DE10055258C1 - Fadenabschneider - Google Patents

Fadenabschneider

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DE10055258C1 DE10055258A DE10055258A DE10055258C1 DE 10055258 C1 DE10055258 C1 DE 10055258C1 DE 10055258 A DE10055258 A DE 10055258A DE 10055258 A DE10055258 A DE 10055258A DE 10055258 C1 DE10055258 C1 DE 10055258C1
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Abstract

Ein Fadenabschneider zum Einsatz in einer Nähmaschine mit rotierendem Greifer (12) besitzt einen Umfangsnocken (16), der im Zusammenwirken mit einem Nockenfolger (58) die Bewegungsbahn eines schwenkbaren Fadenfängerhebels (26) steuert, der mit einem Fadenfänger (30, 36) den Faden greift und an einem Messer (82) durchtrennt. Bei bekannten Lösungen sitzt der Umfangsnocken auf der Hauptwelle der Maschine, was zu raumgreifenden Konstruktionen mit großer Teilevielzahl führt. Es wird daher vorgeschlagen, den Umfangsnocken (60) drehstarr mit dem Greifer (12) zu verbinden und Arretiermittel (36) vorzusehen, die den Fadenfängerhebel (26) außerhalb des Eingriffsbereichs des Umfangsnockens (60) halten und erst bei gezielter Auslösung nur während einer Umdrehung des Greifers (12) bei angehobener Nadel den Fadenfängerhebel (26) mit einem Nockenfolger (58) zur Anlage an dem Umfangsnocken (60) freigeben. Der Fadenabschneider weist daher nur sehr wenige Teile auf und läßt sich raumsparend problemlos im Freiraum einer Nähmaschine unterbringen. Auch eine Vormontage und Voreinstellung des mit dem Greifer eine Einheit bildenden Fadenabschneiders ist möglich.

Description

Die Erfindung befaßt sich mit einem Fadenabschneider für eine Nähmaschine mit einem rotierenden Greifer, wobei ein Umfangs­ nocken vorgesehen ist, der im Zusammenwirken mit einem Noc­ kenfolger die Bewegungsbahn eines schwenkbaren Fadenfängerhe­ bels steuert, der mit einem Fadenfänger den Faden greift und an einem Messer durchtrennt.
Ein Fadenabschneider der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE 23 38 473 C2 bekannt. Bei dem dort beschriebenen Fa­ denabschneider sind jedoch zwei auf der Hauptwelle der Nähma­ schine angeordnete Nocken vorgesehen, die den Fadenfängerhe­ bel und einen separaten Fadenabzugsfinger zu unterschiedli­ chen Zeitpunkten während der Umdrehung des Greifers betäti­ gen. Hieraus resultiert eine große Anzahl mechanischer Teile und ein erhebliches Bauraumerfordernis, so daß Schwierigkei­ ten beim Unterbringen der Auslösung und des Antriebs des Fa­ denabschneiders im vorderen Freiarm einer Maschine entstehen können. Aufwendig gestaltet sich auch die Einstellung der Nähmaschine, denn der rotierende Greifer und die beiden Nocken auf der Hauptwelle müssen in ihrer Drehwinkellage nach der Endmontage der Maschine separat eingestellt werden.
