DE10104864A1 - Vorrichtung zum Senden und/oder Empfangen von Radarstrahlen - Google Patents
Vorrichtung zum Senden und/oder Empfangen von RadarstrahlenInfo
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Abstract
Die Vorrichtung weist eine Leiterplatte (5) auf, auf deren einer Seite mindestens eine Antenne (1) und auf deren anderer Seite elektrische Schaltkreise (3) angeordnet sind. Eine elektromagnetische Abschirmung zwischen der Antenne (1) und den elektrischen Schaltkreisen (3) wird auf fertigungstechnisch einfache Art und Weise dadurch realisiert, dass auf der antennenseitigen Oberfläche der Leiterplatte (5) ein in Koplanar-Leitungstechnik ausgeführtes Speisenetzwerk (13, 15), mit dem die mindestens eine Antenne (1) kontaktiert ist, aufgebracht ist und dass der auf Masse liegende Außenleiter (45) der Koplanar-Leitung die antennenseitige Oberfläche der Leiterplatte (5) soweit überdeckt, dass dadurch die geforderte Abschirmung zwischen der Antenne (1) und den elektrischen Schaltkreisen (3) entsteht.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Senden und/oder Empfangen von Radarstrahlen, wobei auf einer
Seite einer Leiterplatte mindestens eine Antenne und auf der
anderen Seite der Leiterplatte elektrische Schaltkreise
angeordnet sind und Mittel zur elektromagnetischen
Abschirmung der elektrischen Schaltkreise gegenüber der
mindestens einen Antenne vorhanden sind.
Ein solches Radargerät ist aus der WO 96/19737 bekannt. Mit
dem hierin beschriebenen Radargerät können z. B. in einer
Wand oder im Erdreich eingeschlossene Objekte detektiert
werden. Damit z. B. bei Bohrungen in einer Wand die darin
eingeschlossenen Objekte - z. B. Stahlarmierungen,
Stromleitungen, Wasserleitungen und dergleichen - vor
Zerstörung sicher sind, sollte dem Handwerker eine präzise
Information über den Ort, d. h. die Wegposition auf der
Wandoberfläche und die Tiefe in der Wand, eines
eingeschlossenen Objektes vermittelt werden. Ein Radargerät
besteht, wie auch in der WO 96/19737 beschrieben,
üblicherweise aus einem "Frontend", das ist eine Radar
Sende- und Empfangseinheit, und einer Anzeigevorrichtung.
Bei dem in der WO 96/19737 offenbarten Frontend sind auf
einer Seite einer Leiterplatte eine Sendeantenne und eine
Empfangsantenne angeordnet, und auf der anderen Seite der
Leiterplatte befinden sich elektrische Schaltkreise. Die
Sende- und die Empfangsantenne sind als hornartige Hohlräume
ausgebildet, in denen schleifenförmige Drähte als
Strahlerelemente installiert sind. Eine elektromagnetische
Abschirmung der Schaltkreise auf der den Antennen
gegenüberliegenden Leiterplattenseite geschieht durch die
Wandungen der Antennenhörner, die auf der den Schaltkreisen
gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte befestigt sind.
Die der Druckschrift WO 96/19737 zu entnehmende Ausführung
des Frontends eines Radargeräts ist fertigungstechnisch
relativ aufwendig, weil es aus einer Vielzahl von
Einzelteilen besteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung
zum Senden und/oder Empfangen von Radarstrahlen der eingangs
genannten Art anzugeben, bei der die Abschirmung zwischen
einer Sende- und/oder Empfangsantenne und elektrischen
Schaltkreisen auf eine sehr raumsparende Weise und mit
fertigungstechnisch sehr einfach auszuführenden Mitteln
realisierbar ist.
Die genannte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1
dadurch gelöst, dass auf der antennenseitigen Oberfläche der
Leiterplatte ein in Koplanar-Leitungstechnik ausgeführtes
Speisenetzwerk, mit dem die mindestens eine Antenne
kontaktiert ist, aufgebracht ist und dass der auf Masse
liegende Außenleiter der Koplanar-Leitung die
antennenseitige Oberfläche der Leiterplatte soweit
überdeckt, dass dadurch die geforderte Abschirmung zwischen
der Antenne und den elektrischen Schaltkreisen entsteht.
