DE10054954A1 - Garofen mit Auszugsvorrichtung für Gargutträger - Google Patents
Garofen mit Auszugsvorrichtung für GargutträgerInfo
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Abstract
Teleskopauszugsvorrichtung für Gargutträger (5, 5') im Garraum (1) von Haushaltsbacköfen, wobei die in verschiedenen Backraumebenen bewegbaren Gargutträger unter Verwendung von in Führungen (4) über Kugel- oder Rollenlager verschiebbaren Teleskopschienen (6) aus dem Garraum (1) herausziehbar sind. Zwecks Aufrechterhaltung der Gleitfähigkeit der Kugel- oder Rollenlager auch nach einer Reinigung in einer Geschirrspülmaschine oder einer Pyrolyse sind die Kugeln oder Rollen aus einem selbstschmierenden, chemisch und thermisch beständigen Werkstoff.
Description
Die Erfindung betrifft eine Auszugsvorrichtung, insbesonde
re eine Teleskopauszugsvorrichtung, für wenigstens einen
Gargutträger in einem Garraum eines Garofens.
Es sind Haushaltsbacköfen bekannt, bei denen zur Halterung
der Gargutträger Teleskopauszüge eingesetzt werden, um die
Gargutträger möglichst leichtgängig und einzeln nach vorne
aus dem Garraum herausziehen zu können.
Aus DE 36 28 763 C2 ist ein solches Teleskopauszugssystem
für einen Haushaltsbackofen mit jeweils zwei Teleskopauszü
gen für mehrere, in verschiedenen Garraumebenen angeordne
ten Gargutträgern bekannt. Jeder Teleskopauszug besteht aus
zwei mittels sogenannter Kugelkäfige (Kugellager mit käfig
gelagerten Kugeln) aufeinander gleitend geführten Schienen,
wobei eine der Schienen ortsfest an zwei senkrecht an den
Seitenwandungen des Garraums (Backofenmuffel) angeordneten
und mittels Rändelschrauben lösbar mit diesen befestigten
Tragschienen der jeweiligen Garraumwandung gelagert ist.
Die Tragschienen weisen jeweils eine Mehrzahl von Ausspa
rungen auf, in welche jeweils die ortsfeste Schiene eines
Teleskopauszuges über Hakenansätze in unterschiedlichen Hö
hen wahlweise einhängbar ist. Die Kugelkäfige enthalten je
weils mehrere Kugeln aus Glas oder Bronze, die bei den im
Garraum während eines Garprozesses herrschenden Gartempera
turen temperaturbeständig sind. Bei den in DE 36 28 763 C2
offenbarten Teleskopauszügen sind die Kugelkäfige an den
beweglichen, aus dem Garraum herausziehbaren Schienen befe
stigt und werden beim Herausziehen mit diesen mitbewegt.
In einer anderen bekannten Ausführungsform eines Teleskop
auszugssystems für einen Garofen gemäß DE 39 22 843 A1 um
fassen Teleskopauszüge jeweils eine Führungsstange und ei
nen die Führungsstange kreuzförmig umgreifenden Rollen-
oder Kugel-Führungskäfig. Bei diesem bekannten Teleskopaus
zugssystem sind die Rollen- oder Kugellager an den dem Gar
raum zugewandten Seitenwänden des Garofens angebracht und
damit ortsfest zum Garraum, während die innerhalb der Rol
len- oder Kugelkäfige geführten Führungsstangen als beweg
liche Schienen (Teleskopschienen) zur Auflage von Gargut
trägern vorgesehen sind. Die Rollen- oder Kugelkäfige sind
hinter einer Schutzwand angeordnet; um die Käfige vor Ver
schmutzung zu schützen. Die Schutzwände können austauschbar
sein, während die Rollen- oder Kugelkäfige fest montiert
sind. Die Führungsstangen sind durch einen Schlitz in der
Schutzwand geführt.
Aus der DE 38 15 440 A1 ist eine Teleskopeinschubvorrich
tung zur Auflage von Gargutträgern, insbesondere für Back
öfen, bekannt mit einer an der Muffelseitenwand ortsfest
angebrachten inneren Schiene, einer auf der Innenschiene
über Rollen gelagerte mittlere Schiene und einer mit Hilfe
von Rollen auf der mittleren Schiene längs verschiebbar ge
lagerte äußeren Schiene. Da die innere Schiene in waagrech
te Lage ortsfest an der Seitenwand angebracht ist, sind
diese Doppelteleskopauszüge nicht aus dem Garraum entnehm
bar.
