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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung
von elektrischer Energie aus der Entladung eines Erdgasspeichers
mit Hilfe einer Entspannungsturbine, einer Dampfturbine und einer
Gasturbine mit den Merkmalen des Oberbegriffes der Ansprüche 1, 8
und 9.
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Der
steigende Verbrauch von elektrischer Energie in den Industrieländern wird
zunehmend durch Erdgas gedeckt. Über
große
Verbundnetze wird das Erdgas zu den einzelnen industriellen Verbrauchern
gefördert,
wobei der Leitungsdruck durch Kompressorstationen auf etwa 80 bar
konstant gehalten wird. Für
die industriellen erdgasgefeuerten kombinierten Gas/Dampfturbinen-Anlagen
muss das Erdgas auf das vorhandene Druckniveau in der Gasturbinenbrennkammer
reduziert werden. Enthält
der Abhitzekessel der Anlage aus prozessbedingten Gründen noch
eine Zusatzfeuerung, muss hierbei der entsprechende Druck des Erdgasmassenstromes
auf etwa 2 bar reduziert werden.
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Durch
die Druckreduzierung mit einer eventuellen vorherigen elektrischen
Aufheizung des Erdgases werden die geforderten Vordrücke der
Verbraucher ohne Vereisung der Rohrleitungsarmaturen problemlos
erreicht. Diese Art der Druckreduzierung ist mit hohen Verlusten
verbunden und stellt im Sinne der öffentlichen Diskussionen um
CO2-Reduktionspotentiale eine Energievernichtung
dar.
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Durch
eine Entspannung des Erdgases in einer Entspannungsturbine (Expander)
kann das hohe Druckpotential des Erdgases in mechanische Energie
umgewandelt werden. Problematisch ist dabei der starke Temperaturabfall
nach der Entspannung, wodurch es an den der Entspannungsturbine
nachgeschalteten Rohrleitungsarmaturen aufgrund des Joule-Thomson-Effektes
leicht zu Vereisungen kommen kann.
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Durch
ein entsprechend hohes Aufheizen des Erdgases vor der Entspannung
kann sowohl die Vereisungsgefahr minimiert, als auch eine höhere elektrische
Leistung bei der Expansion erzielt werden.
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Aus
der
DE-PS 44 16 359 ist
eine Hochtemperatur-Erdgasentspannungsanlage
bekannt, bei der die Temperaturerhöhung des unter hohem Druck
stehenden Erdgases im Wärmetausch
mit dem Turbinenabgas einer vorgeschalteten Gasturbinenanlage erfolgt.
Dabei kann das Erdgas in einem Gas/Gas-Wärmetauscher oder über einen
mit Thermoöl
betriebenen Zwischenkreislauf eines Abhitzekessels erwärmt werden.
Nachteilig bei dem Gas/Gas-Wärmetauscher
ist, dass bei eventuellen Undichtigkeiten auf der Erdgasseite eine
Feuergefahr wegen der hoher Temperatur und des hohen Sauerstoffanteils
des Turbinenabgases besteht. In der
DE-PS 44 16 359 wird
auf eine mögliche
Einbindung der Erdgas-Entspannungsturbine
in einen kombinierten, eine Gasturbine und einen Abhitzedampferzeuger
umfassenden Gas/Dampfturbunen-Prozess nicht eingegangen.
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Aus
der
US-PS 46 93 072 ist
eine kombinierte Gas-Dampf-Kraftanlage
bekannt, die mit unter hohem Eingangsdruck stehendem Erdgas betrieben wird.
In dieser Anlage wird das Erdgas durch Entnahmedampf oder Abdampf
der Dampfturbine erwärmt. Damit
wird der Wirkungsgrad des kombinierten Gas/Dampfturbinen-Prozesses
reduziert. Bei einer Teillastfahrweise der Dampfturbine sinken jedoch
an der Entnahmestelle die Dampfdrücke, wodurch das Erdgas geringer
aufgewärmt
wird und die Gefahr einer Vereisung hinter der Entspannungsturbine
entsteht. Ferner besteht keine Möglichkeit,
die Temperatur des Erdgases zu regeln.
