DE10053206C1 - Logikschaltungsanordnung - Google Patents
LogikschaltungsanordnungInfo
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Abstract
Logikschaltungsanordnung, mit mindestens einem magnetoresistiven Element, dem ein Leiter mit mindestens zwei Signalanschlüssen zugeordnet ist, mittels dem im stromdurchflossenen Zustand ein auf das magnetoresistive Element einwirkendes Magnetfeld erzeugbar ist, mittels dem die Magnetisierung einer weichmagnetischen Schicht des magnetoresistiven Elements umschaltbar ist, wobei Mittel zum bedarfsabhängigen Erzeugen eines im Wesentlichen senkrecht zur Magnetisierung der weichmagnetischen Schicht stehenden weiteren Magnetfelds vorgesehen sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Logikschaltungsanordnung, mit
mindestens einem magnetoresistiven Element, dem ein Leiter
mit mindestens zwei Signalanschlüssen zugeordnet ist, mittels
dem im stromdurchflossenen Zustand ein auf das magnetore
sistive Element einwirkendes Magnetfeld erzeugbar ist, mit
tels dem die Magnetisierung einer weichmagnetischen Schicht
des magnetoresistiven Elements umschaltbar ist.
Aus der Veröffentlichung "Programmable logic using giant
magnetoresistance and spin-dependent tunneling devices
(invited)" von William C. Black, Jr. and Bodhisattva Das,
Journal of applied physics, Band 87, Nr. 9 vom 01.05.2000,
ist eine feldprogrammierbare Logikschaltungsanordnung be
kannt, welche mehrere magnetoresistive Elemente und zugeord
nete Referenz-Elemente umfasst. Der Typ der Logikschaltung,
ob es sich also um eine Schaltung mit einer OR-, NOR-, AND-
oder NAND-Funktion handelt, wird durch entsprechende Pro
grammierung eingestellt, wozu man sich der harten und der
weichen Schicht der magnetoresistiven Elemente, also der Re
ferenz-Schicht, bedient, an die ein entsprechender Strom an
gelegt wird, der zur Ausrichtung derselben dient. Die Funk
tionsart wird durch die jeweilige Einstellung an einem magne
toresistiven Element sowie seinem zugeordneten Referenzele
ment definiert.
Zum einen ist die Art der Funktionsprogrammierung aufwendig,
zum anderen sind hierfür jeweils mindestens drei Elemente er
forderlich, um ein Logikgrundelement zu bilden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine feldprogram
mierbare Logikschaltung anzugeben, bei der auf einfache Weise
die Funktion eingestellt werden kann und wenige magnetore
sistive Elemente benötigt werden.
Zur Lösung dieses Problems ist bei einer Logikschaltungsan
ordnung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgese
hen, das Mittel zum bedarfsabhängigen Erzeugen eines im We
sentlichen senkrecht zur Magnetisierung der weichmagnetischen
Schicht stehenden weiteren Magnetfelds vorgesehen sind.
Das mit den erfindungsgemäß vorgesehenen Mitteln erzeugbare
Magnetfeld, das senkrecht zur Magnetisierung der weichmagne
tischen Schicht, die über das über den Leiter mit den Signal
anschlüssen erzeugbare Feld bei hinreichend hohem Magnetfeld
gedreht werden kann, steht, ist es mit besonderem Vorteil
möglich, die zum Drehen bzw. Umschalten der Magnetisierung
der weichmagnetischen Schicht erforderliche Koerzitivfeld
stärke zu verringern. Dies führt dazu, dass ein geringeres,
von den über den Leiter geführten Signalströmen erzeugbares
Magnetfeld zum Umschalten erforderlich ist. Der Drehprozess
in der magnetischen Schicht geschieht außerdem schneller als
das Umschalten bei der in der eingangs benannten Veröffentli
chung beschriebenen Logikschaltungsanordnung.
