DE10115524A1 - Interferometrische Messvorrichtung - Google Patents
Interferometrische MessvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine interferometrische Messvorrichtung (1) zur Formvermessung einer Oberfläche eines Objekts (O) mit einer eine kurzkohärente Strahlung abgebenden Strahlungsquelle (LQ), einem Strahlteiler (ST) zum Bilden eines über einen Objektlichtweg zu dem Objekt (O) geleiteten Objektstrahls (OS) und eines über einen Referenzlichtweg zu einer reflektierenden Referenzebene (RSP) geleiteten Referenzstrahls (RS) und mit einem Bildaufnehmer (BA), der die von dem Objekt (O) und der Referenzebene (RSP) zurückgeworfene und zur Interferenz gebrachte Strahlung aufnimmt und einer Auswerteeinrichtung zum Bestimmen der Oberflächenform zuführt. Eine gute Anpassbarkeit und Handhabbarkeit auch an schwer zugänglichen Messstellen wird dadurch ermöglicht, dass im Objektlichtweg eine bezüglich des Objektes (O) starre Optik (SO) angeordnet ist und dass der starren Optik (SO) eine in Richtung ihrer optischen Achse bewegliche Optik (BO) folgt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine interferometrische Messvorrichtung zur
Formvermessung einer Oberfläche eines Objekts mit einer eine kurzkohärente
Strahlung abgebenden Strahlungsquelle, einem Strahlteiler zum Bilden eines über
einen Objektlichtweg zu dem Objekt geleiteten Objektstrahls und eines über
einen Referenzlichtweg zu einer reflektierenden Referenzebene geleiteten
Referenzstrahls und mit einem Bildaufnehmer, der die von dem Objekt und der
Referenzebene zurückgeworfene und zur Interferenz gebrachte Strahlung auf
nimmt und einer Auswerteeinrichtung zum Bestimmen der Oberflächenform zu
führt.
Eine interferometrische Messvorrichtung dieser Art ist in der DE 41 08 944 A1
angegeben. Bei dieser bekannfien Interferometrischen Messvorrichtung, die auf
dem Messprinzip der sogenannten Weisslichtinterferometrie oder Kurzkohärenz
interferometrie beruht, gibt eine Strahlungsquelle kurzkohärente Strahlung ab,
die über einen Strahlteiler in einen ein Messobjekt beleuchtenden Objektstrahl
und einen eine reflektierende Referenzebene in Form eines Referenzspiegels
beleuchtenden Referenzsfirahl aufgeteilt wird. Um die Objektoberfläche in
Tiefenrichtung abzutasten, wird der Referenzspiegel mittels eines Piezo-
Stellelements in Richtung der optischen Achse des Referenzlichtwegs verfahren.
Wenn der Objektlichtweg und der Referenzlichtweg übereinstimmen, ergibt sich
im Bereich der Kohärenzlänge ein Maximum des Interferenzkontrasts, der mittels
eines fotoelektrischen Bildaufnehmers und einer nachgeschalteten Auswerte
einrichtung erkannt und zur Bestimmung der Kontur der Objektoberfläche auf der
Grundlage der bekannten Auslenkposition des Referenzspiegels ausgewertet
wird.
Weitere derartige Interferometrische Messvorrichtungen bzw. Interferometrische
Messverfahren auf der Basis der Weisslichtinterferometrie sind in P. de Groot, L.
Deck, "Surface profiling by analyis of white-light interferograms in the spatial
frequency domain" J. Mod. Opt., Vol. 42, No. 2, 389-401, 1995 und T. Maack,
G. Notni, W. Schreiber, W.-D. Prenzel, "Endoskopisches 3-D-Formmesssystem",
in Jahrbuch für Optik und Feinmechanik, Ed. W.-D. Prenzel, Verlag Schiele und
Schoen, Berlin, 231-240, 1998 angegeben.
Bei den genannten Interferometrischen Messvorrichtungen bzw. Messverfahren
besteht eine Schwierigkeit darin, Messungen an unterschiedlichen, insbesondere
schwer zugänglichen Stellen, wie z. B. in tiefen Hohlräumen bzw. engen Kanälen
mit ausreichender lateraler Auflösung vorzunehmen. In der (nicht vorveröffent
lichten) deutschen Patentanmeldung Nr. 199 48 818 ist zum Beheben dieses
Problems vorgeschlagen, in dem Arm des Objektlichtwegs mindestens eine Zwi
schenabbildung zu erzeugen, womit eine größere laterale Auflösung auch bei
einem engen Hohlraum oder engen Kanal erreicht wird. Andererseits ergibt sich
aus einer Vergrößerung der numerischen Appertur eine geringere Schärfentiefe
und auch eine Abtastung eines Oberflächenbereichs, dessen Normale (Blick
richtung) schräg zur Achse der Abbildungsvorrichtung des Objektlichtwegs
orientiert ist, führt zu Problemen bei der Abtastung in Tiefenrichtung.