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Aus
der VGB Kraftwerkstechnik 63, Heft 5, Mai 1983 sind Erdgasentspannungsturbinen
zur Energierückgewinnung
für erdgasbefeuerte
Großkraftwerke
bekannt, bei denen über
einen Eindruck-Abhitzekessel Hochdruckdampf erzeugt wird, der in
einer Entnahme-Kondensations-Turbine elektrischen Strom erzeugt.
Aus dem Niederdruckteil der Dampfturbine wird ein Dampf-Teilstrom
zur Erdgasvorwärmung
ausgekoppelt. Der Dampf-Teilstrom überträgt durch Kondensation die notwendige
Wärme an
das vorzuwärmende
Erdgas über
ein Wärmeverschiebesystem
mit Hochdruckwasser als Zwischenmedium. Dabei müssen wegen optimaler Grädigkeit
an den Wärmetauschern
erhebliche Heißwassermengen umgewälzt werden,
was zu einem erhöhten
Eigenbedarf führt.
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Die
in der VGB Veröffentlichung
dargestellte Art der Vorwärmung
der geringen Brennstoffmenge der Gasturbine erfordert sehr geringe
Gaseintrittsparameter (Druck und Temperatur), da ansonsten eine optimale
Beschaufelung in den ersten Stufen der Entspannungsturbine kaum
realisierbar ist. Bei Erdgasspeichern liegen dagegen die Gaseintrittsparameter bis
zu vierfach höher
und die zu expandierenden Erdgasmengen sogar bis zu dreißigfach
höher,
wodurch bei gleichem Expansions-Enddruck eine weitaus höhere Vorwärmung des
Erdgases notwendig ist.
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Weiter
ist aus der
EP 0 391
082 A2 eine kombinierte Gas/Dampfturbinenanlage bekannt,
bei welcher der Brennstoff vorgewärmt wird, der einer Verbrennungsturbine
zugeführt
wird, wobei ein erhöhter Speisewasserstrom
durch ein Ekonomiserteil eines Abhitzedampferzeugers vorgesehen
ist. Der überschüssige Speisewasserstrom,
der für
die Aufrechterhaltung einer Sattdampferzeugung in einem Verdampferteil
nicht erforderlich ist, wird über
einen Wärmetauscher
geführt,
in dem der Brennstoff für
die Gasturbine vorgewärmt
wird. Dabei wird zusätzliche Wärme aus
dem Abhitzesystem entzogen. Auf diese Weise wird der Gesamtwirkungsgrad
des Systems um 0,5% bis 1% gesteigert.
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Aus
der
DE 195 12 466
C1 ist eine Gas- und Dampfturbinenanlage mit einem Abhitzedampferzeuger
bekannt, in dem die im entspannten Arbeitsmittel aus der Gasturbine
enthaltene Wärme
zur Erzeugung von Dampf für
die in einen Wasser-Dampf-Kreislauf geschaltete Dampfturbine genutzt
wird. Dabei wird kondensierter Dampf aus der Dampfturbine dem Wasser-Dampf-Kreislauf
als Kondensat zugeführt.
Zur Erzielung eines hohen Wirkungsgrades unabhängig vom eingesetzten Brennstoff
für die
Gasturbine wird bei Verwendung von Öl als Brennstoff für die Gasturbine
ein solcher Teilstrom aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf zur Kondensatvorwärmung herangezogen,
der bei Verwendung von Gas als Brennstoff für die Gasturbine zur Brennstoffvorwärmung verwendet
wird. Dazu ist eine Wärmetauscher
zur wahlweisen Vorwärmung
entweder des Gasturbinenbrennstoffs oder des Kondensats mittels des
Teilstroms vorgesehen.
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Die
bekannten Anlagen betreffen im wesentlichen Gas/Dampfturbinenanlagen
mit Abhitzedampferzeugern. Bei solchen Anlagen soll der Wirkungsgrad
gesteigert werden. Die technischen Schwierigkeiten, die bei der
Erzeugung von elektrischer Energie aus der Entladung eines Erdgasspeichers
entstehen, sind in den bekannten Druckschriften nicht erwähnt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Entspannung des Erdgases
in einer Entspannungsturbine so in einem Gas/Dampfturbinen-Prozess
einzubinden, dass es an den der Entspannungsturbine nachgeschalteten
Rohrleitungsarmaturen nicht zu Vereisungen kommt und die Stromerzeugung
oder Abwärmenutzung
des eigentlichen Gas/Dampfturbinen-Prozesses nicht beeinflusst wird.
