DE10145433C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Fehlerüberwachung von Komponenten von Schienenfahrzeugen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Fehlerüberwachung von Komponenten von SchienenfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung
des Fahrverhaltens eines Schienenfahrzeug-Fahrwerkes.
Es ist bekannt, dass beim bestimmungsgemäßen Einsatz von Schienen
fahrzeugen das Fahrwerk der Schienenfahrzeuge einen so genannten
Sinus-Lauf erfährt. Hierbei wird das Fahrwerk abhängig von der Fahrge
schwindigkeit aufgrund einwirkender äußerer Einflüsse und selbsttätiger
Rückstellkraft seitlich zur Fahrtrichtung ausgelenkt. Um eine Stabilisierung
des Fahrwerks zu erreichen, ist bekannt, dass - insbesondere bei Hoch
geschwindigkeitszügen - die Wagenkästen über so genannte Schlinger
dämpfer mit dem Drehgestellrahmen verbunden sind. Diese Schlinger
dämpfer dienen der Fahrstabilisierung, insbesondere der Unterdrückung
des so genannten Sinus-Laufes.
Zur Erhöhung des Fahrkomforts beziehungsweise zur Gewährleistung ei
ner notwendigen Fahrsicherheit sind den Wagenkästen in Fahrtrichtung
links und rechts angeordnete Schlingerdämpfer zugeordnet, die eine im
Wesentlichen gleiche Schlingerdämpferkraft aufbringen müssen. Abwei
chungen der Schlingerdämpferkräfte der links beziehungsweise rechts
angeordneten Schlingerdämpfer führen zu einer verminderten Kompensa
tion des Sinus-Laufes und somit zu einer Verringerung der Fahrstabilität
des Schienenfahrzeuges.
Die Schlingerdämpfer stützen sich einerseits an am Wagenkasten befes
tigten Schlingerdämpferkonsolen und andererseits an einem Drehgestell
rahmen ab. Ferner ist bekannt, zwischen den Drehgestellen und den Wagenkasten
ein Feder-/Dämpfersystem (sekundäres Feder-
/Dämpfersystem) anzuordnen. Dieses wird bei Hochgeschwindigkeitszü
gen üblicherweise von einem Luftbalg gebildet, über den der Wagenkas
ten auf den Drehgestellen aufliegt.
Aus der allgemeinen Messtechnik ist das Verfahren der Korrelationsanaly
se von Signalen bekannt. Beispielsweise findet ein solches Verfahren Er
wähnung in DE 198 27 271 A1. Dieses Dokument offenbart eine sensorge
stützte online-Erfassung von rad- und gleisbezogenen Daten, die während
der Zugfahrt mit Hilfe einer zeitlichen/geometrischen Korrelationsanalyse
auf einem "Drehgestellrechner" interpretiert werden. Die hierfür als Ein
gangswert erforderlichen Messwerte sollen durch Abstandsmessung zwi
schen Drehgestell und Schienen-Lauffläche, Drehzahlmessung der Ach
sen, Messung der Federeintauchtiefe und Körperschallsensoren generiert
werden. Dieses System ist jedoch zur Erkennung fataler Ereignisse (z. B.
Entgleisung, Radbruch etc.) ausgelegt. Es ist jedoch nicht möglich, die
Funktionsfähigkeit einzelner wichtiger Komponenten - wie z. B. der Schlin
gerdämpfer - im Sinne einer präventiven Diagnostik komponentenspezi
fisch mit hoher Diagnosequalität zu erfassen und kritische Komponenten
zustände vor Eintreten des vollständigen Versagens anzuzeigen. Eine
Übertragung dieses offenbarten Sensorsystems auf eine Diagnosevor
richtung ist nicht sinnvoll, da die Anordnung der messwerterfassenden
Sensorik im Bereich des Drehgestells oder der Radsatzlagerung die er
fassten Messwerte verfälscht. Durch die überlagerte Rotationsbewegung
des Drehgestells um den Drehzapfen leidet die Zuverlässigkeit und Taug
lichkeit eines solchen Diagnosesystems.
Es ist ferner in der Messtechnik allgemein bekannt, während des Einsat
zes von Schienenfahrzeugen auf einzelne Komponenten des Schienenfahrzeuges
einwirkende Schwingungen oder dergleichen mittels Be
schleunigungsaufnehmern zu erfassen. Beispielsweise seien hier die DE 195 02 670 C2
und WO 99/54704 A1 genannt.
Die DE 195 02 670 C2 offenbart eine Vorrichtung zur aktiven Fahrwerks
dämpfung, bei der ein parallel zur Laufradachse gemessenes Beschleuni
gungssignal zur Generierung eines Stellhubes vertikal zur Laufradachse
herangezogen wird. Die Messwerterfassung erfolgt durch Beschleuni
gungssensoren am Drehgestell. Damit soll die Aufgabe gelöst werden,
parallel zur Laufradachse auftretende Querschwingungen zu dämpfen.
