DE10125770C2 - Bestrahlungsvorrichtung mit langgestreckter Strahlungsquelle und Verfahren zum Betrieb derselben - Google Patents
Bestrahlungsvorrichtung mit langgestreckter Strahlungsquelle und Verfahren zum Betrieb derselbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bestrahlungsvorrichtung zur Be
strahlung von Objekten mit insbesondere ultravioletter
und/oder infraroter und/oder sichtbarer elektromagnetischer
Strahlung, mit einem Gehäuse, das eine auf das zu bestrahlende
Objekt ausgerichtete Austrittsöffnung für die elektromagneti
sche Strahlung aufweist sowie mindestens einer in dem Gehäuse
angeordneten langgestreckten Strahlungsquelle für die elektro
magnetische Strahlung. Außerdem betrifft die Erfindung ein Be
triebsverfahren für eine erfindungsgemäße Bestrahlungsvor
richtung.
Bestrahlungsvorrichtungen, insbesondere für UV-Licht kommen in
der photochemischen Beeinflussung von Bestrahlungsobjekten zur
Anwendung. Wichtige Anwendungen sind die Aushärtung von Druck
farben, Klebstoffen und Beschichtungen sowie die Sterilisation
und die medizinische Bestrahlung. Insbesondere im Bereich der
Beschichtung von Holzplatten und Fußbodenbelägen werden UV-Be
strahlungsvorrichtungen mit sehr hohen Bestrahlungsleistungen
eingesetzt. Die Bestrahlungsbreite kann bis zu mehreren Metern
betragen.
Als Strahlungsquellen in UV-Bestrahlungsvorrichtungen kommen
vor allem Gasentladungslampen zum Einsatz, in denen durch das
Verdampfen von Metallen ein Plasma erzeugt wird. Die Lampen
bestehen dabei im wesentlichen aus einem röhrenförmigen Glas
körper, zwei Elektroden, zwei Folieneinschmelzungen sowie zwei
Sockeln. Je nach Lampentyp betragen die Betriebstemperaturen
am Glaskörper zwischen 700°C und 900°C.
Alle bekannten langgestreckten UV-Bestrahlungsvorrichtungen
weisen eine an beiden Enden aufgehängte Strahlungsquelle auf,
die teilweise von einem Reflektor umgeben sein kann.
Die Strahlungsquellen sind derart gestaltet, dass die vom Glas
absorbierte Energie durch freie Konvektion und durch Strahlung
abgegeben wird. Ein Gleichgewicht zwischen der absorbierten
und der abgegebenen Energiemenge würde sich bei einer Tempera
tur des Glaskörpers von etwa 800°C einstellen. In der Praxis
behindern aber die Reflektoren und das Gehäuse der UV-Bestrah
lungsvorrichtung diesen Zustand. Es kommt zu Reflexion von
Wärmestrahlung und teilweise sogar zu Hitzestaus in der Nähe
der Strahlungsquelle.
Um dieses Problem zu lösen wird versucht, durch verbesserte
Luftkühlsysteme die Temperatur der Strahlungsquelle in dem op
timalen Betriebsbereich einzustellen. Nachteilig ist dabei
allerdings, dass selbst bei einer optimalen Kühlung der frei
hängenden, dass heißt lediglich endseitig gehaltenen Strah
lungsquelle ab einer kritischen elektrischen Energie in Kombi
nation mit einer kritischen Baulänge die Temperatur des Glas
körpers so hoch wird, dass sich alle bekannten Strahlungs
quellen mit der Schwerkraft verformen. Dieses Durchhängen ist
bei allen Bestrahlungsquellen, nicht nur UV-Bestrahlungs
quellen zu beobachten. Aufgrund von Kriechvorgängen des Glas
körpers, dessen Betriebstemperatur kurz vor dem plastischen
Zustand des Materials liegt, verformen sich alle derartigen
Strahlungsquellen mehr oder weniger schnell. Diese Eigenschaft
wird bereits bei der Konzeption der Gehäuseform und dem Ab
stand zum zu bestrahlenden Objekt berücksichtigt. Wird die
Verformung allerdings zu stark, so kann das in der Lampe ent
standene Plasma punktuell in Kontakt zum Glaskörper kommen.
