DE10054016A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Strommessung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur StrommessungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung der Stärke eines durch einen Leiter (1) fließenden elektrischen Stroms, bei dem eine Komponente eines von diesem Strom erzeugten Magnetfelds erfaßt und daraus die Stromstärke ermittelt wird. Erfindungsgemäß wird eine frequenzabhängige Stromstärkemessung bei Gleich- und Wechselstrom erreicht durch folgende Schritte: DOLLAR A A1) Vorsehen wenigstens eines Schlitzes in einem Abschnitt (10) des Leiters (1); B1) Anbringen wenigstens eines von einer in Stromflußrichtung liegenden Längsmittelachse (M) des Schlitzes (11) beabstandeten Magnetfeldsensors (15, 16) innerhalb des Schlitzes (11); C1) Erfassen der vom fließenden Strom im Leiter verursachten Feldstärke einer Magnetfeldkomponente (Bz) innerhalb des Schlitzes (11) und Erzeugen eines entsprechenden Ausgangssignals durch den Magnetfeldsensor und D1) Ermitteln der Stromstärke im Leiter (1) aufgrund des vom Magnetfeldsensor (15, 16) erzeugten Ausgangssignals.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Messung der Stärke eines durch einen Leiter fließenden elek
trischen Stroms, bei dem bzw. bei der eine Komponente eines
von diesem Strom erzeugten Magnetfelds erfaßt und daraus die
Stromstärke ermittelt wird.
Für die Optimierung und Regelung der elektrischen Energie in
technischen Prozessen, im Haushalt und in Fahrzeugen benötigt
man die Information der Stromstärke. Komplexe Geräte, wie
Amperemeter, sind oft teuer und platzaufwendig und sollten
durch kompaktere und kostengünstigere Sensoren ersetzt
werden.
Die Stromstärke kann typischerweise auf zwei verschiedene
Weisen bestimmt werden:
- - Durch Messung eines Spannungsabfalls an einem in die Messleitung eingefügten Widerstand;
- - Durch Messung des vom stromdurchflossenen Leiter erzeugten Magnetfelds.
Im ersten Fall ist der Widerstand Teil des Stromkreises.
Störspitzen im Stromkreis, die Begrenzung des Messbereichs
durch maximal zulässige Verlustleistung des Messwiderstands
und die Rückwirkung auf den Stromkreis begrenzen den Einsatz
dieses Messverfahrens.
Im zweiten Fall ist das Sensorsignal galvanisch vom Strom
kreis getrennt. Bei Wechselstrom ist die einfachste Messung
mit Hilfe eines Transformators möglich, der den stromführenden
Leiter umgibt. Mit diesem Verfahren können keine Gleich
ströme gemessen werden. Um auch Gleichströme zu messen, kann
ein ringförmiger Kern aus weichmagnetischem Material mit
einem Luftspalt eingesetzt werden, in dem das Magnetfeld des
Stromleiters konzentriert wird. Mit Hilfe eines Hallsensors
im Luftspalt ist eine Strommessung möglich. Die Hallspannung
ist dabei proportional zum fließenden Strom. Der Magnetkern
muß dabei den Stromleiter umschließen. Dies führt zu Montage-
und Bauraumproblemen.
Lediglich zur Vollständigkeit sei noch die faseroptische
Strommessung erwähnt, die den Faraday-Effekt benutzt, durch
den sich die Polarisationsebene des durch eine Glasfaser
geführten Lichts unter der Wirkung eines durch den Strom
gebildeten Magnetfelds verdreht. Dieses Verfahren ist
besonders in Höchstspannungsanlagen interessant, scheitert
jedoch für kompakte und billige Strommessmodule, z. B. im
Fahrzeug und im Haushalt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrich
tung zur Messung der Stärke eines durch einen Leiter fließen
den elektrischen Stroms anzugeben, die eine kompakte, flache
Konstruktion, eine potentialfreie Strommessung, eine Gleich-
und Wechselstrommessung unabhängig von der Frequenz des zu
messenden Stroms, eine Minimierung von Störeinflüssen benach
barter Stromleiter sowie eine Reduzierung der Komponenten für
das Strommessmodul ermöglichen.
