DE10119183C1 - Vorrichtung zum elektrischen Verbinden von zwei vorzugsweise Isoliergasgefüllten Schaltfeldern, insbesondere Sammelschienenkupplung - Google Patents
Vorrichtung zum elektrischen Verbinden von zwei vorzugsweise Isoliergasgefüllten Schaltfeldern, insbesondere SammelschienenkupplungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektrischen Verbinden von zwei vorzugsweise Isoliergas-gefüllten Schaltfeldern, insbesondere Sammelschienenkupplung (1; 101; 201), die auf der Seite jedes Schaltfeldes (2, 3) jeweils ein Buchsenelement (5, 6) mit einem darin angeordneten Kontaktelement (10) und ein Feldsteuerelement (17) aufweist, wobei die Kontaktelemente (10) durch ein Verbindungselement (12) elektrisch verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Feldsteuerelement (17) aus einem kautschukartig elastisch verformbaren Werkstoff besteht; und dass das kautschukartig elastisch verformbare Feldsteuerelement (17) sich axial über die gesamte Länge des Verbindungselements (12) erstreckt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektrischen Verbinden von
zwei vorzugsweise Isoliergas-gefüllten Schaltfeldern, insbesondere eine
Sammelschienenkupplung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Sammelschienenkupplungen sind beispielsweise aus der DE 43 12 261 C2
bekannt. Auf der Seite jedes Schaltfeldes weist die bekannte
Sammelschienenkupplung ein Buchsenelement aus einem Gießharz mit
einem darin angeordneten Kontaktelement und einem Feldsteuerelement
auf, wobei die Kontaktelemente durch ein Verbindungselement elektrisch
miteinander verbindbar sind. Bei der bekannten Vorrichtung wird das
Feldsteuerelement zum Teil vom Kontaktelement einstückig ausgebildet,
zum Teil ist ein elektrisch leitendes Material in einem mittleren Bereich
eines Isolierelements angeordnet. Diese zweiteilige Ausgestaltung des
Feldsteuerelements ist aufwendig in der Herstellung und Montage.
Außerdem erfordert die bekannte Vorrichtung bei der Montage eine exakte
Ausrichtung der beiden Kontaktelemente zueinander.
Aus der EP 0520 933 B1 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt, bei
der in einem Metallrohr das Verbindungselement angeordnet ist, wobei sich
das Verbindungselement in dem Metallrohr über elastische Bänder abstützt,
um Lagefehler ausgleichen zu können.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine gattungsgemäße
Vorrichtung bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der Technik
überwindet. Insbesondere soll die Vorrichtung einfach in der Herstellung
und Montage sein, dauerhaft zuverlässig Teilentladungen verhindern und
zudem vielseitig einsetzbar sein.
Das Problem ist durch die im Anspruch 1 bestimme Vorrichtung gelöst.
Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprüchen
bestimmt.
Dadurch, dass das Feldsteuerelement sich axial über die gesamte Länge des
Verbindungselements erstreckt, insbesondere über die gesamte innere
Länge der Sammelschienenkupplung, wodurch sämtliche mögliche
Lufteinschlüsse im Inneren der Sammelschienenkupplung abgesteuert sind,
und dass das Feldsteuerelement (17) aus einem kautschukartig elastisch
verformbaren Werkstoff besteht, ist eine dauerhaft zuverlässige
Feldabsteuerung gewährleistet und dadurch sind Teilentladungen
zuverlässig verhindert. Das Vorteilhafte der Erfindung ist dabei, dass die
Kontaktstellen in das Innere der Vorrichtung verlagert sind, während das
Feldsteuerelement sich nahezu über die gesamte axiale Länge der
Vorrichtung erstreckt. Vorzugsweise ist das Feldsteuerelement mit beiden
Kontaktelementen elektrisch verbunden.
Vorzugsweise ist das Feldsteuerelement im wesentlichen hohlzylindrisch
und an seinen Enden trichterförmig aufgeweitet. Die Aufweitung erfolgt in
einem Winkelbereich von 0 bis 120°, insbesondere zwischen 60 und 90°
und vorzugsweise etwa 90°. Dadurch ist die Feldsteuerwirkung weiter
verbessert. Das Feldsteuerelement nimmt in seinem hohlzylindrischen
Inneren beide Kontaktelemente und das Verbindungselement auf.
