DE10103224C1 - Dosierpumpanordnung und diese enthaltendes Dosierpumpsystem - Google Patents
Dosierpumpanordnung und diese enthaltendes DosierpumpsystemInfo
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Abstract
Eine Dosierpumpanordnung, insbesondere für eine Heizeinrichtung, umfassend ein in einer Pumpenkammer (76) verschiebbares Pumporgan (70) sowie eine Ventilanordnung (66), durch welche wahlweise die Pumpenkammer (76) zur Fluidzufuhr in diese in Verbindung mit einem Einlassbereich (24, 60, 62) bringbar ist oder zur Fluidabgabe aus dieser in Verbindung mit einem Auslassbereich (80, 78, 82, 28) bringbar ist, ist gekennzeichnet durch eine Vorspannanordnung (74) zum Erzeugen einer das Pumporgan (70) zum Verdrängen von Flüssigkeit aus der Pumpenkammer (76) beaufschlagenden Krafteinwirkung.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dosierpumpanordnung, insbesondere
für eine Heizeinrichtung.
Aus der DE 198 60 573 A1 ist eine Brennstoff-Dosierpumpe für ein Heizgerät
bekannt, beispielsweise für einen Zuheizer oder eine Standheizung in einem
Kraftfahrzeug. Derartige Dosierpumpen sind dazu vorgesehen, den von einem
Brennstoffreservoir zugeführten flüssigen Brennstoff in dosierter Art und
Weise in den Brennraum des Heizgerätes einzugeben. Zu diesem Zwecke ist
bei der bekannten Brennstoff-Dosierpumpe ein in einer Pumpenkammer
verschiebbarer Pumpenkolben vorgesehen. Durch eine Vorspannfeder ist
dieser Kolben in eine Stellung vorgespannt, in welcher das in der Pum
penkammer zur Aufnahme von flüssigem Brennstoff bereitgestellte Volumen
maximal ist. Bei Erregung einer Magnetspule wird entgegen der durch die
Vorspannfeder erzeugten Vorspannung der Pumpenkolben verschoben, so
dass der in der Pumpenkammer vorhandene flüssige Brennstoff aus dieser
verdrängt wird. Je nachdem, ob diese Brennstoff-Dosierpumpe sich in einem
Ansaugtakt oder in einem Abgabetakt befindet, befinden sich zwei Ventile
bzw. Ventilschieber in entweder das Ansaugen von flüssigem Brennstoff aus
dem Reservoir oder die Abgabe von flüssigem Brennstoff aus der
Pumpenkammer in den Brennraum zulassenden Betätigungsstellungen. Auch
für die beiden Ventilschieber sind Vorspannfedern vorgesehen, so dass bei
Erregung der bereits angesprochenen Magnetspule nicht nur der
Pumpenkolben gegen die Wirkung der diesem zugeordneten Vorspannfeder
verschoben wird, sondern auch die beiden Ventilschieber entgegen der
Wirkung der diesen jeweils zugeordneten Federn verschoben werden, um die
verschiedenen Fluidströmungswege freizugeben bzw. zu blockieren. Da die
einzige vorhandene Magnetspule also sowohl zur Betätigung des Pum
penkolbens als auch zur Betätigung der beiden Ventile bzw. Ventilschieber
dient, ist es erforderlich, eine präzise Abstimmung der verschiedenen trägen
Massen bzw. der verschiedenen Federkräfte aufeinander vorzunehmen, um in
definierter Art und Weise auch einen korrekten zeitlichen Zusammenhang
zwischen den Bewegungen der verschiedenen verlagerbaren Organe zu
erhalten. Neben der Tatsache, dass dies an die verschiedenen eingesetzten
Komponenten eine vergleichsweise hohe Anforderung stellt, werden dadurch
auch Kompromisse erzwungen, da bei der Auslegung einer Komponente oder
eines Komponentenbereichs zwangsweise auch die Auslegung einer anderen
Komponente bzw. eines anderen Komponentenbereichs berücksichtigt
werden muss.
Die EP 0 930 434 A2 offenbart eine elektromagnetisch arbeitende Dosier
pumpe, bei welcher durch Erregung einer Magnetspule sowohl ein Pumpen
kolben zur Verdrängung eines zu pumpenden Flüssigkeitsvolumens verlagert
wird, also auch ein Ventilelement zum Freigeben des Strömungsweges für das
verdrängte Volumen bewegt wird. Der Pumpenkolben ist durch eine diesem
zugeordnete Vorspannfeder in eine Stellung bzw. in einer Richtung
vorgespannt, in welcher das zur Aufnahme einer zu verdrängenden Flüssigkeit
bereitgestellte Volumen maximal ist. Das Ventilelement ist durch eine diesem
zugeordnete Vorspannfeder in eine Schliessstellung vorgespannt, in welcher
es den Flüssigkeitsströmungsweg stromabwärts des Pumpenkolbens
zunächst abschliesst. Auch hier müssen sowohl hinsichtlich der Ausgestaltung
der Bauteile, insbesondere der Massen derselben, als auch hinsichtlich der
Federkräfte und der durch die Spule zu erzeugenden Magnetkraft die
verschiedenen Systemkomponenten exakt aufeinander abgestimmt sein.
