DE10043721A1 - Vorrichtung zur Besprühung einer Scheibe eines Kraftfahrzeuges mit Waschflüssigkeit - Google Patents

Vorrichtung zur Besprühung einer Scheibe eines Kraftfahrzeuges mit Waschflüssigkeit

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Abstract

Bei einer Vorrichtung zur Besprühung einer Scheibe (1) eines Kraftfahrzeuges mit Waschflüssigkeit ist ein Düsengehäuse (5) über ein als Kugelgelenk ausgebildetes Gelenk (4) an einem Halteelement (3) befestigt. Das Düsengehäuse (5) hat eine Ausnehmung (13) für ein Heizelement (14). Hierdurch lassen sich alle waschflüssigkeitsführenden Bauteile mit einem einzigen Heizelement (14) beheizen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Besprühung einer Scheibe eines Kraftfahrzeuges mit Waschflüssigkeit, mit einem Düsengehäuse zur Halterung einer Waschdüse, mit einem Anschlussstück zur Verbindung des Düsengehäuses mit einer Waschflüssigkeitsleitung einer Scheibenreinigungs­ anlage und mit Haltemitteln zur Befestigung des Düsenge­ häuses an einem Karosserieteil des Kraftfahrzeuges.
Solche Vorrichtungen werden beispielsweise zur Reinigung einer Frontscheibe, einer Heckscheibe oder von Streu­ scheiben von Scheinwerfern heutiger Kraftfahrzeuge einge­ setzt und sind aus der Praxis bekannt. Bei der aus der Praxis bekannten Vorrichtung sind die Haltemittel an dem Anschlussstück angeordnet. Das Düsengehäuse ist gegenüber dem Anschlussstück verstellbar gehalten. Die bekannte Vorrichtung hat den Vorteil, dass sich ein von der Wasch­ düse erzeugter Waschflüssigkeitsstrahl gegenüber der Scheibe einstellen lässt.
Nachteilig bei der bekannten Vorrichtung ist, dass sich ihre Beheizung durch die Anzahl der Waschflüssigkeit füh­ renden Bauteile sehr aufwändig gestaltet. Hierbei sind an dem Anschlussstück und dem Düsengehäuse jeweils Heizele­ mente zu montieren und diese mit elektrischen Leitungen zu verbinden. Weiterhin gestaltet sich die Abdichtung der beweglichen Verbindung des Anschlussstücks mit dem Düsen­ gehäuse sehr schwierig.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrich­ tung der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass sie konstruktiv besonders einfach aufgebaut ist und eine be­ sonders einfache Beheizung der Waschflüssigkeit führenden Bauteile ermöglicht.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Haltemittel ein zur Befestigung an dem Karosserieteil des Kraftfahrzeuges vorgesehenes Halteelement aufweisen und dass zwischen dem Halteelement und dem Düsengehäuse ein Gelenk angeordnet ist.
Durch diese Gestaltung lässt sich der Waschflüssigkeits­ strahl gegenüber der Scheibe durch eine Bewegung des Dü­ sengehäuses gegenüber dem Halteelement einstellen. Hier­ durch lassen sich aufwändig abzudichtende Gelenke zwi­ schen Waschflüssigkeit führenden Bauteilen einfach ver­ meiden. Weiterhin benötigt die erfindungsgemäße Vorrich­ tung nur ein einziges Heizelement zur vollständigen Be­ heizung der Waschflüssigkeit führenden Bauteile. Die er­ findungsgemäße Vorrichtung ist daher konstruktiv beson­ ders einfach aufgebaut.
Zur weiteren Vereinfachung des Aufbaus der erfindungsge­ mäßen Vorrichtung trägt es bei, wenn das Düsengehäuse und das Anschlussstück als bauliche Einheit gefertigt sind.
Der von der Waschdüse erzeugte Waschflüssigkeitsstrahl lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung um alle drei Raumachsen verstellen, wenn das Gelenk als Kugelgelenk ausgebildet ist.
Ein Leerlaufen des Düsengehäuses und der Waschflüssig­ keitsleitung lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach vermeiden, wenn das Düsengehäuse und/oder das Anschlussstück zur Aufnahme eines Rückschlagventils ausgebildet sind/ist. Durch diese Gestaltung werden Verzögerungen der Besprühung der Schei­ be nach einem Start der Scheibenreinigungsanlage vermie­ den.
