DE10060937C1 - Verfahren zum Ermitteln eines Näherungswertes für den euklidischen Abstand zweier Punkte in einem Bezugssystem - Google Patents
Verfahren zum Ermitteln eines Näherungswertes für den euklidischen Abstand zweier Punkte in einem BezugssystemInfo
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Abstract
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Summe (QA) aus den quadratischen Abständen zwischen den beiden Punkten in den jeweiligen Richtungen des Bezugssystems mit einem ersten Faktor (f) multipliziert wird und dieses Produkt als Eingangsgröße eines Kennfeldes (KF1) dient. Aus dem Kennfeld (KF1) wird ein um einen zweiten Faktor (f') verlängerter euklidischer Abstand (EA') ausgelesen und dieser Wert durch den zweiten Faktor (f') dividiert. Dadurch erhält man auf einfache Weise den euklidischen Abstand (EA) der beiden Punkte.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln eines Nä
herungswertes für den euklidischen Abstand zweier Punkte in
einem Bezugssystem gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
In vielen Echtzeitanwendungen innerhalb von Maschinensteue
rungen. z. B. elektronischen Motorsteuerungen für Brennkraft
maschinen werden zunehmend umfangreichere, exaktere physika
lische Modelle berechnet. Die exakten physikalischen und ma
thematischen Zusammenhänge zwischen verschiedenen Eingangs
größen und Kenngrößen einer Vorrichtung sind häufig stark
nichtlinear und der exakte funktionale Zusammenhang nicht o
der nur mit ungenügender Genauigkeit bekannt. Es ist diesbe
züglich bekannt, Kennfelder durch stationäre Messungen der
zusammengehörigen Eingangsgrößen und der jeweiligen Kenngröße
für eine vorgegebene Anzahl an Betriebspunkten zu ermitteln
und die Ergebnisse in einem Kennfeld abzulegen. Im Betrieb
der Vorrichtung wird dann abhängig von, den Eingangsgrößen und
ggf. durch Kennfeld-Interpolation die jeweilige Kennfeldgröße
ermittelt. Eine Nachbildung der physikalischen oder mathema
tischen Zusammenhänge mit derartigen Kennfeldern, die direkt
abhängen von ermittelten Betriebsgrößen der Vorrichtung -
beispielsweise ein Druckverhältnis und ein Volumenstrom bei
einem Verdichter-Kennfeld eines Abgasturboladers einer Brenn
kraftmaschine - weist häufig Nachteile auf.
Dies gilt in besonderem Maße, wenn für die zu ermittelnde
Größe eine hohe Genauigkeit gefordert ist. Darüber hinaus ist
ein solches Vorgehen laufzeit- und speicherintensiv, insbe
sondere wenn für bestimmte Funktionen in der Motorsteuerung
der euklidische Abstand zweier Punkte in einem rechtwinkligen
Bezugssystem ermittelt werden muss und der Wertebereich sehr
groß, ist wie beispielsweise zur Bestimmung des euklidischen
Abstandes von Betriebspunkten in Kennfeldern oder bei der Um
rechnung auf kartesische Koordinatensysteme, z. B. für Ver
dichterkennfelder eines Abgasturboladers oder bei der Auswer
tung von Turbinenkennfeldern, bei denen die Abgastemperatur
als nichtlineare Größe eingeht.
Aus der DE 197 56 507 A1 ist ein Verfahren zur Steuerung, Re
gelung und Signalverarbeitung zeitkritischer Prozesse durch
einen High Speed Matrix Controller mit n-Eingangsgrößen und
einer Ausgangsgröße unter Ausnutzung eines Kennfeldes, in dem
der Algorithmus hinterlegt ist, bekannt. Das Kennfeld wird
extern berechnet und auf elektronische Speicher geladen.
Hierbei bilden die digitalisierten Eingangsgrößen die Adres
sen, über die der Speicher angesprochen wird und der Inhalt
der über die Adresse angesprochene Speicherzelle ist die di
gitale Ausgangsgröße. Die Abarbeitungszeit ist unabhängig von
Umfang und Art des Algorithmus, sowie von der Auflösung des
Kennfeldes.
