DE10155431A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Übertragen von Nachrichten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Übertragen von Nachrichten

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen von Nachrichten, bei dem eine Nachricht von einem ersten Teilnehmer-Endgerät über ein Kommunikationssystem an ein zweites Teilnehmer-Endgerät übertragen wird. DOLLAR A Um ein Verfahren, eine Vorrichtung, ein Teilnehmer-Endgerät und ein Kommunikationssystem zum Übertragen von Nachrichten mit einem erweiterten Grad von Funktionalität und Flexibilität zur Anpassung an verschiedene Grade der Erreichbarkeit eines Empfängers zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass in einem Teilnehmer-Endgerät MS eine Bereitschaft eines jeweiligen Empfängers B zum Empfang von Nachrichten festgelegt wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen von Nachrichten, bei dem eine Nachricht von einem ersten Teilnehmer-Endgerät über ein Kommunikationssystem an ein zweites Teilnehmer-Endgerät übertragen wird. Dabei soll unter dem Begriff der Nachricht ein weiter Bereich über in Schriftform angezeigte Daten hinaus verstanden werden. Eine Nachricht kann in diesem Sinn also auch Ton-, Sprach-, Bild- und/oder Video-Inhalte umfassen. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine dementsprechende Vorrichtung, ein Teilnehmer-Endgerät und ein Kommunikationssystem.
  • Mit neuen Techniken wie General Paket Radio Service GPRS und vergleichbare neue Dienste in Mobilfunknetzen nach dem Global System for Mobile Communication Standard GSM oder dem Universal Mobile Telecommunication System UMTS eröffnen sich neue Möglichkeiten der Kommunikation. Als ein neues Merkmal ist das Leistungsmerkmal "always online" verfügbar geworden, d. h. ein eingeschaltetes Gerät kann prinzipiell ständig Datenpakete annehmen. So werden nun Anwendungen wie z. B. ein "wireless online chat" als Übertragung einer rege genutzten Technik aus dem PC-gebundenen Internet auf die Ebene von Mobiltelefonen erprobt und eingeführt. Als Problem bleibt dabei, dass ein Gerät eingeschalten sein muss. Einem sendenden Teilnehmer ist also nicht transparent und damit sichtbar, ob der Empfänger gerade online ist. Aber auch in normalen GSM-Netzen und anderen nicht paket-orientieren Netzen ist es nicht möglich zu sehen, ob ein eventueller Gesprächs- bzw. Short Message Service SMS-Partner in einem Funknetz eingelogged ist. Es wäre aber beispielsweise gerade beim Versand von SMS hilfreich zu wissen, ob der Empfänger prinzipiell in der Lage ist die Nachricht zu erhalten. Damit könnten die Möglichkeiten dieser nicht-störenden Kommunikation erheblich verbessert werden.
  • Als ein Lösungsansatz ist aus dem Stand der Technik durch die US 6,236,853 B1 ein Verfahren bekannt, in dem ein neuer Parameter MSSTATUS mit Indikatorwerten besetzt wird, um einen jeweiligen Zustand eines angerufenen Mobilfunkgerätes anzuzeigen. Diese Informationen sind jedoch erst durch einen konkreten Anruf zu erhalten. Damit ergibt sich zu dem heute aus dem Mobilfunkbereich bekannten Signalen Freizeichen, Besetztzeichen und Sprachansage "Der Teilnehmer ist derzeit nicht zu erreichen. . ." kein wesentlicher Unterschied. Zudem ist heutzutage zumindest in Deutschland und Zentraleuropa davon auszugehen, dass Empfang so gut wie immer möglich ist. Die in der vorstehend genannten Druckschrift als wesentlich erachteten Parameterwerte "Out of coverage", außerhalb des Abdeckungsbereiches sowie Informationen über einen Verbindungsabbruch etc. sind somit uninteressant.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren, eine Vorrichtung, ein Teilnehmer-Endgerät und ein Kommunikationssystem zum Übertragen von Nachrichten mit einem erweiterten Grad von Funktionalität und Flexibilität zur Anpassung an eine Erreichbarkeit eines Empfängers zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ferner sind eine Vorrichtung, eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 10, eine Sende- und/oder Empfangseinheit mit den Merkmalen von Anspruch 12 und ein Kommunikationssystem jeweils eine Lösung dieser Aufgabe. Die Unteransprüche definieren jeweils bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