Ist kein senkrecht stehendes Magnetfeld vorhanden, so ist die
zum Umschalten erforderliche Koerzitivfeldstärke hoch. Um nun
die Magnetisierung zu drehen, müssen über beide Signalan
schlüsse Signale gegeben werden, so dass additiv ein hinrei
chend hoher Strom über den Leiter fließt, der ein hinreichend
hohes Magnetfeld erzeugt, das eine Feldstärke besitzt, die
gleich oder größer der Koerzitivfeldstärke ist. In diesem
Fall ist also eine AND-Logik realisiert. Wird nun das senk
recht stehende Magnetfeld erzeugt, so verringert sich die
Koerzitivfeldstärke. Zum Drehen ist es dann bereits ausrei
chend, wenn lediglich ein Signal und damit nur der halbe
Strom über den Leiter fließt, d. h., es ist ein niedrigeres
Magnetfeld zum Umschalten ausreichend. In diesem Fall wäre
eine OR-Funktion realisiert (da jedes der Signale individuell
zum Schalten ausreicht).
Die Erfindung nutzt mit besonderem Vorteil die Asteroid-
Schaltkurve der weichmagnetischen Schicht aus, die mit Hilfe
des bedarfsabhängigen senkrechten Magnetfelds erhalten wird,
um auf einfache Weise die Funktionsänderung der Logikschal
tungsanordnung zu realisieren. Denn je nachdem, ob nun dieses
senkrechte Magnetfeld anliegt oder nicht, ändert sich die
Hysteresekurve, die das Ummagnetisierungsverhalten der weich
magnetischen Schicht beschreibt, und damit auch die Funkti
onsweise der Schaltungsanordnung. Damit ist auf einfache Wei
se ein im einfachsten Ausführungsfall lediglich ein magneto
resistives Element umfassendes Logikgrundelement realisiert,
das je nach Bedarf und Anwendungsfall zwischen einer OR- und
einer AND-Funktion oder - je nachdem wie die Signaleingänge
und -ausgänge definiert sind bzw. die hartmagnetische Refe
renzschicht ausgerichtet ist - zwischen einer NOR- und einer
NAND-Funktion geschalten werden kann.
Zum Erzeugen des senkrecht stehenden Magnetfelds umfassen die
Mittel vorteilhaft einen bestrombaren weiteren Leiter. Je
nach gewünschter Logikfunktion wird dieser weitere Leiter
bestromt oder nicht. Der weitere Leiter ist zweckmäßigerweise
derart bemessen und angeordnet, dass das von ihm erzeugbare
Magnetfeld im Wesentlichen homogen auf das magnetoresistive
Element einwirkt, d. h., dass über die Fläche der weichmagne
tischen Schicht ein im Wesentlichen homogenes Magnetfeld an
liegt, so dass die Koerzitivfeldstärke gleichmäßig über die
weichmagnetische Schicht verringert werden kann.
Gemäß einer zweckmäßigen Erfindungsausgestaltung kann einem
oder mehreren magnetoresistiven Elementen ein magnetoresisti
ves Referenz-Element mit eigenem zugeordneten Mittel zugeord
net sein. Dieses Referenz-Element dient ausschließlich zu Re
ferenzzwecken, hinsichtlich der Feldprogrammierbarkeit, die
allein durch den bestrombaren weiteren Leiter erzielt wird,
trägt das Referenz-Element nichts bei. Gleichwohl ist ein Re
ferenz-Element zweckmäßig, um Widerstandsvariationen auf bzw.
über den Wafer auszugleichen.
Den Mitteln, also beispielsweise dem weiteren Leiter, ist
zweckmäßigerweise ein Schalt- oder Steuerelement zugeordnet,
über das die Erzeugung des weiteren Magnetfelds steuerbar
ist. Als ein solches Schalt- oder Steuerelement kann jedes
beliebige Element dienen, das es ermöglicht, dann wenn es er
forderlich ist einen Strom über den Leiter, der mit einer
entsprechenden Stromquelle verbunden ist, zu führen. Als ein
solches Schalt- oder Steuerelement kann zweckmäßigerweise
eine MRAM-Speicherzelle, also eine magnetic-random-access-
memory-Zelle verwendet werden, über deren Zustand der Bestro
mungsbetrieb des weiteren Leiters definiert wird. Zweckmäßi
gerweise wird ein Schalt- oder Steuerelement mit nicht flüch
tig gespeicherter Schalt- oder Steuerinformation verwendet.