Eine umfassende Diagnose des Fahrverhaltens des Laufwerkes und/o
der des Zustandes der Schlingerdämpfer ist damit jedoch nicht möglich.
Aus der WO 99/54704 A1 ist hingegen ein System zur Überwachung von
Schlingerdämpfern bekannt, bei dem den Schlingerdämpfern jeweils
Kraftsensoren zugeordnet sind, deren Signale ausgewertet werden. Fer
ner wird vorgeschlagen, Beschleunigungssensoren am Drehgestellrahmen
oder am Dämpfer selbst anzuordnen.
Beiden Lösungsansätzen (DE 195 02 670 C2 und WO 99/54704 A1) ist gemein
sam, dass die gewählte Messwerterfassung die ungünstigen und verfäl
schenden Einflüsse des um den Drehzapfen radial beweglichen Drehge
stells auf die Messwerte nicht kompensieren kann. Zusätzlich sind die am
Drehgestell installierte Sensorik und Verkabelung extrem hohen dynami
schen Belastungen ausgesetzt, was sich nachteilig auf die Lebensdauer
und Zuverlässigkeit der Systemkomponenten auswirkt.
So sind beispielsweise die ICE-Züge der Deutschen Bahn AG mit einem
Drehgestelldiagnosesystem ausgerüstet, das analog zur Lehre der DE 195 02 670 C2
die Querbeschleunigung am Fahrwerk verarbeitet. Die bishe
rige Betriebserfahrung hat jedoch gezeigt, dass hiermit aufgrund eines
erheblichen Einflusses des Oberbau-Zustandes auf das Messsignal eine
spezifische Schlingerdämpfer-Diagnose mit der geforderten Diagnosequa
lität nicht realisiert werden kann.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Überwachung des Fahrverhaltens von Schienenfahrzeug-
Fahrwerken zu schaffen, mittels der insbesondere Ereignisse eventueller
Funktionsbeschränkungen bis hin zu einem eventuellen vollständigen
Funktionsverlust an den zum Zwecke der Sekundärdämpfung zwischen
Drehgestell und Fahrzeugrahmen angebrachten Schlingerdämpfern diag
nostiziert werden. Im Vordergrund steht hierbei die Fehlerfrüherkennung.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den im An
spruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass das Beschleuni
gungsverhalten von wenigstens zwei, einem Wagenkasten des Schie
nenfahrzeuges zugeordneten Schlingerdämpferkonsolen überwacht wird,
indem die Beschleunigungswerte von vorzugsweise in Fahrtrichtung des
Schienenfahrzeuges links und rechts des Wagenkastens angeordneten
Schlingerdämpferkonsolen einerseits korreliert werden, und ein Korrelati
onskoeffizient mit wenigstens einem Schwellwert verglichen wird und bei
Überschreiten des wenigstens einen Schwellwertes eine Alarmmeldung
ausgelöst wird, und andererseits die Beschleunigungswerte einzeln einer
Signalanalyse, bevorzugt einem Vergleich mit wenigstens einem Refe
renzmuster, unterzogen werden, ist es vorteilhaft möglich, gezielt mehrere
Komponenten des Schienenfahrzeuges zu überwachen.
So können zum einen durch die Korrelationsanalyse frühzeitig eventuelle
Alterungserscheinungen und/oder Fehler an den Schlingerdämpfern er
kannt werden. Zum anderen lassen sich durch das individuelle Überwa
chen des Beschleunigungsverhaltens der Schlingerdämpferkonsolen die
Befestigungen und der Zustand der Schlingerdämpferkonsolen am Wa
genkasten überprüfen. Die Schlingerdämpferkonsolen sind mit dem Wa
genkasten kraftschlüssig verbunden, so dass diese keinerlei Relativbewe
gungen zueinander erfahren. Bei alterungsbedingter und/oder aufgrund
äußerer mechanischer Einflüsse bedingter Beeinträchtigung der kraft
schlüssigen Verbindung zwischen Schlingerdämpferkonsole und Wagenkasten
kann es zu Relativbewegungen der Schlingerdämpferkonsole und
Wagenkasten zueinander kommen. Diese gegebenenfalls auch geringfü
gigen Relativbewegungen von Schlingerdämpferkonsole und Wagenkas
ten zueinander führen zu einer Veränderung des Beschleunigungsverhal
tens der die defekte Befestigung aufweisenden Schlingerdämpferkonsole.
Durch Vergleich des Beschleunigungsverhaltens der Schlingerdämpfer
konsole mit einem Referenzmuster oder dem Beschleunigungsverhalten
der wenigstens einen weiteren Schlingerdämpferkonsole wird die Verän
derung des Beschleunigungsverhaltens detektiert, so dass auf einen
Fehler der Befestigung erkannt werden kann.