Die EP 0 703 568 A1 beschreibt ein Spracherkennungssystem zum
Erkennen eines Eingangssprachsignals durch Bestimmen einer
kumulativen Distanz zwischen einem Eingangsmuster und einem
Bezugsmuster. Dieses System weist Analysemittel zum Aufteilen
des Bingangssprachsignals in eine Anzahl von Rahmen einer
vorbestimmten Länge und zum Analysieren der Rahmen um ein
Eingangsmuster zu bestimmen auf, welches aus einer temporären
Sequenz von Eingangsmusterelementen zusammengesetzt ist, wel
che die Zeichen des Rahmens repräsentieren. Ferner ist eine
Distanzberechnungsvorrichtung zum sequentiellen Berechnen ei
nes Satzes von Elementdistanzen zwischen den Eingangsmuster
elementen und entsprechenden Musterelementen des Bezugsmus
ters und ein Arbeitsspeicher zum temporären Speichern kumu
lierter Werte der Elementdistanzen, die einen Block einer
vorbestimmten Anzahl der Rahmen des Eingangsmusters entspre
chen, vorgesehen. Ferner ist ein kumulativer Datenspeicher
vorgesehen zum Speichern eines endgültigen kumulativen Wertes
jedes Blocks der vorbestimmten Anzahl von Rahmen des Ein
gangsmusters sowie eine Rekursionsberechnungsvorrichtung zum
Zugreifen zu den gespeicherten kumulativen Werten im Arbeits
speicher und zu gespeicherten endgültigen kumulativen Werten
im kumulativen Datenspeicher. Ferner ist eine Entscheidungs
vorrichtung vorgesehen zum Benutzen der endgültigen kumulati
ven Werte um eine Entscheidung zu treffen für die Erkennung
des Eingangssprachsignals und zum Ausgeben eines Ergebnisses
der Entscheidung und ein Arbeitsspeicherschieber zum Ver
schieben des gespeicherten kumulativen Wertes im Arbeitsspei
cher durch eine vorbestimmte Verschiebung wenn der gespei
cherte endgültige kumulative Wert im kumulativen Datenspei
cher aktualisiert ist.
In der CH 665914 ist ein Verfahren zum Vergleichen einer
Handschrift mit einer Referenzschrift mittels im Laufe der
jeweiligen Schriftaufzeichnung registrierter charakteristi
scher Signale von Geschwindigkeitsbestandteilen entlang einer
Abszisse und einer Ordinate eines rechtwinkligen Koordinaten
systems beschrieben. Dabei wird jedes Geschwindigkeitssignal
der zu vergleichenden Schrift und der Referenzschrift in der
Bewegung der niedergelegten Schrift entsprechende unter
schiedliche Zeitsegmente aufgeteilt wird, wobei die Position
jedes Bewegungssegments der zu vergleichenden Schrift mit den
entsprechenden Bewegungssegment der Referenzschrift koordi
niert wird. Dabei wird ein Korrekturfaktor als Funktion der
Zeitvariation zwischen jedem Bewegungssegment der Schrift und
dem entsprechenden Bewegungssegment der Referenzschrift be
stimmt. Es werden in einer durch zwei Achsen bestimmten Flä
che die Hodographen der Signale der Geschwindigkeitsbestand
teile der zu vergleichenden Schrift bzw. der Referenzschrift
aufgezeichnet. Zu bestimmten Zeitpunkten werden die Punkte
der Hodographen der Referenzschrift und der zu vergleichenden
Schrift ausgewählt und der euklidische Abstand zwischen den
entsprechenden Punkten der beiden Hodographen, welcher der
Länge eines Sektors entspricht, berechnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren an
zugeben, mit dem bei geringem Rechenaufwand mit hoher Genau
igkeit ein Näherungswert für den euklidischen Abstand zweier
Punkte in einem Bezugssystem ermittelt werden kann.
Diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 ge
löst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Summe aus
den quadratischen Abständen zwischen den beiden Punkten in
den jeweiligen Richtungen des Bezugssystems mit einem ersten
Faktor multipliziert wird und dieses Produkt als Eingangsgrö
ße eines Kennfeldes dient. Aus dem Kennfeld wird ein um einen
zweiten Faktor verlängerter euklidischer Abstand ausgelesen
und dieser Wert durch den zweiten Faktor dividiert. Dadurch
erhält man auf einfache Weise den euklidischen Abstand der
beiden Punkte.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Brennkraftmaschine mit zu
gehöriger Steuerungseinrichtung, bei der das erfin
dungsgemäße Verfahren angewandt wird,
Fig. 2 ein rechtshändiges Koordinatensystem zur Darstellung
des Abstandes zweier Punkte und
Fig. 3 ein Ablaufdiagramm zur näherungsweisen Bestimmen des
Abstandes
In Fig. 1 ist in Form eines Blockschaltbildes sehr verein
facht eine Brennkraftmaschine 1 mit einer ihr zugeordneten e
lektronischen Steuerungseinrichtung 2 dargestellt. Dabei sind
nur diejenigen Teile gezeigt, die für das Verständnis der Er
findung notwendig sind. Insbesondere ist auf die Darstellung
des Kraftstoffkreislaufes und der Abgasnachbehandlungsein
richtung verzichtet worden.
Der Brennkraftmaschine 1 wird über einen Ansaugtrakt 3, der
eine Drosselklappe 4 enthält, die zur Verbrennung notwendige
Luft zugeführt. Das Abgas der Brennkraftmaschine 1 strömt ü
ber einen Abgastrakt 5 zu einer Abgasnachbehandlungsanlage
und von diesem über einen nicht dargestellten Schalldämpfer
ins Freie.
Zur Erhöhung der Zylinderfüllung und damit zur Leistungsstei
gerung der Brennkraftmaschine 1 ist ein Abgasturbolader vor
gesehen, dessen Turbine 6 im Abgastrakt 5 angeordnet ist und
über eine Welle 7 mechanisch in Wirkverbindung mit einem im
Ansaugtrakt 3 angeordneten Verdichter 8 steht. Somit treiben
die Abgase der Brennkraftmaschine 1 die Turbine 6 an und die
se wiederum den Verdichter 8. Der Verdichter 8 liefert der
Brennkraftmaschine 1 eine vorverdichtete Frischladung. Ein
dem Verdichter 8 nachgeschalteter Ladeluftkühler 9 führt über
den Kühlmittelkreislauf der Brennkraftmaschine 1 Verdich
tungswärme ab. Dadurch kann die Zylinderfüllung weiter ver
bessert werden.
Zum Rückführen eines Teils der Abgase ist eine Abgasrückführ
leitung 10 vorgesehen, die den Abgastrakt 5 mit dem Ansaug
trakt 3 derart verbindet, dass Abgas stromaufwärts der Turbi
ne 6 abgezweigt und an einer Stelle stromabwärts des Lade
luftkühlers 9 wieder in den Ansaugtrakt 3 zurückgeführt wird.
Zur Einstellung der rückgeführten Abgasmenge ist in die Abgasrückführleitung
10 ein Abgasrückführventil 11 eingeschal
tet. Dabei kann ein elektrisch angesteuertes oder ein mittels
des Druckes im Ansaugtrakt gesteuertes Ventil vorgesehen
sein. Die rückgeführten Abgase führen zu einer Reduzierung
der maximalen Verbrennungstemperatur in den Zylindern der
Brennkraftmaschine 1 und als Folge davon zu einer Verringe
rung der Stickoxidbildung.
