DE10065080A1 - Transportanker für ein ein Loch aufweisendes Wandelement - Google Patents
Transportanker für ein ein Loch aufweisendes WandelementInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Transportanker (10) für ein ein Loch (64) aufweisendes Wandelement. Der Transportanker (10) weist einen Spreizkonus (18) auf, der mittels einer Gewindestange (12) in eine Spreizhülse (20) einziehbar ist, die sich an einem Distanzrohr (14) abstützt. Ein am Distanzrohr (14) und der Gewindestange (12) angreifendes Spannfederelement (34) zieht den Spreizkonus (18) in die Spreizhülse (20) ein und spreizt dadurch die Spreizhülse (20) auf, so dass der Transportanker (10) im Wandelement verankert und dieses mit dem Transportanker (10) anhebbar ist. Zum Lösen des Transportankers (10) schlägt die Erfindung einen als Maulschlüssel ausgebildeten Schlüssel (42) vor, der am Transportanker (10) ansetzbar ist und mit dem die Gewindestange (12) gegen die Kraft des Spannfederelements (34) in das Distanzrohr (14) hineindrückbar und dadurch der Spreizkonus (18) aus der Spreizhülse (20) herausschiebbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einer Transportanker für ein ein Loch aufweisendes Wandelement
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein derartiger Transportanker ist bekannt aus der DE 299 13 371.0. Der bekannte
Transportanker weist eine Spreizhülse auf, die durch Verschieben, insbesondere durch
Einziehen eines Spreizelements aufspreizbar ist. Das Spreizelement ist vorzugsweise
ein Spreizkonus, kann allerdings beispielsweise auch ein Spreizkegel oder ein Spreizkeil
sein. Des Weiteren weist der bekannte Transportanker eine Spreizeinrichtung, also eine
Mechanik auf, mit der das Spreizelement zum Aufspreizen und Lösen des Transportan
kers bzw. seiner Spreizhülse in Bezug auf die Spreizhülse verschiebbar ist. Des
Weiteren weist der bekannte Transportanker eine Anhängeeinrichtung zum Anhängen
des Transportankers an ein Hubmittel, beispielsweise an einen Autokran, auf. Die
Anhängeeinrichtung kann ein Ring, eine Öse, ein Haken, ein Außen- oder Innengewinde
sein.
Der Transportanker dient zum Handhaben eines Wandelements, also zum Anheben,
Verladen, Aufstellen und dgl. des Wandelements. Derartige Wandelemente aus bei
spielsweise Stahlbeton oder gemauert aus Steinen werden in Werken hergestellt, auf
eine Baustelle transportiert und dort aufgestellt. Die Wandelemente sind mit Löchern
versehen, in die der Transportanker in seiner nicht aufgespreizten Lösestellung
einsetzbar ist. Durch Verschieben (Einziehen) des Spreizelements in Bezug auf die
Spreizhülse wird die Spreizhülse aufgespreizt und der Transportanker ist im
Wandelement befestigt. An der Anhängeeinrichtung des Transportankers kann das
Wandelement angehoben werden. Nach Absetzen des Wandelements wird der
Transportanker gelöst und aus dem Wandelement herausgezogen. Er ist wieder
verwendbar.
