DE10144100C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Rohrpressverbindung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer RohrpressverbindungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rohrpressverbindung, bestehend aus einem Pressfittingelement, das mindestens einen im Querschnitt wulstartig ausgebildeten, ein Dichtelement aufnehmenden Abschnitt und einen daran anschließenden der Einschubseite zugewandten und/oder der Einschubseite abgewandten, zylindrisch ausgebildeten Abschnitt aufweist. Hierbei wird mittels eines den Pressfitting umfassenden Presswerkzeuges eine unlösbare dichte Rohrpressverbindung gebildet. Beim Schließen des mindestens zwei Pressbacken aufweisenden Presswerkzeuges wird die Ringwulst, einschließlich des darin eingelegten Dichtelementes, ausschließlich axial zusammengepresst, wobei die Pressbacken radial aufeinander zu gefahren werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Rohrpressverbindung,
bestehend aus einem Pressfittingelement und einem darin eingeschobenen Leitungsrohr,
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Pressfittinge für Sanitär und Heizung aus Kohlenstoffstahl oder hochlegiertem Stahl sowie
aus Kupfer sind bekannt (siehe Prospekte: mapress mannesmann pressfitting-system,
Lieferprogramm Sanitär Heizung, September 1998 sowie mapress Kupfer, 03/1999).
Kernstück des Pressfitting-Systems ist ein aus einem Rohrabschnitt hergestellter
plastisch verformbarer Pressfitting, der vorzugsweise als Muffe, Bogen, T-Stück oder
Reduzierstück ausgebildet ist.
Aus der DE 11 87 870 A ist ein Verfahren zur Herstellung einer Rohrpressverbindung
bestehend aus einer plastisch verformbaren metallischen Kupplungshülse, vorzugsweise
aus Stahl, bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren wird die Kupplungshülse durch
Formpressen erzeugt. Alternativ kann die Kupplungshülse ausgehend von einem nicht
spezifizierten Ausgangsmaterial durch Drehen erzeugt werden.
Die erzeugte Kupplungshülse ist charakterisiert durch einen hakenförmig, im Querschnitt
nahezu dachartig ausgebildeten, einen Runddichtring aufnehmenden Bereich und einen
daran anschließenden, der Einschubseite des mit der Kupplungshülse zu verbindenden
Stahlrohres abgewandten zylindrischen Bereich.
Mittels zweier Pressbacken wird nach dem Ansetzen und Schließen der Pressbacken
eine unlösbare, dichte Rohrpressverbindung gebildet, wobei während des Verpressens
die Pressbacken sowohl auf den hakenförmig ausgebildeten Bereich einschließlich des
darin eingelegten Runddichtringes, als auch auf den der Einschubseite abgewandten
zylindrisch ausgebildeten Abschnitt der Kupplungshülse einwirken. Die Einwirkung ist
charakterisiert durch eine ausschließliche Durchmesserverringerung beider
kontaktierender Bereiche. Nachteilig dabei ist, dass der eingekammerte Runddichtring bei
dieser Art der Verpressung nur geringfügig zusammengepresst wird, so dass die
Abdichtung nur für geringe Drücke ausreichend ist.
In der DE 100 29 479 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Rohrpressverbindung
offenbart, bei dem mittels eines das Pressfittingelement - charakterisiert durch einen
hakenförmig, im Querschnitt nahezu dachartig ausgebildeten, einen Runddichtring
aufnehmenden Bereich und einen daran anschließenden zylindrischen Bereich -
zusammen mit einem darin eingeschobenen Leitungsrohr umfassenden, mindestens zwei
Pressbacken aufweisenden Presswerkzeuges nach dem Ansetzen und Schließen der
Pressbacken, eine unlösbare und dichte Pressverbindung zwischen dem
Pressfittingelement und dem Leitungsrohr gebildet wird.