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Die
Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Eine
Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens ist jeweils Gegenstand der Ansprüche 8 und 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
erfolgt eine Wärmeauskopplung über einen
Teilstrom des in den Heizflächen
des Abhitzekessels erhitzten Wasser-Dampf-Kreislaufes als Zwischenmedium
für die
Erwärmung
des Hochdruck-Erdgases. Dazu dient das Speisewasser des Hochdruckkreislaufes
oder der in dem Niederdruckteil eines Zweidruck-Dampferzeugungssystemes
erzeugte Niederdruckdampf. Durch die Integration dieses Zwischenkreislaufes
zur Erwärmung
des Erdgases am kalten Ende des Abhitzekessels wird die Stromerzeugung
oder Abwärmenutzung
des eigentlichen Gas/Dampfturbinen-Prozesses nicht beeinflusst.
Durch das hohe Verhältnis von
Turbinenabgasmenge zur Erdgasmenge (von etwa 45:1 z. B. bei 400
MW-Blöcken
mit einer Gasturbinenleistung von 250 MW und einer Dampfturbinenleistung
von 150 MW) ist selbst bei höchster
Erdgasvorwärmung
der thermodynamische Einfluss auf das gesamte Abhitzesystem äusserst
gering. Außerdem kann
durch die Nutzung des Abwärmepotentials
am kalten Ende des Abhitzekessels das Erdgas je nach wärmetechnischer
Schaltung des Abhitzekessels auf höchstmögliche Temperaturen aufgewärmt werden. Die
sich nach der Entspannung einstellende Temperatur des Erdgases stellt
je nach Höhe
eine Gasturbinen-Wirkungsgradsteigerung dar, da dadurch ein Teil der
Abwärme
in die Brennkammer der Gasturbine zurückgeführt wird.
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Erfolgt
die Erwärmung
des Erdgases durch den Niederdruckdampf des Zweidruck-Dampferzeugungssystemes,
so wird dieser Niederdruckteil im Festdruckbetrieb gefahren. Dadurch
kann jede gewünschte
Erdgastemperatur unabhängig
von der Dampfturbinenlast eingeregelt werden.
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Mehrere
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 das
Schema eines Gas/Dampfturbinen-Prozesses mit einer Entspannungsturbine,
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2 das
Schema eines Gas/Dampfturbinen-Prozesses mit einer Entspannungsturbine
gemäß einer
anderen Ausführungsform
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3 ein
Schaltungsschema für
eine Regelung des Durchsatzes des Speisewassers durch den Speisewasservorwärmer und
den Gas/Wasser-Wärmetauscher
und
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4 und 5 jeweils
das Schema eines Gas/Dampfturbinen-Prozesses mit einer Entspannungsturbine
gemäß einer
weiteren Ausführungsform.
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Eine
Gasturbinenanlage besteht aus einer Gasturbine 1, einem
Kompressor 2 zur Verdichtung von Verbrennungsluft, einer
Brennkammer 3 zur Erzeugung eines Heißgases und aus einem Generator 4 zur
Stromerzeugung. Die Gasturbine 1, der Generator 4 und
der Kompressor 2 können
auf einer gemeinsamen Welle oder auf mehreren Wellen angeordnet
sein.
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Der
Gasaustritt des Gasturbine 1 ist mit einem Abhitzekessel 5 zur
Dampferzeugung verbunden. In dem Abhitzekessel 5 sind gemäß 1 in Strömungsrichtung
der Turbinenabgase hintereinander die Heizflächen eines Überhitzers 6, eines
Verdampfers 7 und eines Speisewasservorwärmers 8 eines
Hochdrucksystemes angeordnet. An den Überhitzer 6 ist eine
Dampfleitung 9 angeschlossen, die zu einer Dampfturbine 10 geführt ist.
Die Dampfturbine 10 ist mit dem Generator 4 gekoppelt.
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Der
Ausgang der Dampfturbine 10 ist mit einer Abdampfleitung 11 verbunden,
die zu einem Kondensator 12 geführt ist. In dem Kondensator 12 wird der
Abdampf durch einen Kühlkreislauf
kondensiert, der durch einen Kühlturm 13 geführt ist.