Nach einer vorteilhaften Erfindungsausgestaltung kann vorge
sehen sein, dass die Mittel zum Erzeugen eines niedrigen
Bias-Magnetfelds, das im Wesentlichen kontinuierlich auf das
magnetoresistive Element einwirkt, und eines höheren Magnet
felds ausgebildet ist. Das Bias-Magnetfeld erniedrigt die
Koerzitivfeldstärke ebenfalls, jedoch nur gering, was dahin
gehend von Vorteil ist, als die Hysteresekurve "homogener"
wird. Man nähert sich einem idealen Schaltverhalten, das
Schalten ist schneller möglich. Das magnetoresistive Element
bzw. Referenz-Element wird also etwas vorgespannt. Demgegen
über ist das Eigentliche die Funktion der Logikschaltungsan
ordnung definierende Magnetfeld wesentlich höher und ernied
rigt die Koerzitivfeldstärke deutlich.
Zweckmäßig kann es ferner sein, wenn einem magnetoresistiven
Element - gleich welcher Art - ein Verstärkerelement zugeord
net ist, um das Ausgangssignal zu verstärken, so dass es als
Eingangssignal für andere Logikelemente benutzt werden kann.
Wie bereits beschrieben ermöglicht die erfindungsgemäße Lo
gikschaltungsanordnung den Aufbau eines Logikgrundelements
umfassend lediglich ein magnetoresistives Element mit zugeordnetem
Leiter und weiterem Leiter, die Beiordnung eines Re
ferenz-Elements ist optional. Die Einfachheit des Aufbaus er
möglicht infolgedessen den ebenfalls einfachen und wesentlich
kleineren Aufbau einer größeren Logikschaltungsanordnung, die
eine Vielzahl von array-artig angeordneten magnetoresistiven
Elementen, gegebenenfalls zugeordneten Referenz-Elementen,
mit zugeordneten Leitern und weiteren Leitern und gegebenen
falls Verstärkerelementen umfasst. Es können also auf einfa
che Weise feldprogrammierbare Logikarrays gebildet werden,
die zusammen mit integrierten Schaltungen eingesetzt werden
können.
Als magnetoresistive Elemente bzw. Referenz-Elemente können
zweckmäßigerweise GMR-(giant magnetoresistive) oder TMR-
(tunneling magnetoresistive)Elemente verwendet werden.
Ferner können die Mittel erfindungsgemäß mehrere weitere dem
magnetoresistiven Element zugeordnete, über- und/oder neben
einander liegende und elektrisch voneinander isolierte Leiter
umfassen, die zur Erzeugung des senkrecht wirkenden Magnet
felds gemeinsam bestromt werden.
Eine Erfindungsalternative zur Verwendung separater und elek
trisch bezüglich des magnetoresistiven Elements isolierter
weiterer Leiter sieht vor, dass als weitere Leiter die Strom
leitungen des magnetoresistiven Elements dienen. Das magneto
resistive Element wird im Betrieb mit einem Tunnelstrom be
aufschlagt. Die hierzu vorgesehenen Leitungen können zweckmä
ßigerweise auch als weitere Leiter zur Erzeugung dieses senk
rechten Magnetfelds dienen.
Schließlich kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die
hartmagnetische Referenzschicht eines magnetoresistiven Ele
ments über das bei Bestromung des Leiters mit den Signalan
schlüssen erzeugbare Feld im Bedarfsfall ummagnetisierbar
ist. Dies bietet die Möglichkeit, die Grundfunktion der Lo
gikschaltung zu ändern, die abhängig von der Ausrichtung der
Magnetisierung der Referenzschicht ist. Werden also über die
Signalanschlüsse hohe Ströme geführt, die natürlich deutlich
höher sein müssen als die normalen Signale, da sich beim nor
malen Betrieb die Referenzschichtmagnetisierung natürlich
nicht ändern darf, so ist es beispielsweise möglich, die
Schaltungsfunktion von einer "OR"- in eine "NAND"-Funktion zu
ändern.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung er
geben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbei
spielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer Logikschaltungsanordnung
einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine Prinzipskizze einer idealisierten Schaltkurve
eines magnetoresistiven Elements mit Asteroid-
Schaltverhalten, und
Fig. 3 eine zweite erfindungsgemäße Ausführungsform einer
Logikschaltungsanordnung mit Referenz-Element.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Logikschaltungsanordnung 1
bestehend aus einem magnetoresistiven Element 2, beispiels
weise einem GMR- oder einem TMR-Element. Dieses magnetore
sistive Element ist über geeignete Zuleitungen mit einem
Messstrom I0 bestrombar, wobei die Größe der abgreifbaren
Messspannungen abhängig davon ist, wie die Magnetisierung der
weichmagnetischen Schicht des magnetoresistiven Elements zur
Magnetisierung der hartmagnetischen Referenzschicht steht.