Während des Verpressens wirken die Pressbacken sowohl auf den hakenförmig ausgebil
deten Bereich einschließlich des darin eingelegten Runddichtringes, als auch auf den der
Einschubseite abgewandten zylindrisch ausgebildeten Abschnitt des
Pressfittingelementes in der Weise ein, dass der Scheitelbereich des hakenförmig
ausgebildeten Bereiches überwiegend im Durchmesser verringert und die an den
Scheitelbereich angrenzenden Bereiche aufeinander zugedrückt werden.
Durch diese Art der Umformung wird das Volumen der Ringwulstkammer reduziert. Da
durch wird das eingekammerte Dichtelement vorgespannt, so dass es auf dem in den
Pressfitting eingeschobenen Leitungsrohr als auch in der Ringwulst abdichtet.
Der Nachteil dieses bekannten Verfahrens liegt darin, dass es durch die Umformung der
Ringwulst aufgrund der Relativbewegungen zwischen Pressbacken und Pressfitting und
aufgrund der eher tangential erfolgenden Verpressung zu Materialanhäufungen, Graten
oder Fältelungen kommt. Hierdurch entsteht bei der Installation für den Monteur eine er
höhte Verletzungsgefahr. Im Extremfall kann es sogar zu Anrissen im Pressfitting
kommen, die ein Undichtwerden des Pressfittings begünstigen. Zudem ist bei dieser Art
der Verpressung aufgrund der hohen Reibkraft zwischen Pressfitting und Pressbacken
eine relativ große Verpresskraft erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer Rohrpressverbindung
anzugeben, bei dem die zuvor geschilderten Nachteile vermieden werden.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit dem kennzeichnenden
Merkmal des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens sind Bestandteil von Unteransprüchen.
Nach der Lehre der Erfindung werden beim Schließen des mindestens zwei Pressbacken
aufweisenden Presswerkzeuges die Ringwulst, einschließlich des darin eingelegten Dicht
mittels, ausschließlich axial zusammengepresst, wobei die Pressbacken radial
aufeinander zu gefahren werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Presswerkzeug als
Zange mit zwei oder drei schwenkbar darin gelagerten Pressbacken oder als sogenannte
Pressschlinge ausgebildet ist.
Bei der radialen Bewegung der Pressbacken wandelt das auf die Ringwulst einwirkende
Element diese in eine axiale Bewegung um, wobei die axiale Krafteinleitung im
Fussbereich der Ringwulst einsetzt und zunehmend weitere Bereiche in Richtung
Scheitelbereich erfasst
Der geschilderten Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, dass es für die Dichtheit der
Rohrpressverbindung zwischen Dichtelement und Leitungsrohr einerseits und zwischen
Pressfitting und Dichtelement andererseits jeweils zu einer mindestens linienförmigen
Berührung kommt. Je höher die dabei erreichte Flächenpressung zwischen den Dichtpart
nern ist, desto höher ist der Druck, dem die Verbindung standhält.
Beim ausschließlichen axialen Zudrücken der Ringwulst kommt es durch die Inkompressi
bilität des Dichtelementes zu einer Ausdehnung des Dichtelementes in radiale Richtung.
Da die radiale Ausdehnung nach außen hin durch die Ringwulst, die im wesentlichen als
starr angesehen werden kann, behindert wird, erfolgt die gesamte radiale Ausdehnung
des Dichtelementes in Richtung auf das Leitungsrohr. Dadurch wird die erforderliche
Flächenpressung zwischen Leitungsrohr und Dichtelement
einerseits und zwischen Dichtelement und Ringwulst andererseits erreicht. Die
zusätzliche Verpressung in der Festigkeitsebene bleibt davon unberührt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens vorgeschlagen. Sie besteht in bekannter Weise aus einem Presswerkzeug mit
mindestens zwei radial aufeinander zu fahrbaren Pressbacken. Erfindungsgemäß ist in
einer nutartigen Ausnehmung der Pressbacke mindestens ein vorzugsweise zwei
Elemente angeordnet, die eine Umwandlung der radialen Bewegung der Pressbacken in
ein axiales Zusammendrücken der Ringwulst bewirken. Vorzugsweise wird dies durch
eine Keilform der zusammenwirkenden Flächen erreicht. Damit die Elemente nicht lose in
der Pressbacke liegen und damit für den Monteur schwer zu handhaben wären, wird
weiterbildend vorgeschlagen, diese radial beweglich, z. B. durch Federn in der
Pressbacke, zu fixieren. Die an der Ringwulst zur Anlage kommenden Flächen der
Elemente können gerade oder konturiert sein. Im letzteren Fall kommt die Fläche des
Elementes von Beginn an nahezu vollständig an der Ringwulst zur Anlage. Je nachdem
ob die Ringwulst symmetrisch oder asymmetrisch ausgebildet ist, sind die beiden
einander gegenüberliegenden Elemente gleich oder verschieden.
