DE10060237A1 - Verfahren zum Betreiben einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer Kreuzspulen herstellenden TextilmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen des Auflagedruckes einer in einem schwenkbaren Spulenrahmen (5) einer Arbeitsstelle (1) einer Textilmaschine gehaltenen Kreuzspule (4) auf einer zugeordneten Stütz- oder Antriebswalze (3), mit einem den Spulenrahmen (5) beaufschlagenden, durch ein Antriebselement (17) definiert ansteuerbaren Drehmomentgeber (30). DOLLAR A Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß während der Spulenreise das am Spulenrahmen (5) wirksame, sich aufgrund der wachsenden Kreuzspule (4) ständig ändernde Drehmoment (M¶ab¶) erfaßt wird und daß der Spulenrahmen (5) im Bedarfsfall durch entsprechende Ansteuerung des Drehmomentgebers (30) mit einem das Drehmoment (M¶ab¶) berücksichtigendem Drehmoment (M¶auf¶) beaufschlagt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer
Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Im Zusammenhang mit Kreuzspulen herstellenden Textilmaschinen,
beispielsweise Kreuzspulautomaten, ist es üblich und zum
Beispiel in der DE 198 17 363 A1 oder in der DE 198 29 597 A1
beschrieben, eine in einem Spulenrahmen gehaltene,
vorzugsweise über eine sogenannte Nuttrommel angetriebene
Kreuzspule im Falle eines Fadenbruches, eines kontrollierten
Reinigerschnittes oder bei einem Auslauf des vorgelegten
Spinnkopses von der Nuttrommel abzuheben und mittels einer am
Spulenrahmen angeordneten Spulenbremse in den Stillstand
abzubremsen.
Die Kreuzspule wird dann wieder auf die Nuttrommel abgesenkt
und zur Aufnahme des auf die Kreuzspulenoberfläche
aufgelaufenen Fadenendes langsam in Abwickelrichtung gedreht.
Das durch eine Saugdüse aufgenommene Fadenende des sogenannten
Oberfadens wird in einer pneumatischen Spleißeinrichtung mit
einem sogenannten Unterfaden, der von einem in Abspulstellung
positionierten Spinnkops stammt, verbunden.
Anschließend wird wieder der reguläre Spulprozeß aufgenommen.
Ein vergleichbarer Vorgang läuft auch ab, wenn eine Kreuzspule
ihren vorbestimmten Durchmesser erreicht hat beziehungsweise,
wenn eine vorbestimmte Fadenlänge auf die Kreuzspule
aufgespult worden ist.
Auch in diesem Fall wird die Kreuzspule nach einem
kontrollierten Fadenschnitt zunächst von der Nuttrommel
abgehoben, in den Stillstand abgebremst und anschließend
wieder auf die Nuttrommel abgesenkt.
Die betreffende Spulstelle wird allerdings außerdem in
Gelblicht gesetzt.
Das heißt, durch ein Gelblicht wird angezeigt, daß an der
betreffenden Spulstelle der Einsatz eines die Spulstellen
selbsttätig versorgenden Kreuzspulenwechslers erforderlich
ist.
Die Spulstellen eines solchen Kreuzspulautomaten weisen außer
einem Gelblicht jeweils auch ein Rotlicht auf.
Dieses Rotlicht wird zugeschaltet, wenn an einer der
Spulstellen ein Ereignis aufgetreten ist, das einen manuellen
Einsatz des Bedienpersonals erfordert.
Das heißt, wenn beispielsweise an einer Spulstelle ein
Spleißvorgang trotz mehrmaliger Wiederholung und Wechsel des
Vorlagekopses nicht erfolgreich war.
Auch während eine Spulstelle in Rotlicht gesetzt ist, liegt
die betreffende Kreuzspule auf der Nuttrommel.
Solche Rot- oder Gelblichtphasen bedeuten an den betroffenen
Spulstellen stets eine Spulpause.
Derartige Spulpausen treten an den Spulstellen einer
Textilmaschine auch auf, wenn beispielsweise aufgrund
fehlenden Unterdruckes, fehlender Druckluft oder ähnlichem an
der Textilmaschine eine sogenannte Schaltsperre gesetzt ist
oder wenn die Textilmaschine, wie dies zum Beispiel in der
DE 198 55 126 A1 beschrieben ist, in einem sogenannten
Energiesparmodus läuft.