Das Kondensat wird über
eine Kondensatleitung 14, in der eine Förderpumpe 15 angeordnet
ist, zu einem Entgaser 16 gefördert. Der Entgaser 16 wird
mit Anzapfdampf betrieben, der der Dampfturbine 10 über eine
Anzapfleitung 17 entnommen wird. Von dieser Anzapfleitung 17 kann
eine durch ein Absperrventil 18 absperrbare Leitung 19 abgezweigt
werden, die zu einem Wärmeverbraucher 20 geführt ist.
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An
den Entgaser 16 ist eine Speisewasserleitung 21 angeschlossen,
die an den in dem Abhitzekessel 5 angeordneten Speisewasservorwärmer 8 angeschlossen
ist. In der Speisewasserleitung 21 ist eine Speisewasserpumpe 22 angeordnet,
die den Druck des Speisewassers erhöht. Die Speisewasserleitung 21 ist
an einen in der Kondensatleitung 14 angeordneten Kondensatvorwärmer 23 angeschlossen, in
dem ein Wärmetausch
zwischen dem Kondensat und dem Speisewasser stattfindet. Dabei wird
das Kondensat bis auf einige Kelvin unterhalb der Temperatur des
Speisewassers erwärmt,
wobei gleichzeitig die Speisewassertemperatur beim Eintritt in den Speisewasservorwärmer 8 am
kalten Ende des Abhitzekessels 5 abgesenkt wird. Dies ist
für die
später beschriebene
Erwärmung
des der Brennkammer 3 zugeführten Erdgases in einem Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 von
Bedeutung. Es bleibt nämlich
einerseits die Dampfleistung des kombinierten Gas-/Dampfturbinen-Prozesses
erhalten, und andererseits wird die ausnutzbare Temperaturdifferenz
in dem Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 erhöht.
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An
das Austrittsende des Speisewaservorwärmers 8 sind zwei
Zweigleitungen 24, 25 angeschlossen. Die erste
Zweigleitung 24 mündet
in den Wasserraum einer der Wasser/Dampf-Trennung dienenden Dampftrommel 26 ein,
die mit dem Verdampfer 7 und dem Überhitzer 6 in Verbindung
steht.
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Die
Brennkammer 3 der Gasturbine 1 wird mit Erdgas
beheizt, das über
eine Versorgungsleitung 27 angeliefert wird und unter einem
hohen Eingangsdruck von etwa 80 bar steht. Die Versorgungsleitung 27 ist über eine
Hochdruckgasleitung 28 mit dem Eintritt einer Entspannungsturbine 29 verbunden,
deren Austritt über
eine Niederdruckgasleitung 30 an die Brennkammer 3 angeschlossen
ist. In der Hochdruckgasleitung 28 und in der Niederdruckgasleitung 30 sind
Absperrventile 18 angeordnet. Die Entspannungsturbine 29 ist
mit einem weiteren Generator 31 zur Stromerzeugung gekoppelt.
In der Entspannungsturbine 29 wird der hohe Eingangsdruck des
Erdgases unter Gewinnung von elektrischer Energie bis auf den Druck
der Brennkammer 3 abgebaut. Von der Niederdruckleitung 30 kann
eine durch ein Absperrventil 18 absperrbare Leitung 32 abgezweigt
werden, die zu einem zusätzlichen
Erdgasverbraucher geführt
ist.
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In
der Hochdruckgasleitung 28 ist der als Druckbehälter ausgebildete
Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 angeordnet,
in dem das Erdgas erwärmt wird,
um eine mögliche
Vereisung der Ventile in der Niederdruckgasleitung 30 zu
vermeiden. Als Wärmeträger dient
das in dem Speisewasservorwärmer 8 des
Abhitzekessels 5 vorgewärmte
Speisewasser. Zu diesem Zweck ist die zweite von dem Austritt des Speisewasservorwärmers 8 abzweigende
Zweigleitung 25 an den Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 angeschlossen.
In diesem Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 wird
das vorgewärmte
Speisewasser unter Erwärmung
des Erdgases bis auf eine Temperatur unterhalb der des Entgasers 16 abgekühlt. An
den speisewasserseitigen Austritt des Gas/Wasser-Wärmetauschers 33 ist
eine Rückführleitung 34 angeschlossen,
in der ein Druckreduzierventil 35 angeordnet ist. Die Rückführleitung 34 ist
zu dem Entgaser 16 zurückgeführt.