Der bekannte Transportanker weist zum Aufspreizen und Lösen eine Kniehebelanord
nung mit einem seitlich abstehenden Knauf zur Betätigung auf. Dies hat den Nachteil,
dass bei angehobenem Wandelement die Kniehebelanordnung oder der Knauf des
Transportankers irgendwo anstoßen oder einhängen und dadurch den Transportanker
lösen kann, was zur Folge hätte, dass das Wandelement herunterfällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Transportanker der vorstehend erläu
terten Art so auszubilden, dass ein unbeabsichtigtes Lösen ausgeschlossen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der
erfindungsgemäße Transportanker weist einen abnehmbaren Schlüssel zum Aufsprei
zen und/oder Lösen des Transportankers auf. Der Schlüssel kann als eine Art Hebel
ausgebildet sein, der am Transportanker ansetzbar ist und mit dem das Spreizelement
in Bezug auf die Spreizhülse verschiebbar ist. Beim Anheben eines Wandelements wird
der Schlüssel vom Transportanker abgenommen, so dass ein unbeabsichtigtes Lösen
des Transportankers mit dem anhängenden Wandelement durch Anstoßen oder Ein
hängen des Transportankers ausgeschlossen ist. Die Erfindung hat den Vorteil, dass ein
unbeabsichtigtes Lösen des Transportankers ausgeschlossen ist.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Spreizeinrichtung des Transportankers
ein mit dem Spreizelement verbundenes Zugmittel, beispielsweise einen Zugstab, und
ein mit der Spreizhülse verbundenes Druckmittel, beispielsweise einen Druckstab oder
ein Distanzrohr, in dem der Zugstab einliegt, auf. Das Zugmittel und das Druckmittel sind
mit dem abnehmbaren Schlüssel gegeneinander verschiebbar. Über das Zugmittel und
das Druckmittel sind das Spreizelement und die Spreizhülse gegeneinander verschieb
bar und auf diese Weise der Transportanker aufspreizbar und lösbar.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Anhängeeinrichtung am Zugmittel
angebracht. Beim Anheben eines an dem Transportanker angehängten Wandelements
bewirkt ein Zug an der Anhängeeinrichtung über das Zugmittel einen Zug auf das
Spreizelement, das dadurch im Sinne eines weiteren Aufspreizens der Spreizhülse be
aufschlagt wird. Das Gewicht des angehängten Wandelements verstärkt dadurch die
Aufspreizung des Transportankers, wodurch auch ein schweres Wandelement sicher
gegen Abrutschen auf dem Transportanker gehalten ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht ein Spannfederelement vor, das Teil der Spreiz
einrichtung des Transportankers ist und das das Spreizelement in einer Spreizrichtung,
also im Sinne eines Aufspreizens in Bezug auf die Spreizhülse verschiebt. Das Spann
federelement hält den Transportanker aufgespreizt. Zum Lösen des Transportankers
wird dessen Schlüssel angesetzt und mit dem Schlüssel das Spreizelement im Sinne
eines Lösens in Bezug auf die Spreizhülse verschoben.
Zum Lösen und/oder Aufspreizen weist der Schlüssel des Transportankers eine
Schwenkangriffseinrichtung auf, mit der er schwenkbar am Zug- oder am Druckmittel
des Transportankers ansetzbar ist. Des Weiteren weist der Schlüssel eine Verschiebe
einrichtung auf, die bei angesetztem Schlüssel am jeweils anderen Element, also am
Zug- oder am Druckmittel der Spreizeinrichtung des Transportankers angreift. Durch
Schwenken des angesetzten Schlüssels nach Art eines Hebels wird das Zugmittel ge
genüber dem Druckmittel und damit das Spreizelement gegenüber der Spreizhülse ver
schoben und der Transportanker aufgespreizt oder gelöst.
Die Verschiebeeinrichtung des Schlüssels des Transportankers weist bei einer Ausge
staltung der Erfindung eine Bogenbahn auf, die bogenförmig um die Schwenkan
griffseinrichtung verläuft. Die Bogenbahn verläuft nicht konzentrisch um die Schwenk
angriffseinrichtung, sondern ein Abstand der Bogenbahn von der Schwenkangriffsein
richtung verkleinert sich in einer Richtung der Bogenbahn. Ist der Schlüssel mit seiner
Schwenkangriffseinrichtung schwenkbar am Zug- oder am Druckmittel der Spreizein
richtung des Transportankers angesetzt und greift dabei die Verschiebeinrichtung am
Druckmittel oder am Zugmittel an, so wird aufgrund des nicht konzentrischen Verlaufs
der Bogenbahn um die Schwenkangriffseinrichtung bei einem Schwenken des Schlüs
sels das Zugmittel gegenüber dem Druckmittel verschoben und auf diese Weise der
Transportanker aufgespreizt oder gelöst.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Schlüssel als eine Art Maulschlüssel mit
zwei starren Klauen ausgebildet. Die Schwenkangriffseinrichtung ist an einem Ende der
einen Klaue des Mauls angeordnet, die Bogenbahn verläuft entlang der anderen Klaue
des Mauls. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht eine einfache und stabile
Ausbildung des Schlüssels ohne bewegliche Teile.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Transportanker durch Schwenken des an
ihm angesetzten Schlüssels in einer Löserichtung gegen die Kraft des Spannfederele
ments, das den Transportanker in Spreizrichtung beaufschlagt, lösbar. Der Schlüssel
wird also zum Lösen des Transportankers verwendet, das Aufspreizen erfolgt durch das
Spannfederelement.
