DE10154733A1 - Wiegevorrichtung - Google Patents

Wiegevorrichtung

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Abstract

Wiegevorrichtung für einen einachsigen Anhänger mit einem Fahrwerksrahmen 1, auf dem ein Vorratsbehälter, Bunker etc. vorzugsweise mit einer Verteil- und Dosiereinrichtung angeordnet ist, einer Laufräder aufweisenden Achse, einer am Fahrwerksrahmen 1 angeordneten Zugdeichsel mit Zugöse, wobei zwischen der Achse und dem Fahrwerksrahmen 1 zwei beabstandet zueinander angeordnete Abstützelemente mit jeweils einem Wiegezellenelement angeordnet sind, wobei ein drittes Wiegezellenelement der Zugdeichsel zugeordnet ist. Um eine einfache Anordnung der Zugdeichsel mit einem Wiegezellenelement bei einem einachsigen Anhänger, wobei einfache Voraussetzungen für die Auswertungen der Messwerte der Wiegezellen zur Übermittlung des Gewichtes möglich sind, zu schaffen, ist vorgesehen, dass das dritte Wiegezellenelement zwischen der Zugöse und der Zugdeichsel angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Wiegevorrichtung gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
  • Eine derartige Wiegevorrichtung ist in dem deutschen Gebrauchsmuster 201 08 302 U1 beschrieben. Diese Wiegevorrichtung ist für einen einachsigen Anhänger vorgesehen, wobei zwei Wiegezellen zwischen der Achse und dem Fahrwerksrahmen angeordnet sind. Eine dritte Wiegezelle ist zwischen der Deichsel und dem Fahrwerksrahmen angeordnet. Die Deichsel ist etwa in der Mitte zwischen dem vorderen Ende des Fahrwerksrahmens und der Achse mittels eines Gelenkes auf der Unterseite des Fahrwerksrahmens an diesem angeordnet. Die Deichsel wird mit einer an ihrem vorderen Ende befestigten Zugöse in das Zugmaul eines Ackerschleppers befestigt, um den Anhänger über den Acker zu fahren. Die zwischen der Deichsel und dem Fahrwerksrahmen angeordnete Wiegezelle befindet sich etwa in einem Abstand von 2/5 der Deichsellänge von dem Gelenk, mittels welchem die Deichsel an dem Fahrwerksrahmen angeordnet ist. Die Auswertung der von den Wiegezellen ermittelten Messwerte ist relativ kompliziert.
  • Weiterhin ist die Anordnung der Deichsel an dem Fahrwerksrahmen relativ aufwendig.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Anordnung der Zugdeichsel mit einem Wiegezellenelement bei einem einachsigen Anhänger, wobei einfache Voraussetzungen für die Auswertungen der Messwerte der Wiegezellen zur Übermittlung des Gewichtes möglich sind, so wie die Voraussetzungen für eine einfache Nachrüstbarkeit von Wiegezellen zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das dritte Wiegezellenelement zwischen der Zugöse und der Zugdeichsel angeordnet ist. Aufgrund dieser Anordnung ergibt sich eine einfache Ausgestaltung der Zugdeichsel mit einem Wiegezellenelement. Es ist möglich, an einer normalen Zugdeichsel mit einer zugeordneten Zugöse, zwischen der Flanschstelle der Vorderseite der Zugdeichsel und der Flanschstelle der Zugöse das Wiegezellenelement anzuordnen.
  • In einfacher Weise lässt sich dieses dadurch realisieren, dass das dritte Wiegezellenelement zwischen der Zugöse und der Zugdeichsel angeordnet ist. Infolge dieser Maßnahmen kann in einfacher Weise ein einachsiger Anhänger mit einer Wiegeeinrichtung ausgerüstet werden bzw. nachgerüstet werden. Es ist dann lediglich erforderlich, zwischen der Zugöse und der Zugdeichsel ein Wiegezellenelement anzuordnen und weiterhin zwischen dem Fahrwerksrahmen und der Achse ebenfalls Wiegezellenelemente vorzusehen. Es ist keine aufwendige und besondere Deichselkonstruktion wie im Stand der Technik erforderlich.