  • Ein erfindungsgemäßes Verfahren zeichnet sich demnach dadurch aus, dass in einem Teilnehmer-Endgerät eine Bereitschaft eines jeweiligen Empfängers zum Empfang von Nachrichten festgelegt wird. Ein Anwender kann als Empfänger in einem Kommunikationssystem damit selbst entscheiden, ob er von einem jeweiligen technischen Empfang abgekoppelt für Anrufer "ansprechbar" ist. Unter dem Begriff der Bereitschaft zur Kommunikation wird dabei im folgenden die Verfügbarkeit, eine persönliche Empfangsbereitschaft und auch eine persönliche Stimmung oder Neigung zum Kommunikation verstanden. Derartige Einstellungen sind nach dem Stand der Technik nicht möglich, so dass bei fast vollständiger Netzabdeckung technisch eine jederzeitige Erreichbarkeit gegeben ist. Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist als gezielte Beeinflussung dieser Erreichbarkeit aber beispielsweise in dem Fall sehr sinnvoll, dass ein Teilnehmer selber mit ausgewählten Partnern kommunizieren will, ohne aber zugleich auch für beliebige sonstige Teilnehmer in einem Kommunikationssystem erreichbar zu sein. So kann ein Teilnehmer insbesondere unter Zeitdruck ohne Störungen sehr effektiv an einem Projekt auch mit verteilten Partnern zusammen arbeiten.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung wird diese Bereitschaft nach Art und/oder Umfang festgelegt. Es ist damit möglich, als Abstufung unterschiedliche Grade von Empfangsbereitschaft und/oder persönlichen Stimmungen anzugeben. Das wird insbesondere für diverse Arten der Kommunikation ermöglicht: Eine SMS oder verwandte Arten elektronischer Post, eine Multimedia Nachricht nach einem Multimedia Message Service MMS oder ein normaler Telefonanruf, um nur einige Beispiele derzeit schon gebräuchlicher Kommunikationsarten zu nennen, können damit unterschiedlich behandelt werden. Ein Empfänger hat damit die Möglichkeit, insbesondere aufgrund einer in der Regel sehr großen Datenmenge, beispielsweise vorübergehend nicht dazu bereit sein, eine Multimedia Nachricht zu empfangen. Das kann insbesondere dann der Fall sein, wenn ein kurzer, aber wichtiger Anruf erwartet wird. Gerade aufgrund der generellen Verfügbarkeit eines Empfängers wird damit ein wesentlicher Beitrag zum Aufbau einer Art von Kommunikationskultur geleistet.
  • Vorteilhafterweise wird die Bereitschaft zum Empfang in einer Ausführungsform mit Kontakteinträgen oder mit Elementen eines Adreßbuchs gekoppelt. Vorzugsweise wird innerhalb der Kontakte mindestens eine Vorauswahl getroffen, so dass beispielsweise innerhalb eines Adreßbuchs verschiedene Gruppen unterschiedlicher Prioritäten gebildet werden. In einem einfachen Beispielsfall werden so private und geschäftliche Kontakte voneinander getrennt und/oder geschäftliche Kontakte in eine höhere und eine niedere Priorität mit unterschiedlichen Befugnissen zur Kontaktaufnahme zu unterscheiden. Es ist somit auch möglich, ein Anklopfen oder bestimmten Personen die automatische Vereinbarung eines Rückrufes für den Fall eines laufenden Gesprächs anzubieten. Ferner kann eine Konferenzschaltung innerhalb von Mitgliedern einer Gruppe ermöglicht werden, so dass im Fall eines nachträglichen Eintreffens oder Hinzutretens eines neuen Gruppenmitglieds sogleich eine Kommunikation aller Mitglieder einer Gruppe ermöglicht wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine Einstellung personengebunden unter Kopplung mit einem Telefonbuch und/oder nach einer weiteren Ausführungsform zeitlich gesehen als Zeitplan durchgeführt. In der Regel ist kein Anwender für jeden potentiellen Gesprächspartner zu jeder Zeit mit der gleichen Bereitwilligkeit zu sprechen. Mit den vorstehenden Merkmalen ist es nun über einen Tag gesehen möglich, auch beispielsweise eine Bereitschaft für eingehende geschäftliche Anrufe von sehr privaten Nachrichten verteilt in Zeitzonen zu trennen. Damit können auch alle nicht bekannten Rufnummern mit einer Standard-Einstellung einer Erreichbarkeit oder Kommunikationswilligkeit versehen werden, so dass unbekannte Teilnehmer beispielsweise nicht während fester Besprechungszeiten stören können.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird eine Bereitschaft eines jeweiligen Empfängers zum Empfang von einer Nachricht von einem jeweiligen Absender zu einem Provider übersandt. Damit liegen derartige Informationen an einer zentralen Stelle vor, so dass jede Form eines Kontroll- oder sonstigen Abfrageanrufes eines Senders bzw. rufenden Kommunikationspartners bei einem gewünschten Empfänger unterbleiben kann. Das vorgeschlagene Verfahren arbeitet somit prinzipiell bei erweiterten Möglichkeiten schneller und kostengünstiger als alle bekannten Verfahren.
