DE10058498C2 - Vorrichtung zur Bestimmung des Torsionsmoments und der Axialkraft in Torsionsversuchen an dünnen Fasern - Google Patents
Vorrichtung zur Bestimmung des Torsionsmoments und der Axialkraft in Torsionsversuchen an dünnen FasernInfo
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Abstract
Vorrichtung zur Bestimmung des Torsionsmoments und der Axialkraft in Torsionsversuchen an Fasern, bestehend aus einer Messfeder, bestehend aus einem rechteckigen Blechstreifen, welcher symmetrisch zur Mitte beidseitig jeweils um 90 DEG in gleiche Richtung verdrillt ist, wobei die Mitte des Blechstreifens parallel zu der zu prüfenden Faser und die beiden Enden des Blechstreifens senkrecht zu der zu prüfenden Faser ausgerichtet sind, der Blechstreifen mit beiden Enden jeweils auf einem Widerlager aufliegt und auf den ebenen Bereichen jeweils vor und hinter den beiden Verdrillungen symmetrisch zur Mitte mit Dehnungsmessstreifen versehen ist, einer oberen Einspannung für die Faser, welche parallel zur Mitte der Messfeder ausgerichtet in der Mitte der Messfeder steif fixiert ist, einer unteren Einspannung für die Faser, welche um die Faserachse drehbar gelagert und zum Aufbringen eines Drehmoments auf die Faser motorisch angetrieben ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bestimmung des Tor
sionsmoments und der Axialkraft in Torsionsversuchen an dünnen
Fasern gemäss des ersten und des zweiten Patentanspruchs.
Torsionsversuche dienen zur Bestimmung von Torsionsverfesti
gungskurven, aus denen sich Schubmodul, Torsionsstreckgrenze,
Torsionsdehngrenzen und Torsionsfestigkeit eines Werkstoffes
bestimmen lassen. Bei spröden Werkstoffen, worunter auch dünne
Kohlenstoff- oder Glasfasern zählen, reduzieren sich die zu er
mittelnden Kenngrößen auf die Torsionsfestigkeit und den Schub
modul.
Bei Torsionsversuchen werden im Allgemeinen das Torsionsmoment
sowie die durch das Torsionsmoment verursachte Drehwinkelände
rung in der Probe gemessen. Proben wie beispielweise Gummi- oder
Langfaserproben, welche während des Torsionsversuches große
Drehwinkeländerungen, d. h. ein nachgiebiges Verhalten zeigen,
neigen zudem zu einem Aufzwirbeln und damit zu größeren Längen
änderungen der Probe während des Torsionsversuches. Deswegen
werden bei derartigen Proben zusätzlich die Längenänderung und/
oder die Axialkraft der Probe gemessen.
Torsionsprüfvorrichtungen dienen zur Durchführung von Torsions
versuchen. In einer einfachen Ausführung wird eine Probe, vor
zugsweise eine unverjüngte Rundprobe, auf der einen Seite über
einen Getriebemotor oder einen angesetzten Hebelmechanismus tor
diert, während auf der anderen Seite der Probe das anliegende
Drehmoment gemessen wird. Bei der Torsionsprüfung an Fasern wer
den jedoch nur geringe Drehmomente erwartet. Meist werden für
die Messung spezielle Aufnehmer verwendet, bei dem ein aufge
brachtes Torsionsmoment gegen ein oder mehrere Federbleche mit
linearer Federkennlinie wirkt, und die Nachgiebigkeit optisch
über Ablenkung eines Lichtstrahles durch einen mitdrehenden
Spiegel gemessen wird. Die Axialkraft ist durch einen derartigen
Aufnehmer nicht messbar.
In der US 4 875 375 wird ein Extensometer zur Bestimmung des
Torsionsmoments und der Axialkraft für die Werkstoffprüfung be
schrieben.
Ferner zeigen die US 5 460 052 A sowie die JP 07333126 A Vor
richtungen für Torsionsversuche an Fasern, mit zwei Einspannun
gen, von denen die eine drehbar gelagert und zum Aufbringen ei
nes Drehmoments auf die Faser motorisch angetrieben ist. Bei der
Vorrichtung gemäß der US 5 460 052 A ist auch ein Torsionsmo
mentmesser vorgesehen.