Vorzugsweise ist das Feldsteuerelement aus einem elektrisch leitfähigen
Silikonkautschuk hergestellt, insbesondere als Spritzgußteil. Auch das .
Buchsenelement ist vorzugsweise ein Spritzgußteil, im Gegensatz zu dem
aus dem Stand der Technik bekannten Gießharzteilen. Durch das
Herstellen als Spritzgußteil kann das Buchsenelement dünnwandiger,
filigraner und damit funktionsreicher hergestellt werden und es läßt sich
eine Teilentladungsfreiheit bis zu Spannungen von 36 kV oder darüber
hinaus bei den in der Praxis üblichen Geometrien gewährleisten.
Die Teilentladungsfreiheit des Spritzgußteils ist vor allem dann besonders
weitgehend, wenn das zu spritzende Ausgangsmaterial und/oder die
eingesetzte Spritzform durch einen gegenüber Atmosphärendruck
reduzierten Druck entlüftet ist, insbesondere mit einem Vakuum
beaufschlagt wird. Zum Entlüften des Ausgangsmaterials kann dessen
Viskosität zusätzlich oder alternativ zur Unterdruckbeaufschlagung
beispielsweise durch Temperieren, durch Vergrößern der Oberfläche,
beispielsweise durch Auswalzen, und/oder durch Zugabe von Zusatzstoffen
herabgesetzt werden. Die Spritzform kann ausgeheizt werden, um
Feuchtigkeitsniederschlag zu entfernen und zu verhindern.
Auf der vom Verbindungselement abgewandten Seite ist hinter dem
Feldsteuerelement und innerhalb des Buchsenelements ein Isolierelement
angeordnet, das vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden
Silikonkautschuk besteht und insbesondere als Spritzgußteil hergestellt ist.
Auf seiner vom Verbindungselement abgewandten Seite weist das
Isolierelement mindestens abschnittsweise eine elektrisch leitfähige
Oberfläche auf. Diese ist beispielsweise durch Aufsprühen oder
Aufstreichen eines flüssigen und elektrisch leitfähigen Beschichtungsmittels
herstellbar, beispielsweise von kohlenstoffhaltigem Silikonkautschuk.
Die leitfähige Oberfläche kann auf ein vorgebbares Potential gelegt werden,
beispielsweise auf Erdpotential. Durch die leitfähige Oberfläche wird der
Flanschbereich des Buchsenelements zur Verhinderung von
Teilentladungen abgesteuert.
Das Verbindungselement ist im wesentlichen rohrförmig und weist einen
axial durchgehenden Spalt auf. Dabei sind in Umfangsrichtung
hintereinander mehrere Verbindungssegmente angeordnet, die jeweils
mindestens eine Kontaktstelle zu den Kontaktelementen bilden. Die
einzelnen Verbindungssegmente sind vorzugsweise über jeweils einen in
der axialen Mitte angeordneten schmalen Verbindungssteg miteinander
verbunden. Dies gilt nicht für die beiden den axialen Spalt bildenden
Verbindungssegmente. Diese bilden vielmehr einstückig miteinander
korrespondierende Anschlagmittel aus, die einen minimalen Durchmesser
des Verbindungselements bestimmen. Vorzugsweise auf der Außenseite
verläuft um das Verbindungselement eine Fremdfeder, beispielsweise eine
sogenannte Schlingfeder. Diese Fremdfeder wirkt derart, dass der
Durchmesser des rohrförmigen Verbindungselements minimiert wird.
Durch die von den Verbindungssegmenten ausgebildeten Anschlagmittel
kann der minimale Durchmesser derart eingestellt werden, dass er nur
wenige Zehntel Millimeter geringer ist als das Maß der zu kontaktierenden
Kontaktelemente. Dies hat den Vorteil, dass das Verbindungselement mit
verhältnismäßig geringen Kräften auf die Kontaktelemente aufschiebbar ist
und dennoch eine dauerhaft hohe Kontaktkraft bereitstellt.
Die Verbindungssegmente weisen einen Biegeradius auf, der kleiner ist als
der Radius des Verbindungselements. Dadurch bildet jedes
Verbindungssegment vorzugsweise zwei Kontaktstellen mit dem
zugehörigen Kontaktelement aus.
