DE10063055A1 - Fahrzeugdach mit zwei verstellbaren Deckeln - Google Patents
Fahrzeugdach mit zwei verstellbaren DeckelnInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einem vorderen Deckel (12) und einem hinteren Deckel (13), die in Schließstellung in Fahrzeuglängsrichtung einander angrenzend eine Dachöffnung (11) in einer festen Dachfläche (10) verschließen. Erfindungsgemäß sind Verstell- und Ausstelltriebe für die beiden Deckel (12, 13) vorgesehen, um diese, ausgehend von einer Schließstellung, nacheinander in eine Lüfterstellung, in welcher ihre Hinterkanten (16, 17) angehoben sind, eine Zwischenstellung, in welcher die Deckel (12, 13) in angehobener Stellung in eine die Dachöffnung teilweise freigebende Stellung nach hinten verschoben sind und der vordere Deckel (12) mit seiner Hinterkante (18) den hinteren Deckel (13) übergreift, und eine Endstellung zu überführen, in welcher die Deckel (12, 13) in ihrer der Zwischenstellung im wesentlichen entsprechenden Relativstellung so weit nach hinten verschoben sind, daß der hintere Deckel (13) mit seiner Hinterkante die feste Dachfläche (10) übergreift.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einem vorderen Deckel und einem
hinteren Deckel, die in Schließstellung in Fahrzeuglängsrichtung aneinander an
grenzend eine Dachöffnung in einer festen Dachfläche verschließen.
Ein derartiges Fahrzeugdach ist aus der EP 0 306 674 B1 bekannt. Bei diesem
bekannten Fahrzeugdach ist der vordere Deckel zwischen einer die Schließstel
lung des vorderen Deckels bildenden vorderen Endstellung und einer hinteren
Endstellung verstellbar, in welcher der vordere Deckel den vorderen Teil der
Dachöffnung freilegt, wobei der hintere Deckel um eine nahe seiner Hinterkante
liegende Achse in eine Lüftungsstellung schwenkbar ist, in welcher die Vorder
kante des hinteren Deckels gegenüber der Hinterkante des vorderen Deckels
nach unten verschwenkt ist. Um das Fahrzeugdach auf relativ einfache Weise
neben der Offenstellung auch in eine Lüftungsstellung versetzen zu können, ohne
eine nennenswerte Erhöhung des Lüftungswiederstands zu erzeugen, ist vorge
sehen, dass der vordere Deckel für eine rein translatorische Verschiebung zwi
schen der vorderen und der hinteren Endstellung geführt ist, wobei der hintere
Deckel als Ganzes aus seiner Schließstellung in eine ein Darüberschieben des
vorderen Deckels erlaubende Stellung absenkbar ist. Dieses bekannte Fahr
zeugdach erlaubt jedoch kein im wesentlichen vollständiges Freigeben der
Dachöffnung und erfordert einen relativ aufwendigen Mechanismus zur Verstel
lung der Deckel.
Aus der EP 0 447 781 B1 ist ein weiteres Fahrzeugdachs der eingangs genann
ten Art bekannt, das als Schiebehebedach ausgelegt ist. In Schließstellung ist der
vordere Deckel mit seiner Hinterkante nach oben in eine Lüfterstellung ausstell
bar und beim Ausstellen des vorderen Deckels in Lüfterstellung oder anfangs bei
einer Längsverlagerung eines Deckels aus der Lüfterstellung des vorderen Dec
kels senkt eine Verstelleinrichtung die Vorderkante des hinteren Deckels ab, um
eine weitgehend zugluft- und geräuschfreie Be- und Entlüftung des Fahrga
straums zu ermöglichen. Auch der Mechanismus zur Verstellung der Deckel die
ses Fahrzeugdachs ist relativ aufwendig und erlaubt keine vollständige Freile
gung der Dachöffnung.