  • Um die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass mit einer einfachen Auswerteelektronik das Gewicht ermittelt werden kann, ist vorgesehen, dass der Hebelarm zwischen dem Mittelpunkt der Bohrung, durch welche der Zugbolzen einer Zugkupplung einer Zugmaschine gesteckt wird, und dem Gelenk gleich dem Hebelarm zwischen dem Wiegezellenelement und dem Gelenk ist.
  • Eine einfache Befestigung des Kipphebelelementes lässt sich dadurch erreichen, dass das Kipphebelelement an einem Gelenkbock angeordnet ist, dass der Gelenkbock mittels einer Schraubverbindung an dem Deichselkopf befestigbar ist. Der eine Hebelarm wird teilweise von der Zugöse gebildet.
  • Um mit einer einfachen Auswerteelektronik, die an sich für die Auswertung der Messwerte einer Wiegezelle vorgesehen ist, mehrere Wiegezellen auswerten zu können, ist vorgesehen, dass die Wiegezellen in einer Parallelschaltung angeordnet sind.
  • Um unterschiedliche Zugösen von unterschiedlicher Länge verwenden zu können oder wenn der Auflagepunkt sich im Zugmaul nicht genau in der Mitte der Zugösenbohrung befinden sollte, und um dennoch gleiche Hebelarme zu erreichen, ist vorgesehen, dass das Wiegezellenelement in unterschiedlichen Positionen, vorzugsweise mit einer Langlochführung befestigt ist.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
  • Fig. 1 den mit der Wiegevorrichtung ausgestatteten einachsigen Anhänger in Seitenansicht und in Prinzipdarstellung,
  • Fig. 2 die Anordnung des Wiegezellenelementes zwischen dem Fahrwerksrahmen und der Hinterachse,
  • Fig. 3 die Anordnung des Wiegezellenelementes an der Zugdeichsel in vergrößertem Maßstab und in Prinzipdarstellung,
  • Fig. 4 ein Zugmaul in Seitenansicht und Prinzipdarstellung und
  • Fig. 5 das Blockschaltbild der Wiegezellenanordnung.
  • Der einachsige Anhänger weist den Fahrwerksrahmen 1 mit der Zugdeichsel 2 und der Zugöse 3 zur Ankupplung des Anhängers an ein Zugmaul eines Ackerschleppers auf. Im Ausführungsbeispiel ist der einachsige Anhänger als Großflächendüngerstreuer ausgebildet. Der einachsige Anhänger weist den Vorratsbehälter 4 mit einer nicht näher dargestellten Förder- und Dosiereinrichtung auf, welche das sich im Vorratsbehälter 4 befindliche Material einer Verteileinrichtung, die die motorisch angetriebenen Schleuderscheiben 5 aufweist, zuführt.
