Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum
Fernsteuern von einem oder mehreren Geräten über ein von
dem/den Geräte(n) geographisch entfernt angeordnetes
Kommunikationsendgerät, insbesondere einen Computer oder
ein mobiles Telephon.
Grundsätzlich ist es bekannt, Maschinen und Anlagen von
örtlich u. U. sehr weit entfernten Stellen aus zu steuern.
Ein Beispiel hierfür ist etwa die Steuerung des Stromnetzes
eines Energieversorgungsunternehmens. Diese bekannten
Systeme arbeiten i. A. mit mehreren fest lokalisierten
Rechnern. Nur von diesen aus ist die Steuerung möglich.
Auch ist z. B. bekannt, Live-Bilder über das Internet zu
übertragen. Hierzu wird eine Kamera an einen Rechner (PC)
angeschlossen, der mit einer geeigneten Software (frame
grabber) zur Digitalisierung der aufgenommenen Bilder
ausgestattet ist. Wenn der benutzte Rechner über einen
Internetzugang verfügt, kann das digitalisierte Bild der
Videokamera in einer für einen Web-Server (WWW-Server)
erreichbaren Form abgespeichert werden. Dies kann in
regelmäßigen Abständen oder aber auch jeweils auf Anfrage
durch einen Benutzer geschehen.
Internet-basierte Verfahren und Systeme zur Fernsteuerung
der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik
ebenfalls bekannt. Ein Beispiel hierfür ist im Artikel von
DESBONNET, Joe; CORCORAN, Peter M.: System Architecture and
Implementation of a CEBus/INTERNET Gateway. In: IEEE
Transactions an Consumer Electronics, Vol. 43, 1997, No. 4,
S. 1057-1062 beschrieben. Es handelt sich dabei um ein
Fernsteuersystem, bei welchem mit einem entfernt
angeordneten Kommunikationsendgerät über das Internet auf
einen Hausbus (sog. CEBus) zur Manipulation von Funktionen
in einem Haus zugegriffen werden kann. Ein lokales Gateway
leistet dabei eine Autorisierungsprüfung der über das
Internet ankommenden Zugriffe sowie die weiteren
notwendigen Funktionen zur Vermittlung der Zugriffe zu
einem Steuergerät. Dieser Aufbau des bekannten
Fernsteuersystems hat zur Folge, daß vor Ort ein relativ
aufwendiger Gateway-Server für jeden Hausbus vorzusehen
ist.
Ein ähnliches Internet-basiertes Fernsteuersystem ist
außerdem bekannt aus: BÖTTCHER, Jörg: LIMBRUNNER, Thomas:
Methoden des Fernzugriffs auf Feldbus-basierte Systeme. In:
etz Elektrotechnik und Automation 1998, Heft 7-8, S. 8-13.
Ein weiteres Internet-basiertes System zum Fernsteuern
von Aktoren und Kameras ist in Goldberg et al.: Beyond the
Web: manipulating the real world. In: Computernetworks and
ISDN Systems, Band 28 (1995) H. 1-2, S. 209-219, offenbart.
Dabei greift ein Benutzer über das Internet auf einen
Server-Rechner zu, der z. B. Autorisierungen prüft und
nach erfolgter Autorisierung wiederum über das Internet
an die gewünschten Aktoren und Kameras zugreift.
All diesen bekannten Systemen ist zwar der Vorteil
gemeinsam, daß im Prinzip von einem beliebigen Ort aus
Fernsteuervorgänge an einem fernzusteuernden Gerät
durchgeführt werden können. Problematisch aber ist der
mangelhafte Sicherheitsstandard. Insbesondere in dem
sensiblen Bereich der Fernsteuerung und Überwachung von
Anlagen/Funktionen von Unternehmen und Privathäusern ist es
nicht befriedigend, eine Fernübertragung der Steuerbefehle
ausschließlich über das im Prinzip unsichere Internet
durchzuführen.
