DE10109609C1 - Schloß, insbesondere zum Verriegeln der Lenkspindel eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Schloß, insbesondere zum Verriegeln der Lenkspindel eines KraftfahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schloß, insbesondere zum Verriegeln der
Lenkspindel eins Kraftfahrzeugs, mit einem Sperrglied, welches zwischen einer
Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar
ist, und mit einem mittels eines Antriebs hin- und herdrehbaren Steuerglied zur
Axialverschiebung des Sperrgliedes oder eines mit dem Sperrglied
zusammenwirkenden Betätigungsgliedes in der einen oder in der anderen
Richtung, wobei das Steuerglied das Sperrglied oder dessen Betätigungsglied
umschließt und zwei innere Schrägflächen aufweist, welche mit zwei einander
bezüglich der Drehachse des Steuergliedes diametral gegenüberliegenden,
radialen Vorsprüngen des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben
zusammenwirken und jeweils an den beiden Enden in je eine Endfläche
übergehen, die in einer zur Drehachse des Steuergliedes senkrechten Ebene
liegt.
Es ist ein Schloß dieser Gattung bekannt, bei welchem das Sperrglied stets nur
genau bis in die Verriegelungsstellung oder in die Entriegelungsstellung und
nicht weiter laufen kann, auch dann nicht, wenn sich das Steuerglied danach
noch weiter dreht, sein Antrieb also nicht augenblicklich stillsteht, sobald das
Sperrglied die Verriegelungstellung oder die Entriegelungsstellung erreicht hat.
Das Sperrglied oder dessen Betätigungsglied und das Steuerglied sind koaxial
angeordnet und wirken über die beiden radialen Vorsprünge des inneren
Sperrgliedes oder des inneren Betätigungsgliedes desselben, welche einander
bezüglich der Drehachse des Steuergliedes diametral gegenüberliegen und
aufeinander ausgerichtet sind und welche jeweils senkrecht zur Drehachse des
Steuergliedes beweglich sowie federbelastet sind, und über die beiden inneren
Schrägflächen des äußeren Steuergliedes sowie eine Endfläche der einen
Schrägfläche und die entsprechende Endfläche der anderen Schrägfläche,
welche in derselben zur Drehachse des Steuergliedes senkrechten Ebene
liegen und sich jeweils bis neben die andere oder die eine Schrägfläche
erstrecken, derart zusammen, daß das Sperrglied oder dessen
Betätigungsglied beim Drehen des Steuergliedes in derjenigen Richtung, in
welcher die Vorsprünge auf den Schrägflächen zu den Endflächen hinlaufen,
entsprechend axial verschoben wird, um dann, wenn die Vorsprünge von den
Schrägflächen auf die Endflächen übergehen, stillzustehen und in der
erreichten Axialstellung zu bleiben, bis das Steuerglied in der
entgegengesetzten Richtung gedreht wird und die Vorsprünge auf den
Schrägflächen von den Endflächen weg laufen, so daß das Sperrglied oder
dessen Betätigungsglied sich in der entgegengesetzten Richtung axial
verschiebt, bis die Vorsprünge von den Schrägflächen auf deren andere beiden
Endflächen übergehen, welche sich ebenfalls in ein und derselben, zur
Drehachse des Steuergliedes senkrechten Ebene erstrecken. Die Vorsprünge
des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben können von zwei
Stiften gebildet sein, welche in einer gemeinsamen Querbohrung des
Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben angeordnet und durch
eine gemeinsame Schraubendruckfeder belastet sind (DE 44 36 326 C1).
Bekannt ist auch ein Schloß der eingangs angegebenen Art, bei welchem
besondere Maßnahmen getroffen sind, um die Verriegelungsstellung und die
Entriegelungsstellung des Sperrgliedes zu überwachen, und ein analog
wirkender Hallsensor zur Überwachung sowohl der Verriegelungsstellung als
auch der Entriegelungsstellung sowie ein digital oder ebenfalls analog
wirkender Hallsensor zur redundanten Überwachung der Entriegelungsstellung
vorgesehen sind (DE 199 29 435 A1).
