DE10103468A1 - Stulpschienenbeschlag - Google Patents

Stulpschienenbeschlag

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DE10103468A1 DE2001103468 DE10103468A DE10103468A1 DE 10103468 A1 DE10103468 A1 DE 10103468A1 DE 2001103468 DE2001103468 DE 2001103468 DE 10103468 A DE10103468 A DE 10103468A DE 10103468 A1 DE10103468 A1 DE 10103468A1
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C9/00Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Stulpschienenbeschlag (10) zum Befestigen einer Stulpschiene, Treibstangenbeschläge oder dgl. der in einer Nut (12) eines Fenster- oder Türrahmens (13) aus Holz, Kunststoff oder Leichtmetall, die wenigstens eine Stulpschiene (15) und ein im Wesentlichen U-förmiges Führungselement (14) umfasst, in dem wenigstens eine Treibstange (11) längsverschieblich führbar und das U-förmige Führungselement (14) in der Nut aufnehmbar ist, und bei dem U-förmigen Führungselement (14) wenigstens ein integral angeformtes Klemmfunktionsmittel (18) zugeordnet ist, welches durch extern aufbringbare Krafteinwirkung in eine die Schenkel (16, 17) des U-förmigen Führungselements (14) leicht spreizende Funktionslage (30) überführbar ist zwecks Ausbildung einer den Stulpschienenbeschlag (10) sicher in der Nut (12) haltenden Haltekraft. Das Klemmfunktionsmittel (18) ist ein im Zwischenraum angeformter Sperrsteg (19), dem ggf. eine Sollbruchstelle (20) zugeordnet ist, die beim Überführen des Sperrsteges (19) in die die Schenkel (16, 17) spreizende Funktionslage (30) brechbar ist. Alternativ ist das Klemmfunktionsmittel (18) ein im Zwischenraum angeordneter, integral am Schenkel angeformter Spreizstempel (50), dem ggf. eine Sollbruchstelle (20) zugeordnet ist, die beim Überführen des Führungselements (14) in die die Schenkel (16, 17) spreizende Funktionslage (30) brechbar ist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stulpschienenbeschlag entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Allgemein bestehen Stulpschienenbeschläge aus einer Stulpschiene und einer darunter längsverschiebbaren Treibstange, welche zur Betätigungen der Verriegelungsmittel des Tür- oder Fensterflügels dienen. Üblicher Weise werden derartige Stulpschienenbeschläge in einer in einen Tür- oder Fensterrahmen eingearbeiteten Nut untergebracht. Zur Befestigung der Stulpschienenbeschläge in der Nut sind in der Vergangenheit verschiedene Lösungen vorgeschlagen worden.
Mit der DE 197 30 600 hat die Anmelderin einen Stulpschienenbeschlag vorgeschlagen, bei denen die Stulpschiene an einem Halter befestigt ist, der im Querschnitt W- oder V-förmig ausgebildet ist, wobei der Halter freie Schenkel aufweist und aus einem elastisch verformbaren Material aus Kunststoff oder aus Metall gefertigt ist. Beim Einführen des Stulpschienenbeschlages in die hierfür im Tür- oder Fensterrahmen vorgesehenen Nut bildet sich ein den Stulpschienenbeschlag bis zur endgültigen Befestigung durch Befestigungselemente fixierender Reibschluß aus, der auch bei Nuten mit Stegen wirksam ist.
Der bekannte Stulpschienenbeschlag unterstützt ausschließlich die Montage. Um den Stulpschienenbeschlag funktionssicher zu fixierten, bedarf es dabei . weiterer Befestigungselemente. Der Stulpschienenbeschlag eignet sich zur automatischen oder teilautomatischen Montage, bei der in einem ersten Arbeitsschritt die Stulpschienenbeschläge eingelegt und fixiert werden, während in einem zweiten Arbeitsschritt die endgültige Befestigung erfolgt. Dabei ist der durch den Halter bewirkte Reibschluss bereits beim Einlegen des Stulpschienenbeschlags zu überwinden. Sofern zum Einlegen der Beschlagteile spezielle Einrichtungen und/oder Automaten verwendet werden, ist dieses zusätzlich zu überwindende Kraft für den gesamten Prozess und die Auslegung der Einrichtung bzw. des Automaten negativ.