Schließlich ist zum Weiteren gleichzeitig die Überwachung des sekundä
ren Feder-/Dämpfersystems zwischen Wagenkasten und Drehgestellen
möglich. Dieses sekundäre Feder-/Dämpfersystem zwischen Wagenkas
ten und Drehgestellen führt zu einem gewollten gedämpften Schwin
gungsverhalten des Wagenkastens und beeinflusst auch das Beschleuni
gungsverhalten der Schlingerdämpferkonsolen, die am Wagenkasten be
festigt sind. Ein Fehler im sekundären Feder-/Dämpfersystem zwischen
Wagenkasten und Drehgestellen führt zu einem veränderten Schwin
gungsverhalten des Wagenkastens, das somit zu einem veränderten
Schwingungsverhalten der Schlingerdämpferkonsolen führt. Somit kann
über ein verändertes Beschleunigungsverhalten der Schlingerdämpfer
konsolen sehr vorteilhaft gleichzeitig das sekundäre Feder-
/Dämpfersystem zwischen Wagenkasten und Drehgestellen überwacht
werden.
Nach allem wird deutlich, dass durch einfache Überwachung des Be
schleunigungsverhaltens der Schlingerdämpferkonsolen gleichzeitig eine
Vielzahl von Komponenten des Schienenfahrzeuges, insbesondere der
Schlingerdämpfer, der Schlingerdämpferkonsolen und des sekundären
Feder-/Dämpfersystems zwischen Wagenkasten und Drehgestellen, ü
berwacht werden.
Bei der erfindungsgemäß vorgesehenen Überwachung wird ausgenutzt,
dass zur Dämpfung des Sinus-Laufes des Fahrwerks die links und rechts
angeordneten Schlingerdämpfer entgegengesetzte Dämpferkräfte erzeu
gen, die die entsprechende Auslenkung der beiden Schlingerdämpferkon
solen hervorrufen. Kommt es zu einer Änderung des Betrages und der
Richtung der Auslenkung einer Schlingerdämpferkonsole, relativ zu der
Auslenkung der anderen Schlingerdämpferkonsole, oder zu Referenz
mustern kann auf einen Fehler mindestens eines Schlingerdämpfers, der
Schlingerdämpferkonsole selber oder des sekundären Feder-
/Dämpfersystems zwischen Wagenkasten und Drehgestellen geschlossen
werden. Mittels der Schwingungsanalyse, insbesondere der Korrelations
analyse, lassen sich die von den jeweils zugeordneten linken und rechten
Schlingerdämpferkonsolen gelieferten Beschleunigungssignale in einfa
cher und sicherer Weise auswerten. Durch Festlegung des wenigstens
einen Schwellwertes und/oder des wenigstens einen Referenzmusters
kann ein Fehler frühzeitig erkannt werden, so dass rechtzeitig Maßnah
men, beispielsweise Austausch oder Reparatur des betroffenen Schlin
gerdämpfers und/oder der betroffenen Schlingerdämpferkonsole und/oder
des betroffenen sekundären Feder-/Dämpfersystems, eingeleitet werden
können.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kor
relationsanalyse der von den beiden - linken und rechten - Schlinger
dämpferkonsolen gelieferten Beschleunigungswerte in aufeinander fol
genden Zeitfenstern überwacht wird. Hierdurch lässt sich vorteilhaft die
Korrelationsanalyse mit Beginn jedes Zeitfensters neu starten. Ferner ist
bevorzugt, wenn die Breite des Zeitfensters geschwindigkeitsabhängig
variiert wird. Hierdurch lässt sich die Genauigkeit der Korrelationsanalyse
bei niedrigen Geschwindigkeiten erhöhen. Bei höheren Geschwindigkeiten
der Schienenfahrzeuge wird die Breite der Zeitfenster bevorzugt verrin
gert, um eine schnelle Auswertung und damit kurze Reaktionszeiten zu
gewährleisten.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Korrelationsanalyse der wenigstens zwei Signale mit überlappenden
Zeitfenstern durchgeführt wird. Hierdurch wird erreicht, dass eine fortlau
fende Überwachung sichergestellt ist, so dass auch plötzlich auftretende
Beschädigungen unmittelbar erkannt werden können. Die Überlappung
der Zeitfenster sichert, dass bei gleich langem Reaktionszeitintervall mehr
Messdaten ausgewertet werden können.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die innerhalb eines Zeitfensters gelieferten Signale mit einer Abtastfre
quenz abgetastet werden, die vorzugsweise variabel einstellbar ist. Hier
durch wird möglich, die Abtastrate dem Frequenzbereich des Schwin
gungsverhaltens der Schlingerdämpferkonsolen, gegebenenfalls ge
schwindigkeitsabhängig, anzupassen. Die Genauigkeit der Überwachung
wird somit erhöht.