Der Kontakt führt zu einer Überhitzung und damit zur Zerstö
rung des Glaskörpers der Bestrahlungsquelle.
Um die Verformungen zu reduzieren ist es daher nach dem Stand
der Technik erforderlich, die Baulänge von Bestrahlungsvor
richtungen, insbesondere UV-Bestrahlungsvorrichtungen und
gleichzeitig bei größeren Baulängen die elektrische Leistung
der Lampe zu reduzieren. Für große Bestrahlungsbreiten müssen
nach dem Stand der Technik mehrere Bestrahlungsvorrichtungen
nebeneinander angeordnet werden.
Aus der DE 198 10 455 C2 ist eine gattungsgemäße
Bestrahlungsvorrichtung bekannt, die eine wirksame Trennung
der UV- von der IR-Strahlung ermöglicht und bei der
gleichzeitig durch kurze Strahlungswege eine hohe UV-
Intensität erzielt wird, indem unter der Strahlungsquelle eine
Barriere mit einer UV-Reflexionsschicht angeordnet ist, die
die von der Strahlungsquelle emittierte UV-Strahlung durch die
Strahlungsquelle hindurch auf dahinter angeordnete Reflektoren
reflektiert und den Strahlengang auf das zu bestrahlende
Objekt zumindest teilweise ausblendet. Die IR-Strahlung wird
von der Barriere zumindest teilweise absorbiert. Zwischen der
Strahlungsquelle und der Barriere angeordnete Stützkörper
erlauben bei derartigen Bestrahlungsvorrichtungen den Einsatz
von Strahlungsquellen mit einer Länge bis zu 4 Meter, in dem
sie die Durchbiegung verhindern.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine Bestrahlungsvorrichtung,
insbesondere UV-Bestrahlungsvorrichtung zu schaffen, die grö
ßere Bestrahlungsbreiten ohne eine Verformung der Strahlungs
quelle ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer Bestrahlungsvorrichtung der ein
gangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass mindestens eine der
Strahlungsquellen in der Bestrahlungsvorrichtung um ihre
Längsachse drehbar angeordnet ist.
Die Drehung der Strahlungsquelle um ihre Längsachse gleicht
den Einfluss der Schwerkraft auf die Kriechvorgänge im Mate
rial der Strahlungsquelle aus. Da sich die Betriebstemperatu
ren mit vertretbarem Kühlungsaufwand nur um eine gewisses Maß
reduzieren lassen, basiert die Erfindung auf der Eliminierung
der schädlichen Auswirkungen der auf die Strahlungsquelle ein
wirkenden Kräfte, in dem sich durch die Drehung die Richtung
der an dem Material angreifenden Schwerkraft ständig verändert
wird.
Bei freier Konvektion ist die Temperatur an der Oberseite der
Strahlungsquelle höher als an deren Unterseite, da die Ober
seite durch die nach oben strömende Luft stärker erwärmt wird.
Dadurch kann es an der Oberseite zu lokalen Überhitzungen
kommen, die die Strahlungsquelle zerstören können. Um diese
Zerstörungen zu vermeiden, werden die Strahlungsquellen nach
der kritischen Temperatur an der Oberseite ausgelegt. In dem
die Lampe gedreht wird, kann sie bei höherer spezifischer
Leistung betrieben werden, da stets wechselnde Bereiche den
höchsten Temperaturen ausgesetzt sind.
Gemäß der Erfindung ist es möglich, dass in einer Bestrah
lungsvorrichtung mehrere Strahlungsquellen achsparallel zuein
ander angeordnet sind, von denen wenigstens eine drehbar um
ihre Längsachse angeordnet ist. Vorteilhafterweise sind jedoch
sämtliche in der Bestrahlungsvorrichtung angeordneten Strah
lungsquellen drehbar. In dem zuletzt genannten Fall sind die
Strahlungsquellen vorteilhafterweise mit einem gemeinsamen An
trieb verbunden. Die Verbindung erfolgt beispielsweise über
ein Riemen- oder ein Planentengetriebe.