Vorzugsweise schnappt der Schlüssel in der Lösestellung am Transportanker ein und
hält dabei den Transportanker gelöst. Mit dem angesetzten und in der Lösestellung ein
geschnappten Schlüssel lässt sich der Transportanker in das Loch im Wandelement
einsetzen und herausziehen. In der eingeschnappten Stellung ist der Schlüssel lösbar
am Transportanker gehalten.
Eine Weiterbildung sieht vor, dass der in der Lösestellung am Transportanker einge
schnappte Schlüssel durch Weiterschwenken über die Lösestellung hinweg in Löserich
tung außer Eingriff vom Transportanker bringbar und auf diese Weise abnehmbar ist.
Zum Aufspreizen des Transportankers braucht der Schlüssel also nicht zurückge
schwenkt werden, das Aufspreizen erfolgt nach Abnehmen des Schlüssels durch das
Spannfederelement.
Damit nicht der Schlüssel am Transportanker verbleiben muss, um diesen in der Löse
stellung zu halten, in der der Transportanker in das Loch im Wandelement einbringbar
und herausnehmbar ist, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung eine lösbare Verriege
lungseinrichtung vor, die den Transportanker in der Lösestellung gegen Aufspreizen
verriegelt. Die Verriegelungseinrichtung kann einen Sicherungsstift aufweisen, der in der
Lösestellung des Transportankers in ein Loch gesteckt wird, welches das Zug- und das
Druckmittel in der Lösestellung des Transportankers fluchtend durchsetzt. Mit dem ein
gesetzten Sicherungsstift sind das Zug- und das Druckmittel nicht gegeneinander ver
schiebbar, der Sicherungsstift hält den Transportanker in der Lösestellung.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Abstandshalter vor, der auf einer der An
hängeeinrichtung abgewandten Seite des Spreizelements und der Spreizhülse angeord
net ist. Zum Anhängen eines Wandelements wird der Transportanker mit dem Abstands
halter voraus in ein Loch des Wandelements eingeführt, bis der Abstandshalter auf ei
nem Untergrund aufsitzt oder bündig mit einer Unterseite des Wandelements ist. Der
Abstandshalter bewirkt, dass sich die Spreizhülse in einem vorgegebenen Abstand vom
unteren Rand des Wandelements befindet. Bei einem gemauerten Wandelement lässt
sich durch den Abstandhalter gewährleisten, dass sich die Spreizhülse beispielsweise in
mittlerer Höhe des jeweils untersten Steins des Wandelements befindet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Transportanker in Seitenansicht;
Fig. 2 einen Schlüssel des Transportankers aus Fig. 1 in Seitenansicht;
Fig. 3 den Anker aus Fig. 1 und 2 in aufgespreiztem Zustand; und
Fig. 4 den Anker aus Fig. 1 und 2 in gelöstem Zustand.
Der in Fig. 1 dargestellte, erfindungsgemäße Transportanker 10 weist eine
Gewindestange 12 als Zugmittel auf, der verschieblich in einem Distanzrohr 14 einliegt,
welches ein Druckmittel des Transportankers 10 bildet. Auf ein Ende der Gewindestange
12 ist ein Abstandshalter 16 aufgeschraubt. Der Abstandhalter 16 ist als Bolzen mit
einem Innengewinde an einem Ende ausgebildet, mit dem er auf die Gewindestange 12
aufgeschraubt ist. Durch Drehen ist der Abstandshalter 16 axial am Transportanker 10
verstellbar.