In den Kugelkäfigen oder Rollenlagern der bekannten Tele
skopauszüge muß, um einerseits Quietschgeräusche beim Bewe
gen des Gargutträgers zu verhindern und andererseits ein
leichtgängiges Gleiten zu erreichen, ein Schmiermittel,
z. B. ein spezielles, temperaturbeständiges Fett, vorgesehen
werden. Die bekannten Teleskopauszüge müssen allerdings bei
Haushaltsgaröfen (Haushaltsherden) mit einer pyrolytischen
Selbstreinigung (Pyrolyse), durch die alle Verunreinigungen
im Garraum bei, sehr hohen Temperaturen um etwa 500°C ver
schwelt werden, vor der Pyrolyse aus dem Garraum entfernt
werden, da die Schmiermittel bei den hohen Pyrolysetempera
turen nicht beständig sind.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Ga
rofen mit einer einfach herausnehmbaren Auszugsvorrichtung
für wenigstens einen Gargutträger zu schaffen.
Die Lösung dieser Aufgabe gemäß der Erfindung ist den Merk
malen des Anspruchs 1 zu entnehmen.
Die Führungen (Führungselemente) der Auszugsvorrichtung
(Auszugssystem) für einen oder mehrere in einen Gatraum
einbringbaren Gargutträger ist demnach mittels einer
Rastverbindung (Schnappverbindung, Klipsverbindung) an der
Garraumwandung befestigbar. Dadurch können die Führungen
der Auszugsvorrichtung unabhängig voneinander (einzeln) und
in einfacher Weise ohne Werkzeug an der Garraumwandung,
insbesondere an zwei gegenüberliegende Seitenwänden des
Garraumes, montiert und, beispielsweise zu Reinigungszwec
ken oder vor einer pyrolytischen Selbstreinigung des Gar
raumes, demontiert werden (lösbare Verbindung). Die
Rastverbindung hat den weiteren Vorteil, daß keine Schrau
ben erforderlich sind, deren Gewinde im Gatraum festkorro
dieren oder durch festgebrannte Verschmutzungen festkleben
("einfressen") und die überdies auch beim Demontieren ver
loren gehen können. Eine Rastverbindung ist dadurch gekenn
zeichnet, daß zum Einrasten eine bestimmte Einrastkraft zum
Aufformen einer zunächst zu kleinen Verbindungsstelle gegen
eine rückstellende Kraft erforderlich ist und nach dem Ein
rasten unter der Wirkung der rückstellenden Kraft eine sta
bile und kraftschlüssige, zumindest aber formschlüssige
(z. B. durch Kerbwirkung), Verbindung hergestellt ist. Die
mit den Rastverbindungsmitteln (Rastbefestigungsmittel) be
festigte Auszugsvorrichtung ist deshalb, im Gegensatz zu
einer einfach eingehängten Ausführung wie beim Stand der
Technik, unabhängig von der Schwerkraft gehalten, so daß
sie auch beim Drehen des Garofens, beispielsweise beim
Transport, nicht herausfallen und die, insbesondere email
lierte, Garraumwandung beschädigen kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des Gegen
standes der Erfindung sind in den vom Anspruch 1 abhängigen
Ansprüchen angegeben.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die einer
Führung zugeordneten Rastverbindungsmittel wenigstens zwei,
vorzugsweise in der Auszugsrichtung versetzt zueinander an
geordnete, Rastpaare aus jeweils zwei miteinander korre
spondierenden Rastelementen, wobei eines der Rastelemente
jedes Rastpaares mit der Führung, lösbar oder vorzugsweise
unlösbar, verbunden ist und das andere Rastelement, lösbar
oder vorzugsweise unlösbar, mit der Garraumwandung verbun
den ist. Dies ermöglicht eine stabile Befestigung an je
weils zwei Befestigungspunkten, wobei die Garraumwandung
nur an verhältnismäßig kleinen Flächen mit Befestigungsele
menten behaftet ist und zugleich die zur Befestigung erfor
derlichen Rastkräfte klein gehalten werden können. Natür
lich kann aber auch nur ein Rastelementepaar pro Führung
vorgesehene sein, das für die statische Sicherheit der Aus
zugsvorrichtung hinreichend großflächig ausgebildet ist.