Der Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens und der dazu gehörigen Vorrichtung ist darin
zu sehen, dass es beim Verpressen zu keinen Materialanhäufungen und Graten kommt
und die erforderliche Verpresskraft geringer ist.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung von in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Es
zeigen:
Fig. 1 in einer Teil-Längsansicht eine erfindungsgemäß ausgebildete Pressbacke
im Zusammenwirken mit einem Pressfittingelement und einem Leitungsrohr
nach dem Ansetzen der Pressbacken
Fig. 2 wie Fig. 1 nach dem Schließen der Pressbacken
Fig. 3 wie Fig. 1 aber mit einer anderen Ringwulstform
Fig. 4 wie Fig. 3 nach dem Schließen der Pressbacken
Fig. 5 wie Fig. 1 aber mit einer anderen Ausgestaltung des
Pressfittingelementes
Fig. 6 wie Fig. 5 nach dem Schließen der Pressbacken
Fig. 1 zeigt in einer Teil-Längsansicht eine erfindungsgemäß ausgebildete
Pressbacke 1, die in bekannter Weise zur Bildung der Festigkeitsebene einen Presssteg 2
aufweist. Abweichend von der bekannten Konstruktion ist die hier dargestellte
Pressbacke 1 mit einer nutartigen Ausnehmung 3 versehen, in der radial beweglich zwei
halbkreisförmige Elemente 4, 5 angeordnet sind.
Zur Umwandlung der radialen Bewegung der Pressbacke 1 - hier gekennzeichnet durch
einen dicken Pfeil 6 - in eine axiale Bewegung der Elemente 4, 5 - hier gekennzeichnet
durch zwei kleine Pfeile 7, 8 - sind die der Pressbacke 1 zugewandten Flächen 9, 10 der
Elemente 4, 5 im Querschnitt keilförmig ausgebildet. Die damit zusammenwirkenden Flä
chen 11, 12 der nutartigen Ausnehmung 3 sind im Querschnitt ebenfalls keilförmig aus
gestaltet. Damit die Elemente 4, 5 nicht lose in der Pressbacke 1 liegen, sind diese bei
spielhaft durch je eine Feder 13, 13' in der nutartigen Ausnehmung 3 fixiert.
Verpresst werden soll in diesem Ausführungsbeispiel ein Pressfittingelement 14 mit einer
ein Dichtelement 15 aufnehmenden Ringwulst 16 und einem daran anschließenden zylin
drisch ausgebildeten Abschnitt 17, der mit einem Absatz 18 übergeht in einen zweiten
zylindrisch ausgebildeten Abschnitt 19. Dieses Pressfittingelement 14 kann Teil einer
Muffe, eines Bogens, eines Reduzierstückes oder eines T-Stückes sein. Am Absatz 18
kommt das in das Pressfittingelement 14 eingeschlossene Leitungsrohr 20 zur Anlage.
Die mit der Ringwulst 16 in Kontakt tretenden Flächen 21, 22 der Elemente 4, 5 sind in
diesem Ausführungsbeispiel konturiert und der äußeren Kontur der Ringwulst 16 ange
passt. Im Falle einer asymmetrischen Ausbildung der Ringwulst 16, wie hier dargestellt,
sind die beiden einander gegenüberliegenden Elemente 4, 5 verschieden.