Angesichts dieses Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrun
de, ein Fahrzeugdach der eingangs genannten Art so auszubilden, dass die
Dachöffnung vollständig freigebbar ist, während außerdem eine Lüftungsstellung
und eine Zwischenstellung der Decke problemlos, d. h. mit relativ einfacher und
robuster sowie zuverlässiger Mechanik realisierbar sind.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des An
spruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Erfindungsgemäß sind mit anderen Worten die beiden Deckel des Fahrzeug
dachs in eine Lüfterstellung kippbar, in dieser Kippstellung unter zusätzlicher Ver
schiebung des vorderen Deckels nach hinten verfahrbar, um eine Zwischenstel
lung zu realisieren, und im wesentlichen in dieser Kippstellung nach hinten in eine
Stellung verschiebbar, in welcher die Dachöffnung nahezu vollständig freigege
ben ist.
Diese im Anspruch 1 zum Ausdruck kommende Deckelkinematik läßt sich mittels
einer relativ einfachen Mechanik realisieren, die phasenweise starre Kopplungen
zwischen den Verstell- und Ausstellschlitten vorsieht, um die jeweiligen Deckel
stellungen präzise und stabil zu gewährleisten.
Vorteilhafterweise erfolgt die phasenweise starre Kopplung zwischen den Schlit
ten durch ein Paar von Riegelstangen, die mittels Riegelsteinen in Eingriff mit den
Schlitten bringbar und die im übrigen gegenüber den sie führenden Führungs
schienen verriegelbar sind. Zum Antrieb der Schlitten und damit der Deckel sind
vorteilhafterweise zwei Antriebskabelpaare vorgesehen, die durch einen einzigen
Elektromotor betätigt sind. Ein derartiger Antrieb, der zwei Kabelpaare mit unter
schiedlichen Geschwindigkeiten antreibt, ist beispielsweise aus der DE 35 45 869 C2
bekannt, deren Offenbarungsgehalt hiermit auch zum Gegenstand der vorlie
genden Anmeldung gemacht wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläu
tert; es zeigen:
Fig. 1 bis Fig. 4 Längsschnittdarstellung einer Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Fahrzeugdachs, dessen beide Deckel sich in
unterschiedlichen Stellungen befinden, nämlich in Fig. 1 in ei
ner eine Dachöffnung in einer festen Dachfläche des Fahr
zeugdachs verschließenden Schließstellung, in Fig. 2 in einer
Lüfterstellung, in Fig. 3 in einer halb geöffneten Stellung, und
in Fig. 4 in einer vollständig geöffneten Stellung,
Fig. 5A bis 5D jeweils eine schematische Draufsicht auf eine linke Füh
rungsschiene mit den Deckelstellungen gemäß Fig. 1 bis Fig.
4 entsprechenden Positionen des Verstelltriebs und des Aus
stelltriebs für die beiden Deckel und
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Verstelltriebs und des Aus
stelltriebs für die beiden Deckel
In Fig. 1 bis 4 ist in einer festen Dachfläche 10 eine Dachöffnung 11 gebildet, in
welcher in Schließstellung (Fig. 1) in Fahrzeuglängsrichtung aneinander angren
zend zwei Deckel angeordnet sind, nämlich ein vorderer Deckel 12 und ein hinte
rer Deckel 13. Die Deckel 12 und 13 sind bei der dargestellten Ausführungsform
aus transparentem Material, wie etwa Acryl bzw. Glas hergestellt. Um wahlweise
den Hindurchtritt von Licht durch die Deckel 12, 13 zu unterbinden, ist unter die
sen, wenn sie sich in der in Fig. 1 gezeigten geschlossenen Stellung befinden,
ein zweiteiliger Himmel mit einem vorderen Himmelteil 14 und einem hinteren
Himmelteil 15 angeordnet. Die sich in Schließstellung befindlichen Himmelteile 14
und 15 grenzen in dieser Stellung aneinander an und decken die Deckel 12 und
13 von unten ab.