Eines der beiden korrespondierenden Rastelemente eines
Rastpaares weist nun in einer vorteilhaften Ausführungsform
wenigstens einen Rastzapfen (Rastnase) oder Rastkopf auf,
während das jeweils andere Rastelement dieses Rastpaares
für jeden Rastzapfen oder Rastkopf eine angepaßte Rastauf
nahme (Halterung) aufweist. Es kann nun an jedem Rastele
ment nur ein Rastzapfen oder Rastkopf vorgesehen sein, der
dann im allgemeinen einen sich über seine Rastlänge ändern
den Querschnitt aufweist, oder auch mehrere zusammenwirken
de Rastzapfen oder Rastköpfe. Es können aber auch zwei ein
ander zugewandte Rastzapfen oder Rastköpfe am einen Raste
lement und zwei korrespondierende Rastaufnahmen am anderen
Rastelement vorgesehen sein, so daß insbesondere eine klau
en- oder greiferartige Verrastung verwirklicht ist, die
sich durch eine symmetrische Halterung der Führung aus
zeichnet.
Da zumindest eines der Rastelemente beim Herstellen oder
Lösen der Rastverbindung seine Position oder Gestalt ändern
muß, kann das Rastelement aus einem bei einer vorgegebenen
Rastkraft hinreichend elastisch verformbar sein. Vorzugs
weise ist aber wenigstens eines der Rastelemente mit einem
Federelement (elastischen Element) verbunden oder an einem
solchen Federelement ausgebildet, wobei sich das Federele
ment bei dem Eindrücken zu Beginn des Herstellens oder Lö
sens der Rastverbindung elastisch verformt und am Ende des.
Herstellens oder Lösens der Rastverbindung sich wieder zu
mindest überwiegend elastisch zurückformt. Es kann nun eine
elastische Rückstellkraft in der Verformungsendstellung
nach dem Einrasten verbleiben, um einen Kraftschluß zu er
zielen.
In einer besonderen Ausführungsform sind die Rastelemente
in einer im wesentlichen senkrecht zur Garraumwandung ge
richteten Rastrichtung ineinander verrastbar. Dies ermög
licht eine platzsparende Anordnung und eine ergonomisch
günstige Befestigung der Führungen an der Garraumwandung.
Die Kompaktheit kann zusätzlich dadurch gesteigert werden,
daß die mit den Führungen verbundenen Rastelemente jeweils
an einer der Garraumwandung zugewandten Rückseite der Füh
rungen angeordnet sind und deshalb nicht notwendigerweise
über die Ränder der Führungen hinausragen müssen. Dadurch
ergibt sich eine übersichtliche Anordnung der Führungen im
Garraum ohne vertikal verlaufende Tragelemente.
Die mit der Garraumwandung verbundenen Rastelemente können
in einer Ausführungsform an der dem Gar raum zugewandten In
nenseite der Garraumwandung angeordnet sein, insbesondere
in einer Einbuchtung der Garraumwandung, damit sie im Gar
raum nicht hinderlich sind. In dieser Ausführung sind keine
Öffnungen in der Garraumwandung erforderlich.
In einer anderen Ausführungsform weist die Garraumwandung
Öffnungen zum Durchführen der mit den Führungen verbunde
nen Rastelemente auf und die mit der Garraumwandung verbun
denen Rastelemente sind an der vom Garraum abgewandten Au
ßenseite der Garraumwandung angeordnet. Dies hat den Vor
teil, daß die Rastelemente nicht den Platz im Garraum ver
mindern. Die mit der Garraumwandung verbundenen Rastelemen
te können dann insbesondere im wesentlichen gasdichtend
sein. Es kann aber auch gesonderte Dichtungen zum Abdichten
der Öffnungen verwendet werden.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind an
der Garraumwandung in wenigstens zwei verschiedenen Garrau
mebenen Rastelemente angeordnet, so daß nach Verrasten ent
sprechender Führungen Gargutträger in mehreren Ebenen des
Garraumes einschiebbar und herausziehbar sind. Es kann nun
in jeder Ebene ein eigener Satz (üblicherweise ein Paar)
von Führungen unverwechselbar montiert werden. Vorzugsweise
ist jedoch dieselbe oder eine identische Führung zugleich
in mehreren Garraumebenen montierbar durch entsprechende
Anordnung und Ausbildung der Rastelemente an der Garraum
wandung. Dazu sind insbesondere an der Garraumwandung zu
einander identische Rastelemente in Normalenrichtung zu den
Garraumebenen übereinander (spaltenweise) angeordnet.