Ferner ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass
bei Bedarf einzelne Messwerte innerhalb eines Zeitfensters down-
gesampelt werden und dieser down-gesampelte Wert der Korrelations
analyse zugeführt wird. Hierdurch lässt sich der Aufwand der Korrelati
onsanalyse unter Beibehaltung der Genauigkeit reduzieren.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe ferner durch eine Vorrichtung mit den
im Anspruch 12 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass Mittel zum
Erfassen des Beschleunigungsverhaltens von wenigstens zwei, einem
Wagenkasten des Schienenfahrzeuges zugeordneten Schlingerdämpferkonsolen
vorgesehen sind, die mit Mitteln zusammenarbeiten, mittels de
nen die Beschleunigungswerte von in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeu
ges links und rechts des Wagenkastens angeordneten Schlingerdämpfer
konsolen einerseits korreliert werden, und ein Korrelationskoeffizient mit
wenigstens einem Schwellwert vergleichbar ist und bei Überschreiten des
wenigstens einen Schwellwertes eine Alarmmeldung auslösbar ist, und
andererseits individuell einer Signalanalyse unterzogen werden, lässt sich
in einfacher Weise eine Vorrichtung bereitstellen, mittels der eine effi
ziente Überwachung des Fahrverhaltens von Schienenfahrzeugen möglich
ist. Insbesondere kann in bevorzugter Ausgestaltung vorgesehen sein,
dass eine Auswerteeinrichtung in jedem Schienenfahrzeug oder vorzugs
weise bei einem Zugverband aus mehreren Schienenfahrzeugen einem
der Schienenfahrzeuge des Zugverbandes zugeordnet ist. Hierdurch lässt
sich die Überwachung für mehrere Schienenfahrzeuge in einfacher Weise
gleichzeitig durchführen.
Die Erfindung ermöglicht insbesondere eine zustandsbezogene Instand
haltung der Schlingerdämpfer, der Schlingerdämpferkonsolen und des
sekundären Feder-/Dämpfersystems zwischen Wagenkasten und Drehge
stellen. Das Überwachungsverfahren kann insbesondere kontinuierlich
während des Einsatzes der Schienenfahrzeuge durchgeführt werden. Das
Verfahren lässt sich in einfacher Weise in eine Onboard-Diagnose der
Schienenfahrzeuge integrieren.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
Die genannte Überwachung der Schlingerdämpferkonsolen, der Schlin
gerdämpfer und/oder der sekundären Feder-/Dämpfersysteme ist bei
spielhaft. So können in einfacher Weise ohne grundsätzliche Änderung
das Verfahren und/oder die Vorrichtung zur Überwachung weiterer Komponenten
des Schienenfahrzeuges auf zu Sinus-Lauf führenden Fahr
werksschäden, beispielsweise auf veränderte Radkonizität, eingesetzt
werden.
Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der
zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Schienenfahrzeuges;
Fig. 2 eine schematische Perspektivansicht eines Laufdrehgestel
les eines Schienenfahrzeuges;
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf ein Schienenfahrzeug;
Fig. 3a einen Sinus-Lauf eines Drehgestells;
Fig. 4 ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Überwachen des Fahrverhaltens des Schienenfahrzeuges
und
Fig. 5 und 6 Kennlinien zum Vergleich von intakten Schlingerdämpfern
und ausgefallenen Schlingerdämpfern.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Schienenfahrzeug 10. Bei dem hier darge
stellten Schienenfahrzeug 10 handelt es sich um einen Mittelwagen eines
Hochgeschwindigkeitszuges. Die Erfindung wird lediglich beispielhaft an
hand dieses Mittelwagens erläutert. Selbstverständlich lässt sich die Erfin
dung ohne weiteres auf andere Schienenfahrzeuge, beispielsweise
Triebfahrzeuge, Steuerwagen, Güterwagen oder dergleichen, übertragen.
Das Schienenfahrzeug 10 umfasst einen Wagenkasten 12, der auf zwei
Laufdrehgestellen 14, 16 gelagert ist. Die Laufdrehgestelle 14 und 16
umfassen jeweils Radsätze 18, 20, 22 und 24. Der allgemeine Aufbau
derartiger Schienenfahrzeuge 10, insbesondere die Ankopplung des Wa
genkastens 12 an die Laufdrehgestelle 14 und 16, beziehungsweise die
Lagerung der Radsätze 18, 20, 22 und 24 an den Laufdrehgestellen 14
und 16 über primäre beziehungsweise sekundäre Feder-
/Dämpfersysteme, sind allgemein bekannt, so dass hierauf im Einzelnen
im Rahmen der vorliegenden Beschreibung nicht näher eingegangen wer
den soll.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Perspektivansicht eines Laufdrehgestelles
14. Das Laufdrehgestell 14 umfasst einen Drehgestellrahmen 26, der über
in Fig. 1 nicht dargestellte sekundäre Feder-/Dämpfersysteme (Luftbäl
ge) 25 (Fig. 3) mit dem Wagenkasten (Fig. 1) verbunden ist. An dem
Drehgestellrahmen 26 sind über ebenfalls nicht dargestellte primäre Fe
der-/Dämpfersysteme die Radsätze 18 und 20 angeordnet. Die Radsätze
18 und 20 besitzen Räder 28, die über Radlager 30 gelagert sind. Ferner
sind Schlingerdämpferkonsolen 32 erkennbar, die am Wagenkasten 12
(Fig. 1) beispielsweise kraftschlüssig befestigt sind. Die Schlingerdämp
ferkonsolen 32 sind über Schlingerdämpfer 34 mit dem Drehgestellrahmen
26 verbunden.