Zur Lösung der Aufgabe werden erfindungsgemäß zwei mögliche
Verfahren vorgeschlagen:
- - Bei einem erfindungsgemäßen Strommeßverfahren ist wenig stens ein einen Abschnitt des stromführenden Leiters durch setzender Schlitz und in diesem Schlitz wenigstens ein Magnetfeldsensor vorgesehen.
Das andere erfindungsgemäße Verfahren sieht in einem
Abschnitt des stromführenden Leiters kammzinkenartige Stege
aus Leitermaterial vor, die in Stromflussrichtung liegen, und
beabstandet von diesen kammzinkenartigen Stegen ist ein
Magnetfeldsensor angebracht.
Bei beiden Verfahren wird mit der Erfassung der vom
fließenden Strom verursachten Feldstärke einer Magnetfeldkom
ponente im Schlitz des Leiters bzw. im Abstand von den kamm
zinkenartigen Stegen durch den (die) Magnetfeldsensor(en) ein
Ausgangssignal erzeugt, das die Stromstärke im strom
durchflossenen Leiter angibt.
Die ausgewählten Stromleitergeometrien und Sensoranordnungen
erlauben eine Stromsensierung, die von der Stromfrequenz
nahezu unabhängig ist. Der Primärleiter kann als Runddraht,
Flachleiter, auf oder in einer Leiterplatte als auch als
Leiterbahn in Silicium und anderen Halbleitersubstraten
vorliegen. Das Stromleitermaterial kann Kupfer, Aluminium
oder jedes andere stromleitende Metall sowie auch Silicium,
Galliumarsenid, Indiumarsenid und andere
Halbleitermaterialien sein oder enthalten.
Die Stromleitergeometrie kann durch klassische Verfahren als
auch durch Mikromechanik- oder Halbleitertechnologie
realisiert werden. Im zweiten Fall ist auch eine Integration
einer Auswerteschaltung möglich. Für die Magnetfeldmessung im
stromdurchflossenen Leiter können Hallsensoren, LMT-, AMR-,
GMR-, TMR-, CMR-Sensoren und auch magnetooptische Sensoren
eingesetzt werden. Ferner ist eine Skalierung in der
Geometrie und im Strompegel möglich. Die technologische
Integration, hinsichtlich mechanischer, thermischer,
elektrischer und magnetischer Modularität bringt
Funktionsvorteile hinsichtlich Miniaturisierung, Kühlung,
Kalibrierung, neuer Einbauplätze, Sicherheit, Selbstdiagnose,
Abschirmung u. s. w. Die auf der Basis der erfindungsgemäßen
Verfahren vorgeschlagene modulare Strommeßvorrichtung ist
systemoptimiert und hat eine höhere Genauigkeit als aus
Einzelkomponenten zusammengebaute Meßvorrichtungen.
Wenn, wie in einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen,
im Schlitz zwei Magnetfeldsensoren symmetrisch beabstandet
zur Längsmittelachse des Schlitzes angebracht sind und die
Stromstärke aus der Differenz der Ausgangssignale der beiden
Magnetfeldsensoren ermittelt wird, können Störungen, die
durch benachbarte stromführende Leiter im Messergebnis
verursacht werden, durch die Differenzbildung augeschaltet
werden. Selbst eine leichte seitliche mechanische Verschie
bung des Sensorpaares würde das Differenzsignal nicht verän
dern. Ein homogenes Störfeld ist durch die Differenzbildung
im Signal nicht bemerkbar.
Nachstehend werden zwei alternative Ausführungsbeispiele des
erfindungsgemäßen Strommessverfahrens und der darauf
beruhenden Strommessvorrichtungen anhand der Zeichnung näher
beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch und perspektivisch einen Stromlei
ter mit Schlitz in einem x,y,z-Koordinatensystem.
Fig. 2 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße
Strommessvorrichtung, die zwei Magnetfeldsensoren in einem
Schlitz eines Leiters aufweist.
Fig. 3 zeigt graphisch die Verteilung einer Magnetfeldkompo
nente in z-Richtung innerhalb des Schlitzes bei Gleichstrom.
Fig. 4 zeigt graphisch die Feldverteilung einer Komponente
des Magnetfelds in z-Richtung innerhalb des Schlitzes bei ei
ner Stromfrequenz von 2 kHz.
Fig. 5 zeigt schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Strommessvorrichtung, bei der im
Abschnitt eines Leiters mit kammzinkenartigen Stegen ein
Magnetfeldsensor im Abstand von den Stegen angebracht ist.