Aus der US-A-4 138 958 ist ein weiterer Fadenabschneider für eine Säulennähmaschine bekannt, bei welcher ein den Fadenab­ schneider translatorisch in Bewegung versetzender Stift in einer Steuerkulisse der Greiferwelle in axialer Richtung be­ wegt wird. Die Konstruktion resultiert aus den konstruktiven Besonderheiten einer Säulennähmaschine, so daß sich der in dieser Druckschrift beschriebene Fadenabschneider konstruktiv nicht auf die bei Haushaltsnähmaschinen übliche Bauform über­ tragen läßt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Fadenabschneider für eine Nähmaschine zu schaffen, der beson­ ders raumsparend im vorderen Freiarm untergebracht werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Um­ fangsnocken drehstarr mit dem Greifer verbunden ist und Arre­ tiermittel vorgesehen sind, die in ihrer Verriegelungsstel­ lung den mit dem Fadenfängerhebel gekoppelten Nockenfolger radial außerhalb des Eingriffsbereichs des Umfangsnockens halten und bei manueller oder programmgesteuerter Auslösung den Nockenfolger zur Anlage an dem Umfangsnocken nur während einer Umdrehung des Greifers freigeben, während welcher sich die Nadel außerhalb des Schwenkbereichs des Fadenfängers be­ findet.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemäßen Fadenabschneiders be­ steht darin, daß er aus nur sehr wenigen mechanischen Teilen besteht, die problemlos im vorderen Freiarm einer Nähmaschine untergebracht werden können. Vorteilhaft ist auch, daß durch die bevorzugte Anordnung des Umfangnockens auf dem Greifer­ schaft eine Voreinstellung der Einheit möglich ist, so daß eine nachträgliche Justierung des Fadenabschneiders nach der Montage der Nähmaschine nicht mehr erforderlich ist.
Weitere bevorzugte Maßnahmen, die zu einer weiteren Minimie­ rung der Bauraumerfordernisse beitragen, sind das Anordnen des Nockenfolgers unmittelbar am Fadenfängerhebel und/oder das Anordnen des Umfangsnockens axial unmittelbar neben dem Greifer, vorzugsweise an der Rückseite des Greiferkörpers.
Besonders bevorzugt ist es ferner, den Fadenfängerhebel am Greiferbock schwenkbar zu lagern, da dann die gesamte Einheit aus Greifer und Fadenabschneider vormontiert und eingestellt werden kann.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weisen die Arretiermittel ein bewegliches Rastelement auf, das in der Verriegelungsstellung den in der Einschwenkrichtung durch eine Feder vorbelasteten Fadenfängerhebel in einer radialen Außenlage hält, in welcher Nocken und Nockenfolger außer Ein­ griff sind, wobei es besonders bevorzugt ist, das Rastelement gegen die Last einer Rückstellfeder mit Hilfe eines Elektro­ magneten zu entriegeln, wodurch der Nockenfolger des Faden­ fängerhebels unter der Last der Feder in Anlage an den Um­ fangsnocken gelangt. Neben der kompakten Bauweise einer sol­ chen Lösung ist die einfache Ansteuerung der Arretiermittel mit Hilfe des Elektromagneten hervorzuheben. Die federbelas­ tete Rückstellfeder bietet den Vorteil, daß durch entspre­ chendes Schwenken des Fadenfängerhebels nach außen ein selbsttätiges Einrasten und damit Verriegeln des Rastelements möglich ist, wobei in weiter bevorzugter Ausbildung der Er­ findung die Steuerkurve des Umfangsnockens einen kurzen Nockenabschnitt aufweist, welcher den größten Radius der Steuerkurve aufweist und mit Hilfe dessen der Fadenfängerhe­ bel in die mit dem Rastelement verrastete Verriegelungsstel­ lung transportierbar ist.
Zur Vermeidung einer Kollision des Fadenfängerhebels ist es aufgrund des zweimal pro Nadelhub umlaufenden Greifers wichtig, das Einschwenken des Fadenfängerhebels nur dann zuzulas­ sen, wenn sich die Nadel nicht im Schwenkbereich des Faden­ fängers befindet. Dies kann beispielsweise allein dadurch er­ reicht werden, daß die Arretiermittel nur zu bestimmten Zeit­ punkten entriegelbar sind und eine manuelle Auslösung bei­ spielsweise zeitverzögert vorgenommen wird, bis die Nadel den Eingriffsbereich verlassen hat.