Vorzugsweise weist das Kontaktelement an seinem dem
Verbindungselement zugewandten Ende ein mindestens teilweise
kugelförmiges Kontaktstück auf, auf welches das Verbindungselement
aufschiebbar ist. Durch die jedenfalls teilkugelförmige Ausbildung, ist nicht
nur die Montage vereinfacht, sondern es läßt sich auch ein geringer Versatz
in der radialen und/oder axialen Ausrichtung der beiden Kontaktelemente
zueinander auf einfache Weise ausgleichen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen zu der nachfolgenden Beschreibung, in der unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele im
Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in
beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Verbindungselements,
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch das Verbindungselement,
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung des Verbindungselements,
Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf einen Querschnitt auf das zweite
Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 zeigt in perspektivischer Ansicht das zweite Ausführungsbeispiel,
und
Fig. 8 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel.
Die Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Durch die Sammelschienenkupplung 1 werden zwei Isoliergas
gefüllte Schaltfelder 2, 3 miteinander verbunden. Die strichpunktierte Linie
4 stellt dabei die Trennebene dar. Als Isoliergas wird üblicherweise
Schwefelhexafluorid (SF6) eingesetzt. Da die Sammelschienenkupplung 1 zu
beiden Seiten der Trennebene 4 im wesentlichen symmetrisch aufgebaut
ist, wird im nachfolgenden im wesentlichen der in der Fig. 1 in der linken
Bildhälfte dargestellte Teil beschrieben.
Auf der Seite jedes Schaltfeldes 2, 3 weist die Sammelschienenkupplung 1
jeweils ein Buchsenelement 5, 6 auf, das mittels eines metallischen
Ringflansches 7 am Gehäuse des jeweiligen Schaltfeldes 2 festgelegt ist.
Der Ringflansch ist vorzugsweise durch das Gehäuse bzw. die
Gehäusewand des jeweiligen Schaltfeldes 2, 3 selbst ausgebildet.
In Umfangsrichtung gleich verteilt stehen vom Ringflansch 7 bzw. der
Gehäusewand Stehbolzen 8 ab, die endseitig ein Außengewinde aufweisen,
auf das eine Hutmutter 9 unter Zwischenlage einer Unterlegscheibe
aufschraubbar ist. Damit ist das Buchsenelement 5 am Ringflansch 7 bzw.
an der Gehäusewand festlegbar.
Das Buchsenelement bildet nach Innen einen im wesentlichen
hohlzylindrischen Raum zur Aufnahme des Kontaktelements 10 aus. Das
Kontaktelement 10 ist in das Buchsenelement 5 eingebettet; vorzugsweise
ist das Kontaktelement 10 vom Buchsenelement 5 umspritzt. Nach Außen
ist das Buchsenelement 5 in axialer Richtung im wesentlichen konisch.
Zwischen der konischen Außenfläche und der dem Kontaktelement 10
zugewandten Innenfläche bildet das Buchsenelement 5 einen Ringraum zur
Aufnahme des Isolierelements 19 bzw. des Feldsteuerelements 17 aus, die
an die Form des Ringraums angepasst sind, insbesondere in diesem Bereich
ringkeilförmig oder ringkonusförmig ausgebildet sind, und den Ringraum im
wesentlichen vollständig ausfüllen. Durch dieses partielle "Einkammern"
des Isolierelements 19 bzw. des Feldsteuerelements 17 im Buchsenelement
5 ist die Feldsteuerwirkung und Teilentladungsfreiheit weiter verbessert und
die Montage erleichtert.
Das Kontaktelement 10 weist einen ersten im wesentlichen
kreiszylindrischen Abschnitt 11 auf, an dem sich in Richtung auf das
Verbindungselement 12 ein teilkugelförmiges Kontaktstück 13 anschließt,
das vom Kontaktelement 10 einstückig ausgebildet ist. An seinem vom
Verbindungselement 12 abgewandten Ende weist das Kontaktelement 10
zentrisch eine Sacklochbohrung 14 mit einem Innengewinde 15 auf, mit
Hilfe dessen ein weiterführender Leiter an dem Kontaktelement 10
festlegbar ist. Das Verbindungselement 12 ist mittels einer Fremdfeder 16
auf das Kontaktstück 13 geklemmt.