Fig. 6 zeigt graphisch die Verteilung der Magnetfeldinduk
tion in 2 mm Höhe über dem mit den kammzinkenartigen Stegen
versehenen Leiterabschnitt gem. Fig. 5 in x-Richtung bei
Gleichstrom, und
Fig. 7 zeigt graphisch die Verteilung der Magnetfeldinduk
tion in 2 mm Höhe über dem mit den kammzinkenartigen Stegen
versehenen Leiterabschnitt gem. Fig. 5 in x-Richtung bei
einer Stromfrequenz von 2 kHz.
Ein stromdurchflossener Leiter in einer bestimmten Form und
Geometrie erzeugt eine eindeutige Magnetfeldverteilung. An
einem Meßpunkt außerhalb des Leiters ist die magnetische
Feldstärke proportional zur Stromstärke. Diese lineare Abhän
gigkeit gilt allerdings nur bei Gleichstrom. Fließt dagegen
Wechselstrom durch den Leiter, so verändert sich die Strom
verteilung innerhalb des Leiters abhängig von der Frequenz.
Durch den Skin-Effekt wird der Strom an die Leiteroberfläche
verdrängt. Diese Verdrängung ist umso größer, je höher die
Stromfrequenz ist. Die Änderung der Stromverteilung (der
Gesamtstrom bleibt derselbe) hat als Konsequenz, dass sich
auch die magnetische Feldstärke in einem Messpunkt außerhalb
des Leiters mit der Frequenz verändert. Damit ist die
Feldstärke im Messpunkt nicht nur von der Stromstärke,
sondern auch von der Frequenz abhängig.
Allerdings gibt es, wie schon erwähnt, bei zylindrischen
Leitern mit Hilfe eines um den Leiter gelegten ringförmigen
Kerns aus weichmagnetischem Material, der einen Luftspalt
aufweist, eine relativ frequenzunabhängige Strommessung.
Diese Lösung benötigt aber einen großen Bauraum.
Die Erfinder haben die Verteilung der Feldstärke eines durch
einen in einem Leiter fließenden Strom verursachten
Magnetfelds in einem in einem Leiter 10 eingebrachten Schlitz
11 untersucht (Fig. 1). Zur quantitativen Erfassung der
relevanten Größen ist in der Darstellung gemäß Fig. 1 ein
x,y,z-Koordinatensystem eingeführt, eine Mittellinie des
Schlitzes 11 in y-Richtung ist mit M bezeichnet und die
Stromflußrichtung im Leiter 10 ist die y-Richtung.
Die Fig. 3 und 4 zeigen jeweils mit den Kurven g(0) und
g(2) die Magnetfeldverteilung der Komponente Bz (in z-
Richtung) im Schlitz 11 jeweils bei der Stromstärke 7S0 A und
der Frequenz 0 kHz und bei 750 A und der Frequenz 3 kHz. In
Abszissenrichtung ist der Abstand im Schlitz in x-Richtung
und in Ordinatenrichtung die Komponente Bz des magnetischen
Feldes in z-Richtung aufgetragen.
Die beiden Graphen g(0) und g(2) zeigen, daß die Stärke der
in z-Richtung gerichteten Magnetfeldkomponente Bz entlang der
in y-Richtung liegenden Mittellinie M des Schlitzes 11 (bei
gegebenem Abstand im Schlitz in x-Richtung) bei
unterschiedlichen Frequenzen gleich sind, obwohl die
Stromdichteverteilungen unterschiedlich sind, d. h. daß die
Magnetfeldverteilung im Schlitz 11 entlang der Mittellinie M
des Schlitzes nahezu unabhängig von der Frequenz ist.
Daraus läßt sich folgern, daß es mindestens eine bevorzugte
Anordnung für die Form des Stromleiterabschnitts 10 und der
Schlitzes 11 und mindestens eine Ebene im Schlitz 11 gibt,
deren strombedingte Magnetfeldverteilung frequenzunabhängig
ist. In den Schlitz 11 können Sensoren eingefügt werden, die
das magnetische Feld messen. Die Leitergeometrie und -form,
die Anzahl der Sensoren, der Typ der Sensoren und die
gewählte Sensoranordnung sind von Systemanforderungen
bestimmt.