Vorgeschlagen wurde ferner schon ein Schloß, insbesondere zum Verriegeln
der Lenkspindel eines Kraftfahrzeugs, mit einem Sperrglied, welches zwischen
einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung hin- und
herbewegbar ist, und mit einem mittels eines Antriebs hin- und herdrehbaren
Steuerglied zur Axialverschiebung des Sperrglieds oder eines mit dem
Sperrglied zusammenwirkenden Betätigungsgliedes in der einen oder in der
anderen Richtung, wobei das Sperrglied oder dessen Betätigungsglied und das
Steuerglied koaxial angeordnet sind und über
einen Querstift, welcher in einer Querbohrung des inneren Sperrgliedes oder des inneren Betätigungsgliedes desselben axial verschieblich ist, und
zwei schraubenlinienförmig verlaufende innere Nuten sowie eine ebene Endfläche des äußeren Steuergliedes, welche sich senkrecht zur Dreh achse des Steuergliedes erstreckt, an die beiden Nuten anschließt und durch eine Seitenflanke begrenzt ist, die vom Boden einer Nut außen im Abstand an der anderen Nut vorbei zum Sperrglied oder zum Betäti gungsglied desselben hin verläuft,
derart zusammenwirken, daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben beim Drehen des Steuergliedes in derjenigen Richtung, in welcher die beiden aus der Querbohrung des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben vorstehenden Enden des Querstiftes in den Nuten zu der Endfläche des Steuergliedes hinlaufen, entsprechend axial verschoben wird, um dann, wenn die Enden des Querstiftes von den Nuten auf die Endfläche übergehen, stillzustehen und in der erreichten Axialstellung zu bleiben, bis das Steuerglied in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird und die Enden des Querstiftes in den Nuten von der Endfläche weg laufen, so daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben sich in der entgegengesetzten Richtung axial verschiebt. Die Nuten des Steuergliedes können an den von der ersten Endfläche entfernten Enden in eine zweite ebene Endfläche des Steuergliedes übergehen, welche sich senkrecht zur Drehachse des Steuergliedes erstreckt und durch eine Seitenflanke begrenzt ist, die vom Boden einer Nut außen im Abstand an der anderen Nut vorbei zum Sperrglied oder zum Betätigungsglied desselben hin verläuft, so daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben beim Drehen des Steuergliedes in derjenigen Richtung, in welcher die beiden aus der Querbohrung des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben vorstehenden Enden des Querstiftes in den Nuten von der ersten Endfläche zu der zweiten Endfläche des Steuergliedes laufen, nach der entsprechenden Axialverschiebung des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben dann, wenn die Enden des Querstiftes von den Nuten auf die zweite Endfläche übergehen, stillsteht und in der erreichten Axialstellung bleibt, bis das Steuerglied in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird und die Enden des Querstiftes in den Nuten von der zweiten Endfläche zu der ersten Endfläche laufen, so daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben sich in der entgegengesetzten Richtung axial verschiebt (DE 100 30 688 C1).