  • Durch den jeweils empfangenden Teilnehmer wird in einer Weiterbildung der Erfindung durch eine Voreinstellung festgelegt, ob eine jeweils eingestellte Bereitschaft zur Kommunikation einem anderen Teilnehmer in Form einer Status-Information übermittelt werden darf, oder geheim bleiben soll. Es wird damit analog zu der bekannten Übermittlung der Rufnummer in der Telephonie verfahren. Nur bei Freigabe wird dann ein Abgleich der in einem Speicher des Teilnehmer-Endgerätes, z. B. auf dem Subscriber Identity Modul bzw. der SIM-Karte eines Mobilfunktelefons abgelegten individuellen Einträge mit der auf einem Server des Netzbetreibers hinterlegten Informationen über den Zustand der Teilnehmer durchgeführt, um Zustände wie besetzt, frei, eingelogged, nicht eingelogged, etc. festzustellen und zu übertragen.
  • Eine Übermittlung der Information an einen sendenden Teilnehmer erfolgt in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bei Aufruf des Telefonbuches in dem jeweiligen Teilnehmer-Endgerät oder bei Aufruf einer besonderen Auswahl als Untergruppe mit besonderen Kontakten. Die Anzeige des jeweiligen Teilnehmer-Status erfolgt dann z. B. mit Piktogrammen oder Farben. Derzeit nicht verfügbare Personen können auch in der Liste teilweise oder vollständig ausgeblendet werden.
  • Die Status-Informationen der jeweiligen Teilnehmer als Einträge in einer Adreßliste wird in einer Ausführungsform der Erfindung automatisch im Hintergrund als s. g. hidden refresh aktualisiert. Diese Aktualisierung geht entweder vom Endgerät aus, oder sie wird als s. g. push-Service vom Server des Provider ausgelöst. Dabei können die Aktualisierungen in festgelegten oder variablen und vorzugsweise wahlfreien Intervallen erfolgen.
  • In einer alternativen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Aktualisierung bzw. Abfrage als s. g. feature-on-request aktuell bei Aufruf des Telefonbuches in einem Endgerät beim Provider. Die Datenmengen, die zur Aktualisierung von einem Provider aus einer Datenbank aufgerufen und übertragen werden müssen, sind sehr gering, so dass hierdurch gegenüber vorstehend genannten Lösungen der notwendige Verwaltungsaufwand ohne merkliche Zeiteinbußen wesentlich gesenkt werden kann.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung weist als Bestandteil eines Kommunikationssystems Mittel zur Festlegung der Bereitschaft zur Kontaktausnahme auf. Diese Mittel umfassen in einer Ausführungsform mindestens einen Stimmungsknopf und/oder Menüeinträge mit Auswahlmöglichkeiten. Dabei ist vorzugsweise eine Zuordnung zu Kontakten und/oder einem Telefonbuch gegeben.
  • Vorteilhafterweise sind Informationen über Möglichkeiten und/oder mindestens eine generelle Bereitschaft zu einer Kontaktaufnahme für eine Anrufer sichtbar. Der an ein Endgerät übermittelte Zustand wird dazu grafisch dargestellt, insbesondere durch farbige Markierungen, durch die eine Möglichkeit und/oder Bereitschaft zu einer Kontaktaufnahme für einen Anrufer unterscheidbar ist.