Um Beschädigungen des regelmäßig aus Glas bestehenden Körpers
der Strahlungsquelle zu vermeiden, werden die beiden Enden je
der drehbaren Strahlungsquelle in einer drehbar gelagerten
Aufnahme gehalten und mindestens eine der beiden Aufnahmen je
der Strahlungsquelle ist mit einem Antrieb verbunden. Sind
beide Aufnahmen einer Strahlungsquelle mit einem Antrieb ver
bunden, lässt sich eine Torsion des Körpers der Strahlungs
quelle durch das Antriebsmoment weitgehend verhindern. Der An
trieb für die Drehung der Strahlungsquellen kann beispiels
weise pneumatisch, elektrisch oder auch manuell erfolgen. Bei
kurzen Strahlungsquellen bis etwa 2 m Länge genügt es jedoch,
wenn der Antrieb lediglich an einem Ende angreift.
Insbesondere bei lediglich in einer vorgegebenen Richtung dre
henden Strahlungsquellen ist es vorteilhaft, die für deren Be
trieb erforderlichen Energie kontaktlos zuzuführen, beispiels
weise über elektromagnetische Strahlung (Mikrowellenanregung).
Alternativ ist eine herkömmliche Energieversorgung über
Schleifkontakte möglich.
Bei Drehung der Strahlungsquelle mit regelmäßiger Richtungsän
derung kann die elektrische Energie auch über flexible Kabel
erfolgen, vorausgesetzt die Drehwinkel in entgegengesetzter
Richtung halten sich die Waage.
Aus der DE 199 16 474 A1 ist eine Bestrahlungsvorrichtung mit
einer langgestreckten Strahlungsquelle zur Bestrahlung von
Objekten mit UV-Strahlung bekannt, deren Gehäuse eine auf das
zu bestrahlende Objekt ausgerichtete Austrittsöffnung
aufweist. Zur Wärmeabfuhr weist die Vorrichtung ein Kühlsystem
auf, in welchem ein Kühlgasstrom zur Umlaufkühlung der
Strahlungsquelle im Gehäuseinneren mittels Gebläse zwangsweise
umgewälzt und über einen Wärmetauscher rückgekühlt wird. Das
Gebläse wird durch mehrere über die Länge der Strahlungsquelle
verteilt angeordnete Radiallüfter gebildet, deren Lüfterachsen
senkrecht zur Strahlungsquelle ausgerichtet sind. Das über
einen seitlichen Kanal einströmende Kühlgas umspült zunächst
den Mantel der Strahlungsquelle und strömt dann über einen
Längsspalt im Scheitelbereich des oberhalb der
Strahlungsquelle angeordneten Reflektors in eine dem Gebläse
vorgeschaltete Ansaugkammer.
Nachteilig bei diesem Kühlsystem ist, dass mehrere über die
Länge der Strahlungsquelle verteilt angeordnete Radiallüfter
zur wirksamen Kühlung erforderlich sind. Außerdem kann die aus
deren senkrechter Anordnung resultierende Bauhöhe den Einsatz
der Bestrahlungsvorrichtung unter beengten Platzverhältnissen
erschweren oder sogar ausschließen.