Das Pressverfahren läuft in der Weise ab, dass das hier nicht dargestellte Presswerkzeug
soweit geöffnet wird, dass die Pressbacke 1 mitsamt der Elemente 4, 5 über die Ring
wulst 16 geschoben werden kann. Beim Ansetzen der Pressbacke 1 rutschen die Ele
mente 4, 5 radial in Richtung Längsachse 23, so dass in der Teilungsebene bezüglich der
Elemente 4, 5 und der hier nicht dargestellten Elemente der zweiten Pressbacke kein
Spalt entsteht.
Mit Beginn der Verpressung wird die Pressbacke 1 radial zugefahren, hier kenntlich ge
macht durch den Pfeil 6. Durch die Keilwirkung der zusammenwirkenden Flächen 9, 10,
11, 12 werden die Elemente 4, 5 axial aufeinander zu gefahren, hier kenntlich gemacht
durch die Pfeile 7, 8. Gleichzeitig wird die Ringwulst 16 axial zusammengedrückt und
damit das darin eingekammerte Dichtelement 15 komprimiert. Da die Ringwulst 16 in
radialer Richtung als ein starres Gebilde angesehen werden kann, hat das
Dichtelement 15 nur noch die Möglichkeit in Richtung Leitungsrohr 20 auszuweichen. Die
dadurch erzeugte Flächenpressung des kontaktierenden Umfanges des
Dichtelementes 15 auf dem Leitungsrohr 20 bildet die Dichtigkeitsebene. Unabhängig
davon wird durch das Einwirken des Pressstegs 2 auf den zylindrisch ausgebildeten
Abschnitt 17 des Pressfittingelementes 14 sowie des darunter liegenden Abschnittes des
Leitungsrohres 20 die Festigkeitsebene gebildet. Sobald die beiden Pressbacken
geschlossen sind, ist die Verpressung beendet und die Pressbacken werden wieder
auseinander gefahren bzw. auseinander geklappt.
In Fig. 2, die das Ende der Verpressung darstellt, ist die starke Verformung des
Dichtelementes 15 insbesondere in radialer Richtung gut zu erkennen.
Fig. 3 zeigt im gleichen Teil-Längsschnitt ein zweites Beispiel der Bildung einer Rohr
pressverbindung, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen gewählt worden sind. In
diesem Ausführungsbeispiel weist das Pressfittingelement 24 eine nahezu symmetrisch
ausgebildete Ringwulst 25 auf. Dementsprechend sind auch die beiden Elemente 4, 4'
sowie die mit der Ringwulst 25 in Kontakt tretenden Flächen 21, 22' der Elemente 4, 4'
symmetrisch ausgebildet. Die übrige Anordnung ist deckungsgleich mit der in Fig. 2
dargestellten Ausführungsform, so dass sich eine Wiederholung erübrigt. Unterschiedlich
ist noch, dass die Pressbacke 1' mit einem zweiten Presssteg 2' versehen ist, so dass die
Pressbacke 1' auch anders herum aufgesetzt werden kann.
In Fig. 4 ist der Zustand nach der Verpressung dargestellt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 5 bzw. Fig. 6 dargestellt. In diesem
Ausführungsbeispiel ist das Pressfittingelement 26 ebenfalls mit einer symmetrisch
ausgebildeten Ringwulst 25 versehen, an die sich in Einschubrichtung des
Leitungsrohres 20 ein weiterer zylindrisch ausgebildeter Abschnitt 27 anschließt. Die
übrige Anordnung entspricht dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel.
Fig. 6 zeigt den Zustand nach der Verpressung.