  • Der Fahrwerksrahmen 1 stützt sich über zwei Achsböcke 6 auf der mit den Laufrädern 7 bestückten Achse 8 ab. Zwischen jedem Achsbock 6 und der Achse 8 ist ein Wiegezellenelement 9 eingespannt. Somit sind also der Achse 8 zwei Wiegezellenelemente 9 zugeordnet. Ein drittes Wiegezellenelement 10 ist der Zugdeichsel 2 zugeordnet. Hierzu ist an der vorderen Seite 11 der Zugdeichsel 2 über den Gelenkbock 12 mittels eines Gelenkes 13 ein zweiarmiges Kipphebelelement 14 angeordnet. Dieses Kipphebelelement ist an dem Gelenkbock 12 mittels des Bolzens 15 schwenkbar angeordnet. Dieser Gelenkbock 12 weist ein Flanschelement 15 schwenkbar mittels welchem der Gelenkbock 12 an der Vorderseite der Zugdeichsel 2 angeflanscht ist. Das Kipphebelelement 14 weist ebenfalls eine Flanschseite 17 auf, an welche die Zugöse 3 angeflanscht ist. Die Zugöse 3 bildet teilweise den einen Arm 18 des Kipphebelelementes 14. Der andere Arm 19 des Kipphebelelementes 14 erstreckt sich in Richtung der Deichsel 2 und befindet sich oberhalb der Deichsel 2. Zwischen diesem Arm 19 des Kipphebels 14 und der Zugdeichsel 2 ist das dritte Wiegenzellelement 10 angeordnet. Die Hebelarmlänge x1 zwischen dem Mittelpunkt 20 der Bohrung 21 der Zugöse 3, durch welche der Zugbolzen eines Zugmaules einer Zugmaschine gesteckt wird und dem Gelenk 13 ist gleich der Hebelarmlänge x2 zwischen dem Wiegezellenelement 10 und dem Gelenk 13. Das Kipphebelelement 14 ist an einem Gelenkbock 12 angeordnet. Der Gelenkbock 12 ist mittels einer Schraubverbindung an dem Deichselkopf der Deichsel 2 befestigt.
  • Die Wiegezellenelemente 9 und 10 sind mittels geeigneter Übertragungsvorrichtungen, wie beispielsweise Leitungen mit einem Bordcomputer 22, der eine Auswerteelektronik aufweist, verbunden. Über diese Auswerteelektronik kann das im Vorratsbehälter 4 befindliche Gewicht nach einem Eichvorgang ermittelt werden. Des weiteren ist in Zeitintervallen bzw. nach dem Ausbringen von Material über eine entsprechende Fläche die ausgebrachte Materialmenge pro Flächeneinheit ermittelbar.
  • Die Wiegenzellenelemente 9, 10 sind in einer Parallelschaltung angeordnet, wie dies Fig. 5 zeigt. Alle Wiegezellenelemente 9, 10 sind gleich ausgebildet, so dass mit einer einfachen Auswerteelektronik, die an sich auch dafür geeignet ist, um die Werte einer Wiegezelle zu ermitteln, in einfacher Weise aus den von den drei Wiegezellenelementen 9, 10 übermittelten Werte das Gewicht ermittelbar ist.
  • Das Wiegezellenelement 10, welches der Zugdeichsel 2 zugeordnet ist, ist verschiebbar an der Zugdeichsel 2 befestigt, um den Abstand x2 zwischen dem Gelenk 13 und dem Wiegezellenelement 10 entsprechend dem Abstand x1 zwischen dem Gelenk 13 und dem Mittelpunkt 20 bzw. dem Auflagepunkt bzw. Auflagelinie der Zugöse 3 auf der Unterseite 23 eines Zugmaules Z abzustimmen, so dass die beiden Hebelarme x1, x2 gleich sind.
  • In Fig. 5 ist das Blockschaltbild zur Auswertung der von den Wiegezellen 9 und 10 gelieferten Messwerte an den Bordcomputer 22 dargestellt. Die Wiegezellen 9 und 10 sind in Art einer Wheatstenischen Brückenschaltungen Brückenschaltung, wie in Fig. 5 dargestellt ausgebildet. Die Wiegezellenelemente 9 und 10 weisen die einzelnen Messstreifen E1 bis E4 jeweils auf, wie in Fig. 5 dargestellt ist. Diese Wiegezellenelemente 9 und 10 sind allgemein bekannt und werden in der vorgeschriebenen erfindungsgemäßen Weise wie in den Fig. 1 bis 3, insbesondere Fig. 3 gezeigt, eingesetzt. Die einzelnen Wiegezellenelemente 9 und 10 sind über die Leitungen 24, wie in Fig. 5 dargestellt, in Art einer Parallelschaltung miteinander schaltungstechnisch verbunden. Die von den Wiegezellenelementen 9 und 10 bzw. den Dehnungsmessstreifen E1 bis E4 der Wiegeelementen 9 und 10 gelieferten Messwerte werden in den Bordcomputer 22, der den Verstärker 24, die Hilfsenergie 25 und die Digitalanzeige 26 aufweist, aufgrund eines hinterlegen Auswerteprogrammes auswertet, um aufgrund dieser ermittelten Daten das sich im Vorratsbehälter befindliche Gewicht bzw. Materialmenge bzw. das in Zeitintervallen oder auf einer abgearbeiteten Fläche ausgebrachten Materialmenge zu ermitteln. Aufgrund der in Fig. 3 vorgesehenen Anordnung des Wiegezellenelementes mittels der gleichlangen Hebelarme x1 und x2 lässt sich auch die Wiegezelle 10, die der Zugdeichsel 2 zugeordnet ist in gleicher Weise bzw. die von dieser Messzelle 10 gelieferten Daten wie die der Achse 8 zugeordneten Wiegenzellenelemente 9 gelieferten Messwerte auswerten.