Zur Steuerung und Regelung der Brennkraftmaschine 1 ist die
Steuerungseinrichtung 2 über eine hier nur schematisch darge
stellte Daten- und Steuerleitung 12 mit der Brennkraftmaschi
ne 1 verbunden. Über diese Daten- und Steuerleitung 12 werden
Signale von Sensoren (z. B. Temperatursensoren für Ansaugluft,
Ladeluft, Kühlmittel, Lastsensor, Geschwindigkeitssensor) und
Signale für Aktoren (z. B. Einspritzventile, Stellglieder)
zwischen der Brennkraftmaschine 1 und der Steuerungseinrich
tung 2 übertragen.
Solche elektronischen Steuerungseinrichtungen, die in der Re
gel einen Mikrocomputer beinhalten und neben der Zündungsre
gelung und der Kraftstoffeinspritzung eine Vielzahl weiterer
Steuer- und Regelaufgaben übernehmen, sind an sich bekannt,
so dass im folgenden nur auf den im Zusammenhang mit der Er
findung relevanten Aufbau und dessen Funktion eingegangen
wird.
Der Steuerungseinrichtung 2 ist eine Speichereinrichtung 13
zugeordnet, in der verschiedene Tabellen und Kennfelder u. a.
ein Kennfeld für den Verdichter 8 des Abgasturboladers mit
den Eingangsgrößen Volumenstrom durch den Verdichter und
Druckverhältnis des Druckes stromauf und stromab des Verdich
ters und ein Kennfeld KF1 abgelegt sind, dessen Bedeutung
später anhand der Beschreibung der Fig. 2 und 3 näher erläu
tert wird.
In Fig. 2 ist ein rechtshändiges Koordinatensystem mit drei
aufeinander senkrecht stehenden Koordinatenachsen x, y und z
gezeigt. Der Abstand zwischen den Punkten P1 und P2 wird als
euklidischer Abstand EA bezeichnet und ergibt sich zu
als Summe der quadratischen Abstände gilt
EA = √QA
Zum Bestimmen des euklidischen Abstandes EA wird die Summe QA
der quadratischen Abstände mit einem Faktor f < 0 multipli
ziert, wobei der Faktor f so gewählt wird, dass seine Wurzel
mit Standardfunktionen des Mikrocontrollers der Steuerungs
einrichtung 2 zu bestimmen ist und das Produkt aus der Summe
QA der quadratischen Abstände und des Faktors f in einem en
gen Wertebereich liegt. Vorteilhafter Weise wird für den Fak
tor f eine ganzzahlige Potenz einer Quadratzahl gewählt. Der
Wert dieses Produktes ist Eingangsgröße für das in der Spei
chereinrichtung 13 enthaltenen Kennfeldes KF1, in dem zugehö
rige Werte für den um einen Faktor f' = √f verlängerten eukli
dischen Abstand EA' abgelegt sind. Anschließend wird der aus
gelesene Wert für den euklidischen Abstand EA' durch die Wur
zel des Faktors f (der Faktor f wurde so gewählt, dass dessen
Wurzel leicht bestimmt werden kann), also durch f' dividiert
und man erhält einen Annäherungswert für den gewünschten euk
lidischen Abstand EA.
Anhand des Ablaufplanes gemäß Fig. 3 wird ein Ausführungs
beispiel zum Bestimmen des euklidischen Abstandes zweier
Punkte in einem rechtwinkligen Bezugssystem näher erläutert.
Dabei wird davon ausgegangen, dass in der Steuerungseinrich
tung 2 der Brennkraftmaschine 1 ein 16-bit-Mikrocontroller
vorhanden ist und eine Funktion benötigt wird, deren Maximal
wert des Wertebereichs der Summe der quadratischen Abstände
zweier Punkte in einem rechtwinkligen Bezugssystem mehr als
zweitausend mal so groß wie deren Minimalwert ist. Zur aus
reichend exakten Modellierung der physikalischen Bedingungen
ist hierbei eine hohe Genauigkeit gefordert.