Gemäß der Erfindung erfüllt das für die Antenne
erforderliche Speisenetzwerk gleichzeitig die Funktion einer
elektromagnetischen Abschirmung der Antenne gegenüber den
elektrischen Schaltkreisen auf der gegenüberliegenden Seite
der Leiterplatte. Damit sind keine zusätzlichen Mittel zur
elektromagnetischen Abschirmung erforderlich, die den
fertigungstechnischen Aufwand für die Radarvorrichtung
erhöhen und auch entsprechenden Raum in der Vorrichtung in
Anspruch nehmen.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungen der Erfindung
gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Das Speisenetzwerk ist beispielsweise als Leistungsteiler
ausgebildet mit einem Tor, das mit einem Schaltkreis auf der
dem Leistungsteiler gegenüberliegenden Seite der
Leiterplatte kontaktiert ist, und mit zwei weiteren Toren,
die mit zwei Anschlüssen der mindestens einen Antenne
kontaktiert sind.
Die mindestens eine Antenne besteht vorzugsweise aus einer
als Strahlerelement wirkenden leitenden Platte, die mit
Abstand über der Leiterplatte angeordnet ist. In einer sehr
einfachen Ausführung weist die leitende Platte der Antenne
mindestens eine Stütze auf, welche auf der Leiterplatte
fixierbar ist. Besonders vorteilhaft ist es, dass die
mindestens eine Stütze eine elektrische Verbindung zwischen
der leitenden Platte und dem Speisenetzwerk herstellt.
Die Leiterplatte kann aus mehreren übereinander gestapelten
dielektrischen Schichten mit unterschiedlichen
Dielektrizitätskonstanten bestehen, wobei diejenige
dielektrische Schicht, auf der das Speisenetzwerk und die
Antenne angeordnet sind, eine geringere
Dielektrizitätskonstante aufweist als diejenige
dielektrische Schicht, auf der sich die elektrischen
Schaltkreise befinden. Bei einer mehrschichtigen
Leiterplatte lässt sich die elektromagnetische Abschirmung
noch dadurch erhöhen, dass zwischen zwei dielektrischen
Schichten eine Masseleitung angeordnet ist, die mit dem
Außenleiter des koplanaren Speisenetzwerks über
Durchkontaktierungen in der Leiterplatte verbunden ist.
Ebenso kann eine größere Abschirmwirkung dadurch erzielt
werden, dass auf der mit den elektrischen Schaltkreisen
bestückten Seite der Leiterplatte eine Masseleitung
aufgebracht ist, die mit dem Außenleiter der koplanaren
Speiseleitung und/oder mit ein oder mehreren anderen im
Inneren der Leiterplatte vorhandenen Masseleitungen über
Durchkontaktierungen in der Leiterplatte verbunden sind.
Anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen wird nachfolgend die Erfindung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Antenne über
einer Leiterplatte,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer
Leiterplatte mit einem Speisenetzwerk und
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Leiterplatte mit einer
Antenne auf der Oberseite und elektrischen Schaltkreisen auf
der Unterseite.
In der Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung eines
sogenannten Frontends eines Radargeräts dargestellt, das
z. B. zum Detektieren von in einer Wand eingeschlossenen
Objekten vorgesehen ist. Neben dem Frontend besitzt ein
Radargerät üblicherweise noch eine Anzeigeeinheit, auf der
Ortsangaben über ein aufgespürtes Objekt in einer Wand
dargestellt werden können. Auf die Anzeigeeinheit wird hier
nicht näher eingegangen, da sie nicht Gegenstand der
Erfindung ist. Mit einem Frontend ist derjenige Geräteteil
gemeint, in dem alle Sende- und Empfangseinrichtungen
untergebracht sind. Auch Schaltkreise für die, vorzugsweise
digitale, Verarbeitung der Empfangssignale können in dem
Frontend angeordnet sein.
Das Frontend des Radargeräts besteht im Wesentlichen aus
zwei Bauteilgruppen. Die eine Gruppe von Bauteilen sind
elektrische Schaltkreise zur Verarbeitung von
Hochfrequenzsignalen oder Niederfrequenzsignalen oder
Digitalsignalen. Die zweite Baugruppe des Frontends besteht
aus einer Sende- und Empfangs-Antennenanordnung. Das Senden
und Empfangen von Radarsignalen kann entweder mit einer
einzigen Antenne oder mit getrennten Antennen erfolgen.
Wie die perspektivische Darstellung in Fig. 1 verdeutlicht,
sind beide Baugruppen, nämlich einerseits eine Antenne 1 und
andererseits verschiedene Schaltkreise 2 auf einer
Leiterplatte 3 angeordnet. Und zwar sind die Antenne 1 und
die Schaltkreise 2 auf einander gegenüberliegenden Seiten
der Leiterplatte 3 aufgebracht.