Des weiteren sind im Stand der Technik telefonbasierte
Fernsteuerungslösungen bekannt. Beispielsweise offenbart DE 38 31 762 A1
ein Gebäude-Management-System bestehend aus
einem gebäudezentralen Rechner und mehreren innerhalb des
Gebäudes in verschiedenen Bereichen angeordneten und als
Telefonapparate ausgebildeten Steuerstationen. Nach einer
Autorisierungsprüfung durch den gebäudezentralen Rechner
führt dieser die gewünschte Steuerfunktion aus und teilt
die Ausführung der Funktion dem Benutzer mit. Somit wird
die bekannte telefonbasierte Lösung mit einem
gebäudezentralen Rechner relativ aufwendig, wenn sie z. B.
auf mehrere Gebäude erweitert wird. Im übrigen sieht die
bekannte Lösung keinen Zugriff von außerhalb des Gebäudes
vor.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
ein System zum Fernsteuern der eingangs genannten Art
dahingehend weiter zu entwickeln, daß die Fernsteuerung am
Ort des/der fernsteuerbaren Geräts/Geräte einfach
aufgebaut ist, gleichwohl aber Schutzmaßnahmen vor
unberechtigtem Zugriff getroffen sind.
Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe durch die
Gegenstände der Ansprüche 1 und 12. Besonders bevorzugte
Ausführungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen
Ansprüchen angegeben.
Danach schafft die Erfindung ein Verfahren und ein System
zum Fernsteuern von einem oder mehreren Geräten, bei
welchen das/die fernsteuerbare(n) Gerät(e) an ein
Steuergerät angekoppelt ist/sind, eine Vielzahl von
Steuergeräten über ein Intranet und/oder eine
Telefonverbindung mit einem zentralen Rechner verbunden
ist, der zentrale Rechner anderseits über ein öffentlich
zugängliches Netz unter Verwendung eines
Internetprotokolls von mindestens einem geographisch
entfernten Kommunikationsendgerät zur Durchführung der
Fernsteuerung erreichbar ist, der zentrale Rechner für
mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Zugriffs
berechtigungen vorgesehen ist, und der zentrale Rechner
eine Zugriffsberechtigungsprüfung vornimmt und nach
erfolgter Autorisierung den Zugriff des Kommunikations
endgeräts zu einem Steuergerät und/oder zu einer
Teilfunktion eines Steuergeräts vermittelt und dabei bei
Bedarf die nötige Protokollübersetzung ausführt.
Klarstellend wird darauf hingewiesen, daß der Begriff
"Fernsteuerung" vorliegend auch die Begriffe Fernregeln,
Fernkalibrieren, Ferndiagnostizieren und/oder Fernwarten
umfaßt, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
Erfindungsgemäß werden über einen bidirektionalen
Datenkanal z. B. Steuer-, Regel-, Meß-, Video- und/oder
Audiodaten zwischen dem zu steuernden Gerät, und dem
Kommunikationsendgerät übertragen. Dieses kann z. B. ein PC,
ein tragbarer Computer, ein Telefon, ein tragbares Telefon,
oder ein Kombinationsgerät aus Computer/Telefon sein. Als
fernzusteuerndes Gerät kommt z. B. eine
Energiemanagementanlage in Frage, und/oder Komponenten
hiervon, z. B. ein Strom-, Wasser-, Fernwärme-, Öl,- oder
Gaszähler, dessen Zählerstand fernabgefragt wird. Denkbar
ist zum Beispiel auch ein Starkstromschalter, mit dessen
Hilfe ein Elektrizitätswerk die Stromzufuhr zu einem
Kunden (z. B. ein Privathaushalt oder ein Gewerbebetrieb)
ferngesteuert freischalten kann - oder sperren, z. B. bei
Nichtzahlen der Stromrechnung. Des weiteren kann das
fernzusteuernde Gerät z. B. ein Ventil sein. Mit diesem
kann z. B. ein Wasserwerk (oder z. B. ein Gaswerk)
ferngesteuert die Wasserzufuhr (bzw. die Gaszufuhr) zu
einem Kunden freischalten bzw. sperren. Das
Freischalten/Sperren der Zufuhr kann vorzugsweise
automatisiert sein. Beispielsweise kann die Zufuhr
gesperrt werden, wenn das Kommunikationsendgerät und/oder
der zentrale Rechner - auf Basis von von dem Zähler
gelieferten Verbrauchsdaten und von Tarifdaten ermittelt,
daß der von einem Haushalt/Gewerbebetrieb dem Werk
geschuldete Betrag einen bestimmten Schwellwert
übersteigt, die letzte Zahlung zu lange zurückliegt, etc.