einen Querstift, welcher in einer Querbohrung des inneren Sperrgliedes oder des inneren Betätigungsgliedes desselben axial verschieblich ist, und
zwei schraubenlinienförmig verlaufende innere Nuten sowie eine ebene Endfläche des äußeren Steuergliedes, welche sich senkrecht zur Dreh achse des Steuergliedes erstreckt, an die beiden Nuten anschließt und durch eine Seitenflanke begrenzt ist, die vom Boden einer Nut außen im Abstand an der anderen Nut vorbei zum Sperrglied oder zum Betäti gungsglied desselben hin verläuft,
derart zusammenwirken, daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben beim Drehen des Steuergliedes in derjenigen Richtung, in welcher die beiden aus der Querbohrung des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben vorstehenden Enden des Querstiftes in den Nuten zu der Endfläche des Steuergliedes hinlaufen, entsprechend axial verschoben wird, um dann, wenn die Enden des Querstiftes von den Nuten auf die Endfläche übergehen, stillzustehen und in der erreichten Axialstellung zu bleiben, bis das Steuerglied in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird und die Enden des Querstiftes in den Nuten von der Endfläche weg laufen, so daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben sich in der entgegengesetzten Richtung axial verschiebt. Die Nuten des Steuergliedes können an den von der ersten Endfläche entfernten Enden in eine zweite ebene Endfläche des Steuergliedes übergehen, welche sich senkrecht zur Drehachse des Steuergliedes erstreckt und durch eine Seitenflanke begrenzt ist, die vom Boden einer Nut außen im Abstand an der anderen Nut vorbei zum Sperrglied oder zum Betätigungsglied desselben hin verläuft, so daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben beim Drehen des Steuergliedes in derjenigen Richtung, in welcher die beiden aus der Querbohrung des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben vorstehenden Enden des Querstiftes in den Nuten von der ersten Endfläche zu der zweiten Endfläche des Steuergliedes laufen, nach der entsprechenden Axialverschiebung des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben dann, wenn die Enden des Querstiftes von den Nuten auf die zweite Endfläche übergehen, stillsteht und in der erreichten Axialstellung bleibt, bis das Steuerglied in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird und die Enden des Querstiftes in den Nuten von der zweiten Endfläche zu der ersten Endfläche laufen, so daß das Sperrglied oder das Betätigungsglied desselben sich in der entgegengesetzten Richtung axial verschiebt (DE 100 30 688 C1).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Schloß weiter zu
verbessern und insbesondere die Anzahl der Bauteile noch weiter zu
verringern, die Montage noch weiter zu vereinfachen und die Herstellungs
kosten noch weiter zu senken.
Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1
angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungs
gemäßen Schlosses sind in den restlichen Patentansprüchen angegeben.
Nachstehend ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schlosses
anhand von Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Darin zeigt:
Fig. 1 die Draufsicht in Richtung des Pfeils I in Fig. 2 bei abgenom
menem Deckel im Verriegelungszustand;
Fig. 2 den Längsschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 den Längsschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2;
Fig. 4 den Längsschnitt gemäß Fig. 2, wobei das Sperrglied sich in einer
Verriegelungswartestellung befindet;
Fig. 5 den Längsschnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4;
Fig. 6 die Draufsicht gemäß Fig. 1 im Entriegelungszustand;
Fig. 7 den Längsschnitt entlang der Linie VII-VII in Fig. 6;
Fig. 8 den Längsschnitt entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 7;
Fig. 9 den Längsschnitt entlang der Linie IX-IX in Fig. 6;
Fig. 10 eine Draufsicht auf das Steuerglied;
Fig. 11 den Längsschnitt entlang der Linie XI-XI in Fig. 10;
Fig. 12 den Längsschnitt entlang der Linie XII-XII in Fig. 10.
Das dargestellte Schloß mit einem durch einen Deckel 1 verschlossenen
Gehäuse 2 dient zum Verriegeln der in Fig. 2 bis 5 gezeigten Lenkspindel 3
eines Kraftfahrzeugs mittels eines Sperrgliedes 4, welches mit einer auf der
Lenkspindel 3 befestigten Sperrhülse 5 mit Sperrnuten 6 zusammenwirkt. Die
Lenkspindel 3 und die Sperrhülse 5 sind von einem nicht dargestellten
Mantelrohr umschlossen, auf welchem das Gehäuse 2 befestigt ist. Das
Sperrglied 4 ist als Bolzen mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet und in
einem Kanal 7 entsprechenden Querschnitts des Gehäuses 2 axial
verschieblich gelagert, dessen Längsachse 8 die Längsachse 9 der
Lenkspindel 3 rechtwinklig schneidet.
Das Sperrglied 4 ist zwischen der aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen
Verriegelungsstellung, in welcher es mit seinem der Lenkspindel 3
benachbarten Ende 10 in eine Sperrnut 6 der Sperrhülse 5 eingreift, so daß die
Lenkspindel 3 nicht mehr gedreht werden kann, und der aus Fig. 7 bis 9
ersichtlichen Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar, in welcher das
Sperrglied 4 mit seinem Ende 10 in keine Sperrnut 6 der Sperrhülse 5 eingreift
und die Lenkspindel 3 freigibt, so daß sie gedreht werden kann.