Die Grundfunktion eines GMR- oder TMR-Elements ist hinrei
chend bekannt, auf sie muss hier nicht näher eingegangen wer
den.
Elektrisch isoliert verläuft quer über dem magnetoresistiven
Element 2 ein ebenfalls bestrombarer Leiter 3, der im
bestromten Zustand ein Magnetfeld am Ort der weichmagnetischen
Schicht des magnetoresistiven Elements 2 erzeugt. Der
Strom IA/B im Leiter 3 addiert sich aus den Einzelströmen der
beiden Logikeingänge A und B, an die entsprechende Logiksig
nale gelegt werden können. Der Spannungsabfall U über dem
magnetoresistiven Element ist der logische Ausgang.
Der Strom-Spannungsverlauf eines magnetoresistiven Elements 2
folgt direkt aus der Hysteresekurve der weichmagnetischen
Schicht des magnetoresistiven Elements und nimmt im Idealfall
bei konstantem I0 zwei diskrete Werte an, die zur Definition
einer logischen "0" (U0) und einer logischen "1" (U1) dienen.
Das Grundprinzip bzw. der prinzipielle Verlauf ist in Fig. 2
anhand der ausgezogenen Hysteresekurve dargestellt.
Zwei diskrete Stromwerte der Logikeingänge A und B werden als
logische "1" (I(1)) und logische "0" (I(0)) definiert. Je
nachdem, bei welchen Stromkombinationen bzw. den sich daraus
ergebenden Strömen und damit Magnetfeldern über dem magneto
resistiven Element 2 die Ummagnetisierung der weichmagneti
schen Schicht und damit die Änderung der Spannung U von logi
scher "0" nach logischer "1" schaltet, definiert sich die Lo
gikschaltung als OR-, NOR-, AND- oder NAND-Funktion.
Sind I(0), I(1), U(0) und U(1) einmal global festgelegt, dann
definiert das Schaltverhalten und dabei konkret die Koerzi
tivfeldstärke Hc der weichmagnetischen Schicht des magnetore
sistiven Elements 2 die Funktion der logischen Schaltung. Ist
Hc klein, so dass bereits eine logische "1" an einem der Ein
gänge A, B genügt, um von U(0) nach U(1) zu schalten, so
liegt eine OR-Funktion vor (schaltet das Element von U(1)
nach U(0), so liegt eine NOR-Funktion vor). Ist Hc so groß,
dass an beiden logischen Eingängen eine logische "1" anliegen
muss, damit das über den Leiter 3 erzeugte Magnetfeld hinrei
chend groß ist, damit das magnetoresistive Element 2 ummagne
tisiert und damit die Spannung schaltet, so liegt eine AND-
Funktion vor (und entsprechend bei einem Umschalten von U(1)
nach U(0) eine NAND-Funktion).
Durch geeignete Variation der Koerzitivfeldstärke Hc der
weichmagnetischen Schicht des magnetoresistiven Elements 2
kann somit die Logikschaltung 1 in ihrer Funktion definiert
werden. Das Verhältnis der Koerzitivfeldstärke zur Höhe des
über einen der Eingänge A oder B anlegbaren Signalstroms bzw.
dem hierüber erzeugbaren Magnetfeld definiert also die Funk
tion.