Dem o. g. Zähler kann eine Anzeigevorrichtung, z. B. ein
LED-Display, zugeordnet sein, die den momentanen
Verbrauchsstand (z. B. auf Wochen-, Monats-, oder
Jahresbasis) anzeigt. Die Anzeigevorrichtung kann z. B.
auch ein Rechner mit zugeordnetem oder integriertem
Bildschirm sein, z. B. ein PC oder ein Laptop, oder ein
Mobiltelefon. Alternativ oder zusätzlich kann die
Anzeigevorrichtung (oder eine weitere Anzeigevorrichtung)
den momentanen Tarif anzeigen und/oder den sich aus Tarif
und Verbrauch ergebenden, vom Haushalt/Gewerbebetrieb dem
Elektrizitäts-, Wasser-, bzw. Gaswerk geschuldeten
Betrag. Besonders bevorzugt erfolgt die Anpassung des
Tarifs ferngesteuert vom Kommunikationsendgerät und/oder
zentralen Rechner aus. Auch ist denkbar, den Zähler
ferngesteuert zu kalibrieren, zu prüfen, zu warten, etc.
Allgemein kann das fernzusteuernde Gerät jedes beliebige
Aggregat sein, beispielsweise auch eine Maschine oder ein
Apparat einer industriellen Anlage oder eines Kraftwerks.
Möglich ist z. B. auch ein Heizanlage, die ferngesteuert
zwischen Sommer- und Winterbetrieb umgeschaltet wird,
und/oder ferngeregelt/fernkalibriert/ferndiagnostiziert
/ferngewartet wird.
Das fernzusteuernde Gerät kann z. B. auch ein
Verkehrsüberwachungs- oder Gebäudeüberwachungsgerät sein,
wobei ein z. B. von einem Bewegungs- und/oder Geräuschmelder
ermittelter Alarm an das Kommunikationsendgerät
weitergeleitet wird (Babyruf, Einbruchssicherung), und/oder
eine Kamera. Des weiteren kommt als fernzusteuerndes Gerät
z. B. eine (elektronische oder mechanische)
Steuereinrichtung eines Kraftfahrzeugs in Frage. Diese wird
- nach Identifikation z. B. des Kraftfahrzeugtyps, bzw. des
Steuereinrichtungstyps durch das Kommunikationsendgerät
und/oder den zentralen Rechner - aus der Ferne kalibriert,
diagnostiziert, gewartet, etc. Alternativ oder zusätzlich
können in Reaktion auf eine Fehlermeldung an ein weiteres,
von dem Kommunikationsendgerät und/oder dem zentralen
Rechner ferngesteuertes Gerät - z. B. ein tragbares Telefon,
eine im Fahrzeug installierte Anzeigevorrichtung, etc.
Informationen an den Kraftfahrzeugbenutzer übermittelt
werden, z. B. über den Ort und den Namen der nächstgelegenen
Reparaturwerkstatt. Gleichzeitig können - über ein
zusätzliches ferngesteuertes Gerät - auch Informationen
direkt an diese Reparaturwerkstatt gesendet werden.