Während des Einsatzes des Schienenfahrzeuges 10 rollen die Radsätze
18, 20 über einen Fahrweg. Je nach Fahrgeschwindigkeit und Zustand
des Fahrweges erfährt das Schienenfahrzeug 10 eine Schwingungsanre
gung. Diese Schwingungsanregung führt zu einem Schwingungsverhalten
einzelner Komponenten des Schienenfahrzeuges 10. Entsprechend der
Schwingungsanregung, die insbesondere abhängig von einer Geschwin
digkeit des Schienenfahrzeuges 10 und/oder einem Zustand des Fahrwe
ges ist, erfahren die Komponenten des Schienenfahrzeuges 10 eine Beschleunigung
in den drei Raumrichtungen, also in x-Richtung, y-Richtung
und z-Richtung. Hierdurch kommt es unter anderem zu einem so ge
nannten Sinus-Lauf des Fahrwerks in Fahrtrichtung, also gemäß dem Bei
spiel in x-Richtung. Dieser Sinus-Lauf wird durch die Schlingerdämpfer 34,
die einerseits am Wagenkasten 12 und andererseits am Drehgestellrah
men 26 befestigt sind, gedämpft. Hierbei ist in Fahrtrichtung (x-Richtung)
ein links angeordneter Schlingerdämpfer 34 und ein rechts angeordneter
Schlingerdämpfer 34' dargestellt.
Gegenstand der Erfindung ist das Erfassen und Auswerten von auf die
Schlingerdämpferkonsole 32 und 32', vorzugsweise in Fahrtrichtung (x-
Richtung), einwirkende Beschleunigungen.
Hierzu sind den Schlingerdämpferkonsolen 32 jeweils schematisch ange
deutete Schwingungsaufnehmer 36 zugeordnet. Die Schwingungsauf
nehmer 36 sind beispielsweise von Beschleunigungssensoren gebildet,
die beispielsweise eine in x-Richtung - und entgegengesetzt - wirkende
Beschleunigungen auf die Schlingerdämpferkonsole 32 detektieren.
Die von den Beschleunigungssensoren 36, 36' gelieferten Signale 38 wer
den einer in Fig. 2 lediglich schematisch dargestellten Auswerteschal
tung 40, die fahrzeuggebunden und/oder zuggebunden angeordnet sein
kann, zugeführt. Anhand der von den Beschleunigungssensoren 36 ge
lieferten Signale 38 wird ein Beschleunigungsverhalten der Schlinger
dämpferkonsolen 32 beziehungsweise 32' detektiert, um - wie nachfolgend
noch erläutert wird - die Schädigung beziehungsweise den Ausfall eines
der Schlingerdämpfer 34 beziehungsweise 34', die Schädigung der Befes
tigung der Schlingerdämpferkonsolen 32, 32' am Wagenkasten und/oder
des sekundären Feder-/Dämpfersystems 25 zu erkennen.
Fig. 3 zeigt in einer schematischen Draufsicht die Ankopplung des Wa
genkastens 12 über die Schlingerdämpfer 34 beziehungsweise 34' und die
sekundären Feder-/Dämpfersysteme 25 an den Drehgestellrahmen 26.
Anhand von Fig. 3a soll verdeutlicht werden, dass das Fahrwerk bei Be
wegung des Schienenfahrzeuges 10 in Fahrtrichtung (x-Richtung) einen
hier angedeuteten Sinus-Lauf 42 erfährt. Um die Amplitude des Sinus-
Laufes 42 möglichst gering zu halten, sind die Schlingerdämpfer 34 bezie
hungsweise 34' vorgesehen. Dies dient einer Fahrstabilisierung des
Schienenfahrzeuges 10. Anhand des Sinus-Laufes 42 wird deutlich, je
nachdem, ob das Fahrwerk in Fahrtrichtung (x-Richtung) nach rechts be
ziehungsweise nach links von einer hier angedeuteten Fahrzeuglängsach
se 44 auslenkt, dass der Schlingerdämpfer 34 gestaucht und der Schlin
gerdämpfer 34' gestreckt beziehungsweise der Schlingerdämpfer 34 ge
streckt und der Schlingerdämpfer 34' gestaucht wird. Entsprechend dieser
Stauch- beziehungsweise Streckbewegung der Schlingerdämpfer 34, 34'
wird auf die Schlingerdämpferkonsolen 32 beziehungsweise 32' und somit
auf die auf diesen angeordneten Beschleunigungsaufnehmern 36 bezie
hungsweise 36' eine positive beziehungsweise negative Beschleunigung
ausgeübt. Diese positive beziehungsweise negative Beschleunigung auf
grund des Sinus-Laufes 42 wird während des bestimmungsgemäßen Ein
satzes der Schienenfahrzeuge 10 von der Gesamtbeschleunigung bezie
hungsweise Gesamtverzögerung des Schienenfahrzeuges 10 und dem
Dämpfungsverhalten der sekundären Feder-/Dämpfersysteme 25 überla
gert. Für die nachfolgende Erläuterung der Erfindung wird davon ausge
gangen, dass die von den Beschleunigungsaufnehmern 36 beziehungs
weise 36' gelieferten Signale 38 sich auf den Sinus-Lauf 42 und somit auf
die Stauch- beziehungsweise Streckbewegung der Schlingerdämpfer 34
beziehungsweise 34' beziehen.