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Der
Durchsatz des Speisewassers durch den Speisewasservorwärmer 8 und
den Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 ist
größer als
der Dampfleistung des kombinierten Gas-/Dampfturbinen-Prozesses
entspricht. Durch diesen höheren
Speisewasserdurchsatz kann bei gleicher Speisewasseraufwärmung die
Abgastemperatur am Austritt des Abhitzekessels 5 je nach
vorzuwärmender
Erdgasmenge erheblich gesenkt werden.
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Vor
dem Eintritt in die Entspannungsturbine 29 zweigt von der
Hochdruckgasleitung 28 eine die Entspannungsturbine 29 umgehende
Bypassleitung 36 ab. Die Bypassleitung 36, in
der ein Absperrventil 18 und ein Druckreduzierventil 35 angeordnet
sind, mündet
in die Niederdruckgasleitung 30 ein.
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Von
der Versorgungsleitung 27 zweigt parallel zu der Entspannungsturbine 29 eine
durch ein Absperrventil 18 absperrbare Anfahrleitung 37 ab.
In der Anfahrleitung 37 sind ein elektrischer Aufheizer 38 zur
Erwärmung
des unter Druck stehenden Erdgases und ein Anfahrexpander 39 zur
Entspannung des Erdgases angeordnet. Der Anfahrexpander 39 ist
mit dem Kompressor 2 der Gasturbinenanlage gekoppelt. Über eine
mit einem Druckreduzierventil 35 versehene Leitung 40 ist
die Anfahrleitung 37 außerdem mit der Niederdruckgasleitung 30 verbunden.
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Wie
in der 2 gezeigt ist, kann der Abhitzekessel 5 auch
mit einem Zweidrucksystem ausgerüstet
werden, wobei jedes Teilsystem (Hochdrucksystem und Niederdrucksystem)
einen eigenen Verdampfer 7, 7' und einen eigenen Überhitzer 6, 6' aufweist. Ein
zweigeteilter Speisewasservorwärmer 8 ist nur
auf der Hockdruckseite vorgesehen. Der Überhitzer 6' des Niederdrucksystems
ist mit dem Niederdruckteil der Dampfturbine 10 verbunden.
Der Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 zur
Aufwärmung des Erdgases
ist an den Speisewasservorwärmer 8 des
Hochdrucksystemes angeschlossen.
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Der
Abhitzekessel 5 kann auch mit einer Zusatzfeuerung 41 versehen
sein, die mit Erdgas von geringerem Druck befeuert wird. Die Entspannung dieses
Erdgasstromes erfolgt in einer zweiten Entspannungsturbine 42,
die der ersten Entspannungsturbine 29 nachgeschaltet und über Kupplungen
mit dem weiteren Generator 31 verbunden ist. Der Ausgang
der zweiten Entspannungsturbine 42 ist über eine durch ein Absperventil 18 absperrbare Gasleitung 43 mit
der Zusatzfeuerung 41 verbunden.
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Im
Falle eines Gasturbinenschnellschlusses wird der kombinierte Gas-/Dampfturbinen-Block
im Frischluftbetrieb gefahren. Über
ein Frischluftgebläse 47 und über die
vorhandene Zusatzfeuerung 41 werden bei dem so genannten
simulierten Abhitzebetrieb die gleichen Abgasparameter wie im Zusatzfeuerungsbetrieb
erreicht. Die Feuerungsleistung der Zusatzfeuerung 41 liegt
dabei in der Grössenordnung des
Erdgaseinsatzes für
die Gasturbine 1. Damit kann bei diesem Störfall die
Erdgaserwärmung
ohne Unterbrechung gewährleistet
werden.
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Die
Regelung der Speisewassermengen zu dem Speisewasservorwärmer 8 und
dem Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 erfolgt über die
in 3 dargestellte 3-Komponentenregelung. Dabei ist
in der ersten, von dem Speisewasservorwärmer 8 zu der Dampftrommel 26 führenden
Zweigleitung 24 eine Ventilanordnung 44 vorgesehen.
Diese Ventilanordnung 44 regelt die dem Abhitzekessel 5 zufließende Speisewassermenge
entsprechend der Lastanforderung des Abhitzekessels 5.