Die Führungen für die Gargutträger können nun Teleskopaus
züge oder auch nur einfache Kulissenführungen sein. Es kön
nen in einem Garraum auch beide Typen von Führungen vorhan
den sein.
In einer Ausführung als Teleskopauszüge umfaßt jede Führung
ortsfest an der Garraumwandung angeordnete Schienen (Füh
rungsschienen) und darin oder darauf mittels. Kugellagern
oder Rollenlagern oder Gleitlagern geführte und aus dem
Garraum wenigstens teilweise herausziehbare Teleskopschie
ne, auf oder an denen ein Gargutträger auflegbar bzw. befe
stigbar ist. Zwei an gegenüberliegenden Wänden der Garraum
wandung angeordnete Teleskopschienen können über Verbin
dungsmittel miteinander verbunden oder verbindbar sein, der
art, daß die Teleskopschienen nur gemeinsam herausziehbar
und einschiebbar sind.
In einer einfachen Ausführung als Kulissenführung umfaßt
jede Führung zwei im wesentlichen parallel verlaufende Be
grenzungen, zwischen denen der Gargutträger in seinem Rand
bereich geführt ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung
dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispielen näher be
schrieben.
Es zeigen jeweils in einer schematischen Darstellung:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Garofens
mit aufgeklappter Garofentür und eingesetzter
Auszugsvorrichtung mit nach vorne herausgezo
genen Gargutträgern,
Fig. 2 eine Garofenmuffel mit einem Teleskopkasten
auszug für einen Gargutträger in einer per
spektivischen Darstellung,
Fig. 3 einen rollengelagerten, an der Garraumwandung
mit einem Rastkopf verrasteten Teleskopauszug
in einem Querschnitt und.
Fig. 4 einen kugelgelagerten, an der Garraumwandung
mit einer Rastklaue verrasteten Teleskopaus
zug in einem Querschnitt.
Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 1 bis 4 mit
denselben Bezugszeichen versehen.
Gemäß Fig. 1 ist in einem Garraum (Backofenraum) 1 eines Ga
rofens (Back- und Bratofens) 2 eine Auszugsvorrichtung für
in den oder aus dem Garraum 1 in verschiedenen Ebenen und
unabhängig voneinander ein- bzw. ausfahrbare Gargutträger
5, 5' angeordnet. Die Auszugsvorrichtung umfaßt für jeweils
einen Gargutträger 5, 5' zwei an gegenüberliegenden Seiten
wandungen 3 und 3' in einer horizontalen Garraumebene ange
ordnete längliche (lineare) Führungsschienen 4 für zugehö
rige Teleskopschienen 6. In jeder der relativ zum Garraum 1
ortsfesten Führungsschienen 4 ist eine der Teleskopschienen
6 über in Fig. 1 nicht sichtbare Wälzlager (Kugellager oder
Rollenlager) gelagert und axial (linear) im wesentlichen
parallel zur zugehörigen Garraumebene und zur zugeordneten
Seitenwandung 3 bzw. 3' verschiebbar. Auf die beiden Tele
skopschienen 6 ist der zugehörige Gargutträger 5, 5' frei
auflegbar und wird durch an den vorderen Ende der Tele
skopschienen 6 angeordnete Anschläge 61 und gegebenenfalls
durch zusätzliche Begrenzungen wie beispielsweise Stifte
und korrespondierende Löcher relativ zu den Schienen 6 fi
xiert. In einer nicht dargestellten Abwandlung können die
Gargutträger 5, 5' auch permanent mit den zugehörigen Schie
nen 6 verbunden sein. Durch diese Maßnahmen ist jeder Gar
gutträger 5, 5' individuell aus dem Garraum 1 um einen durch
den Ausziehweg der Schienen 6 relativ zu den Führungsschie
nen 4 abhängigen Weg herausziehbar. In Fig. 1 sind beide
dargestellten Gargutträger 5 und 5' bei geöffneter Garraum
tür 20 jeweils ein Stück weit aus dem Garraum 1 herausgezo
gen.