Zur Axialverschiebung des Sperrgliedes 4 in die Entriegelungsstellung und in
der entgegengesetzten Richtung in die Verriegelungsstellung ist ein mittels
eines Elektromotors 11 mit umkehrbarer Drehrichtung hin- und herdrehbares
Steuerglied 12 vorgesehen. Das Steuerglied 12 ist im wesentlichen koaxial
zum Sperrglied 4 angeordnet und umgibt das Sperrglied 4. Das Steuerglied 12
ist im Gehäuse 2 um eine Achse 13 zwischen einer zu dieser Achse 13
koaxialen Ringfläche 14 des Gehäuses 2 und einem zu dieser Achse 13
koaxialen Kranz von Innenvorsprüngen 15 des Deckels 1 drehbar gelagert. Die
Drehachse 13 des Steuergliedes 12 verläuft gemäß Fig. 3 in einer Ebene N,
welche sich parallel zu der die Längsachse 8 des Sperrglied-Kanals 7 und die
Längsachse 9 der Lenkspindel 3 enthaltenden Ebene M erstreckt. In der Ebene
N verläuft die Drehachse 13 des Steuergliedes 12 parallel zur Längsachse 8
des Sperrglied-Kanals 7. Das Steuerglied 12 ist als hülsenförmiges
Schneckenrad mit einer Außenverzahnung 16 ausgebildet, in welche eine auf
der Ausgangswelle 17 des Elektromotors 11 befestigte Antriebsschnecke 18
eingreift. Beim Elektromotor 11 kann es sich um einen
Zwölf-Volt-Gleichstrommotor handeln, dessen Drehrichtung durch Umpolen
umgekehrt werden kann und welcher dann stillsteht, wenn er stromlos ist.
Das innere Sperrglied 4 ist mit einem ersten äußeren Vorsprung 19 versehen,
mit welchem eine erste innere Schrägfläche 20 sowie eine erste innere
Endfläche 21 und eine zweite innere Endfläche 22 des äußeren Steuergliedes
12 zusammenwirken. Außerdem weist das innere Sperrglied 4 einen zweiten
äußeren Vorsprung 23 auf, mit dem eine zweite innere Schrägfläche 24 sowie
eine dritte innere Endfläche 25 und eine vierte innere Endfläche 26 des
äußeren Steuergliedes 12 zusammenwirken.
Wie besonders deutlich aus Fig. 10 bis 12 ersichtlich, geht die erste
Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12 an ihrem einen Ende 27 in die erste
Endfläche 21 und an ihrem anderen Ende 28 in die zweite Endfläche 22 über
und setzt sich die zweite Schrägfläche 24 des Steuergliedes 12 an ihren
beiden Enden 29, 30 jeweils in der dritten Endfläche 25 bzw. in der vierten
Endfläche 26 fort. Die erste Schrägfläche 20 und die zweite Schrägfläche 24
des Steuergliedes 12 weisen dieselbe Steigung auf. Die Endflächen 21, 22, 25,
26 liegen jeweils in einer zur Drehachse 13 des Steuergliedes 12 senkrechten
Ebene.
Die erste Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12 und die erste Endfläche 21
sowie die zweite Endfläche 22 sind gegenüber der zweiten Schrägfläche 24
des Steuergliedes 12 und der dritten Endfläche 25 sowie der vierten Endfläche
26 in Richtung der Drehachse 13 des Steuergliedes 12 um die Strecke H
versetzt und erstrecken sich in einem Abstand A um die Drehachse 13 des
Steuergliedes 12 herum, der größer ist als der Abstand A', in welchem sich die
zweite Schrägfläche 24 des Steuergliedes 12 und die dritte Endfläche 25 sowie
die vierte Endfläche 26 um die Drehachse 13 des Steuergliedes 12 herum
erstrecken.