Vorteilhaft ist es, eine zusätzliche mechanische Sicherung vorzusehen, indem die Arretiermittel vorzugsweise einen Zu­ satzriegel aufweisen, der den Fadenfängerhebel in radialer Außenstellung während des Umlaufes der Greiferwelle arre­ tiert, bei welchem sich die Nadel im Eingriffsbereich des Fa­ denfängerhebels befindet. Durch den Zusatzriegel werden Fehl­ auslösungen sicher vermieden, wobei vorzugsweise der Zusatz­ riegel mit einem Nockenfolger gekoppelt ist, der mit einem sich im wesentlichen über 180° erstreckenden Nocken auf der Hauptwelle im Unterbett der Nähmaschine zusammenwirkt. Eine derartige mechanische Lösung macht eine Einschwenkbewegung des Fadenfängerhebels unmöglich und bietet zusätzliche Be­ triebssicherheit gegenüber einem beispielsweise elektromagne­ tisch betätigten Zusatzriegel.
Bei einer senkrecht zur Hauptwelle stehenden Wickelwelle ist in weiterer bevorzugter Ausführungsform der auf der Hauptwel­ le vorgesehene Nocken als Axialnocken ausgebildet und der Nockenfolger mit einer Zahnstange als Zusatzriegel gekoppelt, die mit einer Verzahnung um die Schwenkachse des Fadenfänger­ hebels in Eingriff steht. Damit ist für den Zusatzriegel le­ diglich eine Linearführung mit nur einem bewegten, eventuell mehrteiligen Element erforderlich, so daß sich die zusätzli­ che mechanische Sicherung einfach und platzsparend realisieren läßt. Die Rückstellung des Zusatzriegels erfolgt bei die­ ser Lösung formschlüssig durch das Zurückbewegen des Faden­ fängerhebels in seine Verriegelungsstellung.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, daß an der Greiferwelle ein Mitnehmer angeordnet ist, der bei entriegeltem Fadenfängerhebel diesen formschlüssig wenigstens über ein Teilstück während der Ein­ schwenkbewegung mitnimmt. Die formschlüssige Mitnahme, die beispielsweise durch wenigstens einen Zahnnocken an der Grei­ ferwelle realisiert sein kann, der mit einer Verzahnung an dem Fadenfängerhebel zusammenwirkt, ermöglicht in Ergänzung zu dem kraftschlüssigen Einschwenken des Fadenfängerhebels durch seine Feder eine formschlüssige Mitnahme, wodurch die tatsächliche Durchführung eines Abschneidvorgangs nach Auslö­ sen der Arretiermittel garantiert wird. Andernfalls kann es unter ungünstigen Umständen, beispielsweise bei Verwendung eines ungeeigneten Fadens, der zwischen dem Messer und dem Fadenfänger verklemmt wird und dadurch den Fadenfängerhebel blockiert, zu einer verzögerten, unkontrollierten Einschwenk­ bewegung des Fadenfängerhebels kommen, bei welcher dieser beispielsweise die Fadenschlinge nicht mehr treffen kann.
Um zu vermeiden, daß der von dem Fadenfängerhebel bereits er­ faßte Faden während der Bewegung des Fadenhebels zum oberen Totpunkt und dem dabei erfolgenden Herausgleiten aus der Greiferbahn aus der Öse des Fadenfängerhebels springt, ist in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Steuerkurve des Umfangsnockens einen Haltebereich aufweist, der den Fadenfänger vor dem Durchtrennen des Fadens in eine Lage bewegt, in welcher die seitliche Eintrittsöffnung der Öse zur Aufnahme des Fadens durch ein feststehendes Element, beispielsweise das Messer, abgedeckt ist.