Das Problem, bei der Tiefenabtastung den Bereich der Schärfentiefe einzuhalten,
lässt sich dadurch umgehen, dass nicht die Referenzebene bzw. der diese
bildende Referenzspiegel bewegt wird, sondern der Referenzlichtweg fest
gehalten und statt dessen der Objektlichtweg geändert wird. Dies kann
wiederum auf zweierlei Art erfolgen, nämlich zum einen dadurch, dass das
Objekt selbst in Tiefenrichtung bewegt wird, oder zum andern dadurch, dass der
interferometrische Teil des Messgerätes relativ zum Objekt bewegt wird. Zwar
sind derartige Änderungen des Objektlichtwegs als Maßnahme zur Tiefenabtas
tung in der Weisslichtinterferometrie beispielsweise aus den vorstehend
genannten Zeitschriftenartikeln an sich bekannt, jedoch sind sie technisch
insbesondere bei der Fertigung von Teilen schwer zu verwirklichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine interferometrische Mess
vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die eine einfache
Anpassbarkeit an verschiedene Messprobleme gestattet, wobei das Erreichen
eines möglichst guten Messergebnisses bei möglichst einfachem Aufbau und
möglichst einfacher Messdurchführung begünstigt wird.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hiernach ist
vorgesehen, dass im Objektlichtweg eine bezüglich des Objektes (während der
Messung) starre Optik angeordnet ist und dass der starren Optik eine in
Richtung ihrer optischen Achse (während der Messung) bewegliche Optik folgt.
Mit der starren Optik und der ihr nachgeschalteten beweglichen Optik ergeben
sich vielfältige Möglichkeiten, auf einfache Weise verschiedene Oberflächen
auch an schwer zugänglichen Stellen zu vermessen. Beispielsweise ergibt sich
mit einem Ablenkelement die Möglichkeit, eine schräg zur Bewegungsrichtung
der Tiefenabtastung (Tiefenscan) gerichtete Oberfläche positionsgetreu in
Tiefenrichtung abzutasten. Mit anderen, die Wellenfront verformenden Abbil
dungselementen, wie refraktiven, diffraktiven oder reflektiven Elementen (z. B.
Linsen, Konkavspiegel, Gitter etc.) oder einer Kombination derartiger optischer
Elemente ergeben sich weitere Anpassmöglichkeiten an ein jeweiliges Messprob
lem, ohne den Gesamtaufbau der Messvorrichtung aufwendig modifizieren zu
müssen.
Ist vorgesehen, dass die starre Optik ganz oder teilweise als Endoskop aus
gebildet ist, so ergibt sich die Möglichkeit, auch bei einer Messung in engen
Hohlräumen eine relativ große laterale Auflösung zu erzielen.
Mit der Maßnahme, dass die starre Optik Teil einer ein Zwischenbild erzeu
genden Optik ist, wird der Aufwand, die Messvorrichtung an verschiedene
Messaufgaben anzupassen, weiterhin wesentlich begünstigt. Hierbei ist es
besonders günstig, wenn sich das Zwischenbild der im Zwischenbild
erzeugenden Optik im Objektlichtweg befindet.
Zum Erreichen einer gegen laterale Relativbewegung des Objektes robusten
Messung ist vorteilhaft vorgesehen, dass die starre Optik das Objekt nach
Unendlich abbildet.
Verschiedene Aufbauten bestehen darin, dass die bewegliche Optik ganz außer
halb, teilweise innerhalb und außerhalb, oder ganz innerhalb des Objektlicht
weges liegt.
Mit den Maßnahmen, dass die bewegliche Optik ganz oder teilweise aus opti
schen Elementen besteht, die in der optischen Achse beweglich sind, lässt sich
z. B. einfach ein Zoom-Objektiv aufbauen.
Zur Genauigkeit der Messung tragen die Maßnahmen bei, dass ein Bild der Refe
renzebene im Schärfentiefebereich der das Objekt auf dem Bildaufnehmer abbil
denden Optik (abbildende Optik) liegt. Hierbei ist es vorteilhaft, dass das Bild der
Referenzebene in der Bildebene der abbildenden Optik liegt, und weiterhin, dass
sich das Bild der Referenzebene bei Bewegung der beweglichen Optik synchron
mit der Bildebene der abbildenden Optik bewegt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindung besteht desweiteren darin, dass
die starre Optik als starre Zwischenabbildungsvorrichtung ausgebildet ist, mit
der mindestens ein zum Objekt starres Zwischenbild der Objektoberfläche - vor
zugsweise im Objektlichtweg - erzeugt wird, und dass als bewegliche Optik eine
im Strahlengang hinter dem starren Zwischenbild folgende Objektiv-Optik in
Richtung ihrer optischen Achse beweglich zur Abtastung des normal zu dieser
Achse ausgerichteten starren Zwischenbilds in Tiefenrichtung und Abbilden
desselben direkt oder über eine oder mehrere Zwischenabbildungen auf dem
Bildaufnehmer ausgebildet ist. Durch die Erzeugung des z. B. im Objektlichtweg
liegenden starren Zwischenbilds der Objektoberfläche mit der starren Zwischen
bildabbildungsvorrichtung in dem Objektlichtweg wird zum einen auch in engen
Kanälen oder Bohrungen die zu messende Objektoberfläche mit relativ großer
lateraler Auflösung erfassbar und mit dem Bildaufnehmer und der nachgeschal
teten Auswerteeinrichtung hinsichtlich der Tiefenstruktur auswertbar. Die
Abtastung des starren Zwischenbildes ist mit relativ einfachen Maßnahmen mög
lich, da zu seiner Tiefenabtastung nur wenige optische Komponenten des Ob
jektlichtwegs bewegt werden müssen, wobei die jeweils abgetastete Tiefe des
starren Zwischenbilds stets im Schärfentiefenbereich der beweglichen Objektiv-
Optik bleibt, da durch die Tiefenabtastung (Tiefenscan) die Objektebene der
bewegten Objektiv-Optik gleichsam durch das starre Zwischenbild hindurch be
wegt wird und auf diese Weise die Interferenzmaxima im Bereich größter Schär
fe ausgewertet werden. Darüber hinaus ist das starre Zwischenbild stets normal
zur Bewegungsrichtung der Objektiv-Optik gerichtet bzw. ausrichtbar, da auch
eine bezüglich der Achse des Objektlichtwegs schräge Anordnung der betrach
teten Objektoberfläche leicht normal zur Achse der bewegten Objektiv-Optik
abbildbar ist. Dadurch lassen sich ohne Weiteres Oberflächenbereiche vermes
sen, deren Normale schräg zur Bewegungsrichtung der Objektiv-Optik gerichtet
ist.