Aus der DE 31 01 393 C2 ist ein weiterer Stulpschienenbeschlag bekanntgeworden, bei denen die Stulpschiene über eine zwischengesetzte Distanzbuchse und ein lösbares Verbindungselement mit einem Halter verbunden ist. Der Halter ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Die Seitenschenkel des Halters weisen federnde Zungen auf, welche in der Einbaulage in der, in den Tür- oder Fensterrahmen eingearbeiteten Nut darin angeordnete Stege hintergreifen.
Auch bei diesem Stulpschienenbeschlag ist verhältnismäßig hoher Werkzeugaufwand zu betreiben. Ferner sind die einzelnen Bauteile, also der U-förmige Halter, die Treibstange, die Distanzbuchse, die Stulpschiene und schließlich die Schraubenverbindungen einzeln zu handhaben. Darüber hinaus ist aufgrund der vorgegebenen Lage der in der Treibstange angeordneten Langlöcher eine umständliche Vormontage der U-förmigen Halters vorzunehmen. Die Positionierung der Treibstangen sowie das Einsetzen der Distanzbuchsen ist aufwendig. Dem entsprechend umständlich ist das Aufsetzen der Stulpschiene und deren abschließende Befestigung durch das Verbindungselement.
Ein weiterer Halter zum Befestigen von Stulpschienen ist aus der DE 297 16 501 in Form eines Haltebügels bekanntgeworden. Der als Stanz-Biege-Teil gefertigte Haltebügel weist einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, wobei an den beiden Schenkeln federnde Befestigungslappen hervorragen.
Am Ende der Schenkel sind Klemmzungen angeordnet, welche die Stulpschiene unter Vorspannung umfassen. Bei der Montage stützen sich die federnden Befestigungslappen unter Vorspannung an den Wandungen der Nut ab und graben sich dabei in das weiche Kunststoffmaterial des Fensterflügels ein.
Diese Befestigung der Stulpschiene erfolgt zwar durch ein einziges Bauteil, allerdings kann die Stulpschiene durch äußere Manipulation des Stanz-Biege- Teils in der Nut aus Sicherheitsgründen nur an unbedenklichen Stellen zur Anwendung kommen. Auch ist die Montage umständlich, da die Halter von Hand über die Stulpschiene vormontiert werden müssen. Insbesondere kann eine nachträgliche Korrektur - sei es aufgrund eines Montagefehlers oder aber auch einer Reparatur - nicht mehr vorgenommen werden, da sich die Klemmzungen an den Flanken der Nut verhaken und im Falle der Entnahme das Rahmenmaterial stark beschädigt.
Eine weitere Vorrichtung zum Befestigen einer Stulpschiene in einer Nut in Fenster- oder Türrahmen aus Kunststoff oder Holz ist aus der DE 30 41 500 bekanntgeworden. Ein mit der Stulpschiene formschlüssig kuppelbars Halteelement übergreift beidseits der Nut die Stulpschiene. Das Halteelement ist als Spreizkörper ausgebildet, dessen Verankerungsarme in an den Schmalseiten der Stulpschiene vorgesehene Ausklinkungen der Stulpschiene in Längsrichtung schiebbar eingreifen. Die Ausklinkungen weisen Begrenzungsflächen auf, die in Längsrichtung der Stulpschiene divergieren. Beim Verschieben des Spreizkörpers in Längsrichtung bewirken die divergierenden Begrenzungsflächen ein Aufspreizen der Verankerungsarme. Seitlich weisen die Verankerungsarme Eintreibspitzen auf, die seitlich in den Werkstoff des Fenster- oder Türflügels eindringen und die Stulpschiene an der betreffenden Stelle im Flügel verankert, sobald das Halteelement in Längsrichtung der Stulpschiene innerhalb der Ausklinkungen in Richtung der divergierenden Begrenzungsflächen verschoben wird.