Innerhalb des Buchsenelements 5 ist ein Feldsteuerelement 17 angeordnet,
das sich axial über die gesamte Länge des Verbindungselements 12 und
darüber hinaus erstreckt, und das mit dem Kontaktelement 10 elektrisch
verbunden ist. Dadurch ist keine Absteuerung im Innern des
Buchsenelements 5 erforderlich. Die elektrische Verbindung ist im ersten
Ausführungsbeispiel mittels eines leitfähigen Rings 18 bereit gesteift.
Der Ring 18 weist vorzugsweise auf seiner dem Feldsteuerelement 17
zugewandten Fläche eine Einführschräge auf zum vereinfachten Einführen
des Feldsteuerelemente 17 bzw. des Isolierelements 19 bei der Montage
der Vorrichtung. Der Ring 18 ist in elektrischem Kontakt mit dem
Kontaktelement 10, insbesondere ist der Ring 18 auf den kreiszylindrischen
ersten Abschnitt 11 aufgeschoben und damit elektrisch leitend und
mechanisch fest mit dem Abschnitt 11 verbunden. Gleichzeitig ist der Ring
18 in elektrischem Kontakt mit dem im wesentlichen hülsenförmigen
Feldsteuerelement 17. Dadurch liegt das Feldsteuerelement 17 auf
demselben Potential wie das Kontaktelement 10. An seinen Enden ist das
Feldsteuerelement 17 etwas trichterförmig aufgeweitet, wodurch die
Feldsteuerwirkung weiter verbessert ist. Insbesondere wird das elektrische
Feld durch die Verrundung des Feldsteuerelements 17 an der
trichterförmigen Aufweitung besser abgesteuert und Feldstärkespitzen
vermieden. Das Feldsteuerelement 17 besteht aus einem elektrisch
leitfähigen Silikonkautschuk und ist als Spritzgußteil hergestellt.
Auf der vom Verbindungselement 12 abgewandten Seite ist hinter dem
Feldsteuerelement 17, aber innerhalb des Buchsenelements 5 ein
Isolierelement 19 angeordnet. Das Isolierelement 19 ist aus einem
elektrisch isolierenden Silikonkautschuk vorzugsweise als Spritzgußteil
hergestellt. Vorzugsweise sind das Feldsteuerelement 17 und das
Isolierelement 19 einstückig ausgebildet, wobei das elektrisch leitfähige
Feldsteuerelement 17 auf das elektrisch isolierende Isolierelement 19
aufgespritzt ist. Auf seiner vom Verbindungselement 12 bzw.
Feldsteuerelement 17 abgewandten Seite weist das Isolierelement 19
mindestens abschnittsweise eine elektrisch leitfähige Oberfläche 20 auf.
Diese Oberfläche 20 dient im wesentlichen der Absteuerung gegenüber
den metallischen Teilen des Ringflansches 7. Dadurch, dass die Oberfläche
20 in axialer Richtung ausreichend weit vorgezogen ist, ist im Bereich des
Ringflansches 7 keine geerdete Steuerelektrode erforderlich. Die
Oberfläche 20 ist im Zwischenraum zwischen den beiden Schaltfeldern 2,
3 zugänglich und kann beispielsweise mit einem Schraubenfederring 21
elektrisch kontaktiert und auf Erdpotenzial gelegt werden. Zwischen dem
Buchsenelement 5 und dem Ringflansch 7 ist eine gekammerte ringförmige
Dichtung 22 eingelegt.
Da bei der Montage in dem Buchsenelement 5 eingeschlossene Luft
entweichen können muß, sind auf dem Feldsteuerelement 17 und/oder dem
Buchsenelement 5 beispielsweise Längsrippen oder Riefen vorgesehen,
über welche die Luft in den Bereich des Verbindungselements 12
entweichen kann. Alternativ oder ergänzend ist das Buchsenelement 5 auf
seiner dem Feldsteuerelement 17 zugeordneten Fläche wenigstens
abschnittsweise konisch ausgebildet.
Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Verbindungselements 12. Das
Verbindungselement 12 besteht aus insgesamt 6 in Umfangsrichtung
hintereinander angeordneten Verbindungssegmenten 23. Die einzelnen
Verbindungssegmente 23 sind dabei über axial in der Mitte angeordnete
Verbindungsstege 24 miteinander verbunden. Lediglich zwischen dem
ersten Verbindungssegment 23a und dem letzten Verbindungssegment 23b
ist kein derartiger Verbindungssteg 24 angeordnet, sondern diese beiden
Verbindungssegmente 23a, 23b bilden einstückig einander zugeordnete
Anschlagmittel 25a, 25b aus. Das Anschlagmittel 25a des ersten
Verbindungssegments 23a kommt beim Zusammendrücken des
Verbindungselements 12 durch die Fremdfeder 16 in Anlage an das letzte
Verbindungssegment 23b und verhindert dadurch ein weiteres
Zusammendrücken des Verbindungselements. Entsprechendes gilt für das
Anschlagmittel 25b des letzten Verbindungssegments 23b. Vorzugsweise
sind jeweils zwei Anschlagmittel 25a, 25b auf gegenüberliegenden Seiten
in Bezug auf die axiale Mitte angeordnet.
Die Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch das Verbindungselement 12
entlang III-III der Fig. 2. Der Biegeradius 26 der Verbindungssegmente 23
ist dabei kleiner als der Radius des Kontaktstücks 13. Dadurch bilden sich,
wie in der Fig. 6 dargestellt, zwei Kontaktstellen zwischen dem
Verbindungselement 12 und dem Kontaktelement 10 aus.
Die Fig. 4 zeigt noch einmal eine perspektivische Darstellung des
Verbindungselements 12 mit den Anschlagmitteln 25a, 25b zwischen dem
ersten und letzten Verbindungssegment 23a und 23b.
Die Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel 101 der
Sammelschienenkupplung. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel
1 ist die elektrische Verbindung zwischen dem Kontaktelement 10 und dem
Feldsteuerelement 17 nicht lediglich durch einen Ring 18 (Fig. 1)
hergestellt, sondern über einen napf- oder topfförmigen Verbindungskörpers
118 beispielsweise aus Aluminium. Dieser weist auf seiner Bodenfläche
eine Bohrung für den Durchtritt des Kontaktelements 10 auf. Die Bohrung
kann dabei etwas geringer im Durchmesser sein als der Außendurchmesser
des zylindrischen Abschnitts 11 des Kontaktelements 10, das an seinem
entsprechenden Ende entsprechend stufenförmig oder konisch abgesetzt ist.
Alternativ oder ergänzend kann der Verbindungskörper 118 mit dem
Kontaktelement 10 verstemmt oder verbördelt sein. Dadurch ergibt sich
eine sichere Kontaktierung des Verbindungskörpers 118 mit dem
Kontaktelement 10. Außerdem ist der Verbindungskörper 118 in planer
Anlage an der Stirnfläche des Buchsenelements 5. Dadurch ergibt sich eine
Selbstzentrierung, durch welche die Montage der Vorrichtung vereinfacht
ist. Der hohlzylindrische Teil des Verbindungskörpers 118 ist einerseits in
Anlage an dem Feldsteuerelement 17, andererseits beabstandet vom
Buchsenelement 5. Durch den eingehaltenen Abstand kann bei der
Montage Luft entweichen. Das Buchsenelement 5 bildet eine ringförmige
Schulter aus, an der das randseitige Ende des Verbindungskörpers 118 in
Anlage ist.
Die Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf einen Querschnitt auf das zweite
Ausführungsbeispiel 101 der Fig. 5 etwa im Bereich der Dichtung 22.
Im Zentrum ist das in der Draufsicht kugelförmige Kontaktstück 13 des
Kontaktelements 10 angeordnet, das in Umfangsrichtung an insgesamt 12
Kontaktstellen von den insgesamt 6 Verbindungssegmenten 23 des
Verbindungselements 12 kontaktiert ist. Die Fremdfeder 16 sorgt für eine
dauerhaft sichere Kontaktierung und hohe Stromtragfähigkeit,
beispielsweise bis 630 Ampere oder darüber hinaus.
Die Fig. 7 zeigt in perspektivischer Ansicht das zweite
Ausführungsbeispiel 101 der Sammelschienenkupplung in vereinfachter
Darstellung. Zwischen den beiden Ringflanschen 7 ist im Zwischenraum
zwischen den beiden Schaltfeldern 2, 3 das Isolierelement 19 kontaktierbar,
das an seiner Außenfläche die elektrisch leitfähige Oberfläche 20 aufweist.
Dadurch, daß das Buchsenelement 5 vorzugsweise als Spritzgußteil
hergestellt ist, ist zwar eine im wesentlichen kontinuierliche Wandstärke
einzuhalten, anderseits sind die geometrischen Gestaltungsmöglichkeiten .
gegenüber einem konventionellen Gießformteil deutlich erhöht.