Das Aufliegen der Kreuzspulen auf den Nuttrommeln während
solcher Spulpausen ist besonders dann schädlich, wenn diese
Spulpausen längere Zeit dauern.
In diesen Fällen besteht die Gefahr, daß die Kreuzspulen
aufgrund des weiter wirkenden Auflagedruckes verformt werden.
Solche unrunden Kreuzspulen "tanzen" beim Wiederanlauf der
Spulstelle auf der Nuttrommel, was zu einer Beeinträchtigung
bei der Fadenverlegung beziehungsweise zu einer Zerschlagung
von Wickellagen führen kann.
Das heißt, derartige unrunde Kreuzspulen weisen bei ihrer
späteren Weiterverarbeitung oft ein schlechtes Ablaufverhalten
und/oder eine Verschlechterung ihres Färbeverhaltens auf.
Es ist vor einiger Zeit bereits vorgeschlagen worden, die
Kreuzspulen bei einem Stromausfall von der Nuttrommel
abzuheben und in diesem Zustand so lange halten bis der
Spulprozeß fortgesetzt werden kann.
In der DE 43 38 283 A1 ist beispielsweise eine Einrichtung
beschrieben, bei der ständig die am Kreuzspulautomat
vorhandene Netzspannung überwacht wird und bei Überschreiten
eines vorbestimmten Schwellenwertes eine Fadentrenneinrichtung
sowie Passivventile ausgelöst werden.
Die an einen Druckspeicher angeschlossenen Passivventile
aktivieren dann automatisch eine Spulenabhebeeinrichtung sowie
eine Spulenbremseinrichtung.
Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln,
durch das sichergestellt wird, daß die Kreuzspulen während
ihrer Spulenreise möglichst schonend behandelt werden.
Insbesondere soll während eventuell auftretender Spulpausen
eine einseitige Belastung der Kreuzspulen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst,
wie es im Anspruch 1 beschrieben ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat insbesondere den Vorteil,
daß die Kreuzspulen im Bedarfsfall, speziell in Spulpausen,
sofort nachhaltig entlastet werden und so lange entlastet
bleiben, bis sie, beispielsweise bei Gelblicht, entweder durch
einen sogenannten Kreuzspulenwechsler entsorgt werden oder
bis, bei Rotlicht, das Bedienpersonal die Ursache der Störung
beseitigt hat und der Spulprozeß fortgesetzt werden kann.
Wie im Anspruch 2 dargelegt, ist in bevorzugter
Ausführungsform vorgesehen, daß der Spulenrahmen in Spulpausen
durch einen Drehmomentgeber mit einem Drehmoment beaufschlagt
wird, das den Auflagedruck der Kreuzspule auf der zugehörigen
Stütz- oder Antriebswalze auf null oder nahezu auf null
reduziert. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Kreuzspule,
unabhängig von der Dauer einer Spulpause, sofort entlastet und
damit eine Deformation der Kreuzspule zuverlässig vermieden
wird.
Wie im Anspruch 3 beschrieben, ist in einer vorteilhaften
Ausführungsform vorgesehen, daß die Kreuzspule lediglich
minimal von der zugehörigen Stütz- oder Antriebswalze
abgehoben wird und in geringem Abstand quasi über der
zugehörigen Stütz- oder Antriebstrommel "schwebt".
Eine solche Position der Kreuzspule unterscheidet sich in
ihrer Auswirkung zwar deutlich vom bisherigen Zustand, ist
aber für das Bedienpersonal kaum sichtbar und erfordert daher
seitens des Bedienpersonals keinerlei Umstellung.
Das heißt, es wird vermieden, daß eine in einer Spulpause
stehende Spulstelle mit einer Spulstelle verwechselt wird, die
zum Beispiel aufgrund eines Netzspannungsabfalles deutlich von
der Stütz- oder Antriebswalze abgehoben ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist außerdem
vorgesehen, daß die Kreuzspule während der Fadensuche, das
heißt, während sie langsam in Abwickelrichtung rückwärts
gedreht wird, mit einem deutlich verringerten Auflagedruck auf
der Stütz- oder Antriebswalze aufliegt (Anspruch 4).
Durch diese Maßnahme wird, insbesondere bei feinen Garnen,
verhindert, daß das auf die Kreuzspulenoberfläche aufgelaufene
Fadenende während der Fadensuche in die äußeren Fadenlagen
eingebügelt wird und dann durch die Saugdüse nicht mehr erfaßt
werden kann.