Ausgehend von einer Bestrahlungsvorrichtung zur Bestrahlung
von Objekten mit elektromagnetischer Strahlung, mit einem
Gehäuse, das eine auf das zu bestrahlende Objekt ausgerichtete
Austrittsöffnung für die elektromagnetische Strahlung
aufweist, mindestens einer in dem Gehäuse angeordneten
langgestreckten Strahlungsquelle für die elektromagnetische
Strahlung, wobei die Bestrahlungsvorrichtung mindestens einen
Zuführungskanal und mindestens ein Abzugskanal für Kühlgas
aufweist, die Kanäle jeweils eine sich in Richtung der
langgestreckten Strahlungsquelle über deren Länge erstreckende
Kühlgasöffnung aufweisen wobei die Strahlungsquelle zwischen
dem Zuführungskanal und dem Abzugskanal angeordnet ist und
mindestens eine Gegenfläche die Strahlenquelle unter
Ausbildung eines sich in Richtung der Kühlgasöffnung des
Abzugskanals verjüngenden Spaltes teilweise umgibt, zeichnet
sich eine besonders effektive Kühlung für die langgestreckte
Strahlungsquelle dadurch aus, dass jeder Kanal von dem
Innenraum des Gehäuses der Bestrahlungsvorrichtung durch einen
Strömungswiderstand, insbesondere ein Sieb getrennt ist und
dass einer der Kanäle integraler Bestandteil einer
langgestreckten Barriere ist, die den direkten Strahlengang
von der Strahlungsquelle auf das zu bestrahlende Objekt
zumindest teilweise ausblendet.
Der sich verjüngende Spalt zwischen Strahlungsquelle und
Gegenfläche erhöht die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlgases
vom Eintritt in den Spalt bis zum Eintritt in den Abzugskanal.
Die Geschwindigkeitszunahme verhindert, dass sich die Strömung
von der Strahlungsquelle ablöst und stellt damit sicher, dass
auch die dem Zuführungskanal abgewandet Seite der Strahlungs
quelle ständig von Kühlgas überstrichen wird.
Vorzugsweise ist der Abzugskanal von der Austrittsöffnung für
die Strahlung betrachtet vor und der Zuführungskanal hinter
der Strahlungsquelle angeordnet. Die Kühlung der Strahlungs
quelle schafft eine zusätzliche Entlastung gegen Durchbiegung.
Das in den Zuführungskanal vorzugsweise an seiner Stirnseite
eingespeiste Kühlgas, insbesondere Luft, erzeugt in Verbindung
mit dem Sieb einen gleichmäßigen Überdruck über die gesamte
Länge der Strahlungsquelle. Das Sieb an dem Abzugskanal, der
vorzugsweise an seiner Stirnseite mit einem Unterdruckerzeuger
verbunden ist, vergleichmässigt den Unterdruck über die
gesamte Länge der Strahlungsquelle.
Eine verbesserte Kühlung der Unterseite der Strahlungsquelle
lässt sich erzielen, in dem insbesondere der Abzugskanal inte
graler Bestandteil der langgestreckten Barriere ist, die den
direkten Strahlengang von der Strahlungsquelle auf das zu
bestrahlende Objekt zumindest teilweise ausblendet, wobei jede
Gegenfläche zur Ausbildung des sich verjüngenden Spaltes von
der Oberfläche der Barriere oder von zwischen der Barriere und
der Strahlungsquelle angeordneten Reflektoren gebildet wird.
Die Oberfläche der Barriere oder der Reflektoren umgibt
teilweise die Strahlenquelle unter Ausbildung des sich in
Richtung der Kühlgasöffnung verjüngenden Spaltes. Der sich
verjüngende Spalt zwischen Strahlungsquelle und Barriere er
höht die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlgases vom Eintritt
in den Spalt bis zum Eintritt in den Abzugskanal.
Alternativ kann der Abzugskanal von der Austrittsöffnung für
die Strahlung betrachtet hinter der Strahlungsquelle angeord
net sein. Die hinter der Strahlungsquelle angeordneten Reflek
toren können als Gegenflächen die Strahlungsquelle unter Aus
bildung des sich in Richtung der Kühlgasöffnung verjüngenden
Spaltes teilweise umgeben.
Um ein Kräftegleichgewicht in dem Körper der Strahlungsquelle
zu erzeugen, kann die Drehung der Strahlungsquelle in zeit
lichen Abständen richtungsgeändert und/oder unterbrochen
werden. Eine Unterbrechung der Drehung mit Drehrichtungsän
derung ist zweckmäßig, wenn eine kontinuierliche Drehung uner
wünscht ist.