Bei den Beispielen ist vor allem von Nachteil, daß die Krafteinwirkung der Eintreibspitzen und Klemmzungen insbesondere bei Kunststoffrahmen unbemerkt Fließerscheinungen bewirken kann. Bei Holzrahmen führen die Eintreibspitzen und Klemmzungen zu Einkerbungen im Holz, in die unbemerkt Feuchtigkeit eindringt und die Festigkeit des Holzes stark vermindern kann. Wie die Erfahrung zeigt, treten beide Folgen auf, ohne daß sie von außen zunächst sichtbar sind. Darüber hinaus führen derlei Einkerbungen insbesondere bei Holz leicht zu die Festigkeit nachhaltig beeinträchtigenden Rissen. Die sichere Fixierung der Stulpschiene ist aber unbedingte Voraussetzung, um die darunter angeordnete Treibstangen vor Manipulation zu schützen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge, ein Beschlagteil vorzuschlagen, bei dem zum einen die vorstehend genannten Nachteile nicht auftreten und zum anderen ein hoher Automatisationsgrad bei der Montage bei allen Rahmentypen und Materialien erreichbar ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß dem U = förmigen Führungselement wenigstens ein integral angeformtes Klemmfunktionsmittel zugeordnet ist, welches durch extern aufbringbare Krafteinwirkung in eine, die Schenkel des U-förmigen Führungselements leicht spreizende Funktionslage überführbar ist zwecks Ausbildung einer den Stulpschienenbeschlag sicher in der Nut haltenden Haltekraft.
Dadurch wird auch ein übermäßiges Klemmen beim Einlegen des Stulpschienenbeschlages vermieden, wie dies bei bekannten Klemmeinrichtungen der Fall ist, die auf einer elastischen Verformung des Führungselementes schon beim Einlegen basieren.
Die Haltekraft erreicht erfindungsgemäß durch die leicht spreizende Funktionslage der Schenkel eine den Stulpschienenbeschlag sicher klemmende Größenordnung. Hierdurch wird auf verblüffend einfacher Weise sowohl eine dauerhaft sichere als auch einen das die Nut umgebende Material des Tür- oder Fensterrahmens schonende semi-formschlüssige Verbindung bewirkt. Gleichzeitig ist der Montageaufwand auf ein Minimum reduziert, da nach dem Einsetzen des Beschlagteils in die Nut lediglich das integral angeformte Klemmfunktionsmittel mittels einfachen Werkzeugen durch extern aufzubringende Krafteinwirkung in seine die Schenkel des U-förmigen Führungselements leicht spreizende Funktionslage überführbar ist.
Vorzugsweise ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung das Klemmfunktionsmittel ein am distralen Ende eines der Schenkel des U- förmigen Führungselements angeformter, schräg in den Zwischenraum des U- förmigen Führungselements weisender Sperrsteg.
Hierdurch entfallen die beim Anschlagen solcher Stulpschienenbeschlagteile am Flügelrahmen bisher erforderlichen hohen Fertigungszeiten, da das Einschrauben oder Verstellen von Befestigungsschrauben ersatzlos oder zumindest vorläufig entfällt. Dies hat bislang viel Zeit in Anspruch genommen, so daß selbst die Herstellung in automatischen Anlagen unwirtschaftlich war. Zudem war die Fertigung von in solchen Beschlägen verwendeten Treibstangen sehr aufwendig, da eine Unmenge von Langlöchern in die Treibstange zu stanzen waren um eine sichere Schraubenbefestigung des Schlages in der Beschlagnut zu ermöglichen. Dies wiederum bedingte die nachträgliche Bearbeitung der Treibstangen an Richtgeräten, da eine Verwindung der Treibstangen unzulässig ist. Entsprechend mußte auch eine Vielzahl von Senkungen (Ringsenkungen) an den betreffenden Verbindungsstellen in das Rahmenmaterial eingebracht werden. Dies führte alles in allem zu einer unüberschaubaren Anzahl von verschiedenartigen Werkzeugen und einer entsprechend hohen Vorhaltung in umfangreichen Lagern.
Ist hingegen nur eine vorläufige Fixierung des Beschlages vorgesehen, so kann durch diese Maßnahme auf einfache Weise eine zuverlässige Sicherung des Stulpschienenbeschlages erreicht werden, bis die Befestigungselemente, z. B. in Form von Schrauben, endgültig angebracht sind.