Um das spezielle in der Fig. 1 dargestellte
Ausführungsbeispiel einer Antenne 1 und deren Anschlüsse an
ein Speisenetzwerk auf der Leiterplatte 5 deutlicher
darstellen zu können, ist die Antenne 1 in einer
Explosionsdarstellung über der Leiterplatte 5 gezeichnet.
Die aus der Fig. 1 hervorgehende Antenne 1 besteht in
fertigungstechnisch vorteilhafter Weise aus einem
Blechbiegeteil. Die Antenne 1 weist eine als Strahlelement
wirkende, zur Leiterplatte 5 parallel verlaufende leitende
Platte 7 auf. Diese leitende Platte 7 kann eine rechteckige
Form, wie in der Fig. 1 dargestellt, haben. Sie kann aber
auch eine runde, ovale oder ähnliche Form aufweisen. An zwei
gegenüberliegenden Rändern der leitenden Platte 1 sind zwei
Blechsegmente 9 und 10 abgewinkelt, die als Leitungsarme zur
Ankopplung der Antenne an einem Speisenetzwerk auf der
Leiterplatte 5 und als Abstandhalter für die leitende Platte
7 über der Leiterplatte 5 dienen.
Von einem planaren Speisenetzwerk auf der Leiterplatte 5
sind in der Fig. 1 lediglich Anschlusssegmente 13 und 15
dargestellt. Eine detaillierte Darstellung eines
Ausführungsbeispiels für ein Speisenetzwerk ist in der Fig.
2 dargestellt und wird weiter unten noch näher beschrieben.
Die Enden der seitlichen Blechsegmente 9 und 11 sind nach
innen hin abgebogen und weisen Kontaktstifte 17 und 19 auf,
die so gebogen sind, dass sie senkrecht zur Leiterplatte 5
orientiert sind und dort in Öffnungen 21 und 23 im Bereich
der Anschlusssegmente 13 und 15 in die Leiterplatte 5
einsteckbar sind. Die Kontaktstifte 17 und 19 gehen damit
eine elektrische Verbindung mit den Anschlusssegmenten 13
und 15 des Speisenetzwerks ein. Die in die Öffnungen 21 und
23 in der Leiterplatte 5 eingesteckten Kontaktstifte 17 und
19 stellen aber nicht nur eine elektrische Verbindung
zwischen der Antenne 1 und dem Speisenetzwerk her, sondern
sie bewirken auch eine stabile Fixierung der Antenne 1 auf
der Leiterplatte 5. Abweichend von dem in der Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel können anstelle von zwei
Kontaktstiften 17 und 19 an den Enden der Blechsegmente 9
und 11 auch nur ein Kontaktstift oder mehr als zwei
Kontaktstifte vorgesehen werden.
Neben den Kontaktstiften 17 und 19 kann an jedem Ende des
Blechsegments 9 und 11 noch eine Lötfahne 25, 27 vorgesehen
werden, die auf das Anschlusssegment 13, 15 des
Speisenetzwerks auf der Leiterplatte 5 aufgelötet werden
kann. Mit den Lötfahnen 25 und 27 wird einerseits der
elektrische Kontakt und auch noch die mechanische Halterung
der Antenne 1 auf der Leiterplatte verbessert.
Durch die als Abstandhalter wirkenden Blechsegmente 9 und 11
wird die leitende Platte 7 der Antenne 1 in einem gewissen
Abstand über der das Speisenetzwerk tragenden Leiterplatte 5
gehalten. Damit befindet sich zwischen der leitenden Platte
7 und der Leiterplatte 5 ein Dielektrikum mit sehr niedriger
Permitivität, nämlich Luft, wodurch ein sehr breitbandiger
Betrieb der Antenne möglich wird. Eine Optimierung
hinsichtlich der Bandbreite der Antenne 1 kann dadurch
erfolgen, dass, wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, die
leitende Platte 7 neben den Leitungsarmen 9 und 11
zungenartige Verlängerungen 29, 31, 33, 35, 37, 39, 41 und
43 aufweist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind
jeweils zwei Verlängerungen 29, 37; 31, 39; 33, 41 und 35,
43 nebeneinander angeordnet. Mit den zwei nebeneinander
angeordneten Verlängerungen wird eine Verbesserung der
Anpassung der Antenne in Richtung tieferer Frequenzbereiche
bewirkt. Abweichend von dem dargestellten
Ausführungsbeispiel kann auch seitlich von den Leitungsarmen
9 und 11 jeweils nur eine Verlängerung 29, 31, 33, 35
vorgesehen werden. Auch sie allein bewirkt eine die
Bandbreite der Antenne 1 verbessernde Anpassung. Wenn kein
sehr breitbandiger Betrieb der Antenne 1 erforderlich ist,
kann auf alle Verlängerungen auch verzichtet werden.