Anhand der Erläuterungen wird deutlich, dass bei fehlerfreien Schlinger
dämpfern 34 beziehungsweise 34' und fehlerfreier Befestigung der Schlingerdämpferkonsolen
32, 32' am Wagenkasten 12 und fehlerfreien sekun
dären Feder-/Dämpfersystemen 25 die von den Beschleunigungsaufneh
mern 36 beziehungsweise 36' gelieferten Signale 38 beziehungsweise 38'
teilweise mit entgegengesetzten Vorzeichen aufgrund des Sinus-Laufes
und teilweise mit gleichen Vorzeichen aufgrund der Gesamtbeschleuni
gung beziehungsweise Gesamtverzögerung des Wagenkastens überla
gert sind. Der Wert der Beschleunigungssignale 38 und 38', beispielswei
se eine Spannungshöhe, hängt von der momentanen Amplitude des Si
nus-Laufes 42 ab. Somit ist jedem Zeitpunkt tn des Sinus-Laufes 42 genau
ein Signal 38 des Schlingerdämpfers 34 und ein Signal 38' des Schlinger
dämpfers 34' zuordbar. Über eine Zeitspanne, nachfolgend auch Zeit
fenster genannt, t1-t2 liegen somit eine entsprechende Anzahl von Wer
ten des Beschleunigungssensors 36 und des Beschleunigungssensors 36'
vor. Entsprechend einer festlegbaren Abtastfrequenz fA kann die Anzahl
der Werte pro Zeitspanne t1 bis t2 variiert werden.
Fig. 4 verdeutlicht in einem Blockschaltbild den Aufbau der Auswerte
schaltung 40. Es wird deutlich, dass die Signale 38 und 38' zunächst ei
nem Zeitfensterglied 46 zugeführt werden. Mittels des Zeitfenstergliedes
46 kann die Zeitspanne t1-t2 vorgegeben werden, die das Zeitfenster de
finiert, innerhalb dem die Auswertung der Signale 38 und 38' erfolgt. Durch
einen im Einzelnen nicht dargestellten Trigger kann das Zeitfenster über
lappend, vorzugsweise mit einer Überlappung von 50%, erneut gestartet
werden. Das bedeutet, wenn die Zeitspanne t1-t2 zur Hälfte abgelaufen
ist, wird erneut ein Auswertealgorithmus gestartet.
Die Signale 38 und 38' werden nachfolgend einem Abtastglied 48 zuge
führt, bei dem die Signale mit einer Abtastfrequenz fA, die beispielsweise
zwischen 10 und 50 Hz liegt, abgetastet werden. Da die Frequenz f des
Sinus-Laufes 42 relativ niedrig ist, wird die Abtastfrequenz fA ebenfalls re
lativ niedrig gewählt. Durch die Abtastung stehen pro Zeitspanne t1-t2
eine entsprechende Anzahl von Einzelwerten der Signale 38 beziehungs
weise 38' zur Verfügung.