Die Führungsschienen 4 sind jeweils an der zugehörigen Sei
tenwandung 3 oder 3' über in Fig. 1 nicht sichtbare Rastver
bindungsmittel 18 an wenigstens zwei Punkten lösbar befe
stigt. Durch Lösen der Rastverbindungsmittel 18 können die
Führungsschienen 4 zusammen mit den darin befindlichen Te
leskopschienen 6 aus dem Garraum 1 herausgenommen werden,
insbesondere zu Reinigungs- oder Kundendieristzwecken.
Die konkrete Gestalt von Teleskopschienen 6 und zugehörigen
Führungsschienen 4 kann in vielfältiger Weise gewählt wer
den. Bevorzugt ist eine wenigstens weitgehend geschlossene
Ausführungsform, bei der die bewegliche Schiene (Tele
skopschiene) von der Führungsschiene gegen Einwirkungen von
außen weitgehend abgeschirmt ist.
Fig. 2 zeigt eine Garofenmuffel 11 eines nicht weiter darge
stellten Garofens. Die Garofenmuffel 11 weist einen von ei
ner Muffelwandung 12 umschlossenen Garraum 1 auf, in den
durch eine an der Vorderseite vorgesehene Beschickungsöff
nung 13 Gargut einbringbar ist. Das Gargut ist auf einen
Gargutträger 5 auflegbar, im gezeigten Ausführungsbeispiel
ein wannenförmiges Backblech. Der Gargutträger 5 ist über
zwei an den beiden Seitenwänden 3 und 3' der Garöfenmuffel
11 über Rastverbindungsmittel 18 rastend befestigte Tele
skopauszüge, aus dem Garraum 1 herausziehbar und wieder ein
schiebbar. Jeder Teleskopauszug umfasst eine an der Seiten
wand 3 der Garofenmuffel 11 befestigte Führungsschiene 4
und eine darin axial Verschiebbare Teleskopschiene 6. Die
beiden Teleskopschienen 6 sind über wenigstens eine Quer
verbindung 60 miteinander gekoppelt; so daß sie nur gemein
sam herausgezogen oder eingeschoben werden können. Der Gar
gutträger 5 ist nun mit seinen seitlichen Rändern auf den
beiden Teleskopschienen 6 aufgelegt und kann zusätzlich
auch auf der Querverbindung 60 abgestützt sein. In der
Querverbindung 60 ist ein Handgriff 62 zum leichteren Her
ausziehen des Gargutträgers 5 vorgesehen. Vorzugsweise kann
auch an der hinteren Seite der Teleskopschienen 6 eine
Querverbindung vorgesehen sein, so daß ein kastenförmiger
Auszug für den Gargutträger 5 gebildet ist. Das gemäß Fig. 2
gezeigte Ausführungsbeispiel einer Auszugsvorrichtung hat
den Vorteil, daß die Führungsschienen 6 immer in der zum
Auflegen des Gargutträgers 5 richtigen Position angeordnet
sind, während sie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 unab
hängig voneinander bewegbar sind und dadurch auch erst in
zueinander parallel gegenüberliegenden Positionen gebracht
werden müssen, um den Gargutträger 5 aufzulegen. Der Gar
gutträger 5 muß nicht frei auflegbar sein, sondern kann
auch fest mit den Teleskopschienen 6 und/oder den Querver
bindungen 60 verbunden sein.