Als Faktor f wird dabei eine ganzzahlige Potenz der Zahl 4
verwendet. Dies hat den Vorteil, dass sowohl zur Multiplika
tion als auch zur Division nach der Kennlinienauswertung eine
einfache Schiebeoperation verwendet werden kann, da das Er
gebnis der Kennlinienauswertung anschließend durch eine ganz
zahlige Potenz der Zahl von 2, hier als Faktor f' bezeichnet,
geteilt werden muss. Es gilt der Zusammenhang f' = √f.
In einem ersten Verfahrensschritt S1 wird überprüft, ob der
quadratische Abstand QA gleich dem Wert Null ist. Ist dies
der Fall, so wird im Verfahrensschritt S2 auch der euklidi
sche Abstand gleich dem Wert Null gesetzt und das Verfahren
ist zu Ende.
Ergibt die Abfrage im Verfahrensschritt S1, dass der quadra
tische Abstand QA ungleich dem Wert Null ist, erfolgt im Ver
fahrensschritt S3 eine Initialisierung. Dies bedeutet, dass
der Zähler für das Vielfache des Faktors f, mit dem der quad
ratische Abstand QA multipliziert wird auf den Wert Null ge
setzt wird (Exponent = 0, f0 = 40 = 1).
Werte für den quadratischen Abstand QA sind ganze Zahlen zwi
schen 0 und 65535, eine binäre Zahl mit 16 bit Auflösung. Da
als Faktor f eine ganzzahlige Potenz der Zahl 4 verwendet
wird, ist es hier möglich, den quadratischen Abstand so zu
skalieren, dass Maximalwert und Minimalwert des Produktes aus
Faktor f und quadratischem Abstand QA sich um den Faktor 4
unterscheiden.
Der quadratische Abstand QA wird solange mit dem Faktor f = 4
multipliziert, bis das Produkt aus Faktor f und QA innerhalb
des geforderten Bereiches zwischen minimal 16384 (= 214) und
maximal 65535 (= 216 -1) liegt (Spannweite des Bereiches: Fak
tor 4). Liegt das Produkt gerade unterhalb des Bereiches
(= 16383), erhält man durch Multiplikation mit dem Faktor f = 4
den Wert 65532. Es ist also immer möglich, mit einem Faktor,
der eine ganzzahlige Potenz der Zahl 4 ist, in den geforder
ten Wertebereich zu gelangen.
In einem Verfahrensschritt S4 wird deshalb überprüft, ob der
quadratische Abstand QA kleiner ist als die untere Grenze des
geforderten Wertebereichs 16384.
Ist dies der Fall, so wird in einem Verfahrensschritt S5 der
quadratische Abstand QA mit dem Faktor f = 4 multipliziert
und der Exponent des Faktors f um 1 erhöht. Die Verfahrens
schritte S4 und S5 werden solange durchlaufen, bis der aktu
elle Wert von QA den Minimalwert von 16384 überschreitet.
Liegt der aktuelle Wert von QA innerhalb des Wertebereiches,
erfolgt eine Kennlinienauswertung. In dem Kennfeld KF1 sind
zu den Werten aus dem Produkt von quadratischem Abstand QA
und Faktor f jeweils zugehörige Werte eines um den Faktor
f' = √f verlängerter euklidischer Abstand EA' ausgelesen.
In einem nachfolgenden Verfahrensschritt S6 erfolgt eine
Rückskalierung, indem der aus dem Kennfeld KF1 ausgelesene
Wert EA' durch den Faktor f' dividiert wird. Das ist in die
sem Ausführungsbeispiel auf einfache Weise möglich, da als
Faktor eine ganzzahlige Potenz der Zahl 4 verwendet wurde und
damit der Kennfeldwert EA' durch eine ganzzahlige Potenz der
Zahl 2 dividiert werden muss. Nach der Division durch die
Zahl 2 wird im Verfahrensschritt S7 der Exponent des Faktors
f um den Wert 1 dekrementiert. Im Verfahrensschritt S8 wird
überprüft, ob der Exponent nun den Wert Null aufweist. Ist
dies der Fall, so liegt der Näherungswert für den gesuchten
euklidischen Abstand EA' = EA der beiden Punkte P1, P2 im Be
zugssystem bereits vor und das Verfahren ist zu Ende, andern
falls wird die Schleife aus den Verfahrensschritten SS6 bis
S8 solange durchlaufen, bis der Exponent gleich dem Wert Null
ist.