DE 18 28 549 U offenbart eine Vorrichtung zur Bestimmung des
Torsionsmoments in Torsionsversuchen an länglichen Messproben
aus harten Werkstoffen mit einer ersten Einspannung, an der die
Messprobe fixiert ist, und mit einer zweiten Einspannung, welche
um die Messprobenachse drehbar gelagert und zum Aufbringen eines
Drehmoments auf die Messprobe motorisch angetrieben ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur experimen
tellen Bestimmung sowohl des Torsionsmoments als auch der Axi
alkraft simultan in Torsionsversuchen an dünnen Fasern zu schaf
fen.
Die Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 und 2 beschriebenen Vor
richtungen gelöst. Die weiteren Ansprüche geben bevorzugte Aus
gestaltungen der Vorrichtungen an.
Durch die Verwendung von Messverfahren mit Dehnungsmessstreifen
(DMS) wird insbesondere gegenüber optischen Messverfahren eine
wesentlich verbesserte Unempfindlichkeit gegen ungewollte Stör
einflüsse erzielt. Dadurch eignet sich die erfindungsgemäße Vor
richtung ganz besonders für einen Einsatz in einem geschlossenen
Regelkreis, wobei die über die DMS gemessenen Kräfte und Torsi
onsbelastungen als Istwerte in die Antriebsregelung für die Be
lastungsvorrichtung für die Faser einspeisbar, mit einer vorgegebenen
Sollwertkurve vergleichbar und durch die ermittelte Ab
weichung die Steuersignale für den Antrieb für die Faserbelas
tung in der Vorrichtung korrigierbar ist. Dies ist eine wesent
liche Vorraussetzung für die Durchführung Kraft- oder Dehnungs
geregelter Ermüdungsversuche.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden anhand von
Zeichnungen zweier Ausführungsformen erläutert. Es zeigen
Fig. 1a und b die Vorrichtung der ersten Ausführungsform in An-
und Draufsicht,
Fig. 2a und b die Vorrichtung der zweiten Ausführungsform in
An- und Draufsicht,
Fig. 3a und b prinzipiell die Verformung der Vorrichtung sowie
die Verschaltung der vier Dehnungsmessstreifen (DMS) in DMS-
Vollbrückenschaltung für die Erfassung der Torsion,
Fig. 4a und b prinzipiell die Verformung der Vorrichtung sowie
die Verschaltung der vier DMS in DMS-Vollbrückenschaltung für
die Erfassung der Axialkraft, sowie
Fig. 5a und b prinzipiell die Verformung der Vorrichtung sowie
die Verschaltung der zwei DMS gemeinsam mit zwei Festwiderstän
den in DMS-Diagonalbrückenschaltung für die Erfassung der Axial
kraft.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung beider Ausführungsformen be
steht, wie in den Fig. 1 und 2a und b dargestellt, aus einer
obern und unteren Einspannung 1 bzw. 2 für eine vertikal ausge
richteten Faser 3, wobei die untere Einspannung um ein konzen
trisch um die Faserachse wirkendes Kugellager 4 drehbar gelagert
ist und über eine Welle 5 zur Aufbringung eines Drehmomentes auf
die Einzelfaser angetrieben ist. Die obere Einspannung ist dage
gen ggf. unter Verwendung eines Adapters 7 mit der geometrischen
Mitte 8 einer elastischen Messfeder 9 starr verbunden, welche
sich mit den Endstücken auf feste Widerlager 10 aufstützt und
dort in jede Richtung dreh- und kippbar fixiert ist.
Die zylindrische Faser 3 ist an beiden Enden in die oberen und
der unteren Einspannung 1 bzw. 2 eingeklemmt oder bei sehr ge
ringen Durchmessern eingeklebt. Im Falle einer Klebung ist die
Einspannung eine Hülse mit Bohrung, in die die Faserenden mit
dünnflüssigem Epoxidharz eingegossen werden und nach Aushärtung
fixiert sind. Während des Aushärtevorgangs kann es durch Schrum
pfung des Harzes zu axialen Verschiebungen und damit zu einer
exzentrischen Einspannung kommen.