Um eine ausreichende Nadelfadenlänge für das einem Abschnei­ den folgende Wiederannähen ist in weiterer bevorzugter Aus­ bildung der Erfindung vorgesehen, daß eine Haltekante im Be­ reich der Eintrittsöffnung der Fadenöse und eine Andrückkante am vorderen Ende der Fadenöse zum Anpressen des Fadens an das Messer in bestimmten Abstand zueinander liegen, wobei als weitere Maßnahme die Fadenöse als Langloch ausgebildet und durch einen die Haltekante bildenden Quersteg geteilt ist, der einen Längsschlitz zur Aufnahme des Fadens aufweist. Hierdurch läßt sich problemlos die notwendige Nadelfadenlänge von 25 bis 30 mm ohne zusätzliche Mittel, wie z. B. einen Fa­ denzieher oder dgl. erreichen, wobei es auch zweckmäßig ist, die Steuerkurve des Umfangsnockens so auszubilden, daß die Durchtrennung des Fadens erst kurz vor dem Erreichen des obe­ ren Totpunkts des Fadenhebels erfolgt.
Eine weitere bevorzugte Ausbildung der Erfindung betrifft die Fadenspannung, die vorzugsweise vor dem Schneidvorgang auf Null einstellbar ist, beispielsweise durch Auslösen des Elektromagneten zur Entriegelung des Fadenfängerhebels gleichzeitig mit der Ansteuerung eines Schrittmotors zur Re­ duzierung der Fadenspannung. Die Reduzierung der Fadenspan­ nung vor dem Durchtrennen des Fadens verhindert, daß der Fa­ den nach dem Durchtrennen unter seiner Eigenspannung aus der Nadelöse rutscht und umständlich wiedereingefädelt werden muß.
Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schrägansicht einer vormontierten Einheit aus Greifer und Fadenabschneider;
Fig. 2 eine Schrägansicht der Einheit gemäß Fig. 1 von unten;
Fig. 3 eine Ansicht der Steuerkurve des Umfangsnockens der Einheit gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Einheit gemäß Fig. 1 ohne das Kegelrad der Hauptwelle.
In Fig. 1 ist ein Fadenabschneider 10 dargestellt, der als vormontierte Einheit mit einem rotierenden Greifer 12 einer Nähmaschine ausgebildet ist. In einem Greiferbock 14 ist da­ bei eine Greiferwelle 16 mit dem drehstarr angeordneten Grei­ fer 12 sowie eine rechtwinklig zur Greiferwelle 16 angeordne­ te Hauptwelle 18 zur Verbindung mit dem Antrieb der Nähma­ schine gelagert. Die Kraftübertragung zwischen der Hauptwelle 18 und der Greiferwelle 16 erfolgt über eine Kegelradstufe 20, wobei das treibende erste Kegelrad 22 der Hauptwelle 18 doppelt so viele Zähne wie das angetriebene zweite Kegelrad 24 der Greiferwelle aufweist, d. h. die Greiferwelle rotiert mit der doppelten Drehzahl der Hauptwelle 18.
An dem Greiferbock ist ferner ein Fadenfängerhebel 26 schwenkbar gelagert (siehe Fig. 2), der durch eine Drehfeder 28 in einer Schwenkrichtung zur Greiferwelle 16 hin vorbelastet ist. An dem Fadenfängerhebel 26 ist ein Fadenfänger 30 angeordnet, dessen Spitze 32 in Umfangsrichtung mit der Spitze 34 des Greifers 12 fluchtet (siehe auch Fig. 4). Der Fadenfänger 30 weist eine Fadenöse 36 zur Aufnahme des Fadens auf, auf deren genaue Formgebung später noch eingegangen wird.
Während des normalen Nähens ist der Fadenfängerhebel 26 von einem Rastelement 38, das mit einem korrespondierenden Rast­ vorsprung (nicht zu sehen) am Fadenfängerhebel 26 zusammen­ wirkt, in einer radialen Außenstellung gehalten. Eine Zugfe­ der 40 belastet dabei das Rastelement 38 in Richtung seiner Verriegelungsstellung. Das Rastelement 38 ist mit einem Ent­ riegelungshebel 42 versehen, der von einem ebenfalls am Grei­ ferbock 14 angebrachten Elektromagneten 44 derart bewegbar ist, daß das Rastelement 38 in eine den Fadenfängerhebel 26 freigebende Position verschwenkt wird.