Die Abbildungsqualität und Genauigkeit der Auswertung wird dadurch begüns
tigt, dass die Zwischenabbildungsvorrichtung einen für alle im Zwischenbild
abgebildeten Objektpunkte gleichen Abbildungsmaßstab besitzt. Beispielsweise
kann dabei der Aufbau derart sein, dass die Zwischenabbildungsvorrichtung als
telezentrische Abbildungsvorrichtung in 4f-Anordnung ausgebildet ist.
Zum Erzielen genauer Messergebnisse ist weiterhin vorteilhaft, dass in dem
Referenzlichtweg zur Kompensation eine der Optik im Objektlichtweg zumindest
teilweise entsprechende (bzw. identische) Optik vorhanden ist.
Eine für die flächige Auswertung des betrachteten Oberflächenbereichs vor
teilhafte Ausbildung der Messvorrichtung besteht darin, dass der Bildaufnehmer
flächig angeordnete Bildaufnahmeelemente (Pixels) aufweist und dass für jedes
Pixel die Position der Objektiv-Optik detektiert wird, bei welcher der höchste
Interferenzkontrast auftritt.
Die Tiefenabtastung einer schräg angeordneten Objektoberfläche wird auf ein
fache Weise dadurch ermöglicht, dass bei einer von der Normalen der Objekt
oberfläche abweichenden Blickrichtung der Zwischenabbildungsvorrichtung eine
Abbildungseinheit zum Erzeugen des Zwischenbilds vorgesehen ist.
Ein einfacher, gut handhabbarer Aufbau der Messvorrichtung wird dadurch be
günstigt, dass eine bewegliche Einheit außer der beweglichen Objektiv-Optik,
eine Beleuchtungseinheit mit der Lichtquelle und den Strahlteiler oder außer der
beweglichen Objekt-Optik nur den Strahlteiler umfasst.
Eine für die Handhabung und den Aufbau günstige Gestaltung der Messvorrich
tung besteht weiterhin darin, dass die starre Zwischenabbildungsvorrichtung als
Endoskop ausgebildet ist.
Mit den Maßnahmen, dass zur Beleuchtung des Objekts und der Referenzebene
eine Faseroptik vorgesehen ist, ergibt sich der Vorteil, dass Reflexionen an den
Linsen der Abbildungsvorrichtung reduziert werden.
Verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten der Lichtwege ergeben sich dadurch,
dass der Objektlichtweg und der Referenzlichtweg sowie weitere Lichtwege als
Linsen Achromate, Grin-(Gradient-Index-)Linsen oder Stablinsen aufweisen.
Die Formvermessung wird dadurch begünstigt, dass in der abbildenden Optik
innerhalb oder außerhalb des Objektlichtweges sich ein optisches Element
befindet, durch welches das Bild in eine für die Auswertung günstige Lage
drehbar ist.
Die Zugänglichkeit einer Messstelle innerhalb eines Objekts kann dadurch er
leichtert werden, dass in dem Objektlichtweg als starre Optik oder Teil der
starren Optik ein Klapp-Endoskop angeordnet ist, das in mindestens zwei
Klappstellungen mit einem Winkel zwischen einem eingeklappten und einem
ausgeklappten Zustand einstellbar ist.
Dabei ist vorteilhaft vorgesehen, dass das Klapp-Endoskop zwei mit einem
Gelenk miteinander verbundene Tuben aufweist, in denen optische Komponen
ten des Klapp-Endoskops einschließlich eines Ablenkelements untergebracht
sind.