Der erste Vorsprung 19 und der zweite Vorsprung 23 des Sperrgliedes 4
stehen jeweils im wesentlichen radial bezüglich der Drehachse 13 des
Steuergliedes 12 vom Sperrglied 4 ab, und zwar auf einander in Bezug auf die
Drehachse 13 des Steuergliedes 12 diametral gegenüberliegenden Seiten. Der
erste Vorsprung 19 ist gegenüber dem zweiten Vorsprung 23 des Sperrgliedes
4 genau so weit und in derselben Richtung entlang der Drehachse 13 des
Steuergliedes 12 versetzt, wie die erste Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12
und die erste Endfläche 21 sowie die zweite Endfläche 22 gegenüber der
zweiten Schrägfläche 24 des Steuergliedes 12 und der dritten Endfläche 25
sowie der vierten Endfläche 26, nämlich um die Strecke H in Fig. 2 und 3 nach
oben. Darüber hinaus ist die Länge L des ersten Vorsprungs 19 des
Sperrgliedes 4 um so viel größer als die Länge L' des zweiten Vorsprungs 23
des Sperrgliedes 4, wie der Abstand A der ersten Schrägfläche 20 des
Steuergliedes 12 und der ersten Endfläche 21 sowie der zweiten Endfläche 22
von der Drehachse 13 des Steuergliedes 12 größer ist als der Abstand A' der
zweiten Schrägfläche 24 des Steuergliedes 12 und der dritten Endfläche 25
sowie der vierten Endfläche 26 von der Drehachse 13 des Steuergliedes 12.
Gemäß Fig. 3 und 6 sind die Ebene P, welche die Längsachse 31 des ersten
Vorsprungs 19 und die Längsachse 32 des zweiten Vorsprungs 23 des
Sperrgliedes 4 enthält, und die Drehachse 13 des Steuergliedes 12
gegenseitig versetzt. Die Drehachse 13 des Steuergliedes 12 und deren Ebene
N verlaufen in geringem Abstand parallel zur Ebene P.
Wie ebenfalls besonders deutlich aus Fig. 10 bis 12 hervorgeht, ist das
Steuerglied 12 an dem von der ersten Schrägfläche 20 entfernten Ende 33 der
ersten Endfläche 21 mit einer inneren Anschlagfläche 35 für den ersten
Vorsprung 19 des Sperrgliedes 4 und an dem von der ersten Schrägfläche 20
entfernten Ende 34 der zweiten Endfläche 22 mit einer inneren Anschlagfläche
36 für den ersten Vorsprung 19 des Sperrgliedes 4 versehen. Genauso weist
das Steuerglied 12 an dem von der zweiten
Schrägfläche 24 entfernten Ende 37 der dritten Endfläche 25 eine innere
Anschlagfläche 39 für den zweiten Vorsprung 23 des Sperrgliedes 4 und an
dem von der zweiten Schrägfläche 24 entfernten Ende 38 der vierten
Endfläche 26 eine innere Anschlagfläche 40 für den zweiten Vorsprung 23 des
Sperrgliedes 4 auf. Die Anschlagflächen 35, 36, 39, 40 erstrecken sich jeweils
parallel zur Drehachse 13 des Steuergliedes 12.
Sowohl die erste Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12 und die erste
Endfläche 21 sowie die zweite Endfläche 22 als auch die zweite Schrägfläche
24 des Steuergliedes 12 und die dritte Endfläche 25 sowie die vierte Endfläche
26 erstrecken sich gemeinsam über einen Zentriwinkel α von annähernd 360°,
umschließen also die Drehachse 13 des Steuergliedes 12 fast vollständig,
nämlich bis auf den minimalen Abstand der beiden Anschlagflächen 35, 36
bzw. der beiden Anschlagflächen 39, 40 voneinander. Dabei erstrecken sich
sowohl die erste Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12 und die erste
Endfläche 21 sowie die zweite Endfläche 22 als auch die zweite Schrägfläche
24 des Steuergliedes 12 und die dritte Endfläche 25 sowie die vierte Endfläche
26 jeweils über einen Zentriwinkel β von etwa 120° und liegen die in Fig. 11
und 12 untere erste Endfläche 21 sowie obere vierte Endfläche 26 in derselben
zur Drehachse 13 des Steuergliedes 12 senkrechten Ebene R.