Die Fig. 3 zeigt in einem Querschnitt einen Teil eines Tele
skopauszuges für einen Gargutträger in einem Garofen. Der
Teleskopauszug umfaßt eine mittels Rollenlager in einer
Führungsschiene 4 geführte Teleskopschiene 6. Von den Rol
lenlagern ist nur eine über einen Lagerbolzen 70 in einer
Öffnung der Teleskopschiene 6 drehbar gehaltene Rolle 7
dargestellt. Sowohl die Teleskopschiene 6 als auch die Füh
rungsschiene 4 umfassen ein Profilteil, beispielsweise aus
einem korrosionsfreien oder mit einer korrosionsbeständigen
Beschichtung wie beispielsweise Chrom versehenen Stahl
blech, mit einem im wesentlichen U-förmigen Querschnitt.
Die offenen Seiten der U-förmigen Profilteile sind einander
zugewandt. Die zueinander höhenversetzt und klauenartig in
einandergreifende Führungsschiene 4 und korrespondierende
Teleskopschiene 6 können zur Versteifung des Bleches axial
in ihrer Längsrichtung verlaufende Nuten 47 bzw. 67 aufwei
sen. Seitlich von einem Grundbereich 48 der Führungsschiene
4, in dem die Nuten 47 gebildet sind, stehen nach innen ein
oberer Führungsbereich 40 und ein unterer Führungsbereich
41 ab. Beide Führungsbereiche 40 und 41 sind zur inneren
Fixierung oder Begrenzung der Rolle 7 nach innen gebogen.
Die Rolle 7 läuft auf der mit der Innenseite des unteren
Führungsbereiches 41 gebildeten Lauffläche. Ferner wird die
Rolle 7 an ihrer von der Teleskopschiene 6 abgewandten Sei
te durch die ausgestellten, den Nuten 47 gegenüberliegenden
Innenflächen des Grundbereichs 48 der Führung 4 räumlich
begrenzt. Ebenso wird eine zweite, nicht dargestellte Rolle
von der den Nuten 67 gegenüberliegenden Innenseite des
Grundbereiches 68 der Teleskopschiene 6, sowie von den um
gebogenen Enden des oberen Schienenbereichs 65 und des un
teren Schienenbereichs 66 in ihren Bewegungsfreiheitsgraden
beschränkt. Die Nuten 47 und 67 dienen somit auch zur Füh
rung der Rollen (7). Über die Rollen (7) ist somit die Te
leskopschiene 6 an der Führungsschiene 4 rollbar und in ei
ner parallel zu den Längsrichtungen der Schienen verlaufen
den Verschieberichtung axial in beide Richtungen verschieb
bar.
An der Führungsschiene 4 ist ein Rastelement 9 befestigt,
vorzugsweise verschweißt oder verlötet. Das Rastelement 9
weist an der mit der Führungsschiene 4 verbundenen Seite
ein Fußelement 91 und an der von der Führungsschiene 4 ab
gewandten Seite einen Rastkopf 90, der im dargestellten
Ausführungsbeispiel eine kugelförmige Gestalt hat, jedoch
auch eine andere Gestalt aufweisen kann, und dazwischen ei
nen Übergangsbereich 92 mit einem geringeren Querschnitt
als das Fußelement 91 und der Rastkopf 90 auf. An einer
Garraumwandung, insbesondere Seitenwandung (Muffelwandung)
3' ist nun ein zum Rastelement 9 der Führungsschiene 4 kor
respondierendes Rastelement (Rastaufnahme) 17 befestigt,
mit dem der Rastkopf 90 rastend und damit lösbar verbunden
ist. Das Rastelement 17 weist einen Aufnahmebereich 16 auf,
der den Rastkopf 90 im eingerasteten Zustand aufnimmt und
formschlüssig hält, und einen Federbereich 15, der beim
Einrastvorgang (oder Entrastvorgang) federnd nachgibt, da
mit eine in einem Einführbereich 19 des Rastelements 17 ge
bildete Öffnung, die im entspannten Zustand des Rastele
ments 17 einen geringeren Querschnitt aufweist als der
Rastkopf 90, sich beirrt Einführen des Rastkopfes 90 in der
mit R bezeichneten Rastrichtung (Befestigungsrichtung, Ein
führrichtung) aufweiten kann. Sobald der Rastkopf 90 in die
Aufnahme 16 eingeführt ist, federt der Federbereich 15 mit
dem Einführbereich 19 zurück und die Innenwand des Einführ
bereichs 19 umschließt den Übergangsbereich 92 des Rastele
ments 9, so daß eine stabile Halterung des Rastelements 9
in dem Rastelement 17 gewährleistet ist.