Aus der DE 299 19 575 U1 ist eine Flüssigkeitspumpe mit einem
Pumpenkolben bekannt, der entgegen der Vorspannwirkung einer Feder bei
Bestromung einer Spule bewegbar ist. Durch periodische
Magnetfelderzeugung wird der als Anker wirksame Kolben in einem
Gehäuse in Schwingung versetzt. Diese Schwingungsbewegung hat die
Durchführung zweier Arbeitstakte zur Folge. Während eines ersten
Arbeitstakts strömt bei Vergrößerung des Pumpenkammervolumens die zu
fördernde Flüssigkeit über einen durch ein Rückschlagventil verschließbaren
Sauganschluß in die Pumpenkammer ein. Während eines zweiten
Arbeitstaktes wird bei verschlossenem Rückschlagventil die zuvor
angesaugte Flüssigkeit durch den Kolben aus der Pumpenkammer
verdrängt.
Die DE 42 05 290 A1 offenbart eine elektromagnetisch betriebene Pumpe,
bei welcher durch ein Magnetfeld ein auch als Pumpenkolben wirksamer
Anker verschoben wird. Die Verschiebung findet entgegen der
Vorspannwirkung einer Feder statt. Zum Fördern von Flüssigkeit wird eine
der Pumpe zugeordnete Spule erregt und dabei der Pumpenkolben
entgegen der Vorspannkraft der Feder verschoben. Bei diesem Vorgang
schließen zwei Rückschlagventile den Rückströmweg für die Flüssigkeit in
Richtung Einlassbereich ab. Wird die Bestromung der Spule beendet,
entspannt sich die Feder und der Kolben bewegt sich in einer Richtung, in
welcher durch Verringerung des Pumpenkammervolumens die zu fördernde
Flüssigkeit in Richtung Auslass gepresst wird. Durch den dabei einlassseitig
erzeugten Unterdruck wird dann unter Öffnung der Rückschlagventile
weitere zu fördernde Flüssigkeit angesaugt.
Aus der DE OS 16 53 386 ist eine Kolbenpumpe bekannt, bei welcher ein
durch Magnetkraft verschiebbarer Ventilschieber und ein Pumpenkolben zu
einem mechanischen Schwingkreis gekoppelt sind. Durch periodische
Bestromung einer Spule wird der Ventilschieber in eine periodische Auf-
Abbewegung versetzt, welcher der mit dem Ventilschieber über eine Feder
gekoppelte Pumpenkolben mit einem Phasenversatz von 90° folgt. Durch
diesen Phasenversatz wird eine Bewegungsabstimmung der einzelnen
Bewegungsabläufe des Ventilschiebers und des Pumpenkolbens erlangt,
um periodisch Ansaug- und Abgabetakte durchzuführen.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dosierpumpanordnung
bzw. ein dieses enthaltendes Dosierpumpsystem vorzusehen, welche bei
einfachem Aufbau eine präzise Dosierung der zu fördernden Flüssigkeit
ermöglichen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch die im
Anspruch 1 angegebene Dosierpumpanordnung gelöst.
Im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Dosierpumpano
rdnungen ist bei der erfindungsgemässen Dosierpumpanordnung das
Pumporgan nicht in eine Stellung bzw. in einer Richtung vorgespannt, in
welcher das zur Aufnahme der zu fördernden Flüssigkeit vorgesehene
Pumpenkammervolumen maximal ist, sondern ist in einer Richtung permanent
vorgespannt, in welcher dieses Volumen minimiert ist bzw. minimiert wird. Mit
einer derartigen Ausgestaltung im Bereich des Pumporgans wird in Zu
sammenwirkung mit der Ventilanordnung, welche wahlweise eine Verbindung
der Pumpenkammer mit dem Einlassbereich oder dem Auslassbereich
vorsieht, die folgende Wirkungsweise erhalten: Ist durch die Ventilanordnung
die Pumpenkammer in Verbindung mit dem Einlassbereich und somit auch
einem an diesen Einlassbereich im Betrieb dann angeschlossenen Reservoir
für unter Druck stehende Flüssigkeit, so wird diese Flüssigkeit mit ihrem Druck
auf das Pumporgan einwirken und dieses entgegen der darauf einwirkenden
Vorspannkraft verschieben. Da diese Verschiebung aus einer Stellung
minimalen Pumpenkammervolumens heraus stattfindet, wird mit der
Verschiebung einhergehend in der Pumpenkammer sich Flüssigkeit
ansammeln. Wird nachfolgend durch entsprechende Betätigung bzw.