Ferner ist ein Zusatzriegel 46 vorgesehen, der mit einem als Anschlag wirkenden Nockenfolger 48 verbunden ist und eine Verzahnung 50 aufweist, die mit einer Umfangsverzahnung 52 an dem Fadenfängerhebel 26 in Eingriff steht. Der Zusatzriegel 46 ist am Greiferbock 14 linear verschieblich geführt.
Der Nockenfolger 48 wirkt mit einer Stirnnockenfläche 54 zu­ sammen, die sich im Bereich des ersten Kegelrades 22 an der Hauptwelle über ungefähr 180° erstreckt. Eine sich entspre­ chend über den Rest des Umfangs erstreckende Ausnehmung 56 des Stirnnockens erlaubt eine axiale Verlagerung des Nocken­ folgers 48 nur während der Umdrehung des Greifers 12, während welcher die Nadel der Nähmaschine nicht mit dem Fadenfänger 36 kollidieren kann. Ist eine Verlagerung möglich und das Rastelement 38 entriegelt, wird der Zusatzriegel 46 über die Verzahnung 50 von der Umfangsverzahnung 52 des Fadenfängerhe­ bels 26 unter der Wirkung der Druckfeder 28 mitgenommen.
Nach dem Entriegeln des Fadenfängerhebels 26 durch Entriegeln des Rastelements 38 bei freigegebenem Zusatzriegel 46 gelangt ein an dem Fadenfängerhebel 26 angebrachter, stiftförmiger Nockenfolger 58 durch die Schwenkbewegung des Fadenfängerhe­ bels 26 in Anlage an einen Umfangsnocken 60, dessen Steuer­ kurve 62 er bei der folgenden Umdrehung des Greifers 12 folgt. Der Umfangsnocken 60 sitzt raumsparend direkt auf dem Greiferschaft an der Rückseite des Greiferkörpers 63 zur Auf­ nahme der Fadenrolle des Unterfadens.
Die Form der Steuerkurve 62 ist in Fig. 3 näher dargestellt. Die Drehrichtung im Betrieb erfolgt im Sinne der Darstellung im Gegenuhrzeigersinn. Die Steuerkurve 62 gliedert sich in einen ersten Abschnitt 64, der sich mit konstantem Radius über ungefähr 180° erstreckt, einen sich daran anschließenden zweiten Abschnitt 66 mit stark abnehmendem und anschließend wieder ansteigendem Radius, einen nachfolgenden dritten Ab­ schnitt 68 mit kleinerem Radius als der erste Abschnitt 64 und einen abschließenden vierten Abschnitt 70, der den größ­ ten Radius aufweist und geeignet ist, den Fadenfängerhebel 26 über den Nockenfolger 58 in eine Stellung zu verlagern, in welcher das Rastelement 38 diesen wiederum durch Einschnappen verriegelt.
In Fig. 3 ist ferner ein Zahnnocken 72 dargestellt, der un­ mittelbar neben dem Umfangsnocken 60 vorgesehen ist und bei in Anlage an dem ersten Abschnitt 64 befindlichem Nockenfol­ ger mit dem Erreichen des zweiten Abschnitts 66 mit einem am Fadenfängerhebel 26 vorgesehenen Zahnnocken (nicht erkennbar) in Eingriff gelangt und wenigstens über einen Teilbereich der ersten Hälfte des zweiten Abschnitts 66 mit sich verringern­ dem Radius unterstützend zur Drehfeder 28 für eine form­ schlüssige Mitnahme des Fadenfängerhebels in der Einschwenk­ richtung sorgt. Die beiden Zahnnocken sind dabei so ausgebil­ det, daß sie bei verriegeltem Fadenfängerhebel 26 nicht in Eingriff gelangen können.