Wird die Drehrichtung der Strahlungsquelle jeweils nach einer
Teildrehung der Strahlungsquelle um mindestens 180° geändert,
so erfährt jeder Punkt des Körpers der Strahlungsquelle die
angreifende Schwerkraft einmal als positiven und einmal als
negativen Kraftvektor in annähernd gleicher Größe. Die bei ei
ner langsamen Drehung auftretenden Verformungen der Strah
lungsquelle stellen sich also immer wieder zurück. Vorteil
hafte Drehzahlen der Strahlungsquelle liegen im Bereich von
0,1 bis 0,2 U/s.
Um die Verformungen im Gleichgewicht zu halten, sollte die
Drehzahl der Strahlungsquelle nach dem Anfahren konstant
gehalten werden. Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Punkt
des Körpers der Strahlungsquelle für die gleiche Dauer dersel
ben Schwerkraft sowohl in negativer als auch in positiver
Richtung ausgesetzt wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a-c zwei Vorderansichten und eine Seitenansicht ei
nes ersten Ausführungsbeispiels einer erfin
dungsgemäßen UV-Bestrahlungsvorrichtung in
schematischer Darstellung,
Fig. 2a, b zwei weitere Vorderansichten der UV-Bestrah
lungsvorrichtung nach Fig. 1 in schematischer
Darstellung,
Fig. 2c eine Vorderansicht eines zweiten Ausführungs
beispiels einer erfindungsgemäßen UV-Bestrah
lungsvorrichtung in schematischer Darstellung,
Fig. 3a, b eine schematische Darstellung der Wirkungsweise
der Erfindung unter Berücksichtigung eines
Kühlluftstromes 3 sowie
Fig. 4a, b eine Vorderansicht eines dritten Ausführungs
beispiels einer erfindungsgemäßen UV-Bestrah
lungsvorrichtung mit einer besonders wirksamen
Kühlvorrichtung in schematischer Darstellung.
Fig. 1a) zeigt eine röhrenförmige, langgestreckte Strah
lungsquelle 1, die innerhalb eines Gehäuses 2 zwischen einem
Reflektor 3 und dem zu bestrahlenden Objekt 4 angeordnet ist.
Der in Fig. 1c) angedeutete Strahlenverlauf 5 geht teilweise
direkt von der Strahlungsquelle 1 und teilweise indirekt über
den Reflektor 3 auf das Objekt 4. Die Strahlungsquelle 1 ist
um ihre Längsachse 6 drehbar in dem Gehäuse 2 der Bestrah
lungsvorrichtung angeordnet. Die Enden 7 der Strahlungsquelle
werden von Aufnahmen 8 gehalten, die drehbar gelagert sind.
Der Antrieb für die Drehung der Strahlungsquelle 1 erfolgt
über die beiden Antriebe 9 und das darin integrierte, nicht
näher dargestellte Getriebe. Die durch den Pfeil 11 in den
Fig. 1a)-c) angedeutete Drehrichtung der Strahlungsquelle
ist mittels einer nicht dargestellten, an sich bekannten Um
kehrsteuerung änderbar.
Fig. 2a, b zeigen unterschiedliche Betriebsweisen der Be
strahlungsvorrichtung nach Fig. 1. In Fig. 2a) deutet der
Pfeil 12 eine ständige Drehung der Strahlungsquelle in einer
vorgegebenen Richtung mit einer konstanten Drehzahl von 0,1 U/s
an. In Fig. 2b) deutet der Pfeil 10 an, dass die Dreh
richtung jeweils nach einer Teildrehung der Strahlungsquelle
um mindestens 180° geändert wird. Fig. 2c) zeigt eine Be
strahlungsvorrichtung, in der insgesamt 3 Strahlungsquellen 1
gleichzeitig um ihre Längsachsen 6 drehen, wobei die Pfeile 13
andeuten, dass die Drehrichtung der Strahlungsquellen jeweils
nach einer Teildrehung um 180° geändert wird.