Bei der in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten Antenne 1
ist an jeder Ecke der leitenden Platte 7 eine der
Verlängerungen 37, 39, 41, 43 über der Platte 7
herausgebogen. Diese herausgebogenen Verlängerungen 37, 39,
41, 43 können beispielsweise die Antenne 1 gegenüber einer
die Antenne abdeckenden Gehäusewand abstützen. Dadurch
erhält die Antenne 1 eine definierte stabile Lage in einem
(in der Zeichnung nicht dargestellten) Gehäuse, in dem die
Leiterplatte 5 mit der Antenne 1 und den elektrischen
Schaltkreisen 3 untergebracht ist.
Die erfindungsgemäße Radarvorrichtung ist nicht gebunden an
eine Antenne gemäß dem in der Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel. Ein wesentliches Merkmal einer hier
einsetzbaren Antenne besteht darin, dass die als
Strahlerelement wirkende leitende Platte 7 in einem Abstand
über der Leiterplatte 5 gehalten wird. Dabei können ein oder
mehrere Stützen für die leitende Platte, egal wie sie
ausgebildet sind, vorgesehen werden, welche auf der
Leiterplatte fixierbar sind und die leitende Platte der
Antenne, im Abstand über der Leiterplatte 5 halten.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Stützen nicht nur
eine mechanische Fixierung der Antenne auf der Leiterplatte
5 besorgen, sondern auch noch elektrische
Verbindungselemente zwischen der Antenne und dem
Speisenetzwerk auf der Leiterplatte 5 herstellen. Dadurch,
dass gemäß dem in der Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Antenne 1 mehr als nur eine Stütze
(Blechsegmente 9, 11 mit Kontaktstiften 17, 19) vorhanden
ist, erhält die Antenne 1 eine höhere Stabilität auf der
Leiterplatte 5.
Als Speisenetzwerk kann auf der Leiterplatte 5 ein
beliebiges, in planarer Leitungstechnik ausgeführtes
Netzwerk aufgebracht werden, das in der Lage ist, der
Antenne 1 Sendesignale zuzuführen bzw. Empfangssignale
auszukoppeln und eine Verbindung zu den elektrischen
Schaltkreisen 3 auf der gegenüberliegenden Seite der
Leiterplatte 5 herzustellen.
Weil die in der Fig. 1 dargestellte Antenne 1 zwei
Anschlüsse aufweist, muss das Speisenetzwerk ein
Leistungsteiler sein, der z. B. ein Sendesignal in zwei um
180° gegeneinander phasenverschobene Signalanteile aufteilt
und sie an die Leitungsarme 9 und 11 der Antenne 1
ankoppelt. Wird die Antenne 1 auch als Empfangsantenne
benutzt, so führt derselbe Leistungsteiler die an den
Leitungsarmen 9 und 11 ausgekoppelten, um 180° gegeneinander
phasenverschobenen Signalanteile zu einem gemeinsamen
Empfangssignal zusammen.
Ein Ausführungsbeispiel eines solchen Leistungsteilers ist
in der Fig. 2 dargestellt, welche eine Draufsicht auf die
antennenseitige Oberfläche der Leiterplatte 5 zeigt. Der
Leistungsteiler ist in koplanarer Leitungstechnik
ausgeführt. Koplanar-Leitungen bestehen in bekannter Weise,
wie z. B. aus der einen koplanaren Teiler beschreibenden EP 0 492 357 A1
hervorgeht, aus einem Innenleiter und aus einem
demgegenüber durch einen Schlitz getrennten Außenleiter, der
in der Regel auf Masse liegt. Der in der Fig. 2
dargestellte Leistungsteiler ist durch eine
Innenleiterstruktur gebildet, welche ringsherum von einem
auf Masse liegenden Außenleiter 45 umgeben ist. Zu beiden
Seiten ist der Innenleiter über einen Schlitz vom
Außenleiter 45 getrennt. Durch Anwendung dieser
Leitungstechnik ist es möglich, die Oberfläche der
Leiterplatte 5 nahezu vollständig mit dem auf Masse
liegenden Außenleiter 45 zu überdecken. Der Außenleiter 45
ist durch Schraffur auf der Oberfläche der Leiterplatte 5 in
der Fig. 1 und in der Fig. 2 kenntlich gemacht.