Grundsätzlich läßt sich mit einem von der Mittellinie M des
Schlitzes 11 in x-Richtung beabstandeten Sensor der Strom im
Leiter messen. Dabei würden allerdings durch benachbarte
stromführende Leiter verursachte Fremdfelder die Messung
stören.
Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Strommessvorrichtung weist zwei Magnet
feldsensoren 15 und 16 auf, die symmetrisch zur in y-Richtung
laufenden Mittellinie M beabstandet sind. Aus den
Ausgangssignalen der beiden Magnetfeldsensoren 15 und 16
lässt sich ein Differenzsignal bilden, das der zu
ermittelnden Stromstärke entspricht, unabhängig von der
Stromfrequenz und unempfindlich gegen homogene Störfelder
ist.
Bevorzugt sind die beiden Magnetfeldsensoren 15 und 16
Hallsensoren. Die zu messende Magnetfeldkomponente Bz steht
senkrecht zur Chipfläche der Hallsensoren. Selbst eine
leichte seitliche mechanische Verschiebung des Sensorpaares
würde das Differenzsignal der Sensoren 15, 16 nicht
verändern. Die möglichen eingesetzten Sensoren können LMT-,
AMR-, GMR-, TMR-, CMR- und magnetooptische Sensoren je nach
den Systemerfordernissen sein.
Fig. 5 zeigt perspektivisch ein zweites alternatives
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Strommessvorrichtung, bei dem im Abstand über (unter) einem
mit parallelen kammzinkenartigen Stegen 21, 22, 23 versehenen
Abschnitt 20 eines Leiters ein in x-Richtung gegenüber der in
y-Richtung (Stromflußrichtung) liegenden Mittellinie M des
Abschnitts 20 versetzter Magnetfeldsensor vorgesehen ist. In
diesem Ausführungsbeispiel ist ein AMR/GMR-Sensor über oder
unter dem Leiterabschnitt 20 einsetzbar. Die zu messende
Magnetfeldkomponente (in x-Richtung) liegt parallel zur
Chipfläche eines derartigen AMR/GMR-Sensors. Die Montage ist
unkritisch. Störfelder werden miterfaßt, und somit ist eine
Abschirmung der in Fig. 5 gezeigten Strommessvorrichtung in
dem Leiterabschnitt 20 sinnvoll.
Die Fig. 6 und 7 zeigen graphisch die Magnetfeldverteilung
über dem mit den parallelen kammzinkenartigen Stegen
versehenen Leiterabschnitt 20 bei einer Stromstärke von 750 A
jeweils bei einer Stromfrequenz von 0 kHz und einer
Stromfrequenz von 2 kHz, wobei für die Höhe des Sensors 50
über der Ebene des Leiterabschnitts 20 (z-Richtung) 2 mm
gewählt sind. Die beiden Graphen g(0) und g(2) zeigen, daß es
eine Anordnung des Sensors 15 gibt, bei der die
Feldverteilung des Magnetfelds in x-Richtung weitgehend
frequenzunabhängig ist.
Nach dem oben gesagten, gelten für das in Fig. 5 gezeigte
zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Strommessvorrichtung im wesentlichen dieselben Vorteile wie
für die erfindungsgemäße Strommessvorrichtung gemäß Fig. 2,
wobei in beiden Ausführungsformen eine potentialfreie
Sensierung des im Leiter fließenden Stroms unabhängig von der
Stromfrequenz möglich ist.
Für die bevorzugte Anwendung im Fahrzeug bzw. Kraftfahrzeug
ist es von Vorteil, daß sich die oben gezeigten Resultate
auch auf andere Formen und Geometrien erweitern lassen.
Rechnungen der Erfinder haben gezeigt, daß bei einer
Reduzierung der Geometrie um einen beliebigen Faktor die
Aussagen ihre Gültigkeit bewahren. Selbst eine Formänderung
der Schlitzschenkel oder kammzinkenartigen Stege von
rechteckigem, quadratischem, zylindrischen Querschnitt würde
das erfindungsgemäße Messprinzip nicht verändern.