  • Die einzelnen Wheatstenischen Brückenschaltungen der Wiegezellenelementen 9 und 10 werden miteinander parallel geschaltet und somit zu einem einzigen Ausgangssignal verarbeitet. Aufgrund dieses zu einem einzigen Ausgangssignal zusammengefassten Messwertes, lassen sich diese zusammengefassten Messwerte in einfacher Weise von der in dem Bordcomputer 22 hinterlegten Auswerteelektronik verarbeiten und zu einem Anzeigewert umwandeln. Aufgrund dieser vorbeschriebenen Parallelschaltung der Wiegezellenelemente 9 und 10 können die Wiegezellen in einem einzigen Vorgang gemeinsam kalibriert werden. Während des Ausbringvorganges können die gelieferten Werte entsprechend von dem Bordcomputer verarbeitet und zur Anzeige gebracht werden. Die Messwerte können auch zu einer Nachregelung der Ausbringmenge bzw. zur Nachstellung der Einstellelemente der Dosierorgane im Rahmen eines Online-Wiegevorganges genutzt werden, um eine automatische Ausbringung des Materials zu gewährleisten.

Claims (4)

1. Wiegevorrichtung für einen einachsigen Anhänger mit einem Fahrwerksrahmen (1), auf dem ein Vorratsbehälter (4), Bunker etc. vorzugsweise mit einer Verteil- und Dosiereinrichtung angeordnet ist, einer Laufräder (7) aufweisenden Achse (8), einer am Fahrwerksrahmen (1) angeordneten Zugdeichsel (2) mit Zugöse (3), wobei zwischen der Achse (8) und dem Fahrwerksrahmen (1) zwei beabstandet zueinander angeordnete Abstützelemente (6) mit jeweils einem Wiegezellenelement (9) angeordnet sind, wobei ein drittes Wiegezellenelement (10) der Zugdeichesel (2) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Wiegezellenelement (10) zwischen der Zugöse (3) und der Zugdeichsel (2) angeordnet ist.
2. Wiegevorrichtung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorderseite der Zugdeichsel (2) mittels eines Gelenkes (13) ein zweiarmiges Kipphebelelement (14) angeordnet ist, dass der eine Arm (18) des Kipphebelelementes (14) zumindest teilweise von der Zugöse (3) gebildet wird, dass der andere Arm (19) des Kipphebels (14) sich in Richtung der Deichsel (2) erstreckt, dass zwischen dem anderen Arm (19) des Kipphebels (14) und der Zugdeichsel (2) das dritte Wiegezellenelement (10) angeordnet ist.
3. Wiegevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelarm (x1) zwischen dem Mittelpunkt (20) der Bohrung (21), durch welche der Zugbolzen (Z) einer Zugkupplung einer Zugmaschine gesteckt wird und dem Gelenk (13) gleich dem Hebelarm (x2) zwischen dem Wiegezellenelement (10) und dem Gelenk (13) ist.
4. Wiegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kipphebelelement (14) an einem Gelenkbock (12) angeordnet ist, dass der Gelenkbock (12) mittels einer Schraubverbindung an dem Deichselkopf befestigbar ist.
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