Das fernzusteuernde Gerät kann z. B. auch ein Fernseher
(oder ein Computer oder ein Bildschirm) sein, an den -
unter Zwischenschaltung des zentralen Rechners, und des
Steuergeräts - Audio- und Videodaten, insbesondere Filme
übertragen werden. Vorteilhaft registriert der zentrale
Rechner (oder das Kommunikationsendgerät) Abrechnungsdaten
wie z. B. Tarif für den übertragenen Film, Benutzungsdauer,
etc. Alternativ kann als zusätzliches (oder in den
Fernseher integriertes) zu steuerndes Gerät eine
Anzeigevorrichtung vorgesehen sein, welche dem Benutzer
Informationen wie z. B. den momentanen Tarif, den dem
Fernsehnetzbetreiber geschuldeten Betrag, etc. anzeigt.
Das mit dem fernzusteuernden Gerät gekoppelte Steuergerät
kann z. B. ein herkömmlicher Personalcomputer sein, auf dem
eine spezielle Software geladen ist, oder eine spezielle
Box mit spezieller Hardware- und Software. Das
fernzusteuernde Gerät kann z. B. mittels einer LAN-
Verbindung mit dem Steuergerät gekoppelt sein, oder z. B.
mittels einer Feldbusverbindung, insbesondere EIB-
(Europäischer Installationsbus-) Verbindung. Im Prinzip
können beliebige Bussysteme eingesetzt werden. Die
Kommunikation zwischen fernzusteuerndem Gerät und
Steuergerät kann beispielsweise auch drahtlos über Funk
erfolgen. Vorteilhaft sind mehrere verschiedene
fernzusteuernde Geräte mit dem Steuergerät gekoppelt.
Bevorzugt ist das Steuergerät - durch Laden einer
entsprechenden (Basis-) Fernsteuerungsoftware - so
vorkonfiguriert, daß eines (oder bevorzugt: mehrere) der
vorgenannten fernzusteuernden Geräte mit dem Steuergerät
gekoppelt, und in Reaktion auf von dieser Software
generierte Befehle gesteuert werden können. Durch
zusätzliches Laden einer oder mehrerer, mit der
vorgenannten Basissoftware zusammenwirkenden
(Erweiterungs-) Fernsteuerungssoftwarekomponenten kann
das Steuergerät so konfiguriert werden, daß eines oder
mehrere zusätzliche fernzusteuernden Geräte mit dem
Steuergerät koppelbar sind. Das Steuergerät ist somit
modular beliebig erweiterbar.
Die Basis- und/oder Erweiterungssoftware auf dem
Steuergerät arbeitet vorzugsweise als Client mit einer
entsprechenden Server-Fernsteuerungssoftware zusammen,
die auf dem zentralen Rechner geladen ist. Die Server-
Fernsteuerungssoftware erfüllt den überwiegenden Teil der
bei der Gerätefernsteuerung anfallenden Aufgaben, z. B.
Durchführen von Autorisierungskontrollen, Anwahl des
zugeordneten Steuergeräts (aus einer Vielzahl möglicher
Steuergeräte), etc. Die Wartung und Aktualisierung der
(wesentlichen Komponenten der) Fernsteuerungssoftware
kann somit unmittelbar und zentral am o. g. Rechner
erfolgen. Vom zentralen Rechner aus kann (neue) Software
auf das Steuergerät überspielt werden, und/oder es kann
(bestehende) Software auf dem Steuergerät aktualisiert
und/oder gewartet werden.
Der zentrale Rechner überprüft die Echtheit der im System
gesendeten Daten, sowie deren Vollständigkeit und
Korrektheit (z. B. über Paritätsbits), und veranlaßt ggf.
eine Wiederholung der Datenübertragung. Jeder Vorgang wird
im zentralen Rechner registriert und dokumentiert. Die
genannten Funktionen Autorisierung, Echtheits-,
Vollständigkeits-, Korrektheitskontrolle, Dokumentierung
und Registrierung erfüllt der zentrale Rechner sowohl für
vom Kommunikationsendgerät, als auch vom Steuergerät
empfangene Daten.