Fig. 3a) zeigt eine Bestrahlungsvorrichtung mit einem Zu
führungskanal 13 für Kühlluft. Bodenseitig besitzt der Zufüh
rungskanal 13 eine sich zumindest über die Länge der Strah
lungsquelle erstreckende Lufteinlassöffnung 15, die in das
Innere des Gehäuses 2 mündet. Die Lufteinlassöffnung 15 befin
det sich zweckmäßigerweise senkrecht oberhalb der Strahlungs
quelle 1. Der Kühlluftstrom 14 verlässt die Lufteinlassöffnung
15 in Richtung der Strahlungsquelle 1. Wird die Strahlungs
quelle 1 nicht gedreht, stellt sich an deren Oberseite eine
deutlich niedrigere Temperatur T1 als an deren Unterseite ein,
wo sich die Luftströmung 15 wieder von der Strahlungsquelle 1
ablöst. Dort herrscht die wesentlich höhere Temperatur T2.
Dieser Zusammenhang wird durch das Diagramm 16 wiedergespie
gelt, das die Zunahme der Temperatur über den halben Umfang
der Strahlungsquelle 1 von der Unterseite zur Oberseite dar
stellt.
Wird die Strahlungsquelle 1 kontinuierlich gedreht, wie es in
Fig. 3b) angedeutet ist, stellen sich wesentlich geringere
Temperaturdifferenzen zwischen der Ober- und Unterseite der
Strahlungsquelle 1 ein. In dem Diagramm 16 über die Tempera
turverteilung über den Umfang der kontinuierlich drehenden
Strahlungsquelle ist T1 die Temperatur auf der Ober- und T2
die Temperatur auf der Unterseite der Strahlungsquelle, wo
sich die Luftströmung ablöst.
Eine Bestrahlungsvorrichtung nach Fig. 4 weist eine wirksame
Kühlung für die Unter- und Oberseite der Strahlungsquelle 1
auf. Die in dem Beispiel als UV-Lampe ausgebildete Strahlungs
quelle 1 ist in dem Gehäuse 2 drehbar angeordnet. Eine
Schneckenwelle 17 des elektrischen Antriebs 9 kämmt mit einem
Zahnrad 18, das in einer zentralen Öffnung 19 eines der Enden
7 der Strahlungsquelle 1 aufnimmt.
Der Reflektor 3 besteht aus zwei sich über die gesamte Länge
der Bestrahlungsvorrichtung erstreckenden oberen Reflektorele
menten 20 sowie zwei unteren Reflektorelementen 21. Die beiden
oberen Reflektorelemente 20 enden im Bereich einer gedachten
Längsmittelebene durch die Bestrahlungsvorrichtung im Abstand
voneinander unter Ausbildung eines Lufteinlassschlitzes 22.
Auf der Oberseite des Gehäuses 2 befindet sich ein Zufüh
rungskanal 13 für die Kühlluft. Der Zuführungskanal 13 er
streckt sich zumindest über die gesamte Länge des Lufteinlass
schlitzes 22. Er weist an seiner Unterseite eine Kühlluftöff
nung 23 auf, die den Lufteinlassschlitz 22 überdeckt. Zwischen
dem Lufteinlassschlitz 22 und der Kühlluftöffnung 23 befindet
sich ein engmaschiges Strömungssieb 24.
An der rückwärtigen Stirnseite des Zuführungskanals 13 befin
det sich ein Einlass 25, über den die Kühlluft in den Zufüh
rungskanal 13 gelangt. Das Strömungssieb 24 vergleichmässigt
den Druck der Kühlluft über die gesamte Länge des Lufteinlass
schlitzes 22 und bewirkt damit eine gleichmäßige Kühlung der
Strahlungsquelle über deren gesamte Länge.
Die üblicherweise auftretende und anhand von Fig. 3 erläu
terte Ablösung der Kühlluft von der Strahlungsquelle 1 wird
bei der Bestrahlungsvorrichtung nach Fig. 4 wirksam durch ei
nen zusätzlichen Abzugskanal 28 verhindert. Der Abzugskanal 28
befindet sich von der Austrittsöffnung 29 für die Strahlung
betrachtet, vor der Strahlungsquelle 1 auf der gedachten
Längs-Mittel-Ebene durch die Bestrahlungsvorrichtung. Der Ab
zugskanal 28 ist integraler Bestandteil einer insgesamt mit 30
bezeichneten, langgestreckten Barriere, die den direkten
Strahlengang von der Strahlungsquelle 1 auf das zu bestrah
lende Objekt zumindest teilweise ausblendet. Zu diesem Zweck
besitzt die Barriere im Querschnitt bogenförmige Reflektor
elemente 31, die zusammen eine langgestreckte Mulde bilden,
die die Strahlungsquelle 1 teilweise an ihrer Unterseite um
gibt.