Im Anschluss an den Abstandshalter 16 ist ein Spreizelement auf die Gewindestange 12
aufgesetzt, das als Spreizkonus 18 mit einem durchgehenden koaxialen Innengewinde
ausgebildet ist. Der Spreizkonus 18 ist auf die Gewindestange 12 aufgeschraubt.
Im Anschluss an den Spreizkonus 18 ist eine Spreizhülse 20 auf die Gewindestange 12
aufgesetzt. Die Spreizhülse 18 ist rohrförmig ausgebildet und durch Axialschlitze 22 über
ungefähr die Hälfte ihrer axialen Länge in Spreizzungen 24 unterteilt. Die Spreizzungen
24 der Spreizhülse 20 sind dem Spreizkonus 18 zugewandt. Durch Verschieben des
Spreizkonus 18 zwischen die Spreizzungen 24 werden die Spreizzungen 24 wie in Fig.
1 dargestellt auseinander gespreizt. Das Auseinanderspreizen der Spreizzungen 24 wird
nachfolgenden auch als Aufspreizen der Spreizhülse 20 und als Aufspreizen des
Transportankers 10 bezeichnet werden. Die Spreizhülse 20 ist axial auf der Gewindestange
12 verschiebbar, sie stützt sich axial am Distanzrohr 14, an dessen einem Stirn
ende sie anliegt und vorzugsweise verbunden ist, ab.
Auf ein der Spreizhülse 20 fernes Ende des Distanzrohrs 14 ist eine Muffe 26 aufgesetzt
und mit einem radial eingesetzten Stift 28 mit dem Distanzrohr 14 verbunden. Der Stift
28 geht quer durch die Muffe 26, das Distanzrohr 14 und die Gewindestange 12 durch
und steht auf beiden Seiten aus der Muffe 26 vor. In der Muffe 26 und dem Distanzrohr
14 durchgreift der Stift 28 Zylinderlöcher und verbindet dadurch die Muffe 26 unbeweg
lich mit dem Distanzrohr 14. In der Gewindestange 12 durchgreift der Stift 28 ein quer
durch die Gewindestange 12 durchgehendes, in axialer Richtung verlaufendes Langloch,
das in der Zeichnung nicht sichtbar ist. Dadurch ist die Gewindestange 12 um die Länge
des Langlochs axial im Distanzrohr 14 verschiebbar und außerdem drehfest mit dem
Distanzrohr 14.
Mit axialem Abstand von der auf das Distanzrohr 14 aufgesetzten Muffe 26 ist eine wei
tere Muffe 30 auf die Gewindestange 12 aufgesetzt und durch einen quer durchge
steckten Stift 32 fest mit der Gewindestange 12 verbunden. Auch dieser Stift 32 steht
auf beiden Seiten aus der Muffe 30 vor. Zwischen die beiden Muffen 26, 30 ist eine
Schraubendruckfeder als Spannfederelement 34 auf die Gewindestange 12 aufgesetzt.
Das Spannfederelement 34 drückt die beiden Muffen 26, 30 auseinander und beauf
schlagt dadurch die Gewindestange 12 mit einer Zugkraft und das Distanzrohr 14 mit
einer Druckkraft. Auf diese Weise übt das Spannfederelement 34 eine Kraft aus, die den
Spreizkonus 18 zwischen die Spreizzungen 24 der Spreizhülse 20 einzieht. Das Spann
federelement 34 spreizt die Spreizhülse 20 und damit den erfindungsgemäßen Trans
portanker 10 auf.
Auf ein dem Abstandhalter 16 fernes Ende der Gewindestange 12 ist eine Ringösen
mutter 36 aufgeschraubt und mit einer Kontermutter 38 gesichert. Die Ringösenmutter
36 bildet eine Anhängeeinrichtung des erfindungsgemäßen Transportankers 10. Der
Transportanker 10 weist einen Sicherungsstift 40 auf. In Lösestellung des Transportan
kers 10, also bei aus der Spreizhülse 20 herausgeschobenem Spreizkonus 18, ist der
Sicherungsstift 40 durch ein Querloch der Distanzhülse 14 und ein Querloch der Gewin
destange 12 durchsteckbar, wobei die beiden Querlöcher in der Lösestellung des
Transportankers 10 miteinander fluchten. Der Sicherungsstift 40 bildet mit den Querlö
chern in der Distanzhülse 14 und der Gewindestange 12 eine lösbare Verrieglungseinrichtung,
die den Transportanker 10 in der Lösestellung gegen ein Aufspreizen durch
das Spannfederelement 34 sichert. Der durch die in der Lösestellung fluchtenden Quer
löcher der Distanzhülse 14 und der Gewindestange 12 durchgesteckte Sicherungsstift
40 verhindert ein Verschieben der Gewindestange 12 im Distanzrohr 14. Der Siche
rungsstift 40 kann mit einem nicht dargestellten Splint, Schlüsselring oder dgl. gegen
unbeabsichtigtes Entfernen gesichert werden.