Wird zwischen dem distalem Ende und dem Sperrsteg eine Sollbruchstelle vorgesehen, die beim Überführen des Sperrsteges in die die Schenkel spreizende Funktionslage brechbar ist, so kann das Führungselement bzw. der Stulpschienenbeschlag ggf. wieder entnommen werden.
Dadurch läßt sich der Beschlag ggf. nach Entfernen der Befestigungsschrauben wieder entfernen. Eine erneute Montage kann ggf. durch Befestigungsschrauben oder neue Führungselemente erfolgen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorteilhaft der Sollbruchstelle ein bei der Montage als Pivot wirkendes Widerlager zugeordnet. Dieses Widerlager dient einerseits beim Überführen des Klemmfunktionsmittels in die die Schenkel spreizende Funktionslage und andererseits zum Sichern der Sperrfunktion, also bei in Funktionslage überführtem Klemmfunktionsmittel.
Vorteilhaft ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung an dem der Sollbruchstelle entfernten Ende des Sperrsteges eine Anlaufverrundung vorgesehen. Diese ermöglicht ein verhakungsfreies Aufgleiten des Sperrsteges, z. B. auf die der Sollbruchstelle gegenüberliegende Schenkelfläche. Hierdurch ist auch eine hoch automatisierte Fertigung möglichen da Störungen beim Überführen des Klemmfunktionsmittels in die Funktionslage wirksam unterbunden sind.
Alternativ ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung das Klemmfunktionsmittel als integral an wenigstens einem der Schenkel des U-förmigen Führungselementes angeformter Spreizstempel ausgebildet der am distralen Ende des Schenkels oder der Schenkel in einen Zwischenraum zwischen den Schenkeln des Führungselementes angeordnet ist.
Der Spreizstempel weist ferner einen sich im Einbauzustand auf dem Nutgrund abstützenden ebenen Stoßboden, und auf der dem Stoßboden gegenüberliegenden Seite wenigstens einen Spreizsattel. Dabei ist nach einer Weiterbildung zwischen Spreizsattel und vorzugsweise dem distalen Ende des Schenkels eine Sollbruchstelle vorgesehen, die beim Überführen des Führungselements in die die Schenkel spreizende Funktionslage brechbar ist.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal ist vorteilhaft in dem U- förmigen Führungselement wenigstens ein Führungszapfen vorgesehen, der in eine in dem Spreizstempel angeordnete Führungsbohrung eintaucht. Ferner weist die Stulpschiene wenigstens eine Langlochbohrung auf, die der Führungszapfen zugeordnet durchdringt. Hierdurch kann der Treibstange zusätzlich Führung verliehen werden.
An dem Schenkel ist nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung im Bereich der Sollbruchstelle wenigstens eine schräge Druckfläche angeordnet. Hierdurch wird ein kontrolliertes und definiertes Aufgleiten des Spreizsattels bei der Montage bewirkt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bildet die Stulpschiene mit dem U-förmigen Führungselement ein fest miteinander verbundenes Bauteil.
Vorzugsweise bestehen die einzelnen Bauteile aus frostfreiem Stahl, wodurch die Korrosionsproblematik nachhaltig entspannt wird.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen in beiden Ausführungsbeispielen die Schenkel im nicht in Funktionslage befindlichen Zustand leichte eine zueinander hin gerichtete Schränkung auf, wodurch das sichere und paßgenaue Einsetzen des erfindungsgemäßen Stulpschienenbeschlages in die Nut gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß weist nach einem weiteren Merkmal die Sollbruchstelle wenigstens eine, im inneren des U-förmigen Führungselements angeordnete Einkerbung auf, wodurch die Sollbruchstelle örtlich definierbar ist.