  • Informationen zu einer generellen Erreichbarkeit werden bei einem Provider hinterlegt und dort vorzugsweise auf einem Server mit angeschlossener Datenbank sicher verwahrt. Wenigstens im Fall höherer Datensicherheit können derartige Informationen auch für einen jeweiligen Anrufer einer personengebundenen Kontaktliste dort zentral abgelegt sein.
  • Als Teilnehmer-Endgeräte kommen stationäre und mobile elektronische Geräte der gesamten Kommunikationstechnik gleichermaßen in Betracht, also beispielsweise Computer, Telefone, persönliche digitale Assistenten, s. g. PDAs. In allen vorstehend nur angedeuteten Einsatzfällen wird ein Mittel der vorstehend beschriebenen Art für einen Abgleich von Status- und/oder Verfügbarkeitsinformationen auf der Grundlage eines Telefonbuchs oder einer sonstigen Kontaktliste oder Kurzwahl- Liste mit einem Server bei einem Netzbetreiber, Provider oder Service-Anbieter durchgeführt. Dem potentiellen Empfänger ist dabei stets eine freie Auswahl unter mehreren einstellbaren Status-Zuständen gegeben, die bei einem Kommunikationspartner oder Anrufer sichtbar sind.
  • Beispielsweise findet in den Mobilfunknetzen nach dem Global System for Mobile Communication Standard bzw. GSM-Netzen die Kommunikation ohne Austausch von Anwesenheitsinformationen statt. Bislang bleibt hier zum Herausfinden, ob ein potentieller Gesprächs-/Kommunikationspartner eingelogged und damit auch erreichbar ist, nur die Möglichkeit eines Kontrollanrufs. Ein erfindungsgemäßes Verfahren und dementsprechende Mittel, in denen Informationen über die Verfügbarkeit von Teilnehmern eines Kommunikationssystems angezeigt werden, geben damit erstmals die Möglichkeit zum gezielten Umgehen von automatischen Anrufbeantwortern, Mail box-Systemen etc., von denen ein Anrufer nie weiß, wann und ob sie wirklich von dem gewünschten Gesprächspartner abgehört werden.
  • Bei dem textbasierten Kurznachrichtendienst, dem Short Message Service SMS, werden Kurznachrichten bzw. Short Messages einfach versendet, ohne zu wissen, ob das Endgerät des Empfängers eingeschaltet ist und ob er Nachricht empfangen möchte. Trotzdem erfreut sich dieser Dienst großer und weiter stark wachsender Beliebtheit, die durch Erweiterung im Sinne der vorliegenden Erfindung aufgrund der Kompatibilität noch weiter gesteigert werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung wird zur Darstellung weiterer Merkmale und Vorteile nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigt:
  • Fig. 1 ein Kommunikationssystem mit zwei mobilen Teilnehmern und
  • Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für ein Teilnehmer-Endgerät in Form eines Mobiltelefons.
  • Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung ein Kommunikationssystem K mit zwei Teilnehmern A, B. Beide Teilnehmer A, B verfügen über mobile Teilnehmer-Endgeräte MS, die jeweils über Up link- und Down link-Verbindungen UL, DL mit Basisstationen BS drahtlos verbunden sind. Festnetzverbindungen FN verknüpfen die Basisstationen BS mit einem Provider P, der bereits zu Abrechnungs- und Wartungszwecken über eine Einheit aus Server mit Datenbank DB verfügt.
  • In bekannten Kommunikationssystemen kann nur durch einen Kontrollanruf herausgefunden werden, ob ein potentieller Kommunikations- oder Gesprächspartner eingelogged, d. h. erreichbar ist. Anders in dem dargestellten Kommunikationssystem K:
    Teilnehmer B gibt zu einer Adreßliste AL jeweilige Statusinformationen SI über seine generelle Art der Erreichbarkeit über eine Werktag gesehen ein. Dabei wird in Form eines Zeitkalenders eine Erreichbarkeit während einer standardisierte Arbeitszeit vorgegeben. Außerhalb dieser Zeitzonen wird nur besondere Kontakte bzw. Personen eine Erreichbarkeit signalisiert werden, insbesondere um den Feierabend und das Familienleben frei von geschäftlichen Gesprächen zu halten. Diese einem jeweiligen Eintrag der Adreßliste AL zugeordnete Statusinformation SI wird über den gestrichelt eingezeichneten Pfad von dem Teilnehmer-Endgerät MS des Teilnehmers B in die Datenbank DB des Providers P übertragen. Versucht nun Teilnehmer A als registrierter Kontakt aus der Adreßliste AL des Teilnehmers B mit Teilnehmer B ein Telefongespräch zu führen, so wird die jeweilig aktuelle Statusinformation SI logisch gekoppelt mit der Information "frei" oder "besetzt" an Teilnehmer A übermittelt und optisch direkt in der Telefonliste bzw. Kontaktliste dargestellt.