Die Deckel- und Himmelanordnung gemäß Fig. 1 (Schließstellung) kann wahlwei
se in eine in Fig. 2 gezeigte Lüfterstellung überführt werden. In dieser Lüfterstel
lung sind die Deckel 12 bzw. 13 mit ihren Hinterkanten 16 bzw. 11 jeweils ange
hoben und die beiden Himmelteile 14 bzw. 15 sind aus ihrer Schließstellung um
eine bestimmte Strecke unter gegenseitigem Abstand nach hinten verfahren, so
dass die Vorderkante 18 des vorderen Himmelteils 14 unter Belassung eines
Querspalts vom Vorderrand der Dachöffnung beabstandet ist, während der hinte
re Himmelteil 15 mit seiner Vorderkante 19 von der Hinterkante des vorderen
Himmelteils 14 beabstandet ist. Die Hinterkante 21 des hinteren Himmelteils 15
untergreift den Hinterrand der Dachöffnung 10, 11 und übergreift einen festen
Himmelteil 22 in diesem Bereich.
In der Lüfterstellung kann Luft in die Fahrgastzelle gelangen über den Querspalt
zwischen der hochgestellten Hinterkante 16 des vorderen Deckels 12 und der
Vorderkante 23 des hinteren Deckels 13 und über den Querspalt zwischen der
Vorderkante 18 des vorderen Himmelteils 14 und dem Vorderrand der Dachöffnung
11. In ähnlicher Weise vermag Luft in die Fahrgastzelle einzutreten über
den Querspalt zwischen der Hinterkante 17 des hinteren Deckels 13 und dem
hinteren Rand der Dachöffnung 11 sowie dem Querspalt zwischen der Vorder
kante 19 des hinteren Himmelteils 15 und der Hinterkante 20 des vorderen Him
melteils 14.
Fig. 3 zeigt eine Teilöffungsstellung bzw. Zwischenstellung der Deckel 12 bzw. 13,
die sich zumindest im wesentlichen in derselben Kippstellung wie in Fig. 2 befin
den, d. h. mit ausgestellten Hinterkanten 16 bzw. 17, jedoch mit dem Unterschied,
dass bei im Vergleich zu Fig. 2 stationär verbliebenem hinteren Deckel 13 der
vordere Deckel 14 nach hinten in eine Position gefahren ist, in welcher er in etwa
mit der Hälfte seiner Längsausdehnung den hinteren Deckel 13 übergreift. Die
beiden Himmelteile 14 und 15 befinden sich in Fig. 3 in ihrer vollständig geöffne
ten Position, in welcher sie übereinander liegend zwischen der festen Dachfläche
10 und dem festen Himmelteil 22 zu liegen kommen. D. h., der vordere Deckel 12
und der hintere Deckel 13 sind nicht mehr durch die Himmelteile 14, 15 abge
deckt und Sonnenlicht kann durch diese teilweise übereinander liegenden Deckel
in den Fahrgastraum fallen. Aufgrund seiner rückgefahrenen Position ist zwischen
dem Vorderrand der Dachöffnung 11 und der Vorderkante 24 des vorderen Dec
kels 12 ein relativ großer Lufteintrittspalt freigelegt, der in Fig. 3 mit 25 bezeichnet
ist.
Fig. 4 zeigt die nahezu vollständig freigelegte Dachöffnung 11 mit sich in voller
Öffnungsstellung befindlichen vorderen und hinteren Deckeln 12, 13 unter Ver
größerung des Lufteintrittsspalts 25 im Vergleich zu der Deckeizwischenstellung
von Fig. 3. In dieser Position ist die Stellung der Himmelteile 14, 15 unverändert
gegenüber der in Fig. 3 gezeigten Stellung, während im Vergleich zu der in Fig. 3
gezeigten Deckelzwischenstellung, welche Deckel-Relativposition in Fig. 4 zu
mindest im wesentlichen beibehalten ist, beide Deckel 12, 13 noch weiter nach
hinten verfahren sind.
Im folgenden wird anhand von Fig. 5A bis 5D der Mechanismus zum Verschieben
und Ausstellen der beiden Deckel 12, 13 näher erläutert, wobei die Konfiguration
des Mechanismus gemäß Fig. 5A der Deckelstellung in Fig. 1 entspricht, während
die Konfiguration gemäß Fig. 5B der Deckelstellung gemäß Fig. 2 entspricht. Die
Konfiguration des Mechanismus gemäß Fig. 5C entspricht der Deckelstellung
gemäß Fig. 3 und die Konfiguration der Struktur des Mechanismus gemäß Fig. 5
entspricht der Deckelstellung gemäß Fig. 4. In der schematischen Draufsicht der
Fig. 5 auf eine in Fahrtrichtung linke Führungsschiene 26, die die Dachöffnung 11
seitlich begrenzt, ist die obere Abdeckung der Führungsschiene weggelassen, so
dass die Schlitten zur Betätigung der Deckel 12 bzw. 13 darstellbar sind.