Ansteuerung der Ventilanordnung die Verbindung zwischen dem
Einlassbereich und der Pumpenkammer unterbrochen und statt dessen die
Pumpenkammer in Verbindung mit dem im Wesentlichen drucklosen Aus
lassbereich gebracht, ist keine die Vorspannkraft der Vorspannanordnung
kompensierende Gegenkraft mehr vorhanden. Dies bedeutet, dass die
Vorspannanordnung das Pumporgan wieder zur Verdrängung des zunächst
noch in der Pumpenkammer enthaltenen flüssigen Mediums verschieben wird,
wobei dieses in Richtung zum Auslassbereich gefördert wird.
Die erfindungsgemässe Ausgestaltung einer Dosierpumpanordnung ermög
licht also einen Betrieb, bei welchem alleine durch alternierendes Umschalten
der Ventilanordnung zwischen dem Zustand, in welchem die Pumpenkammer
mit dem Einlassbereich verbunden ist, und dem Zustand, in welchem die
Pumpenkammer mit dem Auslassbereich verbunden ist, unter Ausnutzung des
Flüssigkeitsdrucks, der im Bereich des Einlassbereichs vorherrscht, ein
alternierendes Befüllen der Pumpenkammer von der Einlassseite her und
Entleeren der Pumpenkammer zur Auslassseite hin stattfinden. Es ist nicht
erforderlich, für das Pumporgan irgendwelche anzusteuernden
Krafterzeugungsmechanismen, wie zum Beispiel Magnetspulen, vorzusehen,
da das alternierende Verschieben des Pumporgans durch die auf dieses von
der Vorspannanordnung einerseits und von der zu fördernden Flüssigkeit
andererseits einwirkenden Kräfte bewegt wird. Dies führt sowohl zu einer
deutlichen Vereinfachung des Aufbaus einer derartigen
Dosierpumpanordnung als auch zu einer Verringerung des zum Betreiben
derselben erforderlichen Ansteueraufwands. Insbesondere ist es nicht
erforderlich, bei den verschiedenen zu verstellenden Systembereichen, wie
dem Pumporgan einerseits und der Ventilanordnung andererseits, gegen
seitige Abstimmungsmassnahmen vorzusehen, wie dies beim Stand der
Technik erforderlich ist, bei welchem durch eine einzige Magnetspule diese
beiden Systembereiche aktiv zu verstellen sind.
Die auf das Pumporgan einwirkende Vorspannkraft kann in besonders
einfacher Weise erzeugt werden, wenn die Vorspannanordnung die Kraft
einwirkung durch elastische Verformung eines Vorspannelementes erzeugt.
Beispielsweise kann die Vorspannanordnung ein das Pumporgan beauf
schlagendes Federelement umfassen.
Zum Erhalt einer definierten alternierenden Umschaltbarkeit zwischen einem
Ansaugzustand, in welchem also Flüssigkeit in der Pumpenkammer aufge
nommen wird, und einem Abgabezustand, in welchem also Flüssigkeit aus der
Pumpenkammer abgegeben wird, weist die Ventilanordnung ein
Ventilorgan auf, welches in eine erste Betätigungsstellung
bringbar ist, in welcher eine Verbindung zwischen dem Einlassbereich und der
Pumpenkammer hergestellt ist, und in eine zweite Betätigungsstellung
bringbar ist, in welcher eine Verbindung zwischen der Pumpenkammer und
dem Auslassbereich hergestellt ist.
Die Bewegung des bei der erfindungsgemäßen Dosierpumpanordnung
vorgesehenen Ventilorgans wird durch Magnetkraftwirkung erzeugt.
Eine raumsparende Ausgestaltung der erfindungsgemässen Dosierpumpan
ordnung kann dadurch erhalten werden, dass das Pumporgan in der Pum
penkammer in einer Verschieberichtung verschiebbar ist und dass das
Ventilorgan in Verschieberichtung auf die Pumpenkammer folgend angeordnet
ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Dosierpumpsystem, bei welchem
eine erfindungsgemässe Dosierpumpanordnung vorgesehen ist, wobei der
Einlassbereich der Dosierpumpanordnung mit einer Quelle für unter einem
derartigen Druck stehende Flüssigkeit in Verbindung steht, dass bei
Verbindung des Einlassbereichs mit der Pumpenkammer die Flüssigkeit das
Pumporgan entgegen der Krafteinwirkung der Vorspannanordnung verschiebt.