Claims (12)
1. Verfahren zur Messung der Stärke eines durch einen Leiter
(1) fließenden elektrischen Stroms, bei dem eine Komponente
eines von diesem Strom erzeugten Magnetfelds erfaßt und
daraus die Stromstärke ermittelt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass zur frequenzunabhängigen
Stromstärkemessung folgende Schritte ausgeführt werden:
- 1. Vorsehen wenigstens eines Schlitzes (11) in einem Abschnitt (10) des Leiters (1);
- 2. Anbringen wenigstens eines von einer in Stromflußrich tung liegenden Längsmittelachse (M) des Schlitzes (11) beabstandeten Magnetfeldsensors (15, 16) innerhalb des Schlitzes (11);
- 3. Erfassen der vom fließenden Strom im Leiter verursachten Feldstärke einer Magnetfeldkomponente (Bz) innerhalb des Schlitzes (11) und Erzeugen eines entsprechenden Ausgangssignals durch den Magnetfeldsensor (15, 16); und
- 4. Ermitteln der Stromstärke im Leiter (I) aufgrund des vom Magnetfeldsensor (15, 16) erzeugten Ausgangssignals.
2. Strommessverfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass im Schritt A1) der Schlitz (11) so
angeordnet wird, dass er den Querschnitt des Leiterabschnitts
(10) quer zur Längsmittelachse (M) ganz durchsetzt und
symmetrisch zur in Stromflußrichtung (y) definierten
Längsmittelachse (M) des Schlitzes (11) liegt.
3. Strommessverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass in Schritt B1) zwei Magnetfeldsensoren
(15, 16) symmetrisch beabstandet zur Längsmittelachse (M) des
Schlitzes (11) angebracht werden und dass ein die Stromstärke
angebendes Signal in Schritt D1) aus der Differenz der
Ausgangssignale beider Magnetfeldsensoren (15, 16) ermittelt
wird.
4. Verfahren zur Messung der Stärke eines durch einen Leiter
(1) fließenden elektrischen Stroms, bei dem eine Komponente
(Bx)eines von diesem Strom erzeugten Magnetfelds erfaßt und
daraus die Stromstärke ermittelt wird, dadurch
gekennzeichnet, dass zur freguenzunabhängigen Stromstärke
messung folgende Schritte ausgeführt werden:
- 1. Vorsehen eines Leiterabschnitts (20) mit in Stromflußrichtung (y-Richtung) laufenden kammzinkenartigen parallelen Stegen (21, 22, 23) aus Leitermaterial;
- 2. Anbringen wenigstens eines von diesem Leiterabschnitt (20) beabstandeten Magnetfeldsensors (15), der ein AMR-, GMR ode LMT-Sensor sein kann, oberhalb oder unterhalb des die kammzinkenartigen Stege (21, 22) aufweisenden Leiterab schnitts (20);
- 3. Erfassen der vom fließenden Strom verursachten Feld stärke einer Magnetfeldkomponente oberhalb (unterhalb) der kammzinkenartigen Stege (21, 22, 23) und Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals durch den Magnetfeldsensor (15), und
- 4. Ermitteln der Stromstärke im Leiter (1) aufgrund des vom Magnetfeldsensor (15) erzeugten Ausgangssignals.
5. Strommeßverfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnetfeldsensor (15) etwa in einer bezogen auf die
in Stromflussrichtung (y) gemessene Länge des Leiterab
schnitts (20) mittleren Position liegt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterab
schnitt (10; 20) und der oder die Magnetfeldsenor(en) (15,
16) modulartig als Messeinheit gestaltet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
der oder die Magnetfeldsensor(en) (15, 16) wenigstens einen
Hallsensor aufweisen.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter
abschnitt (20) und der Magnetfeldsenor (15) modulartig als
Messeinheit gestaltet und gegen äußere Magnetfelder
abgeschirmt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Magnetfeldsensor (15) ein AMR-Sensor ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, dass eine die Stromstärke aus dem
Ausgangssignal bzw. den Ausgangssignalen der
Magnetfeldsensoren ermittelnde Auswerteschaltung in der
Meßeinheit integriert sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass der Leiterabschnitt (20) und der Schlitz
(11) oder die kammzinkenartigen Stege in ihrer Geometrie und
im Strommessbereich skalierbar sind, und daß ein
Strommessbereich von typisch 1 A bis 1500 A realisierbar ist.
12. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 für die Stromstärkemessung in in Fahrzeugen, insbesondere
Kraftfahrzeugen, geführten Leitern.
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