Der Datenaustausch zwischen dem zentralen Rechner und dem
Kommunikationsendgerät kann im Prinzip auf jede beliebige
Weise - draht- oder drahtlos - unter Verwendung eines
Internetprotokolls erfolgen.
Der zentrale Rechner übersetzt dabei das jeweils bei der
Kommunikation zwischen Kommunikationsendgerät und
zentralem Rechner verwendete Protokoll in das zur
Kommunikation mit dem Steuergerät verwendete Protokoll,
und umgekehrt. Vorzugsweise kann der zentrale Rechner
über mehrere verschiedene Protokolle mit verschiedenen
(diese verschiedenen Protokolle verwendenden) Endgeräten
kommunizieren (z. B. TCP/IP-Protokolle, oder z. B. Windows
NT-, Linux-, Unix-Rechnernetzprotokolle, oder z. B. SMS-
oder WAP-Handyprotokolle, etc.). Da zur Kommunikation mit
dem Steuergerät immer das gleiche Protokoll verwendet
wird, ist - bei Änderung gängiger
Kommunikationsprotokolle - nur eine Anpassung im
zentralen Rechner (zur Kommunikation mit dem Endgerät),
nicht aber im Steuergerät nötig.
Erfindungsgemäß erfolgt die Kommunikation zwischen
zentralem Rechner und Kommunikationsendgerät unter
Verwendung von Internetprotokollen, insbesondere gemäß dem
sog. Transmission Protocol (TCP) und dem sog. Internet
Protocol (IP), kurz TCP/IP. Hierzu ist auf dem jeweiligen
Gerät bzw. Rechner zur Anbindung an das Internet eine
Software geladen, die das TCP/IP Protokoll verstehen und
auswerten kann (Socket oder TCP/IP Stack). Bevorzugt ist
der zentrale Rechner ein ständig mit dem Internet
verbundener Host-Rechner, während das
Kommunikationsendgerät nur bei Bedarf mit dem Internet
verbunden wird. Bevorzugt ist das Steuergerät vorteilhaft
so ausgestaltet, daß es den So-Bus einer
ISDN/Funkverbindung durchschleift. Im Meldungs- oder
Ansprechfall wird das Steuergerät selbständig hochgefahren,
der So-Bus von anderen Telekommunikationsgeräten getrennt,
und die Verbindung über den D-Kanal freigeschaltet.
Das Steuergerät weist vorzugsweise einen oder mehrere,
verschiedene Stromversorgungsanschlüsse auf, die z. B. für
verschiedene Spannungshöhen und/oder für Gleich- und/oder
Wechselspannungen konfiguriert sind. Dasselbe Steuergerät
ist somit universell (Boot, Auto, Haus, etc.) einsetzbar.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels und der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines
erfindungsgemäßen Fernsteuersystems.
Gemäß Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßes Fernsteuersystem
einen zentralen Rechner 4, und ein Steuergerät 5 auf. Der
zentrale Rechner 4 ist im Ausführungsbeispiel ständig mit
dem Internet verbunden. Er kann - z. B. durch Eingabe von
dessen URL- (Universal Resource Locator-) Adresse von
beliebigen, mit dem Internet verbindbaren
Kommunikationsendgeräten aus angewählt werden. Als
Beispiele für Kommunikationsendgeräte sind in Fig. 1 ein
Personalcomputer 2, ein tragbarer Computer oder
Taschencomputer 6, und ein Mobiltelefon 3 gezeigt. Das
Mobiltelefon 3 kann z. B. ein WAP- und/oder SMS-Handy sein.
Der zentrale Rechner kann dann alternativ z. B. auch dadurch
angewählt werden, indem eine SMS an diesen geschickt wird.