Die Klappstellungen lassen sich leicht dadurch einstellen, dass im Bereich des
Gelenks ein mit beiden Tuben zusammenwirkender Federmechanismus angeord
net ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug
nahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A und 1B
eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels
einer interferometrischen Messvorrichtung mit einer bezüglich eines
Objektes starren Ablenkeinheit in zwei verschiedenen Tiefenabtast
positionen,
Fig. 2A und 2B
eine Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der interfero
metrischen Messvorrichtung, wobei das Ablenkelement durch ab
bildende, die Wellenfront verformende Elemente ersetzt ist, in zwei
verschiedenen Abtastpositionen,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der interferometrischen Mess
vorrichtung, mit einer anderen Anordnung der optisch starren
Elemente im Objektlichtweg,
Fig. 4A und 4B
ein weiteres Ausführungsbeispiel der interferometrischen Mess
vorrichtung, bei dem die Größe einer bewegten Einheit des Refe
renzlichtweges verkleinert ist,
Fig. 5A und 5B
ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem sowohl bewegliche Op
tik als auch der Referenzspiegel bewegt werden,
Fig. 6 eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer interferometrischen Messvorrichtung,
Fig. 7 eine Darstellung der interferometrischen Messvorrichtung nach Fig.
6 mit einer Anordnung zur Vermessung einer schrägen Objektober
fläche,
Fig. 8 ein weiteres Beispiel der interferometrischen Messvorrichtung, bei
der die Anzahl bewegter Elemente gegenüber den Fig. 6 und 7 ver
ringert ist,
Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel der interferometrischen Mess
vorrichtung, bei der die Anzahl bewegter Elemente weiterhin ver
ringert ist,
Fig. 10
eine weitere Ausführungsform der interferometrischen Messvorrich
tung, bei der zur Beleuchtung eine Lichtleitphaseranordnung vorge
sehen ist,
Fig. 1l
eine weitere Ausführungsform der interferometrischen Messvorrich
tung mit einer Einrichtung zum Drehen des Bildes,
Fig. 12
eine Ausgestaltung der interferometrischen Messvorrichtung mit
einem Klapp-Endoskop während eines Einführvorganges,
Fig. 13
die Messvorrichtung nach Fig. 12 in Messposition und
Fig. 14a) bis c)
verschiedene Darstellungen des Klapp-Endoskops.
Bei einer in Fig. 1A und 1B gezeigten interferometrischen Messvorrichtung 1
wird kurzkohärente Strahlung einer Strahlungsquelle bzw. Lichtquelle LQ (z. B.
einer Leuchtdiode oder Superlumineszenzdiode), deren Kohärenzlänge typischer
weise in der Größenordnung von ca. 10 µm (z. B. 3 bis 100 µm) liegt, über eine
Linse L4 und weitere optische Elemente auf einen Strahlteiler ST geführt und in
diesem in einen zu einer Oberfläche eines Objekts O geleiteten Objektstrahl OS
und einen zu einem Referenzspiegel RSP geleiteten Referenzstrahl RS aufgeteilt.
In dem Objektlichtweg bzw. Objektarm ist eine starre Optik SO in Form einer re
flektierenden Ablenkeinheit AE vor dem Objekt O in der Weise angeordnet, dass
das schräg gestellte Objekt O stets senkrecht zu seiner Oberfläche in Tiefen
richtung abgetastet wird, wie die Fig. 1A und 1B erkennen lassen, in denen zwei
verschiedene Abtasttiefen dargestellt sind, die durch die Auslenkung einer be
wegten Einheit BEW mittels eines daran angebrachten Bewegungserzeugers BE,
beispielsweise eines Piezoelementes bewirkt werden. Eine virtuelle Referenz
ebene VR liegt dadurch in der Normalenrichtung in verschiedenen Tiefen bezüg
lich des Objektes O. Die starre Optik SO, die vorliegend durch die Ablenkeinheit
AE gebildet wird, ist starr bezüglich des Objektes O. Ihr folgt im Strahlengang
eine bewegliche Optik BO, die in der bewegten Einheit BEW in dem Strahlen
gang zwischen dem Strahlteiler ST und dem Bildaufnehmer A angeordnet ist.
Wenn bei der Tiefenabtastung durch die Bewegung der bewegten Einheit BEW
der Objektlichtweg und der Referenzlichtweg übereinstimmen, ergibt sich im
Bereich der Kohärenzlänge ein Maximum des Interferenzkontrasts, der mittels
des photoelektrischen Bildaufnehmers BA und einer nachgeschalteten Auswerte
einrichtung erkannt und zur Bestimmung der Kontur der Objektoberfläche auf der
Grundlage der bekannten Auslenkposition ausgewertet wird.
Bei dem in den Fig. 2A und 2B gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel, in denen
wiederum zwei unterschiedliche Auslenkpositionen der bewegten Einheit BEW
mittels des Bewegungserzeugers BE dargestellt sind, ist gegenüber dem vorher
gehenden Ausführungsbeispiel die starre Optik SO anders ausgebildet, nämlich
durch abbildende, die Wellenfront verformende Elemente in Form von Linsen L2,
L3. Mit der starren Optik SO wird ein starres Zwischenbild in einer Zwischen
bildebene ZE erzeugt, das mittels der in der bewegten Einheit BEW befindlichen
bewegten Optik in Tiefenrichtung abgetastet wird. Mit dieser Maßnahme ergibt
sich eine einfache Anpassungsmöglichkeit einer an sich gleichbleibenden Ab
tasteinheit an unterschiedliche Messsituationen, wobei z. B. eine Messung in
engen Hohlräumen bei relativ großer lateraler Auflösung erreicht wird. Auch
ergibt sich kein Problem hinsichtlich der Schärfentiefe, da die Objektoberfläche
stets optimal bezüglich der abbildenden beweglichen Optik BO ausgerichtet ist.