Die Ausbildung der Fadenöse 36 des Fadenfängers 30 ist aus Fig. 4 näher zu erkennen. Die Fadenöse 36 besitzt eine lang­ lochähnliche Form mit einer seitlichen Eintrittsöffnung für den Faden an dem der Spitze 32 abgewandten Ende. Ungefähr mittig besitzt die Öse 36 einen Quersteg 76, an dessen Ober­ seite ein Fadenschlitz 78 ausgebildet ist, so daß eine Durch­ trennung des Fadens erst erfolgt, wenn das der Spitze 32 zu­ gewandte Ende 80, das als Anpreßkante ausgebildet ist, den Faden gegen ein am Greiferbock 14 feststehend angebrachtes Messer 82 drückt. Die räumlich entfernte Lage der Messer­ schneide von der Nadeleinstichstelle sorgt in Verbindung mit dem Abstand zwischen dem als Haltekante wirkenden Quersteg 76 und dem Andrückende 80 der Öse dafür, daß eine ausreichende Fadenlänge zum Wiederannähen nach dem Abschneiden vorhanden ist.
Der Abschneidvorgang wird manuell oder programmgesteuert aus­ gelöst, wobei programmgesteuert beispielsweise heißen kann, daß der Fadenabschneider nach bestimmten Nähvorgängen von der Steuerelektronik automatisch zugeschaltet wird, um die Nähfä­ den am Ende des Nähvorgangs abzuschneiden.
Bei manueller Betätigung läuft die Maschine zunächst mit ei­ ner geringen Positionierdrehzahl von beispielsweise 60 Umdre­ hungen pro Minute an. Kurz nach Aufnahme der Fadenschlinge durch den Greifer 12 wird der Elektromagnet 44 beaufschlagt und gibt über das entriegelte Rastelement 38 den Fadenfänger­ hebel 26 frei, so daß der Nockenfolger 58 in Anlage an den ersten Abschnitt 64 der Steuerkurve 62 gelangen kann. Der Zu­ satzriegel 46 ist, wie bereits erwähnt, freigegeben und kann den Fadenfängerhebel 26 nicht blockieren.
Nachdem sich der Greifer 12 um ungefähr 180° weitergedreht hat, wobei sich das Fadendreieck optimal aufweitet, gelangt der Zahnnocken 72 in Eingriff mit dem zugeordneten Zahnnocken des Fadenfängerhebels 26, und der zweite Abschnitt 66 ermög­ licht ein Einschwenken des Fadenfängers 30 in das Fadendrei­ eck, so daß der Faden in die Fadenöse 36 gelangen kann. Spä­ testens beim Erreichen des Umkehrpunktes des Fadenfängerhe­ bels 26, d. h. beim Erreichen der Stelle des zweiten Ab­ schnitts 66, die den kleinsten Radius aufweist, gelangen die Zahnnocken 72 wieder außer Eingriff, so daß der Fadenfänger 30 von der Steuerkurve in eine Zwischenstellung bewegt wird, in welcher der Nockenfolger 48 an dem dritten Abschnitt 68 der Steuerkurve 62 anliegt. In dieser Stellung, ungefähr 30°, bevor der Faden die Greiferbahn verläßt, überdeckt das Messer 82 den hinteren Bereich der Fadenöse 36 mit der Eintrittsöff­ nung 74, wobei der Fadenschlitz 78 ein Durchtrennen des Fa­ dens bereits in dieser Position vermeidet.
Zuvor ist bereits gleichzeitig mit dem Auslösen des Elektro­ magneten 44 beispielsweise über eine Schrittmotoreinstellung die Farbenspannung auf Null reduziert worden, so daß durch die Rückbewegung des Fadenfängers 30 und die Aufwärtsbewegung des Fadenhebels im Oberarm der Nähmaschine eine ausreichende Fadenlänge für ein späteres Wiederannähen erreicht wird. Der Faden verläßt anschließend die Greiferbahn, wobei er durch die abgedeckte Eintrittsöffnung 74 nicht aus der Öse 36 springen kann.