Nach der Erfindung wirkt die durch das Klemmfunktionsmittel ausgeübte Krafteinwirkung zwecks Ausbildung einer Haltekraft vorzugsweise im Bereich des Nutgrundes auf den Fenster- oder Türrahmen. Hierdurch wird Fließtendenzen und Deformierung des Flügels bzw. Rahmens vorgebeugt.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal weist das integral angeformte Klemmfunktionsmittel Rückholmittel auf, mit denen das Klemmfunktionsmittel aus seiner die Schenkel des U-förmigen Führungselements leicht spreizenden Funktionslage in die Ausgangslage zumindest temporär rückholbar ist. Dies unterstützt die Loslösung der den Beschlag in der Nut haltenden Klemmkraft.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier in der Zeichnung mehr oder minder schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Stulpschienenbeschlages nach der Erfindung im Querschnitt vor dem Einsetzen in eine Rahmennut mit intakter Sollbruchstelle,
Fig. 2 den Stulpschienenbeschlag gemäß Fig. 1 nach dem Einsetzen in die Rahmennut mit gelöster Sollbruchstelle in fixierter Lage,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Stulpschienenbeschlages nach der Erfindung im Querschnitt mit intakter Sollbruchstelle und
Fig. 4 die Sollbruchstelle des Stulpschienenbeschlages gemäß Fig. 3 nach dem Einsetzen in die Rahmen Nut mit gelöster Sollbruchstelle in fixierter Lage in vergrößerter Darstellung.
In Fig. 1 ist der Stulpschienenbeschlag 10 mit eingesetzter Treibstange 11 vor dem Einsetzen in eine Nut 12 eines aus Kunststoff oder Metall bestehenden Fenster- oder Türrahmens 13 gezeigt. Der Stulpschienenbeschlag 10 umfaßt ein im wesentlichen U-förmiges Führungselement 14, das mit einer Stulpschiene 15 fest verbunden ist, wobei die Stulpschiene 15 über das U- förmige Führungselement 14 hinausragt. Das U-förmige Führungselement 14 weist beidseits Schenkel 16, 17 auf. An dem einen Schenkel 16 ist an seinen distalen Ende 42 ein integral angeformtes Klemmfunktionsmittel 30 in Form eines Sperrsteges 19 über eine Sollbruchstelle 20 zugeordnet. Die Sollbruchstelle 20 zwischen dem Schenkel 16 und dem Sperrsteg 19 ist durch eine den Querschnitt schwächende Einkerbung 21 verkörpert. Überhalb der Einkerbung 21 ist ein Widerlager 22 in Form eines Sicherungswulstes 23 angeordnet. Am entfernten Ende 24 des Sperrsteges 19 ist eine Anlaufverrundung 25 vorgesehen. Die Stulpschiene 15, das mittlere Teil des U-förmigen Führungselements 14 und die Treibstange 11 weisen Montageöffnungen 26 auf, durch die ein Montagewerkzeuge 27 einfürbar ist, das in der Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist.
In Fig. 2 ist der Stulpschienenbeschlag 10 in seiner, in die Nut 12 eingeführten Lage dargestellt. Die Stulpschiene 15 schließt an ihre Oberseite 28 im wesentlichen bündig mit der Oberfläche des Tür- oder Fensterrahmens 13 ab. Die Schenkel des U-förmigen Führungselements 14 sind bis auf den Nutgrund 29 der Nut 12 eingelassen. Durch die Montageöffnungen 26 hindurch ist das Montagewerkzeuge 27 in Pfeilrichtung auf den Sperrsteg 19 zunächst aufgesetzt. Durch Aufbringung einer externen Kraft F auf das Montagewerkzeuge 27 wird der Sperrsteg 19 an der Sollbruchstelle 20 abgebrochen und in eine, die Schenkel 16, 17 des U-förmigen Führungselements 14 dabei leicht spreizende Funktionslage 30 überführt, wobei der Sperrsteg 19 sich einerseits am entfernten Ende 24 im Bereich der Sollbruchstelle 20 und andererseits mit einer an dem entfernten Ende 24 des Sperrsteges 19 angeordneten Anlaufverrundung 25 auf der zugewandten Schenkelfläche 34 verhakungsfrei zunächst aufgleitet und sich im weiteren Verlauf des Abgesenkens des Montagewerkzeuges daran abstützt. Deutlich ist das durch den Sicherungswulst 23 verkörperte Widerlager 22 an der Schenkelfläche 33 erkennbar, wodurch sicher erreicht wird, daß unter dem Druck des Montagewerkzeuge 27 sich im Bereich der Sollbruchstelle 20 ein Pivot 35, also ein Schwenklager, ausbildet und der Sperrsteg 19 sicher seine Funktionslage 30 erreicht. Die dabei entstehende Haltekraft wirkt vorzugsweise im Bereich des Nutgrundes 29 auf die Seitenwangen 47, 48 der Nut.