In Reaktion auf den Aufbau einer Internetverbindung
zwischen dem jeweiligen Kommunikationsendgerät und dem
zentralen Rechner 4 führt dieser über eine am
Kommunikationsendgerät dargestellte Steueroberfläche, z. B.
eine Internetseite, eine generelle
Zugriffsberechtigungsprüfung durch, z. B. mit Hilfe eines
vom Benutzer des Kommunikationsendgeräts einzugebenden
Paßworts, und/oder einer Endgeräte-Identifikationsnummer,
etc. Als nächstes wird eine weitere
Zugriffsberechtigungsprüfung durchgeführt, z. B. in Bezug
auf die spezielle, bei der jeweiligen Anwahl betroffene
Datenbank des zentralen Rechners 4.
Das Steuergerät 5 erfüllt mehrere Teilfunktionen, steuert
z. B. mehrere, verschiedene Geräte. Die weitere
Zugriffsberechtigungsprüfung durch den zentralen Rechner 4
erfolgt z. B. im Hinblick auf eine konkrete, momentan vom
Steuergerät 5 zu erfüllende Funktion (unter den mehreren
möglichen, vom Steuergerät 5 erfüllbaren Funktionen), z. B.
im Hinblick auf ein momentan betroffenes fernzusteuerndes
Gerät (von mehreren möglichen, mit dem Steuergerät 5
verbundenen, fernzusteuernden Geräten). Jeder Benutzer ist
somit nur für bestimmte Steuergeräte und/oder für bestimmte
Teilfunktionen dieser Steuergeräte zugriffsberechtigt.
Nach erfolgter Autorisierung baut der zentrale Rechner 4
eine Verbindung zu dem Steuergerät 5 auf. Hierzu wählt der
zentrale Rechner 4 zunächst - unter einer Vielzahl von
Steuergeräten - das für die jeweilige Verbindung
vorgesehene Steuergerät 5 aus. Beispielsweise kann einem
bestimmten Benutzer oder einem bestimmten
Kommunikationsendgerät stets ein einziges, vorbestimmtes
Steuergerät zugeordnet sein. Die Identifizierung des
Steuergeräts 5 erfolgt dann z. B. über das o. g.
benutzerspezifische Paßwort, oder z. B. die o. g. Endgeräte-
Identifikationsnummer, oder die Telefonnummer des
Endgeräts. Alternativ kann der Benutzer eines von mehreren
vorbestimmten, ihm zugeordneten Steuergeräten auswählen
(wobei er i. a. für jedes dieser Steuergeräte nur
Zugriffsberechtigung für bestimmte Teilfunktionen hat,
siehe oben). Die Identifizierung des Steuergeräts erfolgt
dann dadurch, daß der Benutzer das gewünschte Steuergerät
charakterisierende Daten an den zentralen Rechner 4
überträgt, z. B. ein steuergerätspezifisches Paßwort, die
Steuergerät-Kennummer oder z. B. die Telefonnummer, unter
der das Steuergerät 5 angewählt werden kann.
An das so bestimmte Steuergerät 5 sendet der zentrale
Rechner 4 ein Rufsignal, indem er die Telefonnummer eines
diesem Steuergerät 5 zugeordneten Telefonanschlusses wählt,
d. h. die diesem Telefonanschluß entsprechenden
Telefonverbindungs-Wahlzeichen. Bei dem Telefonanschluß
kann es sich um einen Festnetz-, insbesondere ISDN-
Anschluß, oder optional um einen Mobilfunknetzanschluß (in
der Zeichnung gestrichelt dargestellt) handeln.
Der So-Bus des ISDN/Funkverbindungsanschlusses ist durch
das Steuergerät 5 durchgeschleift. Wird - z. B. anhand der
mit übertragenen Telefonnummer des dem zentralen Rechner 4
zugeordneten Telefonanschlusses - ermittelt, daß eine
Anfrage vom zentralen Rechner 4 vorliegt, wird der Bus von
anderen Telekommunikationsgeräten getrennt, und über den D-
Kanal die Verbindung zum Rechner 4 freigeschaltet.