In einem Korrelationsglied 54 erfolgt anschließend eine Korrelationsanaly
se der Einzelwerte der Signale 38 beziehungsweise 38' innerhalb einer
Zeitspanne t1-t2. Die Korrelationsanalyse wirft einen Korrelationskoeffi
zienten K aus, der einem Vergleicher 56 zugeführt wird. Der Korrelations
koeffizient K wird bei intakten Schlingerdämpfern 34 und 34' bei intakter
Befestigung der Schlingerdämpferkonsolen 32, 32' am Wagenkasten 12
und bei intakten sekundären Feder-/Dämpfersystemen 25 um den Wert o
schwanken, da - wie bereits erläutert - aufgrund des Sinus-Laufes 42 die
Schlingerdämpfer 34 beziehungsweise 34' mit entgegengesetzten Vorzei
chen und die Gesamtbeschleunigung beziehungsweise Gesamtverzöge
rung des Wagenkastens mit gleichen Vorzeichen gestaucht beziehungs
weise gestreckt werden. Ist einer der Schlingerdämpfer 34, 34' defekt, hat
dies Einfluss auf den Sinus-Lauf 42. Das heißt, der Sinus-Lauf 42 wird in
seiner Amplitude - gemäß der Darstellung in Fig. 3a - nach rechts bezie
hungsweise nach links verstärkt und ist damit dominierend. Dies führt zu
in jeweils einander entgegengesetzter Richtung verstärkter Stauchung
beziehungsweise Streckung der Schlingerdämpfer 34 beziehungsweise
34'. Der Korrelationskoeffizient K nimmt daher in diesem Fall Werte in
Richtung -1 an. Überschreitet der Korrelationskoeffizient K eine vorgebba
re Schwelle, beispielsweise von -0,4, wird über den Vergleicher 56 eine
Alarmmeldung 58 ausgelöst. Diese Alarmmeldung 58 kann beispielsweise
darin bestehen, dass bei einer nächsten Wartung die Schlingerdämpfer 34
beziehungsweise 34', die Schlingerdämpferkonsolen 32, 32' und die se
kundären Feder-/Dämpfersysteme 25 überprüft und gegebenenfalls repa
riert oder ausgetauscht werden. Je nach Höhe des Korrelationskoeffi
zienten K beziehungsweise je nach Häufigkeit der Überschreitung des
Schwellwertes kann eine unterschiedliche Alarmmeldung 58 ausgeworfen
werden. Diese kann beispielsweise darin bestehen, dass eine maximale
Fahrgeschwindigkeit des Schienenfahrzeuges 10 nicht mehr überschritten
werden darf, da eine Fahrstabilität ab einer bestimmten Geschwindigkeit
nicht mehr gewährleistet ist. Da der Sinus-Lauf 42 bei geringen Fahrge
schwindigkeiten nicht beziehungsweise nur wenig ausgeprägt auftritt,
kann durch Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit bei Fehlermeldung
eine gefahrlose Fortsetzung einer Fahrt des Schienenfahrzeuges 10 erfol
gen.
Wie Fig. 4 weiter verdeutlicht, werden die Signale 38 und 38' jeweils indi
viduell einer Signalanalyse 50 beziehungsweise 50' unterzogen. Diese
Signalanalyse 50 beziehungsweise 50' kann insbesondere in dem Ver
gleich mit wenigstens einem abgelegten Referenzmuster bestehen. Diese
Referenzmuster können beispielsweise aus normalen Betriebszuständen
des Schienenfahrzeuges gelernt werden. Ergibt der individuelle Vergleich
eine signifikante Abweichung des Signales 38 oder des Signales 38' von
dem wenigstens einen Referenzmuster, kann ebenfalls die Alarmmeldung
58 generiert werden. Durch diese zusätzliche individuelle Auswertung der
Signale 38 und 38', das heißt zusätzlich zur Korrelationsanalyse, wird die
Diagnosetiefe erhöht. Durch die individuelle zusätzliche Auswertung der
Signale 38 und 38' kann insbesondere auf nicht den Sinus-Lauf des
Schienenfahrzeuges beeinflussende Störungen, beispielsweise am se
kundären Feder-/Dämpfersystem 25, geschlossen werden.
In den Fig. 5 und 6 sind zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen
Verfahrens verschiedene Kennlinien aufgetragen. Hierbei ist einerseits
jeweils die Geschwindigkeit v des Schienenfahrzeuges 10 über der Zeit
und der ermittelte Korrelationskoeffizient K über der Zeit aufgetragen.
Fig. 5 verdeutlicht hierbei eine Messfahrt ohne Fehler beziehungsweise
Defekte. Es wird deutlich, dass die Korrelationskoeffizienten K jeweils über
dem festgelegten Schwellwert von -0,4 liegen.
Zum Vergleich ist eine Messfahrt mit einem defekten Schlingerdämpfer 34
in Fig. 6 dargestellt. Hierbei ist ebenfalls wieder die Geschwindigkeit v
über der Zeit t aufgetragen, wobei zur sicheren Verifizierung mehrmalige,
zum Teil abrupte Geschwindigkeitsänderungen des Schienenfahrzeuges
10 erfolgten. Es wird deutlich, dass die Mehrzahl der Korrelationskoeffi
zienten K unterhalb des Schwellwertes -0,4 liegen. Die Hauptzahl der
Korrelationskoeffizienten K geht in Nähe des Wertes -1. Dies verdeutlicht,
dass die vorgesehene Korrelationsanalyse geeignet ist, defekte Schlin
gerdämpfer 34 beziehungsweise 34' sicher zu erkennen.
Für das erfindungsgemäße Verfahren können beispielsweise folgende
Parameter gewählt werden. Die Zeitspanne t1-t2 (Zeitfenster) kann bei
spielsweise zwischen 3 und 20 Sekunden betragen. Der Überdeckungs
grad der aufeinander folgenden Zeitfenster kann beispielsweise zwischen
0 und 50% betragen. Die Abtastfrequenz fA kann beispielsweise zwischen
10 und 50 Hz betragen, während der Schwellwert des Korrelationskoeffi
zienten K beispielsweise zwischen -0,4 und -0,6 liegen kann.