Der Mechanismus zur Verstellung der Himmelteile 14, 15 ist nicht Gegenstand
der vorliegenden Anmeldung und deshalb auch nicht näher erläutert.
Der in Fig. 5A bis D und in Fig. 6 gezeigte Mechanismus zum Verstellen (Ver
schieben) und Ausstellen der Deckel 11, 12 umfaßt beiderseits der Dachöffnung
11 angeordnete, mit der Dachfläche 10 fest verbundene Führungsschienen 26
sowie darin geführte Verstell-, Ausstell- und Antriebsorgane. Fig. 5A bis D zeigen
lediglich die in Fahrtrichtung linke dieser beiden Führungsschienen 26 und die ihr
zugeordneten beweglichen Organe des Mechanismus. In der Führungsschiene
26, die als Profilschiene mit Führungsnuten gebildet ist, sind insgesamt vier
Schlitten längsverschieblich gelagert, nämlich ein vorderer Verstellschlitten 27,
der im Bereich der Vorderkante 24 des vorderen Deckels 12 über eine Schwen
kachse mit diesem verbunden ist, ein vorderer Ausstellschlitten 28, der hinter
dem vorderen Verstellschlitten 27 am vorderen Deckel 12 angelenkt ist, ein hinte
rer Verstellschlitten 29, der im Bereich der Vorderkante 23 des hinteren Deckels
13 über eine Schwenkachse mit diesem verbunden ist, und ein hinterer Ausstell
schlitten 30, der hinter dem hinteren Verstellschlitten 29 am hinteren Deckel 13
angelenkt ist. Der vordere Verstellschlitten 27 dient zur Längsverstellung des vor
deren Deckels 12, während der hintere Verstellschlitten 29 zur Längsverstellung
des hinteren Deckels 13 dient. In ähnlicher Weise dient der vordere Ausstellschlitten
28 zum Aufstellen der Hinterkante 16 des vorderen Deckels 12, während
der hintere Ausstellschlitten 30 zum Ausstellen der Hinterkante 13 des hinteren
Deckels 13 dient.
Mit 31 und 32 sind erste und zweite Antriebskabel bezeichnet. Die Antriebskabel
31, 32 sind in zugehörigen Führungsnuten der Führungsschiene 26 geführt. Das
Antriebskabel 31 ist fest mit dem vorderen Verstellschlitten 27 verbunden, wäh
rend das Antriebskabel 32 fest mit dem hinteren Ausstellschlitten 30 verbunden
ist. Mit 33 und 34 sind eine vordere und eine hintere Riegelstange bezeichnet.
Die hintere Riegelstange 34 wird in verallgemeinerter Form auch als erstes
Kopplungsmittel bezeichnet, während die vordere Riegelstange 33 auch als
zweites Kopplungsmittel bezeichnet ist. Die hintere Riegelstange 34 ist mit ihrem
hinteren Ende fest mit dem hinteren Ausstellschlitten 30 verbunden, während die
vordere Riegelstange 33 mit ihrem Vorderende fest mit dem vorderen Verstell
schlitten 27 verbunden ist. Das hintere Ende der vorderen Riegelstange 33 ist
wahlweise in Eingriff bringbar bzw. koppelbar mit dem hinteren Verstellschlitten
29 und dem vorderen Ausstellschlitten 28, während das Vorderende der hinteren
Riegelstange 34 wahlweise in Eingriff bringbar ist mit dem vorderen Ausstell
schlitten 28.