In die zweite zu dem Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 führende Zweigleitung 25 ist
ein Druckbehälter 45 eingefügt, der
mit einer Wasserstandsregelung 46 versehen ist. Diese Wasserstandsregelung 46 hält die durch
den Gas/Wasser- Wärmetauscher 33 fließende Speisewassermenge
auf einen konstanten Wert.
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Für die Störfallbetrachtung
sind zwei Betriebsfälle
maßgebend:
der Störfall
der Entspannungsturbine 29 und der Störfall des Gas/Wasser-Wärmetauschers 33.
In dem Störfall
der Entspannungsturbine 29 wird das aufgewärmte Erdgas über die
Bypassleitung 36 an der Entspannungsturbine 29 vorbeigeführt und über die
Druckreduzierventile 35 (Drosselung) dem Verbrauchernetz
oder der Brennkammer 3 der Gasturbine 1 zugeführt. Die Rückführung der
anteiligen Abwärme
führt dabei
zu einem höheren
Gasturbinen-Wirkungsgrad. Die Wärmeeinkopplung
in den Kreislauf zur Erwärmung
des Erdgases bleibt dabei ständig
im Eingriff. In dem Störfall
des Gas/Wasser-Wärmetauschers 33 wird das
Erdgas der Versorgungsleitung 27 direkt entnommen. Über den
elektrischen Aufheizer 38 wird der bei der Drosselung in
dem Druckreduzierventil 35 entstehende Temperaturabfall
so kompensiert, dass keine Vereisungsgefahr an den nachgeschalteten
Armaturen besteht. Durch die fehlende Wärmeauskopplung für den Erdgaskreislauf
steigt die Abgastemperatur am Austritt des Abhitzekessels 5 um etwa 100
K an.
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Bei
Erdgasspeicheranlagen liegen die Verhältnisse etwas anders, da die
zu expandierenden Erdgasmengen erheblich größer sind als die Turbinenabgasmengen.
Hier wird in Zeiten des geringsten Verbrauches in sogenannten Kavernen
Erdgas eingespeichert, und bei höherem
Erdgasbedarf erfolgt die Entladung des Speichers. Die Be- und Entladung erfolgt
in zeitlich gleich langen Zyklen (jeweils ca. 4000 h/a).
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Für die Beladung
des Speichers werden oft elektromotorisch betriebene Verdichter
eingesetzt, welche die notwendige elektrische Antriebsenergie aus
dem öffentlichen
Netz beziehen. Daneben wird zur Absicherung (Ausfall des öffentlichen
Netzes) parallel eine Kombianlage mit gleicher elektrischer Leistung
installiert. Die Höhe
der Gasturbinenleistung wird dabei weitestgehend durch die erzeugte
Abgasmenge wegen der Erdgaserwärmung
bestimmt, wobei Gasturbinen mit geringer spezifischer Leistung (hohe
Abgasmenge bei gleicher elektrischer Leistung) sich besonders anbieten.
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Bei
der Entladung des Erdgasspeichers über die Versorgungsleitung 27 wird
in der Entspannungsturbine 29 mehr Erdgas entspannt, als
in der Brennkammer 3 der Gasturbine 1 verbrannt
wird. Das überschüssige entspannte
Erdgas wird über
die Leitung 32 einem Erdgasverbraucher zugeführt. Um diese
größere Menge
an Erdgas zu erwärmen,
dient die in der 4 dargestellte Schaltung. Von
der von dem Entgaser 16 zu dem Speisewasservorwärmer 8 führenden
Speisewasserleitung 21 ist vor deren Eintritt in den Speisewasservorwärmer 8 eine
dritte Zweigleitung 48 abgezweigt. Diese dritte Zweigleitung 48 ist
mit der ersten Zweigleitung 24 verbunden, die den Austritt
des Speisewasservorwärmers 8 mit der
Dampftrommel 26 verbindet. In der ersten Zweigleitung 24 und
in der dritten Zweigleitung 48 ist jeweils vor der Verbindungsstelle
der beiden Zweigleitungen 24, 48 ein Regelventil 49, 50 angeordnet. Weiterhin
ist in der ersten Zweigleitung 24 vor deren Eintritt in
die Dampftrommel ein Regelventil 51 vorgesehen. Je nach
der Stellung der Regelventile 49, 50, 51 kann
der Speisewasservorwärmer 8 so
mit Speisewasser beaufschlagt werden, dass das vorgewärmte Speisewasser
wie bei den Schaltungen nach den 1 und 2 sowohl
dem Verdampfer 8 über die
Dampftrommel 26 als auch zur Erwärmung des unter erhöhtem Druck
stehenden Erdgases dem Gas/Wasser-Wärmetauscher 33 zugeführt werden. Hierbei
ist das Regelventil 49 in der ersten Zweigleitung 24 geöffnet und
das Regelventil 50 in der dritten Zweigleitung 48 geschlossen.