Das Objekt O wird über die abbildende Optik, die die starre Optik SO und die
bewegliche Optik BO enthält, auf dem Bildaufnehmer BA abgebildet. Durch
geeignete Anordnung der Komponenten in der bewegten Einheit BEW kann er
reicht werden, dass das Bild der Referenzebene VR mit der Bildebene der
abbildenden Optik bewegt wird.
Bei einem in Fig. 3 gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel umfasst die starre
Optik SO ein abbildendes, der Wellenfront veränderndes Element in Form der
Linse L3 und eine Ablenkeinheit in Form eines brechenden Elementes, so dass
wiederum eine bezüglich der Tiefenabtastrichtung schräg liegende Objektober
fläche stets positionsgetreu vermessen wird. Ein weiteres, die Wellenfront
veränderndes Element in Form der Linse L2 liegt hierbei jedoch innerhalb der
bewegten Einheit BEW, so dass sich hierbei zwar ebenfalls eine einfache An
passungsmöglichkeit an eine Abtastvorrichtung ergibt, andererseits aber der
Tiefenmessbereich auf die Schärfentiefe eingeschränkt ist, da die Gesamtbild
ebene nicht mit der Tiefenabtastung mit wandert. Die starre Optik SO bildet das
Objekt nach unendlich ab.
Bei dem in den Fig. 4A und 4B ebenfalls in zwei verschiedenen Abtaststellungen
gezeigten Ausführungsbeispiel ist die bewegte Einheit BEW sehr klein ausgebil
det, wobei ein größerer Durchmesser von Abbildungslinsen im Referenzlichtweg
in Verbindung mit der Strahlverteilung auf dem Strahlteiler ST genutzt wird.
Bei einem in den Fig. 5A und 5B gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel sind
jeweils eine bewegte Einheit BEW im Referenzlichtweg und im Objektlichtweg
vorgesehen, die synchron mittels eines jeweils zugeordneten Bewegungserzeu
gers BE ausgelenkt werden.
Weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den Fig. 6 bis 10 gezeigt.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist in dem Objektlichtweg bzw.
Objektarm als starre Optik SO eine bezüglich des Objektes O starre Zwischenab
bildungsvorrichtung SO (im Folgenden auch als Bajonett-Optik bezeichnet) mit
Zwischenabbildungs-Linsen L2, L3 angeordnet, mit der ein starres Zwischenbild
SZB der Objektoberfläche erzeugt wird. Der Referenzlichtweg entspricht in seiner
Länge dem Objektlichtweg, so dass eine virtuelle Referenz VR im Bereich der
Objektoberfläche liegt. Ein Bild der virtuellen Referenz VR wird als Bild der
Referenzebene BR im Bereich des starren Zwischenbilds SZB mit der Bajonett-
Optik SO erzeugt. Die Bajonett-Optik SO ist für einen günstigen Aufbau und eine
günstige Handhabung endoskopartig ausgebildet und beispielsweise an einem
das übrige optische System enthaltenden Gehäuse angesetzt. Eine andere Mög
lichkeit besteht darin, dass die Bajonett-Optik SO von dem Gehäuse mechanisch
getrennt und an dem Objekt O ortsfest angekoppelt ist.
Der Referenzlichtweg bzw. Referenzarm enthält den optischen Elementen des
Objektarms im Wesentlichen entsprechende optische Elemente als kompensierte
Optik KSO, so dass störende optische Eigenschaften der Optik im Objektlicht
weg kompensiert werden.
Das von der Bajonett-Optik SO erzeugte starre Zwischenbild SZB wird in Tiefen
richtung, d. h. parallel zu seiner Normalen mittels der parallel zur Normalen
richtung, d. h. entlang ihrer optischen Achse beweglichen Optik BO in Tiefen
richtung abgetastet (Tiefenscan). Das Bild der Referenzebene BR liegt im Schär
fentiefenbereich des beweglichen Objektivs, vorzugsweise in der Objektebene
des beweglichen Objektivs bzw. der beweglichen Objektiv-Optik. Die Tiefenab
tastung erfolgt, indem das bewegliche Objektiv BO relativ zu dem starren Zwi
schenbild SZB bewegt wird, wobei gewährleistet ist, dass sich das Bild der Re
ferenzebene BR synchron mit der beweglichen Objektiv-Optik BO bewegt.
Dadurch wird mit der Abtastung des beweglichen Objektivs BO das Bild der Re
ferenzebene BR durch das starre Zwischenbild SZB bewegt.
Das starre Zwischenbild SZB wird von der beweglichen Objektiv-Optik BO direkt
oder über mindestens eine Zwischenabbildung auf einen eine Vielzahl von ne
beneinander liegenden Bildaufnahmeelementen aufweisenden Bildaufnehmer BA,
z. B. eine CCD-Kamera abgebildet und in einer nachfolgenden Auswerteeinrich
tung zum Bestimmen der Oberflächenform z. B. durch Detektieren der Maxima
des Interferenzkontrastes ausgewertet, wobei die jeweilige Position des
beweglichen Objektivs BO zugrunde gelegt wird.