In der in Fig. 5A gezeigten Stellung, welche der vollständig geschlossenen Stel
lung der Deckel 12, 13 gem. Fig. 1 entspricht, ist das Vorderende der hinteren
Riegelstange 34 gekoppelt mit dem vorderen Ausstellschlitten 28, während sich
das Hinterende der vorderen Riegelstange 33 nicht im Eingriff mit einem ankop
pelbaren Schlitten befindet. In dieser Position ist ferner der hintere Verstellschlit
ten 29 in seiner Position verriegelt innerhalb seiner Führungsnut in der Führungs
schiene 26, und zwar mittels eines Arretierungsmittels, wie etwa eines in eine
Aussparung der Führungsschiene 26 ein- und ausfahrbaren Riegelstiens 36. Auf
grund der starren Verbindung der beiden Ausstellschlitten 28 und 30 mittels der
hinteren Riegelstange 34, während der hintere Ausstellschliffen 30 fest an das
hintere Antriebskabel 32 angebunden ist, sowie aufgrund der festen Anbindung
des vorderen Verstellschlittens 27 an das vordere Antriebskabel 31 und aufgrund
der Arretierung des hinteren Verstellschlittens 29 mittels des Riegelsteins 36 sei
nes Arretiermittels an der Führungsschiene 26 befindet sich der Verstell- und
Ausstellmechanismus insgesamt in einer stationären, gegenüber dem Dach fest
gelegten Position und arretiert damit die Deckel 12 und 13 in ihrer Schließstel
lung.
Ausgehend von Fig. 5A läßt sich die Lüfterstellung gemäß Fig. 2 und 5B durch
eine Zugbetätigung des hinteren Antriebskabels 32 mittels eines nicht gezeigten
Elektromotors gewinnen. Durch diese nach hinten gerichtete Zugkraft werden die
über die hintere Riegelstange 34 starr miteinander verbundenen vorderen und
hinteren Ausstellschlitten 28 und 30 bei stationär gehaltenen Verstellschlitten 27
und 29 (der Schlitten 27 ist durch das nicht betätigte vordere Antriebskabel 31
stationär gehalten, während der Schlitten 29 durch den Riegelstein 36 an der
Führungschiene 26 stationär gehalten ist) nach hinten verstellt. Durch diese Ver
stellbewegung werden die Hinterkanten 16 bzw. 17 der Deckel 12 bzw. 13 aufge
stellt, so dass diese die in Fig. 2 gezeigte Lüfterstellung einnehmen.
Aus dieser Deckelstellung läßt sich die Zwischenstellung der Deckel 12, 13 ge
mäß Fig. 3 dadurch anfahren, dass bei mittels des Riegelsteins 36 stationär ge
haltenem hinterem Verstellschlitten 29 der vordere Verstellschlitten 27 mittels des
vorderen Antriebskabels 31 nach hinten gezogen wird, während die starre Kopp
lung der beiden Ausstellschlitten 28 bzw. 30 mittels ihrer hinteren Riegelstange
34 beibehalten wird und diese beiden Schlitten 28 bzw. 29 gemeinsam durch das
hintere Antriebskabel 32 nach hinten gezogen werden, um die Kippstellung der
beiden Deckel 12 und 13 beizubehalten.
Die vollständige Öffnungsstellung gemäß Fig. 4 für die beiden Deckel 12 und 13
wird ausgehend von dieser Zwischenstellung gemäß Fig. 3 und Fig. 5C durch die
Struktur des Mechanismus gemäß Fig. 5D gewonnen. Dabei wird die starre
Kopplung zwischen den beiden Ausstellschlitten 28 und 30 aufgehoben, indem
ein am Ausstellschlitten 28 quer verschiebbar gelagerter Riegelstein 35 außer
Eingriff von der hinteren Riegelstange 34 gebracht wird. Gleichzeitig wird die Ar
retierung des hinteren Verstellschlittens 29 durch Querverschiebung des Riegel
steins 36 aufgehoben und der nunmehr beweglich gewordene hintere Verstell
schlitten 29 gemeinsam mit dem vorderen Ausstellschlitten 28 an die vordere
Riegelstange 33 gekoppelt. Die Riegelstange 33 weist zu diesem Zweck seitliche
Aussparungen zur teilweisen Aufnahme der Riegelsteine 35 bzw. 36 auf. Hier
durch wird eine starre Kopplung gewonnen zwischen dem vorderen Verstell
schlitten 27, dem vorderen Ausstellschlitten 28 und dem hinteren Verstellschlitten
29, so dass ein nach hinten Ziehen des vorderen Verstellschlittens 27 mittels des
vorderen Antriebskabels 31 die gesamte Einheit aus vorderem Verstellschlitten
27, vorderem Ausstellschlitten 28 und hinterem Verstellschlitten 29 nach hinten
verschiebt, um die vollständige Öffnungsstellung der beiden Deckel 12, 13 gem.