Die Messfeder 9 der ersten Ausführungsform besteht, wie in Fig.
1a und b dargestellt, aus einem rechteckigem Blechstreifen 11,
welcher symmetrisch zur Mitte (8) beidseitig jeweils um 90° in
gleiche Richtung verdrillt ist, wobei der mittlere Bereich 12
des Blechstreifens parallel und die beiden Enden 13 des Blech
streifens senkrecht zu der zu prüfenden Faser ausgerichtet sind.
Auf der ebenen Fläche des mittleren Bereichs 12 sind auf zwei
Stellen jeweils auf beiden Seiten des Blechstreifens symmetrisch
zu der geometrischen Mitte 8 insgesamt vier Dehnungsmessstreifen
(DMS) 14 für die Torsionsmessung appliziert, welche parallel zu
der Längsachse des Blechstreifens ausgerichtet und zu einer DMS-
Vollbrückenschaltung gemäß Fig. 3a und b zur Messung der Tor
sion in der zu prüfenden Faser verschaltet sind. Ferner sind auf
den ebenen Bereichen nahe den beiden Enden 13 symmetrisch zu der
Mitte 8 je ein weiterer DMS 15 für die Axialkraftmessung einsei
tig auf den Blechstreifen appliziert, welche ebenfalls parallel
zu der Längsachse des Blechstreifens ausgerichtet und gemeinsam
mit zwei Festwiderständen 18 zu einer DMS-Diagonalbrückenschal
tung gemäß Fig. 5a und b zur Messung der Axialkräfte in der zu
prüfenden Faser verschaltet sind.
Die zweite Ausführungsform gemäß Fig. 2a und b der Vorrichtung
unterscheidet sich in charakteristischer Weise von der ersten
Ausführungsform gemäß Fig. 1a und b durch die Messfeder. Diese
besteht nicht wie in der ersten Ausführungsform aus einem zwei
fach verdrillten Blechstreifen, sondern setzt sich aus drei ebe
nen, d. h. unverdrillten Blechstreifen, welche hintereinander
angeordnet durch Zwischenstücke 16 im Winkel von 90° zum jeweils
angrenzenden Blechstreifen miteinander verbunden sind, zusammen.
Die Messfeder ist entsprechend der ersten Ausführungsform mit
DMS für die Torsionsmessung 14 und für die Axialkraftmessung 15
versehen. Keine charakteristische Besonderheit der zweiten Aus
führungsform, jedoch eine alternative Ausgestaltung für beide
Ausführungsformen ist die in Fig. 2a dargestellte direkte Fi
xierung der oberen Einspannung 1 an die Messfeder 9 ohne Adapter
7 sowie die Applizierung von zwei zusätzlichen DMS 17 für die
Axialkraftmessung auf den den DMS zur Axialkraftmessung 15 ge
genüberliegenden Seiten des Blechstreifen (vgl. Fig. 2a und 4
a). Die DMS 15 und 17 sind für die Messung der Axialkraft über
eine DMS-Vollbrückenschaltung (vgl. Fig. 4a und b) miteinander
verschaltet.
Das Material und/oder die Dicke des Bleches gibt die Nachgiebig
keit und damit die Empfindlichkeit der Messfeder 9 vor. Hier
zeigt sich der Vorteil der zweiten Ausführungsform, bei der es
möglich wird, bei individueller Auswahl der drei Einzelbleche
die Biege- und die Verwindungssteifigkeiten für die Torsions-
und die Axialzugbelastung separat (durch Wahl der Blechdicken,
der geometrischen Abmessungen und des Elastizitätsmoduls) ein
zustellen.