Das Rückschlagventil lässt sich gemäß einer anderen vor­ teilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders kosten­ günstig herstellen, wenn ein Ventilsitz des Rückschlag­ ventils auf dem Anschlussstück angeordnet ist und wenn eine Feder zur Vorspannung eines Ventilkörpers gegen den Ventilsitz sich an dem Düsengehäuse abstützend angeordnet ist. Hierdurch erfordert das Rückschlagventil eine beson­ ders geringe Anzahl von Bauteilen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Ventil im Düsengehäuse ein sogenanntes Fahrradschlauch­ ventil sein. Dieses besteht aus einem Stutzen mit seitli­ chen Öffnungen, die mit einem Schlauch verschlossen sind. Wird der Stutzen durchströmt, wird durch den Druck der Flüssigkeit der Schlauch im Bereich der Öffnungen gewei­ tet, wodurch er die Öffnungen freigibt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nach der Montage des Rückschlagventils zuverlässig abgedichtet, wenn das An­ schlussstück und das Düsengehäuse stoffschlüssig mitein­ ander verbunden sind.
Die Beheizung der Waschflüssigkeit führenden Bauteile er­ fordert gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einen besonders geringen baulichen Aufwand, wenn ein Kanal für die Waschflüssigkeit in dem Düsenge­ häuse im Bereich von dem Anschlussstück bis zu der Wasch­ düse parallel zu einer Ausnehmung für ein Heizelement ge­ führt ist. Hierdurch lässt sich ein einziges Heizelement in die Ausnehmung einführen und wie bei der bekannten Vorrichtung mit Vergussmasse befestigen.
Zur gleichmäßigen Verteilung der Wärme des Heizelementes über den gesamten wasserführenden Bereich trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn in der Ausnehmung für das Heizelement ein Wär­ meleitblech angeordnet ist.
Die Einstellung der erfindungsgemäßen, im Kraftfahrzeug montierten Vorrichtung gestaltet sich besonders einfach, wenn das Düsengehäuse einen Vorsprung oder eine Vertie­ fung, z. B. ein Polygonprofil oder Außen-Torx zum Ansetzen eines Justagewerkzeuges hat. Damit lassen sich Beschädi­ gungen der Vorrichtung beim Justieren vermeiden.
Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine da­ von in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend be­ schrieben. Diese zeigt in einer einzigen Figur einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße, in einem Kraft­ fahrzeug montierte Vorrichtung.
Hierbei ist ein Teilbereich eines vor einer Scheibe 1 an­ geordneten Karosserieteils 2 des Kraftfahrzeuges stark vergrößert dargestellt. Bei dem Karosserieteil 2 kann es sich beispielsweise um eine Motorhaube und bei der Schei­ be 1 um eine Frontscheibe handeln. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat ein mit dem Karosserieteil 2 verrastetes Halteelement 3 und ein mit dem Halteelement 3 über ein Gelenk 4 verbundenes Düsengehäuse 5. Das Gelenk 4 ist als Kugelgelenk ausgebildet und ermöglicht eine Verschwenkung des Düsengehäuses 5 gegenüber dem Halteelement 3 um alle drei Raumachsen. Das Düsengehäuse 5 ist stoffschlüssig mit einem Anschlussstück 6 verbunden. Auf dem Anschluss­ stück 6 lässt sich eine nicht dargestellte Waschflüssig­ keitsleitung einer Scheibenreinigungsanlage anschließen, die ihrerseits beheizt sein kann. An seinem dem An­ schlussstück 6 gegenüberliegenden Ende haltert das Düsen­ gehäuse 5 eine Waschdüse 7. Ein Kanal 8 zwischen dem An­ schlussstück 6 und der Waschdüse 7 ist damit gerade durch das Düsengehäuse 5 geführt. In dem Kanal 8 ist ein Rück­ schlagventil 9 mit einem von einer Feder 10 gegen einen Ventilsitz 11 vorgespannten Ventilkörper 12 angeordnet. Der Ventilsitz 11 ist auf dem Anschlussstück 6 angeord­ net, während sich die Feder 10 an dem Düsengehäuse 5 ab­ stützt. Alternativ dazu kann das Rückschlagventil 9 als vormontierbare, in das Düsengehäuse 5 eingesetzte Einheit gestaltet sein. Die Verbindung des Düsengehäuses 5 mit dem Anschlussstück 6 kann beispielsweise geklebt oder ge­ schweißt sein.
Parallel zu dem Kanal 8 hat das Düsengehäuse 5 eine Aus­ nehmung 13 zur Aufnahme eines Heizelementes 14. Das Heiz­ element 14 ist mit elektrischen Leitungen 15 verbunden und mittels Vergussmasse 16 in der Ausnehmung 13 gehal­ ten. Zur gleichmäßigen Verteilung der von dem Heizelement 14 erzeugten Wärme ist in der Ausnehmung 13 ein Wärme­ leitblech 17 angeordnet. Bei dem Heizelement 14 kann es sich beispielsweise um ein Widerstandselement mit einem festen ohmschen Widerstand oder ein PTC-Element, bei dem der Widerstand mit steigender Temperatur stark ansteigt, handeln. In seinem auf die Scheibe 1 zuweisenden Ende hat das Düsengehäuse 5 einen Vorsprung 18 zum Ansetzen eines Justagewerkzeuges.