Fig. 4 zu gewinnen. Dabei führt der hintere Ausstellschlitten 30 mit einer unter
setzten Geschwindigkeit des Antriebskabels 32 synchron weiter, so dass keine
Relativbewegung des hinteren Deckels 13 zum vorderen Deckel 12 stattfindet.
Das Schließen der sich gemäß Fig. 4 bzw. 5D in vollständiger Öffnungsstellung
befindlichen Deckel 12, 13 gestaltet sich in umgekehrter Abfolge der vorstehend
erläuterten Vorgehensweise zum Freilegen der Dachöffnung 11.
Zur Kopplung der Riegelstangen 33, 34 mit den jeweiligen Schlitten kommen be
vorzugt zwangsweise selbsttätig koppelnde Riegelsteine 35 bzw. 36 in Betracht,
deren Kopplung durch schräg verlaufende Rampen an deren Enden und an den
Enden der Aufnahmen dadurch bewirkt wird, dass infolge einer relativen Längs
verschiebung durch die schrägen Rampen erzeugte Querkräfte an zu einer Quer
verschiebung genutzt werden, wenn ein benachbartes Bauteil eine entsprechen
de Aufnahme bereitstellt. Als Beispiel wird auf die DE 44 27 442 C1 verwiesen.
10
feste Dachfläche
11
Dachöffnung
12
vorderer Deckel
13
hinterer Deckel
14
vorderer Himmelteil
15
hinterer Himmelteil
16
Hinterkante von
12
17
Hinterkante von
13
18
Vorderkante von
14
19
Vorderkante von
15
20
Hinterkante von
14
21
Hinterkante von
15
22
fester Himmelteil
23
Vorderkante von
13
24
Vorderkante von
12
25
Lufteintrittspalt
26
Führungsschiene
27
vorderer Verstellschlitten
28
vorderer Ausstellschlitten
29
hinterer Verstellschlitten
30
hinterer Ausstellschlitten
31
vorderes Antriebskabel
32
hinteres Antriebskabel
33
vordere Riegelstange (zweite Kopplungsmittel)
34
hintere Riegelstange (erste Kopplungsmittel)
35
Riegelstein (an
28
)
36
Riegelstein (an
29
)
Claims (7)
1. Fahrzeugdach mit einem vorderen Deckel (12) und einem hinteren Deckel
(13), die in Schließstellung in Fahrzeuglängsrichtung aneinander angren
zend eine Dachöffnung (11) in einer festen Dachfläche (10) verschließen,
dadurch gekennzeichnet, dass Verstell- und Ausstelltriebe (27 bis 34) für
die beiden Deckel (12, 13) vorgesehen ist, um diese ausgehend von der
Schließstellung nacheinander in eine Lüfterstellung, in welcher ihre Hinter
kanten (16, 17) angehoben sind, in wenigstens eine Zwischenstellung, in
welcher die Deckel (12, 13) in angehobener Stellung in eine die Dachöff
nung (11) teilweise freigebende Stellung nach hinten verschoben sind und
der vordere Deckel (12) mit seiner Hinterkante (18) den hinteren Deckel
(13) übergreift, und in eine Endstellung überführen zu können, in welcher
die Deckel (12, 13) in ihrer der Zwischenstellung im wesentlichen entspre
chenden Relativstellung so weit nach hinten verschoben sind, daß der
hintere Deckel (13) mit seiner Hinterkante (17) die feste Dachfläche (10)
übergreift.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ver
stelltrieb pro Deckel (12, 13) seitlich angeordnete, mit dem jeweiligen
Deckel (12, 13) über eine Schwenkachse verbundene Verstellschlitten (27,
29) umfaßt, dass der Ausstelltrieb pro Deckel (12, 13) seitlich angeordnete
Ausstellschlitten (28, 30) umfaßt, wobei die Verstell- und Ausstellschlitten
(27 bis 30) in seitlichen Führungsschienen (26) geführt sind, dass die vor
deren Verstellschlitten (27) für den vorderen Deckel (12) fest mit ersten
Antriebmitteln (31) und die hinteren Ausstellschlitten (30) für den hinteren