Wie bereits vorangehend beschrieben, kann bei einem derartigen System der
im Bereich der zu fördernden Flüssigkeit ohnehin vorhandene Druck dazu
genutzt werden, das Pumporgan zu verlagern. In Zusammenwirkung mit dem
alternierenden Umschalten der Ventilanordnung zwischen den verschiedenen
Verbindungszuständen wird somit ein entsprechend alternierender
Bewegungszustand des Pumporgans zwischen einem Zustand, in welchem
dieses das Eindringen von Flüssigkeit in die Pumpenkammer zulässt, und
einem Zustand, in welchem dieses die Flüssigkeit wieder aus der
Pumpenkammer verdrängt, erhalten. Durch die Ausnutzung des insbesondere
in Kraftfahrzeugen vorhandenen Vordrucks im Bereich des zu fördernden
flüssigen Mediums wird neben der durch den deutlich einfacheren Aufbau
erzielten Kosteneinsparung auch eine verbesserte Integration in das
Gesamtsystem-Fahrzeug erlangt.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Längsschnittansicht einer erfindungsgemässen Dosier
pumpanordnung in einem zur Aufnahme von zu fördernder Flüssigkeit in
einer Pumpenkammer bereiten Zustand;
Fig. 2 die Dosierpumpanordnung der Fig. 1 in einem Zustand, in
welchem zu födernde Flüssigkeit in der Pumpenkammer aufgenommen ist;
Fig. 3 die in Fig. 1 gezeigte Dosierpumpanordnung in einem Zustand,
in welchem diese zur Abgabe der in der Pumpenkammer vorhandenen
Flüssigkeit zu einem Auslassbereich hin bereit ist;
Fig. 4 die in Fig. 1 dargestellte Dosierpumpanordnung in einem
Zustand, in welchem die Abgabe der zu fördernden Flüssigkeit aus der
Pumpenkammer beendet ist.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemässe Dosierpumpanordnung 10 im Längs
schnitt dargestellt. Die Dosierpumpanordnung 10 umfasst ein näherungsweise
zylindrisches Gehäuse 12. In die beiden Endbereiche 14, 16 dieses
zylindrischen Gehäuses 12 sind Endstücke 18, 20 eingeschraubt. Das
Endstück 18 trägt fluiddicht ein Einlassanschlussteil 22 mit einer zentralen
Einlassöffnung 24. An das Einlassanschlussteil 22 kann eine Flüssigkeits
leitung einer nicht dargestellten Quelle für Flüssigkeit, beispielsweise für
flüssigen Brennstoff, angeschlossen werden. In das Endstück 20 ist fluiddicht
ein Auslassanschlussteil 26 mit einer zentralen Auslassöffnung 28 eingesetzt.
Das Auslassanschlussteil 26 kann mit einer Auslassleitung verbunden werden,
die zu einer mit Flüssigkeit zu beschickenden Anordnung, beispielsweise
einem Heizer, wie zum Beispiel Zusatzheizer für ein Kraftfahrzeug, führt.
Ferner ist in das Gehäuse 12 an das Endstück 20 anschliessend ein Träger
einsatz 30 eingesetzt. Das Endstück 20 ragt in den im Wesentlichen zylin
drisch ausgebildeten Trägereinsatz 30 und ist bezüglich diesem durch eine O-
ringartige Dichtung 32 fluiddicht abgeschlossen. Der Trägereinsatz 30
wiederum trägt ein Einsatzteil 34 näherungsweise im Längenmittenbereich des
Gehäuses 12. Das dem Endstück 18 naheliegende Ende des Einsatzteils 34
und das Endstück 18 bereichsweise umgebend angeordnet ist eine
Magnetspulenanordnung 36 mit ihrem im Wesentlichen ringartig ausgebil
deten Spulenkörper 38. Der Spulenkörper 38 und das Einsatzteil 34 sind durch
eine im Wesentlichen O-ringartig ausgebildete Dichtung 40 bezüglich des
Trägereinsatzes 30 im Wesentlichen dicht abgeschlossen. Des weiteren ist
der Spulenkörper 38 durch eine O-ringartige Dichtung 42 bezüglich des
Endstücks 18 fluiddicht abgeschlossen.
