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband so um das
Gut geführt wird, daß bezogen auf die Mittelachse des Gutes die Klebemasse
innenwärts liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband so um das
Gut geführt wird, daß bezogen auf die Mittelachse des Gutes die Klebemasse
außenwärts liegt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Klebeband einseitig mit einer druckempfindlichen Klebemasse beschichtet ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband auf der
Rückseite des Trägermaterials mit einer weiteren Klebeschicht ausgerüstet ist, die
versetzt zur Beschichtung der Gegenseite angebracht ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband entsteht,
indem die Klebemasseseiten zweier einseitig insbesondere vollflächig beschichteter
Klebebänder mit Versatz aufeinaderlaminiert werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ummantelung des Kabelbaums derartig erfolgt, daß der Streifen der Klebemasse
weitgehend vollständig auf dem Klebeband selbst verklebt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als
Trägermaterial für das Klebeband Vliese verwendet werden, die insbesondere durch
ein Übernähen mit separaten Fäden oder durch ein Vermaschen oder
Wasserstrahlen oder Nadeln verfestigt sind.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Klebeband eine Breite von 10 bis 100 mm aufweist, insbesondere von 15 bis 50 mm.
10. Mit einem Klebeband ummanteltes langgestrecktes Gut, wie insbesondere ein
Kabelsatz, wobei das Klebeband in einer spiralförmigen Bewegung um das
langgestreckte Gut geführt ist, wobei zumindest auf einer Seite des Trägermaterials
des Klebebands die Klebemasse in Längsrichtung in Form eines Streifens
aufgebracht ist, der eine geringere Breite aufweist als das Trägermaterial des
Klebebands.
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