Deckel (13) fest mit zweiten Antriebsmitteln (32) verbunden sind, und daß
erste Kopplungsmittel (34) zum wahlweisen Koppeln der vorderen Aus
stellschlitten (28) für den vorderen Deckel (12) an die hinteren Ausstell
schlitten (30) und zweite Kopplungsmittel (33) zum wahlweisen Koppeln
der hinteren Verstellschlitten (29) für den hinteren Deckel (13) sowie der
vorderen Ausstellschlitten (28) an die vorderen Verstellschlitten (27) vorge
sehen sind, wobei:
in der Schließstellung die hinteren Verstellschlitten (29) an den Füh rungsschienen (26) durch Arretierungsmittel (Riegelsteine 36) arre tiert sind und die vorderen Ausstellschlitten (28) an den hinteren Ausstellschlitten (30) durch Arretierungsmittel (Riegelsteine 35) und durch die ersten Kopplungsmittel (34) gekoppelt sind,
die Lüfterstellung aus der Schließstellung durch Betätigen der zweiten Antriebsmittel (32) gewonnen wird,
die Zwischenstellung aus der Lüfterstellung durch Betätigen der er sten Antriebsmittels (31) gewonnen wird, und
die Endstellung aus der Zwischenstellung durch Entriegeln der Arre tierungsmittel (36) zwischen den hinteren Verstellschlitten (29) und den Führungsschienen (26), Entkoppeln der vorderen Ausstell schlitten (28) von den hinteren Ausstellschlitten (30) und Koppeln der hinteren Verstellschlitten (29) sowie der vorderen Ausstellschlit ten (28) an die vorderen Verstellschlitten (27) durch das zweite Kopplungsmittel (33) gewonnen wird.
in der Schließstellung die hinteren Verstellschlitten (29) an den Füh rungsschienen (26) durch Arretierungsmittel (Riegelsteine 36) arre tiert sind und die vorderen Ausstellschlitten (28) an den hinteren Ausstellschlitten (30) durch Arretierungsmittel (Riegelsteine 35) und durch die ersten Kopplungsmittel (34) gekoppelt sind,
die Lüfterstellung aus der Schließstellung durch Betätigen der zweiten Antriebsmittel (32) gewonnen wird,
die Zwischenstellung aus der Lüfterstellung durch Betätigen der er sten Antriebsmittels (31) gewonnen wird, und
die Endstellung aus der Zwischenstellung durch Entriegeln der Arre tierungsmittel (36) zwischen den hinteren Verstellschlitten (29) und den Führungsschienen (26), Entkoppeln der vorderen Ausstell schlitten (28) von den hinteren Ausstellschlitten (30) und Koppeln der hinteren Verstellschlitten (29) sowie der vorderen Ausstellschlit ten (28) an die vorderen Verstellschlitten (27) durch das zweite Kopplungsmittel (33) gewonnen wird.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kopplungsmittel (33) für die Verstellschlitten (27, 29) fest mit den vorderen
Verstellschlitten (27) verbunden sind.
4. Fahrzeugdach nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kopplungsmittel (34) für die Ausstellschlitten (28, 30) fest mit den hinte
ren Ausstellschlitten (30) verbunden sind.
5. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kopplungsmittel Riegelstangen (33, 34) und Riegelsteine (35, 36) um
fassen.
6. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebsmittel durch Elektromotoren betätigte Antriebskabel
(31, 32) umfassen.
7. Fahrzeugdach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beide
Antriebskabel (31, 32) durch einen Elektromotor angetrieben werden, der
über ein Übersetzungsgetriebe den beiden Antriebskabeln (31, 32) unter
schiedliche Antriebsgeschwindigkeiten aufprägt.
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