In dem Einsatzteil 34 ist ein Pumpen/Ventil-Einsatz 44 angeordnet. Dieser
Pumpen/Ventil-Einsatz 44 weist in seinem dem Endstück 18 nahegelegenen
Bereich eine Ventilschieberöffnung 46 auf, in welcher ein allgemein mit 48
bezeichneter Ventilschieber in Richtung einer Längsmittellinie L verschiebbar
aufgenommen ist. Mit dem Ventilschieber 48 fest verbunden ist ein Anker 50,
und zwischen dem Anker 50 und dem Pumpen/Ventil-Einsatz 44 und dem
Anker 50 ist eine Ventilvorspannfeder 52 unter Vorspannung aufgenommen,
so dass die den Ventilschieber 48 und den Anker 50 umfassende Baugruppe
in der Darstellung der Fig. 1 nach rechts vorgespannt ist. In dieser Stellung
sitzt der Anker mit einem elastischen Abschlusselement 54 auf dem
Einlassanschlussteil 22 auf. In diesem Endbereich des Einlassanschlussteils
22 mündet die zentrale Einlassöffnung 24 in eine im Wesentlichen quer zur
Längsmittellinie L verlaufende Nut 56, so dass auch bei in seiner
Vorspannstellung sich befindendem Anker 50 bzw. Ventilschieber 48 eine
Fluidzufuhr über die zentrale Einlassöffnung 24 und die angesprochene Nut 56
in einen zwischen dem Einsatzteil 34 und dem Pumpen/Ventil-Einsatz 44
gebildeten Raumbereich 60 möglich ist. Dieser beispielsweise durch eine
Längsnut im Pumpen/Ventil-Einsatz 44 gebildete Raumbereich 60 steht in
Verbindung mit einer sich im Wesentlichen radial erstreckenden und zum
Ventilschieber 48 hin führenden Öffnung 62.
In dem vom Anker 50 entfernt liegenden Endbereich des Ventilschiebers 48 ist
eine schräg liegende Nut 64 vorgesehen, welche, wie im Folgenden
beschrieben, je nach Positionierung des Ventilschiebers 48 der allgemein mit
66 bezeichneten Ventilanordnung in Flüssigkeitsübertragungsverbindung mit
der Öffnung 62 oder einer Öffnung 80 steht.
In dem Pumpen/Ventil-Einsatz 44 ist axial an die Ventilschieberöffnung 46
anschliessend eine Pumpenkolbenöffnung 68 vorgesehen. Diese kann einen
grösseren Durchmesser aufweisen als die Ventilschieberöffnung 46. In der
Pumpenkolbenöffnung 68 ist ein allgemein mit 70 bezeichneter Pumpenkolben
in Richtung der Längsmittellinie L verschiebbar aufgenommen. In seinem aus
der Pumpenkolbenöffnung 68 herausstehenden Endbereich trägt der
Pumpenkolben 70 ein Abstützelement 72, an welchem eine sich andernends
an dem Endstück 20 abstützende Vorspannfeder 74 abgestützt ist. Durch die
Vorspannkraft der Vorspannfeder 74 wird das Abstützelement 72 zusammen
mit dem Pumpenkolben 70 in der Darstellung der Fig. 1 nach rechts
vorgespannt, d. h. in einer Richtung, in welcher das Volumen einer in dem
Pumpen/Ventil-Einsatz 44 gebildeten und je nach Positionierung des
Pumpenkolbens 70 in ihrem Volumen veränderbaren Pumpenkammer 76
minimiert ist.
Man erkennt in Fig. 1 ferner, dass ein zwischen dem Einsatzteil 34 und dem
Pumpen/Ventil-Einsatz 44 vorgesehener weiterer Raumbereich 78,
beispielsweise ebenfalls gebildet durch eine Axialnut im Pumpen/Ventil-
Einsatz 44, über die sich im Wesentlichen radial erstreckende Öffnung 80 je
nach Stellung des Ventilschiebers 48 in Verbindung mit der Pumpenkammer
76 steht und des ferneren über einen nach radial aussen hin auch durch den
Trägereinsatz 30 begrenzten Raumbereich 82 in Verbindung mit der zentralen
Auslassöffnung 28 im Auslassanschlussteil 26 steht.