Claims (6)
1. Verfahren zum Ermitteln eines Näherungswertes für den euk
lidischen Abstand (EA) zwischen zwei Punkten (P1, P2) inner
halb eines rechtwinkligen Bezugssystems (x, y, z) für Echtzeit
anwendungen in Maschinensteuerungen, insbesondere in elektro
nischen Motorsteuerungen (2) für Brennkraftmaschinen (1), der
eine Speichereinrichtung (13) mit mindestens einem Kennfeld
(KFl) zugeordnet ist
dadurch gekennzeichnet, dass
die Summe (QA) aus den quadratischen Abständen zwischen den beiden Punkten (P1, P2) in den jeweiligen Richtungen (x, y, z) des Bezugssystems mit einem ersten Faktor (f) multipliziert wird,
dieses Produkt als Eingangsgröße eines Kennfeldes (KF1) dient,
aus dem Kennfeld (KF1) ein um einen zweiten Faktor (f) verlängerter euklidischer Abstand (EA') ausgelesen wird,
dieser Wert durch den zweiten Faktor (f') dividiert wird und dadurch der euklidische Abstand (EA) erhalten wird.
die Summe (QA) aus den quadratischen Abständen zwischen den beiden Punkten (P1, P2) in den jeweiligen Richtungen (x, y, z) des Bezugssystems mit einem ersten Faktor (f) multipliziert wird,
dieses Produkt als Eingangsgröße eines Kennfeldes (KF1) dient,
aus dem Kennfeld (KF1) ein um einen zweiten Faktor (f) verlängerter euklidischer Abstand (EA') ausgelesen wird,
dieser Wert durch den zweiten Faktor (f') dividiert wird und dadurch der euklidische Abstand (EA) erhalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Faktor (f) derart gewählt wird, dass das Produkt
aus Faktor (f) und quadratischem Abstand (QA) in einem vorge
gebenen Wertebereich liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass als erster Faktor (f) eine ganzzahlige Potenz einer
Quadratzahl gewählt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass als erster Faktor (f) der Wert 4 gewählt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
dass als zweiter Faktor (f') die Quadratwurzel des ersten
Faktors (f) gewählt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Zusammenhang zwischen den Faktoren (f,
f') in einer Tabelle abgelegt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000160937 DE10060937C1 (de) | 2000-12-07 | 2000-12-07 | Verfahren zum Ermitteln eines Näherungswertes für den euklidischen Abstand zweier Punkte in einem Bezugssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000160937 DE10060937C1 (de) | 2000-12-07 | 2000-12-07 | Verfahren zum Ermitteln eines Näherungswertes für den euklidischen Abstand zweier Punkte in einem Bezugssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10060937C1 true DE10060937C1 (de) | 2002-07-25 |
Family
ID=7666203
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000160937 Expired - Fee Related DE10060937C1 (de) | 2000-12-07 | 2000-12-07 | Verfahren zum Ermitteln eines Näherungswertes für den euklidischen Abstand zweier Punkte in einem Bezugssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10060937C1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH665914A5 (fr) * | 1985-04-26 | 1988-06-15 | Battelle Memorial Institute | Procede pour comparer une ecriture manuscrite avec une ecriture de reference et utilisation de ce procede. |
| EP0703568A2 (de) * | 1994-09-20 | 1996-03-27 | Nec Corporation | System und Verfahren zur Spracherkennung mit verringerter Antwortzeit |
| DE19756507A1 (de) * | 1997-12-19 | 1999-07-22 | Hochschule Fuer Technik Wirtsc | Verfahren zur Regelung zeitkritischer Prozesse durch einen High Speed Matrix Controller |
-
2000
- 2000-12-07 DE DE2000160937 patent/DE10060937C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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