Die voneinander beabstandeten Reflektorelemente 31 bilden ei
nen Luftauslassschlitz 32, der sich über die gesamte Länge
der Strahlungsquelle 1 erstreckt. Der Luftauslassschlitz 32
ist durch ein weiteres Strömungssieb 33 von einer Kühlluftöff
nung 34 des Abzugskanals 28 getrennt. Die Kühlluftöffnung 34
erstreckt sich ebenfalls über die gesamte Länge der Strah
lungsquelle 1. Das Strömungssieb 33 bewirkt an dem Abzugskanal
28 ebenfalls eine Vergleichmäßigung der Druckverhältnisse,
allerdings hier des in dem Abzugskanal 28 herrschenden Unter
drucks. Der Unterdruck wird beispielsweise durch eine an der
rückwärtigen Stirnseite an einem Auslass 35 des Abzugskanals
28 angeschlossene, nicht dargestellte Vakuumpumpe erzeugt. Er
kann jedoch auch durch ein Gebläse erzeugt werden, dessen
Saugseite mit dem Abzugskanal und dessen Druckseite mit dem
Zuführungskanal verbunden ist. In dem auf diese Weise ge
schlossenen Kreislauf wird die Kühlluft zusätzlich gefiltert
und rückgekühlt.
Aus Fig. 4 ist erkennbar, dass die die Oberfläche der
Barriere bildenden Reflektorelemente 31 mit der Oberfläche der
Strahlungsquelle 1 einen sich in Richtung des Abzugskanals 28
verjüngenden Spalt 36 ausbilden. Infolgedessen wird der zu
beiden Seiten der Strahlungsquelle 1 in den Spalt 36 eintre
tende Kühlluftstrom 14 beschleunigt und damit dessen Ablösung
von der Strahlungsquelle 1 an deren Unterseite wirksam verhin
dert. Trotz dieser effektiven Kühlung der Unterseite der Be
strahlungsquelle 1 durch den in die Barriere integrierten Ab
zugskanal 28 kommt es infolge der Wärmeaufnahme des Kühlluft
stroms nach wie vor zu einer höheren Temperatur der Strah
lungsquelle 1 an deren Unterseite. Obwohl diese Temperatur
differenz deutlich geringer als bei einer Bestrahlungsvorrich
tung nach Fig. 3a ist, ist es zur weiteren Vergleichmäßigung
der Temperaturen zweckmäßig, die Strahlungsquelle drehbar anzuordnen
und während des Betriebs zu drehen, wie in Fig. 4a)
dargestellt.
Die beschriebene Kühlvorrichtung lässt sich jedoch auch in
Bestrahlungsvorrichtungen mit statisch angeordneten
Strahlungsquellen, wie in Fig. 4b) dargestellt, mit Vorteil
einsetzen.