Zwischen dem Sperrglied 4 und dem Deckel 1 des Gehäuses 2 ist eine
Schraubendruckfeder 41 angeordnet, welche den ersten Vorsprung 19 des
Sperrgliedes 4 gegen die erste Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12 und die
erste Endfläche 21 sowie die zweite Endfläche 22 drückt und den zweiten
Vorsprung 23 des Sperrgliedes 4 gegen die zweite Schrägfläche 24 des
Steuergliedes 12 und die dritte Endfläche 25 sowie die vierte Endfläche 26
preßt.
Wie besonders deutlich aus Fig. 9 hervorgeht, sind der erste Vorsprung 19 und
der zweite Vorsprung 23 des Sperrgliedes 4 jeweils von einem zylindrischen
Stift 42 bzw. 43 gebildet, der in eine zylindrische Querbohrung 44 bzw. 45 des
Sperrgliedes 4 eingepreßt ist.
Bei dem Steuerglied 12 handelt es sich um ein Druckgußteil. Es läßt sich sehr
wirtschaftlich aus einem geeigneten metallischen oder synthetischen Werkstoff
mit einer Druckgußmaschine herstellen.
Das geschilderte Lenkschloß für Kraftfahrzeuge funktioniert folgendermaßen.
Wenn sich das Sperrglied 4 in der Verriegelungsstellung befindet, dann liegt
sein erster Vorsprung 19 auf der ersten Endfläche 21 und sein zweiter
Vorsprung 23 auf der dritten Endfläche 25 im Steuerglied 12 auf, wie in Fig. 1
und 2 dargestellt. Um das Sperrglied 4 entgegen der Wirkung der
Schraubendruckfeder 41 aus der Verriegelungsstellung axial in Richtung des
Pfeils E gemäß Fig. 2 in die Entriegelungsstellung zu verschieben, wird der
Elektromotor 11 eingeschaltet, so daß er die Antriebsschnecke 18 in Richtung
des Pfeils F und das Steuerglied 12 in Richtung des Pfeils G gemäß Fig. 1
dreht. Das hat zur Folge, daß die erste Endfläche 21 unter dem ersten
Vorsprung 19 und die dritte Endfläche 25 unter dem zweiten Vorsprung 23
wegläuft und der erste Vorsprung 19 auf die erste Schrägfläche 20 sowie der
zweite Vorsprung 23 auf die zweite Schrägfläche 24 des Steuergliedes 12
übergeht, um auf derselben zur zweiten Endfläche 22 bzw. zur vierten
Endfläche 26 im Steuerglied 12 hinzulaufen. Der erste Vorsprung 19 erreicht
und geht über auf die zweite Endfläche 22 und der zweite Vorsprung 23
erreicht und geht über auf die vierte Endfläche 26 in einer nicht gezeigten
Drehstellung des Steuergliedes 12 kurz vor der Drehstellung, welche in Fig. 6
wiedergegeben ist. In dieser nicht gezeigten Drehstellung des Steuergliedes 12
hat das Sperrglied 4 die Entriegelungsstellung erreicht, die es auch dann
beibehält, wenn das Steuerglied 12 sich in Richtung des Pfeils G in die
Drehstellung gemäß Fig. 6 und darüber hinaus weiterdreht, bis die beiden
Anschlagflächen 36 und 40, welche im Steuerglied 12 am Ende 34 der zweiten
Endfläche 22 bzw. am Ende 38 der vierten Endfläche 26 vorgesehen sind, am
ersten Vorsprung 19 bzw. am zweiten Vorsprung 23 zur Anlage kommen. Die
Auslaufmöglichkeit des Steuergliedes 12 in Richtung des Pfeils G über einen
Drehwinkel von etwa 120° ist im Hinblick auf die Drehung mit Sicherheit
ausreichend, welche das Steuerglied 12 nach dem Abschalten des
Elektromotors 11 mittels eines vom Sperrglied 4 beim Erreichen seiner
Entriegelungsstellung betätigten Endschalters 46 bis zum tatsächlichen
Stillstand des Elektromotors 11 noch ausführt.