Die Fig. 3 bis 5a geben prinzipiell die Verformungszustände
der Messfeder 9 auf den Widerlagern 10 aufgrund einer in der
Mitte angreifenden Kraft oder eines Drehmomentes in den mit den
Pfeilen vorgegebenen Belastungsrichtungen 19 wieder. Die appli
zierten DMS 14 bis 15, welche bei der Belastung durch die Blech
biegung elongiert, dargestellt mit einem Plus-Zeichen, oder ge
staucht, dargestellt mit einem Minus-Zeichen, werden, sind dabei
zu den in den Fig. 3 bis 5b dargestellten DMS-Brückenschal
tungen verschaltet. Die Fig. 3 und 4b zeigen dabei eine DMS-
Vollbrückenschaltung, bei den alle vier Brückenarme mit aktiven
DMS geschaltet sind, während bei der in Fig. 5b dargestellten
DMS-Diagonalbrückenschaltung zwei der aktiven DMS durch Festwi
derstände 18 ersetzt sind. Für eine bessere Zuordnung der appli
zierten DMS 14 bis 16 gemäß den Fig. 3 bis 5a zu den Schalt
plänen gemäß den Fig. 3 bis 5b sind diese Bezugszeichen mit
einer zusätzlichen, in Klammer angegebenen Nummerierung verse
hen. Zur Auslegung der DMS-Brückenschaltung, Weiterverarbeitung
des Messsignals 20 sowie zu den angelegten Brückenspannungen 21
wird auf den allgemein bekannten Stand der Technik verwiesen.
Die beschriebene DMS-Anordnung für die Torsionsmessung gemäß
Fig. 3a und b gestattet es, das Torsionsmoment unbeeinflusst
von überlagerten (ungewollten) Biegeanteilen, wie sie bei nicht-
fluchtenden Achsen des Antriebsmotors, der Probe und des Aufneh
mers entstehen können, zu bestimmen. Durch Vertauschen der DMS
14(3) und 14(4) gemäß Fig. 3b bei sonst unveränderter Verschal
tung der DMS 14 lässt sich die Störung auch quantifizieren.
Eine ggf. gewollte Überlagerung einer Axialzugbelastung zusätz
lich zu einer Torsionsbeanspruchung lässt sich z. B. durch die
Wahl eines in den Endbereichen dickeren Blattfederelements
(erste Ausführungsform), durch dickere Einzelbleche für die End
bereiche (zweite Ausführungsform) oder durch Verschiebung der
Widerlager 10 parallel zur Faser (mehrere mm) von der unteren
Einspannung 2 weg realisieren oder beeinflussen. Es können somit
relativ einfach mehrachsige Spannungszustände durch Überlage
rung von Torsion und Zug erzielt werden.
Der Antrieb für die Vorrichtung, als solcher in den Fig. 1
und 2a/b nicht dargestellt, ist schematisch als Pfeil 6 in Ro
tationsrichtung angedeutet. Für diesen Zweck eignen sich vor
zugsweise langsam drehende Elektrogetriebemotoren oder Servo
antriebe.
Mit der beschriebenen Vorrichtung lässt sich so mit einem einfa
chen und einfach zu fertigenden experimentellen Aufbau nicht nur
in vorteilhafter Weise Torsion und Axialkraftverlauf simultan
und voneinander ausgekoppelt verfolgen, sondern auch durch Aus
tausch der Messfeder in sehr kurzer Zeit individuell auf be
stimmte Fasereigenschaften einstellen.
1
obere Einspannung
2
untere Einspannung
3
Faser
4
Kugellager
5
Welle
6
Pfeil
7
Adapter
8
Mitte
9
Messfeder
10
Widerlager
11
Blechstreifen
12
Mittlere Bereich
13
Ende
14
DMS für die Torsionsmessung
15
DMS für die Axialkraftmessung
16
Zwischenstück
17
Zusätzliche DMS
18
Festwiderstand
19
Belastungsrichtung
20
Messsignal
21
Brückenspannung
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Bestimmung des Torsionsmoments und der Axial
kraft in Torsionsversuchen an Fasern (3), bestehend aus
- a) einer Messfeder(9), bestehend aus einem rechteckigem Blechstreifen, welcher symmetrisch zur Mitte (8) beidsei tig jeweils um 90° in gleiche Richtung verdrillt ist, wo bei die Mitte des Blechstreifens parallel zu der zu prü fenden Faser (3) und die beiden Enden (13) des Blechstrei fens senkrecht zu der zu prüfenden Faser (3) ausgerichtet sind, der Blechstreifen mit den beiden Enden (13) jeweils auf einem Widerlager (10) senkrecht zu der zu prüfenden Faser aufliegt, dort in jede Richtung dreh- und kippbar fixiert ist und auf den ebenen Bereichen jeweils vor und hinter der beiden Verdrillungen symmetrisch zur Mitte mit Dehnungsmessstreifen (DMS) versehen ist,
- b) einer oberen Einspannung (1) für die Faser (3), welche parallel zur Mitte (8) der Messfeder (9) ausgerichtet in der Mitte der Messfeder steif fixiert ist,
- c) einer unteren Einspannung (2) für die Faser (3), welche um die Faserachse drehbar gelagert und zum Aufbringen eines Drehmomentes auf die Faser motorisch angetrieben ist.