Abschließend läuft der Nockenfolger 58 in den vierten Ab­ schnitt 70 der Steuerkurve 62, wodurch die Andruckkante des Endes 80 der Fadenöse 36 den Faden an dem Messer 82 abschert. Gleichzeitig verrastet der Fadenfängerhebel 26 mit dem Rast­ element 38 und nachdem der Fadenhebel im Oberarm der Maschine seinen oberen Totpunkt erreicht, wird die Maschine angehal­ ten. Unterdessen läuft der Fadenspannungsschrittmotor wieder in den eingestellten Spannungswert, so daß die Nähmaschine für einen nachfolgenden Nähvorgang vorbereitet ist.
Die Verringerung der Fadenspannung vorzugsweise auf Null hat vor allem den Zweck, beim Durchtrennen des Fadens ein Heraus­ rutschen aus der Nadelöse durch dessen Eigenspannung zu ver­ meiden. Spätestens zum Zeitpunkt des Durchtrennens muß daher die Fadenspannung Null sein, allerdings wird das Abziehen des Fadens bei der Schwenkbewegung des Fadenfängers 30 bei be­ reits reduzierter Fadenspannung vor dem Abschneiden des Fa­ dens erleichtert, so daß die Reduzierung auch bereits mit Auslösung des Elektromagneten 44 sinnvoll ist.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Einheit aus Greifer und Fa­ denabschneider kann komplett vormontiert und eingestellt wer­ den und muß lediglich bei der Endmontage der Nähmaschine an deren Chassis befestigt und mit der Hauptwelle 18 verbunden werden. Die Anordnung aller Elemente des Fadenabschneiders am Greiferbock 14 sorgt dabei für eine besonders raumsparende Konstruktion, die die Unterbringung im unteren Freiarm der Nähmaschine erleichtert.

Claims (17)

1. Fadenabschneider für eine Nähmaschine mit einem rotie­ renden Greifer (12), wobei ein Umfangsnocken (60) vorge­ sehen ist, der im Zusammenwirken mit einem Nockenfolger (58) die Bewegungsbahn eines schwenkbaren Fadenfängerhe­ bels (26) steuert, der mit einem Fadenfänger (30, 36) den Faden greift und an einem Messer (82) durchtrennt, da­ durch gekennzeichnet, daß der Umfangsnocken (60) dreh­ starr mit dem Greifer (12) verbunden ist und Arretiermit­ tel (38) vorgesehen sind, die in ihrer Verriegelungsstel­ lung den mit dem Fadenfängerhebel (26) gekoppelten No­ ckenfolger (58) radial außerhalb des Eingriffsbereichs des Umfangsnockens (60) halten und bei manueller oder programmgesteuerter Auslösung den Nockenfolger (58) zur Anlage an dem Umfangsnocken (60) nur während einer Umdre­ hung des Greifers freigeben, während welcher sich die Na­ del außerhalb des Schwenkbereichs des Fadenfängers (30) befindet.
2. Fadenabschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenfolger (58) unmittelbar an dem Fadenfänger­ hebel (26) und/oder der Umfangsnocken (60) axial unmit­ telbar neben dem Greifer (12) angeordnet ist.
3. Fadenabschneider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Arretiermittel ein bewegliches Rastele­ ment (38) aufweisen, das in der Verriegelungsstellung den in der Einschwenkrichtung durch eine Feder (28) vorbelas­ teten Fadenfängerhebel (26) in einer radialen Außenlage hält, in welcher Umfangsnocken (60) und Nockenfolger (58) außer Eingriff sind.