  • Das dargestellte Verfahren vereinfacht durch den Einsatz der Statusinformationen SI und optischer Hilfsmittel das Herausfinden, ob und wie der gewünschte Teilnehmer erreichbar ist. Auf einem Blick ist erkenntlich, was bislang durch einen Zeit und Geld kostenden Anruf herausgefunden werden muss. Ein vorübergehend besetzter Kontaktpartner B wird hier durch ein blinkendes Symbol dargestellt, wenn er sonst aber prinzipiell kommunikationsbereit wäre. Teilnehmer A wird es somit nach kurzer Zeit erneut versuchen, mußte jedoch den Teilnehmer B gar nicht anrufen, da bereits in Blick in sein Telefonbuch zur Information ausreichte.
  • Als konkretes Ausführungsbeispiel für ein Teilnehmer-Endgerät MS ist in der Abbildung von Fig. 2 ein Mobiltelefon MS skizziert. Wie üblich umfaßt auch dieses Mobiltelefon MS ein Display D und ein Tastenfeld TP sowie einen Lautsprecher und ein Mikrophon. Eine Taste IE zur Eingabe einer jeweiligen Statusinformation SI ist Bestandteil des Tastenfeldes TP. Hier handelt es sich um die bekannte Menüauswahltaste, die ein besonderes Untermenü aufruft, so dass am Aufbau des Mobiltelefons MS generell keine Änderung zur Verwirklichung der vorgestellten Ausführungsform der Erfindung vorzunehmen sind.
  • Mittel zum Abfragen, Übertragen und Verarbeiten einer Statusinformation gemäß vorliegender Erfindung sind dem Fachmann insoweit bekannt, dass auf eine Darstellung in Form von Blockschaltbildern etc. verzichtet wird. Anhand dieses Ausführungsbeispiels wird vielmehr Wert auf Anzeige- und Auswahlmöglichkeiten an dem Teilnehmer-Endgerät MS gelegt.
  • In einem erweiterten Display D des mobilen Endgerätes MS werden Kontakte bzw. Teilnehmer T1, T2 und weiterer Teilnehmer der Adreßliste AL angezeigt. Eine Übertragung der Statusinformation SI erfolgt bei Aufruf des Telefonbuches in dem Mobiltelefon MS. Die Aktualisierung der jeweiligen Angaben erfolgt mithin als feature-on-request aktuell bei Aufruf des Telefonbuches im Endgerät in der Datenbank DB des Providers P. So sind stets alle Einträge einer Adreßliste AL auch nach Änderungen berücksichtigt sowie stets aktuell. Auch ist eine Darstellung einer besonderen beispielsweise zweckbezogenen Auswahl aus einer Adreßliste möglich, insbesondere um private und geschäftliche Einträge voneinander übersichtlich zu trennen. Eine Anzeige des jeweiligen Teilnehmer-Status erfolgt mit Piktogrammen und/oder Farben für jeden der Teilnehmer T1, T2 getrennt. Zu den Namen bzw. Spitznamen der jeweiligen Teilnehmer T1, T2 wird eine jeweils zugehörige Statusinformation SI angezeigt, z. B. OnAir/OffAir. Die Statusanzeige erfolgt in einer farbigen Form derart, dass die Anzeige der einzelnen Elemente zur leichteren und schnelleren Orientierung betont wird: Grün für einen Teilnehmer oder eine Funktion, der empfangsbereit ist, hier zusätzlich fett und kursiv dargestellt. Rot für einen Teilnehmer, der nicht erreichbar ist. Falls einer der Kommunikationspartner T1, T2 momentan keine Anrufe wünscht und daher vorübergehend nicht erreichbar sein will, wird eine Markierung in Gelb vergeben. Eine Auswahl des Kommunikationspartners erfolgt innerhalb der dargestellten Kontakte über einen Auswahlbalken AB. Die Anzeige des Displays D ist zur Darstellung großer Kontaktlisten als Rollmenü mit einem Schiebebalken SB ausgebildet. In einfacher Weise kann so schnell ein Kommunikationspartner T1, T2 aus einer persönlichen Adreßliste AL ausgewählt werden, wobei bereits bei der Auswahl sicher ist, dass dieser ausgewählte Kommunikationspartner, hier Donald Duck, momentan erreichbar ist. Bezugszeichenliste/Abkürzungsliste GSM Global System for Mobile Communication
    MM Multimedianachricht (Multimedia Message)
    MMS Multimedia Messaging Service
    SMS Short Message Service
    UMTS Universal Mobile Telecommunication System
    GRPS General Paket Radio Service