Claims (11)

1. Vorrichtung zur Besprühung einer Scheibe eines Kraft­ fahrzeuges mit Waschflüssigkeit, mit einem Düsengehäuse zur Halterung einer Waschdüse, mit einem Anschlussstück zur Verbindung des Düsengehäuses mit einer Waschflüssig­ keitsleitung einer Scheibenreinigungsanlage und mit Hal­ temitteln zur Befestigung des Düsengehäuses an einem Ka­ rosserieteil des Kraftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel ein zur Befestigung an dem Karosse­ rieteil (2) des Kraftfahrzeuges vorgesehenes Halteelement (3) aufweisen und dass zwischen dem Halteelement (3) und dem Düsengehäuse (5) ein Gelenk (4) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsengehäuse (5) und das Anschlussstück (6) als bauliche Einheit gefertigt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, dass das Gelenk (4) als Kugelgelenk ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsengehäuse (5) und/oder das Anschlussstück (6) zur Aufnahme eines Rückschlagventils (9) ausgebildet sind/ist.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilsitz (11) des Rückschlagventils (9) auf dem Anschlussstück (6) angeordnet ist und dass eine Feder (10) zur Vorspannung eines Ventilkörpers (12) gegen den Ventilsitz (11) sich an dem Düsengehäuse (5) abstützend angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschluss­ stück (6) und das Düsengehäuse (5) stoffschlüssig mitein­ ander verbunden sind.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kanal (8) für die Waschflüssigkeit in dem Düsengehäuse (5) im Bereich von dem Anschlussstück (6) bis zu der Waschdüse (7) pa­ rallel zu einer Ausnehmung (13) für ein Heizelement (14) geführt ist.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausnehmung (13) für das Heizelement (14) ein Wärmeleitblech (17), zum Beheizen des gesamten wasserführenden Bereichs ange­ ordnet ist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsengehäuse (5) einen Vorsprung (18) oder eine Vertiefung, vorzugs­ weise ein Polygon-Profil oder Außen-Torx zum Ansetzen ei­ nes Justagewerkzeuges hat.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschdüse (7) als Fluidic-Chip ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschdüse (7) als Träger für eine oder mehrere Düsenkugeln, Flachstrahl- oder Duckbill-Düsen aus Metall oder Kunststoff ausgebildet ist.
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