4. Fadenabschneider nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (38) gegen die Last einer Rückstell­ feder (40) mit Hilfe eines Elektromagneten (44) entrie­ gelbar ist, wodurch der Nockenfolger (58) des Fadenfän­ gerhebels unter der Last der Feder (28) in Anlage an den Umfangsnocken (60) gelangt.
5. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (62) des Um­ fangsnockens (60) einen Nockenabschnitt (70) aufweist, welcher den größten Radius der Steuerkurve (62) aufweist und mit Hilfe dessen der Fadenfängerhebel (26) in die mit dem Rastelement (38) verrastete Verriegelungsstellung zu­ rück transportierbar ist.
6. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiermittel einen Zu­ satzriegel (46) aufweisen, der den Fadenfängerhebel (26) in der radialen Außenstellung während des Umlaufs der Greiferwelle (16) arretiert, bei welcher sich die Nadel nach unten in den Eingriffsbereich des Fadenfängers (30) bewegt.
7. Fadenabschneider nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzriegel (46) mit einem Nockenfolger (48) ge­ koppelt ist, der mit einem sich im wesentlichen über 180° erstreckenden Nocken (54, 56) auf der Hauptwelle (18) im Unterbett der Nähmaschine zusammenwirkt.
8. Fadenabschneider nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Hauptwelle (18) vorgesehene Nocken (54, 56) als Axialnocken ausgebildet ist und der Nockenfolger (48) mit einer Zahnstange (46, 50) als Zusatzriegel ge­ koppelt ist, die mit einer Verzahnung (52) um die Schwenkachse des Fadenfängerhebels (26) in Eingriff steht.
9. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Greiferwelle (16) ein Mitnehmer (72) vorgesehen ist, der bei entriegeltem Fa­ denfängerhebel (26) diesen formschlüssig wenigstens über ein Teilstück während der Einschwenkbewegung mitnimmt.
10. Fadenabschneider nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Greiferwelle wenigstens ein Zahnnocken (72) als Mitnehmer vorgesehen ist, der mit einer Verzahnung an dem Fadenfängerhebel (26) zusammenwirkt.
11. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (62) des Um­ fangsnockens (60) einen Haltebereich (68) aufweist, der den Fadenfängerhebel (26) mit dem Fadenfänger (30) vor dem Durchtrennen des Fadens in eine Lage bewegt, in wel­ cher eine seitliche Eintrittsöffnung (74) einer Fadenöse (36) zur Aufnahme des Fadens durch ein feststehendes Ele­ ment, beispielsweise das Messer (82), abgedeckt ist.
12. Fadenabschneider nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­ net, daß eine Haltekante im Bereich der Eintrittsöffnung (74) der Fadenöse (36) und eine Andrückkante am vorderen Ende (80) der Fadenöse (36) zum Anpressen des Fadens an das Messer (82) in bestimmtem Abstand zueinander liegen.
13. Fadenabschneider nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich­ net, daß die als Langloch ausgebildete Fadenöse (36) durch einen die Haltekante bildenden Steg (76) geteilt ist, der auf seiner dem Messer (82) zugewandten Seite einen Längsschlitz (78) zur Aufnahme des Fadens aufweist.
14. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenspannung vor dem Durchtrennen des Fadens auf Null einstellbar ist.
15. Fadenabschneider nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich­ net, daß die Auslösung des Elektromagneten (44) zur Ent­ riegelung des Fadenfängerhebels (26) gleichzeitig mit der Ansteuerung eines Schrittmotors zur Reduzierung der Fa­ denspannung erfolgt.
16. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (62) des Um­ fangsnockens so ausgebildet ist, daß die Durchtrennung des Fadens erst kurz vor dem Erreichen des oberen Tot­ punkts des Fadenfängerhebels erfolgt.
17. Fadenabschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenfängerhebel (26) an einem Greiferbock (14) zur Lagerung der Greiferwelle (16) schwenkbar gelagert ist.
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