Wie aus Fig. 2 weiter ersichtlich ist, können auch mehrere Treibstangen 11 übereinander angeordnet werden. Ferner weist der Sperrsteg 19 eine Rückholöffnung 41 auf, in welche ein in Strichpunktlinie angedeutes Rückholmittel 45 einsetzbar ist und der Sperrsteg 19 aus seiner Funktionslage 30 lösbar ist.
Dabei kann auch vorgesehen werden, dass die Schenkel 16, 17 in der unmontierten Stellung nach Fig. 1 - abweichend von der dort getroffenen Darstellung - konisch zulaufen, so dass das Führungselement 14 durch diese Schränkung einen im wesentlichen trapezförmigen Querschnitt erhält.
Dadurch ist der Öffnungsquerschnitt im Bereich der der freien Enden der Schenkel 16, 17 schmäler als der der Stulpschiene 15 zugeordnete U-Steg und bildet auch eine Einführhilfe für den Stulpschienenbeschlag 10.
Es ist klar erkennbar, dass die Länge des Sperrstegs 19 - zwischen den Schenkeln 16, 17 - größer bemessen ist als der diesem gegenüberliegende Steg, welcher der Stulpschiene zugeordnet ist.
Eine alternative Ausführungsform zeigt Fig. 3. Die Stulpschiene 15 und das U- förmige Führungselement 14 bilden, wie vorstehend ausgeführt, ein fest miteinander verbundenes Bauteil. Zwischen den Schenkeln 16, 17 ist das Funktionsmittel 30 am distalen Ende 42, 43 der Schenkel 16, 11 eines im Zwischenraum der Schenkel des Führungselements 30 in Form eines integral angeformten Spreizstempels 50 verkörpert. Dieser weist einen sich im Einbauzustand auf dem Nutgrund 24 abstützenden ebenen Stoßboden 51 und auf der dem Stoßboden gegenüberliegenden Seite einen Spreizsattel 52 auf. Zwischen dem oberen Bereich des Spreizsattels 52 und den distalen Enden 42, 43 der Schenkel 16, 17 ist jeweils eine Einkerbung 21 angeordnet. Zum Stoßboden 51 hin weist der Spreizsattel 52 schräge Druckflächen 53 auf, denen abschließend ein Anschlagbund 54 zugeordnet ist, der so bemessen ist, daß die Spreizung der Schenkel 16, 17 ein vorbestimmtes Maß nicht überschreitet. Hierdurch wird zum einen ein kontrolliertes Aufgleiten des Spreizsattels 52 bei der Montage und zum anderen eine implizite Limitierung der den Stulpschienenbeschlag 10 in der Nut 12 haltenden Haltekraft erzeugt, wie dies in Fig. 4 ausschnittsweise dargestellt ist.
In dem U-förmigen Führungselement 14 ist mittig ein Führungszapfen 55 angeordnet, der in eine in dem Spreizstempel 50 angeordnete, zentrisch angeordnete Führungsbohrung 56 eintaucht. In der Stulpschiene 15 sind Langlochbohrungen 57 eingebracht, die der Führungszapfen 53 durchsetzt. Die Länge des Führungszapfens 53 und die Dimensionierung des Anschlagbundes 54 sind in ihrer Länge derart aufeinander abzustimmen, daß die den Stulpschienenbeschlag 10 sicher in der Nut 12 haltenden Haltekraft in der die Schenkel 16, 17 leicht spreizenden Funktionslage 30 nicht beeinträchtigt wird.