Die Fig. 8 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel 201 der
erfindungsgemäßen Sammelschienenkupplung. Im Unterschied zum ersten
und zweiten Ausführungsbeispiel 1; 101 ist beim dritten
Ausführungsbeispiel 201 die elektrische Verbindung zwischen dem
Verbindungselement 12 und dem Feldsteuerelement 17 durch die
Fremdfeder 216 bereit gestellt. Diese ist an mindestens einem axialen Ende
radial aufgeweitet und kontaktiert mit diesem aufgeweiteten Teil die
Feldsteuerelektrode 17. Eine axiale Fixierung der Fremdfeder 16, 216 ist in
vielen Anwendungsfällen vernachlässigbar, kann jedoch bei Bedarf
vorgesehen werden. Besonders einfach ist dies durch Austreiben oder
Ausstanzen eines Vorsprunges aus dem Verbindungselement 12 möglich.
Claims (15)
1. Vorrichtung zum elektrischen Verbinden von zwei vorzugsweise
Isoliergas-gefüllten Schaltfeldern, insbesondere
Sammelschienenkupplung (1; 101; 201), die auf der Seite jedes
Schaltfeldes (2, 3) jeweils ein Buchsenelement (5, 6) mit einem darin
angeordneten Kontaktelement (10) und ein Feldsteuerelement (17)
aufweist, wobei die Kontaktelemente (10) durch ein
Verbindungselement (12) elektrisch verbindbar sind, dadurch
gekennzeichnet, dass das Feldsteuerelement (17) aus einem
kautschukartig elastisch verformbaren Werkstoff besteht, und dass das
kautschukartig elastisch verformbare Feldsteuerelement (17) sich axial
über die gesamte Länge des Verbindungselements (12) erstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Feldsteuerelement (17) im wesentlichen hohlzylindrisch ist, mit
vorzugsweise radial aufgeweiteten Enden, und beide Kontaktelemente
(10) und das Verbindungselement (12) in sich aufnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Feldsteuerelement (17) aus einem elektrisch leitfähigen
Silikonkautschuk besteht und vorzugsweise ein Spritzgußteil ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Buchsenelement (5) ein Spritzgußteil ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass auf der vom Verbindungselement (12)
abgewandten Seite hinter dem Feldsteuerelement (17) und innerhalb
des Buchsenelements (5) ein Isolierelement (19) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Isolierelement (19) aus einem elektrisch isolierenden Silikonkautschuk
besteht und vorzugsweise ein Spritzgußteil ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Feldsteuerelement (17) und das Isolierelement (19) einstückig
ausgebildet sind, insbesondere das Feldsteuerelement (17) auf das
Isolierelement (19) aufgespritzt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Isolierelement (19) auf seiner vom
Verbindungselement (12) abgewandten Seite mindestens
abschnittsweise eine elektrisch leitfähige Oberfläche (20) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
elektrisch leitfähige Oberfläche (20) durch Aufsprühen oder
Aufstreichen eines elektrisch leitfähigen Beschichtungsmittels
herstellbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (12) mehrere in
Umfangsrichtung hintereinander angeordnete Verbindungssegmente
(23) aufweist, die jeweils mindestens eine Kontaktstelle zu den
Kontaktelementen (10) bilden.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das
Verbindungselement (12) im wesentlichen hohlzylindrisch ist und
einen axial durchgehenden Spalt aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement (12) gegen die Wirkung einer
Fremdfeder (16) spreizbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden den axialen Spalt bildenden
Verbindungssegmente (23a, 23b) miteinander korrespondierende
Anschlagmittel (25a, 25b) aufweisen, die einen minimalen
Durchmesser des Verbindungselements (12) bestimmen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (10) an seinem dem
Verbindungselement (12) zugewandten Ende ein mindestens
teilkugelförmiges Kontaktstück (13) zum Aufsetzen des
Verbindungselements (12) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das
Verbindungselement (12), insbesondere die Verbindungssegmente
(23), einen Biegeradius (26) aufweist, der kleiner ist als der Radius des
Kontaktelements (10), insbesondere kleiner als der Radius des
teilkugelförmigen Kontaktstücks (13).
Priority Applications (4)
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