Ist, wie vorangehend bereits angesprochen, der Ventilschieber 48 der Ventil
anordnung 66 in seiner durch die Vorspannkraft der Feder 52 vorgegebenen
und in Fig. 1 erkennbaren Stellung, so stellt die Nut 64 im Ventilschieber 48
eine Flüssigkeitsaustauschverbindung zwischen der Einlassöffnung 24 und der
Pumpenkammer 76 her. Wird bei Erregung der Magnetspule 36 und dabei
erzeugter Magnetkraft-Wechselwirkung zwischen dem Magnetfeld der Spule
36 und dem Anker 50 entgegen der Vorspannung der Feder 52 der
Ventilschieber 48 in der Darstellung der Fig. 1 nach links verschoben, so wird
die auch zum axialen Ende des Ventilschiebers 48 hin offene Nut 64 in
Verbindung mit der Öffnung 80 gebracht, so dass sie nunmehr eine
Flüssigkeitsaustauschverbindung zwischen dieser Öffnung und somit auch der
Auslassöffnung 28 und der Pumpenkammer 76 herstellt. Je nachdem, ob also
die Spule 36 bestromt ist oder nicht, kann wahlweise die Pumpenkammer 76
in Verbindung mit einem Einlassbereich, also dem ganzen stromaufwärts der
Nut 64 liegenden Volumenbereich, in welchem Flüssigkeit angesammelt
werden kann, gebracht werden, oder kann in Verbindung mit einem
Auslassbereich gebracht werden, also dem gesamten stromabwärts der Nut
64 liegenden und zur Flüssigkeitsaufnahme vorgesehenen Volumenbereich.
Die Wirkungsweise einer derartigen Dosierpumpanordnung 10, wie sie in den
Fig. 1 bis 4 erkennbar ist und mit Bezug auf die Fig. 1 vorangehend
beschrieben worden ist, wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig.
1 bis 4 detailliert beschrieben, wobei in den Fig. 2 bis 4 lediglich die zur
Erklärung des Betriebs relevanten Komponenten mit Bezugszeichen
bezeichnet sind.
In Fig. 1 ist der Grundzustand der Dosierpumpanordnung dargestellt, in
welchem also durch nicht vorhandene Bestromung der Spule 36 eine
Flüssigkeitsaustauschverbindung zwischen der Pumpenkammer 76 und dem
Einlassbereich vorgesehen ist. Es sei angenommen, dass dieser Ein
lassbereich mit einer Quelle für die zu fördernde Flüssigkeit, also beispiels
weise Brennstoff für einen Heizer, wie zum Beispiel Zusatzheizer in einem
Kraftfahrzeug, in Verbindung steht. Derartige Quellen liefern im Allgemeinen
die zu fördernde Flüssigkeit bereits mit einem bestimmten Vordruck. In dem in
Fig. 1 erkennbaren Zustand kann also nunmehr diese unter Vordruck
zugeführte Flüssigkeit über die Einlassöffnung 24 in den Raumbereich 60
strömen und durch die radial sich erstreckende Öffnung 62 und die Nut 64 im
Ventilschieber 48 das axiale Ende des Pumpenkolbens 70 beaufschlagen.
Dabei sind gemäss der vorliegenden Erfindung die zur Beaufschlagung
freiliegende Fläche des Pumpenkolbens 70, die durch die Feder 74 erzeugte
Vorspannkraft und der Vordruck der zum Einlassbereich hin geförderten
Flüssigkeit derart aufeinander abgestimmt, dass die durch den Vordruck über
die Flüssigkeit auf den Pumpenkolben 70 ausgeübte Kraft ausreicht, um den
Pumpenkolben 70 entgegen der durch die Feder 74 erzeugten Vorspannkraft
zu verschieben, und zwar in einer Richtung, in welcher das Volumen der
Pumpenkammer 76 vergrössert wird. Dies bedeutet, dass bei entsprechender
Druckbeaufschlagung des Pumpenkolbens 70 dieser aus der in Fig. 1
dargestellten Stellung in eine Stellung verschoben wird, in welcher nunmehr
die Feder 74 verstärkt komprimiert ist und das Volumen der Pumpenkammer
76 maximal ist. Dieser Zustand ist in Fig. 2 erkennbar. In diesem Zustand, in
welchem letztendlich das Ende des Ansaug- oder Flüssigkeitsaufnahmehubs
des Pumpenkolbens 70 erreicht ist, ist die Pumpenkammer 76 in maximalem
Ausmass mit der zu fördernden Flüssigkeit gefüllt, und der Pumpenkolben 70
ist zunächst noch stabil in dieser Lage gehalten.
Um nunmehr diese in der Pumpenkammer 76 vorhandene Flüssigkeit zur
Auslassöffnung 28 zu fördern, wird in einem nachfolgenden Arbeitstakt die
Magnetspule 36 bestromt mit der Folge, dass entgegen der Vorspannkraft der
Feder 52 der Anker 50 zusammen mit dem Ventilschieber 48 aus der in Fig.