Zum Lösen der den Stulpschienenbeschlag 10 in der Nut 12 haltenden Haltekraft ist eine von außen zwischen dem Spreizstempel 50 und der Stulpschiene 15 bzw. den in dem U-förmigen Führungselement eingebrachten Teile eine diese auseinander treibende Druckkraft aufzubringen, wodurch der Stulpschienenbeschlag 10 ohne Beschädigungen der Nut demontierbar ist. Der notwendige Eingreifraum kann dadurch geschaffen werden, daß der Führungszapfen 55 mit einem in Strichpunktlinie dargestellten Abziehwerkzeug ausgezogen wird und ein, die beschriebene, lösende Druckkraft ausübendes Spreizwerkzeug in die frei werdende Öffnung eingeführt wird.
Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, daß die Schenkel 16, 17 im nicht in Funktionslage 30 befindlichen Zustand leichte zueinander hin gerichtete Schränkung aufweist. Ausschlaggebend ist, daß das Maß der lichten Weite der distalen Enden 42, 43 der Schenkel 16, 17 außen nicht breiter ist als das U-förmige Führungselement 14.
Ferner ist bei beiden Ausführungsformen die in Funktionslage 30 in der Nut 12 wirksame Spreizkraft durch geometrische Mittel einmal durch die Länge der Schenkel 16, 17 und im anderen Falle durch den Anschlagbund 54 vorbestimmt limitierend festlegbar.
Abschließend soll nach darauf hingewiesen werden, dass die in den Ausführungsbeispielen dargestellte Sollbruchstelle 20 nicht zwingend für die Funktion des Führungselementes 14 ist.
Die Bereitstellung der Sollbruchstelle erlaubt aber ggf, ein einfaches Entfernen des Stulpschienenbeschlags 10 und/oder des Führungselementes 14 aus der Nut 12.
Es soll auch noch einmal erwähnt werden, dass die Befestigung zusätzlich zu oder anstatt einer Befestigung mit Befestigungselementen wie Schrauben erfolgt. Bei einer Montage mittels einer Vorrichtung, welche die Stulpschienenbeschlagteile aus einem Magazin heraus an den Flügel anbringt, kann durch den Montagehalter des Stulpschienenbeschlagteils, z. B. des Montagewerkzeugs 27 bereit gestellt werden. Einlegen und zumindest Fixieren erfolgt dabei durch das Montagewerkzeug, welches das Stulpschienenbeschlagteil z. B. aus dem Magazin o. ä. an den Flügel heranfährt.
Bezugszeichenliste
10
Stulpschienenbeschlag
11
Treibstange
12
Nut
13
Rahmen
14
U-förmiges Führungselement
15
Stulpschiene
16
,
17
Schenkel
18
integral angeformtes Klemmfunktionsmittel
19
Sperrsteg
20
Sollbruchstelle
21
Einkerbung
22
Widerlager
23
Sicherungswulst
24
entferntes Ende des Sperrsteges
25
Anlaufverrundung
26
Montageöffnung
27
Montagewerkzeug
28
Oberseite der Stulpschiene
29
Nutgrund
30
Funktionslage
33
,
34
Schenkelflächen
35
Pivot
41
Rückholöffnung
42
,
43
distale Enden der Schenkel
45
Rückholmittel
47
,
48
Seitenwangen der Nut
50
Spreizstempel
51
Stoßboden
52
Spreizsattel
53
Druckflächen
54
Anschlagbund
55
Führungszapfen
56
Führungsbohrung
57
Langlochbohrung

Claims (16)

1. Stulpschienenbeschlag zum Befestigen einer Stulpschiene, Treibstangenbeschläge oder dgl. in einer Nut eines Fenster- oder Türrahmens aus Holz, Kunststoff oder Leichtmetall, wenigstens umfassend eine Stulpschiene und ein im wesentlichen U-förmiges Führungselement, in dem wenigstens eine Treibstange längsverschieblich führbar und das U-förmige Führungselement in der Nut aufnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem U-förmigen Führungselement (14) wenigstens ein integral angeformtes Klemmfunktionsmittel (18) zugeordnet ist, welches durch extern aufbringbare Krafteinwirkung in ein, die Schenkel (16, 17) des U- förmigen Führungselements (14) leicht spreizende Funktionslage (30) überführbar ist zwecks Ausbildung einer den Stulpschienenbeschlag (10) sicher in der Nut (12) haltenden Haltekraft.
2. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmfunktionsmittel (18) ein am distralen Ende (42) der Schenkel (16 oder 17) des U-förmigen Führungselements (14) angeformter, schräg in den Zwischenraum des U-förmigen Führungselements (14) weisender Sperrsteg (19) ist.
3. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen distalem Ende (42) und dem Sperrsteg (19) eine Sollbruchstelle (20) vorgesehen ist, die beim Überführen des Sperrsteges (19) in die die Schenkel (16, 17) spreizende Funktionslage (30) brechbar ist.
4. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollbruchstelle (20) ein bei der Montage als Pivot (35) wirkendes Widerlager (22) zugeordnet ist zwecks Sicherung der Sperrfunktion.
5. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Sollbruchstelle (20) entfernten Ende (24) des Sperrsteges (19) eine Anlaufverrundung (25) vorgesehen ist zwecks verhakungsfreiem Aufgleiten des Sperrsteges (19) auf die der Sollbruchstelle (20) gegenüberliegenden Schenkelfläche (34).
6. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmfunktionsmittel (18) als integral an wenigstens einem der Schenkel (16, 17) des U-förmigen Führungselementes (14) angeformter Spreizstempel (50) ausgebildet der am distralen Ende des Schenkels oder der Schenkel in einen Zwischenraum zwischen den Schenkeln des Führungselementes angeordnet ist und der Spreizstempel (50) einen sich im Einbauzustand auf dem Nutgrund (29) abstützenden, ebenen Stoßboden (51), und der Spreizstempel (50) auf der dem Stoßboden (51) gegenüberliegenden Seite wenigstens einen Spreizsattel (52) aufweist.
7. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Spreizsattel (52) und vorzugsweise dem distalen Ende (42, 43) des Schenkels (16, 17) eine Sollbruchstelle (20) vorgesehen ist, die beim Überführen des Führungselements (14) in die die Schenkel (16, 17) spreizende Funktionslage (30) brechbar ist.
8. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem U-förmigen Führungselement wenigstens ein Führungszapfen (55) vorgesehen ist, der in eine in dem Spreizstempel (50) angeordnete Führungsbohrung (56) eintaucht und daß die Treibstange (11) und/oder die Stulpschiene (15) Langlochbohrungen (57) aufweist, die der Führungszapfen (55) durchdringt.
9. Stulpschienenbeschlag nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schenkel (16, 17) im Bereich der Sollbruchstelle (20) wenigstens eine schräge Druckfläche (53) angeordnet ist, zwecks kontrolliertem Aufgleiten des Spreizsattels (52) bei der Montage.
10. Stulpschienenbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß wirksame Spreizkraft durch geometrische Mittel (54) vorbestimmt limitierend festlegbar ist.
11. Stulpschienenbeschlag nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stulpschiene (15) mit dem U-förmigen Führungselement (14) ein fest miteinander verbundenes Bauteil bildet.
12. Stulpschienenbeschlag in nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bauteile vorzugsweise aus frostfreiem Stahl bestehen.
13. Stulpschienenbeschlag nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (16, 17) im nicht in Funktionslage (30) befindlichen Zustand leichte zueinander hin gerichtete Schränkung aufweist.
14. Stulpschienenbeschlag nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollbruchstelle (20) eine, wenigstens im inneren des U-förmigen Führungselements (14) angeordnete Einkerbung (21) aufweist.
15. Stulpschienenbeschlag nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Klemmfunktionsmittel (18) ausgeübte Krafteinwirkung zwecks Ausbildung einer Haltekraft vorzugsweise im Bereich des Nutgrundes (29) der Nut (12) auf den Fenster- oder Türrahmen (13) wirkt.
16. Stulpschienenbeschlag nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das integral angeformte Klemmfunktionsmittel (18) Rückholmittel (45) aufweist, mit denen das Klemmfunktionsmittel aus seiner die Schenkel (16, 17) des U-förmigen Führungselements (14) leicht spreizenden Funktionslage (30) in die Ausgangslagen zumindest temporär rückholbar ist, zwecks Lösung der den Beschlag (10) in der Nut (12) haltenden Klemmkraft.
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