Des Weiteren weist der erfindungsgemäße Transportanker 10 den in Fig. 2 darge
stellten Schlüssel 42 auf. Der Schlüssel 42 ist als Maulschlüssel mit einem zwei starre
Klauen 44, 46 aufweisenden Maul 48 ausgebildet. Vom Maul 48 steht starr ein Hebel 50
ab. Eine der beiden Klauen 44 weist eine halbkreisförmige Ausnehmung an ihrem Ende
auf, die eine Schwenkangriffseinrichtung 52 bildet, mit der der Schlüssel 42 schwenkbar
an dem fest mit der Zugstange 12 verbundenen, seitlich vorstehenden Stift 32 ansetzbar
ist. Ein Innenrand 54 der anderen Klaue 46 verläuft bogenförmig um die Schwenkan
griffseinrichtung 52 herum, wobei ein Abstand des Innenrandes 54 von der Schwenkan
griffseinrichtung 52 von einem freien Ende 56 der Klaue 46 zu einem in die eine Klaue
44 übergehenden Ende 58 der Klaue 46 kleiner wird. Der Innenrand 54 bildet eine Bo
genbahn und Verschiebeeinrichtung für den mit dem Distanzrohr 14 verbundenen Stift
28 des Transportankers 10. An einem Ende 58 der Bogenbahn 54 weist das Maul 48
des Schlüssels 42 eine halbkreisförmige Ausnehmung auf, die eine Schnappeinrichtung
60 des Schlüssels 50 bildet.
Die Funktion des erfindungsgemäßen Transportankers 10 mit dem Schlüssel 42 wird
nachfolgend anhand Fig. 3 und 4 erläutert: Zum Lösen des aufgespreizten Trans
portankers 10 wird der Schlüssel 42 wie in Fig. 3 dargestellt mit seiner Schwenkein
griffseinrichtung 52 am Stift 32 der Gewindestange 12 angesetzt. Die Schwenkan
griffseinrichtung 52 und der Stift 32 bilden eine Art Schwenklager für den Schlüssel 42.
Der Schlüssel 42 wird so angesetzt, dass er mit seiner Bogenbahn 54 am freien Ende
56 der Klaue 46 am Stift 28 des Distanzrohrs 14 zur Anlage kommt (Fig. 3). Nun wird
der Schlüssel 42 in Richtung des Pfeils 62 um den Stift 32 der Gewindestange 12 so
verschwenkt, dass der Stift 28 des Distanzrohrs 14 an der Bogenbahn 54 entlang
gleitet. Da sich der Abstand der Bogenbahn 54 von der Schwenkangriffseinrichtung 52
und damit vom Stift 32 der Gewindestange 12 in Richtung ihres Endes 58 verkleinert,
werden beim Schwenken des Hebels 42 die beiden Stifte 28, 32 gegen die Kraft des
Spannfelderelements 34 aufeinander zu bewegt. Dadurch wird die Gewindestange 12 im
Distanzrohr 14 verschoben und der Spreizkonus 18 wird aus der Spreizhülse 20
herausgeschoben. Der Transportanker befindet sich in der Lösestellung. Am Ende der
Schwenkbewegung schnappt der Stift 28 des Distanzrohrs 14 in die Schnappeinrichtung
60 am Ende 58 der Bogenbahn 54, wie in Fig. 4 dargestellt ein. Dadurch wird der
Transportanker 10 in seiner Lösestellung gehalten und der Schlüssel 42 hält von selbst
am Transportanker 10.