Zum Herstellen der mit den beiden Rastelementen 9 und 17
gebildeten Rastverbindung 18 ist in der Seitenwandung 3'
eine Öffnung 30 vorgesehen, die nach außen durch den gas
dicht mit der Muffelwandung 3' verbundenen Federbereich 15
des Rastelements 17 abgedichtet ist.
Die dargestellte Ausgestaltung der beiden Rastelemente 9
und 17 ist nur beispielhaft und kann auf verschiedenste
Weise modifiziert werden. Beispielsweise kann das Fußele
ment 91 der Größe der Öffnung 30 angepaßt werden und zu
gleich das Rastelement 17 etwas nach außen verschoben wer
den, so daß das Fußelement 91 relativ paßgenau in die Öff
nung 30 eingefügt wird und dadurch eine zusätzliche Halte
funktion erzielt wird. Die Rastrichtung R für die Ein
rastbewegung der beiden Rastelemente 9 und 17 ist vorzugs
weise senkrecht zur Garraumwandung 3' gerichtet. Das Fuße
lement 91 des Rastelements 9 dient zugleich als Abstandhal
ter zum Halten eines Abstandes zwischen der Führungsschiene
4 und der Seitenwandung 3'. In einer nicht dargestellten
Abwandlung kann die Führungsschiene 4 aber auch an der Sei
tenwandung 3' anliegen.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei der das der Seiten
wandung 3' zugeordnete Rastelement 17' an der Innenseite
der Seitenwandung 3' angeordnet ist. Das Rastelement 17'
weist zwei im wesentlichen senkrecht zur Seitenwandung 3'
verlaufende Federarme 58 auf; an deren Enden zwei nach in
nen ragende Rastzapfen (Rastnasen) 54 angeordnet sind. Die
mit 4' bezeichnete Führungsschiene des Teleskopauszuges
weist an einem oberen Führungsbereich 40' und einem unteren
Führungsbereich 41' jeweils eine Rastaufnahme 95 auf mit
einer Rastöffnung 94, in die jeweils ein Rastzapfen 54 des
Rastelements 17' einrastet. Die Rastaufnahme 95 weist an
der der Seitenwandung 3' zugewandten Seite eine schrägver
laufende Flanke 96 auf, die das Aufbiegen der Federarme 58
mit dem Rastzapfen 54 erleichtert. Die bewegliche Tele
skopschiene 6' weist einen innerhalb der Führungsschiene 4'
mittels vier Kugeln 52 eines Kugellagers (Kugelkäfig) ge
führte sternförmigen Bereich 55 sowie einen im wesentlichen
flachen Auflagebereich 53 zum Auflegen eines Gargutträgers
5 auf. Die Rückseite 48' der Führungsschiene 4' liegt zur
zusätzlichen Abstützung im eingerasteten Zustand an der In
nenseite des Rastelements 17' an. Das Rastelement 17' dient
auch in dieser Ausführungsform gemäß Fig. 4 als Abstandhal
ter zur Seitenwandung 3'.
Neben den in Fig. 3 und 4 gezeigten Möglichkeiten einer Rol
lenlagerung bzw. einer Kugellagerung der Teleskopauszüge
ist natürlich auch eine Gleitlagerung möglich. Die Telesko
pauszugsvorrichtungen gemäß den Fig. 3 und 4 können in jeden
der in Fig. 1 und 2 gezeigten Garofenmuffeln bzw. Garofen
vorgesehen und eingesetzt werden. In allen Ausführungsfor
men kann selbstverständlich in kinematischer Umkehrung die
Führungsschiene 4 herausfahrbar und die Teleskopschiene 6
ortsfest zum Garraum 1 sein. Überdies sind im allgemeinen
auch Anschläge oder dergleichen als Auszugsbegrenzungen zum
Begrenzen der Relativbewegung zwischen Führungsschiene 4
und Teleskopschiene 6 vorgesehen.
Claims (16)
1. Garofen umfassend einen Garraum (1) mit einer Garraum
wandung und eine Auszugsvorrichtung für wenigstens ei
nen in dem Garraum anordenbaren Gargutträger (5, 5')
mit Führungen (4), mittels der der Gargutträger aus den
Garraum wenigstens teilweise herausziehbar ist, und
Rastverbindungsmitteln zum lösbaren Befestigen der Füh
rungen an der Garraumwandung.