Die Erfindung macht sich nun den Umstand zu Nutze, dass mit
tels eines senkrecht zur leichten magnetischen Richtung der
weichmagnetischen Schicht, die eine uniaxiale magnetische
Anisotropie aufweist, und deren Schaltverhalten durch eine
sogenannte Asteroid-Kurve charakterisiert wird, die Koerzi
tivfeldstärke betragsmäßig verkleinert werden kann. Material,
Geometrie und Dimensionen der weichmagnetischen Schicht des
magnetoresistiven Elements 2 sind so gewählt, dass das Ele
ment ein Asteroid-Schaltverhalten zeigt und die Koerzitiv
feldstärke in der leichten magnetischen Richtung durch ein
externes Magnetfeld verringert werden kann. Zu diesem Zweck
ist ein weiterer Leiter 4 vorgesehen, der oberhalb des magne
toresistiven Elements 2 und oberhalb des Leiters 3 und dazu
isoliert verläuft, und der ebenfalls über geeignete Zuleitun
gen mit einer Stromquelle 5 verbunden ist. Der Leiter 4 kann
aber ebenso auch unterhalb des Elements 2, oder auch zwischen
dem Element 2 und dem Leiter 3 angeordnet sein, solange Homo
genität gewahrt ist. Wird nun dieser weitere Leiter 4 be
stromt, so wird hierüber ein Magnetfeld erzeugt, das senk
recht zur Richtung der Magnetisierung der weichmagnetischen
Schicht des magnetoresistiven Elements 2 verläuft. Hierüber
wird die Koerzitivfeldstärke verringert. Dies bedeutet
gleichzeitig, dass aufgrund dieses zusätzlichen stromindu
zierten Magnetfelds auch die externe Feldstärke abnimmt, die
zum Ummagnetisieren erforderlich ist. Wird also bei Bestro
mung des weiteren Leiters 4 mit einem Strom IP ein senkrecht
stehendes Magnetfeld HP erzeugt, so kann die logische Funkti
on der Logikschaltungsanordnung 1 von einer AND- in eine OR-
Funktion durch das externe Magnetfeld umprogrammiert werden,
gleichermaßen ist eine Umprogrammierung von einer NAND- in
eine NOR-Funktion möglich, je nach Definition der Ein- und
Ausgänge.
Im Strom-Spannungs-Verlauf äußert sich dies dadurch, dass -
siehe idealisiert in Fig. 2 - die Hysteresekurve schmäler
wird. Die ausgezogene idealisierte Schaltkurve erhält man,
wenn IP = 0 gegeben ist. Wird ein Strom IP = I' über den weiteren
Leiter 4 geführt, so nimmt der erforderliche Umschaltstrom
ab, wie durch die gestrichelte Linie angegeben ist. Ist bei
der ausgezogenen Kurve noch die Summe beider an den Eingängen
A und B anliegenden Signale erforderlich (AND-Funktion), so
ist gemäß der gestrichelten Linie nur noch ein an einem der
Eingänge A oder B anliegendes Signal zum Umschalten vonnöten.
Die Information, ob der weitere Leiter 4 bestromt und damit
ein Magnetfeld HP angelegt werden soll oder nicht, wird über
ein Schalt- oder Steuerelement 6, im gezeigten Beispiel eine
M-RAM-Speicherzelle 7, vorgegeben. Ein Verstärkerelement 8
dient zur Signalverstärkung, um einen oder mehrere Logikein
gänge anderer Logikfunktionen ansteuern zu können.
Nachfolgend wird ein Beispiel gegeben, wie die logischen Ein-
und Ausgänge definiert werden können, um NAND-Funktion zu de
finieren:
Die logischen Eingänge sind definiert:
logische "1": I(1) = I*
logische "0": I(0) = -0.5I*
Die logischen Ausgänge sind definiert:
logische "1": U(1) = U1
logische "0": U(0) = U0.
Die logischen Eingänge sind definiert:
logische "1": I(1) = I*
logische "0": I(0) = -0.5I*
Die logischen Ausgänge sind definiert:
logische "1": U(1) = U1
logische "0": U(0) = U0.