Im Bild des Objektes auf dem Bildaufnehmer BA tritt hoher Interferenzkontrast
dann auf, wenn ein Gangunterschied in dem Objektarm und dem Referenzarm
kleiner als die Kohärenzlänge ist. Zur Gewinnung eines 3D-Höhenprofils können
verschiedene, an sich bekannte Verfahren (vgl. die eingangs genannten Druck
schriften) angewendet werden.
Der in Fig. 6 und auch den nachfolgenden Figur gezeigte Aufbau beinhaltet bei
spielhaft ein Michelson-Interferometer. Mit der starren Bajonett-Optik SO können
auch mehrere Zwischenabbildungen erzeugt werden. Für die Abtastung wird der
strichliert dargestellte Bereich bewegt, der z. B. innerhalb eines Gehäuses liegen
kann, auf das in Bajonett-Optik SO aufgesetzt ist. Alternativ kann die Bajonett-
Optik SO auch von dem Gehäuse getrennt und mit dem Objekt ortsfest verbun
den sein.
Bei dem in Fig. 7 gezeigten Aufbau ist die zu vermessende Oberfläche des Ob
jekts O bezüglich der optischen Achse der Bajonett-Optik SO schräg angeordnet
und vor dem Objekt ein Ablenkelement AE oder eine andere Abbildungseinheit
positioniert, über das ein bezüglich der optischen Achse des beweglichen Ob
jektivs BO normal ausgerichtetes starres Zwischenbild SZB erzeugt wird. Über
die Abtastung des starren Zwischenbilds SZB ist die Abtastung der schrägen Ob
jektoberfläche mit einfachen Maßnahmen durchführbar, da dis Blickrichtung der
optischen Achse des beweglichen Objektivs BO auf das Zwischenbild 0° besitzt.
Die Abtast-Achse muss nun nur parallel zur Achse des beweglichen Objektivs
BO gerichtet sein. Damit ist die Blickrichtung der Bajonett-Optik SO unabhängig
von der Abtast-Achse der Tiefenabtastung.
Bei dem in Fig. 8 gezeigten Aufbau der interferometrischen Messvorrichtung 1
ist die Anzahl der bewegten Komponenten, die die Tiefenabtastung ausführen,
wesentlich reduziert, wie die Anzahl der in dem strichlierten Bereich darge
stellten Elemente zeigt, die im Wesentlichen den Referenzarm, den Strahlteiler
ST sowie das bewegliche Objektiv BO umfasst.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel für die interferometrische Messvorrichtung 1
mit Abtastung des starren Zwischenbilds SZB ist in Fig. 9 wiedergegeben. Hier
bei wird außer dem beweglichen Objektiv BO der Strahlteiler ST und die Be
leuchtungseinheit mit der Lichtquelle LQ bewegt. Eine geringe Verschiebung des
Referenzstrahls quer zur optischen Achse des Referenzarms wirkt sich wegen
der relativ geringen Abtast-Bewegungsstrecke auf das Messergebnis praktisch
nicht aus.
Bei dem in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel wird das Objekt O alternativ
über eine Faseroptik mit Lichtleitern LL beleuchtet, die zumindest zum Teil
innerhalb der Bajonett-Optik SO verläuft. Diese faseroptische Beleuchtung hat
den Vorteil, dass Reflexionen an den Linsen der Bajonett-Optik SO reduziert
werden. Zum Abgleich der optischen Weglängen und der Dispersion in dem Ob
jektarm und dem Referenzarm sollten die Faserlängen und Geometrien in den
beiden Interferometerarmen möglichst übereinstimmend gewählt werden.
Für die in der interferometrischen Messvorrichtung enthaltenen Linsen können
verschiedene Ausbildungsformen gewählt werden, z. B. Achromate, Grin-(Gra
dient-Index-)Linsen oder Stablinsen.
In dem in Fig. 1l gezeigten Ausführungsbeispiel ist in der abbildenden Optik ein
optisches Element DE zum Drehen des Bildes enthalten. Wird die starre Optik SO
bezüglich des Objektes gedreht, z. B. zur Messung verschiedener Segmente eines
radialsymmetrischen Objektes (etwa ein Ventilsitz), so dreht sich auf dem Bild
aufnehmer BA ebenfalls das Bild des Objektes O. Es ist jedoch vorteilhaft, auf
dem Bildaufnehmer BA ein festes Bild des Objektes zu haben. Dies kann erreicht
werden, indem in der abbildenden Optik, vorzugsweise außerhalb des Objekt
lichtweges, ein optisches Element (z. B. Reversions-, Dove-Prisma, etc.) vor
gesehen ist, durch welches die Drehung des Bildes wieder ausgeglichen werden
kann.
In den Fig. 12 bis 14 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der interferometri
schen Messvorrichtung dargestellt, wobei die starre Optik SO als ein Klapp-
Endoskop KL ausgeführt ist.