    WAP Wireless Application Protocol
    WSP Wireless Session Protocol
    SIM Subscriber Identity Modul
    K Kommunikationssystem
    A Teilnehmer
    B Teilnehmer
    D Display
    MS mobiles Teilnehmer-Endgerät
    UL Up link
    DL Down link
    BS Basisstation
    FN Festnetzverbindung
    P Provider
    DB Datenbank
    T1 Teilnehmer
    T2 Teilnehmer
    AL Adreßliste
    SI Status Information
    AB Auswahl-Balken
    SB Schiebebalken
    TP Tastenfeld
    IE Informationseingabe

Claims (13)

1. Verfahren zum Übertragen von Nachrichten, bei dem eine Nachricht von einem ersten Teilnehmer-Endgerät (MS) über ein Kommunikationssystem (K) an ein zweites Teilnehmer- Endgerät (MS) übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Teilnehmer-Endgerät (MS) eine Bereitschaft eines jeweiligen Empfängers (B) zum Empfang von Nachrichten festgelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Bereitschaft nach Art und/oder Umfang festgelegt wird.
3. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereitschaft zum Empfang mit Kontakteinträgen oder mit Elementen einer Adreßliste, eines Adreßbuchs oder einer ähnlichen Auflistung gekoppelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstellung personengebunden unter Kopplung mit einem Telefonbuch in dem Teilnehmer-Endgerät (MS) und/oder zeitlich gesehen als Zeitplan durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Information (S) über die Verfügbarkeit des zweiten Teilnehmers (T1, T2) abgefragt, übertragen, verarbeitet und/oder beim ersten Teilnehmer-Endgerät (M) angezeigt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bereitschaft eines jeweiligen Empfängers (B) zum Empfang von einer Nachricht von einem jeweiligen Absender (A) zu einem Provider (P) übersandt und dort zur Verteilung bereitgehalten wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch den jeweils empfangenden Teilnehmer (B) durch eine Voreinstellung festgelegt wird, ob eine jeweils eingestellte Bereitschaft zur Kommunikation einem anderen Teilnehmer (A) in Form einer Status-Information (SI) übermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übermittlung einer aktualisierten Status- Information (SI) an einen sendenden Teilnehmer (A) bei Aufruf des Telefonbuches in dem jeweiligen Teilnehmer- Endgerät (MS) erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterscheidung einer jeweiligen Erreichbarkeit und Kommunikationsneigung vorgenommen wird, insbesondere in Form unterschiedlich farbiger Anzeige je Teilnehmer (T1, T2).
10. Vorrichtung zum Übertragen von Nachrichten in einem Kommunikationssystem (K), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Bestandteil eines Kommunikationssystems Mittel zur Festlegung der Bereitschaft zur Kontaktausnahme zur Umsetzung eines Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
11. Sende- und/oder Empfangseinheit, insbesondere zur Umsetzung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit Mittel umfaßt, die zum Abfragen, Übertragen, Verarbeiten und/oder Anzeigen einer Status- Informationen (SI) über die Verfügbarkeit eines anderen Teilnehmers (T1, T2) eines Kommunikationssystem (K) ausgebildet sind.
12. Sende- und/oder Empfangseinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit ein Display (D) zur farbigen Darstellung aufweist, das insbesondere zur farbigen Darstellung einer Status-Informationen (SI) je Teilnehmer (T1, T2) einer Adreßliste (AL) ausgebildet ist.
13. Kommunikationssystem, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Komponente zur Umsetzung eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist und/oder
das Kommunikationssystem eine Vorrichtung nach Anspruch 10 und/oder
eine Sende- und/oder Empfangseinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 12 umfaßt.
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