Ein nicht mehr aufnehmbares Fadenende hat bekanntlich stets
zur Folge, daß die Spulstelle in Rotlicht gesetzt wird und
eines manuellen Eingriffes durch das Bedienpersonal bedarf.
Außerdem führt jede in Rotlicht stehende Spulstelle zu einem
Produktionsausfall an der betreffenden Textilmaschine.
Weitere Einzelheiten der Erfindung, insbesondere eine
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
sind anhand einer Zeichnung dargestellt.
Es zeigt:
Figur eine Antriebsstelle einer Kreuzspulen herstellenden
Textilmaschine mit einer Kreuzspule, die in einem
Spulenrahmen gehalten ist, der über einen
Drehmomentgeber definiert beaufschlagbar ist.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist im
Spulstellengehäuse 2 einer insgesamt mit 1 bezeichneten
Arbeitsstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine
eine Fadenführungstrommel 3 gelagert, die von einem (nicht
dargestellten) E-Motor angetrieben wird.
Diese als Nuttrommel ausgebildete Fadenführungstrommel 3
treibt, wie dargestellt, über Friktion eine Kreuzspule 4 an.
Die Kreuzspule 4 ist dabei in einem Spulenrahmen 5 gehalten,
der drehfest mit einer Schwenkachse 6 verbunden ist.
Die Schwenkachse 6 ist parallel zur Fadenführungstrommel 3
angeordnet und zum Beispiel begrenzt verschwenkbar am
Spulstellengehäuse 2 gelagert.
Der Spulenrahmen 5 besitzt, wie üblich, zwei Spulenarme 7 und
8, die mit drehbar gelagerten Spulentellern versehen sind.
Zwischen den Spulentellern 7, 8 ist eine Hülse gehalten, auf
die ein Faden zur Bildung einer Kreuzspule 4 aufgespult werden
kann. Wenigstens einer der Spulenarme 7, 8 ist dabei in nicht
näher dargestellter Weise mitsamt dem Spulenteller zur Seite
hin von der Kreuzspule wegschwenkbar, so daß eine volle
Kreuzspule aus dem Spulenrahmen 5 entnommen und gegen eine
leere Hülse eingetauscht werden kann.
An der Schwenkachse 6 des Spulenrahmens 5 greift ein insgesamt
mit der Bezugszahl 30 gekennzeichneter Drehmomentgeber an.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist der
Drehmomentgeber 30 unter anderem eine drehfest mit der
Schwenkachse 6 verbundene Anschlußscheibe 9 sowie ein koaxial
zur Schwenkachse 6 drehbar gelagertes Zahnrad 10 auf. Die
Anschlußscheibe 9 ist mit Anschlußbolzen 11 versehen, die zum
Zahnrad 10 hinweisen. Am Zahnrad 10 sind entsprechende
Anschlußbolzen 12 vorgesehen. Zwischen den Anschlußbolzen 11
der Anschlußscheibe 9 und den Anschlußbolzen 12 des
Zahnrades 10 sind als Übertragungselemente identische
Federelemente 13, im vorliegenden Fall Schraubenfedern,
eingeschaltet. Die Schraubenfedern 13 werden bei relativer
Verdrehung von Zahnrad 10 und Anschlußscheibe 9 gegensinnig
verformt.
Das drehbar gelagerte Zahnrad 10 kämmt mit einem Ritzel 14
eines Untersetzungsgetriebes, dessen Außenkranz 15 über ein
Antriebsritzel 16 an ein Antriebselement 17, vorzugsweise
einen Schrittmotor, angeschlossen ist. Da das
Antriebsritzel 16, der Außenkranz 15 und das Ritzel 14 am
Spulstellengehäuse 2 drehbar gelagert sind, kann über das
Übersetzungsgetriebe jede Drehbewegung des am
Spulstellengehäuse 2 festgelegten Schrittmotors 17,
beispielsweise im Verhältnis 1 : 25, auf das Zahnrad 10
übertragen werden. Der Schrittmotor 17, der zum Beispiel für
Einzelschritte von circa 1,8 Grad ausgelegt ist, wird über
eine Steuerleitung 19 von einem Spulstellenrechner 18
angesteuert und vermag so eine vorbestimmte Anzahl von
Umdrehungen oder eine vorbestimmte Anzahl von Einzelschritten
auszuführen, die mittels des Drehmomentgebers 30 am
Spulenrahmen 5 zum Beispiel ein Drehmoment Mauf ergeben.