Das Klapp-Endoskop KL besteht beispielsweise aus zwei Tuben T1, T2, die je
weilige Tubusachsen TA1, TA2 aufweisen und mit einem Gelenk G miteinander
verbunden sind, um eine Schwenkachse KA des einen Tubus T1 relativ zu dem
anderen Tubus T2 zu bilden. Die beiden Tuben T1, T2 können beispielsweise
zwei verschiedene Klappstellungen einnehmen, die sich um einen Klappwinkel a
unterscheiden, wie aus den Fig. 14b) und c) ersichtlich. Vorliegend sind die
beiden Tuben T1, T2 mechanisch so gefertigt, dass die beiden Tubusachsen
TA1, TA2 im eingeklappten Zustand einen Winkel von 0° bilden, während sie im
ausgeklappten Zustand um den vorgegebenen Klappwinkel a zueinander orien
tiert sind. Zwischen den Tuben T1, T2, die die optischen Komponenten OKL des
Klapp-Endoskops in sich aufnehmen, befindet sich im Bereich des Gelenkes G
ein Federmechanismus mit einer Feder F. Ist das Klapp-Endoskop KL im einge
klappten Zustand, so ist die Feder F gespannt, während sie im ausgeklappten
Zustand entspannt ist. Die Endoskop-Optik ist vorliegend für den ausgeklappten
Zustand ausgelegt. Die Endoskop-Optik enthält mindestens ein optisches Ab
lenkelement, z. B. einen Spiegel KSP, der im Bereich des Gelenkes G angeordnet
ist. Als Ablenkelemente sind auch Prismen oder Gitter denkbar, durch welche die
optische Achse entsprechend den Tubusachsen TA1, TA2 umgelenkt wird. Wie
Fig. 12 zeigt, ist bei der Einführung in das Objekt O das Klapp-Endoskop KL im
eingeklappten Zustand. Dies kann bei gespannter Feder durch eine eigene Füh
rung des Endoskops erreicht werden. Als Führung kann aber auch das Objekt
selbst dienen, z. B. eine Führungsbohrung bei einer Ventilsitzmessung, wie die
Fig. 12 und 13 zeigen. Ist das Klapp-Endoskop KL vollständig in das Objekt O
bzw. das Bauteil eingeführt, soll das Gelenk G frei liegen, so dass das Klapp-
Endoskop KL den ausgeklappten Zustand einnehmen kann. Das Klapp-Endoskop
KL ist so gefertigt, dass im ausgeklappten Zustand genau die Messstelle MST
beobachtet wird.
Die zu beobachtende Objektoberfläche wird durch das Klapp-Endoskop KL im
ausgeklappten Zustand mit einer ebenen Welle beleuchtet und direkt oder über
ein Zwischenbild auf den Bildaufnehmer BA (z. B. CCD-Kameral abgebildet. Im
Referenzlichtweg wird der Referenzstrahl RS von dem Referenzspiegel RSP re
flektiert. Zur Kompensation der Endoskopoptik kann auch hier in dem Refe
renzlichtweg bzw. Referenzarm eine der Endoskop-Optik ähnliche oder ent
sprechende Optik eingesetzt werden. Die Datenauswertung erfolgt wie im Zu
sammenhang mit den vorangehenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Das Interferometer kann auch hierbei anders als ein Michelson-Interferometer
realisiert werden (z. B. als Common-Path, Mach-Zehnder, etc.).
Claims (24)
1. Interferometrische Messvorrichtung (1) zur Formvermessung einer Ober
fläche eines Objekts (O) mit einer eine kurzkohärente Strahlung abge
benden Strahlungsquelle (LQ), einem Strahlteiler (ST) zum Bilden eines
über einen Objektlichtweg zu dem Objekt (O) geleiteten Objektstrahls (OS)
und eines über einen Referenzlichtweg zu einer reflektierenden Referenz
ebene (RSP) geleiteten Referenzstrahls (RS) und mit einem Bildaufnehmer
(BA), der die von dem Objekt (O) und der Referenzebene (RSP) zurück ge
worfene und zur Interferenz gebrachte Strahlung aufnimmt und einer Aus
werteeinrichtung zum Bestimmen der Oberflächenform zuführt,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Objektlichtweg eine bezüglich des Objektes (O) starre Optik (SO) angeordnet ist und
dass der starren Optik (SO) eine in Richtung ihrer optischen Achse be wegliche Optik (BO) folgt.
dass im Objektlichtweg eine bezüglich des Objektes (O) starre Optik (SO) angeordnet ist und
dass der starren Optik (SO) eine in Richtung ihrer optischen Achse be wegliche Optik (BO) folgt.
2. Messvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die starre Optik (SO) die Wellenfront verformende Elemente auf
weist.
3. Messvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die starre Optik (SO) ganz oder teilweise als Endoskop ausgebildet
ist.
4. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die starre Optik Teil einer ein Zwischenbild erzeugenden Optik ist.
5. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die starre Optik (SO) das Objekt nach Unendlich abbildet.
6. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die bewegliche Optik (BO) ganz außerhalb, teilweise innerhalb und
außerhalb, oder ganz innerhalb des Objektlichtweges liegt.
7. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die bewegliche Optik (BO) ganz oder teilweise aus optischen Ele
menten besteht, die in der optischen Achse beweglich gelagert sind.
8. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Bild der Referenzebene (VR) im Schärfentiefebereich der abbil
denden Optik liegt.
9. Messvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bild der Referenzebene (VR) in der Bildebene der abbildenden
Optik liegt.
10. Messvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich das Bild der Referenzebene (VR) bei Bewegung der beweglichen
Optik (BO) synchron mit der Bildebene der abbildenden Optik bewegt.
11. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die starre Optik (SO) als starre Zwischenabbildungsvorrichtung (L2, L3) ausgebildet ist, mit der mindestens ein zum Objekt (O) starres Zwi schenbild (SZB) der Objektoberfläche erzeugt wird, und
dass als bewegliche Optik (BO) eine im Strahlengang hinter dem starren Zwischenbild (SZB) folgende Objektiv-Optik in Richtung ihrer optischen Achse (ROA) beweglich zur Abtastung des normal zu dieser Achse ausge richteten starren Zwischenbilds (SZB) in Tiefenrichtung (Z) und Abbilden desselben direkt oder über eine oder mehrere Zwischenabbildungen auf dem Bildaufnehmer (BA) ausgebildet ist.
dass die starre Optik (SO) als starre Zwischenabbildungsvorrichtung (L2, L3) ausgebildet ist, mit der mindestens ein zum Objekt (O) starres Zwi schenbild (SZB) der Objektoberfläche erzeugt wird, und
dass als bewegliche Optik (BO) eine im Strahlengang hinter dem starren Zwischenbild (SZB) folgende Objektiv-Optik in Richtung ihrer optischen Achse (ROA) beweglich zur Abtastung des normal zu dieser Achse ausge richteten starren Zwischenbilds (SZB) in Tiefenrichtung (Z) und Abbilden desselben direkt oder über eine oder mehrere Zwischenabbildungen auf dem Bildaufnehmer (BA) ausgebildet ist.
12. Messvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zwischenabbildungsvorrichtung (L2, L3) einen für alle im Zwi
schenbild (SZB) abgebildeten Objektpunkte gleichen Abbildungsmaßstab
besitzt.
13. Messvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zwischenabbildungsvorrichtung (L2, L3) als telezentrische Ab
bildungsvorrichtung in 4f-Anordnung ausgebildet ist.
14. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Referenzlichtweg zur Kompensation eine der Optik im Objekt
lichtweg zumindest teilweise entsprechende Optik (KSO) vorhanden ist.
15. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bildaufnehmer (BA) flächig angeordnete Bildaufnahmeelemente (Pixels) aufweist und
dass für jedes Pixel die Position der Objektiv-Optik (BO) detektiert wird, bei welcher der höchste Interferenzkontrast auftritt.
dass der Bildaufnehmer (BA) flächig angeordnete Bildaufnahmeelemente (Pixels) aufweist und
dass für jedes Pixel die Position der Objektiv-Optik (BO) detektiert wird, bei welcher der höchste Interferenzkontrast auftritt.
16. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer von der Normalen der Objektoberfläche abweichenden
Blickrichtung der Zwischenabbildungsvorrichtung (L2, L3) eine Ablenk
einheit (AE) zum Erzeugen des Zwischenbilds (SZB) vorgesehen ist.
17. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine bewegliche Einheit außer der beweglichen Objektiv-Optik (BO),
eine Beleuchtungseinheit mit der Lichtquelle (L2) und den Strahlteiler (ST)
oder außer der beweglichen Objektiv-Optik (BO) nur den Strahlteiler (ST)
umfasst.
18. Messvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 l bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die starre Zwischenabbildungsvorrichtung (L2, L3) als Endoskop
ausgebildet ist.
19. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Beleuchtung des Objekts (O) und der Referenzebene (RSP) eine
Faseroptik (LL) vorgesehen ist.
20. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Objektlichtweg und der Referenzlichtweg sowie weitere Licht
wege als Linsen (L1, L2, L3, L4, KSO) Einzellinsen, Grin-(Gradient-
Index-)Linsen, Stablinsen, diffraktive Elemente, Prismen oder deren Kom
binationen aufweisen.
21. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der abbildenden Optik innerhalb oder außerhalb des Objekt
lichtweges sich ein optisches Element (DE) befindet, durch welches das
Bild in eine für die Auswertung günstige Lage drehbar ist.
22. Messvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Objektlichtweg als starre Optik (SO) oder Teil der starren
Optik (SO) ein Klapp-Endoskop (KL) angeordnet ist, das in mindestens
zwei Klappstellungen mit einem Winkel (α) zwischen einem eingeklappten
und einem ausgeklappten Zustand einstellbar ist.
23. Messvorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klapp-Endoskop (KL) zwei mit einem Gelenk (G) miteinander
verbundene Tuben (T1, T2) aufweist, in denen optische Komponenten
(OKL) des Klapp-Endoskops (KL) einschließlich eines Ablenkelements
(KSP) untergebracht sind.
24. Messvorrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Gelenks (G) ein mit beiden Tuben (T1, T2) zusam
menwirkender Federmechanismus (F) angeordnet ist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10115524A DE10115524A1 (de) | 2000-03-30 | 2001-03-28 | Interferometrische Messvorrichtung |
| JP2001572827A JP2003529753A (ja) | 2000-03-30 | 2001-03-29 | 干渉測定装置 |
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