Um das Sperrglied 4 unter der Wirkung der Schraubendruckfeder 41 aus der
Entriegelungsstellung axial in Richtung des Pfeils V gemäß Fig. 7 in die
Verriegelungsstellung laufen zu lassen, wird der Elektromotor 11 eingeschaltet,
so daß er in umgekehrter Richtung umläuft und die Antriebsschnecke 18 sowie
das Steuerglied 12 in der entgegengesetzten Richtung dreht, nämlich in
Richtung des Pfeils W bzw. des Pfeils X in Fig. 6. Diese Axialverschiebung des
Sperrglieds 4 beginnt, sobald der erste Vorsprung 19 des Sperrgliedes 4 von
der zweiten Endfläche 22 auf die erste Schrägfläche 20 des Steuergliedes 12
und der zweite Vorsprung 23 des Sperrgliedes 4 von der vierten Endfläche 26
auf die zweite Schrägfläche 24 des Steuergliedes 12 läuft, und ist beendet,
sobald der erste Vorsprung 19 von der ersten Schrägfläche 20 auf die erste
Endfläche 21 und der zweite Vorsprung 23 von der zweiten Schrägfläche 24
auf die dritte Endfläche 25 übergegangen ist. Das Steuerglied 12 kann dann
noch in Richtung des Pfeils X in die Drehstellung gemäß Fig. 1 und über
dieselbe hinaus weitergedreht werden, bis die beiden Anschlagflächen 35 und
39, welche im Steuerglied 12 am Ende 33 der ersten Endfläche 21 bzw. am
Ende 37 der dritten Endfläche 25 vorgesehen sind, am ersten Vorsprung 19
bzw. am zweiten Vorsprung 23 zur Anlage kommen. Die Auslaufmöglichkeit
des Steuergliedes 12 in Richtung des Pfeils X über einen Drehwinkel von etwa
120° ist in Bezug auf die Drehung bei weitem ausreichend, welche das
Steuerglied 12 nach dem Abschalten des Elektromotors 11 am Ende einer
vorgegebenen Einschaltdauer bis zum tatsächlichen Stillstand des
Elektromotors 11 noch ausführt.
Gemäß Fig. 4 und 5 kann sich das Steuerglied 12 auch dann ungehindert in
Richtung des Pfeils X in die Drehstellung nach Fig. 1 drehen, wenn dabei keine
Sperrnut 6 der auf der Lenkspindel 3 sitzenden Sperrhülse 5 auf das
Sperrglied 4 ausgerichtet ist, um dessen freies Ende 10 aufzunehmen. Aus der
in Fig. 4 und 5 dargestellten Verriegelungswartestellung wird das Sperrglied 4
durch die Schraubendruckfeder 41 weiter in Richtung des Pfeils V gemäß Fig.
4 bewegt, um mit seinem Ende 10 in eine der beiden benachbarten Sperrnuten
6 der Sperrhülse 5 einzugreifen und die aus Fig. 2 und 3 ersichtliche
Verriegelungsstellung einzunehmen, sobald die Lenkspindel 3 so gedreht
worden ist, daß die Sperrnut 6 auf das Sperrglied 4 ausgerichtet ist.
Claims (12)
1. Schloß, insbesondere zum Verriegeln der Lenkspindel eines Kraftfahrzeugs,
mit einem Sperrglied, welches zwischen einer Verriegelungsstellung und einer
Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar ist, und mit einem mittels eines
Antriebs hin- und herdrehbaren Steuerglied zur Axialverschiebung des
Sperrgliedes oder eines mit dem Sperrglied zusammenwirkenden
Betätigungsgliedes in der einen oder in der anderen Richtung, wobei das
Steuerglied das Sperrglied oder dessen Betätigungsglied umschließt und zwei
innere Schrägflächen aufweist, welche mit zwei einander bezüglich der
Drehachse des Steuergliedes diametral gegenüberliegenden, radialen
Vorsprüngen des Sperrgliedes oder des Betätigungsgliedes desselben
zusammenwirken und jeweils an den beiden Enden in je eine Endfläche
übergehen, die in einer zur Drehachse des Steuergliedes senkrechten Ebene
liegt, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die eine Schrägfläche (20) des Steuergliedes (12) und deren beide Endflächen (21, 22) gegenüber der anderen Schrägfläche (24) des Steuergliedes (12) und deren beiden Endflächen (25, 26) in Richtung der Drehachse (13) des Steuergliedes (12) versetzt sind und sich in einem größeren Abstand (A) um die Drehachse (13) des Steuergliedes (12) herum erstrecken und
- b) die beiden Vorsprünge (19, 23) des Sperrgliedes (4) oder des Betätigungsgliedes desselben unbeweglich angeordnet sind, wobei derjenige Vorsprung (19), mit welchem die von der Drehachse (13) des Steuergliedes (12) weiter entfernte Schrägfläche (20) des Steuergliedes (12) und deren beide Endflächen (21, 22) zusammenwirken, gegenüber demjenigen Vorsprung (23), mit welchem die andere Schrägfläche (24) des Steuergliedes (12) und deren beide Endflächen (25, 26) zusammen wirken, entsprechend weit in Richtung der Drehachse (13) des Steuer gliedes (12) versetzt ist und eine entsprechend größere Länge (L) aufweist.