1
Strahlungsquelle
2
Gehäuse
3
Reflektor
4
Objekt
5
Strahlenverlauf
6
Längsachse
7
Enden
8
Aufnahme
9
Antrieb
10
Pfeil
11
Pfeil
12
Pfeil
13
Zuführungskanal
14
Kühlluftstrom
15
Lufteinlassöffnung
16
Diagramm
17
Schneckenwelle
18
Zahnrad
19
-
20
Obere Reflektorelemente
21
Untere Reflektorelemente
22
Lufteinlassschlitz
23
Kühlluftöffnung
24
Strömungssieb
25
Einlass
26
Rohr
27
Innenwand
28
Abzugskanal
29
Austrittsöffnung
30
Barriere
31
Reflektorelemente
32
Luftauslassschlitz
33
Strömungssieb
34
Kühlluftöffnung
35
Auslass
36
Spalt
Claims (11)
1. Bestrahlungsvorrichtung zur Bestrahlung von Objekten mit
insbesondere ultravioletter und/oder infraroter und/oder
sichtbarer elektromagnetischer Strahlung mit einem Gehäuse,
das eine auf das zu bestrahlende Objekt ausgerichtete Aus
trittsöffnung für die elektromagnetische Strahlung auf
weist, mindestens einer in dem Gehäuse angeordneten langge
streckten Strahlungsquelle für die elektromagnetische
Strahlung, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der
Strahlungsquellen (1) in der Bestrahlungsvorrichtung um
ihre Längsachse (6) drehbar angeordnet ist.
2. Bestrahlungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass die beiden Enden (7) jeder drehbaren Strah
lungsquelle (1) in einer drehbaren Aufnahme (8) gehalten
werden und mindestens eine der beiden Aufnahmen (8) jeder
Strahlungsquelle (1) mit einem Antrieb (9) verbunden ist.
3. Bestrahlungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass mehrere Strahlungsquellen (1) mit einem
gemeinsamen Antrieb (9) verbunden sind.
4. Bestrahlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur kontaktlosen
Zufuhr der für den Betrieb der Strahlungsquelle (1) erfor
derlichen Energie aufweist.
5. Bestrahlungsvorrichtung zur Bestrahlung von Objekten mit
elektromagnetischer Strahlung, mit einem Gehäuse, das eine
auf das zu bestrahlende Objekt ausgerichtete
Austrittsöffnung für die elektromagnetische Strahlung
aufweist, mindestens einer in dem Gehäuse angeordneten
langgestreckten Strahlungsquelle für die elektromagnetische
Strahlung, wobei die Bestrahlungsvorrichtung mindestens
einen Zuführungskanal (13) und mindestens ein Abzugskanal
(28) für Kühlgas aufweist, die Kanäle jeweils eine sich in
Richtung der langgestreckten Strahlungsquelle (1) über
deren Länge erstreckende Kühlgasöffnung (23, 34) aufweisen
wobei die Strahlungsquelle (1) zwischen dem Zuführungskanal
(13) und dem Abzugskanal (28) angeordnet ist und mindestens
eine Gegenfläche die Strahlenquelle (1) unter Ausbildung
eines sich in Richtung der Kühlgasöffnung (34) des Abzugs
kanals verjüngenden Spaltes (36) teilweise umgibt, dadurch
gekennzeichnet, dass jeder Kanal von dem Innenraum des
Gehäuses (2) der Bestrahlungsvorrichtung durch einen
Strömungswiderstand (24, 33) getrennt ist und dass einer
der Kanäle (13, 28) integraler Bestandteil einer
langgestreckten Barriere(30) ist, die den direkten
Strahlengang von der Strahlungsquelle (1) auf das zu be
strahlende Objekt (4) zumindest teilweise ausblendet.
6. Bestrahlungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass jede Gegenfläche zur Ausbildung des
sich verjüngenden Spaltes (36) von der Oberfläche der
Barriere oder von zwischen der Barriere und der
Strahlungsquelle angeordneten Reflektoren gebildet wird.
7. Bestrahlungsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens eine der Strahlungsquellen
(1) in der Bestrahlungsvorrichtung um ihre Längsachse (6)
drehbar angeordnet ist.
8. Verfahren zum Betrieb einer Strahlungsvorrichtung nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehung der Strahlungsquelle in zeitlichen
Abständen richtungsgeändert und/oder unterbrochen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Drehrichtung jeweils nach einer Teildrehung der Strahlungs
quelle um mindestens 180° geändert wird.
10. Verfahren zum Betrieb einer Strahlungsvorrichtung nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Strahlungsquelle ständig in einer vorgegebenen
Richtung gedreht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass für die Strahlungsquelle eine
insbesondere konstante Drehzahl im Bereich von 0,1 bis 0,2 U/s
gewählt wird.
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