Dadurch, dass bei dem in koplanarer Leitungstechnik
ausgeführten Speisenetzwerk die Leiterplatte 5 mit einer
Metallisierung bis auf die den Innenleiter abgrenzenden
Schlitze vollständig metallisiert ist, entsteht auf sehr
einfache Weise eine elektromagnetische Abschirmung zwischen
der Antenne 1 und den Schaltkreisen 3 auf der
gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte 5. Das in
Koplanar-Leitungstechnik ausgeführte Speisenetzwerk erfüllt
also einerseits die Funktion einer Signalverbindung zwischen
der Antenne 1 und den elektrischen Schaltkreisen 3 auf der
gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte 5 und andererseits
die Funktion einer elektromagnetischen Abschirmung zwischen
der Antenne 1 und den elektrischen Schaltkreisen 5.
Der in Fig. 2 dargestellte Leistungsteiler besitzt ein
erstes Tor 47, das über eine Durchkontaktierung mit
Hochfrequenz-Schaltkreisen auf der gegenüberliegenden Seite
der Leiterplatte 5 verbunden ist. Von diesem ersten Tor 47
führt eine Leitung 49 zu einer T-Verzweigung mit zwei
symmetrischen Verzweigungsleitungen 51 und 53. Die
Verzweigungsleitung 51 geht über in eine zweite Leitung 55,
die zu dem ein zweites Tor bildenden Anschlusssegment 13 für
die Antenne 1 führt. Die andere Verzweigungsleitung 53 geht
in eine dritte Leitung 57 über, die zu dem ein drittes Tor
darstellenden, mit der Antenne 1 verbundenen
Anschlusssegment 15 führt. Die T-Verzweigung ist symmetrisch
ausgebildet und deren Verzweigungsleitungen 51 und 53 sind
an ihren Enden, an denen sie in die beiden Leitungen 55 und
57 übergehen, von einem Widerstand 59 (z. B. ein Chip-
Widerstand) überbrückt. Ein so ausgebildeter Leistungsteiler
wird auch als Wilkinson-Teiler bezeichnet. Ein solcher
Wilkinson-Teiler ist z. B. in der US 5,489,880 beschrieben.
Auf die Überkopplung zwischen den beiden
Verzweigungsleitungen 51 und 53 mit einem Widerstand 59 kann
auch verzichtet werden. Die zum Anschlusssegment 13 führende
erste Leitung 55 ist gegenüber der zweiten Leitung 57 um λ/2
verlängert, so dass zwischen den an den beiden
Anschlusssegmenten 13 und 15 auftretenden Signalanteilen
eine 180°-Phasenverschiebung besteht. Die in der Fig. 2
eingezeichneten Punkte stellen Durchkontaktierungen 61 dar,
über die eine Masseverbindung zwischen dem Außenleiter 45
und eventuell noch ein oder mehreren weiteren in anderen
Ebenen der Leiterplatte 5 angeordneten Masseleitungen
hergestellt wird.
Die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht einer Leiterplatte 5
mit einer darauf angeordneten Antenne 1, wie sie im
Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben worden ist, und mit
auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten elektrischen
Schaltkreisen 3. Die Besonderheit der Leiterplatte 5 besteht
darin, dass sie aus mehreren übereinander gestapelten
dielektrischen Schichten 63 und 65 besteht. Dabei weisen die
dielektrischen Schichten 63 und 65 unterschiedliche
Dielektrizitätskonstanten auf. Die der Antenne 1 benachbarte
dielektrische Schicht 63 sollte eine niedrige
Dielektrizitätskonstante (z. B. εr ≈ 4) und die den
elektrischen Schaltkreisen benachbarte dielektrische Schicht
65 sollte eine hohe Dielektrizitätskonstante (z. B. εr ≈ 10)
aufweisen. Ein Dielektrikum mit niedriger
Dielektrizitätskonstante gewährleistet eine hohe Bandbreite
für die Antenne 1, und für Hochfrequenz-Schaltkreise auf der
anderen Leiterplattenseite ist eine hohe
Dielektrizitätskonstante erforderlich, um eine hohe Güte und
eine hohe Bandbreite zu erreichen. Beide dielektrischen
Schichten 63 und 65 sollten durch eine Masseleitung 67
voneinander getrennt sein.