Bevor eine logische Funktion ausgeführt wird ist das magneto
resistive Element 2 in einen definierten Ausgangszustand zu
bringen, wobei in diesem Ausführungsbeispiel an beide Eingän
ge eine logische 0 angelegt wird (reset-Funktion). Es liegt
also an beiden Eingängen ein Strom I(0) = -0.5I* an. Gemäß o
biger Definition und dem bezüglich Fig. 2 beschriebenen
Astroid-Schaltverhalten folgt, dass bei IP = 0 eine NAND-
Funktion vorliegt, bei IP = I' liegt eine NOR-Funktion vor.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsge
mäßen Logikschaltung 9. Diese entspricht insoweit der Logik
schaltung gemäß Fig. 1, jedoch ist hier ein zweites magneto
resistives Referenz-Element 2' vorgesehen, oberhalb welchem
ebenfalls elektrisch isoliert ein Leiter 3 verläuft, so dass
auch dieses Referenz-Element 2' mit einem Magnetfeld geschal
tet wird wie das eigentliche Messelement 2. Über das magneto
resistives Referenz-Element 2', bei dem ebenfalls ein kon
stanter Strom I(0) anliegt, wird gleichermaßen eine Referenz
spannung UR abgegriffen, die im Idealfall im Bereich Umax ≦ UR
≦ Umin liegt, wobei Umax, Umin der maximale bzw. minimale Span
nungsabfall am Element 2 bei Strom I(0) ist.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Erfindung eine
feldprogrammierbare Logikschaltungsanordnung angibt, die we
sentlich weniger Elemente benötigt und mithin auf einer ge
ringeren Fläche auf einem Wafer aufgebaut werden kann, weiter
kann sie auf einfache Weise jederzeit in ihrer Funktion umge
schalten werden. Das Umschalten findet in einem Rotationspro
zess statt, der eine schnellere Signalverarbeitung erlaubt.
Claims (14)
1. Logikschaltungsanordnung, mit mindestens einem magneto
resistiven Element, dem ein Leiter mit mindestens zwei Sig
nalanschlüssen zugeordnet ist, mittels dem im stromdurchflos
senen Zustand ein auf das magnetoresistive Element einwirken
des Magnetfeld erzeugbar ist, mittels dem die Magnetisierung
einer weichmagnetischen Schicht des magnetoresistiven Ele
ments umschaltbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, dass Mittel zum bedarfsabhängigen Erzeu
gen eines im Wesentlichen senkrecht zur Magnetisierung der
weichmagnetischen Schicht stehenden weiteren Magnetfelds (HP)
vorgesehen sind.
2. Logikschaltungsanordnung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, dass die Mit
tel mindestens einen bestrombaren weiteren Leiter (4) umfas
sen.
3. Logikschaltung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der weitere Leiter (4)
derart bemessen und angeordnet ist, das das von ihm erzeugba
re Magnetfeld im Wesentlichen homogen auf das magnetoresisti
ve Element (2) einwirkt.
4. Logikschaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass einem oder mehreren magnetoresistiven Elemen
ten (2) ein magnetoresistives Referenz-Element (2') mit eige
nem zugeordnetem Mittel zugeordnet ist.
5. Logikschaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass den Mitteln ein Schalt- oder Steuerelement
(6) zugeordnet ist, über das die Erzeugung des weiteren Mag
netfelds (HP) steuerbar ist.
6. Logikschaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass es ein Schalt- oder
Steuerelement mit nicht flüchtig gespeicherter Steuerinforma
tion ist.
7. Logikschaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das
Schalt- oder Steuerelement (6) eine MRAM-Speicherzelle (7)
ist.
8. Logikschaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Mittel zum Erzeugen eines niedrigen Bias-
Magnetfelds, das im Wesentlichen kontinuierlich auf das
magnetoresistive Element wirkt, und eines höheren Magnetfelds
ausgebildet sind.
9. Logikschaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass einem magnetoresistiven Element (2, 2') ein
Verstärkerelement (8) zugeordnet ist.
10. Logikschaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass sie eine Vielzahl von arrayartig angeordneten
magnetoresistiven Elementen (2) und gegebenenfalls Referenz-
Elementen (2') mit zugeordneten Leitern (3) und weiteren Lei
tern (4) und gegebenenfalls Verstärkerelementen (8) aufweist.
11. Logikschaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass das magnetoresistive Element (2) bzw. Refe
renz-Element (2') ein GMR- oder ein TMR-Element ist.
12. Logikschaltung nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Mittel mehrere weitere, dem magnetoresistiven Element (2) zugeordnete,
über- und/oder nebeneinander liegende und elekt
risch voneinander isolierte Leiter umfassen.
13. Logikschaltung nach einem der Ansprüche 2 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass als
weitere Leiter die Stromleitungen des magnetoresistiven Ele
ments dienen.
14. Logikschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die
hartmagnetische Referenzschicht eines magnetoresistiven Ele
ments über das bei Bestromung des Leiters mit den Signalan
schlüssen erzeugbare Feld im Bedarfsfall ummagnetisierbar
ist.
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|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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