2 erkennbaren Lage in die in Fig. 3 erkennbare Lage verschoben wird. Bei
dieser Bewegung hebt die den Anker 50 und den Ventilschieber 48
umfassende Baugruppe von dem Einlassanschlussstück 22 ab. Die
Bewegung kann so lange andauern, bis der Anker 50 axial an dem Pum
pen/Ventil-Einsatz 44 anstösst, wie in Fig. 3 erkennbar, und zwar noch bevor
die Feder 52 auf Block gesetzt wird. In diesem Zustand ist nunmehr über die
im Ventilschieber 48 vorgesehene Nut 64 eine Fluidaustauschverbindung
zwischen der mit Flüssigkeit gefüllten Pumpenkammer 76 und der nach radial
aussen sich erstreckenden Öffnung 80 hergestellt. Da dieser Auslassbereich,
welcher von dieser Öffnung 80 bis zur Auslassöffnung 28 reicht, im
allgemeinen drucklos ist bzw. der dort vorherrschende Flüssigkeitsdruck
deutlich geringer ist, als der auf der Einlassseite vorherrschende Vordruck,
kann sich nunmehr die Feder 74 wieder entspannen. Bei dieser Entspannung
drückt die Feder 74 den Pumpenkolben 70 in den Pumpen/Ventil-Einsatz 44
mit der Folge, dass das Volumen der Pumpenkammer 76 verringert wird und
die darin zunächst noch enthaltene Flüssigkeit über die Nut 64 und die
Öffnung 80 abströmt. Dieser Abgabehub des Pumpenkolbens 70 dauert an,
bis dieser seine axiale Endlage erreicht hat und beispielsweise an einer in dem
Pumpen/Ventil-Einsatz 44 gebildeten Radialschulter 84 zur Anlage kommt.
Wird daraufhin das Bestromen der Magnetspule 36 beendet, so kehrt auch
der Anker 50 mit dem daran getragenen Ventilschieber 48 in die in Fig. 1
erkennbare Positionierung zurück, in welcher nunmehr wieder Flüssigkeit von
der Einlassöffnung 24 in Richtung Pumpenkammer 76 strömen kann und
erneut der Pumpenkolben 70 entgegen der durch die Feder 74 erzeugten
Vorspannkraft in die in Fig. 2 erkennbare Lage verschoben werden kann.
Aus der vorangehenden Beschreibung erkennt man, dass durch das inter
mittierende Bestromen der Magnetspule 36, d. h. durch das alternierende
Umschalten der Ventilanordnung zwischen einem Zustand, in welchem diese
eine Verbindung zwischen dem Einlassbereich und der Pumpenkammer
herstellt, und einem Zustand, in welchem diese eine Verbindung zwischen der
Pumpenkammer und dem Auslassbereich herstellt, die erfindungsgemässe
Dosierpumpanordnung 10 betrieben werden kann, ohne dass zusätzliche
Ansteuermassnahmen zum Betreiben des Pumpenbereichs an sich, also zum
Verschieben des Pumpenkolbens 70, erforderlich wären. Die Verschiebung
des Pumpenkolbens 70 und somit die Aufnahme von Flüssigkeit in der
Pumpenkammer 76 werden alleine durch den im Einlassbereich
vorherrschenden Vordruck der zu fördernden Flüssigkeit erzwungen. Infol
gedessen wird auch ohne irgendwelche besonderen Abstimmungsmassnah
men alleine durch das intermittierende Umschalten des Strömungswegs
vermittels der Ventilanordnung 66 eine Synchronisation des Ventilbetriebs
einerseits und des Pumpbetriebs andererseits erhalten. Daraus resultiert ein
deutlich einfacherer Aufbau einer Dosierpumpanordnung, da für den Pump
bereich keine speziellen Anordnungen vorgesehen werden müssen, die durch
irgendwelche Ansteuerungsmassnahmen ein Umschalten zwischen einem
Saug- und einem Abgabebetrieb ermöglichen. Auch wird durch das Ausnutzen
des auf der Einlassseite vorherrschenden Vordrucks eine verbesserte
Ausnutzung der in einem Gesamtsystem ohnehin vorhandenen physikalischen
Zustände erhalten bzw. wird durch das Ausnützen dieser Zustände der
vereinfachte Aufbau einer Dosierpumpanordnung ermöglicht. Bei der
Auslegung eines Gesamtsystems muss lediglich darauf geachtet werden, dass
die vorangehend bereits angesprochene Abstimmung zwischen Vordruck und
Gegenkraft, erzeugt durch die Feder 74, vorhanden ist, wobei hier eine
Grobabstimmung in einem derartigen Sinne, dass der Vordruck in jedem Falle
über einen bestimmten Schwelle liegen muss, ausreichend ist.