Über dieses Drehmoment Mauf ist der Auflagedruck der
Kreuzspule 4 auf der Fadenführungstrommel 3 definiert und
feinfühlig einstellbar.
Wie aus der Figur weiter ersichtlich, verfügt die
Arbeitsstelle 1 außerdem über Sensoren 23 und 24, die über
entsprechende Signalleitungen 25, 26 mit dem
Spulstellenrechner 18 verbunden sind. Mittels dieser
Sensoren 23, 24 wird ständig sowohl die Drehzahl der
Kreuzspule 4 als auch die Drehzahl der Fadenführungstrommel 3
erfaßt. Aus diesen Daten sowie den bekannten
Konstruktionsdaten der Maschine und den vorliegenden
Garnparametern wird im Spulstellenrechner 18 stets das
aktuelle Drehmoment Mab berechnet, das sich aus dem jeweiligen
Spulengewicht sowie dem Gewicht des Spulenrahmens 5 ergibt.
Über den Spulstellenrechner 18 oder eine (nicht dargestellte)
Zentralsteuereinheit der Textilmaschine, einen sogenannten
Informator, wird zunächst ein gewünschter Auflagedruck der
Kreuzspule 4 auf der Stütz- oder Antriebswalze 3 eingestellt,
der sich aus der Differenz der Drehmomente Mab und Mauf ergibt.
Dieser Auflagedruck wird während des regulären Spulprozesses
durch entsprechende Ansteuerung eines vorzugsweise als
Schrittmotor ausgebildeten Antriebselementes 17, das
seinerseits den Drehmomentgeber 30 beaufschlagt, durch den
Spulstellenrechner 18 weitestgehend konstant gehalten.
Bei einem Fadenbruch, einem kontrollierten Reinigerschnitt
oder einem Wechsel des Vorlage- Spinnkopses steuert der
Spulstellenrechner 18 den Schrittmotor 17 zunächst so an, daß
über den Drehmomentgeber 30 ein Drehmoment Mauf auf den
Spulenrahmen 5 gegeben wird, das dafür sorgt, daß der
Spulenrahmen 5 von der Nuttrommel 3 abgehoben und durch eine
im Ausführungsbeispiel schematisch angedeutete Spulenbremse 20
oder, wenn die Kreuzspule durch einen in den Spulenrahmen
integrierten Motor angetrieben wird, durch Aufbringen eines
entsprechenden Bremsstromes in den Stillstand abgebremst wird.
Anschließend wird das Drehmoment Mauf wieder so eingestellt,
daß die Kreuzspule 4 auf die Nuttrommel 3 abgesenkt wird,
wobei der Auflagedruck, mit dem die Kreuzspule 4 auf der
Nuttrommel 3 aufliegt, deutlich geringer ist als der
Auflagedruck während des regulären Spulprozesses.
Wie bekannt und daher nicht dargestellt, wird dann eine
Saugdüse in den Bereich der Kreuzspulenoberfläche geschwenkt
und die Kreuzspule 4 durch die Nuttrommel 3 langsam in
Abwickelrichtung gedreht. Das von der Saugdüse erfaßte
Fadenende (Oberfaden) wird anschließend in einer (nicht
dargestellten) Spleißvorrichtung mit einem Unterfaden
verbunden, der von einem in Spulstellung positionierten
Vorlage-Spinnkops stammt.
Nach erfolgreichem Spleißvorgang wird der reguläre Spulprozeß
fortgesetzt.
Wenn allerdings mehrfach hintereinander ein solcher
Fadenverbindungsversuch fehlgeschlagen ist oder eine erneute
Inbetriebnahme der betreffenden Spulstelle aus irgendeinem
anderen Grunde nicht möglich ist, wird die entsprechende
Spulstelle in Rotlicht gesetzt.
Gleichzeitig wird der Spulenrahmen 5 über den Drehmomentgeber
30 mit einem Drehmoment Mauf beaufschlagt, das dafür sorgt, daß
der Auflagedruck der Kreuzspule 4 auf der Stütz- oder
Antriebswalze 3 auf null oder nahezu auf null reduziert wird.
Die Kreuzspule 4 wird dabei vorzugsweise etwas von der
Nuttrommel 3 abgehoben und "schwebt" so lange in geringem
Abstand oberhalb der Nuttrommel 3, bis die Störung durch das
Bedienpersonal beseitigt ist und der reguläre Spulbetrieb
fortgesetzt werden kann.