Nach weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispielen kann auch die
Befestigung der Schlingerdämpferkonsolen 32, 32' am Wagenkasten 12,
der Zustand der Schlingerdämpferkonsolen 32, 32' selbst (Rissbildung)
und die sekundären Feder-/Dämpfersysteme 25 überprüft werden.
10
Schienenfahrzeuge
12
Wagenkasten
14
,
16
Laufdrehgestelle
18
,
20
,
22
,
24
Radsätze
25
sekundäre Feder-/Dämpfersystem
26
Drehgestellrahmen
28
Räder
30
Radlager
32
,
32
' Schlingerdämpferkonsole
34
,
34
' linker und rechter Schlingerdämpfer
36
,
36
' Beschleunigungssensoren
38
,
38
' Beschleunigungssignale
40
Auswerteschaltung
42
Sinus-Lauf
44
Fahrzeuglängsachse
46
Zeitfensterglied
48
Abtastglied
50
,
50
' Signalanalyse
54
Korrelationsglied
56
Vergleicher
58
Alarmmelder
tn
tn
Zeitpunkt
t1
t1
-t2
Zeitspanne (Zeitfenster)
fA
fA
Abtastfrequenz
K Korrelationskoeffizient
v Geschwindigkeit
K Korrelationskoeffizient
v Geschwindigkeit
Claims (13)
1. Verfahren zur Überwachung des Fahrverhaltens eines Schienfahr
zeug-Fahrwerkes, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschleuni
gungsverhalten von wenigstens zwei, einem Wagenkasten (12) des
Schienenfahrzeuges (10) zugeordneten Schlingerdämpferkonsolen
(32, 32') überwacht wird, indem die in Fahrtrichtung und/oder Ge
genfahrtrichtung erfassten Beschleunigungswerte der links und
rechts des Wagenkastens (12) angeordneten Schlingerdämpfer
konsolen (32, 32') einerseits korreliert werden, ein Korrelationskoef
fizient (K) mit wenigstens einem Schwellwert verglichen wird und
bei Überschreiten des wenigstens einen Schwellwertes eine A
larmmeldung (58) ausgelöst wird, und andererseits die Beschleuni
gungswerte einzeln einer Signalanalyse (50, 50') unterzogen wer
den.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Korrelationsanalyse in aufeinander folgenden Zeitfenstern (t1-t2)
erfolgt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Korrelationsanalyse in überlappenden
Zeitfenstern (t1-t2) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Überlappungsgrad zwischen 0 und 50% beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Signale (38, 38') innerhalb der Zeitfens
ter (t1-t2) mit einer Abtastfrequenz (fA) abgetastet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Abtastfrequenz (fA) veränderbar ist.
7. Verfahren nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Zeitfenster (t1-t2) zwischen 3 und 20
Sekunden beträgt.
8. Verfahren nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Abtastfrequenz (fA) zwischen 10 und 50 Hz
beträgt.
9. Verfahren nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der wendigsten sein Schwellwert des Kor
relationskoeffizienten (K) zwischen -0,4 und -0,6 liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Signalanalyse (50, 50') einen Vergleich mit wenigstens einem Refe
renzmuster umfasst.
11. Verfahren nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass gleichzeitig Schlingerdämpfer (34, 34'),
Schlingerdämpferkonsolen (32, 32') und sekundäre Feder-
/Dämpfersysteme (25) überwacht werden.
12. Vorrichtung zur Überwachung des Fahrverhaltens eines Schien
fahrzeug-Fahrwerkes, dadurch gekennzeichnet, dass diese Mittel
zum Erfassen des Beschleunigungsverhaltens in Fahrtrichtung und
/oder Gegenfahrtrichtung von wenigstens zwei, einem Wagenkas
ten (12) des Schienenfahrzeuges (10) zugeordneten Schlinger
dämpferkonsolen (32, 32') umfasst, und mit Mitteln zum Korrelieren
der Beschleunigungswerte von in Fahrtrichtung links und rechts des
Wagenkastens (12) angeordneten Schlingerdämpferkonsolen (32,
32') ausgestattet ist, wobei ein Korrelationskoeffizient (K) mit we
nigstens einem Schwellwert vergleichbar ist und bei Überschreiten
wenigstens eines Schwellwertes eine Alarmmeldung (58) auslösbar
ist, sowie mit Mitteln zur individuellen Signalanalyse (50, 50') der
Beschleunigungssignale (38, 38') ausgestattet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an
jeder Schlingerdämpferkonsole (32, 32') ein Beschleunigungsauf
nehmer angeordnet ist, dessen Signalausgänge mit einer Auswert
schaltung verbunden sind.
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Owner name: DB FERNVERKEHR AG, 60326 FRANKFURT, DE |
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| R071 | Expiry of right |