2. Vorrichtung zur Bestimmung des Torsionsmoments und der Axi
alkraft in Torsionsversuchen an Fasern (3), bestehend aus
- a) einer Messfeder (9) aus drei, um jeweils 90° zueinander hintereinander angeordneten unverdrillten Blechstreifen mit entsprechenden Zwischenstücken (16), wobei die Mess feder mit DMS (14, 15, 17) appliziert ist und mit diesen eine zur Mitte (8) der Messfeder gerichtete Symmetrie aufweist, wobei der Blechstreifen in der Mitte der Mess feder parallel zu der zu prüfenden Faser (3) und die Blechstreifen an den beiden Enden (13) der Messfeder senkrecht zu der zu prüfenden Faser (3) ausgerichtet sind, die Messfeder mit den beiden Enden (13) jeweils auf einem Widerlager (10) senkrecht zu der zu prüfenden Faser aufliegt, dort in jede Richtung dreh- und kippbar fixiert ist und auf den ebenen Bereichen jeweils vor und hinter der beiden Verdrillungen symmetrisch zur Mitte mit Deh nungsmessstreifen (DMS) versehen ist,
- b) einer obere Einspannung (1) für die Faser (3), welche parallel zur Mitte (8) der Messfeder (9) ausgerichtet in der Mitte der Messfeder steif fixiert ist,
- c) einer unteren Einspannung (2) für die Faser (3), welche um die Faserachse drehbar gelagert und zum Aufbringen ei nes Drehmomentes auf die Faser motorisch angetrieben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die DMS auf dem Blechstreifen (11) oder den Blechstrei
fen der Messfeder (9) vorzugsweise parallel zu dessen Längs
achse aufgebracht sind und somit die Längsdehnungsanteile
des Blechstreifen messen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
vier DMS (14), welche auf zwei Stellen jeweils beidseitig
des Blechstreifens, welche sich nahe der Mitte (8) und sym
metrisch zu dieser auf dem parallel zu der zu prüfenden Fa
ser (3) ausgerichteten Blechstreifenabschnitt befinden, auf
gebracht sind, zu einer DMS-Vollbrückenschaltung zur Messung
der Torsion in der zu prüfenden Faser, sowie zwei oder vier
weitere DMS (15, 17), welche an zwei Stellen jeweils einsei
tig bzw. beidseitig auf dem Blechstreifen (11), welche nahe
den Enden (13) auf dem senkrecht zu der zu prüfenden Faser
(3) ausgerichteten Blechstreifenabschnitt befinden, aufge
bracht sind, gemeinsam mit zwei Festwiderständen (18) zu ei
ner DMS-Diagonalbrückenschaltung bzw. ohne Festwiderstände
zu einer DMS-Vollbrückenschaltung zur Messung der Axialkräf
te in der zu prüfenden Faser verschaltet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, dass der motorische Antrieb zum Aufbringen eines
Drehmomentes auf die Faser (3) über einen geschlossenen
Regelkreis angesteuert wird, wobei die über die vier DMS
(14) gemessenen Torsionswerte der tordierten Faser als Ist
wert in die Antriebsregelung eingespeist, mit einem vorgege
benen Sollwertverlauf verglichen und der motorische Antrieb
entsprechend geregelt wird.
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