2. Garofen nach Ansprüch 1, bei dem die einer Führung zu
geordneten Rastverbindungsmittel wenigstens zwei, vor
zugsweise in der Auszugsrichtung versetzt zueinander
angeordnete, Rastpaare aus jeweils zwei miteinander
korrespondierenden Rastelementen aufweisen, wobei eines
der Rastelemente jedes Rastpaares mit der Führung, vor
zugsweise unlösbar, verbunden ist und das andere Raste
lement, vorzugsweise unlösbar, mit der Garraumwandung
verbunden ist.
3. Garofen nach Anspruch 2, bei dem wenigstens eines der
Rastelemente mit einem Federelement verbunden oder an
einem Federelement ausgebildet ist, wobei sich das Fe
derelement zu Beginn des Herstellens oder Lösens der
Rastverbindung elastisch verformt und am Ende des Her
stellens oder Lösens der Rastverbindung sich wieder zu
mindest überwiegend elastisch zurückverformt.
4. Garofen nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, bei dem die
Rastelemente in einer im wesentlichen senkrecht zur
Garraumwandung gerichteten Rastrichtung ineinander ver
rastbar sind.
5. Garofen nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem eines
der beiden korrespondierenden Rastelemente eines Rast
paares wenigstens einen Rastzapfen oder Rastkopf umfaßt
und das jeweils andere Rastelement für jeden Rastzapfen
oder Rastkopf eine angepaßte Rastaufnahme aufweist.
6. Garofen nach Anspruch 5, bei dem eines der beiden kor
respondierenden Rastelemente eines Rastpaares zwei ein
ander zugewandte Rastzapfen oder Rastköpfe umfaßt und
das jeweils ändere Rastelement zwei korrespondierende
Rastaufnahmen aufweist.
7. Garofen nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei dem die
mit den Führungen verbundenen Rastelemente jeweils an
einer der Garraumwandung zugewandten Rückseite der Füh
rungen angeordnet sind.
8. Garofen nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei dem die
mit der Garraumwandung verbundenen Rastelemente an der
dem Garraum zugewandten. Innenseite der Garraumwandung
angeordnet sind.
9. Garofen nach Anspruch 8, bei dem die mit der Garraum
wandung verbundenen Rastelemente in einer Einbuchtung
der Garraumwandung angeordnet sind.
10. Garofen nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei dem die
mit der Garraumwandung verbundenen Rastelemente an der
vom Garraum abgewandten Außenseite der Garraumwandung
angeordnet sind und die Garraumwandung in diesem Be
reich eine Öffnung zum Durchführen der mit den Führun
gen verbundenen Rastelemente aufweist.
11. Garofen nach Anspruch 10, bei dem die mit der Garraum
wandung verbundenen Rastelemente im wesentlichen gas
dichtend ausgebildet und angeordnet sind.
12. Garofen nach einem der Ansprüche 2 bis 11, bei dem an
der Garraumwandung in wenigstens zwei verschiedenen
Garraumebenen Rastelemente angeordnet sind.
13. Garofen nach Anspruch 12, bei der dieselbe Führung in
wenigstens zwei verschiedenen Garraumebenen an der Gar
raumwandung mittels der korrespondierenden Rastelemente
lösbar befestigbar ist.
14. Garofen nach Anspruch 13, bei der an der Garraumwan
dung, in Normalenrichtung zu den Garraumebenen überein
ander zueinander identische Rastelemente angeordnet
sind.
15. Garofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
dem wenigstens ein Teil der Führungen Führungsschienen
(4) und darin oder darauf mittels Kugellagern oder Rol
lenlagern oder Gleitlagern geführten und aus dem Gar
raum wenigstens teilweise herausziehbaren Tele
skopschiene (6), auf oder an denen ein Gargutträger
auflegbar bzw. befestigbar ist, umfaßt
16. Garofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
dem wenigstens ein Teil der Führungen zwei im wesentli
chen parallel verlaufende Begrenzungen aufweist, zwi
schen denen der Gargutträger in seinem Randbereich ge
führt ist.
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