1
,
1
' Pressbacke
2
,
2
' Presssteg
3
Ausnehmung
4
,
4
',
5
halbkreisförmiges Element
6
Pfeil
7
,
8
voll ausgemalter Pfeil
9
,
10
der Pressbacke zugewandte Fläche der Elemente
11
,
12
Flächen der Ausnehmung
13
,
13
' Feder
14
Pressfittingelement
15
Dichtelement
16
Ringwulst (asymmetrisch)
17
erster zylindrisch ausgebildeter Abschnitt
18
Absatz
19
zweiter zylindrisch ausgebildeter Abschnitt
20
Leitungsrohr
21
,
22
,
22
' der Ringwulst zugewandte Fläche der Elemente
23
Längsachse
24
Pressfittingelement
25
Ringwulst (symmetrisch)
26
Pressfittingelement
27
dritter zylindrisch ausgebildeter Abschnitt
Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung einer Rohrpressverbindung bestehend aus einem Press
fittingelement, das mindestens einen im Querschnitt wulstartig ausgebildeten, ein .
Dichtelement aufnehmenden Abschnitt und einen daran anschließenden der Ein
schubseite zugewandten und/oder der Einschubseite abgewandten, zylindrisch
ausgebildeten Abschnitt aufweist, wobei der der Einschubseite abgewandte zylin
drisch ausgebildete Abschnitt einen sich nach innen erstreckenden Absatz
aufweist und in einen daran anschließenden zylindrisch ausgebildeten Abschnitt
übergeht und einem Leitungsrohr, dessen glatt ausgebildeter Endbereich nach
Einschub in den Pressfitting am Absatz des ersten zylindrisch ausgebildeten
Abschnittes zur Anlage kommt, um mittels eines den Pressfitting umfassenden
Presswerkzeuges eine unlösbare dichte Rohrpressverbindung zu bilden, wobei
während des Verpressens das Presswerkzeug sowohl auf die Ringwulst,
einschließlich des darin eingelegten Dichtelementes, als auch auf den der
Einschubseite zugewandten und/oder abgewandten zylindrisch ausgebildeten
Abschnitt des Pressfittings einwirkt
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Schließen des mindestens zwei Pressbacken aufweisenden Presswerk
zeuges die Ringwulst, einschließlich des darin eingelegten Dichtelementes, aus
schließlich axial zusammengepresst werden, wobei die Pressbacken radial aufein
ander zu gefahren werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass die radiale Bewegung der Pressbacken in eine axiale Bewegung eines auf
die Ringwulst einwirkenden Elementes umgewandelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die axiale Krafteinleitung im Fußbereich der Ringwulst einsetzt und zuneh
mend weitere Bereiche in Richtung Scheitelbereich erfasst.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die axiale Krafteinleitung von Anbeginn an einen möglichst großen Bereich
der Ringwulst erfasst.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus
einem Presswerkzeug mit mindestens zwei radial aufeinander zu fahrbaren
Pressbacken,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer nutartigen Ausnehmung (3) der Pressbacke (1, 1') mindestens ein
halbkreisförmiges, eine Umwandlung der radialen Bewegung (6) der Pressba
cke (1, 1') in ein axiales Zusammendrücken (7, 8) der Ringwulst (16, 25) bewirken
des Element (4, 4', 5), angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Pressbacke (1, 1') zwei rechts und links neben der Ringwulst (16, 25)
zur Anlage kommende Elemente (4, 4', 5) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6
dadurch gekennzeichnet,
dass das (die) Element(e) radial nachgebend in der nutartigen Ausnehmung (3)
befestigt ist (sind).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5-7
dadurch gekennzeichnet,
dass im Querschnitt gesehen die nutartige Ausnehmung (3) trapezartig ausgebildet ist
und die schrägliegenden Flächen (9, 10) der Elemente (4, 4', 5) mit den komple
mentär schrägliegenden Flächen (11, 12) der nutartigen Ausnehmung (3) zusammen
wirken.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5-8
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Ringwulst (16, 25) kontaktierende Fläche des Elementes gerade ist
und senkrecht zur Längsachse (23) liegt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5-8
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Ringwulst (16, 25) kontaktierende Fläche (21, 22, 22') des
Elementes (4, 4', 5) eine der Kontur der Ringwulst (16, 25) angenäherte Kontur
aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 10
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer symmetrischen Ausbildung der Ringwulst (25) die beiden Elemente
(4, 4') gleich sind.
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