Ein ähnliches Verfahren läuft auch ab, wenn an einer oder
mehreren Spulstellen aus einem der eingangs erwähnten Gründen
eine Spulpause eingetreten ist oder wenn eine Kreuzspule ihren
vorbestimmten Durchmesser erreicht hat beziehungsweise wenn
eine vorbestimmte Fadenlänge auf die Kreuzspule aufgespult
wurde und die Spulstelle infolgedessen in Gelblicht gesetzt
wird.
Auch in einer Spulpause in der Gelblicht gesetzt ist, wird die
Kreuzspule 4 in eine Position knapp oberhalb der Nuttrommel 3
überführt und abgebremst.
Die Kreuzspule 4 "schwebt" auch in diesem Fall so lange in
einer Position knapp oberhalb der Nuttrommel 3 bis der
Kreuzspulenwechsler des Kreuzspulautomaten die betreffende
Kreuzspule versorgt, das heißt die Kreuzspule aus der
betreffenden Spulstelle entfernt hat.
Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß der Einsatz des
erfindungsgemäßen Verfahrens nicht auf Spulvorrichtungen
beschränkt ist, wie sie im Ausführungsbeispiel dargestellt
sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann vielmehr auch bei
Spulvorrichtungen eingesetzt werden, die einen erheblich
anderen Aufbau aufweisen.
Beispielsweise kann eine solche Spulvorrichtung mit einem
Spulenrahmen ausgestattet sein, bei dem in ein entsprechendes
Gehäuse ein Antrieb integriert ist, der die im Spulenrahmen
gehaltene Kreuzspule über einen der Hülsenaufnahmeteller des
Spulenrahmens direkt antreibt.
Ein solcher Antrieb kann bei entsprechender Ausbildung sowie
durch Beaufschlagung mit einem Bremsstrom auch zum Abbremsen
der Kreuzspule in den Stillstand benutzt werden.
Das heißt, ein solcher Spulenrahmen benötigt keine zusätzliche
Spulenbremse.
Anstelle einer Nuttrommel kann auch eine im Durchmesser
relativ kleine und leichte Stützwalze vorgesehen sein, auf die
die Kreuzspule während des Spulprozesses abgestützt ist.
Die Fadenverlegung erfolgt in diesem Fall über eine separate
Fadenchangiereinrichtung, die ebenfalls verschiedene
Ausführungsformen aufweisen kann.
Claims (4)
1. Verfahren zum Einstellen des Auflagedruckes einer in einem
schwenkbaren Spulenrahmen (5) einer Arbeitsstelle (1) einer
Textilmaschine gehaltenen Kreuzspule (4) auf einer
zugeordneten Stütz- oder Antriebswalze (3), mit einem den
Spulenrahmen (5) beaufschlagenden, durch ein
Antriebselement (17) definiert ansteuerbaren
Drehmomentgeber (30),
dadurch gekennzeichnet,
daß während der Spulenreise das am Spulenrahmen (5)
wirksame, sich aufgrund der wachsenden Kreuzspule (4)
ständig ändernde Drehmoment (Mauf) erfaßt wird und daß der
Spulenrahmen (5) im Bedarfsfall durch entsprechende
Ansteuerung des Drehmomentgebers (30) mit einem das
Drehmoment (Mab) berücksichtigendem Drehmoment (Mauf)
beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
während einer Spulpause der Spulenrahmen (5) so mit einem
Drehmoment (Mauf) beaufschlagt wird, daß der Auflagedruck
der Kreuzspule (4) auf der Stütz- oder Antriebswalze (3)
auf null oder nahezu null reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kreuzspule (4) während einer Spulpause in geringem Abstand
oberhalb der Stütz- oder Antriebswalze (3) positioniert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spulenrahmen (5) bei einer Fadensuche, bei der die
Kreuzspule (4) in Abwickelrichtung (Z) gedreht wird, mit
einem Drehmoment (Mauf) beaufschlagt wird, das einerseits
einen sicheren reibschlüssigen Kontakt zwischen der
Kreuzspule (4) und der Stütz- oder Antriebswalze (3)
gewährleistet und andererseits verhindert, daß ein
Fadenende in die Kreuzspulenoberfläche eingebügelt werden
kann.
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Publications (1)
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