Außerdem
wird es möglich,
das in dem Speisewasservorwärmer 8 vorgewärmte Speisewasser
nur zur Erwärmung
des Erdgases zu verwenden. In diesem Fall wird die Dampftrommel 26 bei
geschlossenem Regelventil 49 und geöffnetem Regelventil 50 und 51 über die
dritte Zweigleitung 48 mit nicht vorgewärmtem Speisewasser gespeist.
Reicht die Leistung der Gasturbine 1 und des Abhitzekessels 5 für die notwendige
elektrische Gesamtleistung dann nicht aus, so wird über die Zusatzfeuerung 41 die
Leistung der Dampfturbine 10 angehoben werden.
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Gemäß 4 ist
in Strömungsrichtung
der Turbinenabgase hinter dem Speisewasservorwärmer ein Wärmetauscher 52 zur
Erzeugung von Fernwärme
vorgesehen.
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Liegen
bei der Entladung des Erdgasspeichers die Betriebsdrücke bei
etwa 120 bis 140 bar, so muss aus apparativen Gründen die Aufheizung des Erdgases
auf eine andere Weise erfolgen. In vorteilhafter Weise können dabei
die Heizflächenrohre
des Wärmetauschers 33 den
Druckkörper
zur Aufnahme des sehr hohen Erdgasdruckes bilden. Durch die hohen
Wärmeübergangszahlen
bei der Kondensation von Niederdruck-Dampf wäre einerseits der Heizflächenaufwand
erheblich geringer und andererseits der Druckbehälter einfacher zu konzipieren.
Wegen der erhöhten
Erdgasparameter, wie Druck, Menge und gegebenenfalls Temperatur,
sind die Entspannungsturbinen 29, 42 in axialer
Bauweise auszuführen.
Vorteilhafterweise kommt für
die Erdgasexpansion dann das Bauprinzip von Dampfturbinen zum Einsatz.
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Bei
Zwei-Druck-Kombianlagen kann der erzeugte Niederdruckdampf für die Vorwärmung des Erdgases
benutzt werden. Eine solche Anlage ist in der 5 dargestellt.
Diese Anlage entspricht weitgehend der Anlage gemäß 2.
Es ist lediglich die zu dem Wärmetauscher 33 führende Zweigleitung 25 nicht
mehr mit dem Austritt des Speisewasservorwärmers 8 sondern als
Verbindungsleitung mit einer Niederdruck-Dampfleitung 56 verbunden,
die an den Überhitzer 6' des Niederdruckteils
des Abhitzekessels 5 angeschlossen ist. Über diese
Niederdruck-Dampfleitung 56 und
die Verbindungsleitung 25 wird die notwendige Niederdruck-Dampfmenge dem
Wärmetauscher 33 zugeführt. In
dem Wärmetauscher 33 wird
durch eine Wasserstandsregelung die geforderte Erdgasaufwärmung geregelt.
Der restliche Niederdruckdampf dient der thermischen Entgasung des
Speisewassers in dem Entgaser 16.
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Reicht
die erzeugte Niederdruck-Dampfmenge aus dem Niederdruckteil des
Abhitzekessels 5 zur erhöhten Deckung des Wärmebedarfes
(z. B. für
die zusätzliche
Beheizung von Gebäuden
in den Erdgas-Speicherkraftwerken) nicht aus, so kann durch eine
entsprechende Dampfentnahme gleicher Druckstufe über eine Entnahmeleitung 53 der
Dampfturbine 10 und die Verbindungsleitung 54 der
Dampfbedarf des Wärmeverbrauchers 20 gedeckt
werden. Die verminderte Dampfturbinenleistung kann über die
installierte Zusatzfeuerung 41 im Abhitzekessel 5 kompensiert
werden.