Die zwischen beiden dielektrischen Schichten 63 und 65
angeordnete Masseleitung 67 ist über Durchkontaktierungen
mit der den Außenleiter des koplanaren Speisenetzwerks
bildenden Metallisierung 45 zu verbinden. Diese Masseleitung
67 trägt ebenfalls zu einer elektromagnetischen Abschirmung
zwischen der Antenne 1 und den elektrischen Schaltkreisen 3
bei. Des Weiteren kann auch noch eine Masseleitung 69 auf
der von den elektrischen Schaltkreisen belegten Oberfläche
der Leiterplatte 5 aufgebracht sein. Auch diese Masseleitung
69 ist über Durchkontaktierungen mit der mittleren
Masseleitung 67 und dem Außenleiter 45 des koplanaren
Speisenetzwerks zu verbinden.
Die Leiterplatte 5 kann auch aus mehr als nur zwei Lagen von
dielektrischen Schichten aufgebaut sein, zwischen denen auch
mehrere miteinander kontaktierte Masseleitungen angeordnet
sein können.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Senden und/oder Empfangen von
Radarstrahlen, wobei auf einer Seite einer Leiterplatte
(5) mindestens eine Antenne (1) und auf der anderen
Seite der Leiterplatte (5) elektrische Schaltkreise (3)
angeordnet sind und Mittel (45) zur elektromagnetischen
Abschirmung der elektrischen Schaltkreise (3) gegenüber
der mindestens einen Antenne (1) vorhanden sind, dadurch
gekennzeichnet, dass auf der antennenseitigen Oberfläche
der Leiterplatte (5) ein in Koplanar-Leitungstechnik
ausgeführtes Speisenetzwerk (45, 49, 51, 53, 55, 57),
mit dem die mindestens eine Antenne (1) kontaktiert ist,
aufgebracht ist und dass der auf Masse liegende
Außenleiter (45) der Koplanar-Leitung die
antennenseitige Oberfläche der Leiterplatte (5) soweit
überdeckt, dass dadurch die geforderte Abschirmung
zwischen der Antenne (1) und den elektrischen
Schaltkreisen (3) entsteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Speisenetzwerk als Leistungsteiler ausgebildet ist
mit einem Tor (47), das mit einem Schaltkreis auf der
dem Leistungsteiler gegenüberliegenden Seite der
Leiterplatte (5) kontaktiert ist, und mit zwei weiteren
Toren (13, 15), die mit zwei Anschlüssen (17, 19) der
mindestens einen Antenne kontaktiert sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Antenne (1) aus einer als
Strahlerelement wirkenden leitenden Platte (7) besteht,
die mit Abstand über der Leiterplatte (5) angeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die leitende Platte (7) der Antenne (1) mindestens eine
Stütze (9, 11) aufweist, welche auf der Leiterplatte (5)
fixierbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Stütze (9, 11) eine elektrische
Verbindung zwischen der leitenden Platte (7) und dem
Speisenetzwerk (45, 49, 51, 53, 55, 57) herstellt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5) aus
mehreren übereinander gestapelten dielektrischen
Schichten (63, 65) mit unterschiedlichen
Dielektrizitätskonstanten besteht, wobei diejenige
dielektrische Schicht (63), auf der das Speisenetzwerk
(45, 49, 51, 53, 55, 57) und die Antenne (1) angeordnet
sind, eine geringere Dielektrizitätskonstante aufweist
als diejenige dielektrische Schicht (65), auf der sich
die elektrischen Schaltkreise (3) befinden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei
dielektrischen Schichten (63, 65) eine Masseleitung (67)
angeordnet ist, die mit dem Außenleiter (45) des
koplanaren Speisenetzwerks (45, 49, 51, 53, 55, 57) über
Durchkontaktierungen (61) in der Leiterplatte (5)
verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der mit den
elektrischen Schaltkreisen (3) bestückten Seite der
Leiterplatte (5) eine Masseleitung (69) aufgebracht ist,
die mit dem Außenleiter (45) des koplanaren
Speisenetzwerks (45, 49, 51, 53, 55, 57) und/oder mit
ein oder mehreren anderen im Inneren der Leiterplatte
(5) vorhandenen Masseleitungen (67) über
Durchkontaktierungen (61) in der Leiterplatte (5)
verbunden ist.
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