In der in Fig. 4 dargestellten Lösestellung des Transportankers 10 kann der Transport
anker 10 in ein Loch 64 in einem Wandelement 66 eingebracht oder entnommen
werden. Das Wandelement 66 ist beispielsweise ein aus Steinen in einem Werk
vorgemauert. Von den Steinen des Wandelements 66 ist in Fig. 3 und 4 lediglich ein
unterer Stein dargestellt.
Der Transportanker 10 wird so weit in das Loch 64 des Wandelements 66 eingebracht,
bis der Abstandhalter 16 bündig mit einem unteren Rand des Wandelements 66 ist. Da
durch ist gewährleistet, dass sich die Spreizhülse 20 in ungefähr mittlerer Höhe des un
tersten Steins des Wandelements 66 befindet.
Nun wird der Schlüssel 42 in Richtung der Pfeilspitze 68 in Fig. 4 weiter in Löserichtung
geschwenkt. Dabei schwenkt der Schlüssel 42 um die Schnappeinrichtung 60 und die
Schwenkangriffseinrichtung 52 kommt in Richtung des Pfeils 70 außer Eingriff vom Stift
32 der Gewindestange 12. Der Schlüssel 42 kann vom Transportanker 10 abgenommen
werden.
Das Spannfederelement 34 drückt die Muffen 26, 34 auseinander und zieht dadurch den
Spreizkonus 18 über die Gewindestange 12 zwischen die Spreizzungen 24 der Spreiz
hülse 20 ein. Die Spreizhülse 20 und der Transportanker 10 werden aufgespreizt und
der Transportanker 10 wird im untersten Stein des Wandelements 66 verankert.
An der Ringösenmutter 36 kann das Wandelement 66 beispielsweise an einen Autokran
angehängt werden. Beim Anheben bewirkt eine Gewichtskraft des Wandelements 66
eine Axialkraft auf die Spreizhülse 20, die deren Spreizzungen 24 weiter auf den
Spreizkonus 18 aufschiebt. Eine Aufspreizkraft des Transportankers 10 wird durch das
Gewicht des angehängten Wandelements 66 erhöht, so dass auch ein schweres
Wandelement 66 sicher auf dem Transportanker 10 gehalten ist. Bei einem geschosshohen
Wandelement 66 hat der Transportanker 10 eine Länge von beispielsweise etwa 3
Meter.
Um den Transportanker 10 auch ohne den Schlüssel 42 in das Loch 64 des
Wandelements 66 einbringen zu können wird der Transportanker 10 mit dem Schlüssel
42 in die in Fig. 4 dargestellte Lösestellung verbracht und der Sicherungsstift 40 (Fig.
1) wird in den Transportanker 10 eingesetzt. Nun kann der Schlüssel 42 wie beschrieben
vom Transportanker 10 abgenommen werden, der eingesetzte Sicherungsstift 40
verhindert ein Aufspreizen des Transportankers 10 durch das Spannfederelement 34.
Zum Entfernen des Sicherungsstifts 40 wird der Schlüssel 42 wieder am Transportanker
10 angesetzt und wie in Fig. 4 dargestellt eingeschnappt. Der Sicherungsstift 40 ist
entlastet und kann entnommen werden. Anschließend wird der Schlüssel 42 wie oben
beschrieben vom Transportanker 10 abgenommen und das Spannfederelement 34
spreizt den Transportanker 10 in beschriebener Weise auf.
Claims (13)
1. Transportanker für ein ein Loch aufweisendes Wandelement, mit einem Spreiz
element (18), mit einer Spreizhülse (20), die durch Verschieben des Spreizele
ments (18) in Bezug auf die Spreizhülse (20) aufspreizbar ist, mit einer Spreizein
richtung (12, 14, 26, 28, 30, 32, 34), mit der das Spreizelement (18) in Bezug auf
die Spreizhülse (20) verschiebbar ist, und mit einer Anhängeeinrichtung (36) zum
Anhängen des Transportankers (10) an ein Hubmittel, dadurch gekennzeich
net, dass der Transportanker (10) einen abnehmbaren Schlüssel (42) aufweist,
der an der Spreizeinrichtung (12, 14, 26, 28, 30, 32, 34) ansetzbar ist und durch
Bewegen des Schlüssels (42) das Spreizelement (18) in Bezug auf die Spreiz
hülse (20) verschiebt.
2. Transportanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizein
richtung (12, 14, 26, 28, 30, 32, 34) ein mit dem Spreizelement (18) verbundenes
Zugmittel (12) und ein mit der Spreizhülse (20) verbundenes Druckmittel (14) auf
weist, die gegeneinander verschiebbar sind.
3. Transportanker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anhänge
einrichtung (36) am Zugmittel (12) angebracht ist.
4. Transportanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trans
portanker (10) ein Spannfederelement (34) aufweist, das das Spreizelement (18)
in einer Spreizrichtung in Bezug auf die Spreizhülse (20) verschiebt.
5. Transportanker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel
(42) eine Schwenkangriffseinrichtung (52), mit der er schwenkbar am Zug- oder
Druckmittel (12, 14) ansetzbar ist, und eine Verschiebeeinrichtung (54), die am
Druck- oder Zugmittel (14, 12) angreift und die bei einem Schwenken des am
Transportanker (10) angesetzten Schlüssels (42) das Zug- und das Druckmittel
(12, 14) gegeneinander verschiebt.
6. Transportanker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschie
beeinrichtung eine Bogenbahn (54) aufweist, die bogenförmig um die Schwenk
angriffseinrichtung (52) verläuft, wobei sich ein Abstand der Bogenbahn (54) von
der Schwenkangriffseinrichtung (52) in einer Richtung verkleinert.
7. Transportanker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel
(42) als Maulschlüssel mit zwei starren Klauen (44, 46) ausgebildet ist, wobei die
Schwenkangriffseinrichtung (52) an einem Ende einer Klaue (44) des Mauls (48)
angeordnet ist und die Bogenbahn (54) entlang der anderen Klaue (46) des
Mauls (48) verläuft.
8. Transportanker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch
Schwenken des am Transportanker (10) angesetzten Schlüssels (42) in einer
Löserichtung das Spreizelement (18) gegen die Kraft des Spannfederelements
(34) in einer Löserichtung in Bezug auf die Spreizhülse (20) verschiebbar ist.
9. Transportanker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Trans
portanker (10) eine Schnappeinrichtung (28, 32, 52, 60) aufweist, mit der der
Schlüssel (42) in einer Lösestellung des Transportankers (10) am Transportanker
(10) einschnappbar ist.
10. Transportanker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenk
angriffseinrichtung (52) des Schlüssels (42) durch Schwenken des Schlüssels
(42) über eine Lösestellung hinweg außer Eingriff vom Zug- oder Druckmittel (12,
14) bringbar ist.
11. Transportanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trans
portanker (10) eine lösbare Verriegelungseinrichtung (40) aufweist, die in einer
Lösestellung das Spreizelement (18) gegenüber der Spreizhülse (20) gegen Ver
schieben sichert.
12. Transportanker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrie
gelungseinrichtung ein Loch, das in der Lösestellung des Transportankers (10)
das Zug- und das Druckmittel (12, 14) fluchtend durchsetzt, und einen in das
Loch steckbaren Sicherungsstift (40) aufweist.
13. Transportanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trans
portanker (10) einen Abstandshalter (16) aufweist, der auf einer der Anhängeein
richtung (36) abgewandten Seite des Spreizelements (18) und der Spreizhülse
(20) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000165080 DE10065080A1 (de) | 2000-12-23 | 2000-12-23 | Transportanker für ein ein Loch aufweisendes Wandelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000165080 DE10065080A1 (de) | 2000-12-23 | 2000-12-23 | Transportanker für ein ein Loch aufweisendes Wandelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10065080A1 true DE10065080A1 (de) | 2002-07-25 |
Family
ID=7669034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000165080 Withdrawn DE10065080A1 (de) | 2000-12-23 | 2000-12-23 | Transportanker für ein ein Loch aufweisendes Wandelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10065080A1 (de) |
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