2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuerglied (12) an dem der zugehörigen Schrägfläche (20; 24) fernen Ende
(33; 34; 37; 38) jeder Endfläche (21; 22; 25; 26) eine Anschlagfläche (35; 36; 39; 40)
für denjenigen Vorsprung (19; 23) des Sperrgliedes (4) oder des
Betätigungsgliedes desselben aufweist, mit welchem die Endfläche
(21; 22; 25; 26) zusammenwirkt.
3. Schloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
eine Schrägfläche (20) des Steuergliedes (12) und deren beide Endflächen
(21, 22) sich gemeinsam über einen Zentriwinkel (α) von annähernd 360°
erstrecken und daß die andere Schrägfläche (24) des Steuergliedes (12) und
deren beide Endflächen (25, 26) sich gemeinsam über einen Zentriwinkel (α)
von annähernd 360° erstrecken.
4. Schloß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eine
Schrägfläche (20) des Steuergliedes (12) und jede Endfläche (21 bzw. 22)
dieser Schrägfläche (20) sich über einen Zentriwinkel (β) von etwa 120°
erstreckt und daß die andere Schrägfläche (24) des Steuergliedes (12) und
jede Endfläche (25 bzw. 26) dieser Schrägfläche (24) sich über einen
Zentriwinkel (β) von etwa 120° erstreckt.
5. Schloß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden in Richtung der Drehachse (13) des Steuergliedes (12) einander
benachbarten Endflächen (21, 26) der einen Schrägfläche (20) bzw. der
anderen Schrägfläche (24) des Steuergliedes (12) in derselben zur Drehachse
(13) des Steuergliedes (12) senkrechten Ebene (R) liegen.
6. Schloß nah einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steuerglied (12) hülsenförmig ausgebildet ist.
7. Schloß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steuerglied (12) eine Außenverzahnung (16) für den
Eingriff eines Antriebsritzels oder einer Antriebsschnecke (18) aufweist.
8. Schloß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steuerglied (12) ein Druckgußteil ist.
9. Schloß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sperrglied (4) oder das Betätigungsglied desselben
derart federbelastet ist, daß die Vorsprünge (19, 23) des Sperrgliedes (4) oder
des Betätigungsgliedes desselben gegen die Schrägflächen (20, 24) des
Steuergliedes (12) und deren Endflächen (21, 22, 25, 26) gedrückt werden.
10. Schloß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drehachse (13) des Steuergliedes (12) und die die
Längsachsen (31, 32) der Vorsprünge (19, 23) des Sperrgliedes (4) oder des
Betätigungsgliedes desselben enthaltende Ebene (P) gegenseitig versetzt
sind.
11. Schloß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorsprünge (19, 23) des Sperrgliedes (4) oder des
Betätigungsgliedes desselben jeweils von einem in eine Bohrung (44; 45) des
Sperrgliedes (4) oder des Betätigungsgliedes eingepreßten Stift (42; 43)
gebildet sind.
12. Schloß nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Elektromotor (11) mit umkehrbarer Drehrichtung als
Antrieb für das Steuerglied (12) vorgesehen ist.
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