Daraufhin wird das Steuergerät 5 von einem
Bereitschaftsmodus (Standby), bei dem nur wenig Strom
verbraucht wird, in einen Arbeitsmodus hochgefahren, bei
welchem der Stromverbrauch höher ist. Bei einem
alternativen Ausführungsbeispiel ist das Steuergerät 5
zunächst ausgeschaltet, und wird in Reaktion auf die
Anfrage durch den zentralen Rechner 4 eingeschaltet. Das
Steuergerät 5 weist zwei Stromversorgungsanschlüsse (12 V
Gleichstrom und 230 V Wechselstrom) auf. Sie ist somit
universell (Boot, Auto, Haus) einsetzbar.
In Reaktion auf den Aufbau einer Intranetverbindung
zwischen dem Steuergerät 5 und dem zentralen Rechner 4
führt dieser eine Zugriffsberechtigungsprüfung für das
Steuergerät 5 durch,
z. B. mit Hilfe der o. g., im Steuergerät 5 gespeicherten
Steuergerät-Kennummer, oder zusätzlich im Hinblick auf eine
konkrete, momentan vom Steuergerät 5 zu erfüllende Funktion
(unter mehreren möglichen, vom Steuergerät 5 erfüllbaren
Funktionen), z. B. für ein momentan betroffenes
fernzusteuerndes Gerät (von mehreren möglichen
fernzusteuernden Geräten).
Hierauf können vom Steuergerät 5 ausgegebene Daten - nach
Zwischenspeicherung im zentralen Rechner 4 - an das
Kommunikationsendgerät übermittelt werden. Abhängig vom
jeweiligen Steuergerät, und/oder von der momentan vom
Steuergerät erfüllten Funktion kann der zentrale Rechner 4
die Daten an ein oder mehrere vorbestimmte Endgeräte
übermitteln. Die für ein jeweiliges Steuergerät und/oder
eine jeweilige Teilfunktion eines jeweiligen Steuergeräts
vorgesehenen Endgeräte sind im zentralen Rechner 4
gespeichert. Diese Zuordnung zwischen
Steuergerät/Steuergerätteilfunktion und
Kommunikationsendgerät kann - sofern eine entsprechende
Zugriffsberechtigung vorliegt - von einem Benutzer von
einem Kommunikationsendgerät aus geändert werden.
Bei den Daten kann es sich z. B. um Steuer-, Regel-, Meß-,
Video- und/oder Audiodaten handeln. Auf entsprechende Weise
werden Daten, die der Benutzer über die o. g. am
Kommunikationsendgerät dargestellte Steueroberfläche, z. B.
die Internetseite, eingibt - unter Zwischenspeicherung im
zentralen Rechner - an das Steuergerät 5 übertragen. Des
weiteren ist es mit einem EIB (Europäischer
Installationsbus) verbunden (hier nicht dargestellt), und
setzt die vom zentralen Rechner 4 empfangenen Signale in
entsprechende EIB-Daten- und Steuersignale um. Am EIB sind
als fernzusteuernde Geräte ein Stromzähler 1, sowie zwei
Kameras, ein Mikrofon und ein Lautsprecher angeschlossen.
Von diesen generierte Daten werden über den EIB zum
Steuergerät 5 übertragen, von diesem z. B. ins TCP/IP-
Protokoll umgesetzt, und zum zentralen Rechner 4
übertragen.
Bei einem weiteren, hier nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel weist das Steuergerät 5 zusätzlich noch
einen A/D- (Analog/Digital-) Wandler auf. Dieser ist über
eine analoge, bidirektionale Datenverbindung gleichzeitig
mit mehreren zu steuernden Geräten verbunden, z. B. mit
Haushalts-Elektrogeräten wie z. B. Kühlschrank, Herd,
Waschmaschine, etc. Die vom A/D-Wandler ausgegebenen
Digitaldaten werden im Steuergerät entsprechend wie oben im
Hinblick auf EIB-Daten erläutert verarbeitet, sodaß die
über die Analog-Datenverbindung angeschlossenen Geräte von
einem Kommunikationsendgerät aus ferngesteuert werden
können.