Es sei darauf hingewiesen, dass unter Beibehaltung der erfindungswesentli
chen Prinzipien an der mit Bezug auf die Fig. 1 bis 4 beschriebenen
Dosierpumpanordnung verschiedenste konstruktive Änderungen vorgenom
men werden können. Selbstverständlich können die Strömungswege zwischen
der Pumpenkammer und dem Einlassbereich bzw. dem Auslassbereich in
verschiedenster Weise realisiert werden und müssen nicht notwendigerweise
durch sich exakt radial oder sich exakt axial erstreckende Nuten oder
Öffnungen vorgesehen sein. Auch ist es nicht zwingend erforderlich, den
Pumpenkolben einerseits und den Ventilschieber andererseits in axialer Flucht
und ausgerichtet zur Längsmittellinie des Gesamtgerätes anzuordnen, wobei
darauf hingewiesen wird, dass diese auch in den Figuren erkennbare
Anordnung auf Grund der Bauraumausnutzung besonders vorteilhaft ist.
Claims (5)
1. Dosierpumpanordnung, insbesondere für eine Heizeinrichtung,
umfassend:
eine Ventilanordnung (66) mit einem durch Magnetkraftwirkung verlagerbaren Ventilorgan (48), wobei durch Verlagerung des Ventilorgans (48) eine Pumpenkammer (76) wahlweise in, Verbindung mit einem Einlassbereich (24, 60, 62) für unter Vordruck stehendes Fluid bringbar ist oder in Verbindung mit einem Auslassbereich (80, 78, 82, 28) bringbar ist,
ein in der Pumpenkammer (76) verschiebbar angeordnetes Pumporgan (70), wobei das Pumporgan (70) bei mit dem Einlassbereich (24, 60, 62) verbundener Pumpenkammer (76) gegen die Wirkung einer Vorspannanordnung (74) durch unter Vordruck stehendes Fluid in Richtung Vergrößerung des Pumpenkammervolumens zur Aufnahme von Fluid in der Pumpenkammer (76) aus dem Einlassbereich (24, 60, 62) verschiebbar ist und bei mit dem Auslassbereich (80, 78, 82, 28) verbundener Pumpenkammer (76) durch die Vorspannanordnung (74) in Richtung Verringerung des Pumpenkammervolumens zur Abgabe von Fluid aus der Pumpenkammer (76) zum Auslassbereich (80, 78, 82, 28) verschiebbar ist.
eine Ventilanordnung (66) mit einem durch Magnetkraftwirkung verlagerbaren Ventilorgan (48), wobei durch Verlagerung des Ventilorgans (48) eine Pumpenkammer (76) wahlweise in, Verbindung mit einem Einlassbereich (24, 60, 62) für unter Vordruck stehendes Fluid bringbar ist oder in Verbindung mit einem Auslassbereich (80, 78, 82, 28) bringbar ist,
ein in der Pumpenkammer (76) verschiebbar angeordnetes Pumporgan (70), wobei das Pumporgan (70) bei mit dem Einlassbereich (24, 60, 62) verbundener Pumpenkammer (76) gegen die Wirkung einer Vorspannanordnung (74) durch unter Vordruck stehendes Fluid in Richtung Vergrößerung des Pumpenkammervolumens zur Aufnahme von Fluid in der Pumpenkammer (76) aus dem Einlassbereich (24, 60, 62) verschiebbar ist und bei mit dem Auslassbereich (80, 78, 82, 28) verbundener Pumpenkammer (76) durch die Vorspannanordnung (74) in Richtung Verringerung des Pumpenkammervolumens zur Abgabe von Fluid aus der Pumpenkammer (76) zum Auslassbereich (80, 78, 82, 28) verschiebbar ist.
2. Dosierpumpanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorspannanordnung (74) die Krafteinwirkung durch
elastische Verformung eines Vorspannelementes (74) erzeugt.
3. Dosierpumpanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Vorspannanordnung (74) ein an das
Pumporgan (70) beaufschlagendes Federelement umfaßt.
4. Dosierpumpanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Pumporgan (70) in der Pumpenkammer
(76) in einer Verschieberichtung verschiebbar ist und dass das
Ventilorgan (48) in der Verschieberichtung auf die Pumpenkammer
(76) folgend angeordnet ist.
5. Dosierpumpsystem, umfassend eine Dosierpumpanordnung (10)
nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Einlassbereich
(24), (60), (62) der Dosierpumpanordnung (10) mit einer Quelle für
unter einem derartigen Druck stehende Flüssigkeit in Verbindung
steht, dass bei Verbindung des Einlassbereichs (24), (60), (62) mit
der Pumpenkammer (76) die Flüssigkeit das Pumporgan (70)
entgegen der Krafteinwirkung der Vorspannanordnung (74)
verschiebt.
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